Deutscher Radfahrer, statt. Der Gie- ßener Radfahrerverein 1885 nahm mit einem Teil seiner Straßen- bzw. Saalfahrer an den verschiedenen Wettbewerben teil und konnte auch hier wieder sehr schöne Erfolge erringen. Ergebnisse:
Straßenrennen: „Rund durchs mittlere Lahntal. 100 Kilometer" (gleichzeitig zweiter Lauf für die Dezirksmeisterschaft). Das Rennen wurde überlegen von dem Mitglied des Vereins W. Düringer vor seinem Dereinskameraden K. Rieger gewonnen. Döringer gewann bereits am 22. April in Weilburg den ersten Lauf der Dezirksmeisterschaft über 50 Kilometer und ist somit Bezirksmeister 1928.
Jugendradball: In diesem Wettbewerb wurde von den drei entsandten Mannschaften Keppler—Ploum, Wissner—Schneider, Grämlich— Faust der 1., 2. und 3. Platz belegt.
Achter-Jugendreigen: Die Mannschaft Grämlich, Faust. Schneider, Wissner. Plaum. Keppler, Hofmann, Fischer fuhr einen schönen Reigen und errang den 1. Preis.
Sechser-Jugendreigen: Der von den Domen Spatz, Schmittgall, Euler. Kremer, Dlum, Wissner gefahrene Reigen konnte bei sehr starker Konkurrenz den 3. Platz belegen.
Jugend-Korso: Die Jugendfahrer des Vereins konnten auch hier bei einer Beteiligung von sechs Vereinen den 1. Preis für den Verein erringen.
paulus-Wehlar Olympiakandidat.
WSR. Wetzlar, 4. Juli. Der bekannte westdeutsche Leichtathlet, Sportlehrer Ernst P a u - l u s, Wetzlar, befindet sich nach den letzten Aufstellungen auf der Liste der deutschen Olympia-Vertreter. Paulus hatte vor einiger Zeit einen Diskus-Weltrekord aufgestellt und zuletzt Hoffmeister, Hannover, den seitherigen deutschen Diskusmeister, zweimal geschlagen. Sein letzter deutscher Rekord ist 47,52 Meter. Man stellt seiner Weiterentwicklung und damit auch seinem Auftreten in Amsterdam in Sportkreisen eine günstige Prognose. Paulus startet am kommenden Sonntag bei den englischen Leichtathletik-Meisterschaften in London.
Acht Jahre Gefängnis für Wichmann.
WSR. Frankfurt a. M., 4. Juli. Am Mittwochvormittag begannen die Plädoyers. Staatsanwaltschaftsrat Dr. Berndt kam nach einigen allgemeineren Ausführungen auf die Frage zu sprechen, welcher Vorfall der Beurteilung obliege. Auf Grund der Angaben des Angeklagten, der Abschiedsbriefe und des objektiven Befundes lasse sich zunächst feststellen, daß Wichmann seine Frau getötet hat, und zwar auf ausdrückliches Verlangen der Frau. Außerdem glaube er die Feststellung treffen zu können, daß die Eltern ihre drei Kinder töteten. Hätte die Familie in einem Hause gewohnt, in dem es Gas gab, dann brauchte der Angeklagte nicht vor den Richtern zu stehen. Die Frage der Vorsätzlichkeit bejahte der Staatsanwalt. Für das Äeberlegungsmoment spreche, daß der Angeklagte bei der Tatausführung den Riemen von dem Hals des einen Kindes löste, dann ein Loch in den Riemen bohrte und schließlich diesen Riemen seiner Frau um den Hals legte. Aus dem Munde sämtlicher vier Sachverständiges habe man aber gehört, daß der Angeklagte bei .der Ausführung der Tat sich in innerer Erregung befand, daß der Angeklagte, ein ausgehungerter, von einer schwangeren Frau getriebener Mensch, in einem solchen Affekt weilte, '.daß man nicht feststellen könne, er habe mit Lieberlegung getötet. Bewußtlos war er in jener Rächt nicht, und dafür, daß er sich in einem derartig krankhaften Zustand der Geistestätigkeit befunden habe, der die freie Willensbestimmung ausschloß, dafür habe man keine positiven Beweise. Er, der Staatsanwalt, glaube also, daß W. verantwortlich zu machen sei. Den Angeklagten treffe der Vorwurf, daß er als Mann nicht genügend handelte, um seiner Familie Unterstützung zuzuführen. Alles in allem könne man diesem Mann das menschliche Mitgefühl nicht versagen, und er bitte um Zubilligung mildernder Llmstände. Er beantrage eine Gesamtstrafe von neun Jahren Gefängnis und glaube, daß man dem Angeklagten auch die Untersuchungshaft anrechnen könne. Der Staatsanwalt schloß mit dem Hinweis, daß man aus dem Fall lernen könne, daß die Menschen sich gegenseitig besser verstehen und einander helfen, und andere nicht lediglich der öffentlichen Wohlfahrtspflege überlassen solle.
