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ii «inen mit Steinen beladenen RrafüDagen ih kam al* er absprimaen wollte, »u Sali, "obet do» fAmerbe.abi.i« Gefährt über bnt Tc- juCTTrtireckn 6^x^ng un6 -bnt 6 t lich r« lebte. 9n Der Bähe des RreitecM -leidxnbad) tarn ein Auto t n Schlau» ' etn und stürzte. feinen Führer unter sich

probend, n den Straßengraben Der Fahrer c.n Handelsvertreter. ßogllchfchwereBrust- nuatfchunqan zu und mußte mach Büb.ngen «s Hospilal verbracht werden

r B dda. 1. Aug. Wie schon berichtet, eigt f>4> da« Ueberlandwerk Wölfers» 'tim mit der Absicht. die noch oorbanbenrn Ortsnetze mt einer Stromstärke von 127 Boltin L.che von 220 Bolt Lpannuna umzuwandeln. XU L bftverstündiich wurde dabei Dotauijcfebl daß den Stromabnehmern durch di« UmwaltunQ 'c nerlei Rotten erwachten. Aumal die Umänderung >r Stromstärke für fie ohne feglf*e* OnttTeflt i Bun erklärt aber das Uaderlandwerk. bah M wohl für die schriftlich bet l&m selbst oder der ckurgerme.sterci gemeldeten Anschlußapparate. cjic Bügeleisen, Rteinmotoic ufw.. Ona» teilte, 4>t aber für Glüh lampen. Vie e* aber »um Bor» z igSpreise von I Bll. Ogebe Diese Stellung» Mbm« erregt allgemein Befremden und Rops- oütteln und er.nnert an eine vor xiaöufir 1t < Offene Ikrorbnimg. bte den Sema "den die x-iil'd>ib:gung«pfi«bt für die m ^ren Gemor» langsgrenzcn uu»ae|lemen V4>bn®hen ber ©«®» L-aimung»teitunfl aufzubürden suchte. Die Ctrom- i mebmer haben sowohl Glühlampen als An- ^.ustai'parate für hl« Stromstärke erworben )» chnen vom Meber(anbtt*erf geliefert wurde *4t diese« nun au« eigenen Erwägungen duzu . er. die Spannung zu erhöhen, so werden nicht

1cm Bügeleisen und Rleinmotore. sondern auch >-< Sampan unbrauchbar. Da« Rechtsempfinden erlangt bah der für den Schaden aufkommt. Mr h.n verursacht SeWährung von Borzum». .'»isen kann nicht in Frage kommen. Entweder *i das Ueberlandvark rechtlich verpflichte«, Er- L» zu leisten, oder aber es fiept keine ^rpflich- ung dazu vor bann tragen die Ltromudnehmcr 'i, Rosten. Gin -alb und -alb kann es in dieser »tage nicht geben. Jedenfalls werden bi« De»

linbet. Ne mngefchaltet werden sollen., erst ann dazu ih« Zustimmung geben, wenn bi« An» c^m-ei t durch Me Provinztalbehörden und ttperschaften vollkommen geklart ist.

Mrcie Lchotkcn.

lb. Lchott « n , 2 August. Am letzten Montag ehKbte eine groste Anzahl VoUsschulllallen aus «et Umgegenb die hier stattfindende Bienen» »sftellung. Unmittelbar nach der Bas ich» igung der Ausstellung wurde ein Ausfatz» , 111 bewerb mit dem Thema .Unser Ba'uch t?r Bienenausstellung" veranstaltet, an dem sich s Schule« belangten. Dem denen 32 als Preis» isaer ermittelt wurden. 1. Preis <7 Ulf.) Glisa» !eto Trupp Gichalfachten, und -ermann Ai» . ul a r i u « . Schotten. 2. Preis (4 Mk - Ottilie 5« tz . Busenborn, und Minna S ch m i 11 b e r

r. «icheisdott 3 Preis (3 All ) Barta 5 i u e r. Ober-Schmitten und Rarl Bost, Ru» i -q«bain Der 4. Preis (2 Mk.) wurde von t» Teilnehmern errungen unb siel an 6 Schotte» rt. 2 Busenborner. 4 öicbeleborfer. 2 Ober- 4niiitener Schüler unb je einmal nach Budings» !an unb Wingershausen. Der 5. Preis (1 Pfd.

nienhonig) kam an 11 Rinder zur Barteilung ?tzen 2. Schotten 4. Audingshain 1, Ober- 'Cmilten 2. Gicheisdvrs 2).

