Erscheinung erblicken zu müssen glaubt, tote sie sonst auch in Zeiten hochgespannter Wirtschaftstätigkeit zu beobachten war. Abgesehen von dieser Tatsache hängt diese Erscheinung unseres Erachtens vor allem wesentlich mit der höheren Liquidität der Banken zusammen, die sie in die Lage versetzt, mehr als bisher ohne die Inanspruchnahme der Reichsbank zu finanzieren. Das Wechselgeschäft ist mithin in der Betätigung der Banken in den Vordergrund getreten, seitdem die Börse stagniert. Betrachtet man die gegenwärtige Lage des Geldmarktes in konjunktureller Hinsicht, so muh festgestellt werden, dah die starke Inanspruchnahme des inländischen Geldmarktes durch die gerade in der letzten Zeit herausgekvmmenen städtischen Anleihen (Frankfurt a. Kl., München, Heidelberg usw.) ziemlich erbeblich ist, zu denen jetzt auch noch dte Ausgabe einer 50 Millionen-Anleihe des Deutschen Sparkassen- und Giroverband:s (Zinsfuß c Prozent bei dreijähriger Lauszeittritt. Diese Inanspruchnahme durch Inlandsanleihen kurzfristiger Art — bekanntlich stellen die Anleihen Frankfurts, Münchens und Heidelbergs einen neuen Typ dar, da sie zunächst kurzfristig ausaeaeben werden, aber später in langfristige Anleihen umaewandrlt werden können — wird für die nächste Zeit der Lage des Geldmarktes ihren Stempel aufdrücken, so dah der Dörsenoptimismus bezüglich der Geldmarktentwicklung uns nicht am Platze zu sein scheint.
Wochenbericht
vom frankfurter Effektenmarkt.
In der Woche vor Ostern blieb die Stimmung an der Börse allgemein f e st. Die bevorstehende mehrtägige älnterbrechung des Börsengeschäftes durch die Feiertage konnte kaum einen retardierenden Einfluh ausüben, und die Umsätze waren zeitweise merklich lebhafter, als man es die ganze Zeit vorher an der Börse gewohnt war. Veranlaßt wurde diese feste und lebhafte Tendenz durch das weitere rege Interesse des Auslandes, das an den deutschen Aktienmärkten mit ihrem augenblicklichen Kursstand Gewinnchancen erblickt und sich von der durch die nervösen Kursschwankungen der letzten Zeit gefährlich gewordenen Reuyorker Börse obzuwenden scheint. Bemerkenswert war es dann vor allem, daß, durch die festen Börsen der vergangenen Woche angeregt, nun auch das private Publikum sich von Tag zu Tag stärker am Börsengeschäft beteiligte. Dazu war sie in der Lage durch die Eingänge an Dividenden und Zinsen, wie überhaupt die guten Abschlüsse der verschiedensten Gesellschaften auf die Stimmung eine anregende Wirkung ausübten. Die Spekulation, die in manchen Werten offenbar noch Baissepositionen bestehen hatte, schritt zu Deckungen und nahm darüber hinaus neue -Käufe vor. Die lebhaftere Lkmsatztätigkeit beschränkte sich zwar wieder nur auf eine gewisse Anzahl von bevorzugten Papieren, doch hat sich der Kreis dieser Favoriten vergrößert bzw. etwas verschoben. Eine auherordentlich starke Anregung empfing die Börse durch die Vorschläge zur Neuregelung der Reparationsfrage. Veranlaßt wurde die Diskussion hierüber durch die Rede Poincar^s am vergangenen Sonntag, die an der Börse einen günstigen Eindruck machte. Als anregende Moment« . seien ferner angeführt die weitere Besserung der Arbeitsmorktlage und ver
schiedene Konjunkturberichte, nach denen im allgemeinen noch kein erheblicher Rückgang der Beschäftigung fest-
