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beispielsweise in Deutschland ,,nur ungefähr 350 000 Marl im Jahr verdiente. Allerdings erhielt er sein tägliches Honorar von 1 000 Mark, ganz gleich, ob er spielte oder nicht. Auch Pola R e g r i, die augenblicklich in Amerika mehr als zweieinhalb Millionen jähr­lich verdienen soll, wird in Deutschland wesent­lich billiger gefilmt haben. Diese Gagen kann allerdings nur Amerika zahlen, das heute un­gefähr 80 Prozent der Weltfilmproduktion her­stellt. Siebzig verschiedene Rationen sind Ab­nehmer für die amerikanischen Filme, und in sieöenunddreistia verschiedene Sprachen werden die amerikanischen Filmtitel überseht. Schon im Jahre 1926 hat Amerika Filme im Werte von 950 Millionen Mark ausgesührt, und dieEast­man Codak Co." liefert allein im Jahr rund 300 000 Kilometer Filmstreifen für die amerika­nische Industrie.

Ein besonderer Treffer war der amerikanische FilmDieGroße Parade", der kürzlich auch in Deutschland vorgeführt wurde und seinen Her­stellern einen Gewinn brachte, der mehr als die zehnfachen Herstellungskosten betrug. Zwar ho­ben auch einige deutsche Filme in Amerika Erfolg gehabt, das war aber nicht wie man an­nehmen könnte auf die Anpassung an den amerikanischen Geschmack zurückzuführen, sondern auf die brutsche Eigenart, die aus diesen Filmen sprach, und für die das amerikanische Publikum Interesse und Verständnis besitzt. Vor allem foUte man in Deutschland nur künstlerisch hochwertige Filme Herstellen und von der Produktion verfilmter Operetten und Volkslieder absehrn. Das internationale Filmpublikum will heute keinen Kitsch mehr, und mehr denn je er­weist eS sich, daß nut wertvolle Filme ein gutes Geschäft sind.

Wirtschaft.

Oie Reichsbank Ende März.

Rach dem Ausweis der Reichsbank vom 31. März hat sich die gesamte Ka­pitalanlage der Bank in Wechseln und Schecks. Lombards und Effekten um 777,8 Mill, aus 2830,9 Mill. Mk. erhöht. Im einzelnen sind die Vestände an Wechseln und Schecks um 724,4 Mill, auf 2652,0 Mill. Mk.. diejenigen an Lombards um 53.5 Mill, auf 84.9 Mill. Mk. angewachsen. Die Anlage in Effekten blieb mit 94,0 Mill. Mk. annähernd unverändert.

An Reichsbanknoten und Renten- bankscheinen zusammen sind 767.7 Mill. Mk. in den Verkehr abgeflossen, und zwar hat sich der Umlauf an Reichsbanknoten um 750,1 Mill, auf 4513,2 Mill. Mk., derjenige an Renten» bankscheinen zusammen sind 769,7 Mill. Mk. xrhöht.. Dementsprechend haben sich die Bestände der Reichsbonk an Rentenbankscheinen aus 26,2 Mill. Mk. vermindert. Die fremden Gelder zei­gen mit 532,6 Mill, eine Zunahme um 37,4 Mill. Mk.

Die Bestände an Gold und deckungs- fähigen Devisen sind insgesamt mit 2119,6 Mill. Mk., im einzelnen Gold mit 1930,7 Mill. Mark, die Bestände an deckungsfähigen Devisen mit 188,9 Mill. Mk. ausgewiesen. Die Deckung der Roten durch Gold allein betrug 42.8 Prozent gegen 50,7 Prozent in der Vorwoche, diejenige durch Gold und deckungsfähige De- . vifen 47.0 Prozent gegen 56,8 Prozent.

Darmstädter und Nationalbank

Die gestrige Generalversammlung der Darm- l städter- und Rationalbank K. G. a. A. erledigte die Regularien. In der Debatte traten als F Redner nur der Vorsitzende des Deutschen Bank­beamtenvereins, Fürstenberg, sowie der amerikanische Rechtsanwalt Lamarc auf. Für­stenberg trat für eine Erhöhung der Gehälter der Bankbeamten ein und wies auf den Rekord- gewinn des Jahres 1927 bei der Gesellschaft hin. Lamarc beantragte eine Erhöhung der Dividen­denzahlung. Dankdirektor Goldschmidt er­klärte, bah man die Verhältnisse einer deutschen Dank mit denen englischer oder amerikanischer Banken nicht vergleichen könne, da die wirtschaft­liche Lage in diesen Ländern eine wesentlich andere sei und dementsprechend auch die Kon­struktion der Banken selbst. Im übrigen machte er längere Ausführungen gegen das Schieds­gerichtssystem in Deutschland und trat für indi­viduelle Ausgestaltung auch der sozialen Für­sorge ein. Das neue Geschäftsjahr sei infolge der großen Kreditinanspruchnahme von Handel und Industrie bisher unvermindert gut ver­laufen, so daß die Entwicklung als den Er­wartungen entsprechend für normal und befrie­digend trotz des sehr stillen Börsengeschäftes bezeichnet werden könne.

