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grenz- und auÄonbbeutfchen Gebiete gSzogen, um Land und Leute kennen zu lernen und. wo es einer Studentenschaft gegeben ift, Hbfjüf« zu schaden und sich selber für deutsches Hilsswerk in bedrängten Gebieten emzusetzen. QLu6lanZ)* deutsche Studenten wurden pfleglich an reich-- deutschen Hochschulen den binnendeutschrn Kom­militonen gleichgestellt. Wertvolle Angleichung-- arbeit wurde geleistet. Die Deutsche Studenten­schaft mit ihren Llntergliederungen und Verzwei­gungen fehlte nie, wenn die Forderung des Tages dos mannhafte Bekenntnis mit Wort und Tat verlangte.

Auch die Tagung in Danzig ist Symbol solcher Volkhaften Haltung gewesen Die Beziehungen zum deutschen Osten wurden hier in sichtbarer Weise zum Ausdruck gebracht; die Anteilnahme der Behörden hat dos gemeinsame Bekenntnis deutscher Art erneut erhärtet. Wenn anschließend an dielen Studententag mit seiner Lösung der praktischen Aufgaben die Kommilitonen den deut­schen Osten durchwandern, um sich mit feiner Eigenart, seinen LebenSnolwendigkeiten und seinen Gefährdungen vertraut zu machen, dann dürste wiederum eine Kämpferschar ouS der jungen Generation gefunden sein, die für die kommende (-seit mit Ernst und Verantwortung das groh- bexitfche und volkliche Danner der jungen Stu­dierenden hochhält, im grvhen Rahmen einer freien studentischen Selbstverwaltung. Hier liegt eme deutsche Hoffnung und die Gewißheit, daß daS Erbe deS großen Krieges nicht vertan wird.

Oberheffen.

Landkreis Gießen.

g. Klein-Linden. 3 Aug 2luf der Frank- surter Straße zwischen Klein-Linden und Großen- Linden ereignete sich am Donnerstagabend ein schwerer Autounfall. Der Führer eine» Hanomag-Wagens verlor in d.r Kurve am Wald­rand vor K ein-Linden infolge Achsenbruches die Gewalt über dos Steuer, was zur Folge hatte, daß sich der Wagen überschlug und die zwei Insassen, einen Kaufmann nebst seiner Braut au» Gießen, unter sich begrub Sin gerade des Weg» kommender andrr?r Wogen verbrachte die beiden Verunglückten, welche am Ä o p f starke Verletzungen aufwiesen, n dir Ehirurgische Klinik nach Gießen.

D Lollar, 3. August. Sine öffentliche 0 c meinderatSsitzung fand gestern abend statt. ES standen nur 'wenige Punkte zur Beratung. Dte Sitzung war jedoch wegen Eiichaltung eines Ter­min- notwendig geworden. Die Preußische Slektri« zrtätS-Aktien-Gesellschaft, Abteilung Kassel, plant den Bau einer 20000 -Doltleitung vom ^Imspainxwerk Gießen durch die Gemarkungen Lol­lar und Ruttershausen nach den Duderusschen Eisenwerken Lollar. ES ist die Aufstellung von sech- großen Masten in derSchmau" vorgesehen. Der Gemeinderat bemängelt zunächst, daß keine Zeichnung vorlregt, der Plan darüber vielmehr bei dem KreiLamt Gießen zur Offenlegung ge­langt ist, so daß den Grundeigentümern in der jetzigen Erntezeit keine Möglichkeit gegeben ist, darin Erttficht zu nehmen. Der Gemeinderat er­klärt sich mit der Führung durch di? Gemarkung Lollar einverstanden, wenn zuvor mrrt den Grund­eigentümern. auf deren Gelände Masten zur Auf­stellung konunen sollen, über die an diese zu zah­lende Entschädigung eine ilebcreinhmft erzielt ist iinh die Antragstellerin sich verpflichtet, die Dege in den gleichen Zustand zu versehen, der vor dem Baubegrnn vorhanden ist Diese einschränkenden Bedingungen wurden ausgenommen, um den in f-llheren Fällen gemachten (Befahrungen vorzu­beugen. Weiterhin soll die Preußische Elektrizi- tät«-A.-D. um ihr Einverständnis ersucht werden, daß diese Leitung gegebenenfalls zur Stromliefe- rung an die Gemeinde Lollar benutzt werden kann bzw. hierzu zur Verfügung steht. Mit der Errichtung einer Benzinzapsstelle auf dem Eigentum des Ludwig Klinket VII im An­schluß an eine bereits vorhandene^ Tankstelle ist der Gemeinderat einverstanden. Für den Ver­kauf eine- Gemeindebullens liegen zwei Angebote vor. Es wird beschlossen, dem Vleistbietenden. Händler Siegmund L ö b ((Sieben), mit 51,25 Mark pro Zentner Lebendgewicht den Zuschlag zu erteilen.