* zustellen ist. Anderseits blieb die Tatsache, daß -am Geldmarkt namentlich für kurzfristiges Geld eine merkliche Versteifung eintrat, die die ganze Woche über anhielt, ohne größeren Einfluß auf die Stimmung. Der Satz für Tages- oeld wurde auf 8 Prozent erhöht, auf welchem Stand er verharrte, bis am letzten Tag der Derichtswoche eine geringfügige Ermäßigung auf 7,75 Prozent eintreten konnte. Monatsgeld war zu 7,25 bis 6,5 Prozent erhältlich, Warenwechsel zirka 7 Prozent. Auch der Reichs- Bankausweis, der die außerordentlich starke Anspannung des Zentralnoteninstituts zum Quartalsultimo anzeigt, übte keine ungünstige Wirkung aus. da man in Dörsenkreisen mit einer derartig starken Belastung gerechnet hotte. Es befriedigte, dah die R e i ch s p o st im April nicht mehr an die Auflegung einer Inlandanleihe in Höhe von 150 Millionen denke, anderseits traten jedoch Bedenken hinsichllich der Belastung des inländischen Kapitalmarktes auf durch die nach dem Muster der Frankfurter Inlandanleihe geplanten Anleihen der Städte Heidelberg. München und Berlin, da diese Kommunen durch das langsame Arbeiten der Beratungsstelle für Auslanbanleihen ihren not
wendigsten Geldbedarf mm im Inland zu decken suchen. Lebhafte Amsähe verzeichnete vor allem der Elektromorkt. auf Dem besonders das Ausland als Käufer auftrat. AEG., Bergmann. Licht & Kraft, Gcsfürel. Lahmeyer, Schlickert und Siemens konnten 10 bis 20 Prozent im Kurse anziehen. Am Montanmarkt waren die reinen Kohlenwerte bevorzugt, von denen Ilse Bergbau 22 Prozent und Rhein. Braunkohlen 23 Prozent gewannen. Sonst betrugen die Kursbesserungen hier etwa 3 bis 10 Prozent. Zellst o f f w e r t e lagen 10 bis 15 Prozent. Kali- oktien bis 12 Prozent höher. Größeres Interesse bestand wieder für I.-G-Farben mit plus 9 Prozent, I.-D.-Bonds zirka 146 Prozent. Don weiteren Spezialwerten waren Karstadt bis 233,5 Prozent gesteigert. Deutsche Erdöl gewannen 11 Prozent. 3m übrigen ergaben sich meist 2- bis 8prozentige Kurserhöhungen. PH. Holzmann, die vorübergehend bis 165 Prozent erhöht waren, gaben auf die enttäuschende Dividende von 7 Prozent aus etwa 158 Prozent nach. Deutsche Anleihen zogen etwas an. auch ausländische Renten lagen meist höher, besonders Mexikaner Türken und Ungarn.
Wochenbericht
vom Frankfurter produklenmarkt.
Angeregt durch die weiter höheren amerikanischen Notierungen und die günstig lautenden aus ländischen Meldungen war die Haltung am oraat- furter Produktenmarkt in dieser Woche weiter f e st. Anfangs war auch eine allgemeine Entspannung der Marktlage zu bemerken, die jedoch kein größeres Ausmaß annahm, da die bevorstehenden Osterfeiertage geschäfishemmend wirkten, und somit nur in Den dringendsten Fällen älmsähe getätigt wurden. Auch tonnten sich aus diesem Grunde Die höheren Preis« Des Auslandes nicht voll auswirlen. Die Preisforderungen Der Provinz wurDen im allgmeinen als zu hoch erachtet, Da auch die zweite SianD genügen!) und billigere Ware an den Markt brachte. Der Konsum beteiligte sich kaum am Geschält. Weizen war in besonders großen Posten an geboten; Da hier ebenfalls Die Forderungen zu hoch lauten, konnte das Material nur spärlich unter- gebracht werden. In Roggen wurden lebhaftere Umsätze getätigt, da hier Die Nachfrage des Auslandes und des inländischen Exportes Dem. Markte eine gewisse Stütze bot. Hafer lag fester, Da hier Der Konsum größeres Interesse zeigte, doch blieben Die Abschlüsse minimal, Da kaum Ware vorhanden war. Mais für beide Sorten lag vernachlässigt. 3m Laufe der Woche konnte sich recht lebhaftes Geschäft in Roggen- und Weizenmehl entwickeln, die höheren Preise wurden glatt bewilligt. Der Futtermittelmarkt war still. Am Kar- t o f f e l m a r k t war die Tendenz fest, die 51m» sätze aber klein. Zum Wochenschluß stagnierte das Geschäft fast vollkommen. Der Börsenbesuch wurde kleiner, auch verstimmten die etwas schwächeren Auslandnotierungen, und die Händler übten wieder größere Zurückhaltung. Terminware wurde im allgemeinen billiger angeboten.