* Roch immer keine Genehmigungs­tätigkeit der Anleihe-Beratungs­stelle. Entgegen Meldungen, die von der bal­digen Wiederaufnahme der Genehmigungstätigkeit der Beratungsstelle für Auslandanleihen im Reichsfinonzministerium in der zweiten Hälfte des Monats April wissen wollten, erfährt WTB.» Handelsdienst an zuständiger Stelle, dah dies nicht den Tatsachen entspricht. Wenn auch die Beratungsstelle zur Zeit täglich Sitzungen ab­hält, um die vorliegenden Anträge auf Aus- landanleihen zu prüfen und alsbald zu einem ab­schließenden. allerdings rein informatorischen Er­gebnis zu gelangen, so ist mit der Genehmigung einzelner Anträge vorerst noch nicht zu rechnen.

* Vorzeitiger Zeichnungsschluß der Frankfurter Inlandanleihe. Wie wir erfahren, ist die zur Zeichnung aufgelegte 5proz. Frankfurter Schahanweisungsanleihe im Betrage von 20 Mill. Mark bereits jetzt so stark überzeichnet, daß die Zeichnung mit dem gestrigen Tage vorzeitig geschlossen worden ist.

* Philipp Holzmann A. » G., Frank­furt a. M. Für 1927 werden aus dem nach 1 221 416 (930 238) Marl Abschreibungen sich er­gebenden Reingewinn von 1 670 747 (im Vor­jahre ohne Vortrag 1 259 143) Mark der auf den 27. April cinoerufenen G.-V. 7 Prozent Dividende auf die Stamm- und 6 Prozent auf die Vorzugsaktien vorgeschlagen. (3m vorigen Iaht" wurden 12 Prozent Dividende für 1925 und 1926 verteilt.) Die Aussichten für das laufende Geschäftsjahr werden als befriedigend bezeichnet.

* Weftbank A.-G.. Frankfurt a. W. Die G.-V., in der 2,99 Mill. Mk. Aktienkapital mit 149 500 Stimmen vertreten waren, genehmigte debattelos den bekannten Abschlust mit 6 (i. V. 5) Prozent Dividende. Reu in den Aufsichtsrat ge­wählt wurden die Herren Rudolf Stechlin-Basel, Direktor Karl Schäfer-Frankfurt a. W. (Metall­gesellschaft) und Franz H. Ha äsen-Frankfurt a. M. Mit Ausnahme des Börsengeschäftes könne der bisherige Verlauf des neuen Geschäftsjahres be­friedigen.

* Frankfurter K r e d i t a n st a l t A.-G. i n Frankfurt a. M. Der Aufsichtsrat beschloß in seiner gestrigen Sitzung, für 1927 eine Dividende von wieder 4 v. H. in Vorschlag zu bringen.

* Friedrich-Krupp-A.-G., Essen. Wie WTB.-Handelsdienst ersährt, hat die städ­tische Straßenbahnunternehmung der Stadt Rot­terdam der Firma Friedrich-Krupp-A.-G., Essen, die Lieferung von Chassis und Motoren für 14 neue Auto-Omnibusse übertragen, die haupl- sächlich für die Herstellung der guten Verbindung zwischen dem Mittelpunkt der Stadt und dem Ausstellungsgelände der Rotterdamer internatio­nalen Industrieausstellung 1928 dienen sollen. Der Auftrag wurde gegen starke ausländische Konkurrenz zu einem Gesamtpreis von 127 500 Gulden der deutschen Firma zugewiesen. Die Karosserien für die erwähnten Auto-Omnibusse wurden bei einer Rotterdamer Kavvsseriefabrik bestellt.

