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Donnerstag, 7. Juni 1928

Siehener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhejfen)

Nr. 132 Drittes Blatt

Der Sternhimmel im Juni

Knegerkameradschast Hassia

nehmen.

<Mnw ßvfA-

rgen Dae Uorjaljr etwa Jahre bet Qla4)tnca*' Tracht, ba(3 Die verant-

im*

- iJ Stxndm

den Zmtand w* Mitternacht dir Mo-

Sftod)bnid verboten.

25. Fortsetzung.

hin freilich von ihm zu

P/n7i (mau/ im in nm Mittelpunkt. Der emfeiei ebnete Hon tont umrahmt

srmaHD&t fRO/Tf BUCH­STABEN

Der die 14 SewdeucaMr* wen Mitter­nacht he Mttcmccht e-nee Tente ent-

Pfeil eo gedreht. daß die ter auf die Be- ebachtunfertunde trift: dadurch werden He tu ' d> et er Zeit eicktkaren Sterne in den nicht enittudrekonden Horitant kin-

Da Snipettor Svced Dicks Meinung teilte, daß - ------leites Attentat au.

Nachdruck verboten.

Der ©onnenaufgang verfrüht sich von 3.46 Uhr bi» 3 3^ Mbr und verspätet sich bann toieber bis 3.42 Hbr.

Sonnenuntergang von 20.10 bis 20-2» -ihr

Lichtgcft alten be« MonbeS: Vollmond am 3 6. um 13 Uhr 3 Viertel am 11. 6. um 7 llbr. 1. Viertel am 24. 6. um 24 Uhr

Da» grohe Ereignis de« Mai war bte borfett beS Hierfür. Sie bauert in ben ersten

Stern- Stern-

®***r

Bei dieser

Wirtschaft.

Die Areditversorgung.

natemitte Will tu

wette */3 Stunde epäter tu tteilen. Man werf] ei ehe die nach etc Montukarte. Der .Moted nimmt die geieichnetm Stellun­gen ein, wenn er die ans «deutete Lieht-

iwrjonna V<y,er#e/ ® VeHmond d J reerfel

3uni tagen noch an. freilich. Wie immer bei diesem flüchtigsten aller OBanbcIfterne. nur noch ganz kurze Zeit. Gäiizlich unsichtbar ist ber der Sonne zweitnächste Danbelstern, bie Venus. Hingegen bieten unsere Nachbarn auf ber anberen Serke, also bic sogenannten äußeren Wandelsterne, gün­stigere SichtbarteitSbedingungen. Ztemlich dicht bei einander findet man ben Jupiter und den Mars: sie nähern sich im Lauf deS WoncrtS immer mehr, erscheinen erst gegen Ende deS Monat- vor Mitternacht. Bei weitem am besten sichtbar ist der äußerste der mit bloßem Auge sichtbaren Wandelsternc. nämlich der Saturn. Er ist die ganze Nacht sichtbar, und eS cmpsiehlt sich deshalb. seine Natur als Wandelstern zu beobachten. Dies gelingt, wenn man ihn mit

schwebten beim NeichSversorgunaSgerrcht au» Nm Bereich der LanbeSgruppe Hessen noch 348 Ne- kurSfäll« Diele Zahlen zeigen bte Xntwenbijr leit der Arbeit für bic betroffenen Äamctaben, lassen aber auch Har erkennen, baß die Menge der besonders heim ZeichSversorgung»grr>cht a* hängigen Sällc dort eine Aenderung erforderlich machen, dauert es doch bi6 zu einem Jahre, bi» dort eine Lache zur Verhandlung gelangt. waS immerhin für die Kriegsopfer Unannehn»' lichkeiten mit sich bringt. 6m großer XeU ber Arbcu galt der Siedlung. Es war möglich, im VerichtSjadie nahezu ISO Wohnungen mit Hilfe der WohnungSiürsorgegesellschaft. her der Verband alS Sesellschafter angehört, zu errichten.

