Oberheffen.
LanSkreitz Gieße«.
X Klei >i-Linden, 6. Sept. Am voriger, ©onntag fanb hier ein« Kirchen Visitation durch Stefan Buhmann statt, bei der sich geigte, dah dos Kirchenleben in unserer Gemeind« recht rege ist Der Visitator und der OrtSgeist- liche sanden bei der gottesdienstlichen Feier eindruck-volle CBtertc über den großen Werl echten kirchlichen Gemeindeleben«. Der J)ofaun«n» ch or unter der Leitung M Dirigenten Germer verschönte bie Feier durch seine Darbietuw' gen In letzter Zeit ist unter den hiesigen Kindern der Keuchhusten ausgetreten. In zahlreichen Fällen rft fetn Verlaus sehr hart- nädtg.
00 Klein-Linden, 5. Sept. Bei der gestrigen Versteigerung de- Grummetgra- se« wurden infolge de« schlechten Stande« der Wiesen nur sehr niedrige Preis« erzielt. Der Morgen (2500 Quadratmeter) kam aus 4 bi« 5 Wk. — Aus der Versteigerung des wenigen Frühobst«-. Virnen waren gar keine vorhanden. wurde der Zentner Vepfel mit 8 bi« 9 Mk. bezahlt.
Y D a u b r i n g e n. 5. Sept. Der hiesige K r i c- gerverein veranstaltete unter recht reger 'Beteiligung, auch von auSwärt«. fein diesjährige« PreiSschiehen. bei dem wiederum wie im vergangenen Jahr sehr gute Leistungen erzielt wurden. Vicht weniger alS 27 Preise konnten zur Verteilung gelangen: eine Küchengarnitur ein 'Baromet.T. eine Waschtisch«arnitur ein Schirm, ein Kasseegedeck und ander« praktische Artikel. Rachstchenb ein ÄuSzug au« der Preisliste: 1. Preis: Hch. Bi er au. Dau bringen, mit 36 Ringen, 2. Preis Hch Mohr II.. Daubringen. mit 36 K.; 3. Brei« Wilhelm Mohr II. mit 35 R; 4. Preis Karl Keller mit 35 X; 5. Pr. Johanne« Leif mit 35 L.; 6. Preis Ludwig M )hr I. mit 35 X; 7. Preis Ludwig M o h r II. mit 35 X; 8. Prei« Karl Grölz mit 35 X; 9 Preis Wilh. Wa genbach mit 34 X, 10. Preis Ludw. Grölz mit 34 X; 11. Preis Heinr. Liebel. Frohnhausen, mit 34 X; 12 Prei« Karl Weimer mit 34 L.: 13. Preis Katt V ? l te mit 34 L.; 14. Preis Hch. Thrift, Lollar, mit 34 L.: 15. Preis Martin Daubert, Lollar, mit 34 X; 16. Preis Karl Schneider mit 34 R.; 17. Preis Wilhelm Vierau mit 34 R.; 18. Preis Heinrich Mohr I. mit 33 L.; 19. Preis Konrad Dö lzing mit 33 21.; 20. Preis Konr. Pfeffer. Lollar, mit 33 R.; 21. Preis Ludwig Klingelhöfer mit 33 2t.; 22. Preis Friedr. Decker. Mainzlar, mit 33 2t.; 23 Preis Ludwig Weimer mit 33 2t.; 24 Pr. Wilhelm Gröl- mit 33 2t.; 25. Preis Wilhelm Erb mit 33 Lingen.