* Kündigungen bei der Dortmun­der Union. Die Verwaltung der Dortmunder Union (Abteilung der Vereinigten Stahlwerke) will lautD. Z." ihren Betrieb weiter einschrän- fen und hat 2000 Arbeitern (etwa ein Viertel der Belegschaft) am 1. April gekündigt. Außer­dem werden infolge Auftragsmangels in dieser Woche zwei Feierschichten eingelegt. Seit einiger Zeit hat das Werk nut noch »toei von vier Hochöfen in Betrieb. Die betroffenen Arbeiter haben beim Betriebsrat Beschwerde eingelegt. Ende der Woche wird ein Regierungskommissar prüfen, ob die Entlassungen durch die wirtschast- liche Lage gerechtfertigt sind.

Frankfurter Börse.

Frankfurt a. M.. 4. April. (Eigener Draht­bericht des Gieß. Anz.) Tendenz: freundlich. Rachdem sich an der gestrigen Abendbörse Re­alisationsbedürfnis geltend gemacht hatte, eröffnete die heutige Börse wieder in s e st e r e r Stimmung. Bei den Banken sollen weitere Kausorders von feiten des privaten Pu­blikums Vorgelegen haben, und auch das Aus­land beteiligte sich wieder am Geschäft. Die Umsatztätigkeit war jedoch merllich klei­ner als an den Vortagen, da die Spekulation in Anbetracht der mehrtägigen Unterbrechung des Börsengeschäfts durch die Osterseiertage etwas größere Zurückhaltung übte. Etwas verstim - mend wirkte ferner der heute erschienene R e i ch s b a n k a u s w e i s, der die außerordent­lich starke Anspannung zum Quartals-Ultimo anzeigte. Einen günstigen Eindruck machte dagegen die Besserung der Ar­beitsmarktlage, außerdem der Markt­bericht der Metallindustrie, wonach die Beschäfti­gung weiter befriedigend ist. Anregend wirken jedoch vor allem weiterhin die Vorschläge zur

Aeuregelung des Schuldenavkom- mend. Da aber verschiedentlich von feiten der Spekulation Glattstellungen erfolgten, wat die Kursentwicklung nicht einheitlich. Für die letzt- tägigen Favoriten ergaben sich jedoch meist Kursbesserungen von 1 bis 2 Prvz. So bestand am Montanmarkt für Rheinische Braunkohle mit plus 2.5 Proz., Rheinftahl mit plus 1 Proz. und Phönix mit plus 2 Prvz. Interesse. Gefragt waren vor allem Elektro- werte. von denen GeSfürel 3, AEG. 2,12, Siemens und Felten je 1,5 Proz. anziehen konn­ten. I. - G. - Farben eröffneten gut be­hauptet 3.-G -Bonds 144.25 bis 144,50 Proz. Aber Scheideanstalt 2.5 Prozent und Holzver­kohlung 1,5 Prozent schwächer. SchiffahrtS - werte und Danken lagen bei stillem Ge­schäft knapp behauptet. Danatbank jedoch 2,5 Prozent niedriger. Holzmann gaben auf die enttäuschende Dividende von 7 Prozent weiter leicht nach. Zell stoss Waldhof eröffneten etwas höher. Lebhaft gefragt waren Rudolf Kar­stadt mit plus 6,25 Prozent. Reubesih-An- leihen lagen geringfügig fester, gür Türken machte sich etwas Interesse bemerkbar. 3m weiteren Verlaus war das Geschäft allgemein sehr ruhig. Größere Kursveränderungen tra­ten meist nicht mehr ein. Rur Karstadt blieben verlangt und zogen erneut 1,25 Prozent an. Der Geldmarkt war wenig verändert. Täg­liches Geld 8 Prozent. Am Devisenmarkt lagen Devisen etwas erholt. Man nannte Mark gegen Dollar 4,18, gegen Pfunde 20,418, Lon­don gegen Kabel 4,8830. Paris gegen London 124,02. Mailand 92,40. Madrid 29.00. Holland 12,1175.

Berliuc. Börse.

