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Die Lieferung von etwa 1000 ein- kaufend Zentner Speifekarkofseln ..Industrie^ soll im Wege des unbe­schränkten Wettbewerbs vergeben werden. Die Anlieferung muh im Oktober 1928 erfolgen. 8573V

Die Bedingungen liegen während der Dimststunden aus der Kanzlei zur Ein­sicht offen, sie können auch abschriftlich zum Preise von 8Q Pf. bezogen werden.

Für das Angebot ist die Benutzung eines besonderen Formulars vorgeschrie- ben, das zum Stückpreis von 10 Pf. auf der Kanzlei erhältlich ist.

Angebote mit der AufschriftKartoffel- (ieferung" sind verschlossen bis spätestens zum Eroffnungstrrmin am

10. Oktober 1928, vormittags 11 llhr hier einzuroichen. Es können auch Teil- Neuerungen, jedoch nicht unter 56 Zentner. srfölZen.

Hufchlagsfrist eine Woche.

Mqrienschkotz, den 19. September 1928.

Die Direktion

des gestischen Landeszuchthauses.

Am Nachmittag sprach Professor Keller-

,scheu Landeskirche und ihren Ge- Friedberg über das Thema:Warum hat die erwarten?" Sein Referat brachte Evangelische Kirche so spät mit ihrer sozialen igen: 1. Die Kirche sei die Zuflucht Arbeit begonnen?". Der Redner schilderte den

Kapitalismus.

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Nebltngsstttndett ber Geräteiuvner.

An der Hebungsstunde der Geväbeturner in Launsbach nahm «in« stattliche Zahl Oberstufen- turn-er teil. Durchgcttirut wurden die Hebungen zum Kreismeisterschaftsturnen. Allgemein wurde die Ansicht geäußert, das) die Hebungen zu viele Schwierigkeiten im Aufbau aufweisen. 6m noch stattfindendes Ausscheidungsturnen wird die sechs Besten des Bezirks ermitteln, die dann am Kreismeisterschaftscurnen teilnehmen. Es wurden weiter m>ch die sieben Teilnehmer zum Geräte- Wettkampf des 3. und 6. Bezirks bestimmt.

Thema:Welcher besondere soziale Dienst ist yyn der hessischen Landeskirche und ihren Ge­meinden zu i... *'

drei Forderungen: 1. Dre Kirche fei bi« Zuflucht her Gerechtigkeit. 2. loyale Mitarbeit oct allen anderen sozialen Organisationen, 3, die Kirche muh ihre Piomerstellung behalten, immer die Qlot da suchen, wo sie von niemand gesehen und in Angriff genommen wird."

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Entwicklungsgang der kirchlich-sozialen Betätigung in tiefschürfendem Ausführungen und erhob zum Schluß die Forderung nach kirchlichem Eingriff zur Beseitigung der Mißstände des übersteigerten

Alsfeld iAauheim I 0:2.

Raunheim hatte die Reise nach Alsfeld unter- uommen. Beiderseits wurden gute Chancen her- ausgearbeitet. Alsfeld gelang es, in Führung zu gehen. Halbzeit 1:0. Aach Seitenwechsel das­selbe Spiel. Bereits In der 15. Minute erzielte Alsfeld sein zweites Tor. Bei Schluß mutzte sich Raunheim einwandfrei 2:0 geschlagen bekennen.

Heuchelheim IMarburg ! 5:1.

Marburg erschien in Heuchelheim in etwas bunter Aufstellung. Heuchelheim lieferte ein bef- serös, aber überlautes Spiel. Bis Halbzelt konn­ten sie vier Tore erzielen. Rach Seitenwechsel kam auch OLarburg durch Umstellung besser auf unb lieferte jetzt den Einheimischen ein gleich­wertiges Spiel. Roch einmal konnte Heuchel­heim erfolgreich sein unb auch Marburg durch ein Selbsttor zum Ehrentor verhelfen.

Wetzlar lLollar I 0:4.

Lollar war nach Wetzlar gefahren. Wetzlar fiel nach der kurzen Erholung wieder in seine alten Schwächen zurück: auch bei diesem Spiel. Lollar dominierte während des ganzen Spieles und konnte bis Schluß obiges Resultat erzlebm.

Kinzenbach!Raunheim ll 2:1.

Raunheim II war in Kinzenbach zu Gast. Wäh­rend die Einheimischen mit Ersatz antraten, be­trat Raunheim nur mit neun Mann das Spiel­feld. Kinzenbach gelang es, zweimal einzusenden, dem Raunheim sein Ehrentor entgegensetzen konnte.

Oppenrod IBurkhardsfelden I 10:0.

