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Winnen.
Bürgersteig Sein ©in«
Es erfolgte
Strafe und
Kunst und Wissenschaft. „Deutsche Kunst Düsseldorf 1928".
obachtet, daß b:r 3u?.i:. der seine tote vor bestreitet, mitgcspielt hat. deshalb Freisprechung von
Kosten.
Ein Wetzgerlchrling ist auf dem des Asterw-gs in Gießen gefahren, sprach wurde verworfen, da er nicht rechtzeitig un Termin erschienen war.
Eine Siebzehnjährige, bei ter besonders bedauerliche Verhältnisse vorliegen, ist beschuldigt, im Mai 1927 in Hochelheim sich der Hehlerei eines Handtäschchens und eines Halskettchens, ferner im 3u(: 1?27 sich d?s Zechbetrugs schuldig gemacht und einen Wirt hierdurch um den Betrag von etwa 5 Mark geschädigt zu haben. Sie ist ferner beschuldigt, in Wetzlar und Umgebung in nicht rcchtsverjährter Zeit zweck-, mittel' und ziellos umhergezogen zu sein und gebettelt zu haben. Die Verhandlung bot ein äußerst bedauerliches Bild. Das Mädchen, das bisher alle Warnungen in den Wind geschlagen hat. muhte durch ein größeres Ausg?bot answärliger Sicher- hcitsbeamten überfuhrt werden, da es sich aufs Leugnen verlegte und den Tatbestand in jedem einzelnen Falle zu verwirren suchte. Das Gericht erkannte wegen der Hehlerei und des Betrugs auf eine Gesamtgesängnisstrase von vier Wochen, wegen der Landstreicherei und des Bettelns auf eine Haststrase von je einer Woche, ordnete die Strafaussetzung der Freiheitsstrafen bei fünfjähriger Bewähr u n g s f r i st an und erkannte werter auf Zulässiaknt von Erziehungsmaßnahmen, deren Anordnung und Auswahl dem Borwund- schaftsrichter überlassen wurde. Die Verurteilte kann zur Zeit kein Zutrauen verdienen, daß sie aus sich selbst heraus sich zu einem ehrbaren Lebenswandel zurückfinden werde, da ihr bisher die häusliche Erziehung und offensichtlich der gute Wille zu ehrbarer Arbeit fehlte.
nungsnot einen Aufschwung der architektontschoa Produktion ermöglicht, spüren Maler und Bildhauer nichts von frischen Impulsen aus den Bedürfnissen des Tagcs. Die Schuld hieran tst darin zu suchen, daß eine Snnremdung zwischen Kunst und Leben eing.'treten ist. Ich glaube, daß die notwendige engere Verbindung zwischen Kunst und Leaen nur dadurch gewonnen werden kann, daß den Künstlern Au träge zuteil werden. die unmittelbar mit dem Dasein, den Sorgen und Hoffnungen der Gegenwart verknüpft sind, wie dies bei den raum/chaf,enden Künsten der Fall ist. Ich richte einen Appell an diejenigen, die berufen sein könnten, auf dem anyedeuteten Wege Schritte zu tun, an Wirtschaft. Industrie. Handel uni) Vertehr. Wir haben in der staatlichen Verwaltung begonnen, geeignete Räu- me in Kirchen, Schulen und Di.'nstgebäuden einzelnen Künstlern zur Gesamtausstattung anzu- vertrauen. Wir wollen darin sortfahren. Ich bin der Reichsregi.rung be onders dankbar, daß sie sich mit uns vereint hat zur Eti'tung einer Reihe von Preisen im Gesamtbeträge von 12 000 Marl, die hervorragenden Lei- stungen als Auszeichnung gölten T>tf-iur Sortierung unserer deutschen Kunst, deren Wohl uns Allen am Herzen liegt.
