Ausgabe 
5.1.1928
 
Einzelbild herunterladen

Ek«tch»pvT <* Tc* 6«f

Steuer auigabe nicht baju benuOvii, den privaten hDorunter -uch die aemifchtwirtlchattlichen und bi« städtischen CBrtncfx perHanbrn werden) Jtraf locrrmbu»' Uni rrnehrnungen Konkurrenz au Machen. Dreien Betrieben muh die Mögllch- fett gegeben sein. ihr Äapttal txrrynt zu sehen Der privat« Grvtzkraftvertchr muh d,e gebührende Pachtung m der Rmchsge'etzgebung finden Die Reichspost muh k> behandel! werden, dah auch de privaten Äroft* tnxnibu»«Unterrnehrnungen bfe EriffenzmLalichtett auf gesunder ®runMage haben, chktstchmch der Pnnrbcrcchnung bei der Reichspost sind oft so harte Mängel vorhanden, dah die Regierung von sich au- «ngreilen muh. Da» Reichsvok- miniftcrium Hal auf di« Vorstellungen des 'Ver­bände- »ugdagl, dah Auswüchfe aus dem Pre^^- gebid mch« mehr Vorkommen sollen. Rcbrn der Leich-post be'chLftigt sich neuerdings auch Mr Reichsbahn mit dem Rrastomn.busverfehr. 3m Augenblick schweben zwischen der Rdchspvst und der Reichsbahn Verhandlungen darüber, in­wieweit der Personenverkehr mit Kraftomni- fniHen zwischen beiden oennrnsam geiührt werden kann. Dis jetzt ist aber noch keine »iniflunfl

»wischen ihnen erzielt worden. Hiniichrl.ch der Steuers ra g« ist zu sagen, dah der Verband all« S:euererh.>hungeii ablelmt, die dazu angetan sind, das Großkraftverteh.sgewerbe noch weiter zu belasten und damit auch zu «tuet Last sur- weitere BevolVerungskvei!« zu werden. Die Re­gierung muh einlehkn. dah für den Drohlrasl- verkehr Lteuererhbbunaen nicht mehr tragbar sind, auch von den vonberbesleuerungen muh dieses Gewerbe befreit werden, es geht z. V. nidx: an. dah Rundsahr1«i als Lustbarkeiten angesehen werden und infolgedessen Lustbarkeit»- steuer echoben wird. Wichtig ist auch eine ein­heitliche Dersicherungsregelung. bei der >m Interesse d?s Vrohkrastvcrl.hrsgewerbes die VersicherungSprämien he abgesetzt und die Dersichei^i igsbedtngungen ve.b.fsert werden. Der Verband verhandelt zur Zeit mit einer Der- sicherungSgesellschast. In Kürze dürste ein be- frtrt)igcnder Abschluh zu erwarten sein. Hinficht- tich des ReichshaftpflichtgcsehcS ist

davor zu warnen, allen Kraftverkehr nach ein­heitlichen Maßstäben zu wertens ein« Xrennung zwischen Reichsbahn. Krastomnibusverkehr, Krast- radverkchr ist notwendig. In Fahrplan- Ir a g e n will der Verband fortschrittlich tätig lein. Er erstrebt einen Reichsfahrplan. ein Reichs- tursbuch für den Krastomnibusverkehr ör will auch versuchen, den Aushang der Fahrpläne der privaten Kraftomnibuslinien in den Bahnhöfen iu erlangen. Für die deutschen Rundfahrt- lnternchmckngen besorgt der Verband die Wer­bung im In- und Ausland. Die reisen­den Ausländer sollen nicht nur ein Paar Städte kenneniernen. sondern mit Hilfe de» Kraft- reiseomnibus - Uebcrlandverkehrs die Schönheiten Deutschland» voll geniesten. Fer­ner unterstützt der Verband feine Mitglieder durch Rechtsberatung, durch Richtlinien für eine gesunde Lohn- und Gehaltsre- gclung, für ein« nach produktiven Gesichts- Punkten eingerichtete Betriebskontrolle. Wichtig ist auch ein gedeihliche» Zusammen­arbeiten mit den örtlichen Verkehr,.organen, den Verkehr»vercinen und Reiseburcau». sehr weit­voll und dringend wünschenswert eine ver- tiauen-volle Zusammenarbeit zwischen den Be­hörden. insbesondere der Polizei, und dem Krast- omnibusgewerbe. Bei der Gestaltung deSK r a s t- fahrzeuggesetzeS wollen wir dafür sorgen, vast den Interessen der KraftomnibuSbesiher in

