Ausgabe 
6.1.1928
 
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rtfw warte, wer tratet Ber»ckfichtigung oller 5ted>tc anderer Drost Mächte von deutscher Sette berartige Anregungen ergehen würden. ,3mn Sch utz bat Dollar do seinen Dank für b;- Wannen Linvfang in 3erltn und seine au'rirh- ttgen Sympathien für Deutschland und bM be*f- sche Volk der Oeffentlufcfeit zu eenwtttel*.

Empfang in der Kaiser - Wilhelm - Gesellschaft.

Teutschlanvo Anteil am Aufbau einer argentinischen Kultur.

Berlin, L 3an Die Kaiser DUHelm Gesellschaft ,yrr ßarberung der »tsienschasten oeronstaltele heule nachmittag tu Ehren de» argentinischen Auhenrnini- ftere Dr Oiallarbo einen Empfang. Der Bor- sitzende der 14ei,lltchaft, Exzellenz von -ar- nach, begrubt* den Gast, indem er au»suhrke, datz tr ein Land repräsentiere, dar im Verlause be» lebten Jahrhundert» outzerordentliche wif senschostliche Lei st ungen vollbracht habe. An dieser Kulturarbeit sind, so führte Exz.llen; von Hornack weiter aus, Deutsche inhohemTOatze beteiligt gewesen, die dank einer gastfreien und fürsorglichen Negierung Argentinien» bort eine neue Heimat und einen groben Wirkungskreis gefunden haben

Der TO i n i ft e r erwiderte in deutscher Sprache u. a.: Es Ift mir sehr angenehm, zum Ausbruch brin­gen zu können, bdb bei Argentinien» Einführung der Wissenschaften Deutschland eine wichtige Nolle yi- fällt. 6» genügt, daran zu erinnern, bab der erste wissenichastliche Direktor unsere» Moseum» für TLi- turgeschichtc, Dr. f) ermann Burmeister war. der die Leitung des Museum» dreibig Jahve hindurch innehatte. Auch bte Nationalakademie der Dissen- schäften in ttocbobo wurde in der Hauptsache durch deutsche Professoren in» Leben gerufen. Ebenso verdankt die Erforschung unserer R 1 o r a nie! den Serbien Deutscher. Auf dem Gebiete brr Technik find die erwähnenswerten Namen jo zahlreich, bah ich von ihrer Nennung Abstand neh­men mochte Auber diesen unmittelbaren Lehrern haben auch bie deutschen Bücher und

Der Reichssparkommissar und die Länder.

Eigener Drahrbericht de» .Siebener Anzeiger»'

Berlin. S. 3an. Aach der Meldung eines 3erltner MargenblatteS feil sich die in der itof ten Häl te drS Januar ftattfmbenbc Kon­ferenz zwischen den Ministerpräsiden­ten der Länder und der Relchtregie- rung über die Tertoalhmg«rtform auch mit der wnttgen Gestaltung der Beziehungen zwi­schen ReichSsparkommisfar und den Länderregierungen beschäftigen. Es wird sogar gesagt, bab man bindende Richtli­nien festsetzen werde, bie es dem Rerchafpar- kommissariat ermöglichen. zur Derein'achung und Berbilligung der Verwaltung praktische und er» sokgreiche Arbeit zu leisten. Die Aotwendigkeit au solchen Maßnahmen, die die Stellung be« Reichssvartommif anat« gegenüber den Länder­regierungen mit erweiterten Rechten an­scheinend stabilisieren soll, wird in bie'em Blatte begründet mit der Behauptung, bab Re­gierungen einzelner Länder in verschiedenen Fäl­len die Bemühungen de-Reichss. arsvknm/sa.ia.s. Material über ihre Berwaltungsfragen zu bekommen zumindest recht dilatorisch be­handelt hätten. S« werden weiter einige Fälle angeführt, wie z. B. die frühere Braunschwei­gische Regierung die Bayerische Regierung und Baden u. a. den notwendigen Arbeiten be» Reichssporkommisfariats angeblich mehr ober we­niger absichtliche Schwierigkeiten bereitet haben sollen. Durch diese besonderen Mitteilun­gen wird der Eindruck erweckt, als ob der Reichs­sparkommissar im Berkehr mit den Ländern stän­dig auf Hindernisse und Hemmungen stoste.