Diele lurze Zusammenstellung geigt die Arbeit, die für eine gerechte und würdige Dersorgung her Kriegsopfer geleistet wurde. An diesem Ziele weiterzuarbeiten erachtet der Verband, her behördlicherseits al« unpolitische Organisation an* erfaimt ist. für seine vornehmste Aufgabe.

Der am 10. Juni b. 3. in Wimpfen statt* finbende orbentliche VerbandStag wirb sich mit den Sin^lheiten deS Bericht« zu befassen haben und Wege für den weiteren Ausbau ber ®danit» organifation suchen, wofür zahlreiche Anträge vvrliegen.

seine unbefannten ©eaner ein -weites Attentat auf sein Leden nicht versuchen wurden, nähern das erste fo schmählich mißglückt war, batte_er die Dache aus Dicks Löhnung zurückgezogen, sie Ambern jungen Mann daher bei ferner spaten Hennkehr

befanden, deren Väter im Kriege gefallen ober > an Kriegsverletzungen gestorben waren. Die ©« f amtlumme der Aufwertung des alten Derbandsvermögens wird mit etwa 70 000 Mk. angenommen. Das neue VerbandS vermv* gen beträgt 65 800 Mk. Die Jahresbilanz für 1927 schließt in Einnahme mit 142 906 NU in Ausgabe mit 142 620 NU. ab. Don den Siv nahmeposten sind nennenswert 42 936,10 Wk. als Gewinnanteil aus den Verträgen mit den em* zelnen VersicherungSgeseUschafren und IllO.U Mk. aus dem Lammelwerf. Bei den Ausgaben stehen 9390 Mk. für allgemeine Lin i erst ützungen. 4930 Marl für AUveteranenzulagen cinschl Weih- nachtSsPende, 3370 Wk. an Waisen-Unlerstützun- gen, 16 673.53 Mk. an Nückzahlungen an die Vereine als anteilmäßiger Gewinn aus den Ver- ficherungsverträgcn. Der Voranschlag für da« Jahr 1928 schließt ab in Einnahme nut 132 300 Mark, in Ausgabe mit 133 047 Mk.. wobei er­höhte Untcrstützungsbeträge erscheinen.

Für den Verband der Kriegsbeschä­digten und Kriegerhinterbliebenen der Hassia war da« Geschäftsjahr 1927 ein Jahr angestrengter Arbeit für die Altvetevanen. Altrentner. Kriegsopfer. Unfall und Invaliden- rentner und deren Witwen und Waisen, aber

MmenimsWto.

Vornan von Edgar Wallace.

Copyright by Wilhelm Goldmann, Verlag, Leipzig.

Sie erwachte jäh mit einem wilden Hämmern ihre» Herzens. Ein Laut war au» der liefe des Haufe» zu ihr emporgedrungen, ein Laut wie von fchlürfenden Schrillen, ben ihr getreuer «achter das Gehör, im tiefsten Schlaf ausgesangen und auf ihr Gehirn übertragen hatte, «am ssody etwa wie- ber um sie zu quälen und zu drängen? Nun wobt, sie 'war gerüstet: mit dem Stuhl in der Hand wurde sie ihn empfangen. Sie würde ihr Leben teuer ver­kaufen. Aber das Geräusch war verstummt. Eine lange Zeit blieb alle» totenstill. Doch dann pwtzl.ch zitierte durch das Haus ein dumpfer -chtag als ob irgendein schwerer Körper zu Boden gefallen wäre. <Fi» Mann schrie auf, einmal, zweimal, die schreie ertranken in verworrenem Lärm, es klang, als wur, den Möbel zertrümmert Sie lau|d)te mit allen Nerven, ihre Hand krampfte sich über ihrem Nerzen, iimsonst beschwor sie ben jagenden puls ihres Blutes.

,.Auuuh!"

Plötzlich war das ganze Haus von laisisiiczogenem Jammergeschrei erfüllt. Es war der Schrei einer von Schreck geschüttelten Bestie, hoch und durchdrin- acnd, ein Schrei, der durch Mark und Bein drang. Dem ersten folgte ein zweiter Schrei, tiefer, guttu­raler noch, dem dumpfer Schmerz beklemmend bet* gemischt war.