R 6 ddinaan, 2 Aug 3n den letzten "« n ereignete sich hier ein Unfall, der leicht ubfebbare Aolaen hätte nach sich ziehen tonnen. i«r hiesiae Üandwirt Braun fuhr mit einem 52igen, Der mit zwei Pferden bespannt war -d aus dem sich austcr dem lZuhrmann noch ;ni grauen befanden, den steilen «erpentin» t ig sich windenden Weg nach Stumpertenrod ,teon, um auf einem dort liegenden 3der Rice -il holen. Oben auf dem Berge, an einer Stelle. .« die eine Seite des Wage« in einem sehr hohen l ;inc steil abfällt, scheute ein» der Pferde. \<r Wagen kam ins Butschen und stürzte nit Pferden unb Menschen den Hain hinab i n 'ne Ties«. Wie durch ein Wunder Hieben

? 'erbe und Menschen unverletzt, während « Wagen an verschiedenen ©teilen gebrochen rar.

.'x» Bedränge säst beängstigend war. So ging da- M4)äft diesmak nach Wunsch, bte Festfreude

T_mbc auch nicht, wie in früheren wahren so

gar ®ctoütcr gestört, mit dem Au St all im

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^mfcrtanb, au« Lauterbach, ja sogar au« etn- einen Orten der Wetterau. Di« gewobnie stark« l^iehungsfraft aui die ganze Umgebung übte '«mn aber der dr tte Tag. her Mittwoch, au«. it dem der all gerne, ne Krämer martt abge» b»:ltcn wird. Die -aupi irraste. die völlig von Verkaufs ständen eingefäumt war. konnte zeitweise \n Zustrom der Rauflustigen kaum fallen, fv bah

)-njen recht zufrieden fein, einzelne Artikel fan» vin sogar einen glänje.iäen Absatz. Bolksbalust - r»ngcn für klein unb groß erböbten bk Fest- 'Hönma- und in dem groben eigen» hergemch- *^n Aestzelt kam schltzestlich auch die Jugend beim 5-mz zu ihrem Aechi

Dg. Ober.Seemen, L Aug. Pfarrer Herrn. r.üon bi» 1922 h er und in der . rchbargemeinde Lolkanshain amtiert und in gro» 5m oegen gewirkt Halle, oerftarb |u So|en- | «Lun l-t>vattzhesten) Die Teilnahme mit der schwer .roru st en Familie, besonder» mit den noch unoer- r gten Ambern, ist allgemein.

- ? ? n V "1 ? 0 3 e.1 5 b c 19 c , 2. Äug Auch Isollen wiederum dem aufmerksamen k-tobachter Beranberungen im Bog «lbe - Unbe unteres Gebirges auf. Der Fasän. der ° dem strengen Winter 1923 24 fast a.intlid) oer n^tet wurde, ist heute wieder bis jur 400-Meter- mn# anjutrtfffn. Die «ilbente, Heren

i Ulrichstein, 2. Aug Begünstigt von ckfönem Wetter wurde biet in den letzten Tagen rjkrerkdmmlicher Weise der 3alobimartt ab* «holden. Dicket uralte seil Berkihung des i idtrechts an Mrichstein hn Jahre 1347 be­hebende Markt ist so recht ein BvUssest für un» ♦Tn Ort selbst, sowie für die nähere Umgebung. Un ersten Markttag ist vom festltch.m Treiben nch nicht viel zu verspüren, er ist dem Hieb- i^rft Vorbehalten, hier war da« Seichäft. da« n wenigen Stunden des Dvrnnttag« abaewickeli - werden bflcgt. Leiber nicht sonderlich gut. Ä/geven iBe'chäslsgang brachte schon der zweite K^g mit dem Schweinerna rk t. Zahlreich re:ren Händler unb Räufet aus bet Rahe aus (wn oberen Bogel «berg, zu l ammengetommen. da» -«den aber auch viele weiter cntfentic. au« dem

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Die drohende Katastrophe auf dem internationalen Kohlenmarkt.

