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Oie Tragödie derLatham".

OieVermutungen über Amundsens Tod anscheinend begründet

Tromsö, 1. Sept. (1BB.) Do» Aischerfahrzeug »Bradd-, das oon der SuHeren Vogel-Insel (Fug. lot) jurfitffetjrf, hat den Schwimmer einer Ilogmafchine ausgefisch», der aller Wahrscheinlichkeit nach eia B e st a n d t e i l des von Mmunbfen benutzten Flugzeugs£ a t ft a m war. Der Flugzeugschwimmer Hot graue Aarbe, ist 2,54 Meter lang, 58 Zentimeter hoch und 56 Zentimeter breit. Der Schwimmer besitzt vier kleine, wasserdichte Abteilungen. Lr weist eine wahrschein­lich vor dem Abslug aus Norwegen mit Kupserblech ausgesührle Reparatur auf. Ls sieht auch so aus, wie wenn die Mannschaft versucht hätte, den Schwimmer am Ilügel besser zu befestigen, und dah dies nach dem Abslug aus Tromsö gemacht worden wäre.

Vie Offiziere des htlssschisses Michael Sars und des franzöfifchen OeldompsersDuran«- so- wohl wie verschiedene Photographen erklären, doh der ausgefundene Zlugzengschwinnner lat fach- lich ein Bestandteil der »Calf) am ge­wesen sei.

Der Oberbefehlshaber der Bergener warine- station. der das FlugzeugLa Ihorn" bei seiner Ankunft in Bergen In Empfang nahm, erklärte, es sei richtig, dah einer der Schwimmer wäh­rend des Aufenthaltes in Bergen mit Metallplatten repariert worden fei und dah dieser Schwimmer bleigrau gewesen sei.

Kein Zweifel mehr.

Oslo. 2.Hept. (XU) Der Schwimmkör­per des Flugzeuges Amundsen S. der jetzt von einem Fischdampfer aufgefunden wurde, ist nun endgültig als von dem Flugzeug Amund­sens stammend, festgestellt toorten. Professor Hansen in Bergen konnte bestätigen, dah an dem Schwimmkörper des Flugzeuges eine Repa­ratur des Dackbordfchwimmkörpers vorgenom­men wurde, wobei eine Metallplatte daran an­gebracht worden war. Diese Platte ist auch das sichere Erkennungszeichen dafür, dah es sich um einen Teil des Flugzeuges von Amundsen han­delt. Der ausgefundene Teil hat allem Anschein nach schon längere -Zeit im Wasser ge­legen. Es wird vermutet, dah der Schwimmkörper bei einer unglücklichen Rotland u n g vom Flugzeug losgerissen wurde. Es erscheint jedoch auch möglich, dah das Flugzeug beim Aufschlagen auf die Wasseroberfläche vollkommen zertrüm­mert wurde und nur der Schwimmkörper un­versehrt geblieben ist. Sachverständige halten es nicht für ausgeschlossen, dah das Fluazrug etwa drei Stunden nach dem Start umgekehrt sei und daß die Katastrophe demnach nahe der nor­wegischen Küste etngetreten sei.

Das Schicksal derLaiham".

Oslo, 1. Sept. (WB.) Der norwegische Ge­lehrte Hoel pflichtet die Ansicht Sverdrups bei. dah der Schwimmer des Flugzeuges2a- Lham" fehr leicht bis zur Küste von Fugloe trei­ben konnte, falls dieLatham" auf dem Flug nach Rorden in« Meer gestürzt sei. Der Gelehrte fügte jedoch hinzu, es bestehe auch die zweite Möglichkeit, dah das Hnglürf Pas­