") Lich. 4. Sept. Der Stadtvorstand stimmlc in seiner jüngsten Sitzung einem Anträge des Turnvere ins Lich auf pachtweise lieber« lassung eines städtischen Geländezuschnittes in der Gröhe von etwa 2200 Quadratmeter zum Preise von jährlich 10 Mark zur vorläufigen Regelung dieser Angelegenheit zu. Der Bürger« meister wurde mit dem Abschluß eines entsprechenden Pachtvertrages beauftragt Die Heber» cignung diese« Geländ»uschnittes kann nach den Ausführungen de« Durgermeisters wegen der ausstehenden Genehmigung des neuen OriSbau- planentwurss noch nicht erfolgen. — Weiterhin genehmigte der Stadlvorstand die Verpachtung von 38 Quadratmeter zur Zeit noch nicht benutzten WcggeländeS an einen Anlieger in der Strafte am Wall. — Sodann gab der Bürgermeister bekannt, daft in den Lechnungs- jobren 1926 und 1927 zu Lasten der Derrn ötzensrechnung eine ganze Leihe von ausserordentlichen Arbeiten, Lieferungen. Grund« jtücftcrtoerbungen ufw. ausgeführt worden sind, für die zum Ausgleich der DermögenSrechnung dieser Jahre eine Kapitalaufnahme von rund 40 000 Mark erforderlich sei. Der Stadtvorstand stimmte der Vorlage zu und beauftragte den Bürgermeister, mit der Bezirkskasse Diesten und der Licher Dank dahier wegen der beabsichtigten Kapitalausnahmc in Dcrhand- lungen einzulrcten. — Der Stadtvorstanb hat durch einen früheren Deschluft die Fortführung der Wasserleitung in der Hungener Strafte auf eine Länge von 100 Meter von einer geringen "Verzinsung des Anlagekapitals durch die Interessenten abhängig gemacht ■unb weiterhin beschlossen, die Fortführung der Kanolanlage der hohen Kosten wegen nicht zur Anssührung zu bringen. Daraufhin hat ein Interessent darum nachgesucht, sein Baugrund- stück nach rückwärts über ein anderes Daugrund- stück an die Kanal- und DassetteitungSanlage der Mengesgasse auf eigene Kosten anschlieften zu dürfen. Üm diesen Anschlust ausführen zu formen, ist eine kurze Verlängerung der städt. Wasserleitungsanlage in dieser Strafte mit einem Kostenaufwand von 400 Mark notwendig. Der Stadtvorstand erflärtc sich mit der Au-sührung einverstanden und bewilligte die erforderlichen Mittel. Tin weiterer Interessent will auf eine Strecke von 35 Meter die Fortführung der Wasserleitungsanlage m der Hungener Strafte mit 3 Prozent verzinsen. Der Kostenaufwand beläuft sich auf schätzungsweise 600 Mk. Die Ausführung wurde genehmigt und die Kosten zu Lasten der DermögenSrechnung übernommen. - - 2m Anschlust hieran stimmte der Stadtvorstand der läuflkbcn llebetlaffung eine« städtischen Bauplatzes in der Iahnstrafte an einen hiesigen Baulustigen, der noch im Laufe diese« Herbste« ein Wohnhaus im Lohbau errichten will, zum Preise von 1.50 Ml pro Quadratmeter zu. Von einem weiteren Gesuch eined Baulustigen um Hebertaffung eine« Bauplätze« dortjelost im Wege des Erbbaurechts wurde Vormettung genommen und beschlossen. kteS Gctuch bi« zum Frühjahr nächsten Jahres zurück-ustellen. - 3m Stadtwald lagern 8 bi« 10 Laummeter Fichten st ockhvlz. die entfernt werden müssen Das Aufarbeiten eines Laummelers erfordert einen Kostenaufwand von 2,75 Wk. Der Erlö« für da» aufgearbeilete Holz stellt fick, jedoch höchstens auf 1 blö 1,75 Mk. pro Laummeter Zwei Einwohner sind bereit, ba* Holz kostenlos zu Übernehmen. auszuarveiten und wegzuschassen. Der Stadtvorstand stimmte der kostenlosen Hcbcrlaffung zu. Die im S'.adtwald lagernden 18 bi« 20 Feftmeler Windfallholz sollen zur 6ubmtffh>n ausgeschrieben werden. - Sin Gesuch der Butzbach-Licher Eilen- bahn-A.-G um Erstattung der gemeindlichen Grunderwerbsteuer im Betrage von 342.83 Watt verfiel der Ablehnuiq Weiter befcbtc sich der Stadtvorstand mit fter siebernahm der geinerndI ichen Bürgschaft für Bau - da riehen im Gesamtbctrage no/ 20 ■<0 Mk. und beschloh die Uebernahme der Bürgschaften
Vom IugendgerichtSgeseh.