Sybil umkrampfte das eiserne Gitter de» Bettes, einen Moment war sie vor Entsetzen der Ohnmacht nahe. Das Brausen ihres Blutes übertönte jedes von außen kommende Geräusch. Doch als sich die Schreie nicht wiederholten, beruhigte sich ihr Puls. Wieder lauschte sie an der Tür. Ein schwaäics Schluchzen drang von unten herauf. 6s mojbtc jehn Minuten dauern, dann wurde alles still. Die Stille währte lange, es war die qualvollste Spanne Seit, die Sybil in diesem Hause des Grauens verbracht hatte. Dann hörte sie wieder das unheimlich fchlur- sende Geräusch, das sie geweckt hatte. Es kam die Treppe herauf, jetzt war es im Gange vor ihrer

Tür. «ein Zweifel, es rührte von nackten Füßen her, die schwer über eine glatte Fläche gingen. Jetzt blie­ben die Füße stehen. Sybil glitt vom Bett herab. Sie umfaßte den Stuhl mit beiden Händen und rückte so weit von der Tür ab, wie es ihr der enge Raum irgend gestattete. Sie biß die Zähne zusammen, um den Schrei zu unterdrücken, den ihr gepreßtes Herz durch die Kehle hinaufjagte.

Jetzt faßte auf der anderen ©eile eine Hand an die Klinke und versuchte, sie niederzubrucken. Aber Sybil hatte sie gut gesichert und sie bewegle sich nicht. Wieder folgte eine Sekunde Stille, in der Sybil den Atem hörbar durch die Lippen zog, dann hämmerte eine Faust geprn die Tür, die in ihrem '.Rahmen wankte, aber nicht nachgab. Wer auch in bic Hammer einbrcchen wollte, er besaß feinen Schlüssel unö kein anderes Werkzeug als die grobe Faust. Sic hörte ein scharrendes Geräusch am Bo- den, ihre Blicke rP tettn sich auf die ^mdle. 2m nächsten Moment erstickte sie ihren Aufschrei der Anasi mit der zusammengekrümmten Rechten. Ihre Avqen starrten wie entrückt aus den Boden. Dort zeigte sich zwischen Tür und Schwelle eine nackte nußge­stattete Zehe wie vom Fuß eines Riesen. Er zog sich zurück, doch dann schoben sich drei große stumpfe Finger durch die Spalte. Sie waren nah und rot von «lut. Und jetzt griffen zwei Mörderhände unter bic Tür und versuchten sie aus ihren Angeln zu heben. Bei biesem Anblick brach jeder ®ebanfc an Berleidiaung in Sybil zusammen. Ihr Mund off- ndc iidi zu einem langgezogenen Schrei des Ent- sehen-. Nur hinaus nur hinaus! Sie fprang auf ben Stuhl. Sie hatte in ber Panik des Moments nur den einen unklaren Gedanken: Flucht durch bas Fenster. Das Gitter, das die Dachluke verstellte, hatte sie oergeffen. Sie packte den Riegel der Scheibe doch jäh fuhr sic zurück. Hinter den Eisenstoben auf dem Dache erschien ein Gesicht, das aerabesmefls auf sje herab starrte, ein totenbleiches Gesicht, von bem bie Schwei^ropfen perlten.

