und der Delinquent wurde abgeführt. Dann wandte sich der Kommissar an den anderen Verhafteten: „Nun, jetzt sind sie dran. Sie wollten es selbst so haben, jetzt werden Sie zur Der- anttoortung gezogen!" Darauf die obligate Frage: wes Rain und Art. woher der Fahrt, außerdem Ausweispapier« und Paß! —
..Vitt« sehr, das ist meine Legitimation — ich bin Ministerpräsident Professor Sa« zimie rz Cßarte l!"
„Was ... Var ... Ministerpräs ... O Gott, o Gott!" stöhnten jetzt sämtliche Polizeibeamte ohne Unterschied des "Ranges und des Standes durcheinander — der Kommissar wäre vor Schreck saft vom Schemel gefallen. Die Bestürzung war so groß und dauerte so lange, dah Ministerpräsident Bartel Zeit hatte, einige tteffliche Bemerkungen darüber zu machen, wie die Polizei sich gegenüber dem Publikum zu verhalten habe. Inmitten der Grabesstille, die nun entstanden war, verlieh Ministerpräsident Bartel das Lokal, um sich nunmehr dem Genuß des wohlverdienten Kaffees zuzuwenden..
Holzklaffe und Polsterklasse.
WSR. "Rach den Mitteilungen der Deutschen Reichsbahngesellschaft erwartet sie mit dem Inkrafttreten der neuen Reichsbahn-Personentarife am 7. Oktober eine Auswanderung aus der 3. Klasse (Holzklasse) in die 2. Klasse (Polsterklasse), weil der Kilometersatz der bisherigen 2. Klasse stark herabgesetzt wird (um 25 Prozent von 7,5 auf 5,6 Pf.), und deshalb nur um den Bruchteil eines Pfennigs höher liegt, als der bisherige Einheitssatz der 3. Klasse (5,6 Pf. künftig in der 2. Klasse gegen 5,0 Pf. bisher in der 3. Klasse). Inwieweit diese Erwartung gerechtfertigt ist, läßt sich aus folgender Gegenüberstellung ersehen:
Personenzug.
Jetziger Preis
Künftiger Preis
km
3. Klasse
2. Klasse
25
1,30
1,40
50
2,50
2,80
100
5,—
5,60
150
7,50
8,40
200
10r-
11,20
300
15,—
16,80
Die
Preisunterschiede sind
in der Lat so
gering, daß voraussichtlich mancher Reifende diesen Betrag aufwendrn und die bequemere Beförderung in der 2. Klasse wählen wird. Äament- lich auch iür Wochen:nd us lüge, R.isen zu Sportveranstaltungen und dergleichen, wo mit Heber- füllung der Holzklasse zu rechnen ist, wird es angenehm sein, sich für einen kaum fühlbaren Ausschlag einen bequemen Sitzplatz sichern zu können.
Für den Verkehr bei Monats- und Schülermonatskarten ergibt sich folgende Gegenüberstellung (ebenfalls für Personenzüge):
Monatskarten.
Jetziger Preis
Künftiger Preis
km
3. Klasse
2. Klasse
10
12,60
14,—
15
17,60
19,60
20
21,60
24,20
25
24,80
27,80
30
27,—
30,40
Schüler-Movalskarken.
Jetziger Preis
Künftiger Preis
km
3. Klasse
2. Klasse
10
6,30
7 —
15
8*0
9,80
20
10,80
12,20
25
12,40
14,—
30
13,60
15,20
Da insbesondere zu der Zeit, wo der Berufsverkehr sich abfprelt, die Wagen der künftigen vereinigten 3. und 4. Klasse stark beseht sein werden, wird es mancher vorziehen, die 2. Klasse zu wählen, oder sein Kind zum Unterricht in der bequemeren Klasse fahren zu lassen.
Bei Benutzung von Eil- und Schnellzügen stellt sich das Verhältnis bei einzelnen Reisen etwas ungünstiger, weil Eilzugzuschlage eingeführt und die Schnellzugzuschläge erhöht werden. Die Benutzer von Monats- und Schülermonatskarten haben aber auch hier den Vorteil, daß sie zu demselben Preis, den sie bisher in der 2. oder 3. Klasse zahlten, den Eilzug benutzen können, ohne Zuschlag zahlen zu brauchen.
