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von der ich sprach.
deS
über das Grützen im der Völker. Viemand
deinem Lehrling. Aber auf die gruhest, kommt es an, nicht auf einer Formel. Kannst du nicht höflich grützen, o, so unterlasse kein Gruh ist gewiß besser
sage das auch Art, wie du die Erfüllung freundlich und cs doch, denn
wei ins
Oberheffen.
tcinMrcie Wirken
den. Io datz die Tagung erst tki-’t *!\\- adgehallcn werden tonn Der ehrmoltgr
der 23 Jahre alt« Berthold Dorndorf z Stich« in dir Brust und «inen Stich
Sparern und Mitgliedern der Kass? frnidig be- arützt werden, und fit ist wohl auch di? wirksamste 2'
----- .unter: am d tl am Bdendmahl nahmen teil: 1172 I7I.hr trr. 1*6.’ Frauen.
An dieser Stelle ist gelehrte Abhandlung Wandel der Zeiten und wird sie erwarten.
gangen ist. Denn darin ist ein Verlust von Herzensbildung zu erblicken.
kein Raum sür eine
Trutzes kommt eS an bei Mann und Frau. Der verinnerlichte Gruh bringt die Menschen, die Volksgenossen zusammen, gestaltet so die Formen deS nutzeren Lebens zugleich freundlicher. Der Trutz fei frei von Hinterhältigkeit, er fei kein TäufchungSmittel. And tausendmal besser ist kein Trutz, wenn etwa einer den anderen schwer verletzt hat, al- der Grub der Falschheit.
Der von Herz en kommende und z u Herzen gehende Trutz ist der wahre Trutz. Er gleicht Gegensätze auS, unter denen die Menschen leben, bekundet wechselseitiges Verstehen. Mitfreude und — soll eS so sein — auch Mittrauer' Der Gruh eines Menschen entschleiert den Reichtum oder die Armut feiner Seele.
Grützen wir uns alle hiernach doch im besten Sinne. Dann ist unser Trutz das wahre Grützen.
Delegierten te» französischen und refft- sch«n Generalstates und di« Uetcrr dünge- zwischen französischen und britischen sowie englisch-belgischen Generalstäblern übet mMtärische Hilfe Im Falle eines Kriegs Wir haben uns ferner bemüht, festzustellen, welchen Einfluss Rüstungen im allgemeinen aus den Gang der politischen ffreiznille haben.
Wir glauben auf Grund unserer Studien bewiesen zu haben, datz Deutschland sehr unklug handelte als es Oesterreich in jenen kritischen Julitogen des Jahres 1914 frei« Hand lief) Das von uns gesammelt« Watertal »eiat endlich dass d a » f r a n z ö f i' ch- russische Bündnis in den späteren Jahren keinem anderen Zweck diente als einer Zusammenarbeit tm Sinn« politischer Ziele wobei bereits die Auffassung bestand, bah diese Politischen Ziel« s e l b ft a u , d i« G «s a h r « i n« s n Krieges gegen den pvll» e r erreicht werben mühten.
samste Anregung, die in der jetzigen Zeit zum Sparen gegeben werd n lan.t Die Kasse, die in der )^>rkrt«g»zrtt gut fundiert war. ist svm t auf dem besten W»g. ihr früheres Vertrauen
Gott grübe dich! Wenn dieser Trutz so recht von Herzen geht, gilt bei dem lieben Gott der Trutz so recht als ein Gebet."
2a. auf die Art und den A u S d r u ck
gemeinsam«!
tischen Gegner erreicht toerl
Wir hassen, doh uns der Völkerbund eines Dages die freiwillig übernommen« Arbeit obnehmen wird Dann mag dos von uns ge- geistete Werk die weiteren liniert Übungen erleichtern bei en Wir haben nur getan. waS vir als untere Pflicht ansahen Wenn wir es erreicht haben, die wi'fentcha!tlichen Unter uchungen über de, Ursprung des Weltkrieges anzuregen und zu sördern. 'o bedeutet dies bereits «ine hohe Genugtuung für uns.
♦ 0 I d). 1 3dn Der von d.m Hessischen Ar- ttllertebund sür di« nördlich« Ittettvrau ang,- •efete H rllllerlflenlog, über den vor einigen lugen un „ttirfwner Anzeiger' dertchlel worden war. findet nicht. wie oorgeleben. in Mang-Oerf sondern In 8 Id) statt Auch ruhte der urtpunc t jeflgeltgle lermin, 13 Januar. ' iH« n
als ein schlechter, verletzender und ein solcher, bei dem das Herz nicht mitspricht.
