hxirfafTc gegründet, unb erft 1903 entstand die Sparkasse der Stabt Wetzlar, bi« sich bi« Aum Striegc überau- gut entwickrlle und auch nach ber ötabUilleruRfl ^iclbewubt autgeboui wurde so daß sie namentlich noch Ausnahme des Scheck- unb Giroverkehr- große Umsätze au verzeichnen hatte Jeder »unsre Einwohner Wehlart beicht ein Sparkonto Ende 1927 ix.it en srch btt Spareinlagen aus 1 399 757 TZf.. die vermittelten Dorschuss t aus 1 133178 Mk.. die Hypothekenbar- feben aus 716 595 Wk.. der Gesamtumsatz war sasl 75 OB Ul unten Work. Damit beweis» bad unter der Leitung von Direktor v. d H«yde stehend« Institut seine wirtschaftliche Bedeutung in dem von Banken unb anderen Kred tanitauen reichlich bedach.«n Gemeinwesen. — Die Stadtverwaltung Hot aus dem D esengelänbe zwischen der Altstadt und dem Dtadtterl Riedergirme« rinen gröberen Gebäudekomple, errichtet, in dem der städtische Fuhrhof unteraebracht ist. Die Baulichkeiten, die moberne Ställe, bequeme Anfahrten unb geräumig« Garagen auswetien, wurden am 1. 3unt ihrer Bestimmung übergeben. Da aus dem gleichen Gelände der neu« städtische Schlachthos (ein WUlionenobjekt, errichtet wird, wozu ebensallt schon die Erdarbeiten begonnen wurden, unb sich ferner hier die Glgenvirtschasttbetriebe. wie Omnie butverkehr usw. befinden, ist eine planmähige Konzentration mehrerer wichtiger D.rwaltungs- zweige mit bestem Gelingen angestrebt.
• /Ä r o f b o r f, 5. Juni. Dom 21 bl» 23. Juki findet in unserem Orte aus dlntabuna de» Rodklubs „Teutonia" da» Gausommerfest be» Bun- be» Deutscher Rabsa'rer, (Bau Lahn« Sieg, statt Di« Vorarbeiten ;u her Deranstaltung schreiten rüstig voran Es find bedeutsame sportliche Darbietungen zu erwarten, die den 6portinterc|fen- ten genußreiche Stunden bereiten dürsten. Zur musikalischen Bereicherung dc» Tage» ist die Slapelle des 1. Bataillons Inf Regt». 15 in Gießen unter Leitung ihre^ Dbermupfmeuiere Cöber gewonnen worden.
» Lützellinden. 5. Juni. Am Samstagabend veranstaltete die Deutsche Bau- und Siedlungsgemeinschaft Darmstadt im Saale der Gastwirtschaft Jung Hierselbst eine öffentlich« Bersammlung. die sich eine- guten Besuches erfreute. Dezirksleiter Off Inger (Butzbach) hielt einen Bortrag über da- Themas „Ucbcrnabmc von Erbschaft-Häusern mit zinslosem De Ide". der arößtes Interesse sand. Aach den Ausführungen vr« Redner« ist «S auf Grund der neuen Satzungen der Deutschen Dau- und Siedlungsgemc nschast jetzt auch den kleineren Landwirten bei Uebemabme von Erbscha t«- bäufern möglich, die Geldaosindungen an die Geschwister mit zinSlosein Geld: zu erledigen, wodurch mancher Landwirt vor großen Zinsver- luften bewahrt bleibt
Dilllrcis.
bl. Herborn. 5. Juni. Der Lairdwirt Heinr. Schmidt von hier stürzte vom Scheunenboden seine- Hause- und erlitt so schwere Der- letzungen, haft er kurz darnach gestorben ist.
JUrci# Marburg.