Die beiden Verteidiger plädierten auf Freisprechung, worauf sich das Gericht zu einer 4* ._> stündigen Beratung zurückzog.
Rach dem Wiedererichcinen des Gerichts verkündete der Vorsitzende, daß der Angeklagte wegen Totschlages in zwei Fallen und wegen Tötung auf Verlangen in einem Falle zu einer Gesamtstrafe von acht Jahren Gefängnis verurteilt werde, auf die drei Monate Untersuchungshaft angerechnet werden. — In der Urteilsbegründung heißt es u. a.: Wenn auch Umstände dafür sprechen, daß die Tat nicht nur geplant, sondern auch mit LIeberlezung begangen war, so verneint doch das Gericht, daß Lieberlegung Vorgelegen hat. Mildernd wirkte die außerordentlich große finanzielle Rot des Angeklagten, die ihm nicht zu widerlegen ist, und teilweise erwiesene Schwierigkeiten beim Wohlfahrtsamt, die Schikanen der Vermieter, die eigene seelische Verfassung. Besonders mildernd angerechnet mußte ihm der Wille seiner Frau zur Tat werden. Cs war aber anderseits zu berücksichtigen, daß er nicht alle Mittel erschöpfte, um seine Kinder vor dem Furchtbarsten zu bewahren. Das Gericht beschloß die Fortdauer der Llntersuchungshaft. Der nächste Haftprüfungstermin soll in drei Monaten statt- finden.
Versorgungsdienststellen und Versorgungsberechiigie.
Der Reichsarbeitsminister Wissell hat, wie WTB. berichtet, alsbald nach seinem Amtsantritt seinen unterstellten Behörden seine Auffassung von dem sozialen Empfinden kundgegeben, das sie den Kriegsbeschädigten und Kriegerhinterbliebenen gegen, über in die Tot umzusetzen haben. Er hat den seinerzeit von der Oeffentlichkeit sehr lebhaft begrüßten Erlaß seines Amtsvorgängers über den Verkehr zwischen Versorgungsdienst st ellen und Versorgungsberechtigten eindringlich in Erinnerung gebracht und die Erwartung ausgesprochen, daß die Arbeit der Behörden und Beamten von dem Bewußtsein ihrer hohen sozialen Aufgabe getragen werde. Grundlegend für die gesamte Versorgungstätigkeit müsse die Auffassung fein, daß die Beschädigten und die Hinterbliebenen über förmliche und gesetzliche Ansprüche hinaus ein Recht auf werktätige Hilfe hätten. Richtschnur für den gesamten Dienstverkehr sei demnach: Stete Sorge für das Wohl der Versorgungsbegehrenden und unermüdliche Hilfsbereitschaft auch in den kleinsten Dingen. Die Ausführungen des Ministers bringen weiter beachtliche Fingerzeige über die vertrauensvolle Gestaltung der Beziehungen zwischen den Versorgungsdienststellen und den Organisationen der Versorgungsberechtigten. Wertvolle (Fr^bniffe ließen sich insbesondere durch gründliche mündliche Aussprachen und gegenseitigen Erfahrungsaustausch gewinnen.
Wirtschaft.
Angespannter Halbjahrsultimo der Reichsbank.