*
** Sch ülermonatskarten auch für E i l z ü g ei Nach den geltenden Tarifvorschriften ist im allgemeinen die Benutzung von Schnell- und Eilzügen durch Inhaber von Schülermonatskarten nicht gestattet. Wie wir erfahren, hat die Reichsbahndirektion Frankfurt a. M. für ihren Bezirk die Anordnung getrogen, daß Inhaber von Schülermonatskarten von Beginn des Winterfahrplans ab (7. Oktober) sämtliche Eilzüge in ihrem Bezirk benutzen dürfen. Die Zahlung eines esonderen Zuschlags wird nicht gefordert, ebenso die Stellung eines besonderen Anttags. Die Schnellzüge bleiben zur Benutzung mit Schülermonatskarten gesperrt.
Heimailiebe der Hessen in Jleuyork.
Dieser Tage ist vomHessen-Darmstädter Verein in Reuhork eine Heberweisung für
Rätsel-Ecke.
Silbenrätsel.
Aus den 21 Silben:
a — bürg — deck — do — do — ei — eu — fa — la — la — Ian — lei — len — li — mi — no — nung — rech — rett — skop — za sind sieben Wörter mit folgender Bedeutung zu bilden: 1. Steinspiel; 2. Stadt in der Provinz Sachsen; 3. kaufmännisches Papier; 4. optisches Spielwerk; 5. weiblicher Personenname; 6. Bad in Schleien; 7. militärisches Krankenhaus. — Wurden die Wörter richtig gebildet, ergeben sie in ihren Anfangs- und Endbuchstaben, beidemal von vorn nach hinten gelesen, ein politisches Abkommen.
Kreuzworträtsel.
9
10a,
10
12
13
\2O
19
22
21
Die Wörter bedeuten:
Von links nach rechts:
1. Uniformverzierung; 5. Auszeichnung; 8. arabischer Stamm; 9. Blume; l'X Ackergrenze; 10a. weiblicher Personenname; 11. Tonstufe; 12. Volksgemeinschaft; 13. türkischer Titel; 14. andere Bezeichnung für Jnhaltlosigkeit; 17. finnische Hafenstadt; 19. europäische Hauptstadt; 20. Farbe; 21. Vogelbett; 22. deutscher Seehelü; 23. Stadt in Südtirol; 24. Himmelskörper.
Von oben nach unten:
1. Stadt in Spanien; 2. biblischer Name; 3. griechische Göttin; 4. Nebenfluß der Weichsel in Galizien; 5. weiblicher Personenname; 6. Gebirge in Thessalien; 7. deutscher Tonkünftler; 9. Schachmeister; 12. natürliches Wasserbecken; 13. Nahrungsmittel; 15. Haustier; 16. Figur aus Lohen- grin; 17. Bergtrift; 18. alkoholisches Getränk; 20. Himmelsrichtung.
Rösselsprung.
nicht
den
dei
wie
wor
am
dei
dir
lern
und
le
an
mit
wirst
ten
schlecht
Ichlkchi
mit
schnat
neu
em
ein
selbst
nen
lern
spie
lich
mal
dern
mie
sten
nicht
end
ver
flat
chen
oh
ge
leich
nen
dern
Hin
lich
wahr
ter
die
du
rupf
klang
gel
dich
ne
gäns
ein
die
nen
im
fe
gel
vo
nest
denn
les
wirst
Ordnungsrätsel.
Anis — Deut — Eilf — Emöd — Na in — Rock — Sole — Toga.
Werden vorstehende acht Wörter in eine andere Reihenfolge gebracht, so ergeben die erste Buchstabenreihe von vorn nach hinten und die letzte Buchstabenreihe von hinten nach vorn einen christlichen Gedenktag.
Lerschmelzungsaufgabe.
Aus den nachstehend aufgeführten je zwei Wörtern soll durch Umstellen der Buchstaben je ein neues Wort gebildet werden, deren Anfangsbuchstaben, aneinandergereiht, ein ländl.ches Volksfest ergeben.
Ukas Ukas Gebirge.
Art Eins Teil der Zeitung.
Mauer Ur Französischer Chemiker-
Amt Dora Hohe Spielkarte.
Eid Pose Eingeschaltete Rebenhandlung.
Ast Perle Salzart.
Rätsel.
Beim Bauern picke ich Fuller;
Beim Bäcker schlucke ich Butter.
Auflösungen.
Silben-Kapselrätfel.
Jede Diene hat einen Stachel.
Vexierbild.
Bild nach links drehen, dann ist der Fischer in der Mitte zwischen Möwen und Holzgefäß im Vordergründe zu sehen.
Pflastersteinrätsel.
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Gleichklang, arm — Arm.
Keltenrätsel.
Art-Ur — Ur-Tier — Tier-Schau — Schau- Spiel — Spiel-Buch — Buch-Holz — Holz- Schnitt — Schnitt-Lauch — Lauch-Heim — Heim-Gang — Gang-Art.
Liederrälsel.
Wer hat dich, du schöner Wald.