gebührender Weise Rechnung getragen wird. Die KrastfahrzeugverkehrSvorschristen mässen unbedingt vereinheitlicht werden. EngeS Zusammenarbeiten mit der deutschen Auto­industrie ist notwendig, um alle Kräfte anzu- strengen für die Ausgestaltung de» deutschen Trost-Kraftverkehr». Auch mit der Reiche- p o ft wollen wir sachlich zusammenarbeiten, aber nicht dulden, dah unzulässige Mahnahmen der Reichspost aus Kosten der privaten Äraftomni- busunternehmunaen Platz greifen. Zum Schluffe forderte der Redner zu engem Zusammenschlust der Kraftomnibusunternehmer im Rahmen dos undes auf. Der Vortrag fand allseitigen lebhaften Beifall.

Im Anschlust an die Darlegungen des Redner» wurden in einer umfangreichen Aussprache die mancherlei Gesichtspunkte, die für den Zu- sammenfchluh der oberheffischen KcastomnibuS- linien in eine B e z l r k s g r u p p e Diesten des Verbandes sprechen, eingehend behan­delt und Übereinstimmend al» dringend notwen­dig anerkannt, dast dieser Zusammenschlust restlos und baldigst verwirklicht werde. Dafür sprachen sich nicht nur die am KraftomnibuSgewcrbe un­mittelbar interessierten Persönlichkeit:n au», son­dern auch vom Standpunkte der BerkehrSvereinS- arbeit wurde es begrübt, dast man dm Rahmen des Verbandes zu einer einheitlichen Organi­sation de» privaten Kras tomnibuSwesenS ge­langen wolle. In einer anschliebenden nichtöffent­lichen Versammlung der KrastomnibuSinteressen- ten wurde bann die BezirkSgruppe Die­sten deS VerbandeS gegründet und Autobesiher Schneider (L Fa. Ässmann & Schneider) zum Dorsihenden der BezirkSgruppe bestimmt.

Oberheffen.

Landkreis Mienen.

Alten-Duseck. 4. Ian. Das Evangelisch« Pfarramt Altcn-Buseck schreibt uns: Auf die durchaus berechtigte Kritik in der Rotiz in Rr. 4 de» .Gieß. Anzeigers' betr. Reujahr» Qcläute in Alten-Buseck möchten wir be­merken. dast die Unterlassung des Reujahrge- läutes weder auf Veranlassung noch auch nur mit Wissen deS ev. Pfarramtes geschehen ist. Es wird da ür gesorgt werden, dast. Dem all­gemeinen Wunsch der Gemeinde entsprechend, das Geläute in der nächsten Reujahrsnacht wie­der ftattfinbeL

Lollar. 4. Ian. Rach mehr als 44jähriger Tätigkeit ist unsere Geme.m «Hebamme grau Ka­tharina Zaubert in den wohlverdienten Ruhe­stand getreten. Während ihrer Dienstzeit hat sie mit größer Pflichttreue und Dewis enhastig» feit bei über 1533 Geburten mancher Mutter In schwerer Stunde mit Rat und Tat beigestanden und fic vor Schaden an ihrer Gesundheit bewahrt. Manches Kind, dessen erste Lebenslage sie be­treut. hat sie zu einem gesunden Menschen heran» wach en sehen Für die gcwis enhafte Ausübung ihres Deranttooriungdro'fen Berufes wurde Frau Zaubert bereits nach 4üjähriger Berufstätigkeit, im Januar 1925. von dem Hessischen Mini­sterium des Innern mit einer Urkund« alS Dank­schreiben ausgezeichnet. Auch bi« Bürgermeisterei

