Aus der Provinzialhauptstadi.
Dietzen, den 6. 3ult 1928.
Kenen'Hilfe.
In wenigen Tagen werden die Schulglocken bit groben Ferien für einen beträchtlichen Teil der deutschen Kinderwelt einläuten; Ranzen und Büchermavpe werden aufatmenb zu fcaulc im Arbeitswinkel für lange Wochen verstaut werden, goldene Tage der Freiheit, der Erholung und des Spiels brechen an. Die Feriensonderzügc dampfen in den Bahnhofshallen, im Gebirge und an der See rüstet man zum Empfang des groben Gäftestroms, der auch trotz zweifelhafter WitterungSverhältnisfe nicht auSbleiben wird, und die Städte, deren Stratzen bisher vom lauten Spiel der Kinder witerhallten. werden wohl um eine fröhliche Nuance öder fein. Selbst in den Merteln, wo die ärmere Bevölkerung wohnt, ist es nicht anders, denn seit Beginn dieses Jahrhunderts schon hat sich die öffentliche soziale Hilfe auch der Ferienfrage zugewc.ndt.
Früher war der Prozentsatz der Kinder, denen wirkliche Serien freute und Ausspannung zuteil wurden — Reife. Wanderung. Freiluftfpicle, Bäder usw. — doch nur gering gegenüber der großen Bläffe unbemittelter Ctabtjugenö, die dazu verurteilt war. auch während ter Ferien chre Tage daheim, oft sogar zum Broterwerb mit an- gehalten. -u-ubringen. Das .Zeitalter des Kindes", wie man unser Jahrhundert bald nach seiner Geburt taufte, hat hierin Wandlung ge« schaffen, und wenn die öffentliche Hilse auch noch nicht alle umfassen kann, so hat sie heute doch wenigsten- schon alles das ergriffen, waS unterernährt. kränkelnd und krank ist. Die Kommunen haben teils Waldschulen und pädagogisch geleitete Ferienspiele eingerichtet, teils mit öffentlichen Mitteln den Bä derbe such und den Landaufenthalt ärmerer und gesundheitlich bedrohter Kinder organisiert, buafc private Stiftungen unterstützt, auch gröbere Schülerfahrten und -Wanderungen wahrend der sommerlichen Freizeit eingerichtet und für die, die trotzdem zu Hause bleiben müssen, durch den Bau von Sportplätzen und Schaffung von Grünflächen Gelegenheit zu körverkraitigenter Betätigung vermittelt. Erft durch diese Aielberoubte Jugendfürsorge haben die groben Ferien ihren wahren Sinn und ihre wirkliche Bestimmung erhalten; unsere Stadtjugend zu einet lebensgestählten und wirklichkeitsfreudigen Generation heranzuerziehen.
Hoffen wir, daß auch in diesem 3ahre ter Himmel, spät genug, ein Einsehen haben und unsere Jugend in Sonne und reiner Luft für da- kommende Herbst- und Winterpensum an Körper und Geist kräftigen wirdl
Theo Kochs Werk preisgekrönt.
Wie au- Pari- gemeldet wird, ist ter für geographische Arbeiten gestiftete Angrand- Preis in Höhe von 5000 Fronten dem Work des auf seiner letzten Expedition in Südamerika verstorbenen deutschen Forschers Theodor Koch- Grünberg .Dom Doroima zum Orinoco" zu- erkannt toorten.
Theo Koch ist bebamiüich ein Sohn unserer Nachbarstadt Grünberg, in ter das Andenken an den bedeutenden Forscher, das u. a. durch die Benennung einer 6trabe mit seinem Damen für alle Zeiten in Grünberg fest geh alten ist, in dankbarem Bütgerstolz bewahrt bleibt.
Oberbergratprof. Or. Klemm IvZahre
Am 8. Juli feiert ter Direktor i. 2t ter Hessischen Geologischen Lantesanstalt, Oberbergrat Professor Dr. Gustav Klemm in Darmstadt, in voller Rüstigkeit und Schaffenskraft feinen 7 0. Geburtstag Heine lange erfolgreiche Feldgeologentätigkeit begann bei ter Sächsischen Landesaufnahme, wo er bereits acht Blätter ausgenommen hatte, als er 1892 an die Hessische Geologische Lantesanstalt berufen wurde, der er zuerst als LanteSgeologe. dann als Direktor und nun als freiwilliger Mitarbeiter angehört. Als Früchte seiner hessischen Arbeit verdienen genannt zu werten: zahlreiche Arbeiten botenkundlicher und kristallinischer Forschungen in Spessart und Odenwald, die Odenwaldlarte 1: 100 000, die meisten ter ihr zugrunde liegenden Blätter 1: 25 000, die er in erster und zweiter Auflage fast alle selbst ausgenommen bat. 3n Hessen hat er im ganzen zwölf Sonderkarten ausgenommen. Außer- Den gilt er als erster Sachverständiger auf dem Debiete der Wasserversorgungsfragen und in anderen Fragen. ,die von ter Geologie mitbc- stimmt werten. Seit er am 1. Februar 1924 wegen Erreichung ter Altersgrenze in den Ruhe- stand trat, hat er seinen Dienensleist ganz bi den Dienst der Neuauflage hessischer Karten gestellt. von denen bereits sechs erschienen sind.