J( Marburg, 5. Juni. Gestern mittag wurde unter außerorbentlid) zahlreicher Beteiligung der verstorbene Geh. Iustizrat Pros Dr. önnccce» ruS zur letzten Ruhe gebracht. Bei der Trauerseier, die vorher im Sterb«Hause stattfand, sprachen im Anschluß an die Rede de- Geistlichen, Prorektor Geh. Bat Dusch. Geh. Iustizrat Pros. Dr. M a n i g k und Geh. Rat Prof. Dr. Leonhardt aus Marburg, Geh. Rai Kipp al- Vertreter der Berliner juristischen Fakultät, sowie Vertreter der Marburger Siudenienschaft unb des Storp» Hilbeso-Guest- phalia au# Göttingen, helfen ..Alter Herr" der Verblichene gewesen ist.
v. R o r d e ck. 5. Juni. Dorn schönsten Detter begünstigt, feierte der hiesige Gesangverein .Teutonia" am Sonntag sein 6 5. Stiftung-fest Gingeleitet wurde di« Feier durch einen wohlgelungenen Stemmer« am Samstagabend unter Beteiligung her ganzen Einwohnerschaft. Am Sonntagmorgen fand zunächst eine erhebend« Gedenkfeier am Ehrenmal für die Gefallenen statt. Die Musik spielte das Riederländische Dankgebet, worauf der Verein in formvollendeter Weise ..Da- letzt« Geleit" fang. Pfarrer Hilbert (Winnen), der Ortsgeistliche, hielt eine zu Herzen gehende Ansprache, in der er u. a. die Treue der Gefallenen al- Vorbild unb Wegweiser aller Menschen, ob Hand- oder Stoßarbeiter, bezeichnete. Hieraus sang der Verein in ergreifender Weife „Stumm schläft der Sänger", und di« Mufik fpieltc: „Ich haft einen Kameraden" Don 11 Uhr ab fand der Empfang der auswärtigen, über 20 Gastoereine statt. Ab 2 Uhr bewegte sich ein imposanter Festzug durch die schön geschmückten Straßen unsere- Ortet. Auf dem Fest 'latze angelangt, sang der Verein einen DegrüßungSchor. dann begrüßte der Vorfitzende. Dalthaser Grebe, in markigen TD orten alle SangeSörüder unb die große Schar der Feftgäste Pfarrer Hilbert hielt in wohldurchdachten Worten, da- Lied al- hohen Stul- turfaftor bezeichnend, die mit großem Beifall auf genommene Festrede. Lebrer Ziegler überbrachte die Glückwünsche de- Lumdatalbundes, überreichte einen Fahnennagel und zwei Mitgliedern. Georg Henkel und Adam Scheercr, je ein Shrendivlom'für 40jährige Milgliedichast. Herr Koch (Gießen) überbrachte dieG.uckwünfche des LahngaueS de« Hessischen Sängerbundes. Förster Stet - (Winnen) überreichte im Ramen des Kriegervereins Rordeck-Winnen einen Fahnennagel. Frl Rein überreichte eine von den Jungfrauen Vordeck» gestiftete Fahnenfchleife. Dann trugen die Vereine ihre Lieder vor Es muß gefagt werden, daß oei allen Vereinen fehr gute Fortschritte in der Pfleg« des Gesangs zu erkennen waren- die Leistungen mancher Vereine sind al- hervorragend zu bezeichnen. Das Fest verlief in allen Teilen, dank der guten Vorbereitungen, in mustergültiger und harmonischer Weife. Erwähnt sei schließlich. daß vier Gründer des Vereins noch am Leben sind, drei davon fehren im Zuge mit, wahrend der vierte, feine« hoben Alter« wegen (er zählt 93 Ighre). nicht teilnehmen konnte. Der Verein kann mit hoher Befriedigung auf feine Jubelfeier zurückblicken
Warngau.
WSV. Frankfurt a. M, 5. Juni. Ein Fuhrmann der Firma W. Pfeiffer in Eschersheim wurde heute morgen kurz vor 8 il$r an der Ecke Kaiserstraße • Salzhaus von einem Str aßenbahnzug der Linie 13 erfaßt unb eine Strecke mitgeschleift. Er wurde dabei unter den Bahnräumer eingeklemmt. Rach Heben de« Wagens wurde er mit schweren Kopf- unb lebensgefährlichen inneren Verletzungen heroorgezogen und
Blick in die Zeitschriften.