Gegensahrälsel.
1. Dickkopf: 2. Abschied; 3. Christfest; 4. Großist;
5. Fuhrmann; 6. Eifersucht; 7. Widerstand; 8. Oberwasser.
Die Narrenkappe.
Splitter und Sparren vom RedaktionStisch.
Geschichte von einem Angler.
Am Ufer des Havelsees hatte sich ein Mann mit seinem Angellahn aufgebaut. Der Mann litt sehr unter der Hitze, und da er einen erfinderischen Kopf hatte, so befestigte er an dem Ende der Angel, das er eigentlich hätte halten müssen, eine ©Lode. Danach versank er in einen tiefen Schlummer.
Es gab eine Unmenge Fische an der Stelle, und unter ihnen waren Barsche, so alt und so erfahren wie die sieben Weisen. Sie hatten das Ding mit der Glocke bald spitz, und sie amüsierten sich köstlich damit. Immer packte einer die Schnur, er zog ein paarmal aus Leibeskräften daran, dann machte sich die ganze Bande aus dem Staube und lugte hinter dem Bug des Kahnes vorsichtig nach dem Angler.
Der blinzelte bloß ein bißchen mit den Augen, brummte eine Kleinigkeit und Pennte weiter.
Das ging so den ganzen Nachmittag. und die Fische wurden immer übermütiger. Bis schließlich aus reiner Fahrlässigkeit ein Stichling mit dem Schwanz am Haken hängen blieb. Um diese Zeit erwachte der Mann im Kahn. Er zog seine Angel, schüttelte den Kopf und meinte vorwurfsvoll:
„Ich will dir mal was sagen, du Stückchen Bückling, wenn einer so klein und unbedeutend ist wie du, dann kloppt er höchstens einmal bescheiden an, aber er klingelt nicht den ganzen Tag Sturm, als ob er der Prinz von Wales ist!"
(Lust. Bl.)
die Unwettergeschädigten an der Bergstraße eingegangen, die der treuen Heimatliebe der Ausgewanderten ein ehrendes Zeugnis aus stellt. Bei einem Wohltätigkeitsfest der „Hessen-Darmstädter", dessen Vorsitzende Otto Ries und Christian Gerhard, geborene Grünberger, sind, wirtten die beiden „hessischen" Gesangvereine Schottener Männerchor, Vorsitzender Waih aus Schotten, und Beethoven-Männerchor, Vorsitzender Ludwig Ries aus Grünberg, mit. In der Festrede gedachte Dr. Ludwig Oberndorf der schweren Prüfungen und Leiden des besetzten Gebietes am deutschen Rhein und forderte zur Betätigung der echten Hessen- treue auf.
Berliner Börse.
Berlin, 6. Okt. (WTB. Funkspruch) 3m heutigen Vorinittagsverkehr ist eine Tendenz schwer zu erkennen, man glaubt,daß es auf Verlangen zum Wochenschluß eher etwas freundlicher werden kann. Die Kurse halten sich etwa
auf gestriger letzten Abendbasis. Siemens 399, Farben 262, Karstadt 236,50 eher Geld, Polyphon 498 bis 500.
Daten für Sonntag, den 7. Oktober.
Sonnenaufgang 6.10 Uhr, Sonnenuntergang 17.25 Uhr. — Mondaufgang 22.27 Uhr, Monduntergang 15.31 Uhr.
1849: der Dichter Edgar Allan Poe in Baltimore gestorben; — 1862: der Schriftsteller Otto Ernst in Ottensen geboren.
Daten für Montag, den 8 Oktober.
Sonnenaufgang 6.11 Uhr, Sonnenuntergang 17.23 Uhr. — Mondaufgang 0 Uhr, Monduntergang 16.03 Uhr.
1868: der Maler Max Slevogt in Landshut i. B. geboren; — 1889: der Naturforscher Johann Jakob von Tschudi in Jokobshof gestorben; — 1914: der Literarhistoriker Richard M. Meyer in Berlin gestorben.
Rundfunkprogramm
des Frankfurter SenderS.
(Aus der „Radio-Umschau".)
Sonntag, 7. Oktober.
8,30 bis 9,30: Bon Kassel: Morgenfeier, ver- onftaltei von der Freiheiter Gemeinde (Evangelische Landeskirche Kassel). 11 bis 11,30: Eltern- stunde. 11,30 bis 12: Englische Dichtung. 12 6iS 13: Mittagsständchen des Rundfunkorchesters. 15. bis 16: Stunde der Jugend. 16 bis 17: Konzert des Rundfunkorchesters. 17 bis 18: Stunde des Landes (Leiter: Dr. Carl Gebhardt) Eröffnung, 18 bis 19: Stunde des Rhein-Mainischen "Verbandes für DolksbUdung. 19 bis 19,30: Sportnachrichten. 19,30 bis 20 30: Schubert-Abend des Wiener (Kvlisch-) Streichquartetts. 20,30 5iS 21,30: Dortragsstunde: „Bilderbuch ohne Bilder'* von Hans Christian Andersen. 21,30 bis 22,30: Volkstümlicher Abend des Rundfunkorchesters. Anschließend bis 0,30: Tanzmusik.