Bon Zllgendrichier Amtßgenchtsrat Franz Sros in Gießen.
iv*) echiuft.
Wenn ich von Erziehung spreche — Erz»ehuug im Gimte des Iugendfstraf rech iS - so muh ich immer wieder an einen Ausspruch meine« alten S trat recht slehrers 2Utnbarb von Frank, derzeit in München, denken, den er einst scherzweise im Kolleg tat
.Wenn wir keine Erziehung hätten, so wären wir alle Zigeuner." Ja, ein Kind, da« in frühester Jugend in Zigeunerhand ferne, nähme ohne Zweifel eine ganze Menge von Zigeuner eia en schäften an. Es lernte stehlen, betrügen, weissagen und ein Leben im ttmherziehen führen, allerdings mit dem Unterschiede. dah dem Rassezigeuner vieles von dem. was tmr als feine Untugenden bettachten und mit Locht al« solche erkennen, bei» spielswei ie nur fein urrfteter Wandertrieb, nicht auszutreiben ist. während bei Menschen, denen anderes Blut in den Adern rollt, die Hoffnung besteht, dah sie sich wieder den Gesetzen be* Staates oder der Religion fügen oder den Forderungen beider, und sei es nur äußerlich unter- ordnen werden.
Darum keimt auch das moderne Jugendstrafrecht eine Pädagogik und die Forderungen, die im pädagogischen Sinne an den gewissenhaften Jugendrichter gestellt werden, find äuherst verantwortungsvoll. Dabei steht dem Jugendrichter nicht, une bat in der Schule doch immerhin der Fall ist. .Material" monate- oder gar jahrelang zur Verfügung, nein, nur in wenigen Stunden mutz er oft über Wohl und Wehe, ja die gesamte Zukunft eine« jugendlichen Menschen entscheiden. AlS Hllfsmittel der Erziehung gibt ihm da« Gesetz jene sechs Maßregeln in Sie Hand, die ich in meinem letzten Aussatz (f. Ar. 204) im einzelnen bereit« aufgetührt habe. Hält da« ettennende Gericht diese Erziehungsmaftnahmen für ausreichend, so ist stet« von Sttase abzusehen.
Da« Gesetz kennt zunächst dieVerwarnung. Sie kann erst erfolgen, wie dieses übrigen« auch bei allen anderen Mahvegeln der Fall ist, — nach Eintritt der Rechtskraft einer gerichtlichen Entscheidung. Die Q3ertoarnimg kann mündlich oder schriftlich erfolgen. Die mündliche Form verdient stets den Vorzug, da nur das persönliche Verhältnis, in das der Jugendrichter zum Jugendlichen zu treten haben wird, und das Zweck und Ziel feiner Aufgabe fein muft, für da« künftige Wohlverhalten des Jugendlichen und feine soziale Einstellung bestimmend sein kann. Der Jugendrichter muh sich in die Lage des Menschenkindes, das vor ihm steht, hineindenken, muft wissen, aus welcher Familie es stammt, muh Interesse nehmen an seinen Leiden und 'Freuden, muft an Kopf unb Herz des Jugendlichen heran- kommen. beide ganz zu erfaffen suchen, darf ferne Seele nicht in den Staub ziehen, sondern muh sie wieder aufttchten, er muft dem Jugendlichen auch Hoffnung machen, die allein in« Leben hineinführt. Dabei bars selbstverständlich daS ernste Wort nicht fehlen. Wer da aber glauben wollte, mit einer glatten groben Abrüffelung zum Ziele zu kommen, möchte sich sehr irren. Der Jugendrichter muft auch wissen, in welche
*) Dgl. die Aufsätze ht Ur. 200. 202 und 204 de« Gieft. Anz.