30.

in der Hauptsache große Gesellschaften lind. Ss läßt sich schwer überleben, wie Weit die ver­ringerte K<d.tausnal>u>e der Industrie daraus zuruckgeht. daß diese bei der gegenwärtigen 3m*- laac langfristige Okddjulbuna scheut, oder Wie Weit dieS aus die geschmälerte Kapitalversor­gung zurüchuführen ist. Für Ende April 1928 berechnet das Institut die Höhe der Gesamtverschulduna der öffenllichen und privaten Wirtschaft, die durch die langfristige Kveditnahme feit der Stabilisierung entstanden ist, auf 16,9 Milliarden Mark, an der die öffent­liche Wirtschaft mit 6.6 Milliarden Warf den größten Anteil hat. Ss entfallen im einzelnen auf öffentlich-rechtliche Körperschaften rund 5,3 Milliarden Mark, auf öffentliche Unter Warnun­gen 12, aus Industrie. Handel und Verkehr 2,3, auf städtischen Grundbesitz 5. auf die Landwirt­schaft 3 Milliarden Mark. AuSlandanlcihen machen bei den drei ersten Gruppen einen Be­trag von 3.5 Milliarden Warf aus. Der getarnte lang» und kurzfristige Kredit hat sich m den letzten Monaten weiter ausgedehnt, aber nicht

warten Sie doch ... Wie soll ich Ihnen sonst Helsen,"

«eine Antwort.

Unb doch ...

Die Antwort war ein Schrei ein dumpfer Schlag, ein langgezoaenes Stöhnen.

Wer finb Sie?" schrie Dick, ben bie Aufregung schüttelteWer find Sie? Bon wo telephonieren Sie?"

Plötzlich mar micber bie Stimme da. Sie lallte ein Wort Das Wort wurde zum Schrei, wie von letz ter Todesnot hcroorgepreßt, ber in schrillem Auf­schluchzen enbete. Dann entfernte sich die Stimme, als würbe sie gewaltsam vom Apparat getrennt. Nur erstickt Hong sie an Dicks Ohr:

Rührt mich nicht an! Ich war mit ber Po üael verbunden. Ich liefere Luch aus! H-ilf-e' H-i-I-f-c!"

(Ein Knall burchschnitt bie «chreie.

Danach war alles still wie im Grob.

Dick trommelte aus bie Gabel. Nach einigen Se- kunbcn, bie ihm wie Ewigkeiten oorkamen, melbete sich das Fernamt. , e

Können Sie feststellen, woher der Fernru, tarn' Ich glaube aus Süsser", erwiderte die Beamtin.

Haben Sie besonbere Gründe, eine solche Fest­stellung zu wünschen?"

Die bringendstcn cs war cm Hilferuf. Jemand, der mich kennt, muh überfallen worben fein!"

,Zhr Name, bitte!"

Dick Martin von Scotland Pard. ,Lhr Amt unb Ihre Nummer?" Dick nannte sie.

Danke sehr. Sie können anhängen. Wir rufen an."

Dick Martin legte ben Hörer nieder unb iprang aus bem Bctt. Er hatte ein feines Untericheidunas- vermögen für Trug unb Wahrheit. Er wühle, hier hätte ein Mensch in höchster Tobesnot zu ihm ge­sprochen Die Stimme konnte er nicht unterbringen, unb doch kam sie ihm bekannt vor. Er schnürte gerade an seinen Halbschuhen, als sich bas Telephon meldete.

jyter Fernamt. Der Anruf kam aus South Weald, Susier!" __

Dick stand einen Moment wie versteinert.

(Fortsetzung folgt.)

Gelegenheit tonnen Wir uns auch den Antares näher ansehen. Er gehört zu den Fissiemen, die wir verhältnismäßig gut kennen. Er ist ein Vasball von ungeheurer Ausdehnung, aber nicht sehr heiß, woher denn auch sein röt­liches Aussehen stammt, dem er feinen Namen verdankt. Antares heißt .Gcgenmars": denn auch der Mars hat. freilich au« gänzlich anderen Gründen, eine rötliche Farbe. Uebrigen« ist dieser Name der einzige Nest, den die alte griechische Bezeichnung der Wandelsterne, die ja ursprüng­lich nicht Saturn, Jupiter. Mar«. Venu« und Merkur, sondern EhronoS. Zeus. Ares. Aphro­dite und Herme» hießen, in unsere Gegenwart hinüber gerettet hat Küstermann.