Montag, 8. Oktober.
6,30: Morgengymnastik. 12.30 bis 13,30: Rach Stuttgart: Mittagsständchen des Rundfunkorchesters. 15,05 bis 15,35: Stunde der Jugend. 15,55 bis 16,05: Hausfrauendienst, unter Leitung von Fini Pfannes. 16,35 bis 18,05: Rach Stuttgart: Opernmusik (Konzert des Rundfunkorchesters). 18,10 bis 18,30: Stunde der Jugend. 18,45 bis 19: Englische Literaturproben. 19 bis 19,30: Englischer Sprachunterricht. 19,30: Vom Frankfurter Opernhaus: Die toten Augen, Oper von EugM d'Albert. Anschließend: Schallplatten-Konzert: Buntes Programm.
Kirchliche Nachrichten.
Evangelische Gemeind .
Sonntag, den 7. Oktober. 18. Sonntag nach Trinitatis.
Stadtrirche. 9.30 Uhr: Kirchenrat Eisenberg, Kassel: Beichte und hl. Abendmahl; 11.15: Kinderkirche für die Markusgemeinde^ 6: Pfarrer Mahr. — 3o- hanneskirche. 9.30: (zugleich Militärgottesdienst)^ Feldpropst D. Schlegel, Berlin; Beichte und hl. Abendmahl; 11.15: Kindergottesdienst für di' Johannes- gemeinde; Pfarrer Ausfeld; 6: Pfarrer Bechtols» Heimer; 8: Bibelbesprechung im Johannessaal; Pfarrer Bechtolsheimer. — Kapelle des Alten Friedhofs. Kein Gottesdienst. — Elisabeth-Kleinkinderschule. 9aj: Pfarrer Bechtol Hein er. — Ivieseck. 9.30: Kandidat Heldmann - Opfer für die evangelischen Gemeinden in Oesterreich; 10.45: Kinderkirche. — Kirchberg. 10: Kirchberg; Kollekte für den Evangelischen Bund; 11: hl. Abendmahl für die jungen Männer und Frauen von Lollar; 1.30: Mainzlar. — Hausen- Garbenteich. 10: Garbenteich; hl. Abendmahl; 1: Hausen. — Watzenborn-Steinberg. 9: Beichte, im Anschluß Predigtgott.sdienst und Feier des hl. Abendmahls (ältere Eheleute); 1: Christenlehre (Schluß).— Lich. 9.15: Beichte; 9.30: Stiftsdechant Kahn (Kollekte für den Evangelischen Bund); Hk. Abendmahls 12.45: Kindergottesdienst (Missionar Schlaudraff). Kein Nachmittagsgott 'dienst.
katholische Gemeinden.
Samstag, den 6. Oktober.
Gießen. 4.30 und 7 Uhr: Beichte.
Sonntag, den 7. Oktober. 19. Sonntag nach Pfingsten.
Gießen. 6.30 Uhr: Beichte; 7: Messe; Kommunion der Männer, der Jünglinge und des Kaufmännischen Vereins; 8: Kommunion; 9: Hochamt mit Predigt; 11: Messe mit Predigt; 5.30: Rosenkranzandacht mit Segen. — Grünberg. 9.30: Messe mit Predigt. — Hungen. 8: Hochamt mit Predigt. — Laubaty. 10: Messe mit Predigt. — Lich. 10: Hochamt mit Pre- digt. — Nidda. 8.30: Hochamt mit Predigt. — Schotten. 10.30: Hochamt mit Predigt.
Gießen. An den Werktagen ist abends 8 Uhr Rosenkranzandacht mit Segen.
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Danksagung.
Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme, sowie für die
zahlreichen Kranz- und Blumenspenden anläßlich des Heim
ganges unserer teuren Entschlafenen sagen wir allen hiermit
unseren innigsten Dank
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Bezirksgruppe (rieben
des Landesverbandes Hessen-Darmstadt im Reichs
verband für den deutschen Gartenbau e. V.
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Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme beim Heimgang unserer lieben Entschlafenen sagen wir hiermit herzlichsten Dank.
Dina Walther
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Gießen, den 6. Oktober 1928.