sierte. während dieLach am" den Versuch unter­nahm. nach Rorweacn zurückzukehren Der Sn» rektor der War netlugzeugwerke in Hor^n er­klärte: Wenn einer der Schwimmer abbrach, wah- rend dieLatham" sich auf dem Meere besanv. dann konnte sich das Flugzeug nut noch wenige Minuten über Wasser halten. Bon allen Leuten, die von den Berichterstattern der 3citungcn befragt wurden, sagte nur ein einziaer. nämitch der Leutnant Am und'en. ein Resse des For­schers. dah er die Hoffnung noch nicht ganz ausgegeben habe. Die Berichte aus Tromsö werden durch Extraausgaben der Blat­ter und durch den Rundfunk bekanntgegeben. Src werden allgemein mit dem größten Be­dauern aufgenommen. D.e meisten Leute hat­ten allerd.ngs längst die Hoffnung aufgegeben, Amundsen wiederzusehen. Aber es gab auch viele, die sich hartnäckig an den Gedan'en Häm­merten. Amundsen sei in seinem Leben schon so häufig auf wundersame Weise dem Tode ent­ronnen. dah sie die Hoffnung nicht auf geben könnten. Die Abendblätter haben noch keine Zeit gefunden, sich ausführlich zu den Berichten aus Tromsö zu äußern.

»Dagebladet" schreibt, cs habe den Anschcrn. alS sei das Flugzeug ins Meer gestürzt und als feien alle, die sich an Bord der .Latham" befanden, umgekommen. Wenn diese An­nahme zutresse, habe Aorwegen einen der berühmtesten Männer seiner ®e- schichte. Roald Amundsen. und einen tap­feren Flieger, den Kapitän Dietrichson, Per­loten. Zhr Untergang werde jedoch dem Romen ihres Daterlandes zur Sh« gereichen. Es falle schwer, die letzte Hoffnung auf irgendeine wun­derbare Errettung aufzugeben. aber offenbar sei nun der Augenblick nahe, m welchem man sich mit dem Tod der mutigen, selbftto'en Rorweger und ihrer tapferen französischen Kameraden ab­finden müsse.

Kapitän Sverdrups Vermutungen.

Oslo, l. Sept. (WTB.) Ein Vertreter des RorSk Telegrambyra hcute eine Hntcrrebung mit dem Polarforscher Kapitän Otto Sverdrup. in der Sverdrup, nachdem er über die neuesten Einzelhei.en zu dem Wrackstückfund, insbeson­dere über die Erklärung des Kommandeurs der Marinestation in Bergen, informiert worden war, erklärte, dah er diese Tatsachen für den end­gültigen Beweis des Untergänge« derLatHam" halte. Er habe keine Hoff­nung mehr, dah irgend jemand, der an Bord des Flugzeuges war, noch lebe. Seiner Ansicht nach müsse die Katastrophe bereits eingetreten sein, ehe das Flugzeug die Bären-Jnsel erreicht habe. In der Räbe der Bären-Insel hätten damals viele Fischerboote gelegen, und sie hätten mit größter Wahrscheinlichkeit die ..Latham" ge­sichtet oder irgendwelche Spuren von ihr ge­sunden. Ss spreche nichts dagegen, dah ein Schwimmer des Flugzeuges bei der Insel Fugloe antreiben könne. Der Schwimmer sei ein sehr leichter Gegenstand und deshalb spiele für die Windrichtung der Wind eine wichtigere Rolle att die Meeresströmung. Ss sei durchaus möglich, dah ein Wrackstück derLatham" bi diese Rich­tung getrieben worden sei, da in der fraglichen Zeit nördliche Winde vorgeherrscht hätten

man deutscherseits gewillt ist. den den früheren Gegnern gegenüber übernommenen Verpflich­tungen ganj und gar nachzukommen.

Ich bart an die Annahme deS DaweS-PlaneS, an die Londoner Abmachungen von 1924 er­innern. Das Reparation-Problem wurde seines politischen Sharakters entkleidet, es ist zu einer Materie rein wirtschaftlicher und finan­zieller Ratur geworden, die als solche die Ge- wihheit zu natürlicher und organischer Sntwick- lung in lich trägt, wie die jetzt vierjährige rei­bungslose Durchführung des Dawes-Planes be­weist. Kein Staat hat mehr für die allgemeine Sicherheit getan als Deutschland. Es beweisen dies die Verträge von Locarno, die zahlreich abgeschlossenen SchiedSverträge, die Annahme der Fakultativ­klausel des WeltgerichtShoses, die aktive Mit­arbeit im ®enfer Sicherheitsausschuh und letzthin die sofortige und vorbehaltlose Bereitwilligkeit zur Annahme des Kellogg-Paktes.