Dazu erfahren wir aber von gut unterricht tter Seite, bab diese Behauptungen nicht zutreffen, und

geeignet sind, über da» ganze Derhäktm» des Aeichofpartmnmnfar» zu Neah und Landern ein» recht irngeBorfte lunp hervorzurufen In den Kreis« des Neichasparko nrmfiariats fei ber tit man durch­weg der Ansicht bab d^ Stellung, bu Macht und der Erfolg dieser Organisation nur auf einem Der > traue »»verhält ni» nut den ander« Negie­rungen beruhen kann. Setb'i eine iormole Erweite­rung der Rechte des Sparkommiflars, zum Beispiel Stimmberechtigung im Neichskaoi- nett mit voller Minister Verantwortlichkeit, würbe demnach den praktische" Jirbciecn nicht wesentlich nützen können. Ein Minister kann im Kabinett über- stimmt werten ober er Ht abhängig von parlamen­tarischen Zufälligkeiten. Schließlich ist auch er dar­auf angewiefen, wenn er mit einer Sache durch- dring.n will, die Mitglieder der Negierung durch (Brunbe zu überzeugen. Man must ihm eben glauben tmb in feine sachliche (Eig­nung Vertrauen setzen. Und dieses Vertrauen scheint ftch das epartommiffariat heute erwor­ben zu haben.

Die Verhandlungen mit den Ländern, die bisher von Seiten des Sparkommistar at« mit zurückhaltender Schonung ihrer Eigenart und ihres Prestiges ge ührt worden sind, haben bis­her manch erfolgreiche Arbeit gebracht und sind keine-we^e an abs ch. tchrn llnfrejnblufo.'eitcn der 5!änderregierungen ge chri.'ert. So wirb eS auch auf der kommenden Qanuarkonlerrnz nicht fo fehr darauf ankommen, neue Prinzipien für die Stellung des SparkommifsariatS zu finden, als durch persönliche und freundschaftliche Fühlung- nähme die Möglichkeiten für eanen Austausch der Erfahrungen, die der Sparkommifsar gemacht hat. zu erweitern.

Reichsschulgesetz und Koalition.

Oie Möglichkeiten einer Reichstagsauflösung.

Waldecks Anschluß an Preußen.

W'llingen, « Ion (WTB. Funkspruch ) Ge- ftern wurde an den Reichsminister de, Innern ale zuständige Instanz der Antrag aus Zulassung eine» Volksentscheide» über bie Frage be» Anschlusses de» Freistaates Waldeck an Preutzen ab- gelanbt Dem Antrag waren 3927 Unterfchr ften von stimmberechtigten Walbecker Bürgern btigefügt. Bei etwa 33 000 stimmberechtigten Waldeckern ist die Zahl der Unterschriften mehrolsausreichend

Zeitschriften ganz bedeutend zum Fortschritt her Argentinier beigetragen. Indem ich wünsche, bab bk wissenschaftliche Zusammenarbeit sich zum gegen­teiligen Nutzen beider Lander täglich enger gestalten mögt, spreche ich erneut meinen Dank für die mir zuteil gewordene Ehre au».

Unter den zahlreichen Gästen tc'anben sich neben zahlreichen Belehrten der LH es der He rr«> leitimq, General Heye, CManbt?r Frehtag, bk ehemaligen Minister Dr. B b l i tz und Dr. Hilserd Ina. 'Berlrctet des AuSw'tttgen Amtes imb Der Presseabteilung. Ans ' 'stend wurde In den SesellschaftSräuimm des Lch 'sseS ein Konzert veranstaltet. An einem Diner, da« die hiesigen diplomatischen Vertreter aller latem- ameritan lchen M-chte bem orgenttni'chen Auften- minlster gaben, nahmen aufter den Gklanöten bzw Defchäftskrägern aller lateinamerikanischen Staaten und einigen Mitgliedern ihrer Millionen al« Säfte, weiter der K.^l spanische Bockcha'ter Dr Espinoso be lo« Montero«, und der portugiesische ©cfanbtc. Batalha be Frei toS. ferner von deutscher Seite Staats­sekretär v. Schubert. Deh. Rat B o b r i ck , VegattonSrat Graf Tattenbach. Gesavbt- scha'tSrat Holzhausen tmb LegationLsekretär Wagemann teil.

Echähe in altem Papier.