Der gestern berichtete Ausweis der Reichsbank vom 3 0. Juni zeigt eine Zunahme des Wechselkontos um 616 Mill. Mk., die Gesamtanspannung beträgt rund 715 Mill. Mk. An Zahlungsmitteln sind insgesamt rund 800 Mill. Mk. in den Verkehr neu geflossen, und der gesamte Zahlungsmittelumlauf erreicht mit etwa 6320 Mill. Mk. einen Rekord st and, der bisher noch nicht seit der Stabilisierung erreicht worden ist. Damit hat sich der Zahlungsmittelumlauf, verglichen mit dem Jahresultimo 1927, weiter vermehrt, die Halbjahresultimo- Ausweisung des Geldverlehcs geht auch über die des April- und Maiultimo, sowie des Quartalsultimo hinaus. Die Wechseleinreichungen sind als recht hoch zu bezeichnen und werden nur um rund 100 Mill. Mk. von denen am Quartalsultimo Übertrossen. Vergleicht man die jetzige Ziffer des Zahlungsmittelumlaufs mit der vom Dezemberultimo 1927, so bleibt zu beachten, daß die Gold- und Devisendeckung der Reichsbank in der Zwischenzeit trotz Ausweitung des Rotenumlaufs von 40,7 Prozent auf 44,4 zugenommen hat, was vornehmlich auf die im ersten Halbjahr 1928 von der Reichsbank getätigten starken Gold- und Devisenankäufe zurückzusühren ist. Die G o l d- bestände haben seit Beginn des Jahres von 1865 Mill. Mk. auf 2084 zugenommen. Die Devisenbestände, die zu Beginn des Jahres 296 Mill. Mk. ausgewiesen waren, h^ben, nachdem sie vorübergehend im April auf 168 Mill. Ml. heruntergegangen waren, wieder die Höhe von 250 Mill. Mk. erreicht. Der Umlauf an Reichsbanknoten und Rentenbankscheinen hat sich von 4876,9 auf 5252,5 im ersten Halbjahr 1928 ge
steigert Einen unverändert relativ niedrigen Bestand weisen seit Beginn des Jahres die Girv- guthaben auf. die nur eine geringe Erhöhung von 498 Mill. Mk. am 31. Januar auf 525 am 30. Juni erfahren haben und damit um die 500-Millionen-Grerue herum liegen.
Die Tatsache, daß am 30. Juni größere Einreichungen auf Lombardkonto stattgefunden haben (Steigerung um 111,1 Millionen Mark), deutel auf die vornehmlich kurzfristige Versorgung der Danken hin. Wie wir hören, weisen auch die Wechseleinreichungcn der Danken kurzfristige Fälligkeiten auf, so daß mit starken Rückflüssen im Laufe der nächsten Wochen zu rechnen ist. Anderseits wäre das Wechselangebot der Danken wahrscheinlich noch größer gewesen, wenn nicht in ihren Kreisen mit der immerhin bestehenden Möglichkeit einer Diskontsenkung gerechnet worden wäre. Das Reichsbankdirektorium hat sich mit der Frage einer Diskontsenkung bisher noch nicht befaßt, es wird Umfang und Tempo der Rückflüsse ab- toarten, ehe es überhaupt diese Frage zur De- ratung stellen dürfte. Jedenfalls sind, wie wir von vornherein angenommen haben, die Ansprüche der Wirtschaft am Halbjahrsultimo sehr groß gewesen, wohl auch in Zusammenhang mit der nachlassenden Kreditsicherheit (steigende Insolvenzen). Auch dies wird für die Diskont frage zu berücksichtigen fein, in demselben Maße wie die Reichsbank, was wir bereits ausgeführt haben, auch die internationale Geldmarktlage zu beachten hat.
* Gründung einer internationalen Finanzierungsgesellschaft. Wie der WTD.-Handelsdienst erfährt, wird eine unter Führung der Rederlandsche Handel Maatschappij Amsterdam, von Mendelssohn & Co. Amsterdam und M. M. Warburg & Co. Hamburg stehende Korporation unter dem Ramen Rederlandsche Crediten Financierung Maatschappij mit dem Sih in Amsterdam sich aus internationalem Gebiet mit der Einräumung von Krediten und der Durchführung solcher Finanzierungen befassen, die außerhalb des Rahmens des Bankgeschäftes der beteiligten Firmen liegen. Einstweilen wird der Trust Mittel in Höhe von fl. 12 000 000 zur Verfügung haben. Zu den mitwirkenden Danken gehören ferner: Simon Hirschland, Essen, A. Levy, Köln, sowie eine Anzahl internationaler Dankhäuser.