Krcih Friedberg.

| Steinfurth, 3. Aug Alle Eltern, die Äin- der in der Schule haben, werden es dem Äe- mtlnbcrat danken, daß er den Beschluß gefaßt hat.

Möwe im Sturm.

Roman von Sophie Kloerst.

32. Fortsetzung Nachdruck verboten.

Ich Habs ja nichts, und sie gibt nichts. Oder ich soll Kollmann heiraten. Du weißt, ich sprach Dir früher von ihm. Da» kann ich nicht. Elena. So bleibt nur das eine, Du mußt Dich trennen von Deinem Manne. Du weißt ja selber, daß Du nie wieder hochkommst mit ihm. Dann will sie Dich Herkommen lasten und Dich versorgen. Und wenn Du zu elend bilt, allein zu reisen ich traue mir zu, daß ich Dich holen kann. Da» wird sie mir nicht abschlagen. Schreibe gleich. Jo? Oder telegraphiere, wenn ich eilig kommen soll. Jede otunbe bin ich für Dich bereit."

Al» sie den Brief abgesandt hatte, war sie etwa» ruhiger. Elena mochte vielleicht nicht die Energie besitzen, einen Entschluß zu fassen, aber Sergei Wladimirowitsch war kaum daran gelegen, eine lei­dend« Frau mit sich durch das Land zu führen. Er half sich leichter allein. Nachdem Elenas IRolte in Men ausaesvielt war. ließ er sie gehen. Und war sie einmal hier in Berlin, in den Händen der Durchlaucht, von Schwesternliebe umhegt, bann mußte sie doch zum Entschluß kommen. Maria hoffte ganz sicher darauf

E» uxn ein Heiner, wenig sauberer Gasthof, in dem Baro» und Baronin Biron abgestiegen waren 'Was half»? Man muß sich zu helfen wissen und man brauchte ja tagsüber so wenig in den elenden Zimmern zu bleiben. Kaffeehäuser und Klub« sind den ganzen Tag offen, und wenn die Gemahlin nicht ausgehen kann mein Gott. Frauen Und immer am besten In den vier Wänden versorgt.

Elena lag in der Mauernische, die vor ihrem Hinterzimmer, roeinumranft, auf den Hoi hinabj. i Es stieg dunstig von unten auf, Ställe öffnet. l,ch nach dem Aof, Küche ixgeriiche. 0c(. und Fiichdunß quollen non dort her fic mußte an V Bi klopfe in Leoni denken, und wie tausendmal be». c» dort gewesen. Noch kein Jahr vergangei* seit lenen Wochen.

das Schulhaus in der Södeler straße mit Warmwasserheizung zu versehen Zwei Säle, sowie der untere und obere Flur sollen mit Heizkörpern versehen werden. Mit der Ai^suhning der Arbeiten ist die Firma Imhof m Bad-Nou- hem beauftragt worden. Voraussichtlich werden die wichtigsten 'Arbeiten noch wahrend der commer- serien ausgeführt. Die (5 r n t e o r b e i t e n sind hier in vollem Gonge. Korn und Gerste sind zum größten Teil schon eingcsohrcn. Die Ersohrungen der letzten Jahre zeigen, daß ein baldige» Einfahren von Vorteil war. Die Ernte verspricht allgemein einen reichen Körncrertrag.

Mrei* Büdingen.

