Ausgabe 
4.10.1928
 
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Aus der provinzialhauptstadi. I l^^^.TkLMch^

Pf. das Stück!

Vornotizen.

Donnerstag.

D3ÖH

Störung im Theater

durch Husten und Räuspern wird vermieden durch Ge­brauch von §ag's echten Sodener LNineral-Pastillen.

historisches Drama von Shakespeare Hegte: In­tendant Dr. Rolf P r a s ch.

Tageskalender für Lichtspielhaus, Bahnhofstraße:Angst". Astoria« Lichtspiele:Der größte Gauner des Jahrhunderts .

Es kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt: Butter 200 bis 220. Matte 30 bis 35, Wirsing 15, Weißkraut 10 bis 15, Rotkraut 15 bis 20. gelbe Rüben 10 bis 15, rote Rüben 10 bis 15, Spinat 30 bis 40, Römischkohl 10 bis 12. Doh­nen (grüne) 30 bis 40, Dohnen (gelbe) 60 bis 70, Unter-Kohlrabi 8 bis 12, Rosenkohl 40 bis 50, Feldsalat 100, Tomaten 20 bis 25, Zwiebeln 12 bis 17, Meerrettich 50 bis 150, Kürbis 8 bis 10, Kartoffeln 5 bis 6, Falläpfel 8 bis 10, Aepfel 20 bis 30, Dirnen 10 bis 25, Zwetschen 12 bis 15, Preiselbeeren 60 bis 65, Dromboeren 60 bis 65, Hagebutten 15. Russe 100, junge Hähne 100 bis 110, Suppenhühner 100 bi« 120 Pf. das Pfund: Käse (10 Stück) 60 bis 140 Pf.: Eier 16 bis 17, Blumenkohl 50 bis ISO. Salat 15 bis 25, Salatgurken 20 bis 50, Ein- machgurken 3 bis 6. Endivien 10 bis 30, Ober- Kohlrabi 5 bis 15, Lauch 10 bis 15. Rettich 10 bis 20. Sellerie 20 bis 50 Pf. das Stück: Radieschen 10 bis 15 Pf. das Dund.

Iing, aber nur ibm allem, als zwischen- ! Ölung aus eigener selbstschöpferischer Sprach- traft auch Oba oder sonst etwas Aehnliches gern zugestanden sein, aberGroßvater" sollte das Ziel seiner Bemühungen bleiben. Ruch die Omina will nun mit dafür sorgen, daß ihr liebes Kleines recht hübschGroßmutter"

Aus dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Am morgigen Freitag wird das LustspielIngcborg" von Kurt Goetz, der den Gießener bereits durch sein Gastspiel »Hokuspokus" bekannt ist, er st auf geführt. Das Lustspiel machte nach seinem außerordentlichen Erfolg in Berlin den Weg über dir ganzen deut­schen Bühnen. Oberspielletter Hans Tannert führt Regie. Er spielt selbst die Hauptrolle des Peter Peter. Es wirken ferner mit Ingeborg Scherer, die die gleichnamige: Heldin des Stückes Ingeborg" darstellt. Die Rolle der Tante Ottilie spielt Luise Jüngling. Es wirken ferne? mit Hans Harser Ottokar, Julius Basis: Conjunktiv. Der Laubfrosch Hadrian... Bühnenbild Karl Löffler. Sn Dorbereitung istRichard IN".,

Gießen, den 4. Oktober 1928.

Oba.

Es wäre kaum zu verwundern, wenn Dor­stellungsmassen, die unter dem Einfluß der selt­samen Laute dieser Ueberschcrft in Bewegung geraten, erst dann zu einem vorläufigen Ruhe- punkt kämen, wenn sie bei dem Wortschatz pri­mitiver Naturvölker und der mutmaßlichen Be­deutung solcher Klangbilder angelangt sind, llnö poch gehen diese scheinbar exotischen Schallwellen auch auf unserem aItenN heimischen Kulturboden um. Hier bilden sie nicht etwa Bestandteile einer urwüchsigen oberhessischen Mundart, sind vielmehr hier ebenso zuhause wie darüber hin­aus. Es mag dahin gestellt bleiben, bis zu welcher Höhe gesellschaftlicher Schichtung diese zwei klangreichen Silben anzutresfen sind, und bis zu welcher Breite sie die einzelnen Stufen durchdringen: überall, wo sie austreten, finiten wir sie vornehmlich im Hausgebrauch, aber auch in seinen Ausstrahlungen auf gute Freunde, getreue Nachbarn und dergleichen. Doch hier im häuslichen Kreise vollendet sich ihr Schicksal, je nachdem der Großvater, modern ausge­drückt. Stellung dazu nimmt.