Berbälttässe der Jugendlich« zurücllehrt und welche geistige Zehrung er ihm auf btefen oft so traurigen Weg mitzugcben hcll. Vielleicht reicht die Kost für ein ganzes lange« Leben auS. vielleicht wirft sie der törichte. unverbesserliche Tauge- nichts unter der Verführung oder der 3yfirnrnung Gleichgesinnter schon an der nächsten Str atze necke in den Rinnstein. 2lber wie die edle Leb« ohne Stab nicht gedeihen, nicht hochkommen kanr^so soll jedem jungen Menschen ein Stab fürs Leben in die Hand gegeben werden. Gs wird an chm liegen, wie er ihn führt und wohin er wandert. Unb hiernach richtet sich, wenn ichs richtig erfaffe, der Inhalt einer Warnung — wn Geiste be« Iugenbgerichtsgesetzes
Dieses Inuit weiter .die 11 ebertoeif nn g in die Zucht der Erziehunasberech- tigten oder der Schule", d. h. der Eltern oder der Lehrer «auch Fortbildungsschullehrer). SS soll durch diese Wahregel der junge Missetäter ihrer besonderen Aufmerksamkeit empfohlen werden. Ohne Zweifel kann auch bei Schulcntlas'enen der kaufmännische oder «werbliche Lehrherr in Frage kommen, zumal dann, wenn er dem Wohlergehen des Jugendlichen ein vettönliche« Interesse entgegenbringen wird.
An dritter Stelle keimt das Gesetz die Auferlegung besonderer Verpflichtungen, die der Jugendliche zu erfüllen haben wird. Der Lichter hat hier einen weiten Spielraum. Er wird sich dabei vor einem hüten müssen nämlich einem Iugmdsichen Verpflichtungen auf$uerlegen, deren Erfüllung er selbst nicht überwachen oder überwachen taffen kann. Lichts wäre aesehrlicher. als dem Jungen oder Mädchen eine Gelegenheit zur Heuchelei zu geben. Wa« im Dorfe oder bei' Kleinstadt mit Leichtigkeit überwacht werden kann — Wirtshaus- ober Kinobesuch, ist in der Groftstadt sehr schwer iDntroIlierbar. Aber Lohnablieferung, Entschädigung eine« Verletzten, rechtzeitige abendliche Hrimkebr ins Elternhaus und ähnliches lasten sich leicht fest stellen. ®« wird auch hier die praktische Erfahrung deS Jugendrichter« unb der Iuaendschöf en das Richtige .zu treffen haben.
Dem Gericht steht al« weitere Srziehungsmaft- reget das Recht der Unterbringung zu. beispielsweise wenn der Jugendliche für kürzere oder längere Zeit kein Obdach hat. Hier wird daS Jugend- oder Wohlfahrtsamt d'.e praktifche Ausführung übernehmen. Lbttgenfalls find Zwangsmittel gegen den Jugendlichen anzu- wcndcn. solange er noch minderjährig ist, also bis zur Vollendung des 21. Lebensjahres.
lieber die weiter zulässigen Waftregeln der S ch u tz a u s s i ch t und der Fürsorgeerziehung wird besser bei der Besprechung be« Fugendwohl fahrtgesetzes zu retten sein, die der des Fugendgerichtsgesetzes folgen soll. Zweck und Ziel des letzteren habe ich auszuzeichnvn versucht. ohne mich mit feinen Sin^lvestimmungen weiter zu befassen, da die« zu weit führen würde. 2Zur das mochte ich noch zum Schlüsse erwähnen:
Die moderne SttafvechtSpflege muh weit mehr al« bisher vom Fürsorgegedanken erfaßt werden. Strafe fei HeilungSstrase. wenn irgendwo, so gewift im Jugendstrafrecht.