A Ridda, 3. Aug. Mitten in un.fmr Stadt, am^ Kreuzungspunkt der Schiller-, Aeuen- und Bahnhofstraße, steht ein einstöckiges Wohnhaus, das ein lehr großes Verkehrshindernis bildet Wiederholt sind an dieser Stelle schon Verkehrsunsälle vorgekommen. So rannte kürzlich wieder ein aus der Aeuen Straße kommendes Auto mit einem Motorradfahrer aus der Bahn­hofstraße zusammen, wobei Deterinärarzt Lind aus Echzell vom Aad gerissen und an Hand und Arm verletzt wurre Die Stadtverwaltung hat das Haus für 4500 Mark von den Erben des verstorbenen Briefträgers Sänger gekauft und wird es wahrscheinlich niebetlcgen lassen, um eine bessere Acberücht des fahrenden Publikum- zu ermöglichen. Auch für den Wagenoerkchr mit Langholz, der zum Himmelsbachschen Sägewerk und zum Bahnhof die gefährliche Straszenecke be­nutzen muß. wird dadurch die Möglichkeit ge- schossev, direkt aus der Aeuen Straße in die Bahnhofstraße einzubiegen, während derartige Fuhrwerke bis jetzt immer durch die ganze Schi Herst raße fahren müssen, um sich aus dem freien Playc vor dem alten Kriegerdenkmal drehen zu können, wodurch stets ein bedeutender Zeitverlust entsteht. Vom hiesigen Turn­verein errang der Bäcker Adolf R o ths chl o g auf dem Deutschen Turnfest in Köln den 43. Preis mit 162 Punkten. Der Sieger wurde von den hiesigen Turnern und Turnerinnen feierlich am Bahnhof abgeholt und mit einer herzlichen Ansprache begrüßt.

?u Aus dem Aidbata 1. 3. Aug. 'Nach­dem lokale Anordnungen den hemmungs­losen Wasserverbrauch einge däm mt, haben sich die Wasserschwierigkeiten in der Ge­nossenschaft Ulfa Ober-Schmitten Rainrod einigermaßen gebessert. D-i nicht übermäßigem Verbrauche ist jetzt soviel Wasser vorhanden, daß die Leitungen nicht abgestellt zu werden brauchen. 11m den Gesamtwasserverbrauch der einzelnen Gemeinden kontrollieren zu können, sollen jetzt Wassermesser an den Abzweig­stellen des Hauptstrangs eingebaut werden. Da­durch wird es möglich sein, jeder Gemeinde die ihr vertraglich zustehende Wasjermenge zuzu- weisen, so daß Eigenmächtigkeiten in Der Ent­nahme. wie sie seither öfters vorkamen, ein für allemal beseitigt find. Die Trauben­stöcke. die noch viele Häuser unseres Tales mit ihrem freundlichen Grün umkränzen, zeigen in diesem Jahre einen prächtigen Wuchs und reichen Behang. Don Pilzkrankheiten, die in den verflossenen Jahren Blätter und Früchte zerstörten, ist so gut wie nichts zu merken. Unter Der Einwirkung der Sonne sind die Trauben groß, die Beeren gut entwickelt, so daß bei einigermaßen günstiger Witterung im Früh- berbst die Früchte nicht allem zur Reife kommen, sondern auch genügende Süße aufweisen werden waS seit etwa sieben wahren nicht mehr vor­kam. Die günstige klimatische Lage unseres Tales läßt die HauSreben gut gedeihen. Schon ihres sommerlichen Schmuckes wegen sollten sie noch weit mehr gezogen werden, zumal, ihre Anzucht leicht und fast mühelos ist.

Mrete Schotten.

(.) Meiches. 3. Aug. Der Junglehrer Körber von hier. Sohn unseres Försters, wurde in diesen Tagen zum erstenmal seit seinem Se­minar-Abgang dienstlich verwendet. Zwei Jahr- lang führte er bie beiden Männergesangvereine Stvrndorf und Dirlammen, welche beide nun den Weggang ihres seitherigen tüchtigen imö be­liebten Dirigenten beklagen.

* Dom Hohervdsk opf. 3. Aua. Am 1. Septonrber erfolgt die U e b e r g a b e des vom V. H.E. erworbenen Landhauses des Zah'narztoS Jäger in Gießen Die schönen Räumo lo'nnan im ganzen und geteilt den Er- holungfuchendein vermietet werden. Da das nahe

Ihr wurde übel von dem Geruch, von der heißen Lust, die, eingesperrt zwischen Hausmauern, von keinem Windhauch bewegt wurde. Der Hafen war nicht fern, doch nur die unangenehmen Seiten der Wassernähe waren zu spüren. Was hätte es gehol­fen, wenn jie hinaus gegangen wäre! Der junge Mai, der droben in der Heimat letufrifd) und lebensfroh durch die Buchenwälder ftp ritt, hatte hier ein staubiges Kleid an. und das erste junge Grün war schlaff von dor glutheißen Sonne.