Da« Iunihcft bet „3 « i t o e n b c‘ ä H Becksch« Verlagsbuchhandlung m Münch«! versucht w eber uni er« Gegenwert «kuftur vielseitig zu b««:chien. De Itruell« Emanzipation ort Tugend wl« sie unS durch den Krantz-Prozeß erschreckend aulgebed; wurde, wird durch «inen Kenner ter deutschen Jugend. Heinz Dietrich Wendland. m seinem Auftatz Di« Revolution der modernen Jugend" dargesteilt Der Verfasser sucht nicht bie Tatsachen abzuichwachcn, er läßt |.« vielmehr in ihrer ganzen cr|(®üu«rn» den und aufrüttelnden Deutlichkeit zu un« sprechen. — Karl Fischer sucht nachzuweisen, daß eine Synthes« zwifche t Evangelium und Kultur in der Tal unmöglich ist. daß aber bccioegca zw fchen beiden nicht völlig« Boiehungsio'igkeU herrsch«, lonbern daß die Cnilöbetbung des Glau- den» auch unsere ganze Kulturarbeit innerlich erneuere. - Pro effor Cito Zrommel. der Ress« Smil Frommel«. zeichnet aus persönlichen @r- innerun-en em lieoenswürdiges Bild des Sol- dalenpsarrer« und Hofpredigers, bcr zugleich ein« reich« Künstlernatur und ein liebevoller Seelsorger war — Don einem Psarrer ganz anderer Art berichtet in der Umschau Han« Schimmel, pseng. Sinclair Lewt» hat aus den amerilani'chen Pfarrer 6br.ee Gantrv so z emlich alle niederen Laster der Menschheit gehäuft. Der zur Zeit in Amerika weilenbe Rezensent zeigt, baß dieser Figur daa innere Leben unb die künstlerisch« Glaubwürdigkeit 'rhlen und daß ein solcher „Schmutzfink^ nichts typisch Amerikanisches an sich Hal.
— .Die Kunst". Monatshefte für Malerei, Plastik. Wohnungskunft, Kunstgeverbe. Architektur, Gärten. Frauenarbeiten ufw- bringt in ihrem Iuniheft wieder einen Inhalt, der in feiner Gesamtheit zeigt, wie umfassend die durch ihre Illustrationen berühmte Zeitschrift ihren Robmen ipantck, und tote unübertrofsen sie al« Spiegel unfite« heutigen gesamten Kunstschaffen« ist. Sin schön illustrierter Aufsatz über Manet anläßlich der großen Ausstellung im Berliner Kunstsalon Matthicsen eröffnet ba« Heft: ihm folgt ein solcher über den Münchner Bildhauer Kölle, bann ein weiterer über den Wiener Waler Anton Faistauer, der durch seine Ausmalung de« Salzburger Feftspielhause« zusammen mÜ der vorjährigen Ausstellung im Münchener Gla-palasi in weiten Kreisen bekannt geworden ist. - 3m zweiten, der Wohnungs- tunst unb dem Kunstgewerbe gewidmeten Teil deS Hefte« begegnen wir sehr schonen Möbeln der Wiener Firma Rudolf Lorenz und neben einer sehr schönen Gartenanlage von Späth in
Berlin toi Jungerrllen Reprcdultionen der Aus- .c i Jab« der .Prefta in Köln Pro» granui.atuax unillustrierte Aussätze wie der über , Farblichtmuftk". über die Geschichte der Kari- fatur". .lieber Bauen in historischer Hingt» düng'. .Heber gestrige unb heutige Architektur" .Heber Raum unb Licht ergänzen den Inhalt bei höchst gediegenen und schonen Hefte«.
W e st e r w a n n s M o n a t s h e s t«" (Verlag G Wtsttnuann in Bro unschwer a» nee bluffen immer trtebrr durch die Fälle unb Vielseitigkeit des Gebotenen die Feinheit und überragend« Güte des Drucke« die <fcjrttyU der Farben Auch im . uinhest weidx n miet intcrdlantcn Singt vor un« auSa« breitet: Da« weidende Hhina Ser Weg de« Films — Mozart« Son Giovanni i n Bühnenbild — Greifs- wald das alte interessante Städtchen an der Ostsee larbcnglütenb: Orchideen und vielerlei andere«.