Deutschland hat mehr als irgendein anderes Land abgerüftet.

Doch noch darüber hinaus sind wir bereit, mit unserer ganzen nationalen Kraft an der Ver­wirklichung weiterer Vorschläge zur Sicherung und Organisation deS Weltfriedens mitzuarbeiten. Das in der Vergangenheit von unS Geleistete, das für die Zukunft von uns Gewollte gibt uns daS Recht, zu fordern, dah die D e - satzungstruppen unser Land ver­lassen. Ihr Verbleib würde von allen Kreisen in Deutschland alS ungerechtfertigt und dem Geiste des Friedens zuwider empfunden werden.

Der französische Kabineitsrai in Sampigny.

Paris. 2. Sept. IWD.) Anläßlich des gZtri- gen zweiten Jahrestages des Bestehens des K a - binettsPoincarShat Justizmimfter B a r - thou heule in Sampignh im Romen der übrigen Kabinettsmitglieder Frau Poincarö e.ne Vase auS getriebenem Kupfer überreicht, die die Anschrift trägt: .Frau Raymond Porncartz zur Huldigung respektvoll von den W i t a r b e i t e r n und Bewunderern ihres Gemahles gewidmet" Zu Ehren der Erinnerung an die Ende Juli 1926 erfolgte Konstituierung des Kabi­netts Poincare fand ein Frühstück statt. Rach dem Frühstück wurde ein Kabinettsrat ab- gehalten. Die Minister kehrten am späten Abend nach Paris zurück. Innenminister S a r r a u t. der durch die heutige Zugentgleisung bei Ancy-le- Franc am rechtzeitigen Eintreffen verhindert war. nahm an dem Kabinettsrat nicht teil.

OBatin" berichtet, das) der gestrige Mi­ni sterrat in Sampigny drei Stunden dauerte. Lr wurde dadurch eingeleitet, dah Poincare und Briand über die Bespre­chungen Bericht erstatteten, die sie mit Kel­logg und Dr. S t r e s e m a n n hatten. Alsdann habe sich der Ministerrat mit der nächsten Döl- kerbundstagung beschäfttgt, die infolge der Abwesenheit EyamberlainS und Dr. Strefe- mannS etwas von ihrer Bedeutung verlieren werde. Die Befugnisse BriandS seien in dem vom Ministerrat vom 23. August fest ge­legten Sinne betätigt worden.

Ls erscheine übrigens In Abwesenheit de« eng tischen und des deutschen Außenministers nicht möglich, dah die Frage der Rheinlandräumung besprochen werde.

Wenig Hoffnung auf französische Vernunft.

9 Genf, 3. Sept. (Tll.) Man rechnet hier all­gemein damit, dah der Reichskanzler nicht ' länger als eine Woche in Genf bleibt. ES verlautet, dah er an der Tagung des zum 11 September einberufenen sozialdemokra­tischen Parteiausschusses teilnehmen wird, nröglicherweise jedoch nach Abfchluh der Tagung, falls erforderlich, wieder nach Genf zuruckkehren soll. Es scheinen jedoch bisher noch keine endgültigen Abmachungen getrogen wor- ten zu fern.

lieber den Gang der zu erwartenden Verhand­lung zwischen dem Reichskanzler und Briand über die Räumung des Rhein- lande s sieht man hier im allgemeinen äußerst schwarz. Auch die Räumung der zwei­ten Zone wird hier allgemein als wenig wahr­scheinlich erachtet.

Die französische Regierung rückt, wie hier ver­lautet. entscheidend die Reparationsfrage und die interalliierte Schuldeprege- I u n g in den Vordergrund und soll eine Behand­lung der Räumungsfrage nur im Zusam­menhang mit der Regelung der Repara.ionS- frage für möglich erachten. Auch bestehen in Genfer Kreisen vielfach Zweifel, wie weit Briand von P o i n c a r e zu weitgehenden Verhandlungen in Genf tatsächlich ermächtigt ist. 3m allgemeinen muh jedoch festgestellt werden, dah über den Umfang der kommenden Erörte­rungen der deutsch-französischen Fragen wenig Klarheit besteht.

Deutschland soll wieder vorausleiften.