Berlin, 4. April. Im Gegensatz zum Aor- mittagsverkehr eröffnete die heutige Börse in leicht widerstandsfähiger Ha lt u n g. Der Reichs­bankausweis, der bei einer ®efamtan|pannung von 777 Millionen und einer Vermehrung des Notenum­laufs um 750 Millionen eine Verminderung der Deckung um 8 bis 9 v. H. brachte, hatte doch, obwohl er schon gestern in diesem Ausmaße erwartet worden war, bei der Spekulation Realisations- Neigung hervorgerufen. Hinzu kamen die bevor- stehende Unterbrechung des Verkehrs durch die Feiertage und die verschiedenen ungünstigen Mel­dungen aus der Industrie über Lohnverhandlungen und Aussperrungen. Das Geschäft war wesentlich ruhiger. Der Orderseingang war nicht einheitlich. Während die hiesige Kundschaft eher glattstellte, kaufte das Ausland weiter. Bevorzugt waren einige Elektropapiere. Besonders AEG., Schade­aktien, und Gesfürel hatten große Umsätze und waren 1 bis 4 v. H. höher. Sonst hielten sich die Verände­rungen in Grenzen von 1 o. H. Mitteldeutsche minus 3,5 d. Sy, Polyphon minus 3 v. H. Schlesische Berg­werk Beuthen minus 3 v. H. Die feste Haltung dieser Spezialwerte regte an. Anleihen ruhig. Aus­länder fester. Bosnier bis 1 v. H. höher. Pfand­briefe still. Geld eher etwas leichter. Tagesgeld 7,5 bis 9 v. H., sonst unverändert. Auch im Verlaufe blieb das Geschäft lebhaft, und die Kurse lagen unter Schwankungen ziemlich fest. Löwe gewannen im Zu­sammenhang mit Gesfürel 6 v. H. Deutsche Atlan­tische lagen 3 v. H. über Anfang. Danatbank und Polyphon konnten ihre Anfangsverluste wieder aus- gleichen. Schadeaktien zogen, um 2 Mark an. Holz­mann waren 2 v. H. fester. Phönix, die schon zu Be­ginn auf die nahende Aufsichtsratssitzung und die Dividendehoffnungen von 6 v. H. netto etwa 2 v. H. höher notierten, zogen weiter um 1 v. H. an. Ober­bedarf plus 2 o. Sy, Karstadt plus 2,5 v. H.

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a.M. 4. April. Tenben^: ruhig. Der Frankfurter Produktenmarkt verkehrte in freundlicherer Haltung, da die höheren Auslanb- notterungen einen günstigen Eindruck hervorriefen. Die Händler traten daraufhin etwas aus ihrer Zu­rückhaltung heraus, doch blieben die Umsätze klein auf die mehrtägige Unterbrechung durch die bevor­stehenden Dfierfeiertage. Weizen und Mais waren reger angeboten. Nur Roggen blieb weiter etwas lebhafter gefragt. Es wurden notiert: Weizen 1, gut, gesund, trocken, bis zu 1 v. H. Auswuchs, 26,50 Mk. : loggen 27,50; Hafer, inländischer, 26,75 bis 27,25; Mais (gelb), für Futterzwecke, 24,25; Mais, (gelb), für andere Zwecke, 25; Weizenmehl, füddeupches, Spezial 0, 37,50 bis 38,50; Roggenmehl 37,50 bis 38,50; Weizenkleie 14,75; Roggenkieie 15,75 bis 16,25 Mark.

Frankfurter Lchlachtvieftmartt.

Frankfurt a.M., 4.April. Austrieb: Rinder 54 Stück, Kälber 1083. Schafe 83. Schweine 279. Kälber: beste Mast- mrd Saugkälber 81 bis 85 Mark; mittlere Mast- und Saugkälber 75 bis 80; geringe Kälber 67 bis 74. Schafe: Mastlämmer und jüngere Masthämmel (Weidemast) 52 bis 54. Schweine . Fettschweine über 300 Pfund Lebend­

gewicht 52 bis 55; vollfleiichigc Schweine von co 240 bis 300 Pfund Leberwgewicht 52 bis 55; von co. 200 bis 240 Pfund Lebendgewicht 52 bis 55; von ca. 160 bis 200 Pfund Lebendgewicht 52 bis 55; fleischige Schweine von ca. 120 bis 160 Pfund Lebendgewicht 52 bis 55 Mark. Marktverlauf: Käl­ber und Schafe lebhaft. Schweine schleppend, aus- verkauft.

Amtsgericht Gießen.