Dollar kpooch khr schon bemetl chee giWte Rv-

erieraiung aus

Reinhardshain. 4. Ian Rach einer Lannen Reih« von Jahren hatten totr diesmal mittet eine Deihnachtsfeter derSchule Lehrer Müller hielt dabei eine Ansprache mit dem Leiksptuch .Weihnachten das Fest der Liebe" Di« Kinder sühnen das Krippen'viel >Der Stern und die Weisen" auf. im trt er en Verlaufe des Abends wurde noch «in Weih- nachtsstück gegeben. Diese Darbietungen sowohl, wie die von den Kindern gelungenen Lieder und die vorgetragenen Gedich e fanden reichen Bei­fall. Am Schluffe der Feier wies Lehrer Mul - ler in einer kurzen Ansprache noch auf die hohe Bedeutung des Zusammena rbeitens von Schule und Elternhaus hin. Hieraus sprach Bürger­meister Dieb dem Lehrer, als dem Veranstalter der Feier, den herzlichen Dank der Gemeind« aus. Die Feier war so stark von den Gemeind« Gebern besucht, dah sie am folgenden Tage wiederholt werden muhte, um allen Einwohnern Gelegen­heit zur Teilnahme zu geben Gestern abend vielt im Saale der Wirtschaft Roth bet frühere Lultschisser Hahn aus B«.:ershain «inen Licht­bildervortrag über feine Erlebnisse auf dem Zeppelinluftschifs .2.3.59, das bekanntlich während des Weltkriege» von bet bulgari chen Küste aus zum Fluge nach Deutsch» OflaitUa auf gestiegen war, halbwegs aber auf Zunkbosehl der Admiralität zum Hafen in Jam- voll (Bulgarien) zurückkehren muhte. Die Eezäh- Ädes Vortragenden und die intereifaulen fanden mit Recht lebhaften Bei lall.

od Qrünberg, 4.Jan. Gestern mittag um die Essenszeit lief ein Sextaner der hiesigen Oder- realfdjule über die Eisdecke der log. Hase- tränke, die zur Zeitgeeifl" wird. An der Stellt zwischen neuer und alter Eisdecke brach der o u n g e ein und verschwand in dem etwa zwei Meter tiefen Wasfer. Zwei gerade vorübergehende Primaner. Rudolf Schmitz und Erich Frank, bemerkten die Bewegungen des Jungen, sich aus dem Wasser berausjuarbeiten und sprangen sofort über die Böschung der Höfetränke. Ihrem beberyen Zu- greifen gelang e», unter eigener Lebens­gefahr ihren jungen Kameraden vor dem Tode bei Ertrinkens z u retten. Das mutige, ent­schlossene Handeln dieser beiden Primaner verdient öffentliche Anerkennung, denn ohne ihr Zugreifen hatte, da um die Essenszeit wenig Verkehr an dieser Stelle ist, der Schüler den sicheren Tod gesunden. (Ein in der Röhe wohnender Geschäftsmann, Zin - her, der dieselben Beobachtungen wie die beiden Schüler machte, eilte ebenfalls an die Unglücksstelle, um dem Schüler mit einer Stange aus dem Walser zu helfen Der gerettete Junge befindet sich wohl und munter.

h Gründer g, 4. Jan. A is bet jüngsten Demeinberatssihung ist folgendes za be­richten: Die Gebrüder Fatum w rden ersucht, bei der Auflassung ihres Bauplatzes in der Bahnhof st raste die Verpflichtung «inzugrhen. dem Nachbar die B:bairung bet Drmz? ohn' V. 'nd- mauer und die Anbringung von Frnst.m zu gestatten. Die Auflassung wirb genehmigt, vor­behaltlich der Einwilligung der Forderung des Gemeinderaks. Das früher von Bauinsp.'ktor Seim bewohnte städtische HauS w.rd nach vorherg^ender Rücksprache mit Dr. W der für 11000 Mk verkauft. Die Auslassung soll am 1. Februar getätigt werdm. Veigeordn tev Keller, der die letzt« Sitzung im Jahre 1927 leitete, sprach den Gemeinderatsmltgliedern herz­lichen Dank für ihre eifrig? Tätigkeit aus und wünschte ein sorgenfreies, glückliches n:ues Jahr.

Lang-Göns, 4 Iaru Die am Sonntag­abend statt gehabte Weihnachtsfeier (n«t Wintervergnügen) de» Turnvereins stand besonder» unter dem Zeichen der Werbung für den t urner i s chen Gedanken in un­serer Gemeinde. Auster den bereits erwähnten Vorführungen an P'erd unb Barren von den aktiven Turnern und den Schülern fand ganz besondere Anerkennung das Weihnacht^tück ..Thriftrosen", daS von vier Mädchen und sechs Turnern sehr gut au'gesührt wurde GZ kann gesagt werden, dast dies die beste Dor'ührung war. die in diesem Winter von den hiesigen Vereinen g?g?bcn wurde.