Verglichen mit den Notierungen der vergangenen Woche waren Weizen, Roggen, Weizen- und Roggenkleie gut behauptet. Mais für beide Zwecke gaben je 0,25 Mk. nach. Dagegen konnte sich Hafer 0,25 Wk. und Weizen- und Roggenmehl je 0,50 Mk. bessern. Die Woche schloß zu folgenden Notierungen Weizen I 26,50, Roggen 27,50, Hafr (int.) 26.75 bis 27,25, Mais (für Futterzwecke) 24,25, MaiS (für andere Zwecke) 25, Weizenmehl 37,50 bis 38,50, Roggen- mehl 37,50 bis 38,50, Weizenkleie 14,75 und Roggenkleie 15,75 bis 16,25 Mk.
Wochenbericht vom frankfurter Schlackiviehmarki. DaS Geschäft am Frankfurter Schlachtviehmarkt war in dieser Woche ruhig. Die bevorstehenden Osterfeiertage machten sich im allgemeinen bemerkbar, und die Händler bekundeten größere Zurückhaltung, so vaß sich das Geschäft nur langsam entwickeln konnte. Trotzdem der Auftrieb in Rindern kleiner war als in der vergangenen Woche, verblieb .Ueberstand. Bullen waren nur schwer zu verkaufen. Kalber standen in bedeutend größeren Posten zum Verkauf, und die Märkte wurden an beiden Schlachttagen vollständig geräumt. Hier konnte sich in: Verlaufe recht lebhaftes und reges Geschäft entwickeln, da der Konsum und Die Metzger größeren Bedarf belundeten. Obwohl sehr wenig Schafe zum Verkauf standen, kamen Umsätze hier nur knapp zustande. Der S chwe i n e markt war mäßig rege, doch wurde an beiden Warlttagen ausverkauft. Der Erport beteiligte sich fast kaum am Handel. Der Gesamt auftrieb bestand aus 1476 Rindern, (Darunter befanDen sich 292
Ochsen, 76 Bulkn. 720 Kühen rmd 376 Färsen), ferner aus 2440 Kälbern, 150 Schafen und 6J39 Schweinen. Verglichen mit dem Auftrieb Der vorigen Woche waren 125 Rinder und 226 Schafe weniger auf getrieben; während 600 Kälber und 300 Schweine mehr zum Verkauf standen.
Bezahlt wurde pro Zentner Lebendgewicht: Ochsen Al 58 bis 62, 2 54 bis 57, Bl 50 bis 53, 2 43 bis 49. Bullen 50 bis 55. B 45 bis 49, C 40 biS 44; Kühe A 44 bis 49. B 40 bis 43, C 33 bis 39, D 25 bis 32; Färsen A 58 bis 63, B 53 bis 57, C 48 bis 52; Kälber B 81 biS 85. C 75 bis 80, D 67 bis 74; Schafe 52 bis 54; Schweine A 52 bis 55, B 52 bis 55, C 52 bis 55, D 52 bis 55, E 52 bis 55. 3m Vergleich zu den Notierungen der vergangenen Woche zogen Rinder bis zu 2 Mark. Kälber bis zu 5 Mark, Schafe bis zu 4 Mark und bis zu 1 Mark im Preise an.