gegen Stellung von zwei zahlungsfähigen Lück- Pürgen. — Sodann gab der Bürgermeister bekannt. daft bk Bahnmeisterei Lich die bei Fleißarbeiten aufkommenden Apskof f erun gestern e zum Preise von 1 2EI. pro Kubikmeter an d ie Stadtverwaltung abgeben will. ES handele sich um eine Menge von etwa 100 Kubikmeter, die sich gut zur Sttahenunterhaltung eignen. Es wurde schlossen, die Steine auf die Stadt zu übernehmen und daS Material zur Ausbesserung der Ztegelgasfe und des Egelseeweges zu verwenden. — Evi Gesuch eine« hiesigen Einwohners um widerrufliche Erlaubnis zur An- bringung eines Schiebetores an seinem Lager in der Hintergasse wurde abschlägig beschieden. Die Fahrstrafte eft an der fraglichen Stelle sehr eav» geengt und würde durch das an der Außenwand des Gebäude« anzubringende Schiebetör eine weitere Einengung erfahren
ch Lich, 5. Sept. Die Grummeternte in unseren großen Wiesengründen ist in vollem Gange. In tiefen Lqgen ist die <Bmte im allgemeinen recht aut, aber auch m trockenen Lagen ist infolge dec letzten Regenfäüe daS Grummet- gras noch recht gut hcrangewochsen. Das gegenwärtige schöne Wetter tragt tnei dazu bei. daft die örnte in wenigen Lagen beendet sein wird. — Allenthalben herrscht hier und in der Umgegend recht starkes Angebot an Frühkartoffeln. Sie werden für 4,50 Mk. pro Zentner frei in die Häuser der Derbraucher an- geboten. Die Qualität der Kartoffeln ist gut. Die bei SpäÜartofseln genommenen Proben versprechen eine gute Ernte.
* Hungen, 5. Sept. Das Gefallenendenkmal ist nun im Lohbau vollendet Die ilmfaffungsmauer ist halbkreisförmig mit einem Durchmefler von 20 Meter aus Bruchsteinmauerwerk errichtet. Die Dronzeftgur ist in der Gieherei auch bereit- fettiggcfteUi. DaS Postament dazu konnte noch nicht erbaut werden, da die auswärtige Firma wegen vieler 2lufträge die Sockelsteine nicht liefern konnte. Schon jetzt, wo noch feine Ausschmückung durch Anlagen und Daumgcuppen vorhanden ist, sindct das Werk allgemeine 2üiedennung Auch die Wuh! des Platzes vor dem neuen Schul Hause in unmittelbarer Räbe der schönen Lindenallee tragt dazu bei. — Gelegentlich deS He rbstmarkteS am 17. September findet eine Prämiierung statt die von dem LandwittfchaftSkammerauS- Ichuft unterstützt wird. 3ugdaffen werden hessisches Fleckvieh und Vogelsberger Rasfe. Eine Eintragung ins Herdbuch ist nicht vorgeschrieben. Ramhafte Geldmittel fiepen zur Beringung. Erstmal« findet am Herbftinarlt auch wieder eine Bcrlofung statt, wozu al« Preife neben landwirtschaftlichen Maschinen und sonstigen Gr- brauchsargenständen einige Stück Vieh vorgesehen sind. lieben dem Allcrheiliqenmarkl hat der Hcrbstmarkt eine besondere Än;iehung«lraft auf die Bevölkerung tter Kmgegend
«. Utphe. 5. Sept Zu Beginn der Woche sand die Grummetgrr. «Versteigerung auf bert ®emcif!bctriHen^tlönbe statt Da 2Han- ael an Grun«ut'. . b.rrIM wurden Verhältnis- mäftia bot- <Jr. * c; .i-rli. <umit der GraSwuchs r-'ck! fpaclich war Die a:rngfter Morgen kamen J
I auf 5 bis 10 Watt, mittlere Güte nuf 10 fn* I
25 Mk., Ixe besten Stücke, an der sog. Sauweide, brachten Bettäge von 30 biß 50 Wk. je Morgen, einzelne stellten sich sogar auf 60 bis 64 Matt.