Alrcie Uricdbcrg

WSR. Dad-Rauheim, 4. Jan. In der nächsten Zeit wird mit der Reuherrichtung De» kleinen Bühnensaales im Kurhaus begonnen. Der Saal soll neben verschiedenen DerschSnerungen auch eine bessere Akustik er­halten.

Ober-Mörlen. 4. Jan. Ende Juni diese» Jahres werden es 200 Jahre, dast die hiesige katholische Kirche ihre feierliche Weihe fand. Der Tag soll festlich begangen wer­den. Man hofft bis dahin vielleicht auch den Erweiterungsbau der Kirche, über dessen Pro.ektierung wir schon vor Monaten berichten konnten, zu vollenden. Da unsere Ge­meinde in den letzten Jahrzehnten einen starken Bevölkerungszuwachs erfuhr und heute mit 2300 Einwohnern, die in ihrer überwiegenden Mehr­heit dem katholischen Glauben zugetan sind, zu den größten Dörfern OberhessenS zählt, genügte die Kirche schon lange nicht mehr den an sie gestellten Anforderungen. Die Erweiterung war schon vor dem Krieg beschloßene Sache. Die In­flation entwertete aber die für den Zweck auf» gesparten Mittel. Der Kirchenbauverein ging vor Jahren wieder mit neuem Mute an die Arbeit: er hat in eifriger Sammeltätigkeit wieder 30 030 Luarf für den schönen Zweck aufgebracht, so dah mit dem Bau jetzt begonnen werden kann. In Erinnerung dürste es noch sein, dah auch die hiesige kleine evangelische Diasporage­meinde, die von Bad-Rauheim aus seelsor­gerisch versehen wird, fett zwei Jahren ihr eigenes schmuckes Kirchlein besitzt, das in der Hauptsache aus Mitteln dos Gustav-Adols-Der- eins errichtet wurde. Zwischen beiden Bekennt­nissen besteht hier das beste Einvernehmen. DaS zahlenmäßige Verhältnis beider Bekennt­nisse wird durch die ftandesamtlichenEin- tragungen des verflossenen Jahres deutlich auegebrüat. An ben 42 Geburten (23 Knaben und 19 Mädchen) und 20 Sterbefällen (von den Gestorbnen hatten 14 das .biblisch« Alter" über­schritten) ist die evangelische Gemeinde nur je mit der Zahl eins beteiligt, während unter den 32 Eheschließungen des Jahres zu einer rein evangelischen noch drei Mischehen kommen.

5 Oppershofen, 4. Jan. Bei einer Deoölke- rungszahl von 700 Seelen hatte unsere Gemeinde imIahre 1927 insgesamt 17 Geburten (6Knaben und 11 Mädchen) zu verzeichnen. Gestorben sind im hinter uns liegenden Jahre 13 Personen gegenüber 7 Personen in 1926. Eheschließungen sanden nur 4 statt. Der 93jährige Kaspar Sulzbach (ft zur Zeil der älteste Einwohner unseres Dorfes.

Bübingen. 4 Ian. Der Obst- und Gartenbauverein unseres Äretk» will zur Förderung des Vogelschutzes durch ge­meinsamen Bezug für leine Mitglieder 2 lst - Höhlen für tnleficnfreflenbe Singvögel besor- ?l«n. Auch sonstig« Interessenten können Befrei­ungen abgeben. Weiter beabsichtigt der Verein, in diesem Jab re mit einer Motor baum- spritz« die Obflbäumr allgemein mit Karbo- tineum auf Kosten der beteiligten Baumbefttzer bespritzen zu lassen. Dies« beiden Mafsnah-^-n find wegen ihres großen Ruhens für den Obft» und Gartenbau sehr' zu begrüßen. Hoffentlich machen recht viele Obstzüchter davon Gebrauch

Krcto Schotten.

-* Schot t en, 4. 3an. In den Revieren des Vogelsbergs ist ein ausfälliger Rückgang des Fuchses fe stzustell en. Rur in. den höheren Lagen ist «r noch etwa» zahlreicher vertreten. Di« Ausrottung wird durch die vielen Geinevcn Jagdrevier« bedingt, deren Pächter schon seit Jahren durch Fallen und Gift die Vernichtung ausnahmen Dabei verendeten viel« Tiere in irgendeinem Waldwinkel, ohne dast st« g künden und da» Fell verwertet werden konnte. Die Basaltindustri« wird zur Zeit durch den Frost und Absatzmangel stark beein­trächtigt. Sine Anzahl Steinbrüche ruht eben ganz, die Arbeiter find vorübergehend entlassen Grösiere Betriebe di« itoch im Gange sind, müssen auf Lager arbeiten, da in»b:sondere die Rachsrage nach Schotterst einen start 8urü cf ge­gangen ist.