*
* Der Saaten stand in Preußen a n- fange April. Die Statistisch« Korrespondenz veröffentlicht di« Begutachmngsziffern für den Saatenstand in Preußen anfangs April, wobei zwei gut, drei mittel bedeutet: Mit AusnaHmc von Spelz (2.9) liegen alle Saatenzisfern über drei. Weizen wird mit 3.3, Roggen mit 3.4. Gerste mit 3.3, Gemenge mit 3.5, Rap? und Klee mit je 3.4, Luzern« mit 3.2, Ricselwiesen und ander« Wiesen mit 3.3 und 3.4 beurteilt. Wenn man wiederum von Spelz absieht, so wurde der Saatenstand zu Anfang April seit 1925 nicht so ungünstig wi« Diesmal bewertet; auch 1913 war er, abermals abgesehen vom Spelz, durch- gäng-ig besser.
* Deutsche Bereinsbank K.-G. a. 21., Frankfurt a.M. Nach dem Bericht für 1927 konnte sich bas Kredit- und Kontokorrentgeschäft erfreulich entwickeln. Die Geschäfte konnten durch neue wertvolle Verbindungen erheblich ausgedehnt wer- den. Weniy günstig lag dagegen dos Börsengeschäft. Die Emisstonstätigkeit, die zu Beginn des Zahrcs lebhaft war, ruhte in der zweiten Jahreshälfte völlig. Die Zinseinnahmen erhöhten sich auf (alles in Millionen Mark) 0,94 (0,91), Prooisionsein- nahmcn auf 0,87 (0,61), dagegen ermäßigten sich die Esfektengewinne auf 0,29 (0,42). Die Unkosten erhöhten sich auf 1,38 (1,25) und Steuern auf 0,24 (0,19). Einschließlich Vortrag verbleibt demzufolge ein Reingewinn von 0,67 (0,59), woraus wieder 5 Proz. Dividende auf das voll dioidendenberech« ligte Kapital von 9 Mill. Mk. verteilt werden sollen.
♦50 Mill. 7proz. Deutsche Kommunal' Scha tz a n we is u n ge n des Deutschen Sparkassen - und Girooerbandes. Dem Deutschen Sparkaffen» und Girooerband wurde feiens der staatlichen Aufstchtob b rden die (9cnehmt, fiunfl zur Ausgabe von 50 Millionen 7prozentige Deutsche Kommunal-Schaßanweisungen erteilt. Die Anleihe ist auf Feingold-basir gestellt und am 1. April 1931 zum Nennwert rückzahlbar.
* Sanierung t-e r .holexwerke A.- G., Homburg o. d. H. 9tad>Dem der Zwangsvergleich bestätigt ist. rvird numnehr eine Sanierung der cholex-S6)vkoladenwerke A.-G. geplant, und zwar derart, daß Das Aktienkapital von 500 000 auf 50000 Mark zusammengelcgt und danach auf 500000 Mark wieder erhöht werden ^oll. Dabei wird eine Gruppe, die sich zum großen Teil aus den Mitgliedern des seitherigen Aufsichtsrates zusammen setzt, die netten Aktien übernehmen.