An der Sitzung des Gerichts nahmen als Iugendschössen teil: August Friedrich Rinn von Heuchelheim und Karl Vogt von Wieseck
Immer wieder ist es das als .Straßenoeschal- tigung" bekanntlich verbotene Fußballspiel Jugendlicher, durch das Pasantrn belästigt und beschmutzt zu werden pflegen. Gar manche Mark wird unnötigerweise wegen Zutoiderhan- delns gegen das Verbot als Gclostca.c d er Staa.slasie zugcsührt. Diesmal hat ter Vater eines von auswärts stammenden Tachdcaerlehr- lings genen einen glicht ichrn Strafbe ehl Einspruch eingelegt, da fein Sohn am fraglichen Spiel nicht b:t?i igt gewesen sei. Der als Zeuge Dernomnicne Poli'eiwachtmcister hat nicht be- Schuld nach
über je 1200 Mark mit je 20 Stimmen eingeteilt ist. .. ,
"FrankfurterLebensversicherungs. Aktiengesellschaft. Die zum Konzern der „Orunlfurler Allgemeine" gehörende Gesellschaft weist Ende 1927 mien Aerncherungsbesland von 477 05 (392.06) Mill Mk aus. Die Steigerung des Bestandes betraut 21.6S Proz Der mchtnormole Abgang in der Tvdesjallvcisicherung durch Verfall, Verzicht. iKrDnftion und 9<td)ictnlo|ung belief sich nuf W (59 45) Millionen Mark Die Verhältnisse heben sich oi|ü nnrflid) gebessert. Der Reinzuwachs betrau, ^-l.99 ,76.20) Millionen Mk. Versicherung-' lumme Die Prnmienemnahme war 23,14 (18,8-5) WiU Ml dazu 1,17 (0.90) Mill. Mk. Kapitaler- lrauiiijse Pie Versicherung-sälle beanspruchten 2,16 (I 16) M'll. Mk.. der Slerblichkeitsgewinn ergab 0S9 (1 >4, Mill. Mk. Verivallungskoslcn erforderten 8'67 ,7 64) Mill Mk. Von dem Gesamtüberjchuß von 2,23 (2.15) Mill. Ml. erhält die ©eroinnrurf. löge der Persich-rten eine Uebcrweisung von l,9o (1 Hß) Mill Mk. Die Gcwinnreserve der Versicherten er'huh, sich damit auf 5,08 M ll. Mk. Die Dividende für die tlhirn ist unverändert 12 Proz. Die Arbeiten für die Auswertung der alten Papiermark- Versicherungen stehen unmittelbar vor dem Ab- Irh'un Der Auswertungsstock hat sich von 13,93 Mü' Mk auf 19,08 M ll Mk erh >ht. Im Jahre 1928 verläuft dos Geschäft bis jetzt den Erwartungen eniiprechend. Der Versicherungsbestand hat eine halbe Milliarde Mark überschritten.
' Dyckerhoss & Widmann. Der Aus- sichtsrat Hal beschlossen bet auf Anfgzig 3unt einiubcrufcnben o. G.-V. bie JBetfct lang einer Div dmde von 6 Proz. für bas Geichack-iahr 1£2 vornischlagen.
• «eiten & Guillaume Karlswerl 21© Köln. Der Aussichisrat beschloß, bet für ben 31. Mai 1923 emzuberufenden Ge- neraltierfammlung bie Ausschüttung einer L/wi- dende von 6 Prozent wie im Vorjahre vorzuschlagen Gegenstanb her Tagesordnung wird auch sein bie Erhöhung des Grundkapitals ber Gejellschast von 60 Mill. Mark auf 6o Mttl. Mark unter Ausschluß bes Bezugsrechtes ber Aktionäre Der Verlauf bes neuen Geschäftsjahres ist befriebigenb.
Frankfurter Börse.
