Ausgabe 
6.10.1928
 
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650 000 Dz. noch über das in: Oktober 1927 erzielte Ergebnis (637 000 Dz.) hinaus.

Gochenbenchc

oom Sranffurfer produtienmarkt.

3n dieser Woche konnte die Besserung der Tendenz am Frankfurter Produktenmarkt merkliche Fortschritte machen. Die Haupt­anregung ging wieder von den ausländischen Märkten aus. da Amerika und auch Liverpool höhere Kurse meldete. Dazu kam. daß das inlmv Äsche Angebot in Brotgetreide in Anbetracht der Tatsache, daß die Landwirtschaft immer nod) mit Feldarbeiten beschäftigt war. ziemlich klein blieb. Anderseits war die Nachfrage nament- i lich nach Weizen wieder ziemlich lebhaft, vor allem der Export beteiligte sich in größerem ! Wahr am Geschäft. Auch der Handel in Roggen I erfuhr eine gewisse Belebung, da auch hier zu Exportzwecken die Händle^chast zunehmende Kaufneigung bekundete. Vorübergehend trat ein gewisser Rückschlag ein, als die Nachrichten über Zahlungsschwierigkeiten eines Hamburger Hauses, sowie auch einer Getreidefirma in Mannheim größere Verstimmung hervorrie en. Das M e h l - ge schäft war weiterhin ziemlich still, doch konn­ten sich auch hier kleine Preiserhöhungen durch­setzen, da von dem Konsum einig: Bedarfskäuse vorgenommen wurden. Recht lebhaftes Interesse machte sich für Futtermittel geltend. In­ländischer Hafer, in dem das Angebot weiter minimal war und der besonders lebhaft verlangt wurde, konnte merklich im Preise anziehen, aber auch für Mais und Kleie traten ansehnliche Preiserhöhungen ein. Sommergerste war in besten Qualitäten seitens der Brauindustrie weiter gesucht, das Angebot war jedoch klein und es fernen nur wenige Abschlüsse zustande. Zum Mochenschluß formte sich die Befestigung nicht halten, trotzdem das Inlandangebot weiter gering war. Die offizielle Preisnotierung brachte jedoch keine Aenderung. obwohl Weizen und Roggen vereinzelt etwas niedriger gesprochen wurde. Futtermittel, besonders Weizenileie. blieben weiter rege gefragt.

3m Vergleich zu den Notierungen der vergan­genen Woche konnten Hafer, Mais und Weizen- Leie je 0,75 Mb, Weizen, Roggen und Roggen­kleie je 0.50 Mk. und Weizen- und Roggenmehl je 0,25 Mk. anziehen, während Sommergerste nur gut behauptet blieb. Die Woche schloß zu folgenden Notierungen: Weizen 23 bis 23,25, Roggen 22,50 bis 22,75, Sommergerste 25,50, Haser, inl. 22.50 bis 23, Mais 21 bis 21,25, Weizenmehl 33.75 bis 31, Roggenmehl 30,75 bis 31,25. Weizenkl ie 1 '.25, Rogge,rkleie 14.

Wochenbericht

vom Frankfurter Effektenmarkt.

Wit der relativ leichten pleber Windung des Ouartalsultirno wich der starke Druck, der wo­chenlang au| der Börse gelastet hatte, und die Besserung der Tendenz, die bereits im Verlause der vergangenen Woche einsetzte, konnte Fortschritte machen. Groß war die Befriedi­gung vor allem darüber, daß der Geldmarkt durchaus nicht in dem starken Maße angespannt wurde, wie man es zumeist befürchtet hatte. Monatsgeld blieb zwar unverändert knapp, doch am Tagesgeldmarkte ging der Satz nicht über 7,5 Prozent hinaus, und bald trat eine fühlbare Erleichterung ein, so daß wieder eine Ermäßi­gung des Satzes auf 6 Prozent vorgenommen werden konnte. Man glaubt, wohl auch mit Recht, annehmen zu können, daß diese reibungs­lose Äeberwindung des Ultimo am Geldmärkte im wesentlichen durch eine starke Inanspruch­nahme der kurz ristigen Auslandsgelder mög­lich war, die in beträchtlichem Umfange zur Verfügung gestanden h.ib: i sollen. Günstig auf­genommen wurde von der Börse in diesem Zu­sammenhang der Reichsban ausweis, dessen An­spannung zum Ultimo ebenfalls aus diesem Grunde erheblich hinter den Befürchtungen zu­rückblieb. Dazu kam, daß der Ordersein­gang eine Verstärkung erfuhr. Neben neuen Käufen des Auslandes, das namentlich wieder für Spezialwerte lebhaftes Interesse be­kundete, war auch das inländische Publikum mit einigen Kaufanträgen am Markte. Die Kulisse schritt daraufhin gleichfalls in größerem Aus­maße zu neuen Käufen. Im wesentlichen waren es wieder Spezialwerte, in denen sich das Ge­schäft lebhafter gestalten konnte, doch hat sich der Kreis dieser bevorzugten Papiere vergrößert. Die Abschaffung der Medioliquida­tion schien also zunächst die daran geknüpften Hoffnungen weiter Kreise zu erfüllen, die mit einer lebhafteren Publikumsbeteiligung gerech­net hatten. Bald erwies es sich jedoch, daß die Äntülnahme der zweiten Hand nur vor­übergehend war, während die Nachfrage sei­