• Ha rpener Bergbau A.-G. Di« Generalversammlung Der Harpener Bergbau A.-G. erledigte Die Regulären und setzte Die Dividende auf 6 Droz., gegen 8 Proz. im Vorjahre, fest. Neu in Den Aufsichtsrat gewählt wurde an Stelle des verstorbenen Mitgliedes Geheimrat Müser Generaldirektor Dr. Vogler. Bei der Vorlage des Geschäftsberichtes führte der Vorsitzende des Aufsichtsrats Dr. Silverbera über Den Abschluß Der Gesellschaft u. a. aus. daß Die Bilanz das Ergebnis des Jahres 1927 genau wiedergäbe. Sine Stärkung der Inneren Reserven konnte neben Den Abschreibungen und Rückstellungen nicht bewirkt werden. Auch irgendwelche Geldreserven seien nicht geschaffen oder verstärkt, noch seien Neubauten im Betrieb verbucht worden. Von einer Thesaurierungspolitik könne keine Rede fein. 3m Gegenteil, die Abschreibungen und Heber- Weisungen auf das Konto für Bergschäden seien unzulänglich. Die Rückstellung für Bergschäden sei niedriger wie Die tatsächlichen Aufwendungen im Berichtsjahr. Die Abschreibungen seien Der Höhe nach unzulänglich. 3m Berichtsjahr sei die Umlage des Syndikats von 0.55 auf 1.28 Mark per Tonne und im Durchschnitt um 0,80 Mark gestiegen. Dadurch sei allein bei 8 Millionen Tonnen Förderung ein Ausfall von 6 400 000 Mark entstanden. Ob und wann diese Umlage ermäßigt werden könne, fei nicht abzusehen. Der Kampf um die ausländischen 2Lbsahmärkte und Den Anteil an Deren Versorgung, auf den in erster Linie Die Höhe der SynDikalSumlage zurückzusühren sei. gehe zwischen England. Polen und Deutschland weiter. Es Dürfe nicht ins Auge gefaßt werden.
aus dem Markt herauSzugehen. @bre empfindlich« Einschränkung Der Förderung oder eine noch empfind sichere Verringerung der Belegschaft wäre Die Folge. In Der Zwischenzeit müsse Der deutsche Steinkohlenbergbau Dem Druck. Der von allen Seiten auf ihn auSgeübt wird. Stand zu halten versuchen. Für das laufende Jahr könne für die Gesellschaft ein besseres Erträgnis wie für 1927 nicht in Aussicht gestellt und nur der Hoffnung Ausdruck gegeben werden, das gleiche Ertr^niS aufrechtzuerhalten. 3m Anschluß an Die Ausführungen Dr. Silverbergs gab Generaldirektoe V ö g l e r einen kurzen Lieberblick über die Neubauten und über Die RationalisierungSlage bet Der Gesellschaft. 3m Vergleich zu seiner Förderung habe Harpen zu viele Förderanlagen, verbunden mit einer Vielheit Der Kokereianlagen und Der Anlagen zur Erzeugung der DetriebSkraft. Die Bestrebungen gingen daher seit mehreren Jahren dahin, die Anzahl der Echachtanlagen. Kokereien und Krastzentralen zu verringern. Statt der Kokereien auf 13 Schachtanlagen würden im Regelfälle nur noch 4 oder 5 Schachts nlaaen mit Kokereien versehen fein. Don 6en_ 21 Ächachi- anlagen, die Die Gesellschaft bei Dem Gesetzen der Rationalisierung hatte, seien bereits 6 stillgelegt worden, so daß die Zahl heute noch 15 betrage. In zwei Jahren werde Die Zahl auf 13 gesunken sein, und in weiteren drei Jahren nur noch 11 betragen. DaS sei eine Verringerung von 50 Projl
Kunst und Wissenschaft.
Helene Canges 80. Geburtstag.