Karstadt-L-G., die Klärung über die Maßnahmen an der Neuyorker Börse und die Nichterhöhung der Diskontrate der Neuyorker Federal Reserve- Bank, ein günstiger Bericht über die Lage des Stohlverbande-. die Abnahme der Konkurse im April usw. wurden als 8) a u f \ e m o m e n t e bewertet und beschleunigten die Wiederbefestigung. Da zu den ersten Kursen keine größeren Orders Vorlagen, bewegte sich das Geschäft in ruh.gen Bahnen. Die hohen Dorbörsenkurse bchauptetcn sich ;urn offiziellen Beginn nicht überall. Irogbem waren die Steigerungen gegen gestern mittag ganz beträchtlich. Bankaktien konnten unter Führung von Danatbank und Reichsbank bis 8,25 i) f) gewinnen, ft al i inerte und Spritwerte waren um 3.5 bis 5 o.H. erhöht. Glanzstoff plus 9 v.H., ftarffabt plus 7 v. H., Polyphon sogar plus 18 d. 8). usw. Stark zurückgegangen waren Kanada mit minus 3 v.H., Lahmener minus 4L-5 d. 8)., Feldmühle Papiere minus 3,5 o. H. A n - leihen durchweg freundlich. Ausländer nicht einheitlich. Anatolier schwächer, Bosnier plus 0.50 bis 0,75 o. 8). 13er Rumänen fester auf Stabili- sierungsverhandlungen mit Frankreich. Pfand- b r ie f e unverändert ruhig und eher anceboten. Der Geldmarkt war nur zögernd erleichtert. Tagesgeld 7 5 bis 9,5 v.H., Monatsgeld 7J5 bis 8,5 v. ß. Warenwechsel zirka 6.90 bis 7 v. H. Der Verlauf brachte kei. e einheitliche fturvcntwicklung. Im allgemeinen waren die Abweichungen nur gering. Eine Ausnahme machten Svenfka und besonders ftalia*tien unter Fi hrung von Salzdetfurth, letztere bewegten sich 15,5 v. H. über Anfang, während Aschersleben und Westeregeln zirka 5 o.H.
Fahrstuhl sitzende Invalide herauSttvg und nicht uncrheb..che Derletzu g n davontrug. Der Fuh- rer des Kranwagens u?a. durch das Amt,geeicht Gießen toege i iahrkässigcr Körperverletzung zu einer Ge bstra'e veructült wocd^i. 2luf seine Berufung hin kam die Sache jetzt nochmals zur Verhör d.ung. Das Gericht Ian aber zu keiner CT.bgüIttge.i Enticheiduag. son.ern hielt in Anbetracht ber sich erheblich witecsprechendea Zeugenaussagen weitere Ermittelung en zwecks weiterer Ausliäru.ig d:s Sachoerha.ts für nötig.
Zugendschöffengericht Gießen
höher lagen.
Frankfurt a. TL 4. Mai. Tendenz: abge- schwächt. — Der Frankfurter Produktenmarkt verkehrte in schwacher Haltung. Abschlüsse wurden nur wenig getätigt. Kleie war bei behaupteten Preisen weiter etwas gebessert. Es notierten: Weizen 27 Mark: Roggen 28,75 bis 29; Hafer, irländischer, 27,75 bis 28,25; Mais (fldb) für Futterzwecke 24 , bis 21,25; Mais (gelb) für andere Zwecke 24,75 bis 25,25; Weizenmehl, füddeutfches (spezial 0), 38,25 bis 40; Roggenmehl 39,50 bis 41; Weizenkleie 15,75; Roggcnlleie 17,50 Mark.
Strafkammer Gießen.