Rlemand hatte erwartet, daß dieses Spiel so ausgehen würde. Oppenrod war den Gasten stark überlegen.

Alsfeld IIDaubrlngm I 1:4.

Doubriugen holte sich in Alsfeld, wie erwar­tet, zwei wertvolle Punkt«.

Großen-Linden IHachborn l 4:0.

3n Grotzen-Linden trafen sich beide Mann­schaften. Grotzrn-Lindon war etwas überlegen, fo-nnte jedoch bei der zahlreichen Verteidigung der Gäste nichts erreichen. Gin Elfmeter gab ihnen die Führung. Rach Seitenwechsel'wurden di« Einheimischen mehr und mehr überlegen und konnten dies auch in weiteren drei Toren aus» drücken.

3. Stang 5,16 Meter. Stabhoch: 1. Steines 3 Meter, 2. Schmidt, 3. Stang. Steines erreichte auf seinem Spezialgebiet trotz der Hindernisse eine beachtliche Höhe.

Jugend (Jahrgang 10/11). 1 00Meter: 1. Kirchheimer 13 Set., 2. Croon 13,1 Sek., 3. Heil. Kirchheimer lief ein gutes Rennen und dürfte in den Kurzstrecken noch Zukunft haben. 200 Meter: 1. Kirchheimer, 2. Croon, 3. Rübsamen. Auch hier gewann Kirchheimer durch seinen kraftvollen Laus. Hochsprung: 1. Croon 1,41 Meter, 2- Rühsamen. Von dem Zugendlichen Croon eine beachtenswerte Leistung. Wettsprung: 1. Croon 4,77 Meter, 2. Kirchheimer 4,46 Meter, 3. Heil. Kugel­stoßen: 1. Croon. Speer: 1. Croon. Der vielseitig veranlagte Croon dürfte hei fleißigem Wintertraining in der nächsten Saison noch von sich reben machen. 1500 Meter: 1. Rüb-

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beanspruchen.

Handball in Treis.

Zum Verbandsspiel der Jugendklasse trafen sich am Sonntag in Treis die Zugendmannschaft der Tgmde. Friedberg und die des Turnvereins Treis a. d. Lda. Die körperlich stark überlegene Mannschaft der Tgmde. Friedberg konnte das Spiel mit 7:0 gewinnen. (Halbzeit 3:0.) Fried­berg leistete ein sehr gutes technisches Spiel, halte jedÄh auch große Schwierigkeiten durch die sehr fleißige und flinke Treiser Mannschaft.

Handball T.-B. 1899 Großen-Buseck.

In. GroßenBufeck komb. To. Herbora I 7:3 (2:0).

Eine Mannschaft aus sechs Aktiven und fünf Ju­gendlichen konnte nach starker Feldüberlegenheit dieses Resultat erzielen. Bei dem tieferliegenden Tor gingen den Großen-Buseckern ungezählte Bälle knapp über die Pfosten, wogegen S)erborn nur wenige Male gefährlich vor dem feindlichen Tor werden konnte.

A.f.B. Leichtathletik.

Die am Sonntag von der Leichtathletikabteilung veranstalteten Dereins-Meisterschafts- Wettkampfe standen im Zeichen denkbar un­günstiger Witterung. Wenn trotz der gänzlich aufgeweichten Kampfbahnen verhältnismäßig gute Resultate erzielt wurden, so stellt dies dem Können der Athleten das beste Zeugnis aus. Die Konkurrenzen gingen wie folgt aus:

Aktive. 100 Meter: 1. Schmidt 12,4 Sek., 2. Steines 12,5, 3. Stang Brustbreite zurück. 200 Meter: 1. Schmidt 25 Sek., 2. Stang, 3. Müller. Aufgeweichte Bahn, Regen und star­ker Gegenwind ließen in diesen beiden Läufen feine bessere Zeiten zu. 1500 Meter: 1. Müller 4,58 Mm., 2. Schmidt 40 Meter zurück, 3. Monkel 1 Meter zurück. Müller in guter Form. 3000 Meter: 1.Müller 10,42 Min., 2. Wankel, 3. Rübsamen. Aub hier ging Müller in der letzten Runde bem sonst gleichwertigen Felde davon und erreichte eine feine Zeit. Kugel: 1. Wohl 11,47 Meter, 2. Steines 10,24 Meter, 3. Fett 9,11 Meter. Sps«r: 1, Wohl 32 Meier, 2. Lachmann, 3. Fischer. Dis­kus: 1. Mohl 29,83 Meter, 2. Berg 25,85 Meter, 3. Steines 25 Meter. Diese drei Konkurrenzen litten besonders stark unter den Witterungs­verhältnissen und ihren Folgeerscheinungen. Hochsprung: 1. Steines 1,55 Meter, 2. Fett 1,55 Meter, 3. Mohl 1,35 Meter. Das Los ent­schied für Steines, der sich sowohl, wie Fett, in prächtiger Form zeigte. Weitsprung: 1. Steines 5,53 Meter, 2. Schmidt 5,37 Meter,

kaum zu schlagen sein.