Am 9. April d. 3. begeht Frau Dr. h. c. Helene Lange, die ehrwürdige Führerin Der Deutschen Frauenbewegung, ihren 80. Geburtstag. 1848 in Oldenburg geboren, bestand sie 1872 bad Lehrerinnenexamen in Berlin, wurde Lehrerin an einer höheren Mädchenschule und trat 188? mit einer Denkschrift über „Sie höhere Mädchenschule und ihre Bestimmung" zuerst an die breitere Oeffent- lichkeit. Die Bemühungen der Frauenbewegung um die Zulassung zum Hochschulstudium biteben zunächst erfolglos; erst 1301 war in Baden der erste Erfolg zu verzeichnen. 3m Sinne Der unt die Mitte Der 90er Jahre in Fluß gekommenen Bestrebungen für das Frauenwahlrecht lieft Helene Lange 1896 ihre erste Schrift erscheinen. Die taktisch geschickt und sachlich gemäßigt war. Auch Der 1890 von ihr tnilgebrünDete Allgemeine deutsche ßebrerinncnbcrcin bedeutete eine wertvolle Grundlage Der Organisationen zur Erweiterung Der Rechte wie auch Der Pflichten Der weiblichen Bevölkerung. 1902 begründ t? Frau Dr. Lange endlich auch, gemeinsam r.ül Luise Otto und Auguste Schmidt Den ..A.-gemeinen Deutschen Frauenverein'. — Seit einigen Jahren lebt Die 3ubilarin zusammen mit ihrer jüngeren Mitarbeiterin Gertrud Baeumer in Hamburg, wo sie 1922 auf Der demokratischen UQe in Die Bürgerschaft gewählt wurde.
Marburger Ferienkurs«.
Die Universität 'Diarbarg veranstaltet auch in diesem Jahre Ferienkurs« für In- und Ausländer. Inr Hauptlehrgang, der vom 2. bis 22. August roäbrt, werden die wichtigsten Probleme der europäischen Gegenwart von Marburger imb auswärtigen Gelehrten urob Politikern behandelt. Daneben ftnden Htachmittagskurf« über Deutsche Literatur, Kunst, Pädagogik und Sprache statt. Im Anschluß an die Marburger Arbeitswochen erfolgt eine große Stu- Dienfatjrt unter sachkundiger Leitung ms Franken- Land.
Spielplan der Frankfurter Theater.
Opernhaus. Sonntag, 8. April, von 17 bis gegen 22 Uhr: Parsifal. Montag, 9., von 19 bis nach 22 Ahr: Carmen. Dienstag, 10.. von 19 bis gegen 22,30 Uhr: Die Macht des Schicksals. Mittwoch. 11., von 19,30 bis gegen 22,30 Uhr: Cosj fan tutte. Donnerstag, 12., von 19 bis nach 22 Uhr: Die Jüdin. Freitag, 13.: Geschlossen. Samstag, 14., von 19 bis nach 22 Uhr: Manon, Sonntag, 15., von 17 bis gegen 22 Uhr: Parsifal. Montag, 16., von 19,30 bis 22,15 Uhr. Fidelio. — Schauspielhaus. Sonntag. 8. April., von 19,30 bis 22,30 Uhr: Reid Hardt von Gueisenan. Montag, 9„ von 15,30 bis 18 älhr: Alt-Frank- furt; von 20 bis nach 22 Uhr: Max der Prominente. Dienstag. 10., von 20 bis 23 Uhr. Neidhardt von Gneisenau. Mittwoch, 11., von 20 vis 22 lUjr: Gin Volksfeind. Donnerstag. 12., von 20 bis 23 Hbr Neidhardt von ®ne- fenau. Freitag. 13.. von 20 biS 22,30 Uhr: Schin- derhannes. Samstag. 14., von 19 bis 21,30 Uhr: Liliom; von 22 bis gegen 24 Uhr: Kabarett der Komiker. Sonntag, 15., von 15.30 Uhr biS gegen 17,30 Uhr: Kabarett der Komiker; von 19,30 vis 21,30 Uhr. Max der Prominente; von 22 bis □egen 24 Uhr. Kabarett Der Komiker. Montag. 16 " von 20 bis nach 22 Uhr: Max der Promr- nente.
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Die hinter Den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe Der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 7 Prozent. Lombardzinsfuh 8 Prozent.
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