# Aus dem mittleren Horlosf 1 ale, 4.Sept. Die FutterauSfichten. die seither recht trübe waren, haben sich wesentlich gebeffert. Die mehrfachen Niederschläge der letzten Wochen haben den Boden so durchfeuchtet, dah bei sämtlichen Kulturpflanzen neues Wachstum einsetzte. Der Stoppelklee, der ganz ticrbrannl aussah. hat bereit« handlang ausgestoften unb treibt in öte Köpfe. Zuckerrüben. Dickwurz und W a i S find im besten Wachsen begriffen. Am meisten aber kommt der Legen, verbunden mit warmer Witterung, den Wiesen zugute. Gerade die zarten Untcrgräser, die dem Futter erst seinen rechten Werl geben, treiben gut au«, und au« diesem Grunde eilt es den Bauersleuten mit der ®runimeternte nicht besonder«, da ja in den vorhergehenden nassen Jahren wegen der 2Zerzögerung der Getreideernte auch nicht vor halbem September begonnen werden konnte. Wiesen, die bei der Futterknappheit grün gefüttert wurden, liefern sogar noch einen brüten Schnitt. Schnell sind die Stoppelerbsen aufgelaufen und sie werten mit dem Stoppelklee daS Herbftfutter liefern. -- Die Wespen treten in diesem Jahre in solcher Menge auf, dah sie geradezu zur Plag? werden. DaS reifende Steinobst sowie die sich färbenden Weintrauben an den HauSfpalieren werden von ihnen angenagt unb aus gefressen In vielen Gemattungen tritt in biefem Fahre bie Kohl - Hernie unter den Gemüsepflanzen sehr heftig auf. Die Krankhen Serschetnungen »eigen sich in einer statten Knollenbiibung an den Wurzeln, wodurch bie Pflanzen ein krankhaftes Aussehen bekommen und später abfterben. Weiftcnteil« auf sog. Ärautftüdm trift diese Pilzkrankheit auf. auf denen mehrere Jahre hiittereinanber Kohl angebaut wurde. Den Obftbäumen ist der Legen allein noch nicht zustatten gekommen. Die statt behangenen Z w e t f ch e n find in der Leise, auch die mittelmäßigen Ertrag liefernden Birnen beginnen in die Lotteile einzutreien. während von einer Apfelern te nicht mehr gesprochen werden kann, die wenigen noch hängen- geblic enen Früchte sind Lein und unschön. Die Walnuhbäurnc hängen in zugigen Höhenlagen voller Russe, während 2öaume tn ge.'chützten 21 re her ungen gar feinen Ertrag bringen. Die besseren Spätkartofselau-sichlen haben bereit« den Preisstand der Ferkel be«'influftf. Die Lachfrage nach Jungtieren hat sich in letzter Zeit gesteigert, und demzu'fcklge lind die Preise anziehend. Sieben Wochen alte Ferkel, d'e vor drei Wochen für 10 Wl pro Kopf zu haben waren, kosten jetzt 13 bi« 14 Wl das Stück. Auch die guten Preite für Feftschwein«, die mit 80 biß 82 Pf. pro Pfund Lebendgewicht bezahlt werden, regen zur Lachzucht an
Mrcio Zriedbcrg.
• Friedberg, 5. Sept. Die Arbeit«- marktlage in den Äreiten Friedberg und Büdingen ist weiter unverändert geblieben In der letzten Augusthälfte haben sich die 2ter- mitflungen mit ben "Reu anmefbangen etwa die Waage gehalten Die Zahl der llnirrstützungß- empfanger betrug am 1 September 696 wovon
190 alß Lotstandßarbeiter bet der Llddavegulio- rung beschäftigt werden. Die Zahl der Krilen- tüttorgeempiänger beträgt «nverändett 19 Personen.
Kreis Büdir gcn.