Paris, 1. Sept. (WTB.) Der Auhenpolitiker besM a l i n" in Genf spricht sich heute über die französisch-deutschen Verhandlungen aus. (Er gibt zu verstehen, dah eine Unterredung des Reichskanzlers Müller mit Briand zwar ftuttfinben werde, dah sie aber keine befände- ren Ergebnisse zeitigen könne, ba Poi n- c a r i und Strefemann ihre Absichten in wei- testgehendem Mähe ausgetauscht hätten. Wie die Dinge sich jetzt darsteUten, habe man französischer- feits zweierlei Arten oonfflegenleiftun- gen für eine völlige Räumung des Rheinlandes ins Auge gefaxt, nämlich Einführung einer b e f o n- beren Kontrolle in der entmilitarisierten Rheinlandzone und vorzeitige Bezahlung der Reparationen. Die erstere Methode werde in Deutschland wenig günstig aufgenommen. Hinsicht- lich der zwelten werde man einwenden, dah sie mit einer Regelung auherorden11 ich gro­ßen Ausmahes verbunden fein werde, die nicht nur die Mobilisierung der Lisenbah» und 3nbufkkobllgatloncn des Daroesplanes vorsehe, sondern auch die Beschränkung der Annuitäten und vor allem ein Abkommen mit den vereinig ten Staaten über die Kriegsschuld.

Bestenfalls könnten diese Verhandlungen nicht vor Ablauf von anderthalb bis zwei Jahren zum Ziele fuhren. Dann werde die zweite Zone bereits ge­räumt sein und die Besetzung der dritten Zone nur noch vier Jahre dauern. ,Hch glaube zu wissen," so erklärt der Auhenpolitiker desMatin",dah man den Deutschen einen Hinweis gegeben hat, wie sie die öffentliche Meinung in den alliierten Lan­dern für eine vorzeitige Räumung günstig stimmen können, ohne diese umfassende internationale Rege­lung abzuwarten, nämlich dadurch, dah sie Beweise ihres Wunsches gäben,

die Zahlungen dadurch zu beschleunigen, dah sie ihren Kredit in Anspruch nehmen, nm auf dem Jinanjmartt die in Frage kommenden Obliga­tionen ganz oder teilweise unterzubringen.

Dir Deutschen konnten nicht einwenden, daß dies ganz unmöglich sei, denn sie hätten ja mit Leichtig­keit eine sehr grohe Anzahl von öffentlichen und privaten Anleihen in den letzten Zähren angenom­men. Man könne sich noch so sehr den Kops zer­brechen, um Lösungen zu finden man erkenne nicht, wie Briand, der vollkommen mit der von der französischen Regierung eingenommenen Hal­tung einig gehe, dem Reichskanzler Müller etwas anderes sagen könne.

Völkerbund undMnroe-Sottrin.

Gens. 1. Sept. (2LTB.) Die Antwort an Kostarika ist heute nachmtttag fertig- gestellt unb nach der in einer Weiteren Ge­he imsitzung des Döllerbundsrates er­folgten Genehmigung telegraphisch nach San Ios6. der Hauptstadt Kostarikas, abgesandt wor­den. Die Antwort besagt im wesentlichen, dah die Monroe-Doktrin im Völker- bundSpakt nur als Beispiel für eine regionale Verständiguna angeführt und nur für jene Staaten verpflichtend sei. die daran beteiligt sind.

Rach teilweiser Zitierung der Artikel 20 und 21 deS Paktes, die miteinander verbunden Teten, heisit es in bezug aus die Tragwette der Ver­pflichtungen, auf die sich der Artttel 21 bezieht: ES ist klar, dah dieser Artikel nicht die Wir­kung haben kann, ihnen Sanktionierung ober Rechtskraft zu geben, die sie vorher nicht gehabt hätten. Artttel 21 beschränkt sich darauf, solche Verpflichtungen in Betracht zu ziehen, wie sie bestehen können, ohne sie definie­ren zu wollen, da der Versuch zur Definierung praktisch dazu führen könnte, ihre Anwendung einzufchräitten oder auSzudehnen. Eine solche Auf­gabe lag den Dersafsern des Paktes nicht ob und betrifft nur solche Staaten, die unter sich solche Verpflichtungen übernommen haben. Di« Antwort erinnert an einen ähnlichen Schritt der Regierung von San Salvador und an den Briefwechsel, der seinerzett in diesem Zusammen­hang -wischen San Salvador und Washington geführt wurde, und in dessen Verfolg die Re- aicrun-i von San Salvador beschlaft dem Böl­ler bunte palt bcuuirtKn. Seiest!ich lenkt der Rat die Aufmerksamkeit KvstarttaS daraus, dah