Wann würden sie fortkönnen von hier?

Die Tür lnarrte. Sie wandte den Kopf nicht. Am Tritt hörte sie. daß Sergei Wladimirowitsch ein- trat, und so sehr sie sich nach seinem Kommen ge­sehnt jie mar wie ein launisches Kind, das jein Gefühl trotzig versteckt. Fast den ganzen Tag hatte er sie alleingelassen.

,.Eh bien, chärie? Immer allein? Und mit solch verdrossenem Ausdruck? Wo ist die liebenswür. bige Gattin, bie früher tagte: Ich mache nie Szenen? Szenen sind vulgär und verderben bl# Schönheit?

Ich bin ja ohnehin nicht mehr schon, wenn man nicht einmal mehr ein bißchen Körperkultur treiben kann" Sie schluckte, sah unverwandt in den Hof und hoffte auf Widerspruch.

Aber der Großfürst konstatierte im stillen, daß die liebliche blonde Frau in den letzten Wochen wirklich merkwürdig verloren habe und seine Stimme war nur Höflichkeit, al« er antwortete:

Da» findet sich wieder, wenn wir drüben an den fußen Wassern von Konstantinopel unsere Zelte aufgejchlagcn haben. Hat Ihre Hobest Herzogin Maria noch immer nicht zu schreiben geruhte"

Da." tu wies kurz auf den Brief der neben ihr lag. .Auch nicht» Ich batte es dir oorher- flefagt.

Der Fürst las und pfiff durch die Zähne.Denn die Leute nicht geben wallen, find sie immer be- anders bereit nut Erklärungen ihrer opferwilligen Viebe. Uebrigen» hat fie ganz recht Du solltest bi« Aufforderung an nehmen und na* Berlin mu ihrer Abwechslung nur gut tun Hier ift do» Älima augenscheinlich nicht vorteilhaft für dich."

b-n Klubhäusern liegende, behaglich cingc- r'chtete Landheim «in« Küche mit vollständiger Einrichtung bafitz». eignet es sich vortrefflich zu längerem Familienautenthalt. Di« deiden Klubhäuser des D.H. E. erhalten «ine Zentralheizung, die einen Wivterausent- hait auf dem Hohcrod-fvpi v «I angenehmer ge­stalten wird als seither.

Mrcte Alsfeld.

(.) Groß-Felda. 3. Aug. Der hiesige Äü* ferei-Ob-rmei'ter Efscnwangcr wollt? einen guten Freund mit seinem Alotorrad nach der Dahnstatton Mücke fahren. Auf dem Wege dort- hm stürzte er und brach den linken Arm.

(.) Ermenrod. 3. Aug. Benn Preis- Scheibenschießen des hiesigen Klein-Ka- liber-Schützenvereinö ging Lehrer Müller von hier als bester Schütze des Tages alS 1. Preis­träger hervor.

(.) Kestrich. 3. Aug. Unser Dorf, welche- in den heißen Juli tagen sehr unter Woffernot zu leiden hatte, ist nun infolge Zukaufs neuer und ergiebiger Quellen jetzt mit Wasser reichlich versorgt.

Kreis Lautervach.

WSA. Schlitz. 3. Aug. Dom Forsthausneu- bau am Wege nach dem Ellenberg stürzte der Maurer Martin Strittmatter vom Ge­rüst und erlitt dabei schwere Quetschun­gen an der Brust Der Schwerverletzte wurde mit dem Kraftwagen abtranSportiert.

Starkenburg.

WSA Darmstadt. 3. August. Ein Hand­lungsgehilfe von hier hatte am 1. August eine Bierreife unternommen und legte fich in der Aacht in bezechtem Zustand unter einen Baum auf den Wooasplah. Aach kurzer Zeit erschienen drei in Darmstadt wohnhafte junge Leute, die den Bezechten feiner Barschaft beraub» en. Darüber erwachte dieser und rief zwei des Weg- kommende Radfahrer um Hilfe an. Bei der Ver­folgung der Täler konnte der eine von ihnen eingeholt und der Polizei it bergeben werden. Seine Vernehmung ergab auch die Fest- stellung und Festnahme feiner beiden Komplizen.