Stumpertenrod. 4. Ian Cfleftem mit­tag wurde der Landwirt Wilhelm Fuch» . der im 60. Lebensjahre stand, tn seiner Scheune von seinen Angehörigen tot aufgefunden Er war einige Zeit vorher in di« Scheune ge­gangen. um Stroh vom Gerüst herabzuwerfen. Als er zur Mittagszeit nicht zum Vorschein kam, stellte man Rachforschungen nach ihm an und land ihn zwischen zwei herabgewor- lenen Strohbündeln tot auf der Tenne liegend. Die sofort eingdeitet« ärztliche und gerichtliche Untersuchung ergab, dast der bedauernswerte Mann beim Herabwe^fen des Strohes oben auf dem Gerüst ausgeglit- t cn und in d ie Tenne herabgestürzt ist. und zwar so unglücklich das) er das Genick brach und sofort tot war. Der Verstorbene war einer unserer tüchtigsten Landwirte, der stets cinen vorbildlichen Diehstand au'zuweisett hatte. wciS weichin bekannt war. Seinem tragischen Tod« wird allgemein« Teilnahme entgegen­gebracht.

Ävci» Lauterbach.

WSR Lauterbach. 4. Ian. Die hiesige Bezirks-Sparkasse verzeichnete im Mo­nat Dezember neue Spareinlagen von 196 630 Mark. 3m Jahre 1927 stieg der Ilm- fatz des Instituts insgesamt von etwa 39 auf über 45 Millionen Mark.

Starkenburg.

LPD Darmflabt, 4. Jan. DaS von dem Bund ehern. Leibgardisten in Darm­stadt zu errichtende Denkmal für die gefalle­nen Kameraden des Weltlrieas soll am 18. Aug. d. 2.. dem Tage von Gravelotte, einem für bi« hessische Division besonders denkwürdigen Tag«, enthüllt werden. Das Denkmal, einen hes­sischen Löwen in wuchtigem Ausmasick darstellend, soll aus dem Paradeplatz, auf der Schlohseite, zur Aufstellung kommen.

WSR. Groh-Gerau, 4 Ian. Ein schwe­rer Autounfall ereignete sich vorgestern mittag aus der Griesheimer Ehau sce an der Kurve nach Groh-Gerau. Ein Dankdirektor auS Mainz, der mit feiner Familie aus der Richtung von Darmstadt kam, steuerte den Personenwagen, konnte die Kurve aber nicht recht nehmen und fuhr gegen einenBaum. Die Insas en wur­den aus dem Wa?,en geschleudert. Während der Banklirektor und seine Tochter mit dem Schrecken davonlamen, muhte die Mutter des Vantdireltors mii Kopfverletzungen nach dem Eiädttschen Kran enhaus in Darmstadt überge ührt werden. Das Auto ist schwer beschädigt worden.

WSR. Aus dem Odenwald. 4. Ian. Eine Windhose rich.eie in mehreren Waldungen deS mittleren Odenwald-» bedeutende Derheerungen an. So wurden in de n Wald des HofautesHohenstein" bei Reichenbach, das dem Grafen von Srbach-Schönberg gehört, beinahe 1000 Festmeter Buchen, Eichen und Fichten umgelegt. Ebenso richtete der Sturm im veldenbacher Wald und in Privatwäldern in Knoden, Breitenwiesen und Umgebung größeren Schaden an, zumal auch jüngere Wälder dem Sturm zum Opfer fielen.

Rheinhessen.

WSR. Mainz. 4. Jan. dn der Kasse einer hiesigen gröberen Fabrik in der Oberen Aus­striche wurden Fehlbeträge in der Hohe von mehreren Taufend Mark festgestellt. Die Veruntreuungen datieren bis in das Jahr 1926 zurück. Der ungetreue Kassierer, ein verheirateter Kaufmann aus Mainz-Mombach. wurde vor­läufig in Untersuchungshaft genommen. Ein Autoführer auS Wörrstadt, der auf der Finther Landstrasse einem Auto der Be- fatzuna ausweichen wollte, kam mit feinem Fahr­zeug der Böschung zu nahe. Er wurde gegen einen Baum geschleudert und bheb be­wusstlos liegen. DaS sranzösische Auto brachte den Schwerverletzten inS Städtische Krankenhaus.