Sab man aus allen Papieren die Mögllchkrtt iytrtnn acvste Detd'urnmrn zu erlangen ko-nmr bet uns sehr selten vor Hau ijer ist das aber Cnglonb too feit vielen Deneratconen eine areste B.-hlbdbnxbeit herrschte und zahlreiche -vermögen herrenlos bi« zu dem Tage aufbeiDabrt teerten, da resttmätzig- Rn prüche birauf erhoben teerten Xomantik^ ®ef Jt<bte*i find mit bet ou-.eUen L ite bet .ruhenden Vermögen- per- mnpfr. die von dem Lonbor-.er Kanzlrigertcht berauggcG^en werten. Sine engli'che ZeikschrtN erzählt e n gc* au« birter .Romantik alter **n OT3rou *** bie Liste durchblättert tnen Dabet au' einen gant uigewrhnlichen und " *2*"- den r.n r feiner Rahbarn whNe

«SS1'?0«'* firtt sonst nierranhen »«inrt Rumen»XuhntrAa' gemncht forschte der IrA^ t*T «1-^gu.g mTuS

(Eigene Drahtmeldung des ..Siebener Anzeigers".

Berlin, 6. Jan. Je näher der Tag heranruckt, an dem der Reichstag seine Arbeiten wieber auf­nimmt, um fo lebhafter wirb die Diskussion über bie parlamentarische Lage bie er bei (ei­nem Wiederzusammentritt norfinbet. Der Reichstag wirb eine große Aufgabe zu erfüllen haben, die un­ter allen Umständen erledigt werben must: bie Verabschiedung de» Etat». Wir gehen dem normalen Reparattonsjahr entgegen, und ge­rade unter diesem (Gesichtswinkel erfordern bie Siaatsnot Wendigkeiten hier schnelle und gute A r d e i t. Es wäre eigentlich unnötig, diese Selbst­verständlichkeit besonder» zu betonen, wenn nicht doch gewiss« Sefahrenpunkte vorlägen, die die Le- benebauer dieses Reichstages recht problematisch erscheinen lassen. Sie sind nicht nur in der reinen psychologischen Situation enthalten, die da- brrrd) entstanden ist, dast die Auslösung in der letz­ten Zeit von allen möglichen Seiten immer wie­der an die Wand gemalt wurde. Zu dielen Inponderadilten, die durchaus nicht unterschätzt werden sollten, kommen noch so starke reale (Degen- (äfie, dast auch ruhig« ^Beurteiler die Möglichkeit einer vorzeitigen Auflösung nicht von der Hand weisen.

Auch in leitenden Kreisen der Regierung«- koalüion ist man sich klar darüber. Mj da« Schulgesetz die KoalitionSsrage ist. Sv allerdings liegen die Dinge nicht, wie die .Boss. Zig" sie vor einigen ragen darstellte. dast die Koalition bereits e ne Art Re11ungS - auSschust für da« Schulgesetz einZTichtet habe: richtig ist vielmehr, dast feit dem l chten Tage, an dem da« Reich« aqSplenu n vor Wnhnacht-m zusammen wir. keinerlei intrrsrak.ionelle Besprechungen stattgesunden haken. An jenem Tage wurde vereinbar', dah di? Verhandlungen zwischen den Parteien am 9. Januar, «also am fommenben Montag, durch eine Besprechun z der Irak ion^ches« wied r au, fl7rwmm?n w r -.en soll- len. um dann am DienS.ag unter Zuziehung der Schulrescren.'en der Fraktionen fortg 'setzt zu wer­den. Immerhin lästt sich aber nicht bestreiten, dast diele Verhandlung:n sich sehr schwierig ncftai en werten. Drb i handelt e« sich vor allem um zwei grundlegende Fregen. über die noch kc.ne ingui" erz dt wurde. S.rS ist einmal der be- be.^e 2iu<a.lc gegen die Universitäten bccin- rach lgt. die. wenn man einmal von der Frag« lach lcher Berechtigung absehen will, zum rnin- v»..rn unter den gegebenen Derhäitnissen nicht gerade tzo«.ich waren.

Auch mit uen im Zusammenhang geändert en □Bertur.tuen Sitters kann man sich ki eaweg«

il ,:l*r|lon:*n "klä.en Ss gebt doch wohl ö,/ . «n das ganze gei.lige 19. Zahrhundert

al« schauerlich bedeutungslos in die Öde zu Ue^cn. Alnb es geht auch nicht an. etwa Thomas h* undich ertlch, al» einen geschickten e^,Tld»r ln bve Versenkung zu legen: am allerwenigsten wenn man demgegenüber al« Der- cn vnb wohr.m Sch.i itumSDSübler unb Wombert au fuhrt.