M ist hier nicht bet Platz, im einzelnen bie 2L,rtschastslaga auf dem internationalen Rohien» merft zu anolysiaren Trotzdem veranlotzt bi« der» jetige Lag. im Hinblick auf die anglifche Sub» oenttonspolitik doch einmal auf die prinzipielle politische Seite der Rohlenjrag^ einzagrhen. Denn, und da« mutz vorausgenommen werden bie bet» zeitige Lage Hai und muhte sich mit Boiwenbig- frt so merkwürdig bas klingt, aus bem Ber- faillcr 5ncben«t»ertTag ergeben. Man muh näm­lich jetzt den unerhört wicht.gen Faktor in Rech­nung stellen, dah die TedaUlet Mächtrkvnftella- tion zwei neue koblenfbrdernde Län­der schul, bie nun mit den alkingekffenen Rnb» Icmlönbcrn in Ronfurmu getreten lind und dabei tocil die RobU eine ihrer wichtigsten Lebens­gebiet« ist, in jeher Beziehung fühlbar konkurrie­ren. indem sie nämlich in größtem Umfange Hohle effporticrcn und damit auf dem internationalen Markte aufheten. Diele Entwick­lung werden bk Schöpft von Bcdalllcs. wie fo manches andere auch, «icher nicht vorausgefehen haben. Denn fönst hatte England, das ja in an­deren Jollen fo vor^ualich« Fühler in der inter­nationalen Wirtschaft bei IM. nicht seinerzeit trotz manniafaliiger Warnungc.i die Zerstückelung Oberf <b I e(l«n gäiulbet. Der Orfolg ist jedenfall» nunmehr ringe treten unb England muh seine wirtschastlichc Rurzsichttg'e.t mit dem Rambf geyen «in« neue Aivali tat be­zahlen. Do!>et ist hielt Entwicklung noch keines­wegs abgeschlossen, denn einmal lind bie durch den Baut» von Versailles an Polen geschlagenen ostoberschle ischen Rohlengruden noch auhervrdent- lich kohlenrcich und zum anderen wird Polen Dir Rpbknfftrbcrung noch viel mehr steigern, um damit seine ©döinttmrtldw klage, so gut es aeht. sanieren zu können. Aehnlich verhält es sich In der Tschechoslowakei nur dah hier die Robknmenge nicht ganz so erheblich ist wie in Polen.

Aun muh aber auch noch ein anderer Gesichts­punkt in Rechnung gezogen werden. Unb bas ist

her. daß hi« ÄohfCTiförbmmfl noch dem Räege f t> stark zuaenommen hat. und zwar in ganz Europa, dah bi« geförderten Mengen gar picht a uf g# bra u4) t werden können. Deutschland allein sördert heute mit 153 Millionen Tonnen bereits 12 Mill. Tonnen Steinkohle mehr als vor bem Rri<ge. obwohl ihm doch ganz wichtig« Rablengcb.ete otrlortn gegangen hnb. Aehnlich ist es in Frank­reich. bas ja nach dem Rn ege in ENah-Lolh- nngen noch ganz unerhörten Zuwachs an R.h!en- rcichtum erhalten hat. iS« fordert beute 52 Will. Tonnen Steinkohle während es 1913 nur 40 Mill, förderte E« ist allo bereite beult in der Lage schon einen großen Teil seine» eigenen Bedarf» selbst zu decken, und au» bie'cin Grunde ist Frankreich ja a uch fo fehr darum bemüht die Ausnutzung der Saarkohle auch nach der Aückgliederung ke« Saargebiets an SeuHcb- lanb aulrcchtLrhalten zu können Seinen übrigen Bedarf deckt es au« England, wa« aber wohl kaum noch allzu lange Zett in Frage zu kommen fcheint. denn fonst würde England nicht setzt so ge­waltige Anstrengungen machen, um außer» europä n ,i c b t . r fließen.