* Ludwig Loewe & So., A.-G. in Berlin. Auf Antrag eines Bankenkonsortiums sind 5 Millionen Mark neue Aktien und 5 Millionen Mark 7-v. H.-Teilschuldverschreibungen, Ausgabe 1928, der Ludwig Loewe & Co. A.-G., Berlin, zum Handel und zur Notiz an der Berliner Börse zugelassen worden. Nach dem Prospekt beschäftigt die Ludwig Loewe & Co. A.-G. zur Zeit 665 Angestellte und 2913 Arbeiter. In den letzten drei Jahren betrugen die Umsätze 1925: 11 743 564 Mark, 1926: 6 721 175 und 1927: 13 576 059 Mark. Der Auftragsbestand hat gegenüber dem Vorjahre bisher nicht nachgelassen. Ueber die weitere Entwicklung des Geschäftsjahres lassen sich Voraussagen noch nicht machen.
Frankfurter Börse.
Frankfurt a. M., 5. Juli. Tendenz: schwach. Raturgemäh stand der rätselhafte Flugzeugunfall des Bankiers Löwenstein im Mittelpunkt lebhafter Diskussionen. Die Stimmung ist außerordentlich unsicher und nervös, da man namentlich für die Kunstseidenwerte Kursrückgänge befürchtet. Tatsächlich hörte man bereits vorbörslich allgemein um mehrere Prozent abgeschwächte Kurse. Zu Beginn des offiziellen Verkehrs erwies es sich jedoch, daß die Börse die zu erwartende Abschwächung besser ertrug, als man vielfach angenommen hatte. Es wurde der Beweis erbracht, daß die allgemeine Börse n l a g e gesund ist, und infolge der meist nur kleineren Spekulationen waren die Kursdrückungen nicht übermäßig groß. Immerhin traten natürlich für die in letzter Zeit favorisierten Werte Kurseinbußen von 5- bis 10 Prozent ein, da die Baissespekulation die unsichere Stimmung zu Lire- verkäufen benutzte. Das Gros der Papiere war aber nur etwa 1 bis 3 Proz. abgeschwächt. Man nahm daher an, daß von interessierten Kreisen interveniert worden sei. Im Zusammenhang mit der schwachen Haltung der Kunstseidenwerte waren Zellstoffwerte angeboten, von denen Waldhof 9,75 Proz. und Aschaffenburger Zellstofse 9 Proz. einbüßten. Starkes Angebot herrschte ferner am Elektromarkt, obwohl man annahm, daß die von Löwenstein erworbenen Elektrowerte nicht sofort auf den Markt geworfen werden. Chadeaktien waren 13 Mk. Siemens 9,50 und Gesfürel 8,50 Proz. abgeschwächt. Am Farbenmarkt war das Angebot nicht sehr
bringenb. J-G.-Farben verloren 6 Prozent. Merkliche Rückgänge lagen sodann bei den Kali- aktien vor, wobei der gute Kaliumsatz im Juni zunächst nur wenig beachtet wurde. Lieber 3 Prozent gaben Rheinische Braunkohlen nach. Deutsche Anleihen und Auslandanleihen lagen fast umsatzlcs bei ebenfalls schwachen Kursen. Im Freidertchr Hörle man die Kunstseidenwerte re<bt schwach, Inka 68. Bemberg 135, Common Shares 95 bis 97 Dollar, British Breda 24 sh. Im Verlaufe machte die BeruhigungFort- schritte, wenn auch bei kleinsten Llmsätzen verschiedentlich Heine Kur sabbröckelungen ein traten. Der Geldmarkt blieb immer noch angespannt. Tagesgeld 3 Prozent. Arn Devisenmarkt waren Mark gegen Dollar 4,1875, gegen Pfunde 20.410, London-Kabel 4,8745. Paris 124.28 Mailand 92,73. Holland 12,09'
Berliner Börse.