Das neue Vierteljahrshest des Instituts für Konjuntturforschung. indem es zur derzeitigen Lage der Äoninntlur bie Diagnose einer Atem- pause in ber Entwicklung gibt, bringt m etnesn Wonbeten Teil auch interessante Untersuchungen über ben Stand der Kre d i t ve rs or gu n g und den Umfang des gegenwärtigen Ärcbit- Dolumen» ber Wirtscha L Die Harfe ^wAne des kurzfristigen Kredit» (Summe des Wechsel- mnlaufs und der Bankdebitoren) ermebte zum Teil unter Saifoneinflüsfcn bis Ende März 1927 toten höchsten Stand Nach einer starken Ver­ringerung bat sich erst seit Jahresbeginn bei­kurzfristige Kredit wiebci etwas stärker ausge- behnt. Andererseits hat sich der W e ch f e l u m - lauf insgesamt stark erhöht. Dabei ist augew- fällig die Zunahme der im freien Vervehr befind- lieben Wechsel, welches zunächst daraus binbeutd. daß auch in den letzten Monaten in echeblichem Umfange ßieferemtenfrebite in Anspruch gatrnn- men worben finb. Am stärksten bat lelttbm ber Bankkredit zugenommen, was insbesondere für TV-ecbfcl unb Watenvorschusse gilt. Was ben

auch ein Jahr von Erfolgen. Das Vertrauen zu bem Verbände der Kriegsbeschädigten ua® Kriegerhinterbiiebencn hat sich wesentlich geho­ben, was die vielen Vertretungen Har beweisen. Die Organisation hat an Stärke --genommen, in­zwischen sind viele neue Eintritte wie auch Neu­bildung von Ortsgruppen zu verzeichnen, so daß die jetzige Stärke mit 14 002 Dersorgungs- berechtigten nicht zu hoch gegriffen ist. In allen amtlichen Stellen ist ber Verband durch geeignete Witglicder vertreten. Die Gröhe der Arbeit, die von der Fürsorgeabteilung (Sitz Darmstadt) geleistet wurde, ertennt man. wenn man bedenkt, daß täglich durchschnittlich nicht weniger als 80 Ein- und Ausgänge zu verzeichnen waren und daß im verstossenen Jahre von ben Vertretern des Verbandes bei den drei Spruchkammern des Derforgungsgerichts Darmstadt 1040 Fälle ver­treten wurden. Für die Provinzen Nheinh^ en und Ober Hessen sind in Mainz bzw. in Gießen ProvinzgeschäftSstellen ein­gerichtet worden. Alle Vertretungen erfolgen für die Mitglieder unentgeltlich. Deim NeichSver- forgungSaericht Berlin vertrat der Verband der Kriegsbeschädigten und Kriegerhinterbliebenen des Neichskriegerbundes ..Khffhäufer" monatlich 35 bis 40 Fälle aus Hessen. Am l.Mat 1928

nwrtroürbig leer unb unbewohnt vor. Er war am Nachmittag in ber Bibliothek gewesen als Leser, wie er vorgab, in Wahrheit aber, weil cs ihn brängte, Sybil wiederzusehen. Eine Enttäuschung harrte seiner. Sie war fortgegangen. Eine Dame habe sie in einem Auto abgeholt, erzählte ihm ihre Kollegin. , v , .

Als er nun bie Küche betrat, m ber sie so froh> sich unb tatkräftig als Hausfrau gcwallet hatte, wurde ihm bie Brust zu eng für das heftig klop­fende Herz.