WSA. Walldorf. 3 Aug. Frau v. Dei n- b ct g in Frankfurt a W hat hier «ine m n bernc Geflügelfarm anlegen laffen. in der bis zum 1. Oktober 3000 Legehennen unter- gebracht werden sollen. Die Farm soll so aus- gestaltet werden, daß sie im nächsten Jahr täg­lich 500 0 Eier liefern kann.

Preußen.

RevoLverattentat

im $ronffurfer Arbeitsamt.

Lpd. Frankfurt n. 2)1., 3 Aug. Gegen drei­zehn Uhr wurde heute von dem Arbeitslosen Josef W i 11 c o m in , geboren 1908, auf den Bermitt- lungsfckretär Peter Ennenbach beim A r b e i f 9 a m t mit einem Revolver ein Schuß abgegeben, der den Beamten in die Wange traf. Es handelt fich um einen Arbeitslosen, der seitens des Arbeitsamtes wiederholt in Arbeit vermittelt wurde, und der in vier Fallen nach kurzer Zeit wegen Faulheit aus seiner Arbeitsstelle ent- lassen wurde, oder sie sreiwilllg verließ Auf Grund der gesetzlichen Bestimmungen wurde er wiederholt mit der üblichen Unter st ützungs- sperre belegt. Neuerdings Hatte er wiederum eine Arbeitsstelle nach 10 Tagen verlassen. Nach­dem ihm daraufhin heute morgen die Arbeils- lofenunterstützung abgelehnt wurde, begab er sich an den Schalter oes Sekretärs Ennenbach und zoo, nachdem er dem Beamten den Dorwurf gemacht hatte, an der Ablehnung der Unterstützung schuld zu fein, den milgeführten Revolver. Der Verletzte, als ruhiger pflichtgetreuer Beamter geschätzt, wurde in das Heiliggeist-Hospital gebracht, wo die Äugel entfernt wurde. Lebensgefahr besteht nicht. Der Täter ist flüchtig und unbekannten Aufenthalts, obwohl er sofort von anderen Arbeitslosen verfolgt wurde.

Äreis rüetzlar.

-Z- Wetzlar. 3. Aug Die piefige Frei­willige Feuerwehr gedenkt ihr 65jäh- riges Bestehen am kommenden Sonntag hx besonderer Welle festlich zu begeben. Sieben dem Fackelzug und nachfolgendem Dezrüßungsab«nd am Samstag dürfte die Groß« Schulübung am

Sonntagmorgen auf Nrm Haarplitz im WHfrf# punkt beä öffentlichen Jnteres'es stehe«

Wißmar 2 Aug. Die Älexnlteblung*- gesell ck alt W?t Irr beabsichtigt, in unterem Ort« 6 Einfamilienhäuser und ein Doppel- wöhnhous zu erbauen Tie Bauarbeiten sind durch das baulcitentw Kr :sbouamt zu Wetzlar in verschiedenen Lo en ber.i's vf'entlich ausgeschrie­ben und werden in aller Kürze vergeben. Durch diese» Bauvorhaben hot t man her Wohnungsnot wirftam zu begegnen. Die Lahn brücke bei unterem Orte ist im Mai b e'cs Jahres in bie Llnt rhaltuna bes Kr.'ife» üb-rgegangen. Die mit der 11-ehernahme der Brücke in die KreiSunterhal- tung sich ergebende Frage ob Per Unterhaltung-- pflichttg« ein» etwaig« Erweiterung ober einen Aeubau vorlunehmen bat ist noch nicht geflärt. si« liegt vielmehr bem Kvei-au-fchuß zur end­gültigen Befchluftfasfung vor.