Man sagt, dah im südlichen Vaterlande die Menschen zuvorkommender, höflicher, herzlicher seien als im unzugänglicheren Vörden. „®rüefj Gott" erklingt's freundlich bei den Gebirglern. Bei ihnen quillt unS der Strom deS Herzens lebenswärmer entgegen, rascher sind wir mit ihnen vertraut.
Und der Thüringer Dichterpsarrer Iulius Sturm, der von seiner Heimat aus, von hoher Warle, nach Vord und Süd schaute, Well und Gott kannte, hat deshalb so freundlich und lebenswahr gesungen:
.Gott grütze dich! Kein andrer Gruß
Sleicht dem an Innigkeit.
iott grütze dich! Kein andrer Gruh paht so zu aller Zeit.
X D I e | e d, 3. Jan JmNeujatzrsgottes- bien ft wurden, wie hier üblich, bei den Ankundi- gungen unter Beigabe passender Bibelstellen folgende Zahlen au» der 6 I a t i ft I f bekonnlgegeben: Im Jahr« 1927 wurden gelaust 59 Kinder (1926: 54), konfirmiert 07 (&2), getraut 84 Paare (31), kirchl.ch beerdigt wurden 44 (38) Gemeindealleder. Am teil'- «bendmalil nahmen teil 980 (887) Personen.
Mainzlar. 3. 3an. Die hiesige Spar-
und Vorschuhkass« hielt dieser Tag' ihre Generalversammlung im G inet r.d-rat -
Maivgau.
DSV Frankfurt a. W . 3. Jan. Vergangen« Aacht suhr «in Motorradfahrer. von Aeu-Ifenburg kommend, auf einen ’n gleicher
1 Wavenborn-Stelnberg. 3 Ian. In hiesiger Pfarrei landen im Iahre 1927 stakt 48 Taufen. 21 Trauungen 27 Veerbigun- gen. konfirmier! wurden 41
Prophet mit diesem Grütze leinen vorgesetzten Minister beehrte wulch die'er ihm den Kopf. Vielleicht von Rechts wegen. Darüber mag sich jeder leinen Vers machen. Und Sstlich muh es andererteitS gewesen lein, als ein wi'senschast- lich hochgebildeter jüngerer Herr in einem groben Dienftgebäude einen alten Diener, der einmal geruhsam auf einer Bank lab. der Dinge harrend, di« da kommen sollten. schneidig fragt«: .Warum grüben Sie nicht?“, und in unver- fSl'chlem oberhesii'chen Deutsch di« ehrliche, aber klassische Antwort erhielt: .Bei uns grieht. wer kimmt." _ __
3a. so sollte «8 Wohl fein. Vicht: Der zuerst kommt, nimmt zuerst, sondern: Wer zuletzt kommt, grübt zuerst. Vehmen wir uns diese köstliche Lehre des letenSwetten Alten doch alle zum Vorbild. Und ein anderer, dem es an Herzensbildung nicht sehlte. tagte: Im Grützen soll mir keiner zuvor kommen. Von lalaten- baftem Benehmen war trotzdem keine Spur bei ihm zu finden.
($g wär« wohl lächerlich und töricht, eine bestimmte Trutz orm vvrfchreiben zu wollen. Der Bauersmann auf dem Land« ober der Hand- werkSmann in der Stadt, der in der Hand fein Werkzeug trägt, deren beide schwielige Hände den ehrenden Staub der Arbeit an sich tragen, können ihre Mütze nicht abziehen. Viemand wird e» ihnen verübeln. Aber du Städter, der du hinauSkommst ausS flache Land, dessen Sitten noch lange nicht Io flach sind, wie du vermeinst. ober gar wie die deinigen — ich liebe die Offenheit — wirst du es jemals dort sehen, datz sich die schicksalSverbundenen Leute nicht im Vorübergehen grützen? Und dah sie nicht auch dich, den Volksgenossen, nicht grüben? Darum folge der guten Sitte der Landleute, und grütze den Mann da braunen tm Kittel ober seine Frau im Mutzen — grübe sie zuerst, denn du „f imm ft“ und bist bei ihnen zu Gaste. Oder du begegnest dem Vächslen im Hausflur, sage ihm doch „Outen Tag" oder .Guten Abend", denn vielleicht gleitest du schon auf der nächsten Treppenstufe auS unb bist „frember“ Hilfe bedürftig. Meister,
Genick erhielt. Der Schwerverletzte wurde ins Krankenhaus gebracht. Lebensgefahr besteht anscheinend nicht.