Schüler (Jahrgang 18 und jünger). 50 Meter: 1. Heinz Fischer 7,4, 2. Dunkel. Der kleinste Fischer läuft «inen bewunderns­werten Stil. Auch sein Gegner war nicht minder gut. Speer: 1. Dunkel, 2. H. Fischer. W« itsprung aus dem.Stand: 1. H. Fi­scher, 2. Dunkel. Der Eifer, den die beiden klein­sten D. f.B.er an den Tag legten, war vor­bildlich.

Alles in allem darf die Leichtathletitabteilung und ihr Trainer Fischer mit der Abschluß­veranstaltung ihrer ersten Saison zufrieden sein.

B. f. B.-Irchball.

LigaHerborn Liga 6 : 0

LigoreserveHerbon Ligarcserve 6 : 2

DritteGr. Duseck II. 9 : 1.

Der erste Sonntag der diesjährigen Verbands­spielserie erbrachte für V. f. D. einen vollen Erfolg, da in allen drei Spielen die V. f. B.- Mannschasten Sieg und Punkte, zum Teil mit recht hohen Resultaten, an sich bringen konnten.

Im Ligatresfen sah man ein lahmes Spiel zweier sehr ungleichstarker Gegner, das jeglichen Kampfcharakters entbehrte. Herborn war uner­wartet schwach und nicht imstande, sich auch nur Jür kurze Zeit durchzusetzen, um als ernst- zunehmender Gegner angesprochen werden zu können. Während die Elf sich bis zur Halbzeit noch einigermaßen zu wehren verstand, klappte sie nach der Pause fast ganz zusammen und brachte keine einheitliche Aktion mehr zustande.

| Die V. f. B.-Manuschaft enttäuschte insofern, als sie nie recht aus sich herausging und sich eine gewisse Reserve auserlegte. Wohl kombinierte sie zeitweise recht schön zusammen, ihrem Spiel fehlte aber jeglicher Schwung und Kampfgeist. Mit all diesem versöhnte jedoch wieder die Ruhe und sportliche Anständigkeit, mit der beide Mannschaften das Treffen von Anfang bis Ende durchführten.

Der Verlauf des Treffens der Ligareserve­mannschaften war bedeutend abwechslungs­reicher. Herborn imponierte anfangs durch seine Schnelligkeit und Wucht, gegen di« Gießen vorerst nicht aufkam und bald mit 0 : 2 im Hintertreffen lag. Erst dann sand sich die V. s. B-°Elf besser zusammen und zeigte ein ganz prächtiges Kombinationsspiel, dem die Gäste, die sich in der ersten Hälfte zu stark verausgabt hatten, nichts mehr entgegensetzen konnten.

Die dritte Mannschast erzielte in ihrem Verbandsspiel gegen Gr. -Dusecks Zweite das höchste Resultat des Tages. Trotz eifriger Gegenwehr der Gäste, gelang es der D. f. B.° Elf mit 9 : 1 zu siegen. Sie fand sich dank ihrer besseren Technik und größeren Spielersah.ung mit

Handball rrn Männer-Turnverein.

Mit einem überragenden Siege kehrte die erste Jugend mann schäft von Butzbach zurück. Gelang es ihr doch, mit einem Torverhältnis von 12:0 über die Butzbacher Jugend Sieger zu bleiben.

Die zweite Mannschaft verlor erwar­tungsgemäß gegen die erste von Friedberg mit 4:1. Ohi«- Has Verdienst der smedbergec zu schmckleim, must gefaxt werden, daß die Mamr- schäft zwar verdient gewonnen hat. aber nur Sieger bleiben konnte durch einige Schmtzer der Verteidigung und durch daS latente Benehmen des Mittelläufers. Der Ausbau des Spieles b»i den Männerlurnern war nicht dazu angetan, irgendeinen Erfolg herauszuschälen.