- Gardenheim. 2. Aug. Da nach erfolgtem Erweiterungsbau de» neuen Bolk - - schulaebäubcs ix unterem Orte bietet nun iiber d.e erforber!ii>en Räumlichkeiten ^erlügt, wird bas alte Schulhaus am Goelßrplatz zum Verkauf gestellt. Da« Hau» eignet sich «och lehr gut alS Wohn- ober Ge'chäftshauS uixb dürfte recht viele Liebhaber finden. Bei Ge egcxxheii b r Straßenbouarb eiten a n sübweftliche« Ortsausgmxg nach Wetzlar wird auch bie im Zuge b:r Straße von b'er nach Dorlar befinbltix Kurve am Block Dorlar geradegelegt und auch anfchl eßend gepflastert wvourch einem schon lange empfundenen Bedürfnis Rechnuxxg getragen wird. Während der Dauer der Umbau- arbeiten ist bie Straß, für den öffentliche« Ver­kehr gefperrt dieser wird über Dorlar Wald- girw.ee Wetzlar und umgekehrt umgeleitet

Aus dem Kreise Wetzlar. 3. Aua. Der Bezirksausschuß zu Koblenz Hot den Schlug der Schonzeit für Birk-. Hafel- und Faf a n en bne. fowir für Birk-. Hafel- und Falanenheixnen auf be« 2«. September fest­gesetzt. so kzah ber 30. September ber erst« Jagd­tag ist. Die Schoixzeit für R«b*älber wurde aus das ganze Jahr ausgedehnt.

Tillkrei».

Lpd. Dillenburg. 3. August In Oberwarns­bach, Kreis Siegen, nahm ein löjähnger Bursch# das väterliche Jagdgewehr und legte ,m Scherz auf die Mutter an, die mit einem kleinen Kind auf dem Arm in der Küche faß. Plötzlich ging ein Schuß los. Die cochrotladung drang der Frau in Brust und Kopf, der Tod trat auf ber Stelle «in. Das Kind blieb unverletzt. In der Dunkel­heit fuhr ein Kaufmann aus Herborn mit feinem felbstgesteuerten Wagen vor Dillenburg in einer Kurve in i t voller Wucht gegen di# B r ü ck e n nx a u e r der DIU. Der Wagen wurde vollständig z e r I r ü m m c r t und die vier Iniajjen in hohem Bogen auf die Straße geworfen. Dabei erlitt «in junger BaixkleHrling derart schwer« Verletzungen, daß er st o r b . bevor Hilfe zur Stelle war. Alle anderen Infafsen kamen mit ^leijch- wunden davon Angeblich ift der Magen in der Kurve ins Rutschen geraten, wodurch die Brems­wirkung nicht voll in Erscheinung trat.

Mrcie Marburg.

WSA. Marburg. 3. Aug Der Kurhef - sischc Verein für Luftfahrt hat außer den bereite genannten vier Segelflugzeugen noch em werteres®egaju»'* genannte» Flugzeug nach ber Rhön verladen, auf bem u. a in>t> Mar - burger Studenten am Schulungswet t- b c toe rb auf der Wafferkupp« texlrcb-^ men. unter ihnen ber Sohn be» verstorbenen. Frankfurter und bann Marburger Oberbürger- meister- Boigt.

Maingau

Lpd. Frankfurt a M, .3. Aug Ein aewljser Artur S., am 4 Dezember 1900 in Frankfurt ge­boren, zuletzt in der Obermainstroße wohnhaft, wurde am Freitag bei einem Psanderfamrnler in dem Augenblick fe ft genommen, al» er ein g e stohlene » Fahrrad versetzen wollte Bei feiner Vernehmung im Polizeipräsidium aab er* noch neun weitere 3) i e b ft ä h I e zu AI, er nach der Vernehmung von zwei Beamten in» Polizeigefängni» eingeliefert werden fallt# und die Beamten sich mit ihm auf der Trepoe be» zweiten Stockwerks befanden, stürzte er sich in einem unbewachten Augenblick über da» Treppen- gelänber in ben Parterrestock Er Irua schwcre innere Verletzungen davon und kam durch die Reltungsxvache in» Krankenhaus.

Sie fuhr herum. Ihre Augen blitzten ihn an. Du willst also Schluß machen? Erst Hast du mich fortgeholt aus München, als ich eben ansing, wie­der ein bißchen froh und sicher zu werden, hast mich bis hierher gebracht und nun ich bin dir schon wieder ein# Lost. Jawohl- Do, ist d#«n# Siebe."

Wenn du dich vor den Leute« auf bem Hof nicht genierst Mir kann e» gleichgültig fein. Aber deine Nerven muffen wirklich stark gelitten haben. Ueberlege doch mit Ruhe. 4vas soll werden? Wenn hier nichts zu machen ift, und es lieht sich sehr wenig danach an, bann muß ich versuche«, nach London zu kommen, wo sich augenblicklich alles aufhält, was noch von ben Romanows vor- hanben und in einigermaßen günstiger Position ist. Aber die Reife kostet auch Geld. Ich allein mein Gott, man jchläat sich durch. Mit feiner Gemahlin reifen, legt Verpflichtungen auf."