Rheinhessen.
Lpd. Mainz, 3. Jan. Durch Entschlietzung de» Landesamtes für da» Bildungswesen wurde der Studienreferendar Schwestef M. Euphemia aeb. Kath. Görsch zu Mainz zum Studienassessor ernannt. Schwester Euphemia gehört dem hiesigen Jnslitul derEngllschenFraulelnan.
WSN. Mainz, 3. Jan. Der 24 jährige Hilf» arbeiler Hans R« d e r und der 20,ahrlg« Kraft- Wagenführer Willy T h e i » st a h I e n in der Rhein- allee ein Personenauto und fuhren in der Richtung nach Langen-Schwalbach davon. An einer Kurve verunglückte da» Auto, die beiden Diebe wurden herausgeschleuderl und schwer verletzt. Sic wurden in da» Wiesbadener Krankenhaus eingeliefert, während da» schwer beschädigte Auto abgeschleppt werden mubte.
Lpd. Viernheim, 3.Ian. Bei einer im Käser- tHaler Wald abgehaltenen Treibjagd, an der 2 7 Jager beteiligt waren, wurden nur drei Hasen erlegt.
Preußen.
Ärcio Wctzkar.
XX KiNzenbach, 3. Ian. Die Zabl der den biefigen Vereinen zur Verfügung stechenden g r ö • ßeren Säle war seither immer noch ungenü- Send, so dah von umfangreicheren veranstaltunaen berhaupt abgesehen werden muht«. Diesem Urtel- stand hat nunmehr Gkrftmirt L. Peusch abgebolfen. indem er feine Baumttcht eilen für derartige Oer ar ftaltungen erweitert bat. Daher war e» dem hiesigen Turnverein an den oerilosienen Festtagen zum «rttennxü vergönnt, zu seiner Dinterfestllchikeit um- fargreiebene Einladungen ergehen zu lassen. — Michlenbesitzer Da11weh von der Kinzen- bacher Mühle bat da» in der Mitte de» Dort«» gelegene Anwesen des nach der Mark Branbenburg verzogenen Landwirt» Adam Ferber käustlch er worben, um darin eine Bäckerei zu begründen
Kreis Marburg.
]( Marburg. 3.Ian. Am hiesigen Land grasenschloss« werben seit einiger .^.t Aus- oesserungsarbetten und baulicheVer- änberunaen vorgenommen. MU ketzeren beschäftigt« (ich in seiner jüngsten Hauptversammlung derOberhessisch Tebirgsverein Ts wurde folgende ffntsch'.ietzung angenommen ..Mit grobem Bedenken sieht ter Cb<ru<r t'c> Gebirgsverein den Weiterungen an dem Dach- und Gcktürmchen am Marburger Schloss« eiu siegen. Gr erwartet in Anbetracht der ff reguna tn ter Oeffentlichkei: von dem Herrn Dez.rks- konservator, dah er di« bis jetzt erfolgten, sowie btt weiteren Arbeiten öffentlich rechtfertigt.-
toicter zurtlckzugcwlnnen. F rncr wurde beschlossen, di« Sparbücher zwecks Ömtragurig dem 2«dmer Schlapp sofort vor;ulegen. (Man beachte di« Bekanntmachung Im heutigen Anzeigen- teil.)
