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abends noch etwas Freude an seinen Kleinen hat. Man Läßt dann die Kinder zu lange auf, der Vater spielt und tollt mit ihnen und die Kleinen, die längst im Bett sein sollten, werden vom Schlafe abgeholten und künstlich aufgekratzt. Hat dann der Vater genug, so sollen die Kinder mög­lichst schnell von der Bildfläche verschwinden. Meist geht es dabei nicht ohne Geschrei ab. Und zum Trost, und um sich Ruhe zu verschaffen, steckt die Mutter dem Kinde den so beliebten und weitverbreiteten sogenanntenBetthupfer" ins Mäulchen, ohne zu bedenken, wie schädlich diese Bonbons oder Schokoladeplähchen vor dem Schla­fengehen für Zähne und Magen sind.

Einen anderen sehr betrüblichen, auf elter­lichem Egoismus beruhenden Fehler beobachtete ich erst kürzlich wieder. Die betreffenden Eltern erzählten mir voll Stolz allerlei niedliche Tages­leistungen ihrer kleinen Tochter. Plötzlich ver­schwand der Vater, um gleich darauf mit dem ganz schlaftrunkenen Kind auf dem Arm zurück­zukehren. Er hatte in törichter Eitelkeit, um das kleineWeltwunder" dem Gaste zu präsen­tieren, das Kind seinem ruhigen Schlaf entrissen. -Und das Resultat war, daß Die Mutter stunden­lang am Bett des schreienden Kindes sitzen muhte, um dieses mit allen erdenklichen Mitteln wieder zum Schlafen zu bringen.

Hier möchte ich gleich an eine andere ilnfitte erinnern, die sehr stark verbreitet ist und den ruhigen Schlaf des Kindes manchmal gefährden kann: das abendliche M ä r ch e n e r z ä h l e n.

Es gibt Mütter, die Abend für Abend am Beite ihres Lieblings sitzen und des Kindes Phan­tasie künstlich erregen durch Märchen und so­genannte Wiegenlieder. Wie soll das Kind den nötigen Schlaf finden, wenn das kleine Hirn sich noch durch den Wust solcher Märchenbilder durch­arbeiten muh? Der Erfolg ist meist, daß der kleine Wicht, statt zu schlafen, immer munterer wird. Kommt aber endlich der Schlaf, so plagen un­ruhige Träume das Kind und schrecken es oft auf. Die Tageseindrücke auf das kindliche Gemüt sind so reich und mannigfach, daß die Stunde vor dem Schlafengehen frei sein muh von jeglichen Auf­regungen auch körperlicher Qlvt.i Das Kind sollte vielmehr in dieser Zeit irgendeiner ruhigen, gleichgültigen Beschäftigung nachgehen. (Leichte Handarbeit, leichte Spiele.)

Ist das Kind zu Bett gebracht, so soll cs im verdunkelten Zimmer ruhig sich selbst überlassen sein. Es wird unbedingt gleich einschlascn, wenn es weiß, daß sich niemand mehr mit ihm be­schäftigt.

Um dem Kinde einen ruhigen Schlaf zu sichern, gebe man ihm abends nur leichte Speisen, wie Eier. Breie Puddings und gekochtes Obst usw. und vermeide möglichst Zufuhr von größeren Mengen Flüssigkeit. Auch ist es für den guten Schlaf erforderlich, daß die Abendmahlzeit min­destens 3/4 Stunde vor dem zubettgchen ein­genommen wird.

Man überzeuge sich, bevor man das Kind zu Bett legt, ob seine Füßchen schön warm sind. Ein warmes Fußbad ist gegebenen Falles gut. Das 'Bett des Kindes Wärme man stets etwas an. Auch hat eine kühle Waschung des ganzen Kör­pers mit nachfolgendem Frottieren oft über- raschend gute Schlafwirkung.

Riemals soll eine gewissenhafte Mutter ver­gessen, das Kind vor dem Schlafengehen auss Töpfchen zu setzen.

Kunst und Wissenschaft.

Die Tagung der Bibliophilen in Wien.