Tätigkeit toegpn hat er sein Lehramt an der Technischen Hochschule in Darmstadt, der er zuerst alS Privatdozent und Lehrer für Photo- graphie, dann als außerordentlicher Professor für
Mineralogie angehörte, nietergelegt Jetzt hat er die Unterlagen für eine Neuauflage ter Groben Odenwaldlarte fertiggrstellt.
3um (Siebener Klugtag.
Für den Flugtag am 8. 3uli sind sowohl vom Polizeiamt. wie von den DerkehrSar statten umfangreiche Dorbereitungen getroffen worden, um eine reibungslose Abwicklung des Verkehrs und ter Flugveranftaltung zu gewährleisten. DaS FlugHeländc wird in weitem Bogen a&gefberrt. nur 3nhober von Eintrittskarten haben Durchlast. Die Stratzenbahn richtet einen verstärkten Betrieb ein, eine Reihe von Omnibussen versieht den Pendelverkehr LudwigSplatz—Flugplatz. Groß Dürfte die Zahl ter aus ten benachbarten Städten und Dörfern nach (Sieben kommenden Delucher fein. Während eines Geschwader- f l u g e s cm Samstag und am Sonntag werten im ganzen Umkreis Flugzettcl abgeworfen werten, um die Bevölkerung auf daS Unternehmen hinzuweifen. ES ist jetzt mit ter Teilnahme von mindestens sieben Flugzeugen zu rechnen. Neben Frl. Rench aus Wiesbaden, die mit dem Fallschirm aus dem Flugzeug abspringt. wird noch eine andere Dame aus Darmstadt einen Fallschirmabsprung unternehmen. Die Deranstaltung beginnt pünktlich um 15.30 Uhr und wird in schneller Auf- cinanterfoLge sich abwickeln, so dab es keine Wartepausen gibt DaS Sportprogramm wird um 17.30 Uhr beendet sein. Bei Eintritt der Dunkelheit findet im Flughafen-Restaurant italienische Nacht mit Tanz statt.
Elektrizität in die Haushaltungen!
Don der Direktion des städtischen Elektrizitätswerkes wird unS geschrieben;
Zu einer Entschließung deS ReichSverbanteS landwirtschaftlicher HauSfrauenvereine. die dieser Tage durch die Presse ging, teilt die Vereinigung der Elektrizitätswerke E. D.. Berlin mit, dab die Forderung der Elektrifizierung des Haushalte- zur (^ntlaftung ter Hausfrau, wie auch im 3ntcrcHe tec Wvhnungshygiene auS allen HauSfrauenkreilen immer dringender erhoben wird. Die Elektrizitätsindustrie richtet seit 3obren ihr ganzes Bemühen darauf, hierfür die technischen und wirtschaftlichen DorauS- fcQungcn zu schaffen. Wenn nun in jener Ent- schliebung ter Hausfrauen gesagt wird, dab eine Werbetätigkeit im Sinne dieser Entschließung wegen ter hoh^n Strompreise noch nicht möglich sei, so widerspricht dies den Tatsachen. Tausende von ländlichen Haushaltungen sind bereits zur elektrischen Küche ütergegangen, und die 4,5 Millionen Hetz- und Kochgeräte, die jährlich verkauft werden, zeugen für die weitere Der- brritung dieser modernsten Heizmethodr. Leiter werden gerade über die Rentabilität ter elektrischen Küche vielfach noch ganz irrige Angaben verbreitet. Wenn z. B. oftmals gesagt wird, man brauche zum Kochen für jedes cbm Gas drei oder mehr kWh, so trifft daS vielleicht für den einen oder anderen auSgewählten Versuch zu, nicht aber für die voll-elektrisch betriebene Küche. Die elektrische Küche ist eben nicht einfach ein älterer Kohlenherd, bet dem die Feuerung durch elektrifche Heizwiderstänte ersetzt ist, sondern eine Kombination von Spar- und Schnellkochgeräten, die eine viel höhere Därmeökonomie hat, als die älteren Kochverfahren. Man kann auf Grund von wiederholt bestätigten praktischen Erfahrungen rechnen, dast 1 cbm GaS (trotz seines viel höheren Wärmeinhalts) durch 1,5—2 kWh erseht wird, und da hiervon die Hälfte bis zwei Drittel vielfach schon während der Nacht zu billigeren Preisen bezogen werden können, zeigt sich, dast schon heute in vielen ländlichen Bezirken daS elektrische Kochen nicht teurer zu stehen kommt, als das Gaskochen in der nächstgelegenen Stadt. Es empfiehlt sich daher in jedem Falle, bei tem zuständigen Elektrizitätswerk Rückfrage zu halten, ehe man auf die vielen Dorteile, die das elek- ttische Kochen an Sauberkeit, Arbeits- und Materialersparnis bietet, wegen angeblich zu hoher Preise einfach verzichtet.
