Ausgabe 
6.10.1928
 
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daß unsere Einkaufsorganisa­tion mehr als ein Sechstel der gesamten Tabakernte Make­doniens aufgekauft hat. In den Rest teilt sich die Cigaretten­industrie der ganzen Welt.

quantitativ eF üh- 'rung im Einkauf macedonischer Tabake.

Die Reemtsma A.-G. hat seit 1924 die

linie Gießen GelnHausenBieb«r Lohr bezeichnete. Nach einer regen Aussprache, in der die Frage der Rentabilität der Änien- führung im Vordergrund der Erörterungen stand,

meister R o r d t. Vieber, der als Zweck der Ver­sammlung die Gründung einer Arbeits­gemeinschaft zur vorbereitenden Arbeit für die zweigleisig projektierte Bahn»

an k f u r t e r D ü r g e r v e r e i n, der sich die Tc-je der alten Frankfurter Dürgertradition zur Ifgflobe gemacht hat, kann in diesen Tagen auf fti 8 0iähriges Bestehen zurückblicken. 2 tlbegründer des Vereins ist u. a. Heinrich H Hf mann, der Verfasser des Struwwelpeter.

8in löjähriger Spenglerlehrling, der Hi in der elterlichen Wohnung in der Schön» 'slnffe Kaffee auf dem Gaskocher wärmen wollte, kv.rLe beim Rachhausekommen seiner Eltern t o t -vg-chunden. Es liegt Gasvergiftung vor.

Ma ünGießen-Gelnhausen-Lohr | D-SR. Dieber, 5. Okt. Zur weiteren Ver» flttdiaiig des Bahnprojekts GießenGein» |tu | e nD iebe rL o h r fand hier eine Ver» fcnrhmg statt, an der Vertreter der Kreise Kfm Hausen, Vüdingen und Lohr, der Städte Kfc.n Hausen, Gießen und Lohr, sowie Der- rittr1 der Handelskammer, Reichstags- und Land- rt«;sQbgeordnete mib zahlreiche interessierte Pri- fttj teilnahmen. Den Vorsitz führte Vürger-

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vstellung aufnehmen.

Preußen.

Maingau.

MSR. Frankfurt a. M, 5. Okt.

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Geschäftliches.

'Aecht Franck" undKorusrauck" zweimal vreis- aekrönt. Der bekannten Weitfirma Heinrich Franck Söhne G. m. b. Ludwigsburg, Berlin- Halle, wurde von dem Preisgericht derEr­nährung", für besonders wertvolle Leistungen, der silberne StaatsehrenvretS des preu- tzischen Ministeriums für Landwirtschaft, Do­mänen und Forüen, zuerkannt. Es handelt sich um die höchste Auszeichnung, die zu vergeben mar.

Bet der großen hauSwirtschaftlichen Ausstellun Einst und Jetzt" in Nürnberg im August dieses JahreS wurden die Franck-Erzeugnisse mit der goldenen Medaille ausgezeichnet.

Die vielen Millionen Frauen, weiche die Franck- Fabrikate im Haushalt verwenden, werden sich sicher über diese beiden Auszeichnungen freuen, ist es für sie doch ein Beweis, daß ste inAecht Franck" undKornfranck" etwas wirklich Gutes zur Bereitung des Kaffees haben.

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die Zahl der Schülerinnen auf 3500. Davon legten 180 die Prüfung als Handarbeitslehrerin ab.