tens des Auslandes sich eher noch verstärkte. Vorübergehend wurde die Stimmung etwas un= ! icher, da die schwache Haltung der Auslands­börsen und die zeitweise außerordentlich scharfe Anspannung des Neuhorker Geldmarktes zur Zu­rückhaltung mahnten. Auch die Berichte der preußischen Handelskammern, nach denen der Konjunkturrückgang im September deutlicher ge­worden ist, verstimmten. Die anhaltende Nach­frage nach Spezialwerten bot jedoch dem Markte eine starke Stühe, so daß die auf verschiedenen Märkten eingetretenen Kursrückgänge bald wie­der ausgeglichen werden tonnten. Im Vorder­gründe standen wieder die Kaliaktien, deren Markt infolge der nun schon mehrere Wochen anhaltenden Käufe sehr eng geworden ist. An­regend wirkten die unverändert günstigen Ab­satzziffern und die Erwartung eines günstigen Bezugsrechtes. Nach den Verwaltungserllärun- gen des Salzdetfurthkonzerns find jedoch be­stimmte Beschlüsse noch nicht gefaßt worden. Kali Aschersleben und Westeregeln tonnten die 300 Prozent-Grenze überschreiten, während Salz­detfurth vorübergehend auf über 500 Prozent gesteigert wurde. Für I. G.° Farben bestand in dieser Woche etwas regeres Interesse bei an­ziehendem Kurs. Die größten Umsätze kamen aber in der Siemensaktie zustande, die namentlich vom Auslande gekauft wurde. Lebhaft gefragt und stark erhöht waren ferner Deutsch? Linoleum. Rudolf Karstadt, die Zell- stoffakticn unb am Bankenmarkt Danatbank. Scheidear.Üalt waren dagegen dauernd angeboten und abgesckwächt, trotzdem der Aufsichtsrat nun­mehr die erhoffte Kapitalerhöhung beschlossen hat. Man war offenbar enttäuscht über das knappe Kommunique hierüber, in dem man An­gaben über den Geschäftsgang und den gegen­wärtigen Stand der Freigabeangelegenheit ver­mißte. Bemerkenswert schwach lagen ferner Daimler auf die Ungewißheit darüber, was mit dem Schapiroschen Aktienpaket geschehen wird. NSU. waren dagegen bis zirka 35 Prozent erholt'auf die Mitteilung, daß eine Vereinbarung mit der Schapirogruppe über deren Austritt aus der Verwaltung getroffen worden sei. Deutsche Anleihen lagen unverändert still. Am Markte der Auslandsrenten waren namentlich ungarische unb österreichische Werte verlangt und fester. Ferner bestand wieder für Türken und Ru­mänen verstärktes Interesse. H-r.

Wochenbericht

vom Frankfurter Schlachtviehmarkt.

In dieser Woche war das Geschäft namentlich wieder in Großvieh ziemlich lebhaft, f: daß trotz etwas größeren Auftriebs eine Preisherab­setzung vermieden werden konnte. Der Markt wurde allerdings nicht ganz geräumt. Etwas größere Kaufneigung bestand ferner für Schweine, doch waren in Anbetracht d?r vorge­schrittenen Jahreszeit leichte Qualitäten vernach­lässigt. In Kalben: und Schafen war die Ge­schäftstätigkeit sehr ruhig.

Der ©efamtauftrieb der Woche bestand aus: 1716 Rindern, darunter 421 Ochsen, 118 Bullen, 669 Kühen, 410 Färsen, ferner aus 1545 Kälbern, 713 Schafen unb 6694 Schweinen. Ver­glichen mit dem Auftrieb der Vorwoche waren 225 Rinder, 95 Schafe und 1670 Schweine mehr angetrieben, dagegen standen 125 Kälber weniger zum Verkauf.