Der dichter sch« ätebner deS Abends Ludo'f i n b t n a . begann mit schöne., wohl- abgewogenen 'IDorten emeS vertrau md«n Be­kenntnisses zum Teist-.g.-n. zur liejoaften Krack ber wadrha t schöpferischen Mächte und wandte ich habet tel.weile merklich gegen SlstcrS Man!- »ug eich über zu der Lendung und Dot chack des Kunstwerkes, dem fein Bortraa gewidmet war- er la« da» Borwort und ein längeres Ka.itel auS einem eben erschienenen autobiographischen BLerk .Erlebtes Leben".

ckn den überaus km und klar stililterten Sätzen dieks Prologes wertete Bmding baA atnmalta- ^ön'uche des im fo genden ntederg-lcgten ckr lebnittes ins Menschlich- Al.gemeine. Das Pro a- fabitel i«t ubedrtrieben .Der Hermes unb gibt iL.J?urdwUv' ^rgetstigte. Gestalt gewordene Schilderung e ner Reise nach chnechenland. einer '«dr ungewodnlichen und unatttägiichen .«ahrt nad, Hella« dir nicht zum Bergnugen oder zur atbo.ur.g, sondern gleichsam al« diu Rette- *,rU1Un«l «ntcnwmmen wurde die über da« an- ttke m < a ter'ich» und barocke Rom und stber Aeapx. ui, H»rz des Pclowmie, führte.

.. 1^ v k ergreifenden Innerlichk^tt und

vf** ^nmut e.ner zugleich einfachen und rach frag ang wurde nun «wi'chrn zMer der lchwei enVr OrWartung und de

® ~6o« brte.rtchende Or-

ebnl« br« Lande« tn Dort, ar atzt da« sich 2\#Ur"L b und nur hier allem üKr- wafttgentz empfundener Eindruck des Lichtes

rühmte § 20. also die Frrge der Simultan­schule. Sowohl von vol'i.>arteikicher Seit? als auch au« Kreisen des Zentrum- wird betont, dah keine dieser b.rden Parteien daran denke, in diesem Punl.e von ihren Prinz p.en abzu­gehen. Ebenjo schwierig li?g?n die D.nge boim § 16, der in seinem erst.n Absatz die Schul­aufsicht und in seinem zweit en Absatz d e Einsicht der R e l i g i o n s g e s e l l f ch a s- len in den Schulbrlrteb behand.lt. Der Absatz 1 will eine Spezial-Schul uf ich! für den R I g cn«- unterrichl einführen. Gr w.rd von der Bolk«. Partei hrf.ig bekämpft, die auf dnn Standpunkt steht, dost er am besten überhaupt gestrichen werd«. Sagegen hält man auch in Kreisen der Deutschen BolkSpariei ein? Gin'ichtn chme durch die Religionsgesellschaften für d-Skutabel. Man verweist darauf, dast sie eine Sicherheit z. B. gegen Rigoro'i flten eine« kommunistisch n S abt- schulrates bilden könne. Hi er wird also der Ge­danke von Schuleinfichlsdelegationen unterstützt. Die Bildung von Del-gatisnen. di? den Bischof oder den Generalsuperint nden'en zu vertreten hätten, soll b-r Forterung der Leh -er» schäft eMgegenkommm, die sich unter atl n Um« ständen gegen d i e Diebereinführung k*er lokalen geistlichen Schulaufsicht wehrt. Die weit »S gelingt, in d e.er Frage eine Dermilletnbe Form l zu find n, stcht noch dahin.