ll. Die hauswirtschaftlichen An st al­ten. Im Herbst des Jahres 1892 wurde mit dem Bezug des Schulhauses auf dem Oswalds- garten eine Kochschule eingerichtet. Die Ein­richtung sand großen Anllang. Anfang 1908 erhielt die Kochschule auf einer allgemeinen Koch- kunstausslcllung die Goldene Medaille und den Ehrenpreis der Stadt Gießen. Am 1. Oktober 1909 konnte die Haushaltungsschule eröffnet wer­den, zugleich mit ihr ein Pensionat für die Schülerinnen der Anstalt. Der Besuch ist bis heute fortgesetzt gut gewesen. Aus pädagogischen Gründen mußten später die Kurse in der Koch- schrcke aufgegeben werden, da das Rebeneinander von Haushaltungsschule und Kochschule unter­richtlich und auch räumlich nicht durchzusühren war. Im Oktober 1909 wurde gleichzeitig mit der Haushaltungsschule bad Hauswirtschaftsse­minar für die Ausbildung von Hauswirtschafts- lehrerinnen als erstes derartiges Institut in Hessen eröffnet. Organisatorisch wurde mit die» ser Einrichtung der Schlußstein für die haus­wirtschaftlich gerichtete Abteilung der Schule ge­setzt. Als im Jahre 1922 die obligatorische Fortbildungsschule für Mädchen ins Leben trat, standen für den hauswirtschaftlichen Unterricht ausreichend vorgebildete Lehrkräfte zur Ver­fügung.

IH. Das technische Seminar. Seit dem Schuljahr 1922 besteht das zweijährige technische Seminar. In diesem steht im ersten Jahre die Hauswirtschaft, im zweiten Jahre die Aus­bildung in Handarbeiten im Vordergründe.

IV. Fröbelan st alten. Das von der frühe­ren Oberlehrerin Frl. Möser gegründete und sehr verdienstvoll um die Allgemeinheit geleitete Fröbelseminar mit Kindergarten ging, da die Dame sich aus Gesundheitsrücksichten von der Stiftung dieses Instituts zurückziehen mußte, zu Ostern 1921 an den Alice»Schul°Derein über. Die Ausbildungsdauer und auch das Stoffgebiet haben gegen früher eine Erweiterung erfahren. Als die verschiedenen Fröbelinstitute auf den Verein übergingen, besuchten 21 Kindergärtne­rinnen und 15 Pflegerinnen die Seminare, heute stehen diesen Zahlen Desuchsziffern von 54 und 58 gegenüber. 1921 gehörten dem Kindergarten 40 Kinder an, heute besuchen die beiden Kinder­gärten 120 Kinder.

Zusammenfasfendistzu sagen, daß heute die Desuchsziffern aller Anstalten des Vereins die Höchstgrenze, die durch die Raumverhältnisse und den Ausbildungszweck gesetzt ist, erreicht haben. Die verschiedenen Abteilungen der Schul­einrichtungen des Vereins werden heute durch­schnittlich jährlich von 350 Schülerinnen besucht. Entsprechend dem starken Zuwachs an Schüle­rinnen ist auch das Lehrpersonal ständig vermehrt worden. Es unterrichten in den Anstalten des Vereins heute 13 hauptamtliche und 13 neben­amtliche Lehrkräfte.

wurde einstimmig beschlossen, daß die Gemeinde­vertretungen die einzelnen Mitglieder zu einer Arbeitsgemeinschaft bis zum 15. Oktober ernennen sollen. Die ernannten Mitglieder sollen dann vom Bürgermeister von Bieber zu einer Ver­sammlung berufen werden.

Spielplan der Frankfurter Theater.