Der Fall hat begonnen, für michpraktisch zu werden". 3d) bin nämlich zum erstenmal Groß­vater geworden. 3n einem solchen Augenblick gehen Wandlungen vor sich: der Dater konnte seinen Stolz nicht verbergen, ein seliges Lächeln verklärte die Gesichtszüge der jungen Mutter, und die Großmutter wischte mit einem hörbaren Seufzer der Erleichterung an den Qluacn, kurz, alles war froh, und so glaubte auch ich Grund zur Freude zu haben, einmal zur Mitfreude mit allen anderen, dann aber auch zu einer eigenständigen Freude, denn ich war doch Großvater Ae- worden, voraussichtlich mit allen Ehren und Wür­den, die diese Stellung in einem auf einigermaßen geordneten Beziehungen auf gebaut en Familien­bild mit sich zu bringen Pflegt. Allerdings voll­zog sich dieser Eintritt in die neue Familien­stellung nicht, ohne daß ein dunkler Schatten über meine freudige Gemütsbewegung glitt: dennGroß- vater werden, heißt ja auch alt werden! Aber mit diesem Problem hoffe ich schon allein fertig zu werden. Schwerer lastete bald ein anderes auf mir.

In dankbarer Freude war die Kunde von dem frohen Ereignis hinausgegeben worden, und nun kamen die Glückwünsche herein: schriftlich waren sie noch zu ertragen, aber mündlich soweit sie auch mir persönlich galten!Ah, guten Mor­gen, Herr....! Was habe ich denn da gehört? Ich gratuliere Ihnen auch herzlich zum Ob al" So und ähnlich ging es die nächsten Tage weiter, immer waren diese zwei klang­reichen Silben primitiv-exotischen Gepräges der Höhepunkt. Eine kleine Pause mit einem er­wartungsvollen Zublick ließ mich fühlen, daß ich selbst nun an der Reihe war, mich zur Sache zu äußern. Aber der übliche Dank blieb mir In der Kehle stecken, es würgte mich dieses ewige Gestammel von Oba und Oba, oder gar der temperamentvolleren Abwandlung O b b a. Keine Frage, daß ich in solchen Augenblicken innerer Qual trotz aller Anstrengung nicht gerade voll- freudig erschien, und auch eine Erklärung war bald dafür im Umlauf:weil es ein Mädchen sei.....", Und dabei hätten doch diese Seelen­

künder bei einem einigermaßen hellen Blick in die Welt wissen müssen, daß zwischen einem Mädel von heute und einem Ölun­gen kaum noch ein Unterschied besteht, geschweige denn nach weiteren 17 Iähren. Dem Fasse aber schlug es den Boden aus, als ich eines Tages nach Hause kam und die junge Mutter mit ihrem Liebling im Arm mich empfing mit den freundlichen Worten: ..Sieh' einmal, wer da kommt! Da kommt ja dein Oba!": und als das kleine Wesen anfing, mit Händen und Fußen zu zappeln und dazu zu krähen, fügte die glück­liche Großmutter noch freudestrahlend hin­zu'Hör' doch mal, was das liebe Wädi dem 0%a schon all erzählen will!" Zwar hielt ich noch krampfhaft an mich, um die Atmosphäre des Augenblicks nicht zu stören: aber sobald wir im Familienkreis« wieder ruhig zusammensahen, er» klarte Ich liebevoll, aber bestimmt, daß ich nicht gewillt fei. mein Leben in einer so verkrüppelten Dasetnsform abzuschliehen, daß ich weder ein Oba, noch ein Obba, sondern nach gutem deutschen Brauch ein Großvater sein und bleiben wolle, ohne daß deshalb irgendwie Gemütswerte ver­loren zu gehen brauchten. Im Gegenteil.