Preußen.

Kreis Wetzlar.

O Klein-Rechtenbach. 4 Ian. Die Einweihung des neuen Lchulhauses der bieiigen Gemeinde findet nicht, wie in Dr. 306 des .Gichener Anzeigers berichtet-am nächsten Samstag, sondern am Freitag statt. Dem Waisenhaus Zoar yierselbst ist durch Sr- lass des Oberprä! identen der Rheinprovinz die Erlaubnis Aur Veranstaltung einer einmaligen Hauskollekt e bei ben evangelischen Be­wohnern der Rheinprovirrz erteilt worden.

Kreis Marburg.

]f Marburg, 4. Jan. 3m 3ahre 1927 übernachteten in Marbur g s Gast­höfen insgesamt 37 406 Fremde. Der größte 5rembcntxrt.br fiel in M; Monate der studenti­schen S.iftungsfeste ui* des Kniversitätsjubi- läums. und zwar stehen der 3uni mit 3939 und der 3uli mit 4466 Rebernachrungen obenan. Statistisch nicht erfaßt tonnte die große Frrmden- zahl toerben, die in Privatquartiere unter gebracht war. Siner der ältesten Marburger, 2Htt>ba>

6Ärg«iiiidflei Schüler begeht am 6 Oknnior seinen 91 Geburtstag. Die Land­gemeinden des Kreises Marburg er­zielten im verflossenen 3aßre au» dem Ikrtaui bei ® ci< inbeobfle» insgesamt 32 618.7C Mart, geoen 19 086,34 Mk. im Jahre 1926 An erster Stelle stand diesmal die G.-meinde kal­bern mit 2612 Mk. Die Stadt Marburg nahm 1500 D2. für Gemeindeobst «In, gegen 1 ICC Ms m 1926.

sch Marbukg, 4. Jan. 3n der gestrigen Stadtverordnetensitzung wurde zu­nächst der kürzlich zum Bürgermeister geuxthue seitherig« Magistratsrat Boß für fein Ami verpflichtet. Ferner lag dn Antrag des Magistrats vor, daß die hiesige Oberreal- schule zu dner besonders anerkannien Lehranstalt erflärt wird. Die Stadtverord­neten waren damit einverstanden, dast bd b#m zuständigen Wtnistertum dn dle«bezüglicher An­trag gestellt wirb Für die Anbringufü neuer Verkehrszeichen wurden, 1400 Mk dewllligt. Desgleichen erklärte man sich e-.nver- standen mit dem Beitritt der Stadt zu dem tn der Gründung begrilfenen Museums- verband s ü r Hessen und Waldeck mit einem Jahresbeitrag von 4 Pf. je Kopf de. Devöllerung unter der Voraussetzung, dass die Stabt nicht noch zu den Beiträgen des Kreises herangezogen wirb.

tlreis Bicdcttkops.

# Königsberg, 4 Ian. grau Schlaud raff Witwe von hier erlitt «Inen schweren Unfall, als fie auf dem Heuboden Heu zum Füttern holen wollte. Die bedauernswerte alte Frau fiel mit dem Hinterkopf auf einen Balken und erlitt einen Schädel bruch mit einer tiefen Wunde. Die Holz bauerarbelten im hiesigen Gemeindewald nahmen gestern Ihren Anfang. Sie dürften schon in 14 Tagen beendet sein.

WSR. Wallau, 4. 3an. Don dem Kreisarzt ist amtlich das Vorkommen von Scharlach unter den Kindern unsere» Orte» festgestellt worden. Bisher sind 15 Erkrankungen ge­meldet worden. Die Krankheit nimmt zwar einen gutartigen Verlaus, jedoch sind alle Vorsichts­maßnahmen getroffen worden, um die Autdess nung zu verhüten.

Maingau.

WSR. Frankfurt a. DT, 4. Jan. Dienstag nachmittag fließen tn der Offenbacher Landstraße zwei Straßenbahnwagen der Linie 16 zusammen. Beide Motorwagen wurden auf den Geleisen geschleudert und stark beschädigt Zwei Personen wurden dabei leicht verletzt und nach dem Krankenhaus verbracht, wo einer der Verletzten al»balb wieder entlassen werben konnte Ter Malerialfchaben ist erheblich: der Verkehi war l1 . Stunden gesperrt. 3m Alter von 70 3ahren verstarb am Dienstag Geheimer 3ustizrat Louis Maquet, der Mitglied und stellvertretender Vorsitzender de» vierten Zivil­senats war. Geheimrat Maquet gehörte dem evangelischen Konsistorium an und war Äon- siftorralral.