Anläßlich des 30jährigen Bestehens der Ge­sellschaft der Bibliophilen in Wei­mar hatte diese in Gemeinschaft mit der Wiener Dibliophilen-Gesellfchast die diesjährige Tagung nach Wien einberufen. Die Teilnehmer^ der Tagung wurden vom Bürgermeister der Stadt Wien empfangen. Der Präsident der Weimarer Gesellschaft, Freiherr von Zobeltih, dankte für die freundliche Aufnahine. Am Sonntag fand die Hauptversainmlung der Gesellschaft im Fest­saal der Präsidentschaftsianzlei statt. Der deut­sche Gesandte, Graf L e r ch e n f e l d, wies in einer Ansprache auf die tiefe kulturelle Be­deutung der Bibliophilen hin. Rach Entgegen­nahme des Jahresberichtes wurde der Antrag, die Zahl der Mitglieder der Gesellschaft von 1200 auf 1800 zu erhöhen, nach lebhafter De­batte abgelehnt. Am Montag empfing Dundes- präfident Dr. Hainisch die Teilnehmer der Sagung.

Ein neues Institut für hirnsorschung.

Die Gesellschaft zur Förderung der Wissen­schaften plant gemeinsam mit der Stadt Berlin die Errichtung eines Instituts für Hirnforschung und einen Ausbau der hier­

für bereits besteh:ndrn Einrichtung. Das In­stitut soll den Aerztcn Gelegenhell zu wissen­schaftlicher Arbeit geben und ihnen bei der Lösung besonders schwieriger Fragen der Diag­nose und Therapie behilflich sein. Das For­schungsinstitut beschäftigt sich mit der Erfor­schung des feinen Aufbaus des Gehirns, beson­ders der Gehirnrinde beim Gesunden und Kran­ken. Das Institut steht unter der Leitung von Prof. Oskar Voigt.

Oie Reichsbank Ende September.

Wie der Ausweis der R e i ch s b a n k vom 2 9. September zeigt, hat sich die gesamte Kapitalanlage der Bank in Wech­seln und Schecks, Lombards und Effekten um 622,3 Millionen auf 2 784,9 Millionen Mark erhöht. Die Bestände an Wechseln und Schecks für sich allein stiegen um 541,3 Millionen auf 2 576,1 Millionen Merk, die Lombardbestände um 67,5 Millionen auf 101,6 Millionen Mark. An Reichsschahwechseln wurden 13,5 Millionen neu rediskontiert. Die Esfeltenbestände bleiben mit 93,8 Millionen Mark weiterhin annähernd unverändert.

An Reichsbanknoten und Renten- b a n k s ch e i n e n zusammen find 759.5 Mil­lionen Mark in den Verkehr abgeflofsen, und zwar hot der Umlauf an Reichsbanknoten um 730,1 Millionen auf 4 830,2 Millionen Mark, derjenige an Rentenbanlscheinen um 29,4 Mil­lionen auf 570,3 Millionen Mark zugenommen. Demzufolge ist der Bestand der Reichsbank an Rentcnbmvscheinen auf 6,3 Millionen Mark ge­sunken. Die fremden Gelder zeigen mit 503,0 Millionen Mark eine Abnahme um 72,2 Mil­lionen Mark.

Die Bestände an Gold und deckungs­fähigen Devisen zusammen zeigen eine Zunahme auf 2 576,3 Millionen Mark; im einzelnen haben sich die Goldbestände auf 2 397,0 Millionen Mark erhöht und die Bestände an deckungsfähigen Devisen auf 179,4 Millionen Mark vermindert. Sie Deckung der Roten durch Gold allein betrug 49t6 Prozent gegen 57,0 Prozent in der Vorwoche, diejenige durch Gold urd deckungs­fähige Devisen 53,3 Dozent gegen 61,6 Prozent.

Llrisere Maschinenausfuhr nach Skandinavien.