Bezahlt wurde pro Zenttrer Lebendgewicht: Ochsen A 1 56 bis 59, A2 52 bis 55, Bl 48 bis 51, B 2 43 bis 47, Dullen A 50 bis 53, B 46

bis 49, Kühe A 45 bjs 48. B 40 bis 44, C 34

bis 39. D 25 bis 33, Färsen A 56 bis 59, B 51 bis 55, C 44 bis 50, Kälber B 73 bis 77,

C 68 bis 72, D 60 bis 67, Schafe A 44 bis 48,

B 38 bis 43, C 30 bis 37, Schweine B 76 bis 78, C 75 bis 78, D 74 bis 77, E 70 bis 75. ImVer- gleich zu den Notterungen der verqangenen Woche blieben Rinder gut behauptet, Kälber konnten 1 bis 3 Mark anziehen, während Schafe 2 Mark und Schweine 1 bis 2 Mark nachgeben mußten,

»

* Die Entwicklung des Automobil­marktes im September. Die Nachfrage nach Personen- und Lastkraftwagen erfuhr im September, laut Auto-Presse-Dienst, eine leichte Belebung. Die Zurückhaltung der Käufer in Er­wartung der Internationalen Automobil- und Motorradausstellung wurde durch vennehrte Käufe in landwirtschaftlichen Gegenden reichlich ausgeglichen. Stärker gefragt waren vor allem Schnellieserwagen und leichte Lastwagen bis zu 3000 Kilogramm Eigengewicht und von Per­sonenwagen, vor allem Achtzylindertypen, von mehr als drei Liter Inhalt und Kleinkraft- wagen. Die hier und dort erfolgten Preis­ermäßigungen hielten sich trotz der durch die Zollsenkung schärferen Auslandkonkurrenz in engen Grenzen. Der Absatz von Motorrädern

ging mit Einsetzen der schlechten Witterung um etwa ein Fünftel saisonmäßig zurück: trotzdem sind einige größere Werke noch für mehrere Monate mit Aufträgen versehen. Dagegen haben im September mehrere Automobilfabriten und in ebenso großem Um lange auch ausländische Mon- tagewerrstatten in Hinblick auf die im Herbst und Winter rückläufige Nachfrage 'Betriebsein- schränlungen vorgenommen, obwohl die Pro­duktion in diesem Jahre eine wesentliche Steige­rung erfuhr und auch jetzt nicht unerheblich hoher liegt als im Vergleichsmonat 1927.

* Ausdehnung des Versorgungs- gebietes der Frankfurter Gasgejell - schuft. Wie WTB.-Handelsdienst aus zuverlässiger Quelle erfährt, hat sich die Stadt Karlsruhe ent­sprechend einem Beschluß des dortigen Stadtrates der Südwestdeutschen Gas A.-G. in Frankfurt a. M. als Aktionär angeschlossen und ist damit der Inter­essengemeinschaft der Städte Frankfurt und Mann­heim auf dem Gebiete der Gasfernversorgung Süd­westdeutschlands beigetreten. Die Frankfurter Gas­gesellschaft zählt damit vier Großstädte zu ihren Ab­nehmern (Offenbach, Mannheim, Karlsruhe, Frank­furt selbst). Wie wir weiter hören, schweben Ver­handlungen mit Stuttgart, die jedoch noch nicht ab­geschlossen sind.

* Rheinische Metallwaren > und Ma­schinenfabrik A.-G., D ü s s e l d o rf. Der Auf- fid)tsrat der Rheinischen Metallwaren- und Maschi­nenfabrik A.-G., Düsseldorf, hat in der gestrigen Sitzung beschlossen, der Generalversammlung über die Verwendung des nach Abschreibungen in Höhe von rund 2,2 Millionen Mark sich ergebenden Rein­gewinnes von 1582 000 Mark vorzuschlagen, dem ae- setzlichen Reservefonds 600 000 Mark zu überweisen und eine Dividende von 6 v. H. auszuschütten. Ferner soll der Hauptversammlung vorgeschlagen werden, zur Stärkung der Betriebsmittel das Aktienkapital von 12 Millionen Mark um 8 Millionen Mark auf 20 Millionen Mark zu erhöhen. Die jungen Aktien sollen den alten Aktionären im Verhältnis von 3:2 zum Kurse von 106 v. H. angeboten werden.

* Die Vornan, Dogtländische Maschi­nenfabrik A.-G., Plauen i.V., hat zu den umfangreichen, ihr in diesem Jahre erteilten Auf­trägen eine weitere Bestellung auf 20 Omnibusse vom Reichspostministerium erhallen.