LPD. Frankfurt a M.. 4 3an 3m April vergangenen 3ahre» wurde von txm Frank­furter Wafferwerk mit dem Erweit« - rung-bau de» Wasserwerks In Hatters­heim begonnen. Die beiden alten Dampspumpen wurden durch eine neue ergänzt, die «Ine täglich« Leistung von 45 000 Kubikmeter Wasser haben wird, während die beiden alten Pumpen zu­sammen nur 33 030 Kubikmeter täglich leisteten. Gleichzeitig wurde die Zahl der Brunnenaniagen um zehn neue Brunnen vermehrt; weitere sollen tm Saufe de» nächsten 3ahre» noch an­gelegt werden. Die Ge'aw.tkosten für die Anlage belaufen sich auf 1,5 Millionen Mark. Di« «r- weilerte Anlage wird bis Ende dieses Monat» betriebsfertig fein.

WSR. Hanau, 4.3an. 3m Anschluß an eine gerichtliche Vernehmung vor dem Unter- suchungSrichter ist am Montagnachmittag auch der zweite Direktor der In Konkurs Geratenen Gewerbebank. Schnitzer, in IntersuchungShaft genommen worden.

Hk reis Art lda.

LPD. Fulda, 4. 3an. 3n den Abendstunden drang in ein von einer ledigen Dame gesühr- teS Kvlonialwarengeschäst am Abtstor ein maskierter Räuver mit vor gehaltenem Revolver, um die Ladenkasse zu rauben. Da die Labeninhaberin laut um Hilse schrie, flüchtete der Räuber, ohne etwas, mit­genommen zu haben.

Berliner- Börse.

Berlin, 5. Ian. (WTB. Funkspruch.) Bis letzt ruht Im heutigen Vonnlttagvoerkehr das Geschäft vollkommen. Bel abwartender Haltung der Spekula lion scheinen die letzten Frankfurter Kurse Geldkurse zu sein. Die Entspannung am Geldmarkt macht wei­tere Fortschritte Man nennt I.-Ä Farben mit 283,5 Geld. Am Devisenmarkt hört man Paris gegen Lon­don mit 124,02, Mailand 92,35, Madrid weiter fest mit 28,10, London gegen Kabel unverändert schwach 4,8790.

Vermischtes.

Ein halbe» Tausend Hotel» in Ver in.

Da» Jahr 1927 ist für den Berliner fjrem- deiverkehr ein grosser Erfolg gewesen, zum ersten Male werden seit 1918 die Dorkriegszahlen an auswärtigen Besuchern der Reichshauptstadt über­troffen. Man ahnt vielfach garnicht, was für ein großer wirtschaftlicher Faktor die Hotels für Berlin bedeuten. Dazu muh man sich einmal klarmachen, dah nach den neuesten Zufammenstellun gen allein 541 Gasthöfe unö Hotels in Berlin ßf jäßlt werben. Zu dieser grohen Zahl kommen bann noch die 6535 Pensionen unö Fremden­heime, die ja auch meistenteils wie die Hotels in Öen inneren Bezirken der Weltstadt gelegen sind. Aber bi« Statistik verrät noch ganz andere unö über­ras chenöe Grossen Verhältnisse, co ergibt sich, bah in Berlin 19 478 Gast und Schankwirtschaften ein­schliesslich Hotels vorhanden sind. In diesen Betrieben wird beinahe die Bevölkerung einer mittleren Stadl beschäftigt, denn man zahlt für sie 63 628 Angestcllic. Natürlich nehmen unter den Schalk- und Speise- wirtschaften den grössten Anteil die ein, öie alkoho­lische Getränke geben dürfen. Es sind 11 494 B: triebe, also rund 59 Prozent. Dann folgen Öle Pen­sionen und Heime mit 35 Prozent unö 8581 Ange stellten, schliesslich die Gasthöfe mit 7718 Personcri unö bann die 512 Kaffeehäuser. Zu diesen beacht lichen ?^chlen kommen bann noch di« Mittagstische, die alkoholfreien Wirtschaften uno 29 Kabaretts mit Sariet<betrieb.