Und ich hatte das Glück, allmählich die rest- lvse Zustimmung meiner Hausgemeinschaft zu

sangveremLiedertranz" (Tßeltburg) begrüßte durch gut oorgetragene Chöre: dem Glockenlied von Lendvai und Wiegenlied von Mozart. Don den Verhandlungen ist zu erwähnen: Begrüßung, Iah- resbericht und Leitung der Verhandlung erfolgten durch den Vorsitzenden, Berufsschullehrer Seng­nagel (Grünberg), die Iahrcsrechnung durch Eise (Gießen) und die Niederschriften durch Dber- poftfetretär Liebou (Butzbach). Der vergangene Sonntag war der 68. Geburtstag des Bundes. Das nächste Bundesfest findet am 22. bis 24. Juni 1929 in Weilburg, anläßlich des 100jährigen Bestehens des GesangvereinsLiederkranz" daselbst, statt. Der Antrag des Vorfitzenden, das Wertungs- singen zu einem Volksliedertag auszugestalten, fand einstimmige Annahme. Desgleichen findet das Wer­tungssingen erftmalig in zwei Sälen, also geteilt, statt. Als Gesamtchöre wurden festgelegt: 1. mit Orchester:Weihegruß des deutschen Liedes", kom­poniert von Goßler: 2. ein noch zu bestimmendes Volkslied. Längere Zeit beanspruchten die Beratun­gen über die Organisationsfragen, wie Beiträge zum Hessischen Sängerbund, dieSängerwarte", Beiträge an die Tonsetzergesellschaften und das zweite hessische Sängerbundesfest 1929 in Darm­stadt. _ c

* Der Hessische Landes-Lehrer- verein wird in der zweiten Oktoberwoche in Darmstadt zu seiner Iubiläumslagung aus An­laß des 60)ährigen Bestehens des Dereins zu- sammentreten. Die Tagung wird am Montag, 8. Oktober, durch einen Festakt eingeleitet werden, bei dem der Obmann des Landes-Lehrsrvercins, Rektor Reiber (Darmstadt), in einer Rück­schau die leitenden Ideen der Lehrerbewegung in Hessen während des vergangenen Iahrhun- derts beleuchten wird. Verbunden mit dem Fest­akt wird eine Ehrung der Iubilare fein, von denen noch 140 am Leben sind, davon 18 aus der Gründungszeit des Iahres 1868, weitere 122, die dem Derein über 50 Jahren angehör'N. Am Dienstag wird die geschäftliche Hauptversamm­lung ftattlinben. Gesellige Veranstaltungen wer­den an beiden Tagen die freien Stunden in bester Weise ausfüllen.

= Der Tierschutz verein für Hessen im Dienste des Vogelschutzes. Einge­denk der großen ethischen und volkswirtschaft­lichen Bedeutung des Vogelschutzes will der hessische Lierschuhverein alle Bestrebungen tat­kräftig unterstützen, die der Erhaltung oder der Vermehrung der bei der Schädlingsbe.'ämp|ung so nützlichen Dogelwelt dienen, vor allem durch Schaffung-geeigneter Ristgelegenheiten. Der Ver­ein beabsichtigt, die Beschaffung von geeigneten Risthöhlen zu ermöglichen. 3n Aussicht ge­nommen ist zunächst, für die Schulhöfe und Schulgärten von etwa 900 hessischen Gemeinden Nisthöhlen verschiedenster Art zu ermäßigtem Preise zu vermitteln.

** Zur Richtigstellung. Die Gesangsabtei- (ung der Gießener Polizeibeamten teilt uns mit, daß ihr Chormeister, unter dessen Leitung die Gesangs- obteilung bei der Jubiläumsfeier des Polizeiamtes gesungen hat, nicht Herr Wigger ist, sondern Herr Anton Wickert, der Wirt des Katholischen Der- einshauses.

** Auftrieb zum heutigen Frankfur­ter Scylachtoiehmarkt: Eine Kub, ein Fresser, eine Färse, 1020 Kälber, 605 Schafe, 534 Schweine. ,

(wettere Lokalnachrichlen im 2. 'Blatt.)