In Anbetracht der Tatsache, das; die Gestal­tung des deutschen Außenhandels Symptome einer A b s ch w ä ch u n g der Aufnahme­fähigkeit des Blnnenmarktes^ zeigr, muß sich das Hauptaugenmerk des deutfu-eu Kauf­manns auf die Forcierung der Ausfuhr, besonders dec hochentwickelten Fertigfabrikate, richten. In diesem Zusammenhang ist deshalb eine Veröffentlichung des Instituts für Kon­junkturforschung über die Maschinenein­fuhr der nordischen Länder von In­teresse. Danach ist es Schweden und Finnland in den Rachkriegsjahren möglich gewesen, ihren industriellen Produttionsapparat weiter aus- zubauen, wahrend Rorwegen noch bis zum ver­gangenen Jahre unter einer langwierigen De­pression zu leiden hatte. Diese verschiedenartige Entwicklung äußert sich auch in der Maschinen­einfuhr der drei Länder. Sv betrug die nor­wegische Eins uh r von Maschinen und Apparaten 1926 nur wenig mehr als 1913 (35,7 Mill. Kr. -- 29,6 Mill. Goldkr. gegenüber 27,6 Mill. Kr. im Jahre 1913), davon im Jahre 1926 15,8 Mill. Kr. = 13,2 Mill. Goldkr. aus Deutschland. Die Maschineneinfuhr Schwedens dagegen stieg von 29,8 Mill. Kr. im Jahre 1913 auf 67,5 Mill. Kr. im Jahre 1926, davon im Jahre 1926

35 Mill. Kr. aus Deutschland. Die Maschinen­einfuhr Finnlands nahm von 33,1 Mill. Mk. im Jahre 1913 auf 385,4 Mill. FMk. (= 50,8 Mill. Mk. Vorkriegswährung) zu, davon im Jahre 1926 175,6 Mill. FMk. 23,0 Mill. Mk. Vorkriegswöhrung) aus Deutschland. Rachdem neuerdings eine Besserung im norwegischen Wirtschaftsleben eingetreten ist, hat man Wohl auch hier mit einer Zunahme des Maschinen­imports zu rechnen.

Vor dem Kriege stand Deutschland als Haupt­lieferant sür Maschinen in diesen Landern an der Spitze vor Großbritannien, den Vereinigten Staaten und bei Rorwegen und Finnland auch vor Schweden. Dieser Vorrang ist mit geringen Einbußen nach dem Kriege behauptet worbrn. Dagegen ist Großbritannien anteils­mäßig über stark zurückgetreten, in Schweden und Rorwegen zugunsten der Vereinigten Staa­ten, in Finnland zugunsten Schwedens, das hier sehr stark, aber auch in der Ausfuhr nach Ror­wegen getoonnen hat. Schwedens Ausfuhrsteige­

rung ist eine Folge des kräftigen Aufstiegs brr schwedischen Maschinenindustrie, die vor allem Separatoren, elektrische Maschinen und Kugel­lager liefert. Auf dem norwegischen und finni­schen Markt für Maschinen entwickelt sich Schwe­den immer stärker zu der bedeutendsten Konkurrenz Deutschlands. Wenn sich der deutsche Anteil auf dem norwegischen und finnischen Markt zu behaupten vermochte, so war dies bei der Zunahme der Gesamteinftchrzahlen nur durch eine entsprechende absolute Steigerung der deutschen Maschinenausfuhr möglich, wie dies auch aus der deutschen Statistik hervor­geht. Ihre Zahlen sind jedoch mit den Einfuhr­zahlen der Aufnahmeländer nicht vergleichbar, da die deutsche Statistik nur die Maschinen in einer Summe umfaßt, während jene unter Ma­schinen auch Apparate und Geräte einbeziehen. Die deutsche Maschinenausfuhr nach Schweden stieg von 1925 bis 1927 gegen die Vorkriegszeit sehr stark; von 3 3 Mill. Mk. im Jahre 1913 über 15,9 Mill. Mk. im Jahre 1925, 19,7 Mill. Mk. im Jahre 1926, auf 21,4 Mill. Mk. im Jahre 1927. Dabei handelt es sich vor allem um Textil- nnd Werkzeugmaschinen, sowie deutsche Speziali­täten. Auch die deutsche Ausfuhr nach Finnland hat von 1925/27 um mehr als 100 Prozent zu- genommen; von 0,7 Mill. Mk. im Jahre 1913 über 5,0 Mill. Mk. im Jahre 1925, 8,8 im Jahre 1926, auf 11,7 Mitt. Mk. im Jahre 1927. Die Ausfuhr nach Rorwegen hat gegen 1913 und von 1925/27 erheblich langsamer zugenommen; von 3,7 Mitt. Mk. im Jahre 1913 über 8,3 Mill. Mart im Jahre 1925, 7,4 Mitt. Mk. im Jahre 1926 auf 9,2 Mill. Mk. im Jahre 1927.

KonjnnkLm rückgang.