Taten für LamStag, 7. Juli.
Sonnenaufgang 3.52 Uhr, Sonnenuntergang 20.17 Uhr. — Mondaufgang 23.02 Uhr, Monduntcrgang 8.15 Uhr.
1815: Einzug des ersten preußischen Armeekorps ht Paris: — 1854: ter Industrielle Friedrich August Borfig in Berlin gestorben; — 1855: der Dichter Ludwig Ganghofer in Kaufbeuren geboren; — 1860: der Dirigent und Komponist G. Mahler in Kohlifcht geboren; — 1868: der Maler und Radierer Karl Bauer in Stuttgart geboren; — 1919: der Philosoph Paul Deussen in Kiel gestorben.
Borirotizen.
— Tageskalender für Freitag. Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Die Stadt der tausend Freuden". — Astoria'Lichtspiele: „Mutter".
2.11. Universitäts-Gottesdienst. Am Sonntag, 8. 3uli, vormittags HV< Uhr, findet
Oie Rhön-Gegelflüge
Zahnärzten als beste existierende Zahn- il idbft benutzt. Kleine Tube 50 Pf.
be- vc- im
Kirchliche Nachrichten.
Israelitische Religionsgemeinde. Gottesdienst in der Synagoge (Südanlage). Samstag, 7. Juli. Vorabend 7.45 Uhr; morgens 8.30 Uhr; abends 8.55 und 9.35 Uhr
Israelitische Religionsgesellschasl. Sabbatfeier den 7. Juli. Freitag abend 7.45 Uhr; Samstag vormittag 8; nachmittags 4.30; Sabbatausgang 9.35. Wochen, gottesdicnst morgens 6.15; abends 7.15 Uhr.
BiQXULTQA
Dia sfarkxhäumende Säuerst off-Zahnpasta
alt und jung zum Festball im Eaf6 Leib zusammen finden. Hinsichtlich tes Schwimm festes beacht« man die morgige Anzeige
* Der „Hubertus", Verein weidgerechter Sager, S i tz (Lietzen, hielt am Mittwoch feine Monatsoerfammluna tm „Hessischen Hof" ab, die einen guten Besuch aufwies. Eingangs gedachte der Vorsitzende tes Ableben» des Forstrats a D. Mettenheimer, der häufig dem Verein mit Rat und Tat zur Seite gestanden hat E» folgten einige kurze geschäftliche Mitteilungen, wahrend der größte Teil des Abends durch einen 3 ort rag des 1. Vorsitzenden Pascoe (Dutenhofen) ausgefüllt war: „Die Wasierjagd unter besonderer Berücksichti- fluna der Entenjagd". Ergänzt wurde der Dortrag durch Dorzeigen ausgestopster Stücke und eine Aussprache.
" Haltet Trink- und Kochgefätze von Giften frei? ES kommt immer wieder vor, daß Gifte, wie Laugen oder Säuren, in Drink- und Kochgefäßen, oder in solchen Flaschen und Krügen verabsolgt werten, die mit erstgenannten Behältern verwechselt werten könnten. Die meisten dieser Personen sind sich ter (Sefa bren bei Verwendung solcher Gefäße gar nicht bewußt und können sich keine Dorstellung von ter Tragweite der Gesundheitsschädigungen und Dergistungen machen ES wird deshalb erneut vor mißbräuchlicher Benützung von Trink-, Nah- rungS- und Genußmittelgesatzen zur Aufnuhnu- von Giften gewarnt. Die Nichtbeachtung dieser Dorschriften. die hierfür bestehen, hat auch strafrechtliche Folgen.