Don denk mit großer Spannung erwarteten Zusammentreffen der beiden Gießener Mannschaften, Tv. 1 846 und M t v., ist der ruhige und vornehme Verlaus des Spieles rühm» sich zu erwähnen. Schade war es, daß die Mann­schaft des Männerturiwereins infolge des Fern­bleibens eines Spielers fast die ganze erste Halb­zeit nur mit zcHn Mann spielen mußte und auch für den sonst sehr guten rechten Läufer, der bei einem Echulspiel eine stärkere Verletzung dgpvn- trug, einen Ersatzmann einstellen mußte. Die Mannschast des Tv. 1846 schwang sich besonders in der zweiten Halbzeit zu einer ganz beachtlichen Leistung auf. Man konnte sich das Eindruckes nicht erwehren, als ob die Männerturner das SAel von Anfang an zu leicht genommen hätten. Stremmel und Rothärmel im Sturm waren, wie immer, geschickt im Zusammenspiel, gut im Tore- werfen und dürsten wohl das Hauptveldimst an dem 2: 3-Siege für die Mw.-Mannschaft für sich

dem aufgeweichten Boden leichter ab und schnürte den Gegner längere Zeit in seine Hälfte ein. Das Resultat entspricht dein Spielverlauf.

Das Verbandsspiel der vierten Mann­schaft gegen die Zweite Da ub ringe ns fiel infolge Verlegung auf einen späteren Termin aus.

Spielvereinigung 1900 Gießen.

ö. Wegen schlechten Wetters konnten am Sonntag eine Reihe der geplanten Spiele nicht ftattfinoen.

Lediglich die dri t te Seniorenmann­schast trug aus dem Sportplatz an der Liebigs- höhe ihr erstes Verbandsspiel in dieser Saison aus und konnte es mit 3:0 Toren (Halbzeit 1:0) siegreich gestalten, somit die beiden Punkte in Gießen behalten. Die 2. Elf derTeutonia" L a u b a ch gab den Gegner ab. Das Spiel wurde von Anfang an unter der guten Leitung des Schiedsrichters Mandler (Grohen-Buseck) fair durchgeführt. Es glich eher einem Freundschafts' treffen. Die 1900er waren weit mehr überlegen, als es das Resultat zum Ausdruck bringt. Das Eckballverhältnis war 15:3 für Gießen.

Kußball in Grohen-Buseck.

Das erste Verbandsspiel in der .X-Klasse gegen den Fußballklub Grünberg gewann der F. C. 1926Großen-Buskckam Sonntag auf eignem Gelände mit 7:0 Toren. Das Spiel war recht lebhaft, in einzelnen Teilen wurden gute Leistungen gezeigt. Stand bis zur Halbzeit 2:0 für den Platzverein. Das Spiel war fair und verlief im allgemeinen ruhig. Bücher (V.f. B.) Schiedsrichter.

Die Kleinsten trennten sich 3:3 im Spiel gegen die Schüler des Sportvereins Wetzlar auf dem Platze an der Nauborner Straße.

H. f. X Lich.

Die erste Mannschaft weilte am Sonntag in Rieder-Weisel und konnte von dort die ersten Punkte mit nach Hause bringen. Trotz lieber« legeuheit konnte die Mannschaft nur 3 Tore er­zielen; Halbzeit l;0.

Arbeit^-Turn- und GAvriHund.

Jsc nbarg IGießen I 5:1.

Gießens I. Mannschaft (Kreisklasse) hatte Ersah die Reise nach Rew-Jsenburg unternom- men. Auch Qsenbuxg trat in veränderter Auf­stellung an. Isenburg gelang es bis Halbzett, zwei Lore vorzulegen. Rach Seitenwechsel bekam Isenburg einen Elfmeter zugesprochen, der ver­wandelt wurde. Gießen war durch diese Ent­scheidung sichtlich deprimiert; hierdurch ange- souerk, kam Isenburg mehr in Form und er­zielte noch zwei Tore. Durch ein Selbsttor kamen die Gäste zum Ehrentor.

samen.

Jugend (Jahrgang 12/31).

1. Kirchheimer. Kugel: Rübsamen,

2. Kirchheimer, 3. Heil.

Schüler (Jahrgang 14/15). 50 Meter:

1. Stroh 6,8 Sek., 2. Happ 7,4, 3. Paulus 8. Stroh siegte in vorbildlich gutem Stil in einer ganz hervorragenden Zeit. Weitsprung aus dem Stand: 1. Stroh 2,43 Meter, 2. Happ 2,25 Me er, 3. Paulus 1,88 Meter. Speer: 1. Simon, 2. Paulus, 3. Happ.

Schüler (Jahrgang 16/17). 50 Meter: 1. Happ 7,4. Speer: 1. Happ. Weit­sprung: 1. Happ. Der klein«, talentierte Happ sichert« sich in der Konkurrenz seines Jahrganges die drei ersten Plätze; er dürfte in seiner Klasse

Buntes Allerlei.