Nach den Berichten der Preußischen Zndiistric- und Handelskammern und des Deutschen Hand­werks- und Gewerbekammertags ist ein Rück- gang der Konjunktur, wenngleich schwere Krisenerscheinungen im Berichtsmonat nicht fest- zustellen sind, noch deutlicher als bisher in Erschei­nung getreten. Allerdings konnten sich die Aus­wirkungen der guten Ernte noch nicht wesentlich bemerkbar machen. Der Außenhandel, der im August nur mit 58 Millionen Mark passiv ist und somit die Handelsbilanz eine starke Besserung auf­weist, zeigt im Rückgang der Rohstoffeinfuhr und in der an sich erfreulichen Zunahme der Ausfuhr, daß die Aufnahmefähigkeit des Binnen­marktes abgenommen hat. Die Arbeits­losenziffer ist, früher als sonst, saisonmähig bedingt, ober nur ganz gering gestiegen. Die Bausaison scheint sich bereits ihrem Ende zuzuneigen. Der Geldmarkt hat sich weiter verschlechtert. Verhält­nismäßig günstig war auch im Berichtsmonat die Lage der chemischen Industrie und von Teilen der Nahrungsmittelindustrie. Während in der Kohlen­wirtschaft keine wesentlichen Aenderungen einge­treten sind, gestaltete sich die Lage der Eisenindu­strie weiter ungünstig. In der Textilindustrie ist die erwartete Herbstbelebung bisher nur in geringem Umfange eingetreten. /

*WeiteredeutscheGoldkciufeinLon- d o n. Aus Südafrika traf im Laufe der Woche Gold im Werte von ungefähr 1 Million Pfund Sterling in London ein, das vom freien Markte aufgenom­men wurde. Die Bank von England übernahm hier­von nichts. Die Hauptmenge ging nach Deutschland. Da die Bank von England gestern rund 2 Millionen Pfund Sterling Gold nach Deutschland verkauft hat, beträgt die jetzt nach Deutschland gehende Goldmenge annähernd 3 Millionen Pfund Sterling.

* Glatte Unterbringung der R. W. E.- Aktien in N e u y o r k. Die gestern in Neuyork durch die National City Co. zur Zeichnung auf­gelegten 80 000 amerikanischen Aktienzertifikate der Rheinisch-Westfälischen Elektrizitätswerk A.-G. wur­den sofort verkauft. Wie es heißt, sind die Aktien in den verschiedensten Teilen des Landes placiert worden.

Frankfurter Börse.

Frankfurt a. M., 3. Olt. Tendenz: unein­heitlich, überwiegend freundlicher. Rachdem noch vorbörslich unter dem Eindruck deS flauen Schlusses der gestrigen Rcuyorker Börse eine ge­wisse Unsicherheit und eher Abgabeneigung be­standen hatte, wurde die Stimmung zu Beginn des offiziellen Verkehrs etwas freund­licher, da nach einigen Spezialwerten die Rach­frage anhielt. Außerdem b^ciedigte der Reichs­bankausweis, der eine verhältnismäßig geringe Anspannung zum Quartals ultimo aufweist. An­derseits wurde der Bericht der Preußischen Han- delskammcrn, nachdem der Konjunkturrückgang im September deutlicher geworden ist, wenig beachtet. Die älmsatztätigke'll war im allgemeinen nicht bedeutend. Die Kursentwicklung blieb uneinheitlich. Mit einer merklichen Kurs- besserung traten wieder Karstadt hervor, die 5 Proz. gewannen, ferner Verein sür Chemische