8Alt«n-vu|eck,S. Ian. Al, vor zwei Lahren In der Stlvesternacht auch In unserer Gemeinde zum erstenmal die Knchenglockcn den Anbruch des neuen Zahre » verkündeten, freuten sich wohl alle Einwohner darüber, datz diese schone eitle endlich auch bei un» Eingang gefunden halte. Um so guter war die Enttäuschung für die Elnwohnei schatt, nie sie In der dievsayrlgen i>ieujahrsnacht, wahrend au» der ganzen Umgegend feierliches Geläut ertönte, o e r g e b I i ch auf da» Einsetzen unserer Blrd)englodrn warten mutzte. — Der Konsumverein Gietzen und Umgegend veranstaltete am *Jl#u|abr»tage für seine zahlreich erschienenen Mit- aileder im vpperschen Saale eine F 11 m o o r st « l - luna, bei welcher besonder» die Vorführung der Grotzschiachteret sowie de» Kinder-Erholungsheims Hasskrug der Genossensdraft „Produktion'' in Hamburg mit grotzem Interesse ausgenommen wurde
Bg. T r o tz e n - B u s e ck , 2. 3an. Testern wurde bei Erweiterungsbau des Saalbaues Wagner eingeweiht. 'Jleben den hiesigen Pertinen waren auch zahlreiche auswärtige Gaste erschienen. 3n Ansprachen de» Tastwirt» Wagner und gritz Fuhr wurden die Raume ihrer Bestimmung übergeben. E» kann gesagt werden, datz sowohl Besitzer w,e Architekt ihr möglichste» getan haben, um im Rahmen der Berhältnisse neuzeitlichen Ansprüchen zu genügen. Harmonische Farben und tlu,Haltung machen den Aufenthalt in den Bäumen angenehm Da» machte sich auch alsbald bei den Oberau» zahlreichen beiudjern bemerkbar, die durch Ehäre der «Befangnerem« .^mlrachl". wDclttrhit", Harmonie" und „Sangerkranz", so- w e öurd) die vorzüglichen Musikvortrage der Ko- pdle ehemaliger Mlsitärmusiker auf da» beste unterhalten wurden.
(B r ü n b t r g, 3. Jan. Die bereinigten G e - stugelzuchtvereiiie Grimberg. ?tieder-L>hmen, Homberg, tflefelb, Lauterbach und vchlitz veranstalten am kommenden eametog und Sonntag hier eine Gefluaetaussteltung in gröfcerem Umfange Die Beschickung mit Trotz- und Äkingeflügel ist recht gut Die Ausstellung umfatzt etwa 500 verschiedene Wummern, darunter die verschiedensten Kassen an Hühnern. Tauben und Ulallergeilugel. Bei dieser Auestellunt die nur da» beste Zuchtmaterial zur Sdkiu bringt, ist eine gute Gelegenheit zum A n . kauf von Zuchttieren geboten Die Ausstel- lung»lething hat die Vorarbeiten aut durchdachi. lo datz mH einem vollen Gelingen zu rechnen ist, und der Besuch der Au»stellung nur empfohlen werden kann.
zetz verwickelt, der wegen der von „1832—1835 statt- gefundenen hochverräterischen Bestrebungen" gegen Weldig und seine Schüler angestrengt wurde. “Das Gesamturteil, da» 183« vom (Siebener Hofgeriäst erlassen wurde, lautete für Marguth auf eine Zuchthausstrafe von einem Jahr und zwei Monaten. Au» der Haft entlassen, wanderte er 1841 nach Amerika aus, woselbst er al» Klavierbauer in größeren Betrieben angesehene Vertrauensposten bekleidete, u. a. arbeitete er In Veuyork auch eine Zeittang mit dem berühmten Klavierbauer Heinrich Stein- weg zusammen, der 1850 aus Braunschweig ausgewandert war. 1859 kehrte Georg Andrea» Mar- guth in seine Vaterstadt Butzbach zurück und wld- inete sich daselbst eifrig der Herstellung von Pia- nino». Er starb am 3. März 1897 al» angesehener Bürger unterer Stabt.
ftrrt« Büdiiige«.
• ?" V i d d a, 3. Ian. Wegen Mangels an Rundholz sollten von ter Himmelsbach- f d)«n Holzindustrie an ten Feiertagen weiter« 30 Arbeiter zur Entlassung kommen. Durch Vermittlung de» Betriebsrates wurde ter Termin aber vorläufig hinausge- fchoben. um abzuwanen. ob eine Betterung in der Holzzufuhr «intreten werte. Tht Anlieferung von Buchenstammhvl.^ au» ter Fällung dieses Winters hat bereits eingesetzt, aber die Mengen sind noch nicht genügend, da» Werk voll zu te- <<bd<ttg«n. Di« Staffelsche Papierfabrik in 11 n t « r - S ch m i 11« n. bl« jetzt schon zwei Zähre still liegt, wird sicherem Vernehmen nach im Laufe des Früh,ahr» wieder in Betrieb genommen. Bon ter früheren Ar- beuertchass ist wohl inzwischen «tn grosser Teil in anderen 'Betrieben beff r*3-.gt. aus denen Ti« nicht <urihflebren werten. Allein die Zahl ter Arbeitsuchenden in ter Umgebung ist immer noch gross genug, alle Lücken in der Belegschaft autAu aller.