Zu diesen beiden ftrittiym Purckten kommt nt>4>- dast ein Teil der biüher angenommenen Paragraphen mitwechselndenMehrhei- ten teil« gegen die Deuttchnationalen. teil« gegen daS Zentrum zustanbege.'ommrn ist.' In Kreisen der Deutschen BollSpartei scheint man nun zu be- fürchlen, dast beide Parteien veriuchen könnten, einze'.ne dieser Probleme wieder von vorn au zurollen. Man lästt durchblicken, dast die BollSpartei einen solchen Deriuch al« un rttäg- lich betrachten würde. Alle« in allem ist LL* wei­tere Behandlung deS Lchulge'etze z also ' wer a Rimmt man nun noch h.nzu. dast o en. ar alle brei Parteien, vor allem a-er sowohl da« Cen­trum al« auch die Deut che Bolkspariei im Mui- gesetz eine sehr an -stmbare Dahlp a r o l e cu schrn scht nen, so ti jt e ne Rn ,.tag«au- sung immerhin imBe.eich der Möa lstie t. Rie- mand. auch kein Partei übtet vermag im Augen- blick zu prophezeien. Aber sicher ist. dast die Au« der Hefligkeit der Landschaft. au3 Archi­tektur unb Menschen, au« ura ten unb ga rz all­täglichen Dingen formte sich ein leuchtendes, lebendig durchglübte« Bild von Begrissen. die kaum ein anderes Buch unb keine Schule fo elementar unb we enba t in Anlchau'ichkeit um- zuptägen vermögen. Griechische Städte. Tempel. Ruinen. Re le « und Drabsammern. die Berge, der Himmel und da« Aussoringen der Lonne au« dem Meer werden zu ganz innerlich ver­bundenen Tei en der an a ".a« verfchwimmenden Borstellung von Griechen'and: im Anfchauen des Bildwerk« au« der Hand des Prackteles aber im GrlebniS ber in einfachster Anmut gestalteten Figur be« Herme« erfüllt sich nicht zwar da« Sricbni« ber Antike schlechthin, sondern daS Er­lebnis der ewigen Jugendlichkeit aller wahre« Kuntz.

Mit diesem Ausklang des Ka-ttefS kehrte der Dichter zu den Eingangsworten zurück: unb In ber fo gewönne, .n inneren Ru idung be« Bor- getragenen mag man einen gewissen AuSilelch dafür finden, dast Bindina im Rahmen des ge­fönten Programm« entschieden zu kur, kam das ubrtqtn« durch einige Ge'angsvorträge von Martha B rüttel (Karlsruhe» ergänzt wurde

Zwanzig Millionen Defizit in Hamburg

.Hamburg.» Jan. fPriv -Tel.) Nach einer Mel düng be»Berliner Tageblatts" beträgt bn* einst wellen zu berechnende Defizit im Hamburger Staat»- hmi«bnlt für 1927 rund 19,5 Millionen Mark

Werbeadend deSGoeihe-Vundes

Die gestrige Tverbeveranstaltung be« Voctbe- Jnx^er ?5uei1 jlula- »u der bie Spitzen der Behörden. Bertreler der Alnitxr i &t. bet vtnbenlen'chast unb ber Prelle gc.aben unb er- ly'enen waren, wurde durch eine Ium Ansprache er Mag,.! Ueug de« Rektor« Prof. Dr. Rosen- d e r g einaeleitet. ber. gewils.-rmasten aI«Jhau<- berr. Mc Veranstalter willkommen dich uffb ber Arbeit be« Soeche-Bunde« guten ör osg wün ch:e ö<r h<runn,t ViierLrhistoriler. Mrt Utr unb Erleger Dr Hann» Martin

*3.* Berlin ba« Wort zu einem Bortrage über die Vage ber Dichtung unb Krmst in b r Gegenwart Visier toure in seinen lehr temp ra- mentvoucn Dar eguna.-n aus den verhü oirtvo'.len dtolelDalt zwilchen den grilligen unb maicriel- i«n JXrü ten unb Gegenkräften in unserer Zelt ?lnifAÜlUb.K!KnC' <W>n ein<r lcharien Vcheibung «toimtn bei wahren unb unvergänglichen Dicht. runB. bie eine hohe Vnode unb bem gelchä.iigen VtteraturbeTieb. der ein Gewerbe fei wie viele oni ere auch

®r ln ®i»tr unerfreulichen aber nicht wegzuotspurte^uden «egenuderlle.luvg. wi.-wirt­liche Dichter, die wir beute haben kaum gekannt w>n nur wenigen geleien werben imb wie da- neben min^nocrUje litte.atur w Masfenautlagen aerelbl ®r lprach von der QLnetilcnib.erung un- ferer Spvche non brr durch Kmo Radio und AUm geMchteten Lbkehr vom »einigen und Ent­fremdung v«n Buch von ber kulturellen Ber- kommenden ber Lekiure i.nb Buch on'ums