• Gießen, 27. Avril. Durch bas Fi.anzamt Butzbach war g^gen einen Dresch -.a chin.nvesitzer wegen vorsätzlicher Hinterziehung ber Umsatz st euer ein Stra befchüd in Höhe tes breifachen Betrages ber hi Erzogenen (Steuer ergangen, außerdem war auf Veröffentlichung der Strafe erkannt toorben. Da der Steuerpflichtige gericht iche Entscheidung beantragte, mußten sich i.unmehr auch die ordentlichen Gerichte mit diesem Fall belassen. In dem Verfahren stellte sich heraus, daß die zur Feststellung Oer steuerpflichtigen E. igelte ge'ettich vorgeschriebenen Aufzeichnungen in einer derart lässigen Weise gemacht waren, daß sie keinesialls als Grund- lage einer orb:tungsmäßigen Steuererklärung angesehen werben konnten. Gegen das Urteil des Amtsgerichts, bas ben Angeklagten nur ber fahrlässigen Steuerverkürzung für schulbig erachtete. verfolgte bie Staatsanwaltschaft Berufung. In dem erneut aulgenommenen Ermittlungsverfahren zeigte es sich, baß ber Umsatz mindestens um die Hälfte verkürzt angegeben war. Wenn auch das Gericht einen zweifelsfreien Beweis für vorsätzliche Steuerhinterziehung nicht für erbracht ansah, so glaubte es doch mit Rücksicht auf das bei Abgabe der Voranmeldungen von dem Angeklagten geübte, nachlässige Verfahren auf eine Erhöhung der Geldstrafe erkennen zu müssen und verurteilte ihn daher unter Aushebung des erstinstanzlichen Urteils wegen Steuergefährdung zu einer Geldstrafe von 5 0 0 Mark, eventuell 50 Tage Gefängnis.
Mehrere Arbeiter, Vater, Sohn u.id Onkel, waren durch das Amtsgericht Friedberg wegen Wider st ands bzw. Beleidigung zu Geldstrafen verurteilt worden. Der Sohn, ein verheirateter Arbeiter, hatte an jenem Tage dem Alkohol etwas zu stark zugesprochen und in dieser Verfassung Ortseinwohner belästigt. Als der Bürgermeister und Polizeidiener ihn von der Straße wegschassen und in ben Unterkunstsraum ber (Scmcinbe verbrinam wollten, kam es seitens brr Angeklagten zu Tätlichkeiten gegen bie Polizeiorgane. Während ber eine Angeklagte aus subjektiven Grünben sreigesprychen würbe, würbe bas Urteil gegen bie übrigen Angeklagten bestätigt. Rur mit Rücksicht auf bie schlechte Vermögenslage sah bas Gericht von einer Erhöhung ber Strafe ab.
Im Oktober v. I. war Ecke Rordanlage-War- burgrr Straße ein Wiesecker Personenkraftwagen mit einem Kranke nfahr- st u h l zusammengestoßen, wobei ber in bem
Frankfurt n M., 4. Mai. Tendenz: fester An der heutigen Börse war das Geschäft im ölige* meinen ruhig die -£■ uuenfl war -ad) freundlich. Gegen die gestrige Abendbörse tonnten sich aus den meisten Marktgebieten Kursbesserungen durchsetzen. Für Montan- werte brachte die ftohlenpreiserhöh u n g auch heute noch eine gewisse Anregung. Mit Bcsriedigung wurde auch der verhältnismägig günstige Bericht des Stahlwerkverbandes aufge- nommen. Anderseits mahnte der immer noch an- gespannte Geldmarkt zur Zurückhaltung. Man verwies weiter auf die uneinheitliche Entwicklung des deutschen Arbeitsmarktes. Es sollen wieder einige Käufe für ausländische Rech- nung zur Aussührung gekommen fein, so daß die Spekulation nach den gestrigen Abgaben zu Deckungen schritt. Die Publikumsbeteiligung war gering. Zu den ersten Notierungen waren überwiegend Kursbesserungen von 1 bis 3 v. 8). zu verzeichnen. Einige