Er nahm ein Buch aus dem Schrank und ver- iuebte zu lesen. Aber feine Aufmerksamkeit haftete nicht au den Worten. Alle Buchstaben formten sich zu Sybils Namen, unb feine Gedanken liefen fort während im Streife um das Geheimnis ber sieben Zchlöffer, in bas Sybil oerftrieft war. Endlich be fiel ihn eine sanfte Müdigkeit, so daß er auf einen erquickenden Schlaf hoffen durfte. Er stellte wie­der das Telephon in fein Schlafzimmer durch und begab sich zu Bett. Einen Moment fiel ihm bas Un­getüm ein, das ihn beinahe in seinen Kissen er­würgt hätte, unb ein kalter Schauer riefelte an ihm herab. Er hob seine Hand zur Lampe, aber er zog sic öieber zurück. Keinesfalls bürste er seine Rer oen zu Herren seiner Vernunft werden lassen. Er schloß bie Augen unb überließ sich einem Zustand zwischen Wachen und Dämmern. Da fuhr er hach. Das Telephon Hingelte in raschem Stakkato dicht neben seinem Ohr. (Er griff zum Hörer und fchal- tele mit der andern Hand bas Licht ein

Hallo!" rief er in ben Sprechtrichter hinein Fernruf! Bitte, bleiben Sie am Apparat", er- widerte eine bünne Stimme.

Er wartete. (Ein Knacken ging durch bic Leitung. Dann wurde alles still. Doch da ..

ö rbc-r . . H-ilf-« - M__örber," schrie es auf, unb wieder

ilfe ... er ist da ... er ist da ... er läßt mich ermorden ..." , .

Dicks Hand, in der er den Hörer hielt, bebte. Sem Wesen drängte zum Beistand. Hier lag er 5, viele Mellen vom Schreckensort entfernt, mußte alles mit anhören.

Der ist am Apparat?" fragte er Heyer.

Keine Antwort.

Der spricht?" rief er lauterMein Gott, ant­worten Sie doch ... Wie ßov ich Ihnen sonst