Da« Theater. i^erauigeber Arthur Kürschner. Verlag V ^in-^chönebergi bringt in seinem ersten Iunihest u a eine ausführlich« Würdigung ter großen künstlerischen Arbeit, die in der Staatsoper Dresden geleistet wird. Anlaß hierzu bietet die Hraussührung der .Aeghp- tischen Helena" von Richard Strauß Auch die drei neuen Krenek-Overn in Wiesbaden finden eingehende Betrachtung HraussührungSberichte aus Berlin, Weimar usw. ein Hamburger Opern- brfef ein Bericht über die Frühjahre-Tanzinei- sterichaft in Baden-Baten. Film- unb Funk- kritiken. Glossen unb eine Anzahl amüsanter Anekdoten schließen den Reigen.
Da« Engadin „mit b:m zarten Grün der Triften und dem tic en Grün der Fichtenwälder, mit den ewigen Gletschern und den b'.auenSecn" lockt alljährlich viele Tausende von Menschen herbei - sie verfallen dem Zauber dieser Vera- Welt unb tragen für immer b e tie'e Sehnsucht nach jener Stätte der Schönheit und Harmonie in ihrem Herzen. Sowohl d e. die jene« herrliche 0tüd Erde mit fchönheitStrunke: en Augen geschaut. als auch die. denen «S noch nickt vergönnt war. dort zu wellen, werden mit lebhaftem Interesse den tn der neuesten Rümmer 4342 der Illustrierten Zeitung (Terfag 3. I Weber. Leipzig) veröfsentlichten Beitrag .3m Zauber des Engadins" lesen, hat doch der Der- faser. Felix Moeschlin. ein stimmungsvolles Gemälde von den wundersamen Schönheiten des Engadins entworfen und Irren doch die tn reicher Zahl bciqcgcicnen künstlerischen Land'chaftsauf- nabmen Zeugnis ab von der Pracht dieser Alpenwelt.
in da- Heiliggeist-Hospital verbracht. Der Verunglückte hatte fein Fuhrwcrl verlassen und den Verkehrsposten um eine Auskunft ersucht. Obwohl er ton dem Beamten auf das Herannahen der Straßenbahn aufmerksam gemacht wurde. lief er noch kurz vorher über das Gleis.
Haus der Kaufmannsgehilfen in Sronffurt
Am Freitag fand in Frankfurt a. M. die feierliche Eröffnung des Hauses der Kauf- mannsgehilfen ftati, das der D. H. D. in der Savignystraß« 43 für seine Mitglieder in Frankfurt und dem Gau Main-Weser erworben hat. ES waren dazu die Vertreter der städtischen und staatlichen Behörden und öffentlichen Körperschaften, sowie die Vertreter der Arbeitgeber und der befreundeten Organisationen deS D. H. V. geladen.
Gauvorsteher Auerbach begrüßte die Gäste und gab einen umfassenden Heberblick über die soziale, wirtschaftliche unb politische Bedeutung des D. H. V. Er schilderte den Verband nach feinem Mitgliederbestand, seinem Organisations- apparat, seiner Vermögenslage, seiner Wirt- schastskrast und seinen sozialen Einrichtungen. Der Deutschnatlvnale Handlungsgehil enverband umfaßt heute 333 COO männliche kaufmännische Angestellte unb ist bamit zum größten Anaestell- tenverband der Weit geworden. Die Schöpfer de« Frankfurter Hauses der Kaufmannsgeyil en finb Pros. Brand unb Dr. Helms von der Kunst- gewerbeschule In Hamburg, die mit verhältnismäßig geringen Mitteln ein gediegenes, neuzeitliche« Haus geschasien haben. Das Haus enthält nicht nur die Geschäftsräume der Verbandes für den Main-Wefergau unb die Geschäftsstelle Frankfurt a. M. fonbem auch etwa 15 Der- fammluna«-. Schu'.ungs- unb Gefell chaftsräume, die zur Aufnahme von mehreren 100 Mitgliedern unb Angehörigen bestimmt finb.
Roch einem Rundgang burch das vierstöckige Gebäude mit seinen einfachen, aber gediegen ausgeftatteten Räumlichkeiten, folgten die Gaste der Einladung zu einem Imbiß In dessen Verlaus hielten zahlreich« Vertreter der Oeffcnt- lichkeit Ansprachen, in der sic ihrer Freude und Anerkennung über da« Gesehene Ausdruck gaben. GS sprachen al« Vertreter des Magistrats der Stabt Frankfurt a. M Stadtverordneter 3a«- perl, im Ramen der Hnloerfität Frankfurt Prof. Arnbt. Dr Ziegler vom Arbeitgeber- verband der chemischen Industrie. Regierungs- aflclfor Dr. Schultze im Ramen des Regierung Spräsidenten in Wiesbaden. Geschäftsführer Arndgcn vom Zentralverbanb christ.icher Lederarbeiter für diesen sowie für den Frankfurter Bund für Dolksbllbung unb Berufsberater Kles pert für das städtische Berufsamt Frankfurt.