Sitzer ging des ferneren auf wichtige und kaum £rH ^*u*<Vtnb< fünfte ber * oett bdtebeuben verlegert«ch*n Situatton Al-iilüh? * mdbnrnh' n Au'rut <u:

älmkadr unb Ab.eyr pom Ztvtickaiwn,prtn>ip nart amedtarn wem Barb.tbe zur Rücktehr z m 3broli*nue. zum geistigen TBtebemu bau Deut ch-

®ute. wahre beher^gensu-erte Dorre, »le wider peute noch alhuk.tcn au«ge« rachen unb a^bbrt werben tedvch ®urt? ber au« her Eelamtc -ul. ung El ters abtu eitende fnm atdckche ®t ln;d der ftöt ernngernetnten Ansprüche durch iv-cherhotle

Parteien bie Au'lötuug bete t« jetzt ro ihre Rech­nung einst eilen.

Vertagung der Koalftions- verhandlunqen in Hessen. Ein Vcichiust der «opalbcMotratir.

Darmstadt 5.3cn. (IlL) Für den morgigen Tag war zwischen Sozialdemokraten Demo traten unb Deutscher vol kspar- tei eine Zusammenkunftorgeteben. in ber über die Möglichkeit einer Koalition bcraie» werben »oUte Diese Zusammenkunft ist mrmnetzr h : n f a I l i g geworden da die heutigen Serbanblungen der faualbemokratifchen Danblagsüarnon. wie da» ..Darmstädter Tageblatt* meldet, utfo-em ergeb n i « l o » verlausen sind, al» bee (iragt der Regie­rungsbildung wiederum vertag i worden ist. mit ber Begründung datz man zunächst die Ent­scheidung be t Skaat»ger>cht»hosr» über die (RültKite-t der Sondtugxoahl vom B ab warten müsse. Dieser Beschlich keinen Beschiitz zu fassen ist insofern nicht unbedenklich, ab ,u "och keineswegs feststehr. bah brt Entscheidung des heffiirten Staatsgenchtibases alsbald erfolgt. Im Gegenteil Haden ja bie in den letzten Tagen er­folgten Einfprürte von verschiedenen Seiten gegen bie (Gültigkeit der Lanbtagswabl die Lage erheb Nch kompliziert, fo dich immerhin bie Möglichkeit best.ht. dast der Staat-gerichtshof zunächst ein gehende Erhebungen anstellen mutz In die fern Falle aber würde durch den negativen Cnllchlufi der Sozialdemokraten die Regierung-bilbung in He> fen ad ca len das graecas vertagt sein. Db da» aber im Interesse be» Lande» liegt dürste doch mehr wie fraglich fein, ganz abgesehen davon, datz e» schon mehr ab unerfreulich ist. datz nach dieser er­neuten 'Lerzönerung Hessen auf ber Länderkonfe- renz am kV. Januar nicht durch feine eigenllutze Regierung vertreten fern wird

Aus aller Welt.

UnfrtalLig h.ngerich et*

3m Auftrage der Deutschen Liga für Menschen­rechte hat der Rechtsanwalt Dr. Arthur Brandt an den Oberstaatsanwalt beim Land­gericht Reustrelitz den Antrag aus Wieder­aufnahme ber Strafsache gegen den Arbeiter Joseph Oakubowski gestellt der durch rechtSkrä^ltgeS Urteil des Schwurgerichtes Reustrelitz trom 26. März 1925 zum Lode ver­urteilt unb 6 i n g e r i rt t et worden war Der Anwalt erklärt, bah die (Probmutter des verstorbenen Ewald Rogen«, bei,en'.ung bem Berurteilten zur Last gelegt worben war. die Witwe Dogen«, auf bem cterbebe tte gestanden habe, selbst bai Kind umgebracht zu haben. Hiernach wäre IakubowM unschul­dig zum Lode verurteilt unb hingertcktrt wor den. DaS Wiederaufnahmeverfahren ist von der SraatSanwaltfchast Reustrelitz eingeleiiet werden QMarmtlirt handelte es sich um einen pv.mischen Drbri er Jakubow ki. der wegen angeblicher ®rmorbung seine« unehelichen vier­jährigen Sohne« zmn Lobe verurteilt unb am 26. Februar 1926 bi.igerich'et worben war Die Grobmutter des Kinbes. die angeblich ae- standen haben soll, den KindeSmvrk» brgaNMi'. zu haben, ist von den Behörden ermittelt unb vernommen worden. Sie gibt an. ton ble'em angeblichen Geständnis nichts zu wissen.