Rurzum, zieht man das 'Xcfultal au« die er Aus­stellung. so muh man mit Notwendigkeit erkennen, bah hier, wenn nicht durch irgendeine 'Regelung ein Au»gkich gefchaNen werden kann, eine» Tages «ine Uebersäiiigungskaiastrovhc ein- treten muh. die da eben die Rohle ein unerhört wichttge» WirtschastSgcdiet ist, in ihren Aus­wirkungen noch gar nicht übersehen werden kann. ES ist jedcnsall» ein Zu st and eingetreten, der. veranlaßt durch kurzsichtige Politik, eine auher- ortenllich schwierige Situation geschasfen bat. Die Politik selbst, die daran schuld ist. wird wohl jetzt kaum den AuSweg finden können. ES muß eben, so gut es geht, zu einer Rohlenver- ftänbigung auf bem Festlande kommen, eine Verständigung, die wirtschaftlich die politifchen Fehler wieder gutmachca muß.

Aufenthalt feitber auf kleine Teiche beschränkt war, brütete in diesem Sommer «oft in allen kleinen Bachlausen unb sogar im Binsengestrüpp versump- ter Diesen. Die Zunahme der Eister hält weiter an, unb bie anhaltende Trockenheit veranlaßt den Storch, seine Neutefluge bis tief in die Vogel» bergtäler hinein au»,zubehnen.

preuhen.

Autounglück bei Haiger.

WSN. f) o i g e r, 2. Aug. In ber Nahe btr Dill- brücke ereignete sich ein « chwcr« i» flutoun glück Ei» mit fünf Personen besetzte» Her­borner Auto prallte in einer Kurve gegen bte Ucbcrfübrungsmauer und wurde ein beträchtliche» Stück in die Ueberführung hinelnge- lchleuberi von ben Insassen erlitt ber 18sährigc Bonklehriing Hou» au» Merlenbach neben einem Beinbruch einen schweren Schäbelbruch Er ft n r b alsbalb an ben erlittenen Verletzungen. Die übrigen Mitfahrer kamen mit bem Schrecken unb unbeträchtlichen Verletzungen davon.

«reis TSctzlar.

X Au» bem unteren R1 eebachtal, 2. Aug Die große Hitze ber letzten Wochen hot alle Qktretbearten zur schnellen fRcnc gebracht. Nachbem bic Noggenerntc beendet tjt, können bie ßanb- wirte mit der Weizen», Hofer unb ©er- ßenernte onschliehen, jo daß in kurzer Zeit bie Fruchtfelder sämtlich abgeernlet sein werben. Durch bic »ergangenen beiben letzten nassen Jahre vor­sichtig geworden, fahrt man jetzt bas Tetreibe, nach einigen Tage ber .'iachreife auf Haufen, soweit 'Raum vorhanben ist, alsbald ein, Io daß es ben Unbilden der Witterung entzoaen ist. Alle Getreide» arten bringen einen guten Ertrag in Römern unb Stroh, |o baß ber Landwirt für seine große Mühe reichlich entschäbigt wird. Die Hackfrüchte ba» gegen bieten allenthalben einen Ircftfofen Anblick, ba biele burch bie große Trockenheit f ellenweife am verwelken finb. Auch bie Rartoffeln finb in trockenen Lagen schon gell» und im Absterben be­griffen. Das (Brummetgros wirb von Tag zu i4ig kürzer unb weniger, ftlee unb Futter» gra» wächst nicht nach, Io baß Mangel an Grün» futter für das Viel» eintritt. Nur ein reichlicher, er­giebiger Regen kann hier die Lanbwirlfchaft vor großem Schaden schützen, ba die Hackfrüchte einen großen Bestand de» Diniersutters für das Vieh bilden.