In seinem Schlußwort stellte das Mitglied der Verwaltung des DHV. und des Reichswirt- fchaftsrates. Ma» Habermann. Hamburg, die Gedanken und Zielsetzungen heraus, die sich mit dem neuen Heim verbinden. Das Haus soll eine Heimstätte für das geistige Leben, für den kulturellen Willen unb den sozialen unb politischen Machtwillen der deutsihen Kaufmanns- gehllfen werden.
OaS Äöntgffeiner Autounglück.
WER. Königstein i. T.. 5. Juni. Der bei bem schweren Autounglück am Samstag auf so tragische Weise ums Leben gekommene Jakob K o w a l t ist gestern unter großer Beteiligung der Einwohnerschaft beerdigt worden. Das Befinden der Verletzten ist den Hm- ständen nach gut unb weitere Lebensgefahr bei dem einen oder andern erscheint ausgeschlossen. Rach dem Gutachten von Sachverständigen saß der Fußhebel der Knorr-
b c c m f c f e ft . fo daß die Fußbremse nicht funktionierte Der Fahrer bat anscheinend versucht, vom vierten auf den dritten Gang um- zuschalien, was ihm infolge der großen Geschwindigkeit des Wagens nicht mehr gelang. Da ein Einschalien des nächst.'n Ganges unmöglich war. blieb die Motorbremse wirkungslos. Die anderen Bremsen wurden durch die kolossale Reibung beiß und dadurch ebenfalls wirkungslos. Ob eine Fahrlässigkeit de« Fahrers, der bisher noch nicht vernehmungsfähig ist. vorliegt. werden erst die kommenden Verhandlungen ergeben.
Schweres Automobilunglück bei Oarmstabt.
Lpd. Darmstadt. 6. Juni. Ein schweres Automobilunglück ereignete sich am Dienstagabend gegen 11 Hhr auf der Straße Darmstadt — über ft ab t. Dort stieß ein kleines Perfonenauto mit einem großen Autoomnibu« zusammen. Der Anprall war so stark, daß sich der Autobus quer über die Schienen der elektrffchen Bahn legte, während der kleine Wagen schwer beschädigt in den Straßengraben stürzte, Der Führer des deinen Wagens erklärte, daß. obwohl beide Fahrzeuge abgeblcnbet hatten, er durch die Scheinwerfer eines folgenden Autobus.es geblendet wurde, so daß er dem ersten Autobus zu nahe gekommen sei. Bei dem Zuiammenprall wurden drei Personen schwer und drei leicht verletzt. Die Schwerverletzten wurden dem Krankenhaus zugeführt. Lebensgefahr soll nicht bestehen.
Tuxnen, Sport und Spiel.
Hochschulsport.
Die dritten fianwHpiete der Deutschen Landsmannschaft In ftoburg.
Anläßlich ihres ßOjdtjrigcn Bestehen«- hielt die Deutiche Landsmannschaft im Mohmen ihrer Tagung in Roburg ihr dritte» Sportfest ab. Die Beteiligung und das Ergebnis haben bewiesen, daß der Sportgedanke in der Drutschen Landsmannschaft feste Wurzeln gefaßt t. (Eine der erfolgreichsten Landsmannschaften war die Landsmann- schäft „Chattio". Gießen, In der 4X100- Meter-Staffel liefen die Chatten (Schmelz, Knauß, Kühling und G u y o t) einen schönen dritten Sieg hinter Borussia (Stuttgart) und (Buell- mia (Berlin) heraus Im'Fünfkampf, bestehend au» 100-Meter-Lauf, 1500-Met«r Laus, Weitsprung, Speerwerfen und 100-Meier-Lchwimmen errang Guyot (Chattiae) den ersten Sieg und damit zum zweitenmal den Wanderpreis der Stadt Äoburg. Guyot siegte ebenfalls im Speerwerfen und errang den dafür ausgesetzten Chrenpokal de» Gesamtoer- banbe-3 alter Landsmannschafter. Im 400 Meter- Lauf belegte Guyot den zweiten, im Dreikampf und 100 Meter Lauf den dritten Platz Schmelz (Chaltiae, wurde im Kugelstoßen für Anfänger zweiter Sieger.