Berlin, 5. Juli. Alle vorliegenden Momente traten heute weit zurück hinter der Rach- richt von dem Ableben des Bankiers Löwenstein und seinem eigenartigen Flugzeugunfall. Schon im heutigen VormitAlgsverkehr war die Tendenz daraufhin sehr schwach geworden und das Geschäft so gut wie lahm- gelegt. Die Spekulatton war sehr verhalten, zumal die Folgen dieses Todes für die ausländischen Plätze noch nicht übersehbar sind. Zu den ersten Kursen griff aber dann eine gewisse Beruhigung Platz, da verlautete, daß seitens der Schröder-Bank ein Kommunique zu erwarten sei des Inhalts, daß sie für alle Verpflichtungen Löwensteins einstehe. Die Kursrückgänge waren nicht so erheblich, wie man vorbörslich noch erwartet hatte. Der Durchschnitt lag bis 1—3 Prozent. Spezialwerte waren bis 10 Prozent gedrückt. Kunstseideaktien hatten allerdings 30 bis 40 Prozent verloren. Anleihe schwächer. Ausländer umsatzlos. Türken bis 1 Proz. Pfandbriefmarkt still. Gold leichter. Tagesgeld 7,5—9 Proz. Monatsgeld 73/4 bis 8j\ Prozent. Warenwechsel etwa 7 Prozent. Auch im Verlaufe gaben die Kurse noch um 1—2 Proz. nach. Es fanden aber auch anscheinend auf anderem Riveau Deckungen statt, denn man hörte meist Geldkurse. Die Grundstimmung war nicht unfreundlich, nur Kunstseidewerte zeigten noch weiter Schwäche. Glanz- stofs tagen 10 Prozent, und Bemberg etwa 13 Prozent unter Anfang. Für Spezialgebiete konnten sich günsttge Momente schon wieder durchsetzen. So war der Kalimarkt auf die Meldung von dem weiter gestiegenen Kaliabsatz im Juni nach den ersten Kursen fester Polyphon lagen sehr widerstandsfähig.
Frankfurter Getreidebörse.
Frankfurt a. M., 5. Juli. Der heutige Frankfurter Produktenmarkt verlief in ruhiger Haltung. Umsätze waren fast nicht vorhanden, die Preise jedoch gut behauptet. Es notierten: Weizen 26,50 bis 26,75 Mark: Roggen 28,50: Hafer, inländischer, 27,75 bis 28,25; Mais (gelb) für Futterzwecke 24,25; Weizenmehl, süddeutsches (Spezial 0), 36,50 bis 37,25; Roggenmehl 38 bis 39; Weizenkleie 13,50; Roggenkleie 16,25 Mark. Tendenz: ruhig.
Frankfurter Schlachtvichmartt.
Frankfurt a. M., 5. Juli. Austrieb: 70 Rinder, 869 Kälber, 139 Schafe, 986 Schweine. Es notierten: Kälber: beste Mast- und Saugkälber 74 bis 78 Mark; mittlere Mast- und Saugkälber 67 bis 73; geringe Kälber 60 bis 62. Schafe: Mastlämmer und jüngere Masthämmel (Weidemast) 48 bis 52; mittlere Mastlämmer, ältere Malthämmel und gut genährte Schafe 41 bis 47; fleischiges Schafvieh 36 bis 40. Schweine: vollfleischige Schweine von etwa 240 bis 300 Pfund Lebendgewicht 68 bis 71; von etwa 200 bis 240 Pfund 70 bis 72; von etwa 160 bis 200 Pfund 70 bis 72; fleischige Schwc'7' von 120 bis 160 Pfund Lebendgewicht 67 bis 68 Mark. Marktverlauf: Kälber und Schafe waren mäßig rege. Schweine bei ruhigem Handel ausverkauft.
Letzte Nachrichten.
Fünf Todesopfer des gestrigen Unwetters.
G l e i w i h, 5. Juli. (Funkspruch.) Die die Bläffer melden, hat das gestrige Unwetter, das gegen 5 Uhr nachmittags nur kurze 3eit über beiden leiten Oberfchlkfiens in bisher nicht bekanntem Ausmaße wütete, fünf Todesopfer gefordert. In peis- k r e t f ch a m wurde der Schornstein einer Ziegelei umgeknickt, wobei vier Personen gelötet und drei schwer verletzt wurden. 3m Wasserwerk Zawada stürzte der Schornstein auf eine Autogarage, in die sich Arbeiter vor dem Unreeller geflüchtet hatten. Line Person wurde getötet, drei schwer verletzt.
Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 7 Prozent, Lombardainssuß 8 Prozent.__
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Frankfurt a. M.
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