Opernhaus: Sonntag, 7. Oktober, von 19 bis 22,45 Ähr: Der RoseÄavalier. Montag, 8.» von 19,30 bis gegen 21,30 Uhr: Die toten Augen. Dienstag, 9., von 19,30 bis nach 22,30 Uhr: Der Diktator Das geheime Königreich Schwergewicht oder Die Ehre der Ration. Mitt­woch, 10., von 19,30 bis gegen 23 Uhr: Samson und Dalila. Donnerstag, 11., von 20 bis gegen 22,30 Uhr: 1. Gastspiel Georges Daklanoff: Tosca. Freitag, 12 von 20 bis 22 Uhr: Einmaliger Tanzabend Pvonne Georgi und Harald Kreutz­berg. Samstag, 13. von 20 bis 22,30 Uhr: 2. Gastspiel Georges Daklanoff: Rigoletto. Sonn­tag, 14., von 19,30 bis nach 22,30 Uhr: Der Diktator Das geheime Königreich Schwrr- gewicht oder Die Ehre der Ration. Montag, 15., von 19,30 bis nach 22,30 Uhr: Me Macht des Schicksals. Schauspielhaus: Sonntag, 7. Oktober, von 20 bis gegen 23 Uhr: Reidhardt von Gneisenau. Montag, 8., von 20 bis nach 22 Uhr: Die Liebe auf dem Lande: vorher: Der erste Branntweinbrenner. Dienstag, 9., von 20 bis 22,30 Uhr: Schinderhannes. Mittwoch, 10., von 20 bis gegen 22,30 Uhr: Der brave Soldat Schwejk. Donnerstag, 11., von 20 bis 23 Uhr: Othello. Freitag, 12., von 20 bis nach 22 Uhr: Die Lieoe auf dem Lande: vorher: Der erste Branntweinbrenner. Samstag, 13., von 20 bis gegen 22,30 Uhr: Der brave Soldat Schwejk. Sonntag, 14., von 19,30 bis gegen 22 Uhr: Der brave Soldat Schwejk. Montag, 15., von 19,30 bis 23 Uhr: Don Karlos.

Turnen, Sport und Spiel.

Fußball in Lich.

Die 1. Mannschaft des D. f. R. Lich trägt am nächsten Sonntag gegen die gleiche von Lollar ihr 2. Verbandsspiel aus. Trotzdem Lich den Vorteil des eigenen Platzes hat, wird Lollar die Punkte mit nach Hause nehmen, da Lich das Spiel mit vier Mann Ersatz bestreiten muß. Die Zweite spielt in Großen-Buseck und muß auch mit Ersah spie­len. Sie wird auch wenig Aussichten haben, einen Punkt mit nach Hause zu bringen.

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1 cbanbes für Vollsbilöung. Gebhard- Fvank- i. t wies dann in längeren Ausführungen auf : Bedeutung der Ausstellung hin. Rach einem lirbgang durch die Ausstellung fand eine Füh- -j und Besichtigung der Bauten der Stadt As«nbach statt, die allen Teilnehimrn einen intw- |fxnt«n Einblick in die Arbeit der Gemeinde- ?:valtvng bot.

{in städtischer Milchhof für Darmstadt. 0ZSR. Darmstadt, 5. Okt. Bereits vor zwei MÖren hat man aus hygienischen Gründen in cka cm st a d t einen Milchhof schassen wollen. |>ar dabei an eine gleichmäßige Beteiligung nrei Interessengruppen, Landwirtschaft, Han- and Stadtverordneten, in einer G. m. b. H. ht. Don autoritativer Seite wird erklärt, der Handel in den Verhandlungen eine sehr pältige Rolle gespielt habe, der jetzt erklärt, eigenen Milchhos schaffen zu wollen. Eine rsuchung der Milchversorgung hat aber die düng eines zentralenMilchhofes als end notwendig erscheinen lassen, den die dtverwaltung nun gemeinsam mit der aninerten Landwirtschaft err.ch- will. Die Verdien st span ne des 'n.lchhändlers beträgt in Darmstadt zur fitlim Durchschnitt 60 Prozent desStall- \ ei f e in manchen Fällen biszu70Pro- ||nxt. 2D<mn die Händler gleichzeitig Sammler Ip, so haben sie am Liter Milch einen Verdienst lh 11 bis 12 Pf., wodurch dieses wichtige Er- kihimngselement, von dem etwa 11 Millionen in Darmstadt jährlich verbraucht werden, »<v.:)lich verteuert wird. Die Kosten des Milch» So-i, dessen Aufgaben auf hygienischem Gebiet »gern, betragen etwa 3 Pf. pro Liter, von denen !. auf die Verbraucher umgelegt würde, so 3 bei Ausschaltung des Zwischenhandels oder fckineidung seiner Verdienstfpanne die Milch