Sich selbst gerichtet.

Der mürtlembergilrte Staatspräsident Dazille hat den wegen Morde» an dem Dienst madchen Berta Lochmann in Stuttgart zum Tode verurteilten Monteur Johann Schüller von Wehlhcim in Bayern xu ledenc länglichem Zucht bau» begnadigt. Wie jetzt von zuständiger Stelle mitgetcilt wirb. f:at sich Schuller in ber bar- arf folgenden Nacht in seiner Zelle im Gericht»- gefängnb erhängt.

An fiobleno^pboerglflung gestorben.

In Ansfelbrn bei ot. ulorion <Oesterreick, wurden vier Pfründner im Armenhaus in te.i Bet - len tot aufgefunben. Sie waren nachts einer Kohlcn07ydg'5oergistung erlegen.

3rod Dodesopfer einer Ammoniak L^ploston.

Iv Rotterdam ist auf dem DampferSaarn" der Königlich Niederländischen Damp'Ichissahrtsge- f.'Uickaft beim Verladen von ktzefrier- fleisch eine Ammoniakexplosion entstanden Zwei Personen wurden getutet, eine Ichwer verles t Die Esploston ist dod'irch entstanden, datz eine Treppe umfiel unb die Tasleit ' n beschädigte.

e« stell e sich heraus uaj eJ H4> tat achlick) um einen Bor ähren handelte wodurch er tn den Be iij von 60000 Mark gelangte (Sin Antiquar kaufte einmal mb einem Haufen alter Bücher auch eine alte Liste ber .ruhenden Vermögen", tr teoUe sie schon als Makulatur Weite werten blätterte aber üorbn ein wenig darin herum, unb dabei stt.-s, er aus Angaben üäer einen ent- lernten Verwandten. Die'er zufällige Lesefund brachte chm ein hübsches Sümmchen ein das ihm vom Kanzleigertcht zuertannt wurde, «benso zufSUig sind andere Vermögen au« altem Pavier gewonnen to^rien. 3in Mann, der stch tn ft htm vxei'.n langweilte, nahm ein altes Buch au« feinem Bücherschrank, das er geerbt hatte: er blätterte es oaer^lachlich durch un) flieh habet auf eine Liste von Dividenden ber Staatspaptere tle nicht eingezogen Worten waren «s war eine Bekunntmachung der Dank von England aus bem 3a$re 1845. unter den 3nhadern ber Dtvideuden- Pupierr fand fit fein e g-ner Raine Br beauf- ttogte einen Rcchtsamv^att mit ber Rach ortchung unb erhielt mehrere taufend P'und von der Bank von England Auf nicht weniger seltsame Delle gelangen vtt Bekanntmachun-,en in den Zeitungen an den. den es angeht. Sines Tage« iaS ein Xut dxr tn Dub.m eine Zeitung auf. die in letnrm fragen sortgeworse-n war. Das edk

JCTm LÄld kiel, war die Aufforderung^ vast Itrt «eben eines ent ernten DertvandSen von ihm melden sollten. Lurch kiese« glückliche .u'a nmen'recken wurde er der B-ittzer eine« Rermbgen« von 1,5 Mtlli.mten Mart, »in anderer, bet unter einem glücklichen Stern ge boten war.,las in einem e:üd ZeitungspaHier flg^u<tert(r Fisch gTw'ckelt war. den er ^benbrfjen gefault hatte Setn- Reugier Mur.^e reich belohnt >mt er laS hi r dir 2lu-'- schreibuna ehret ÜrÄcha't. auf die er An'pruch 0104)^ lonnte. Mahl ber uun^erlichste Fund otejer Art wurde durch Zei ung«Papier gemacht, mtk dem ein Kleider'chtank seit 43 Zähren ans flrtejt toar Der Bc'ltzer de« Lck rankes hatte feine r.g bah ftch In blc<en Zeitungen eine 1n- «rtge be cr.\ bi der er als »rSe a lucht tour' mib erb al« er Ne alten Zeitunge i toeqwerfen tecn e geriet er zu älli. auf da« k st bare Stück vnrtv og« ihn zum reichen THann machte.