Is Gelnhaar. 3 Januar Am Frettag vor Stl- »eiter blieb infolge Entkräftung ein flrbei-
der wahrhaft Armen, der dem wirklich Bedürftigen Hilst und dem frechen Bettler zu wehren weih, der stille, freigebige Förderer von Kunst und Wissenschaft oder der stille aufopferungsvolle Dienst am Krankenbette — o, es gibt noch viele andere stille Dienste, die niemals ihren Lohn in klingender Münze sondern vielleicht nur noch in einem Augenaufschlage finden —. diese stillen Dienste zeigm die innere Herzensbildung. Und es gibt noch eine zweite Leite ter Herzensbildung, die sich nach auhen- bin zeigt, die nach auhenhin wirkt, kaum minder wichtig als die erstere. Denn diese zweits Seite kann dem Leben Freundlichkeit, Glanz und Schimmer geben, ihr Fehlen kann solchen Schimmer verblassen laslen. DaS Fehlen von Herzensbildung aelgt sich so oft in törichtem, auf falschem Holz gewachsenen Stolz, In überheblichem Standesdünkel, in einem zur Schau getragenen übelen Protzen- t u m. Sin äusseres Kennzeichen guter oder falscher Lebensart eines Menschen — eines Teiles ter Herzensbildung — wird stet- die Art und Welse seine» Trübens bilden.
Ein alles Svrüchwort sagt: „Mit dem Hute in der Hand, kommst du durch s ganze Land." Sprüchworte sind Lebensweisheiten. Hier will es besagen: Valürliche Höslichkeit öffnet die Herzen. Zu gewissen Zeiten soll man den Hut nicht auf dem Kopfe lassen.
ff-» war vor etlichen Jahrzehnten als einer auftrat und die Parole auSgab: .Grübt deutsch!" ffr verlangte, die deutsche Männerwelt solle nur grüben, wie der Soldat eS tut, nämlich durch Handanleaen an die Kopfbedeckung. Dieser Gruh fei deutsch und auS alten Büchern erweislich Eine Vadel am 'Rode — wo fehlte sie heute nicht? —- warb Freunde für die neue Mode, auch unter den Gebildeten. AlS aber ter neue
und Pol ttker (1813—1897) Nach her Schilderung haben die Marguth» Ihr Gewerbe, die Herstellung von 'S e b ft ü b I« n , von ihrer französischen Heimat miigcbrachi Der erste bl» setzt in Butzbach nachgewiesene Marguth ist Im Zunftbuch der Schreiner al» Hottchrelner eingetragen. Spuler wandten I fi.b wie Geheimrat Haupt ausführt. e nige Glieder Iter Famiiie dem Klavierbau zu. Sehr interessant zu erfahren Ist e», datz da» bekannte Tafelliaoierchen । *m Detzlarer Goel ^--Museum, auf dem einst ffbar- vtle Buss Ipklte, au« der Werkstatt de» Butzbacher» Zakvb Margutb (1723—1783) beroorgtgangen ist Ctr ^-engenannte Georg Andrea» Morautb gebärte zu den Sch liern und begeistertsten anb-jngern de» | bekannten olk»redner» Lr Friedrich Ludwig Wei- '" wer > big. d<r K.-kk.r ter B >pdad><r (?ate-nfd)uU «kir n hxiier . Gec-- ; Andrea» JÄarguth wurde, wie andere Butz- Irttllerte- | techer Bürger» ne. ,> ich in ten lanqnhrrigen Pro
ter auf tem halben Heimwege liefen. Ein zufällig von Gelnhaar nach Hirzenhain helmkehren- ter Flettchdeschauer fand ihn und sorgte dafür, datz er nach Hause gebracht wurde.
Arcit Schotte».