Ttllkrcts.

bl. Dillenbura. 2. Aug. der 2lollage der durch die Aussperrung bettoffenen Ar­beiter wird sich am 8. August bet Rrelstag he» Dillkr«iles befassen Wk verlau!el, soll eine größere Anleihe zu Umerstützimgszwecken aus­genommen werden.

bl. Uckersdorf b.Brettlcheid. 2. Aug. Der ForstgeHilfe Müller vom Forfthau» Aeuhaus traf in den Waldungen auf einen Wilderer. Da der Dieb auf Anruf das Gewehr schußbereit mach:e und nicht ft?hen blieb, gab der Forst- aehilfc zwei Schüsse ab. voraus der Wilderer da« Weite suchte. Bei der nachfolgenden Unter» fuchung m Doosbach ♦onh man den Dieb im Bette vor. Sr war erheblich verletzt worben und verbarg unter sich einige Schuhwaffen. Der Wllddieb war schon einmal angeklagt, muhte jedoch, ba kein Beweis vorhanden war. ftei- gefpeochen werden. Alles nähere wird bk Unter» luchung ergeben

Mvcit Marburg.

J( Warburg. 2. Aug Vergangene Aach: wurde in der Syhelstrahe in einer Villa, deren Bewohner abwesend waren, eingebrochen. Den Dieben fielen 260 Schilling, ein Hundert- lch.Utng« und acht Zwanzig^ch'.lling'che-nc. ferner Schmuckgegenstände sowie Qchenmn.rtel in die Hände. 3n den letzten Tagen wurden hier sechs Fahrräder gestohlen. AIS Täter ermittelte die Polizei einen achtjährigen Jungen, der jedesmak mit einem Rade fort» fuhr und d efeS» dann unterwegs iiegen ließ. Ber dem letzten wurde er abgefaßt 3n den zw'chen der OckerShäulcr Allee und dem Mar­burger Friedhof gelegenen Lehmgruben der G övelschen Ziegelei würden vor einiger Zeit Rn vchenfunde gemacht und dem hie­sigen anatomilchen UniverfitütSinstitut übergeben. Wie jetzt der dortige Abterlun^vortzeher, Prof. Iakobshagen mitteilt, gehörten diese 17,5

Meter unter der Erdoberfläche geborgenen Beste folgenden eiszeitlichen Tieren an: dem wollhaorigen ÄaShorn von ihm wurden ein stark befdhäbigter Schädel und einige Zähne ge­funden. dem Auerochsen, dem etwa 1.80 Meter hohen Bison (bem amerikanischen Büss«! nabe- stehend), dem schweren Lößpserd und dem Hirsch. Früher sollen an der gleichen Stelle schon ein­mal Beste des sibirischen Steppenesel« gesunden worden sein. Da« Alder ber Funde geht auf die letzte norddeutsche Dereisunasperiode zurück und würde nach neueren Anschauungen mit etwa 70 000 Jahren onzusehen fein. Da noch neuert Funde bearbeitet werden, dürften noch weitere interessante Ergebnisse in Aussicht stehen

Maingau

Lpd. Frankfurt a. M., 2. Aug. Zu dem von uns bereit» gemefoeden Streit zwilchen drei Arbeitern, an der Straßburger Werft, teilt die Polizei mit: 3n der Ti acht vom 31. Juli Aum 1. August gerieten die Arbeiter Ilvsef B a u er . Ernst Loria und Ludwig R r i tz an der Schminkbrücke in Streit, wobei Rritz nie­dergeschlagen wurde. Als er seinen Schlaf- raum au fluchen wollte, ftünte er in da» Becken der Straßburger Werft uno ertrank. 06 der Sturz eine Folge der Schlägerei war. konnte noch nicht festgestellt werden. Dauer und Lorig wurden festgenommen und sind polizeilich vernommen. DiS jetzt konnte nr»ch nicht sestgestollt werden, in­wieweit die beiden an dem Tode des Rritz be­teiligt gewesen sind.