Berliner Börse.
Berlin, 6. 3ult (Funkspruch.) Der heutige Frühverkehr war im allgemeinen beruhigter. Wan nennt festere Kurse und rechnet mit Deckungen, da gestern verschiedentlich vorgegeben Worten sein soll. Siemens lagen bei 359 und Farben 469 Geld. Am Devisenmarkt nennt man Paris 124,25, Mailand 92,75, Spanien 29,51, das Pfund 487,10 und den Dollar 4,8180.
Dis zum ersten AcnnungSlchlub für den vorstehenden A h ö n-We t tb e w e r b lagen reit- über 100 Meldungen (gegenüber 70 .... Jahre 1927) vor, und es ist zu erwarten, datz bis Nachmeltefchluh noch einige weitere ein- laufen werden. Diese Beteiligung übertrifft btt weitem diejenige aller bisherigen Wettbewerbe. Wie zu erwarten, hat sich die im letzten Jahre besonders gesteigerte Tättgkcit der Vereine des
D. M. S. D. (Deutscher Modell- und Segelllug- verband) und ter Iugendgruppe des D. 2. D. (Deutscher Luftfahrt-Verband), die llebeaocilung von Gleitflugzeugen durch den 3ugendauS'chutz tes D. L. D. an einzelne Vereine und die lieber« lassung ter Bauzeichnungen der Flugzeuge ..Zögling" und „Prüfling" seitens ter Rhön-Rossitten- Gesellschaft in ter gesteigerten Zahl von Anfänger- und Uebungsflugzeugen erwiesen. 41 Gleitflugzeuge und 26 Flugzeuge vom Typ „Prüfling" und ähnlicher Klassen sind gemeldet; besonders stark ist aber auch di.'seL Jahr die Beteiligung hochwertiger Maschinen; etwa 30 Flugzeuge dürfen dazu gerechnet werden.
Ob eS möglich sein wird, alle Flugzeuge und Teilnehmer tm Fliegerlager unterzuoringcn. ist noch fraglich. II. a. werden die Veranstalter gezwungen fein, von ihrem in der Ausschreibung vorgesehenen Recht Gebrauch'zu machen, die Zahl ter Teilnehmer zu beschränken; jedenfalls wird die Rückkehr zur spartanischen Einfachheit früherer 3ahre notwendig fein.
Warum ärgern Sie sich immer wieder, daß Ihre Zahnpasta beim Gebrauch io spritzt und Ihnen jedesmal Ihre Sachen beidjmußt? Deriuchen Sie einmal die BiOX-ULTRA-3al}npafta. sie besitzt bleien Fehler nicht, sie tft besser und ba6ei bedeutend sparsamer.
in der Neuen Aula ein Unwerfitätt-Gottesdienst statt. Die Predigt hält Prvf. Dr. Adolph.
- Hessens Vertretung in der Rö- mifch-Derrnantschen Kommission des Archäologischen Instituts deS Deutschen Reiches. 3m Anschluß an unsere Mitteilung in ter Mittw och auSgate sei noch berichtet, dah daS Land Hessen durch drei Mit- fllieter in dieser Kommission vertreten ist. Es sind die» Bros. Helmke, (Sieben, Direktor der Oberstes!ischen Museen, ter schon seit sechs Jahren der Kommission angchört, . llniDcrfitätd- prosessor Dr. Aubin, Gießen, und Professor Dr. Behrens. Direktor des RöiniscteGerma- Nischen ZentralmufeurnS in Mainz.
Personalien. Ernannt wurden ter Iustizmspektor bei tem Amtsgericht Gießen Anton Roth im Einvernehmen mit tem Minister für Arbeit und Wirtschaft zum geschäftS» fübrcnden 3nfpcktor beim Arbeitsgericht zu Gießen mit Wirkung vom 1. April 1928 ao; der 3uftUfcIrctär bei dem Amtsgericht Alsfeld Konrad Karl D o tz e r t zum 3ustizfekretär bei dem Amtsgericht Wimpfen mit Wirkung vom 16. 3uli ab.
*• Der ProvinzialauSichuß Oberst e s se n hält am nächsten Samstag, vormittags 8'/, ühr beginnend, im Sitzungssaal tes Rc- gierungsgebäuteS zu Gietzcn eine öffentliche Sitzung ab mit folgender Tagesordnung: 1. Klage teS Erich Schmall zu Gießen, Asterweg 16, gegen den Bescheid des KreisamtS Gießen vom 21. Mai 1928 wegen Versagung ter Ausstellung einer Legitimationskarte. 2. Klage des Georg Heck I. in Schotten auf Aufhebung tes Polizettesehls tes KreiSamts Schotten vom 20. März 1928 wegen Aufstellung eines Karussells. 3. Klage ter Molkereigenossenschaft G roh- Fe ld a gegen die Entscheidung teS KreiSamts Alsfeld vom 19. 3anuar 1928 Wegen Zugehörigkeit zur MüllerzwangSinnung für den Kreis Alsfeld.