Industrie mit ebenfalls plus 5 Proz. Am Elektro­markt waren Siemens mit plus 3,5 Proz. ke.orzugc, waren Siemens mit plus 3,5 Proz. bevorzug'.. AEG. zogen 0,75 und Schuckert 1,25 Proz. an. Chade-Aktien dagegen 4,50 M. und Lahmeyer 1,25 Proz. schwächer. Am Chemiemarkt waren Farben knapp behauptet, während sich Scheide­anstalt 1,5 Pro-, erholen konnten. Zcllstoffwerke eröffneten auf die Rachricht, daß auf eine Divi­dendenerhöhung bei Aschaffenburger Zellstots nicht zu rechnen sei, 0,5 bis 1,5 Proz. gedrückt. Am Markte der Autoaktien lagen Daimler ein und Kleber weitere 1,25 Proz. höher. RSÜ. knapp behauptet. Wayß & Freitag gaben 1,5 Prozent nach. Deutsche Linoleum waren weiter verlangt und 1,5 Proz. fester. Im übrigen hielten sich die Kursbesserungen und -vevluste bis 1 Prozent etwa die Waage. Deutsche Anleihen still. Am ausländischen Rentenmarkt waren Türken weiter befestigt. Anatolier auf öiA bevor­stehenden neuen Verhandlungen steigend. Im Verlause schrumpfte das Geschäft stark zusammen. Für Spezialwerte erhielt sich Rachfrage. So konnten' Deutsche Linoleum wei­tere 3,5 Prozent und Karstadt 1 Prozent an­ziehen. Lebhafteres Interesse machte sich auch für Dana!bank beincrtbar, die 2,5 Prozent ge­wannen. 'Ser Geldmarkt war etwas leichter. Tägliches Geld 6,5 Prozent. Devisen zogen weiter an. Spanien blieb an geboten und schwach. Man nannte Mark gegen Dollar 4,1986. gegen Pfund, 20,254, London-Kabel 4,8490, Paris 124,02, Mai­land 92,73, Madrid 29,78, Holland 12,0925.

Berliner Börse.

Berlin, 3. Oft. Die gestrige Abendbörfe und der heutige Vormittagsverkehr lagen im Ein­klang mit dem Ausland überwiegend schwächer. An den westeuropäischen Börsen scheinen Zwangsabgaben für die Kopenhagener Privatbank die Tendenz beeinflußt zu. haben, während in Reuyork vor allem die undurchsich­tige Geldmarkllage ausschlaggebend gewesen ist. Ratürlich traten hierdurch auch für den hiesige» Geldmarkt Befürchtungen auf. Man sprach, wie immer am Mittwoch, von der Möglichkeit einer Diskonterhöhung der Bank von England für morgen. Die preußischen Handelskammern sprechen von einem deutlichen Konjunkturrück­gang, dagegen ist der Kaliabsah nach wie vor gut. Die ungünstigen Momente wurden aber be­sonders gemildert durch einen für den Quartals­ultimo besonders guten Reichsbankauswcis. So besserte sich die Stimmung zu Beginn der heutigen Börse ganz erheblich. Die zu den ersten Kursen herauskommende Ware sand ziem­lich glatt Ausnahme. Mit wenigen Ausnahmen waren die Veränderungen gegen gestern Schluß gering. Ilse Bergbau, Lahmeper und R. W. E. eröffneten verhältnismäßig schwach; Bömberg, Karstadt und Siemens einige Prozent höher. Salzdetfurth gewannen 7, Polyphon sogar 9,5 Prozent. Deutsche Anleihen ruhig. Ausländer behauptet. Anatolier etwas fester. Der Pfand­briefmarkt war unverändert. Rentenbriefe eher gesucht. Die Geldsätze waren toi# gestern. Ta­gesgeld. 7.75 bis 9,50 Prozent, Monatsgeld 8.25 bis 9.25 Prozent. Warenwechsel zirka 7 Prozent. Der Verlauf blieb widerstandsfähig. Die Kurs­entwicklung war allerdings keine einheitliche. D^e anfangs stärker erhöhten Werte Salzdetfurth und Polyphon gaben 2 bis 3 Prozent ihres Gewin­nes wieder her, dagegen Karstadt und Leonhard Tietz ziemlich lebhaft^und bis 3 Prozent höher. Clektrowerte bis 1 Prozent gebessert. Deutsche ßinoleum plus 4 Prozent.

Eingesandt.

(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber leinn-le. V^m.llvo.ting.)

Zum Umbau der Prodinzlol-Pflegeanstalt.