Die Betrügereien mit Kriegsanleihealtbesitz.

Gegenüber den in der Oeffentlichkeit in der letzten Zeit wiederholt aufgetretenen Gerüchten, das Reich lei in großem Umfang um Hunderte von Millionen bei der Anmeldung von Anleihealtbesitz direkt ge - schädigt worden, wird amtlich u. a. folgendes festgestellt: Zum Umtausch im Anleihcablösungsver- fahren kamen Markanleihen des Reiches im Ge­samtbeträge von nahezu 55 Milliarden Mark in Be­tracht. Als Altbesitz find hiervon rund 39,5 Mil- lwrden anerkannt worden, so daß Auslosungsrechte von nicht ganz einer Milliarde Reichsmark gewährt worden sind, eine Summe, die sich auf etwa 4,5 Mil­lionen Gläubiger verteilt. Bei dem Reichskommissar für die Ablösung der Rcichsanleihen alten Besitzes sind von den Altbesitzanmeldungen im Inland etwa sieben Prozent, im Ausland etwa zehn Prozent der Anträge a b g e 1 e h n t worden. Unter diesen abge- lehnten Anträgen befinden sich auch diejenigen, bei denen S t i n n e s, Kuhnert, Bela Groß, Ealrnon, Rothrnann, von Waldow usw. beteiligt sind und be­züglich deren das Verfahren bei der Staatsanwalt­schaft und dem Untersuchungsrichter bei dem Land­gericht I Berlin geführt wird. Roch den bisherigen Ermittelungen ist also dem Reich in diesem Falle fein Schaden entstanden. Es stehen vielmehr vorläufig nur Fälle versuchten, nicht vollende­ten Betruges zur Untersuchung.

In einigen mit der obigen Betrugssache nicht in Zusammenhang stehenden Fällen, bei denen Aus­losungsrechte im Gesamtbeträge von 128 000 Mark bereits gewährt waren, ist festgestellt wor­den, daß die Zuerkennung der Auslosungsrechte z n Unrecht erfolgt ist. Die Auslosungsrechte sind zu­rückgefordert und bereits zu einem großen Teil, z. B. in einem Falle im Betrage von 55 975 Mark dem Reich zurück gegeben worden.

Opfer des amerikanischen Son .iagsverkehrs.

Der Reuhorker Morgenblätter heben die unge­wöhnlich große Anzahl der Todesfälle hervor, die auf Automobilunfalle zurückzusichren sind. Diese sind in Amerika Sonntags stets sehe zahlreich. Sonntag wurden in der Umgebung Reuyorks durch Automobisimfalle über 10 Personen getötet und mehrere schwer ver­letzt. Sämtlich« Unfälle ereigneten sich bei Ver­suchen, Bahngeleise zu kreuzen, wobei die Automobile von herannaheudrn Eisenbahnzügrn erfaßt wurden. In Long Island wurden gestern fünf Personen getötet und vier verletzt, die alle, mit einer einzigen Ausnahme, noch nicht 20 Jahre alt waren. In Bristol (Pennsylvania) wurden durch einen Reuhorker Schnellzug Jed>6 junge Leute getötet, der ihr Auto vollständig zertrümmerte. In der Umgebung von Philadel­phia kämen 13 Personen in ähnlicher Weise nmS Leben.

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Freitag, 5. Oktober.

6,30: Morgengymnastik. 13 bis 14: Schallplat- ten-Konzert, volkstümliche Orchesterwerke. 1505 bis 15,35: Stunde der Jugend. 15,55 bis 16,05: Hausfrauendienst. 16,35 bis 17,35: Hausfrauen- Rachmittag:Heber Ofenheizung", Dortrag von Paula Friedrich, Darmstadt. 17,35 bis 18,05: Don (Stuttgart: Konzert des Rundfunkorchesters. 18,10 bis 18,30; Lesestunde. 18,30 bis 19: Stunde des Südwestdeutschen Radio-Clubs. 19 bis 19,30: Don Kassel:Mit Wenig Kohlen ein warmes Zimmer", eine wärmetechnische Plauderei von Herrnann Moeller, erster Teil. 19,30 bis 19,50: Zwanzig Minuten Fortschritte tn Wissenschaft und Technik. 20: Don der Stuttgarter Lieder- halle: Konzert Erika Morini. Anschließend: Don Kassel: Spätkonzert: Rachklänge von Ossian.

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Das einzureichende Hafermuster, 1 kg enthaltend, muß getrennt von dem Angebot verpackt mit der AuffchriftMuster zum Angebot für Haferlieferung" versehen sein.

Gießen, den 28. September 1928.

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