** Verbesserung der Beleuchtung in den Anlagen. Den vielsach laut gewordenen Klagen über die ungenügende Beleuchtung ter Einlagen wird nunmehr Abhilfe zuteil. 3n ter Ost- und Südanlage werten weitere Betonmasten in kleineren 'Abständen von einander, wie früher, aufgestellt, waS gewiß von den Abendwandlern angenehm empfunden wird, wenn auch einige „Nachtwandler" anderer Meinung sein sollten. Die ersteren begrüßen auch die neu ausgestellten weißgestrichenen Ruhebänke „Nur für Erwäch- fcnc". Hoffentlich erfahren sie, d. h. die Weißen Bänke, mit ter Zeit zahlenmäßigen Zuwachs.
Wiedereröffnung der Wald- bühne des Stadttheaters Gießen. Man schreibt uns: Gießen hat eine sehr reizvolle Waldbühne, die dieses 3abr nach langer Zeit das erstemal wieder bespielt werden soll. Das alterprobte Lustspiel .3m weihen Roßl" von Blumenthal unb Äateiburg, daS die Theaterbesucher von ter Stadttheat-.rbühne her kennen, geht in tec nächsten Woche als erste Freilichtvorstellung in Szene. Die sonnige Sommerferienatmosphäre kann sich natürlich dort diel lebendiger auswirken, als in ter toten Kulisse. Das Stück, das in den neunziger Jahren geschrieben worden ist, gehört heute noch zum eisernen Bestand der deutschen Lustspieltheater.
e* Der (Siebener Schwimmverein beabsichtigt, sein diesjähriges Sttftungsfest am 7. und 8. 3uli in einem größeren Rahmen zu feiern, als dies seither ter Fall war. Zu tem am Samstag im „Hotel Schütz" stattfindenten Kommers haben bereits ter 1. Vorsitzende des Deutschen SchwimmverbanteS Dr. Geifow sowie zahlreiche Qkrtrcter ter Behörden, Korporationen usw. ihr Erscheinen zugefagt. Der Sonntag- Vormittag vereint die Mitglieder deS G. S. V. zu einer Lichtbildaufnahme, während am Nachmittag ein großzügiges Werbeschwimmfest in der Müllerschen Badeanstalt ftattfinten soll. Ursprünglich sollte ein Klubkampf gegen den S. C. Wetzlar ftattfinten, ter ater in letzter Stunde von diesem abgesagt tourte. Die Veranstaltung wird deshalb nicht auf eine weniger sportliche Grundlage gestellt, fonteni bringt neben internen Wettkämpfen und einigen Darnen-Stasfeln, die gegen ten Wiesbadener Schwimm!lub 1911 ausgetragen werden, eine reichhaltige Auslese auS sämtlichen Gebieten tes Schwimmsports. Das Kunst- und Turmspringen dürfte bei tem guten Springermaterial, das der G. S. V. zur Zeit besitzt, eine besondere Anziehungskraft ausüben, ebenso das Figurenlegen und Neigen schwimmen ter Damen, die gute Fortschritte gemacht haben und neue Sachen bringen werten; nicht zu vergessen cud> das Tauchen und das Wasserballspiel. Die Stim
mung ter Zuschauer dürfte diesmal besser sein, denn je; dafür werden eine Reihe von originellen humoristischen Einlagen sorgen. Aussehen wird vor allem Mohanalaku, ter schnellste Schwimmer ter Welt erregen, der sich zur Zeit auf einer Deutschlandreise befindet und seinen Start fest zugcsagt hat. Die Reichswehrkapelle wird ebenfalls wefentlich *um Gelingen ter Ver- wird von vielen anstaltung beitragen. Abends wird sich dann > Pasta bezeichnet
Greiling Typ 5 ist eine Sensation. Der fabelhafte Geschmack, der vollkommene Rauchgenuß, das ganz neue, gesetzlich geschützte Mundstück erregen bei allen Feinschmeckern höchste Bewunderung. Schon wenige Tage nach der Einführung werden bereits Millionen tägl. geraucht. Kein Raucher kann sich den Vorzügen dieser neuen 5 - Pfennig • Zigarette auf die Dauer verschließen.