In der Samstagnummer desGieß. Anz." ist durch die Prooinzialdirektion Oberhesscn eine Ar­beitsvergebung für den Umbau der Pro­ll i n z i a l - P f l e g e a n st a 11 i n G i e ß e n aus­geschrieben. wonach die Verdingungsunterlagen (also auch sonstige Auskünfte) in Friedberg, Hanauer Straße dir. 9, zu haben sind. Ich habe mich an den Kopf gegriffen, doch will ich sach­lich bleiben heiliger Bureaukratismus! D-e Ar­beit wird in Gießen ausgeführt. Interessenten stellt doch hauptsächlich die Stadt Gießen und Umgegend. Die Provinzialverwaltung sitzt in Gießen. Sie hat auch ihre Sachverständigen am Ort, die Auskunft geben können. Waru.n legt man denn nicht die Unterlagen mindestens auch hier aus. Das Handwerk muß mit aller Entschiedenheit dagegen protestieren, daß man ihm unnötige Kosten macht und wertvolle Zeit nimmt, um auf eine Arbeit hier am Ort zu fubmittieren. Nochmals: heiliger Bureaukratis- mus! -x-

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Bsrse

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Telegraphifche Auszahlung.

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Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt befchlossenen Dividende an. Reichöbanldiskont 7 Prozent, Lombardzinsfuh 8 Prozent.

. . 6 . . 8 . . 8

. . 7 . . 9 . . 8 . . 7 . . 6

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193

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309,5

ManSselder Oberschles. Eilend. ®ebaxf Oberschles. Kokswerte

Olig. Deutsche (EtjeiCchn Hamburg-Amerika Safet . Hamb.-Südam. Dampsich. Paula Dampfschiff . . Norddeutscher Lloyd . . . Slllg. Deutsche Creditanst. . Barmer Bankverein . . . Berliner Handelögesellfch. . Lommerz- und Prioat-Bank Darmst. u. Nationalbanl . Deutsche Bank . . DislontoG-sellschaft Ant.. Dresdner Bank Mitteldeutsche Lreditbant . Melallbanl.......

V.tWbanl.......

A.E.Ä.

Bergmann . . . (Siehr. Lieferungen. . Licht und Kraft . . Nellen & Guilleaume. Ges. s. Eiektr. Untern^ Hamb. Eleltr. Werke . Rhein. Eiektr. . . . Schles. Eleltr. . . . Schuckert . . . Siemens & Halske . Dranöradio . . . . Lahmeyer S To.. . .

Buderur . . . Deutsche Erdöl . . . Essener Steinkohle . . Gelsenkirchener . Harvener Hoesch Eisen. . . Ilse Bergbau . « Klöctnerwerke . « Köln-Neuessen. . « Mannesman» . . . .

... 8 . . . V . . 10 . . 10 . . . 6 . . 10 . . 10

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4% Schweiz. Bundesb.-Snl..

4% L österreichische Äoldrte.

4,20% Gelten. Silberne.

4% Oesterreich einheiU Rte.

4% Ungarische Goidne.

4% Ungarische Staatör. v. 1910

<y»% desgl. von 1913

4% Ungarische Kronenrte.....

4% Türk. Zollanleihe v. 1911 -

4% Türkische Bagdadbahn-Aul., Serie I

4% devgl. Serie II

4% Rumänen convert. Rte. . . - \y,% Rumänen fflolbanL von 1913

Berlin. 2 Oktober " ^ranzoniche 'Jioten .... Holländische Noten ... «taltenitoe. Noten ...... Norwegische Noten.....

Dcutsch-Oesterr-, ä 100 Kronen Rumänische Noten......

Schwedische Noten ...... Schweizer Noten ......

Svanische Noten.......

Tschechoslowakische Noten . . Ungarische Noten . . -

Datum: | 2 10. j 3 10. | 2. 10, j 3 10

Kali Westeregeln. . . Kaliwerk Salzdetkurt-

I. ®. Farben-UndustrA Dynamit Nobel . . . Scheideanstall...» Goldschmidt .... RütgerSwerke .... Metallgesellschaft. . .

^ricf" 16.1S 168,48 22.04 111,75

59.17 2,557

112.-9 80,90 68,40 12,41 73.10

a. HL

Phönix Bergbau

Rheinische Braunkohlen

Rheinstahl t. % Jahr 4tz

Riebeck Montan . .

Bereinigte Stahlt». Otaoi Minen . , Roll Aschersleben

Frankfurt a. M.

Berlin

Schlutz- Äure

1-Uhr- Kur»

Sch'uh- Kur,

Änjang Kur,

Datum:

2. 10.

3. 10.

| 2. 10.

3. 10.