!! Bübingen, 5. Sept. Das Herbstschiehen der Büdinger Schützengesellschaft am Sonntag unb Wontag war von prachtvollem Wetter begünstigt. D« große Schützenhall« am loTibschaftl.ch schönen Hanuner" war am Sonntag dicht besetzt. Die Schützen betrieben ihren schönen Sport mit arohem Eifer. Am Won tag ehrte Sc. Durchlaucht Fürst Earl zu Bs«nburg-Bübingen alle ^«naligen R'ttcrfchützen unter den gegenwärtigen Mitgliedern der Schützengesellschaft durch lleberrmchung meß neu gestifteten Ad-eichen« Am Montagabend fand di« Preißverteilung statt. Für gute Schuftleistungen auf der Bürgerscheibe wurden mit Preisen ausgezeichnet die Herren: 1. W Drehen. 2. E. Bäpler. 3. W. Dotter. 4. W. Link. 5. 2Eannagott«ra,6. Weitz- rauch. 7. Hch Grün. 8. Rh d. Henzel, 9. Fr. Lürk. 10. Kärcher. 11. Löhrmann. 12. Pracht. 13. H« lsrl.ch. 14 Sch iörb . 15. Salomon, 16. Ludw G 8A« l. 17. Wingese ld, 18. 6c. Durchlaucht Prinz Dieter zu Bfenbura-Büdingen. 19.E. L e o. 20 . O . W Ü t e k i n b, 21. G l a n z, 22. Fr. Göckel. 23. Hofstetter. 24. Ludw Henze l. 25. Ludw Hörold. 26. E. Hanner. 27. O. T u r ck . 28. Sc Durchlaucht Fürst Earl zu Bf^^öurg-Büdingen, 29. W. Appel. 30. Ludwig Schön, 31. Fr. Glan», 32 E Schnei der H , 33. Ä. Gaul 1. 34 K. Gaul N.. 35. L Faust. 36. W. «rin, 37. Ludw. Scheid. 38. Fr. Glanz. 30. Herrn. Pätzold 40. A. Petrie, 41. Ludw. Scheid Festscheib«: bre Herren: 1. Hch. Grün. 2. X Petrie. 3. Lullmann, 4. W. Salomon. 5. Ma nnagottera . 6. Sch lörb , 7. Se Durchlaucht Prinz Dieter. 8. Tarl- Ortenbetg, 9 E. Hanner, 10. Fr. ® o deL 11. Ludw Göckel. 12. Sc. Durchlaucht Fürst Earl. 13. Mecs-Gelnhauscn. 14. Löhrmann. 15. Fr. Glanz. 16. Wühling. 17. Döring. 18. O. Türck. 19. Pfann- müller-Gelnhausen. 20. Ludw. Scheid. 21. Hch. Wecke s se r - Ortenbera. 22. A. Wal». 23. W. Appel. 24. 2lbr. «ul au. 25. Ludw Hörolb. 26. H«rm. Hosmeister, 27. Zeug- toart Glanz. Glückscheibe: bw Herren: 1. W. Gläser I., 2 Ludw. Hörolv. 3. Lubw.g Hörolb. 4. Fr. Göckel. 5. O. Witt ekrü b. 6. S ch l ö r b . 7. W. G k L f« r II., 8. Fr G l a u z . 9. E. Hanner, 10. 6 a r l» Ortenberg. 11. O. Wittekind, 12. Hch. Grün. 13. Psann- müller-Gelnhausen, 14. Se. Durch! Prinz Dieter. 15. Fr. Göckel, 16. W. Gläser II., 17.W. Gläser II., 18. W. Salomon. 19. E. Leo, 2. L. Hör old. 21. W. Salomon, 22. Wannagottera, 23. Loh rmann, 24. C. Leo, 25. Weihrauch, 26. Ludw. Scheib. 27. W Salomon. 28. Mee « - Gelnhausen, 29. X Waltz. 30. E. Leo, 31. E. Däpler. 32. Ludw. Göckel, 33. Ludw Hörvld. 34 K Pracht.