Alles in allem ein schöner Erfolg der Gießener „Ehattia". R.
Olympisches Trostturnier.
Am st erb am, ö Juni (WB.) Am heutigen Dienstag wurden im Olympischen Trost turnier zwei Spiel« ausgetragen, und zwar zwischen H o 1 l a n b unb Belgien unb Chile unb M e r i k o. Hollanb konnte im ersten Spiel bie belgische Mannschaft mit 3:1 (2:0) unb Ehile bie mexikanische Mannschaft ebenfalls mit 3:1 schlagen.
O T.-Höchstleistung im Kugelstoßen.
Bei ben Vollstummeisterschaften des Bayerischen Tumkreise- in Schwabach gelang es dem Weister der Deutschen Tumerschaft, Hehler
'^umhcrein 1660 Fürth), tm Kugelstoßen hi« deutsche Turnerbestleistung auf 14,65 Meter zu verbessern
7!euer Deltretoi-b im Oamenhocbsprung
Bei hem in Brüssel auegetragenen Frauen- lLnberkompi Holland Betgien aelang «« der Holland.rin Fr! Gr « solf. mit 1 AS IHcter «inen neuen IBeLtrrfotb tm Hochsprung aulzustetten Di« gieichr Höhe erreichte tm Vorfahre bereits die HoUänberin Frl. G l u n n. aus deren Qiamen auch die alt« Welthöchstleistung mit 1,55 Meter lautet
Vermischtes.
3m Paddelboot von Berlin nach Kairo
21m vergangenen Sonntag sind zwei Sanufohrcr zu einem recht gewagten Unternehmen in Berlin gestartet Die beiden Deutschen Sen necke und Wo racke wollen sich von Berlin bi» Kairo tn einem kleinen Kanu paddeln, um an den im Aprll kommenden Jahre in Alessandria In Aegypten flattfinbenben Olympischen Spielen teilzunehmen und dort eine Plakette derStadt Berlin zu überreichen. Lte gewagte Reise acht auf vielen komplizierten Wegen durch Deutschland in die Donau, die bie beiden Paddler dann bi» zum Schwarzen Meer fuhren soll, von wo sie Über Konstantinopel und an der Küste de» Mittelländischen Meere» entlang nach Llexandrio fahren wollen. Vie beiden Vabbler erwarten, daß sie mindestens | Vahr bis zu ihrem $iel brauchen werden Mit einigen 100 Mk und der Hoffnung, sich durch journalistische Arbeit weitere» Geld zu verdienen, sind fie auf ihre romant.sche Reise gegangen.
Da» britisch« Parlament gegen den Bubikopf
Um die wahre Meinung dc» Bolle» über die Frage, ob bei Frauen bi« langen oder bie kurzen Haare vorzuziehen waren, zu erfahren, hat sich eine große Conboncr Zeitung mit einer Umfrage an die Herren Vertreter de» englischen Volke» gewandt. Und niemand der ehrenwürdigen Parlamentarier hat etwa bie Antwort verweigert, im Gegenteil, alle haben sie ihr Wort au diesen Problem zu sagen unb meist sogar recht ausführlich. Selbst der alte unb weißhaarige Lord Roseberry hat seine Ansicht tunbgetan. Rur Lord Birkenhead findet sich mit feinen 50 Jahren z u alt, um über Frauenhaare ein Urteil zu haben. Im Unterhaus hat eine aanj kleine Mehrheit mit 232 gegen 217 fick für da» lange Haar ausgesprochen, während sich bie Herren im Oberbau» sogar im Verhältnis von 3:1 gegen den Bubikopf entschieden. Parteieinstellungen haben bei dieser Abstimmung keine Rolle gespielt, denn die Gegner des Bubikopfs verteilen sich ziemlich gleich- mäßig unter die Konservativen, Liberalen unb Ar- beiteroertreter. Also die englischen Volksvertreter haben über den Bubikopf abgestimmt unb ben Sieg errangen bie Gegner ber kurzen Haare.