m Der Jahresbericht über die Arbeit in der Kriegerkameradschaft Hassia im 54. Derbandsjahre 1927 liegt nunmehr in einer sorgfältig ausgearbeiteten 40 Seiten umfasienden Dn: sichrist vor. In einem besonderen achlselli- gen Bericht wird über den Stand und die Tätig­keit des Verbandes der Kriegsbefchädigien und Äfieaer&i nicrbl leben t n n der Kri<g>rkamerad- fchast Hafsia im gleichen Zeitraum all-S Defent- liche aefagl. Demnach betrug die M i t g l i e d e r- -ahl der Hassia in 38 Bezirken und 753 Ver­einen 48 937 ordentliche und 2116 außerordent­liche Mitglieder (manche Vereine sind mit ihren Meldungen noch im Äückstand) Die Zunahme an Mitgliedern beträgt gegen das Vorjahr etwa 6 Prozent Die schweren Jahre der Nachlr:cgs- zeil haben es mit sich gebracht, daß die verant­wortlichen Leiter des Verbandes chr besonderes Augenmerk auf ben Ausbau der Wohl­fahrt S c i n ri ch t u n g e n gerichtet haben. Zu- .rächst galt es, alle diejenigen, die durch den großen Krieg geschädigt worden finb, mit Nat und Tat zu unterstütz, n. damit ihnen die gefeb- lid) zustchenden Enlfchädigungen auch wirklich -u- lomen. Die dafür gZchaiseiie, in ben letzten Jahren start entwickeüe unb immer mehr auszw bauende Organisation ber Knegsbefchäbigten und Kriegerhinterbliebenen betreut 13186 Kriegs­opfer (7646 Kriegsbeschädigte und 5540 Äricgcr* Hinterbliebene). Die Tätigkeit in den war im allgemeinen eine normale Wie im Vor­jahr An 26 Vereine konnten anläßlich von VereinSjublläen Fahnennägel verliehen werden. Der Bezug der Verbands-Halbmonats- f ch r i f l ..Hessischer Kamerad" erlitt keine Sto­rung. Die eommcllätiflleÜ machte erfreulicherweise immer mehr Fortschritte. Besonder« lehrreich find bie Zahle, der gewährten Unter­st ü b u n a e n ber letzten Jahre. Daren eS 1923 97 und 1924 100 Fälle, fo bringt daS Jahr 1925 bereit« 401 AoNälle. bic unterstützt würben. Da« Jahr 1926 weist 539 Unterstützungen auf. 3m fehlen Jahre stieg bie Zahl auf 573. Darum fall c» auch fernerhin Aufgabe des VerbandeS unb ber Vereine (der Verband zahlt nur Unten« stützungen, nachdem die Vereine Dormiterstützun- flcn gewahrt haben) sein, kameradschaftliche Nächstenliebe zu üben. DaS Dort rag s- w e f e n fand bei den Vereinen die nötige Würdi­gung. Von Derband«rednern wurden tnsgesamt 300 Vorträge gehallen, davon 140 in Sütlorge* angelegenheiten. Der Hassiakalender wurde in rund 54 000 Exemplaren abgeseyt. wo­bei besonders zu bemerken ist, daß durch Nück- Vergütungen au« dem Verlauf der Kalender zum Teil die Mittel für die Unterstützungen an Kriegerwaifen aufkommen Der DerbandS- tafl sand am 19. Juni 1927 in Schlitz statt. Von Bedeutung für alle Vereine War der Be­schluß über die Einführung einer Kollektiv- Haftpflichtversicherung, die ber Ver­band abfchließen sollte. Dieser Versichermig^- vertrag ist inzwischen mit der Vertraysgesellsckaft Zurich" abgeschlossen worden. Bei ber 8t* gänzungswahl zum Vorstand wurde dec zweite Präsident, Kamerad Med.zincllrat Dr Vogt, Butzbach, der am 16. Mai b. I. feinen 80. ®eburl«laa begehen konnte, seit 1874 bem Dorstanbe angeyört und alS ber Vater bet Hassia (Vegrünber ber Hassia und eifriger För­derer der Bestrebungen der deutschen Kriegev- otreine) anzusprechen ist. auf Lebenszeit in feine Stelle wiedergewählt. Die Bildung von Ougenb- gruppen machte weitere Fortschritte. 3m Sep­tember 1927 konnte erstmals ein 3ugend- treffen auf dem Felsberg (Startenburg) ftatt- sinden. 3mmer mehr Anklang, auch bei den Jugcndabteilungen. findet das K le in la 11 b e c* schießen. Die laufenden Verträge mit den Derficherungsgesellschaften haben fich auch dieses Jahr fruchtbar für ben Verband erwiesen. DaS Vermögen der Stiftungen ist auffltiDedet. Die beantragte Gewährung der Woblfahrts- r c n t c hir die Stiftungen wurde genehmigt. An 337 Waisenkinder wurden zu chrer Konfirmation Unterstützungen gezahlt. Don den unterstützten Kindern waren 34 Ganzwalsen, 24 Halbwaisen, deren Mutter noch lebte. Besonders heroorzu- heben ist, daß unter den Waisenkindern sich 85

Bankkredit zugeiromiiien. wae nw Wechsel unb Darenvorschüsse güt lanasristigen Kredit anbelangt fo bat der Rückgang in der Versorgung mit ibm wab- reiid des Jahres 1927 in erster Linie die öffent­liche Wirtschaft, weniger dagegen bie ^Industrie getroffen. Da» Bilb bat sich mll BegiMi 1928 umaekehrt. Die Zunahme tn ber Jlcuaufnubmc Irngfriftigcr Kredite beschränkt sich hauptsächlich auf bie öffentliche Wirtschaft unb daneben auf die Landwirtschaft, bei der Industrie dagegen zeigt fich erst in bin letzten Wochen wieder eme Belebung. Dabei muh hervorgehoben werden, daß die AktienunterncHmimgen mit Chnifficmcn

bem AntareS. bem hellsten Stern im bilde des Skorpion, vergleicht. Diese« bild steht zu Beginn des WonatS bei Eintritt ber Dunkelheit tief im Süd-Süb-Osten. bann wandert cS immer mehr noch Süden hinunter. 5\i der Saturn rückläufig. nähert er sich diesem Antares. dem er im Vorjahre nabeftanb. nun- mehr wieder mehr und mehr, um bann Um ter» ' einen Abschied für fast 30 Jahre

ff