Philipp Holz mann......7

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143,75

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Heidelberger Cement .... 10

137

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Cement Karlstadt ......8

170

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Wayh & Freitag .....10

144

113

Schultheis Patzenhoser ... 15

343

Ostwerke ........1-

*

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Ver. Glanzstoff ...... 18

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565

Bemberg.........14

-

489

491

Zellstoff Waldüos.....12

Zellstoff Aschaffenburg ... 1'2

298.75

.97.25

296

219

220.o

218.4

217

Charlottenburger Wasser ... 7

119,75

Dessauer Gao .......8

202,25

202.5

Daimler Motoren......0

93.5

96

93

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53.5

53 25

129,5

Adlerwerke Klever ...... 5

129.5

-

129

Luvw. Loewe . ...... 10

261,5

260.5

Rat. Automobil ....... 0

7a

Oren stein & fiovpd . .... 5

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116 25

117.25

Leonhard Tietz ...... 6

Bamag-Meguin . ...... 0

Franks. Maschine» ...... 6

273

273,75

18.5

18.5

78,25

78.71

77

Griyner ...... 11

126

127

Heyligenstaedt ....... 0

19

-

-

Junghans ...... 4

Lechwerke. . . ....... 8

114

-

89

_

Mainkrastmerke ....... 8

Mag - ...... 10

141

141

Nekars ulmer ..... 8

35,4

34

34

Beters Union ........ 8

HO

-

Gebr. Roeder .. 10

Voigt & Haessner ......8

128

-

216

215.25

Südd. Zucker ........ 8

149,75

152

150

Frankfurt a.M

Berlin

Schluß 1-Uhr- Kurs ; Kurs

Sch uf; I 2111 iang Kur; Kur»

Datum

2 10.

3. 10.

2 10. j 3. 10.

5% tt. Retchsanteihe o. 1927

Dt. Lnl.-Mlöi.-Schuld mit Aus lof.-Rechien

Desgl. ohne Äuslos.-Rechte

7% Franks. Hyp.-Bl Goldpf. un­kündbar bis 1933

4y,% Rheinische Hyp.-Bank Liau. Goldpf.

S.E.G afia. BorkriegS-Obligation.. rücdoblbar 1933

87,2a

53 lh.8

90

75,1

16,75

16,75

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Frankfurts. M

Berlin

Schluß 1-Uhr- Kurs ; Kurs

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-

103,5

104.75

105.13

107,6

107

107

193

2. Oktob.'r

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Lutlliche 'jäUtmtiifl

Amtliche Nolierullg

Geld

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Amft--Rotl Buell.-AireS Brss.-Alltw- (Sllriftiania ttopenbagcn

168,18 1,763 j8, 26

168,52

1,767

58,38

168,23

1,763

58,2m

160,57"" 1,707

58,405

111,74

111,80

112,13

112,96

112,02

112.35

111,79

111.84

112,21

112,01

111,06

112,43

pelnnaiorö.

10,655

10,575

10.56

10,58

Italien. . .

21,915

H. 955

21.93

21,97

öondoll. .

20,331

20,371

20,34-

20,382

Neuvork . .

4,1935

1,2015

4,1955

4,2055

Paris....

16,395

>6,415

16,40

11., 44

Schweiz ..

60,71 6« 47

80,87

0,76

80,-2

Spanien - yapan . . - 'Kto de Fan.

68.61

68,32

68.46

1.919

1,923

1.915

1,918

1.501

0.503

0,5015

0.50--5

Wien ia D-- Oeft- abgelt

-9,01

59,13

59,04

09,16

Prag .

13,^27

12,447

12,43

12,45

Belgrad .

7,368

7,382

73,20

3,033

7,373

7,387

Budapest. Buigarrell

73,06

3,027

73,13

3,027

73,27

3,033

Lissabon

18,93 11,28

18.97

18,93

18,97

Danzig. .

61,41

81,29

81,45

Konstantin.

2,172

2,176

2.173

2,177

Sltuen. . .

>,435

5,445

5.435

5,445

Lanada

1.192

4.200

4,193

4,201

LlrmaoD .

4.266

4,274

4.266

4,274

Cdro . . .

20 854

20.894

20.865

20.005

Berlin, 2. Oktober

Geld

Briet

Slmcrikamsche Note» .....

4,175

4,195

Belgische Noten .......

58,08

68,32

Dänische Noten........

111,65

111,99

Englische Notnr........

20.31

-0.39