* Elberfelder St a d t a n l e i h e. Wie der Amtliche Preußische Pressedienst mitteilt, legt ein unter gemeinsamer Führung der Preußischen Staats­bank (Seehandlung) und der Bergisch-Märkischen Bank, Filiale der Deutschen Bank in Elberfeld, stehendes Bankenkonsortium vom 8. bis einschließlich 13. Oktober 7,5 Millionen Mark 8-v. H.-Elberfelder- Stadtanleihe auf Feingoldbasis zur öffentlichen Zeichnung auf. Die Tilgung der Anleihe erfolgt in längstens 21 Jahren. Verstärkte Tilgung und Ge­samtkündigung ist frühestens am 1. Oktober 1933 zu­lässig. Der Zeichnungskurs ist auf 93,25 v. H. fest­gesetzt. Die Bezahlung der zugeteilten Stücke hat am 20. Oktober 1928 zu erfolgen.

FraEurler Börse.

Frankfurt a. M., 6. Okt. Tendenz uneinheit­lich. Zum Wochenschluß blieb die Haltung im allge­meinen still und zurückhaltend. Das pri­vate Publikum verharrte in seiner fast vollkom­menen Interesselosigkeit, das Geschäft war im we­sentlichen auf die Tätigkeit der Kulisse beschränkt, die einige Deckungskäufe vornahm. Für einige Spe­zialwerte war wieder etwas regere Kaufneigung festzustellen. Eine Anregung bot auch die feste Ten­denz der gestrigen Reuyorker Börse. Die Kursent­wicklung war nicht einheitlich. Ueberwiegend er­gaben sich wieder Besserungen von 1 bis 2 v. H. gegen die Abendbörse. Etwas stärker heroortraten heute die Montanwerte, von denen Rheinische Braunkohlen bevorzugt waren. Rheinische Braun­kohlen eröffneten 6,5 v. H. höher, während Harpe- ner, Phönix und Rheinstahl je 1 o H. anziehen konnten. Lebhafter war das Interesse ferner wieder für Deutsche Linoleum, die 4,5 v. H. gewannen. Am Elektromarkt waren Siemens nach wie vor mit plus 2,5 v. H. und Schuckert mit plus 2 v. H. stärker be­achtet. Bergmann setzten 1,25 v. H. und Else Berg­bau 0,5 v. H. ein. Etwas höher eröffneten am Bankenmarkt noch Commerzbank, ferner Zellstoff Waldhof und Rütgerswerke mit je plus 1 v. H. I.-G.-Farben waren unverändert. Autoaktien lagen um etwa 1 v. H. gedrückt. Wayß & Freytag setzten ihre Abwärtsbewegung mit 1,5 v. H. fort. Reichs­bank, die gut behauptet eröffneten, zogen im Ver­laufe 3 v. H. an. Deutsche Anleihen lagen fast ge- schaftslos. Auch ausländische Renten still. Im Ver­laufe blieb die Stimmung freundlich, das Geschäft war aber außerordentlich ruhig. I.-G.-Farben waren etwas lebhafter ver­langt und 2 v. H. höher. Am Geldmarkt mar Tages­geld zu 6 25 v. H. wieder etwas leichter. Auch Mo­natsgeld für erste Adresse etwas erleichtert. Am De­visenmarkt gingder Markkurs weiter etwas zurück. Man nannte: Mark gegen Dollar 4,199250, gegen

Pfund 20,370, London gegen Kabel 4,8490, gegen Paris 124,08, gegen Mailand 92,56, gegen Madrid 29,65, gegen Holland 12,0913.

Berliner Börse.