" Wichtige Umbe setzungimHesii- schen Verwaltungsgerichtshof. Das hes­sische Gesamtministerium hat durch Entschließung vom 27. September den Vortragenden Rat im Ministerium des Innern, Oberregierungsrat Ludwig >2 ch w a m b in Darmstadt, und den Kreisdirektor Karl Hem­merde für die Dauer des von ihnen bekleideten Amtes zu Mitgliedern des Verwaltungsgerichtshofes ernannt.

** Die Feuermeldesirenen werden mor­gen nachmittag um 3 Uhr ertönen. Es handelt sich dabei um eine Ausprobierung der Anlage nach dem Abschluß der regelmäßig wiederkehrenden Ueberprü» fungsarbeiten. Zur Beunruhigung der Bürgerschaft ist also kein Grund vorhanden.

Erster HauSbau an einem neuen Etrahenzug. Für Wohnungszwecke und für ärztliche Praxis wird an der Ecke der Stephan- straße und der Verbindungsstraße zwischen dieser und der Ludwigstraße, entlang dem Bahndamm, ein Reubau errichtet, dessen Rohbau in einigen Tagen fertiggestellt fcin wird. Durch die Errrch- tung dieses Baues ist die obere St-ephanstvaße ausgrbaut, während die Verbindungsstratze mit dem ersten Haus bebaut wird. Aus verschiede­nen Gründen empfiehlt es sich, diese Straße als­bald auszubauen: einmal wird gegen den Bahn­damm hin ein entsprechender Abschluß geschahen, anderseits ist es wünschenswert, die Straße als­bald zu befestigen. Es fei hierbei bemerkt, daß die Anwohner der Gnauth- und der in nächster Rähe liegenden Straßen schon längere Zeit diese Straße als Zugang zum Bahnhof benutzen. Dieser wird nach der Artigstellung des FinanzaantS- gebäudes sicher noch stärker in Anspruch genom­men werden. Das Passieren dieses Weges war seither, insbesondere bet Rachtzeit, keine An» nchmlichkeit, weil die Unterhaltung, Reinigung und Beleuchtung fehlten.

" Der Raubüberfall im Wetzlarer Weg bestätigt. Der am Dienstag vom Po- lizei^richt auf Grund einer Selbstbezichtigung des Täters als mutmaßlich gemeldete Raubüber- sall auf eine Sterne im Wetzlarer Weg findet jetzt seine Bestätigung. Die Dame, eine verhei­ratete Frau, hat bei der Kriminalpoltzet An- z-vigr gegen den Täter erstattet. Bekanntlich ist dem Räuber bei feinem Verbrechen, bet dem er es auf die Geldbörse der Dame abgesehen hatte, der Erfolg versagt geblieben, da die Lieber­fallene sich zur Wehr setzte und um Hilfe rief, worauf der Kerl flüchtig ging. Der Täter be­findet sich jetzt im hiesigen Untersuchungsgefäng­nis. Zur Zeit wird nachgeprüft, ob ein anderer Aaubüberfall, der am 11. Sechernbsr in Fried­berg stattfand, auch auf sein Konto zu setzen ist.

" Diebstähle. Der Polizeibericht meldet: Am 21. September wurde in der Rothol aus ebnem dottt stehenden Auto eine Mappe mit itachstehendem Inhalt entwendet: 1 Fieber­thermometer, 2 Rickel-etuis mit Tabletten, Spritzen und Ampullen. 1 Füllfederhalter und ein Paar neue Lederhandschuhe. Am 27. September wurde in einem Hause im Seltersweg an der Dampf­heizungsanlage im Kellergeschoß der Manometer (Wasserdruckmesser) gestohlen. Personen, frie über den Verbleib der Gegenstände Wahrnehmungen gemacht haben, werden ersucht, der Kriminal­abteilung in geeigneter Weise OEitteilung zu machen. . . ,