Gießen. 27. März. Ein junger Mensch von hier hat auf einem Gang nach Heuchelheim einen Revolver getragen. Es war chm deshalb wegen verbotenen Waffentrager.5 und weil er mit diesem in einer Wirtschaft herumhantierte und sonstigen Unfug getrieben haben soll, ein Strafbefehl über insgesamt 30 M k. zugegangen. den er rechtskräftig werden lieft. Unterwegs hat sein Begleiter der heutige An­geklagte, den Revolver kurz vor dem Betreten der Wirtschaft an sich genommen, um, wie er be­hauptete. ein Unglück zu verhüten, zumal der Eigentümer der Waffe angetrunken war. 3n der Wirtschaft entnahm ihm bet:-Eigentümer den Revolver wieder aus der Rocktasche. Der Angellagte will die Absicht gehabt haben. Ne Waffe anderen Tags an die Polizei abzullesern. Das Gericht hat den nicht widerlegbaren An­gaben des Angeklagten Glauben geschenkt und ihn f r e i g c s p r o ch e n . da eS unter den ge- schilderten Umständen ein strafbares Tragen von Waffen bei dem Angeklagten nicht annehmen konnte.

Ein starker nächtlicher Tumult, der etwa vor Jahresfrist in der Räche der hiesigen Schulftrafte entstanden war und an dessen Entstehen zum Teil der heutige Angeklagte Ne Schuld trug, stand zum dritten Male zur Verhandlung, da der Aufenthalt des Angeklagten jetzt erst sest- gestellt wurde. Dieser hatte argen Skandal ver­übt und war damals von der Polizei fest­genommen worden. Seine drei Mitangellagten wollten ihn mit Gewalt auS den Händen der Wachtmeister befreien und benahmen sich dabei gegen diese derart brutal und unbotrnäftig, daß die Polizei von ihrer Waffe Gebrauch machen mußte. Eie sind bereits abgeurteilt und haben wegen Gefangenenbefreiung Gefängnisstrafen er­hallen. Der heutige Angellagte kam glimpflicher davon. Er hat den Beamten, die ihn festgenom- men haben, ebenfalls Widerstand geleistet, in­dem er sich, um seinen Transport zum Revier zu verhindern, gegen den Boden und die Bord­steine des Bürgersteigs stemmte, sich auch an ein Haus anllammerte u. bgl m. Ec ist, im Gegen­satz zu seinen drei Mitangeklagten, noch nicht vorbestraft. Auch ist seine Tat milder zu be­urteilen, da er offensichtlich durch deren Ver­halten der Versuchung erlag, auch seinerseits Be­freiungsversuche zu machen. Es gelang ihm schließlich, während des Tumults zu entweichen. Wegen Ruhestörung erhielt er eine Geld­strafe von acht, wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt eine solche von 50 Mk.

Eine weitere Verhandlung drehte sich um eine Bagatelle. Der Angellagte. der sich wegen gro­ben Unfugs u. dgl. zu verantworten hatte, war der vielfach vorbestrafte und deshalb gerichts­bekannte Gelegenheitsarbeiter H. B. Der Aus­gang der Verhandlung war überraschend um des­willen, weil ein eidlich vernommener Entlastungs­zeuge wegen dringenden Weineids­verdachts auf Anordnung des Gerichts un­mittelbar ngch der Sitzung in Haft genom­men wurde, insbesondere wegen Kollusions­gefahr. RähereS anzugeben verbietet der Unter- suchungszweck. D. wurde zu 3 Tagen Haft verurteilt.

Aus dem Amtsverkündigungsblatt.

* DaS AmtSverkündigungSblatt Rr. 24 vorn 3. April enthält: Straßensperre. Verhütung von Wildbränden. Fleischbe­schau. Abrechnung für daS Rechnungsjahr 1927. Dienstnachrichten.

Vermischtes.

welche ist die längste Eisenbahn?

Die längste Eisenbahn ist die europäisch- sibirische. bic von Lissabon über Paris Berlin. Moskau. 3rkutsk nach Wladiwostok führt. 3hre Länge Beträgt 15 500 Kilometer. Zur Zurücklegung biefer Strecke braucht ber Schnell­zug mit einer mittleren Geschwindigkeit von 85 dis 75 Kilometer ohne Anhalten 200 Stundew Da die Schnellzugsgeschwindigkeit der russischen Bahnen nur etwa 35 bis 40 Kilometer beträgt, braucht man in Wirklichkeit bedeutend länger, nämlich 450 Stunden, etwa 19 Tage.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die 'hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe, der zuletzt beschlvffenen Dividende an. Reichsbankbiskont 7 Prozent, Lombardäinsfuh 8 Prozent.

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Holländische Roten .....

Italienische Noten......

Norwegische Noten......

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Rumänische Noten......

Schwedische Noten......

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Spanische Noten.......

Tschechoslowakische Noten . - Ungarische Noren

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