* R idd a, 5. Sept. -Bon dem Ergebnis der Prämiierung der besten auf getrieben en Zuchttiere tst ergänzend noch zu berichten: 1. Für Bullen, Simmentaler Rasse (Hess. Fleckvieh) erhielten die Besitzer Katt G e i ft lWfnd- baufen) und Gg. Graulich (®inartßbaukn) je einen 2 Prei«. ferner wurden noch zwei 3. Preise und vier Anerkennungen verliehen. Für Kühe derselben Rasse erhielten Jakob Wenzel (Gedern» und Rudolf Ließ (5-euchelheim i. b. W.) Ghrerrprei'e. Otto Beith sHeuchel- heim) den 1. Prei«. 2. Für Ballen Dogriß- berger Rasse: je einen 2. Preis Hrch Becker (Wingershausen- und Karl Sich sLieder-Wod- ftabt). Für ältere Kühe wurde X Laubach (Ober-Mockstadt- bar L. 2. und ein Ehrenpreis zuettarmf; Hch. Wickel (Ober-Mockstadt) einen 2. Prei«. Je einen 3. Pvei« erhielten Frd D e i ch « r t (Kohden-. Hrch L a u b a ch und Hrch Harth (Ober-Mockstabt). K. Haas iWingerö- hausen». Weiter wurden noch sechs 4. Preise unb drei Anerkennungen verliehen. Für jünger« Do- nrl«berger Kühe «rhirif K. Waas (Burkhard«) den Ehrenpreis. K. Al brand (Dvbenhauscn I) den 1. Preis. Für Kalbinnen wurde H. flau« ba ch (Ober-Mockstadt, unb sür Rinder D. Becker (Wingershausen) der 1. Preis verliehen. Für jüngere Kühe: Otto Bach II. (Wol- lernßauten) Ehrenpreis. Otto Deltd (Heuche!- hc'nn) 1. Preis. Filsinger (Leinyäuser Hof) und P. Grauer iHwabenmühle) je einen 2. Preis. Für Äatbinnen erhielten O. Deitz und PH Berg (Heuchelheim) je einen Ehrenpreis. K. Schäfer (Reichrißheim) und L.Bechtold (Qltbbai je einen 1. Preis. Für Familien hessischen Fleckviehs erhielten P. Grauer (Hau- benmübl«). Otto Deitb (Heuchelheim) and Hch. Filsinger (Lejnhau'er Hof) Ehrenpreise. Don Ziegenbesitzern erhielten die 1. Prei e Otto Grünbein (Ober-WidderSheim). Georg Ären« bet (Lidba). Frb. Müller und Kaufmann Roch (Lidda-, Ludwig Stein (Lidda' unb W. Amend (Dauernheim). — Die Pis- Vorführung en des Leit- und Fahr- verein« wurde nach Plätzen ytoertet 3m Schulrciten erhielten X Bernhardt unp Dr Hofmann (Lidda) unb Lodert ö n e l b e r (Borsdorf, den 1. Platz. Dieser erhielt, and) beim Hindernisrennen die L ötelle. 3hm folgte A. Bernhardt Widda). Letzterer war auch ün Gewandtheilßreiten am I. Platz, ebenfo Hrch. Erk (Lidda Beim Schaufahren kam Hermann Drott (Lidda- an den 1. Platz mit Arbeits- pferten. während mit Krrtschmpferden P Grauer (Haubenmühle) den 1. Platz erhielt.
Lreid Schotten.
I Ober-Laiß. 4. Sept Unfete 1920 aut Ze2 der größten Wotcr. i.not außgedaut« Lichtleitung ist fast stbcra!! crn< iKtungßbebürftifl. Daß mußten dreter Tage einig« Bewohner der Hauptstraße erfahren. ®;ne Gan« war gegen di« Drähte M Ortsnetze« geflogen. Dadurch gab es in verschiedenen Häusern K u r z s ch l n ft . so daft die Sicherungen Hera ass logen. An mehreren Stetten gerieten die Hau«leitungen in Brand, der an cwier Stell« härter um irch zu greifen drohte, aber bald gelöscht werden tonnte. — Die Grummetcrntc ist hier im Gange. Da« Futter wird bet den gegenwärtigen schömrn Tagen sehr flut, a.’eri ngß ist di« Menge sehr aer-nfl. Es kommt die« tellweis« auch daher, daft Ser durch den Herden Sommer bedingte Mangel an Oiünfuttet zum AuSküttern gerade der besten Wreten zw>2na Auf den Borgtetefcn. bie rin I vor-üa« che« Heu lieferten st der GroswuchS 1 infolge her Trockcnhril lehr gering.