50jährige8Arberts!ubilaum. Am 2. Oktober konnte der Vorarbeiter Paul Wiedermann aus Launsbach auf eine 50jäh- rige Tätigkeit bei der Firma Soh. Balch. Roll, 3igarrenfabri!en, Gießen, zurückblicken. Bei einer schlichten Feier im Kontor sprach Kommerzienrat Roll diesem braven Veteran der Arbeit seinen Dank aus für die treu geleisteten Dienste und überreicht^ ihm ein Geschenk. Er gab der Hoff­nung Ausdruck, daß Herr Wiedermann noch viele Iahre bei bester Gesundheit in der Firma tätig sein werde. Reichspräsident v.Hinden­burg hatte dem Iubilar In einem Schreiben seine Glückwünsche zu diesem dentwürdigen Tage ausgesprochen. Auch die Angestellten und Ar­beiter der Firma überreichten dem wackren Mit­arbeiter Geschenke. Der 3u6Har. der auch heute noch sehr rüstig ist und zweimal täglich die Strecke Launsbach-Gießen zu Fuß zurücklegt, ist ein tüchtiger Mensch von lauterem Charakter, dem noch viele Jahre bester Gesundheit beschieden sein mögen. \

** Der Lahntalsängerbund hielt am Sonntag feinen ordentlichen Sängertag in Weil­burg a. d. L. ab. Von den 23 Bundesvereinen mit über 1200 aktiven und 2300 passiven Mitgliedern waren Vertreter vollzählig erschienen. Der Ge-

fagen lernt, zumal ja Rotkäppchen auch zur Großinutter zu Besuch gegangen sei. lind schließ­lich sind wir alle übereingekommen, als Gegen­leistung unser Enkelkind selbst auch stets bei seinem vollen Ramen zu rufen, dreisilbig und klang­reich, so wie ihn der Standesbeamte in seinem Wörterbuch bestätigt sand und wie ihn die Gote ernst und feierlich mit über die Taufschüssel gab. Wer von den Großvätern und Großmüttern zieht in dielet Sache mit mir an dem gleichen Strang?

R. B.

ZremdenvorsteUung im Siadttheaier.

Aus dem Stadttheaterbureau wird uns ge­schrieben: Arn Sonntag, 7. Oktober, 18 älhr, finöet die erste Fremdevorstellung dieser Spielzeit statt. Zur Aufführung gelangt2Irm wie eine Kirchenm aus", Lustspiel in drei Akten von Ladislaus Fodor, deutsch von Sieg­fried Geyer. Ladislaus Fodor hat mit seinem Landsmann Molnar, dessenSpiel im Schloß" einen Welterfolg errungen Hai, die Leichtigkeit der Dialogführung gerne. 1: Das Gießener Stadt­theater hatte die süd'o.D rutsche Erstaufführung vonArm wie eine Kirchenmaus" erworben. Der glänzende Erfolg erwirkte, daß sehr viel größere deutsche Dühnrn das Lustspiel ebenfalls zur Ausführung erworben haben. Das Stück unterhält vom ersten bis zum lebten Wort, bringt einen Vorwurf aus dem Leben des Alltags und streift moderne, soziale Probleme, wie Arbeit, Arbeitslosigkeit, Rationalisierung, Arbeitstrab, RLann und Weib und Liebe. Die liebenswürdige, chararnnte Art des Sttls zeigt echtes Thraterblut.

Daten für Freitag, den 5. Oktober.

Sonnenaufgang 6.07 Uhr, Sonnenuntergang 17.30 Uhr. Mondaufgang 21.06 Uhr. Monduntergang 13.48 Uhr.

1582: Einführung des Gregorianischen Kalenders: 1609: der Dichter Paul Fleming in chattenstein (Sachsen) geboren; 1813: Eleonore Prochaska. Heldin des Befreiungskrieges, in Dannenberg ge­storben; 1857: der Schriftsteller Fedor von Zobel- titz in Spiegelberg geboren; 1862: der Kolonial« Politiker Wilhelm Sols in Berlin geboren; 1908: Bulgarien wird Kör-'-»reich.

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Als Gefangene der Menschenfresser wurden wir scharf bewacht. Aber als unser Wächter eines Tages in der Mittagssonne eingeschlafen war, erstach ich ihn mit meinem Dolche und floh. Todmüde und hungrig traf ich im Walde auf einen alten Said, der eben im Begriffe war, sich aufzuhängen. Auf Befragen erzählte er:O Fremdling, ich bin Ibasid, der Obertabakmeister meines Königs Nabopolassar, und fiel in Ungnade, weil meine Cigarettenmischungen'meinem Herrn nicht mundeten.

Dieses hörend, sagte ich:O Ibasid, bleibe am Leben! Wenn du mich aus diesem Urwald führst, will ich dir ein herrliches Tabakrezept

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