Spezialpapiere waren wieder lebhafter verlangt. Kaliwertc waren bevorzugt, Westeregeln kannten 11,5 und Aschersleben 7 v. 8). nnzichen, auf den günstigen Kaliabsatz im April. Am Bankenmarkt konnten nur Danatbank (plus 9,5 v. $).) wieder große Umsätze erzielen. ' Eommerzbank waren 2,75 o. 8). höher. Elektro- werte lagen stiller; Siemens konnten 3,75 v. 8). gewinnen, Fellen & Guilleaume waren auf die ent- täufchende Dividende von wieder nur 6 v. 8). angeboren und 4,25 v. 8). schwächer. I. - G. - F a r b e n waren 1,5 v. 8). und Rheinstahl 2,75 v. 8). erholt Don den Zellstoffwerten verzeichnete Waldhof eine Kurserh.ihung von 3,75 d. $)., Gelfenkirchen (laben 1.5 v. ,ß. nach. DeutfcheAnleihen still. Bon Auslandsrenten waren Goldrumänen auf die wahrscheinliche Wiederaufnahme des Rumänen-Schuldendienstes weiter verlangt und auf 21,75 v. 8). erhöht. Im weiteren Verlauf wurde bie Kursentwickelung unregelmäßig. I. G.-Farben blieben knapp behauptet. Rheinstahl und Siemens gaben je 1,5 bis 2,5 v. 8). nach, Karstadt waren auf dis 15'Millionen.Dvllar-Anleihe gefragt zu 257 d. 8). Am Geldmarkt war Tagesgeld im Verlaufe nur wenig zu 7 o. 8). etwas leichter. Am Devisenmarkt nennt man Reichsmark gegen Dollar 4,1805, gegen Pfund 20,403, London gegen Kabel 4,88, Paris 124,02, Madrid 29,30, Mailand 92,65, Holland 12,10.
Berlin«: Börse.
Berlin, 4. Mai. Im heutigen Dormittagsverkehr hatten Deckungen und Käufe der Spekulation recht kräftige Kurserholungen zur Folge gehabt. Die neue 15-Millionen-Dollaranleihe der
Eingesandt. ■
(Für Form und Inoa.i acker u.iier dieser Rubrik stch:ni.e:i Artikel über.iimmt die Redaktion bem Putk k m c.?-.e?v r'"r fert-r e V: i t ?a tunflr)
Ein ernstes IDort an die Schulbehörde.
Das neue Schuljahr hat nun se.t el.rer Woche begonr.cn. Die tkmen Mäbcks und Buoen sind voll guter Vorsätze in bie Kralle ei -g-rückt. Wir (51kn. bie wir i.i un erec Iugrnb bi: Kommenden, bie Zuiurst sehen, oeclolgen mit Interesse das Reue, bas ih^en entg:g tritt. Wir erwarten vo r ber Einheitsschu.e. bi: <n Stelle ber srühmen breirlässige i Vorstufe vi r Elementar- klassen treten läßt baß unsere Kinber in cn vier Vorbrreitungskias>e i bc.üilig vorgeoildet werben, baß ih:en ber Uel>ntcitt in eine xce Schule, entspreche.-^) ber läng ren Zeit, bei einigermaßen bega-tem Material, leicht fällt Diejenigen ftinber, bie bie Dol.sschule bis zum Schluffe absolvieren solle i. müs en coenlal s über eine gute Ailgemeinbilbung &er ügen, um im späteren Berufe unb in ber ®>e Juedm weiteren Fortbi bung ii bemseleen so ausgerüstet zu (ein, daß sie im Kampfe mit bem Leben bestehen tonnen. Wien benlcnben Menschern ist es wohl klar, baß nur eine grunblichc. inbiDibuelle Aus- btibu .g der Fähig.eiten -u dem Ziele sührcn kann, bas zu erreichen totr mit allen Ära kn anstreben müssen, baß nämlich ber Einzelne eine Persönlichkeit wirb, bie mit aller Kraß und guten Kenntnissen sich in br.n Dienst b?t Gem.nn- schast stellt. Rur auf b.ejem Weg: ist es möglich, zum Wohle ber Wenschh.'it vorwärts zu ton- men. Daß neben brm eigmtlichen Zwecke bet Schule als Bilbungsa.nsta t. als Fördere inbt- viburller Begabung unb .Beranlaiunq auch noch bie Forderung ber Hygiene tritt, ist selvstver- stänblich. ilnferc Lehrer werbm heute gottlob berart ausgebilbet. daß sie neben der Dermitt- lung von Kenntnissen, Förderung ber Veinuchleck auch jedem einzelnen Schüler ein Freund sind. Run denke man sich eine Klasse von sag: und schreibe vierund.