Tagung auvlanddculscher Studierender.
Der Zentralverband Auslanddeut- fchcr Studierender hielt im Anschluß an die Gmundener V. D. A.-Tagung in der Zeit vom 30. Mai bis 1. Juni feinen neunten ordentlichen Vertretertag im Schloß St. Martin bei Graz ab. Dieser Bau au« dem 17. Jahrhundert birgt gegenwärtig die Hauptstelle sür daS ländliche Fortbiibungswesen in der Steiermark Die au-landbeutschen Studenten fanden hier ein angenehmes und freundliche« H^im- Von über 70 Vertretern waren ein Drittel Siebenbürger Sachsen Die übrigen waren Balten, (Banater Schwaben, Buchenländer unb Deutsche au« Polen unb Rußland Zur Erössnung deS DertreterlageS und Begrüßung war auch Se Magnifizenz, der Rektor der Grazer Hniversität, Prof. Dr. Pöschl. erschienen. Zum Eingang der Tagung hielt Herr Axel de Bries (Reval) einen packenden Vortrag über den gegenwärtigen Stand der Minderheitenfrage Es folgte der Tätigleitsberfcht des Vorstände«. Reue Satzungen, eine neue Geschäft«- und Kaffenordnung wurden festgesetzt. Eine Reihe von deutschen Studenten au« dem Au«lanb berichtete über die au«landdeutschen studentischen Verbände. Der übrige Teil der Tagung war durch innerorganifatorische Fragen. Beratungen über Fragen des Außenamtes, des völkisch-kul- turellcn und des Presseamtes auSgefüllt. Den Abschluß bildeten die Reuwahlen unb ein Vortrag des Herrn Herrnmarl. Hamburg. Schloß St. Martin, von Maiensonne durchflutet, von grünen Bergen umsäumt, von jugendlichem Leben aus mittelalterlichem Schlaf geweckt, wird den auslanbbeutfchen Studenten, die dort den festlichen Aufschwung ihrer Psingstferfen inmitten Der grünen Steiermark erlebten. Sinnbild bleiben für zuverfichtliche« Arbeiten im Geist einer überparteilichen, Volksdeutschen Ge Innung. — Die neugegründete Bereinigung auslanddeutscher Studierender Dießen« war durch zwei Mitglieder vertreten.
Jabrifbranb in Nürnberg.
Während eine« Gewitter«, das am Montag gegen 6 Hhr nachmittag« über die Stadt hinweg- Aog. schlug ber Blitz inbieLelluloidwaren- f ab rif der Gebrüder Wolff G m. b H. und zündete. Der Dachstuhl des einstöckigen ArbeitS- gebäude- fiel dem Feuer zum Opfer, auch bie Darunter befindlichen Wecksräume sinh vollkommen au-gebrannt
Gerichissaal.
Lia ungewöhnlicher Fall vor dem Reichsgericht.
Leipzig, 4 Juni (WTB.) Der ungewöhnliche Fall, doß ein wegen schweren verbrechens Ülnaeklagter auf Grunb bee § 54 be» Strafgesetz- buche» freigesprochen wurde, beschäftigte heute bas Reichsgericht al» Revisionsinstanz. Der Vater be» Vngeklagten, Matthias au» Pa berborn, bewohnte zwei kleine Häuser, bie er umbauen wollte. Infolge Einspruches einer bei ihm wohnenden Xante erhielt er aber nicht die behörd- liche Genehmigung. Au» Verzweiflung darüber, machte der ältere Matthias wiederholt Selbst- morboersuchc Um seinen Later am Leben zu erhalten, legte ber jüngere Matthias im Mai 1927 Feuer an das Hau», in dem die Tante wohnte. Das Schwurgericht kam zur Freispre- ch u n g des Angeklagten, da er im Notstand gehandelt habe und ihm § 54 zur Seite stehe. Gegen das Urteil legte die Staatsanwaltschaft Revision ein. Das Reicksgericht hob heute das Urteil auf unb wies die Sache wr erneuten Berhandlung an das Schwurgericht, da die Drohung de» Vaters mit Selbstmord noch keine Deranlasiung sei, ein so schweres Verbrechen zu begehen und deshalb §5 4 zu Unrecht angewendet worden sei.