± Grod-Gichen. 3. 3an. Statistische» aus der Pfarrei. 3m Iahr« 1927 wurden in unserer Pfarrei 17 Kinder getauft und 20 konfirmiert. ffetraut wurden 9 Paare, verstorben sind 14 Pertvnen. Der Tvltesdienstbesuch betrug an 62 Sonn- und Festtagen 4509 männliche. 48L0 weibliche Pertonen und 39?2 Kinder. Am hl. Abendmahl nahmen teil: 476 männliche und 473 weibliche Personen. Die ffhrist«n'es,re wurde von 19 Mädchen und 33 Jungen besucht. An Taben und Kollekten für kirchlich« Zwecke und Zwecke ter christlichen Vächstenliete gingen ein 917,91 Mk.. an Gaten für die Basler Mission 89 Mk.
± Lardenbach 3. Ian Statistisches aus der Pfarrei. In unserer Pfarrei wurden im Iahre 1927 6 Kinder grtaust und 11 konfirmiert. Getraut wurden 2 Paare, und verstorben find 6 Personen. Der Gottesdienst-dourte an 61 Sonn- und Festtagen von 2887 männlichen und 3023 weiblichen Personen besucht. Am hl. Abendmahl nahmen 291 männliche und 2LS weibliche Personen teil Die Shrtstenlehre wurde von 16 Mädchen und 15 Iung ' besucht. An Taben und Kollekten für kircss „x Zwecke und Zwecke der christlichen Vächsteuliete gingen ein 514.16 Mk. lür die Basler Mission 92,95 Mk
e Sellnrod. 3. Ian Don beteiligtet Seite wird uns geschrieben: Der Bericht über die ..äleberschwemmungskatastrophe in Sellnrod" ist nicht nur stark aufaebauscht, sondern auch in seinen Ginzelheiien durchaus unwahr. Zur Vichtigstelluna sei folgendes mitgetcilt. 3m Saal« der 2. Klasse war ter Hahn der eingefrorenen Schulwasserleitung — die mit der Leitung zur Lehcerwohnuirg üterhaupt nicht in Verbindung steht — wahrscheinlich von feiten eines Kindes geöffnet und nicht wieder geschlossen worden. Beim Umschlag ter Witterung in ter Vacht vom 21. auf 22. Dezember konnte da- Abfluhbecken daS auSlretente Wasser nicht alle fassen: diese» ftelUe sich im vchulsaal bis zum Vachmittag gegen 4 Uhr, wo es die Dutzsrau merkte, einen Fub hoch. Da» verursacht«, oab sich einz«lne Teile ter Deck des darunter- liegenden Schlafzimmers ter Lehrerwcchnung lösten, daS Waiser nachdrängte und di« Betten und ein Schwank nab wurden. Dank Gingreifens zahlreicher hilfsbereiter Vachbam war ter Schaden balo behoben. Die Beschädigung ter Wände, die schwinimenden Möbel und das wasserspeiente Schulhaus sind Phantasie. (Und war jener Bericht von dem als zuverlässig bekannten WSV - Vachrichtenbureau übermittelt worden. D. Ved.)
Kreis Lauterbach.
WSN. Schlitz, 3. Jan. Seit dem zweiten Weih nachtsfeiertag wirb «in hiesiger älterer Mann, her im Spital wohnte, vermisst. Er wurde zuletzt nachts in einer Strasse stark angetrunken oufgefu den und in den Hof des Spitals gebracht. Seit dieser Zeil ist er spurlos verschwunden. Man befürchtet, dah der Mann in die damal» Hochwasser führende schlitz gefallen ist. Alle Nachforschungen blieben bisher ohne Erfolg.
Starkenburg.
WSV. Offenbach. 3. Ian. In enter Wirtschaft in der Gustav Adolf (krasse kam es am Abend teS 1. Januar zu Streitigkeiten, bei denen
Vom wahren Grüßen
Von Franz Gros.
ßenerol Exzellenz von Kleinschmit hat sein Erscheinen an dem lag zugesaal. Nähere Mittel- lungen erfolgen im Anzeigenteil des „Giessener An- Zeigers'.
Kreis Kricdberg.