der Völkerbundsrat ein Ganzes bil­det. und daß die Artikel des Dölkerbundspak- tes für alle Dölkerbundsmitglieder mit den glei­chen Verpflichtungen die gleichen . Rechte schaf­fen. um, wie cs in der Präambel des Völker­bundspaktes heiftt, die Zusammenarbeit zwischen den Rationen zu entwickeln und ihnen Sicher­heit und Frieden zu gewährleisten. Alle Völker- bundsmitglicder hätten auf dieser Grundlage in einem Geist gegenseitigen guten WillenS zusam- inenzuwirken. um so die Wirksamkeit der Völ­kerbundsaktionen progressiv zu heben. 3n die­sem Geist habe sich der Völkerbundsrat vor einiger Zeit an Kostarika gewandt.

Köliigsproklamalion in Albanien.

Tirana. 2. Sept. (WTB.) Rachtem die ver- fassunggebende Versammlung Achmed Zogu zum König proklamiert hatte, begab sich eine Kommis ton zu Zogu und bot ihm im Rainen der Rationolvcrsammlung und des Doles die e r b- lichc Königskrone an, die Zogu annahm. Rachmittags fuhr der K^nig. ter den Titel Zogu König der Albaner, führen wird, unter grasten Beifallskundgebungen der Bevöl­kerung in das Parlament und leistete dort den Eid auf die Derfasiung.

Die Gtinnes-Affäre.

Berlin, 1. Sept. (WB.) Der heutige Sams­tag wurde vollständig durch Vernehmungen Berliner und auswärtiger Zeugen in ter Stinnes-Untersuchung ausgesüllt. während Hugo Ltinnes jr. selbst mcht mehr vernommen wurde. Seine Vernehmungen werden erst am Won tag und ten darauffolgenden Tagen wieder fortgesetzt werden. Die Verteidigung von Hugo StinneS wird, tote eine hiesige Korrespondenz meldet, sicherlich noch am An­fang der kommenden Woche die

Anberaumung eines Haftprüsungstermines beantragen. Die Vertagung für ten Haft- prüfungslermin für Direktor Re thmann von der Eilen- und Stahl-Ueberlee-Gmr.b.H. ter ur­sprünglich auf Samstag mittag anberaumt »or­ten war. steht ebenfalls im Zusammenhang mit ten für die kommende Woche für Hugo StinneS zu erwartenden HaftprüfungStermin. Die Vertei­digung. auf deren Veranlassung die Verta­gung zurückzuführen ift. hat den Wunsch, dah die beiden Haftprüfungstermine möglichst andern- selben Tage ftattfinten.

Haussuchung

und Beschlagnahme von Papieren.

Laut ,B T." find auf Anweisung des Unter- suchungSrichterS neuerlich

Haussuchungen In Mülheim (Ruhr) und in Hamburg

Dorgenommen worden, um weiteres □Bä­te r ia ( in der Angelegenheit des

Krkegsanleihedetruges zutage gu fördern. Auch in dem Berliner Bureau tes StinneS-Konzerns in der Potsdamer Strafte haben heute Haussuchungen stattge- funden, bei denen Papiere, die in Be­ziehung zur Schuldfrage StinneS stehen, be­schlagnahmt worden sind.

StinneS protestiert.

Wie eine Korrespondenz meldet, hat Hugo StinneS, ter erst in der nächsten Woche aus­führlich über daS verhört werden wird. waS ihm zur Last gelegt wird. Protest gegen die Art seiner Vernehmung eingelegt. Er verwahrt sich dagegen, daft daS Protokoll über seine Aussagen zum Teil von dem Re»chS- fommtffar Dr. Heinzmann diktiert warten sei, ter ter Dernehnnmg gröftteniellS beiwohn l«. und er verlangt, daft die Wiedergabe feiner Aeufterungen lediglich vom älntersuchungSrichter formuliert werde.