Berlin, 6. Okt. Bei sehr kleinen Umsätzen er­öffnete die heutige Samstagbörse überwiegend etroas jreunb(id)er. Die Stimmung war im Gegensatz zu gestern etwas beruhigter. Die Gerüchte über eine ernstere Erkrankung des Reichspräsiden­ten haben erfreulicherweise keine Bestätigung ge­funden. Die Ermäßigung des Privotdiskontes, Die geftern auf die Tendenz keinen Einfluß gewinnen konnte, wurde heute. als Begründung für einige Rückkäufe und Deckungsneigung der Spekulation mit herangezogen. Die ziemlich freundliche gestrige Reuyorker Börse und die Nachrichten von einem baldigen Abschluß der Karstadt-Anleihe unter Ein­führung der Aktien in Neuyork waren weitere günstige Momente. Es war kein drängendes Singe­gebot mehr festzustellen. Für Spezialwerte bestand auf selten des Auslandes eher kleine Kaufneigung. Siemens, Deutsche Linoleum, Bemberg, Polyphon, Glanzstoff, Karstadt und Salzdetfurth waren 2 bis 3 v. H. höher, Soenska konnten 6 Mark gewinnen, auch Braunkohlenwerte, unter Führung von Rhein. Braunkohlen, fanden Beachtung. Nur Reichsbank waren um weitere 2?5 v. H. gedrückt. Auch Schubert & Salzer 4 v. H. niedriger. Deutsche Anleihen und Ausländer geschäftslos. Mexikaner schwächer. Pfand- briefmarft vorläufig noch unentwickelt. Der Geld- markt war weiter erleichtert. Tagesgeld 5,5 bis 7,5 v. H., Monatsgeld 8,25 bis 9,25 v. H. Sparen« wechsel 6% v. H. Im Verlaufe machte sich dos'Feh- len neuer Orders noch stärker bemerkbar. Bei un­einheitlicher Kursgestaltung ließ das Geschäft mit Ausnahme der Spezialmärkte nach. Sehr lebhaft Siemens (400), angeblich auf Käufe Der Schweiz, Svenfka 514 auf festeres London. Reichsbankanteile bis 4 o. H. über Anfang. Rheinische Braunkohlen plus 4,5 o. H.

Vermischtes.

Lautsprecher gegen Lautsprecher.

In parlamentarischen Kreisen ist eine groß« Beunruhigung eingetreten. Besonders im preu­ßischen Landtag ist man tatkräftig am Werk, gegen unverbesserliche Schreier mit den neuesten Mitteln der Technik vvr- zugehen. Die Pause in den Plenarberatungen ist dazu benutzt worden, eine Reihe von Laut - s p r e ch e r n auszuprobieren, die bei allzu stür­mischen Sitzungen in Tättgkeit treten sollen. Zu­nächst hat man den Präsidenten des Hauses mit_einem Mikrophon bedacht, das er zur Betätigung des Lautsprechers jederzeit einschal­ten kann, um seinen Anordnungen den notroenöi- gen Nachdruck zu verleihen. Ein weiteres Mi­krophon befindet sich am Rednerpult: es wird gleichfalls vom Präsidenten eingeschaltet werden können, wenn sich diese Maßnahme erforderlich macht, damit der Redner bei allzu großem Lärm durchdringen Fann. Eine gleiche Anlage auf der Minister bank wird dafür sorgen, den Worten, die auS Ministermunde kommen, den wünschens­werten Nachdruck zu verschaffen. Man darf also im Verlaufe der Wintertagung des preußischen Landtages mit Ruhe entgegensehen.

Material zur Strafrechtsreform.

Der Haushälter Franke aus ® log au wurde z u acht Jahren Zuchthaus verurteilt, weil er im Januar drei Besitzungen in 2Ht- Schönau und Röversdorf in Brand gesteckt hatte, die sämtlich vollkommen eingeäschert wur­den. Ms Grund für sein Treiben gab Franke an. es sei ihm langwellig gewesen, und so habe er es einmal brennen sehen wollen. Er ist schon mehrfach vorbestraft, darunter mit Zuchthaus. Seine Mutter endcte wegen Brand­stiftung auch im Zuchthaus. Seine drei Brü­der sind ebenfalls oft vorbestrafte Diebe. Die jetzige Zuchthausstrafe ist die 1 4. S t r a f c des Franke. Neben der Zuchthausstrafe wurden Franke für zehn Jahre die Ehrenrechte aberkannt.

Ein guter Fang.

Die Zollbehörde von Neuyork, die vermutete, daß auf Schiffen, die die o st asiatischen- f e n anliefen, Opium eingeschmu g g e l t wurde, nahm auf dem gestern von einer Well­reise zurückgekehrten amerikanischen Dampfer President Harrison" eine genaue Durch­suchung vor. Da die Nachforschungen ergebnis­los blieben, wollten die Beamten das Schiff ver­lassen, als dem Leiter der Kommission an einer Stelle ein leichter Opiumgeruch auffiel. Er ließ die Schiffswand aufsägen und man entdeckte darunter über 30 Metallbüchsen. dieOpiumimWertevonetwa 11/3 Mil­lionen Dollar enthielten. Das Opium wurde beschlagnahmt.

Kurszettel der Berliner und Franksurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschloßenen Dividende an. Reichsbankdiskont 7 Prozent, Lombardzinsfuß 8 Prozent.

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Dänische Noten .

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Englische Noten. ,

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