0 Butzbach, 3 Jan. E» dürfte vielen nicht bekannt |eln, bah unter den angesehenen A11 - Butzbacher Familien auch einige sich befinden, die im 17. Iahrhunbert um ihre: evangelischen Glauben» willen au» Frankreich vertrieben worden sind. Die Ramllien Marguth (früher angeblich Maraqut», Io u tz, Sarafin, Tramerdlng (einst (Branbmartin) sind solche hugenottischen Auswanderer, die hier eine neue Heimat gefunden haben. In den von Geh. Hofrat Profesior Dr. Hermann Haupt (Giessen) berau»gegebenen „H e f f i s ch e n B 1 o g r a p h I e n", In denen im 19. Jahrhundert verstorbene Hessen, die sich besonder» hervorgetan haben, Aufnahme finden, bat ter Herausgeber In dankenswerter Weile von Georg Andrea» Marguth ein fesselndes Lebensbild entworfen. Der Genannte, der der obenerwähn- entstammte, und d
kommen und Berwandte heute noch In unjerer Stabt und auch in Bab?lauh.Im leben, war Klavierbauer
hau» ab ffinziger Punkt ter Tagesordnung war bte Aufwertung der durch die Inflation berlotmg.g-mfl nen Spareinlagen. Die Kasse, die vor tem Krieg? ung'sähr ' , Millimr Sapiermark Spareinlagen brto"). hat die'e Gin
gen zum Teil in Kriegsanleihrn an^e.cgt. Da nun ter en Aufwertung endgültig g r-g lt ist. stehen ihr wiederum ung -fdor 26 003 Mk. zur Verfügung. Au» ausaewertrtvN Hypotheken form» ten ebenfalls tem Aufw rtungSlvndS 29 000 Mk. xuodübt. werten. Vacd den Ausführung m teS Aechner» Schlapp kommen zur Ausw-rtung anvätemb 270 OX) Papiermark. Demgnnäst beschloss die Verfam'nlung auf Vorschlag des Vorst ante» einstimmig, die Spareinlagen mit 20 Proz aufzuwerten. Die Verzinsung tert eiten beginnt mit tem 1. (Januar 1928 voraussichtlich zu 2 Proz Auch alten tethirftlgen Sparern will man nach Möglichkeit entgegen- kommen Diese Aufwertung wird tvohl von allen
l Vachdruck verboten-)
In ter Jetztzeit scheinen viel« Menschen das Grüssen verlernt zu haben, das wahre Grüssen. Ich weih nicht, ob ich selbst den anderen den rechter. Gruss entbiete, wenn ich ihnen auf ter Strass« begegne, mil ihnen unter dem gleichen Dach« zusammentresfe. ob ich ihnen mit dem Grusse eine Freute bereite, Wittreude an ihrer Freute. Anteilnahme an ihrem Leid« Aage, oder ob ich he nicht gar durch ein falsche» Grüssen verletz«.
Man sagt, aus tem Grusse eine» Menschen. — s«i «r Weib ober Mann. Kind ober Greis — fei auf fein Srzogensein, ja auf feinen Kultur- ftanb zu schliessen. Da» gelte sogar für ganze Völker, deren kulturelle Ver assung nicht allein nach ihrer .Bildung', im Sinne des Besitzes toiffenfdia ilicher Kenntnisse, sondern auch nach ihrem äusseren Gehaben eingeschänt zu werten pflegt Zu letzterem gehört gewiss in hervorragendem Masse der Austausch des Grusse». Dem Wissen stehen untere hohe Güter. Religion und Sitte zur Seite. Ich kenne keinen Menschen, der aus sein Menschentum etwa» hält, ter von sich sagen möchte, er verzichte auf diese drei Dinge Del Wissen und Sitte wird sich nierranb auf» Abstreiten verlegen. Vur bei ter '■Religion wirb » mancher versuchen. Ob mit Erfolg ? ffr wird sagen, dah er die wahre Veli- gion in sich trage, dah i h m etwa ein Gang in die Vatur ober gute Musik die Religion ersetze, ilnb schon neigt er sich vor tem Schöplung»- willen. ber da war vor dem Ergebnis und vor unergründlichen Offenbarungen und zeigt damit, bah eS ihm am Besten nicht fehlt, bah er wahrer Herzensbildung zugänglich ist. die allein entsteht im edlen Schmelzvrozch von Wissen, .Religion und guter Sitte.
Aber wie komme ich dazu, von solch' hohen Dingen zu reden, ba ich doch nur vom bescheidenen Druhen sprechen will? Mit Verlaub, weil ich der Meinung bin, dah der Gruss, das Grüssen, beider Art. Form und Wesen, ein Au» luh wahrer Herzensbildung ist, und darum mag eS so tief bedauerlich fein, bah daS wahre Grühen so vielen unsere» Volkes verloren ge-
Die HerzenSbilbung, .
äussert sich gewisslich nach zwei Seiten hin. nach Innen und auhen. Der stille Wohltäter