Vor einigen Tagen beging der Alice-Schul-Verein in Gießen die Feier seines 50jährigen Bestehens. Bei dem Festakt, der aus diesem Anlaß im Saale des Gesellschaftsvereins stattfand, gab der Vereins- vorsitzende, Stadtschulrat Prof. Dr. Alles, in sei­ner Festrede einen interessanten Ueberblick über die Geschichte der Aliceschule in der Zeit vom 1. Oktober 1878 bis 1. Oktober 1928. Dieser Darstel­lung eines bedeutsamen Stückes Heimatgeschichte entnehmen wir folgenden Auszug:

ImGießener Anzeiger" vom 22. August 1878 lesen wir folgende Bekanntmachung:Im Namen des Alico-Vereins für Frauenbildung und Frauen­erwerb zeigt das unterzeichnete Komitee hiermit un­ter Bezugnahme auf frühere Veröffentlichungen an, daß die Anstalt mit ihrem ersten halbjährigen Kur­sus unter der Leitung zweier erprobter und beson­ders vorgebildeter Lehrerinnen am 1. Oktober d. I. eröffnen wird." Der Geburtstag der Aliceschule ist also der 1. Oktober des Jahres 1878. Die Stadt Gie­ßen stellte für die Schule den oberen Stock im Hin­tergebäude des ehemals Ebelfchen Hauses im Aster­torweg unentgeltlich zur Verfügung. Die ersten Lehrerinnen waren Frl. Müller und Frl. Ger­bode. Begonnen wurde mit vier Kursen, und zwar 1. Weißnähen nebst Sticken, Stopfen und Flicken, 2. Kleidermachen und Zuschneiden einschl. Muster- zeichnen, 3. Maschinennähen und Zuschneiden, 4. Buchführung und kaufmännisches Rechnen. 38 Schülerinnen nahmen zunächst an dem Unterricht teil. Vom heutigen Standpunkt umschloß das Ar­beitsprogramm drei Schulformen, und zwar eine Gewerbeschule, eine kaufmännische Fortbildungs­schule, eine Ausbildungsanstalt für Lehrerinnen.

I. D i e gewerblichen An st alten. Die Gewerbeschule und die kaufmännische Fortbil­dungsschule kamen einem gesteigerten Bedürf­nis entgegen. Später erfuhren die anfänglich festgesetzten gewerblichen Kurse eine bedeut­same Erweiteruna des Aufgabenkreises durch die Aufnahme von Kursen zur Vorbereitung auf die Gesellinnen- und Meisterinnenprüfung. Nicht alle Kurse konnten beibehalten werden; so wurde die Lehrlingsausbildung tm Schneiderinnengewerbe wie­der aufgegeben. In der kaufmännischen Fortbil­dungsschule wurde die Unterrichtszeit, für die an­fangs nur 2 Stunden wöchentlich vorgesehen waren, später auf 4 Stunden erhöht. Im Jahre 1901 kam ein Abkommen mit dem Kaufmännischen Verein zu­stande, wonach ein Handelskursus für Damen in der kaufmännischen Knabenfortbildungsschule eingerich­tet wurde. Später ging diese Ausbildung ganz an den Kaufmännisck)en Verein über. Die Ausbildung von Handarbeitslehrerinnen war zunächst rein pri­vat, vom November 1901 ab wurde jedoch dieser Zweig der Schulbetätigung nach staatlich festgelegten Richtlinien gewertet und den Schülerinnen staat­liche Prufungszeugnisse ausgestellt. Der pädagogi­schen Ausbildung der künftigen Lehrerinnen wur­de nun erhöhtes Interesse zugewandt, ebenso j der methodischen Ausbildung. Dis zum Jahre 1903, zum 25jährigen Bestehen der Anstalt, flieg 1

Zukunft verbilligt geliefert werden e. Gleichzeitig wird dann der Milchhof nicht verbrauchten Frischmilch Butter-