ünfzig Mädchen oder Jungens, die alle Anspruch auf individuelle Behandlung haben. Man denke an die von fünsrrndjünszig Lungen beanspruchte Luft eines Schulzimmer-, man denke an bie Rerven eine- Lehrers oder Lehrerin, an benen 54 grsunbr unb deshalb wilde Kinder während normal fünf Schulstunden reiben I Ist cs möglich, selbst für d:n allertüch- tigsten Pädagogen, nur annähernd bas vor- geschriebeire Pensum zu erreichen? Bedenken wir, baß eine Schulstunde nur 45 Minuten hat. daß also auf ben einzelnen Schüler noch nicht eine einzige Miaute kommt! Den.en wir an ungünstige Witterung, bei welcher bie Kinder nicht in ben Schulhof gehen können, ein: gründlich: Durchlüftung des Schulzimmers also auZgefchlosscn istl Was nützen uns alle hygienischen Maßnahmen, wenn bie Schule als solche nicht in allererflet Linie für wirkliches Bol.swohl Sorge trägt. Der Staat zwingt seinerseits ben Bürger, sich durch Schulzwang zu bilden. Ist damit seine Aufgabe erledigt? 3ft es gleichgültig, wie er feine kommenden Staatsbürger ausrastet. um nützliche Glieder der menschlichen Gesellschaft zu werden? Wir müssen uns mit allen uns zu Gebote stehenden Mitteln gegen eine derartige Behandlung wehren. unb ich hofse. daß obiger Hinweis genügen rnög:. Besserungen in den Uedelständen heroei- zusiihren. daß man es nicht zur Selbsthilfe der Eltern kommen läßt. Wir verlangen Einstellung von Lehrkräften, gesund: Räume für unsere Kinder. bie die Träger ber Kultur werden sotten.
Frau Derth 3 e n tze n. S ch r e t he r.
Bei ber Eröffnung ber Ausstellung .Deut- sche Kunst Düssclborf 1928", bie unter dem Protektorat des Deichspräsibenten steht, führte Oberbürgermeister Dr. Lehr aus: Düs- selborf schien in ben vergangenen schweren 3ähren aus ber Reihe ber beutschsn Kunststäbte fast ausgeschieben zu sein. Es wolle mit bet Ausstellung ben verlorenen Anschluß wieder ge- toinnen. Die Düssclborfer Ausstellung eröfsne eine Reihe, bie sich in anberen Kunststäbten Deutschlanbs fortsehen möge. Es feien beträchtliche Mittel ausgewynbt worben für biese Ausstellung, bie nicht nur eine örtliche Angelegenheit, sonbern eine beutsche Sache sei. Reichspräsibent v. Hinbcnburg hatte folgendes Telegramm gesandt: Zur Eröffnung der Düsseldorfer Kunstausstellung sende ich herzliche Grüße. Möge der Ausstellung, in der Werke von Künstlern aller Gaue des Reiches vereinigt sind, ein schöner Erfolg beschicben sein, und möge sic zur Fortentwicklung unb zur verbienten Anerkennung ber bcutschen bildenden Künste bas Ihre beitragen. Der preußische Kultusminister Dr, Becker führte in seiner Eröfsnungsrebe u. a. solgenbcs aus: Während bie architektonische, raumschafsei.de ober raumgeftaltenbe Tätigkeit. ihre Schöpfer einigermaßen ernährt, müssen Maler wie Bilbhauer so gut wie feiern. Währenb die Rach.riegszeit durch die Woh-
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gelübttcn Ziffern geben bie Höhe der zuletzt beschlossenen Divibcnbc an. — Rcichsbankbiskon! 7 Prozent, Lombardzinsfuh 8 Prozent,
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