Aus aller Wett.

Riftiez und Zimmermann peftarlel.

Berlin, 2. Sept. ($11.) Die beiden Piloten A i ft i c z und Zimmermann find' a» heuti­gen Sonntag um 6.01 llhr mit dem IunkerS- Flugzeug w 33, einem Flugzeug ter Deutschen Verkehrssliegerschule, zu tem Langst recken- flug nach dem Osten gestartet.

Ritsennberfchwtmmunq auf Korea. - 3000 Häuser im Waffcr verfunte«.

Rach Meldungen aus Seoul ist die Provinz Konkho auf Korea von graften Heber- schwemmungen hcimgcsucyt worden. Mehr alS 3000 Häuser sind im Wasser ver fünfen. 10 Personen ertranken und weitere werten oermiftL Bisher gelang e<, 30 Schwerverletzte zu bergen.

Das erste 5bert-Denfmal In Bayern.

München. 3. Sept. (WTB Funtspruch.) 3n Ottobr unn bei München wurde gestern vor­mittag da- von ter Ortsgruppe Ottobrunn bei ReichSbanne SSLw r - ct-gvld er ihtetcPbert- denkmal enthüllt. Den Platz, an dem das Denkmal steht, hat die Gemeinde ten Rumen Friedrich-Ebert-Platz" gegeben. In der Festrede bezeichnete ter Reichstagsabgeordnete Anterleitner die Enthüllung bei ersten Ebert-DenkmalS in Bayern als einen geschicht- lichen Augenblick.

Der fianal abermals durchschwommen.

Der Aegypter Helmy, der am Freitag um 14 llhr zur Äanaldurchquerung am Cap (Brie Nez startete, landete, einer Londoner Meldung zufolge, am Samstag um 13.46 Uhr in Folkestone Jftelmn ift der 16. Schwimmer, derdenKanalbezwun gen hat.

10 Personen während des Wochenendes In England gelötet.

London. 3. Sept. (DTB. Funkspruch.) Während tes vergangenen Wochenendes ereig­nete sich «ine große Anzahl von Stra- ftenunfällen. Zehn Personen kamen ums Leben. Am Samstag stürzte ein Mo­to r o m n i b u s, der sich aus dem Wen« von South ShildS nach Eherter Le Street befand, einen Abhang auf ein Feld hinunter, über­schlug sich und begann zu brennen Otne Frau erlitt in den Flammen den Tod 25 weitere Personen wurden verletzt, drei davon so ernst, daft sie nach dem Hospital q<f bracht werden muhten. Auhertem wurden noch 33 Personen bei Straftvnunfällen verletzt.

Oie Wetterlage.

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2Lc rervoraussage.

Das isländische Tief hat sich weiter oettiest und über Irland und Schottland bereits ein Äegengebiet verursacht. Unsere Witterung bleibt vorläufig noch unter dem dinfluft des kontinentalen Hochs, i-öod) wird die Schonroettcrlapt nicht mehr von lang# Dauer fein, denn Randslrömungen des nordwest- lichen lief5 werden sich in den nächsten Tagen durch Bewölkungszunahme und fchtteftltch auch durch Nie­derschlage bemerkbar machen.

Voraussage für Dienstag : Zunächst noch vielfach heiter, später wolkig. Temperaturen noch etwa- ansteigend, vorwiegend ttocken.

Voraussage surMittwoch: Bemöltungs- zunahme und Riederschlagsneigung.

Lufttemperaturen am 2 September: mittag« 17,7 Grad Celsius, abend« 11.7 Grad S«;r.u6: am 3. September: morgen« 11.6 Grad Eelsius. Marimum 17.9 Grad Eelsiu«. Mini­mum 7.9 Grad Lelsius. Sonnenscheindauer 10' i Stunden.

Erdtemperaturcu in lOZentimeter T : e f c am 2. September , abends 17.4 Grad Tel- siuS. am 3. September: morgen« 12.7 Grad Lelstu«.