Du haft dir diese Verpflichtungen bisher ietzr leichtgemacht. Do sah sie in feinen Augen bas bo|e Funkeln, da, warnte. Ihr mühsamer Trotz schlug in Furcht um. Es war ja dos Verzweifelte daß ji, ihn liebte, immer noch und trotz ollem liebte. Daß jie ihn nicht verlieren wollte, mochte er jie auch tausendmal peinigen und wie ein Spielzeug behan­deln. ,.ö» nutzt nicht», da, Streiten, sagt, f|# leise. Was soll also werden""

Siehst du, nun kommst du selber zur Emsicht.- Er setzte sich «eben ihr Ruhelager, ein paar Au|am- mengefieate und mit Ziegenfellen bedeckte Stühle, und strich mit ber feinhngerigen Hand kosend über das Blondhaar. Die» Haar halt« immer noch Reiz für ihn, so viele blonde Frauen er auch schon im Ann gehalten hatte. Und Elena wurde weich unter ber schmeichelnden 'Berührung, fühlte, wie ihre heim­liche Sehnsucht wieder zu seinem Herzen flog, ließ sich streicheln, und als er sich näherneigte und leise hx ihr Otzrjipfelchen biß. eine Berührung, bie sie al» blutjung# Frau immer zu hellem Lachen gereizt, war sie wieder bie willenlose Geliebte

Wir brauchen um doch nicht zu trennen. Teuerste Wir tun nur |o Wenn diese gräßlichen Leute so wahnsinniae Bedingungen stellen, hat man jie zum Narren, ras verdienen sie nicht anber». Du läßt Mario kommen, ihr fahrt zusammen nach Berlin,

ich gehe nach Xlonbon, und wenn dort alle» nach Wunsch geordnet ist, kommst du mir noch Wie lange kann das mähren? Zwei, drei Monat#"

.Ich weiß nicht, Sergei, ich bin doch nicht schwarz- teherifd) Aber vor mir steht e, wie eine hohe, dunkle Mauer, durch die kein Tor geht. Und recht» und Unk» kein Weg"

Die Hitze, mein Kind Deine Nerven versagen' Er war schon mit seinen Gedanken bei einer aon,z anderen Sache.Do» schreibt die Maria bot von einem Herrn, den sie noch Wunsch der Dome Schulze betraten soll? Ein Bürgerlicher?, Ist bo, auch cm Leberhondler ober so etwo»?"

Nein, der große Kollmann Der Direktor der Amerikanischrn Bonk Der Moria damals über die Grenze brachte, als sie zu uns noch Venedig kam. Du weißt doch."

Ter! Hm Dorum nicht? Die Amerikonm scheinen es jetzt al» Sport zu betrachten, sich mit den europäischen Fürstenfomilien zu verschwägern. Warum greift Jie nicht zu' Soviel Mammon ent­schuldigt jebe ÖfewiUiancc "

Er ist bald ein alter Herr "

Um so besser Dann ift sie bald eine reiche Witwe "

Er bekam eine tiefe Furche auf ber Stirn, bie Augen starrten in bie fernste Ztmmerecke, al» fohen sie dort plötzlich Möglichkeiten

Dieser vergoldete Schwager konnte eine größere Chance fein al» London Wann kann Mana hier

Wie weiß ich das? Da stnb doch immer bi« Paß geschuhten'

Ja. la. Hnr -- Und wieder Schweigen und Grübeln. Elena axagte nicht, ihn zu stören. Odaleich sie do» unheimlich# Gefühl hotte, etwa. Gute» über­legte er nicht

Ader st# war so Hein geworden

Am Abend schrieb sie, st# und ihr G#mahl sexen au ollen Ztiaeftändnissen bereit, und wenn Maria sic holcn !?nnte Allein zu reifen, fei ihr allerdings unmöglich.

Ader langer als drei Wochen dürfe dos Komme» de 3diroefier nicht auf sich warten laffen. Athen fei bereit» unerträglich heiß

<Fortfetzung folgt.)