WSN. Offenbach, 2. Aug. Gestern nachmittag brach in der Scheune des Landwirts hmb Fuhr­mann» Ro p p in der Strackgaste Feuer aus, durch bas A»ci mit Erntcoorräten ge­füllte Scheunen, einige Stallungen und klei­nere Schuppen vollständig eingeäschert wurden. Da» Feuer griff auch auf da» Wohnhaus des Spengler» Michael Friedrich über, besten Dachstuhl halb in Hellen Flammen ßanb. Den ver­einten Bemühungen bet herbeigeeilten Feuerwehren gelang es schließlich, ein weitere» Umsichgreifen be» Brande» zu verhindern. Der Brand ist dadurch ent­standen, daß ein 7jähriger Junge in der Scheune ein Streichholz angesteckt hatte (!), wodurch ba» in der Scheune lagernde Stroh In Brand geriet.

Zischweid im August.

Wie die 3ogb, so erreicht auch die Fischweid im Monat August einen ihrer Höhepunkte. Dicht, weil es auf einen besonders beliebten Vertreter unter den Schuppenträgern geht, wie bei der Jagd auf den Hirsch, sondern weil dieser Monat sowohl für den Beruf»- wie auch für ben Sportfischcr zweifellos bet ertrag- und beutereichste deS ganzen Jahre» ist. Schärfste Beobachtung feines Betriebes verlangt der August von dem Teich- wlrt. 3n den Vorftreck» und Strecktrichen wird im Rarpfenteich bi« Grundlage gelegt für die spätere Wirtschaftlichkeit des Betriebes, unb in den Advachsteichen bereitet sich in die.'em Monat die Häupternte des laufenden Jahves vor. Alle Arten unferet Teichfi'chr entwickeln guten Appc tit unb allen bekommt baS Sonnenlicht unb bie Wachstum und Gedeihen fördernde Sommer» wärme ausgezeichnet Der Teichwirt hat darau zu achten, daß das. was die Aatur bie.et oder lüc ihre Wefen edorbert. auch seinen Schütz­lingen im vollen Mabe zuteil wird. SS gehört dazu in erster Linie Sauberkeit in den Teichen. Bach wie vor ist Me Vegetation der Wasser­pflanzen üppig, vielfach zu üpvig. Wo letzteres so stark der Fall ist. daß die Durchkichtung deS Waf'ers behindert ist. muß unbeb ngt dir Senk nachhelfen. Die Mahv brr überrci'xn Wasser­flora ist tunlichst zu entfernen. Diele Vorsichts­maßregel erfordert die Reimfocibaltung deS Wasser» und bie dadurch bedingte Gesunderhal­tung seines Bestandes. Bach derselben Richtung hin haben sich alle zutreffenden Vorsichtsmaß­nahmen bei der Fütterung zu bewegen. Gut und genügend füttern, aber auf der andern Seite wieder nicht zu reichlich. Bei ber jetzigen hohen Wafserternperatut geht ba» Zuviel an Bahrung, das man ben Fischen reicht frhr schnell m Verwesung über, gibt schädliche Reime an bas Wafer ab unb rückt bte Gefahr von Seuchen unb dezimierenden Rrankheiten tn bedrohliche Bähe. DaS gilt befonber# für Forellenteiche. Alle Schuppen träger beißen im August vorzüg­lich» am stärksten bann, wenn bte Witterung

den Sauerstoff gehalt des Wallers bmmtcrbrüdt: bet Gewittern unb in grw-.tterdrohender schwüler Bacht. 3n solchen Stunden Wirb der Sport­angler ebenfo der Beruls't'cher kaum veraedNch auf Beute warten. Belondevs gierig beißt bx dielen Auzustnächten der Aal. Der Hecht raubt fürchted ch. Man zieht ihm nach, wo er 1«<ne Räudera na Niere am unb im Schill burch mächtige Schläge lciner Schwanzs los fen verrät. Ergiebig ist auch bte 3agb auf den Barsch, und zwar auf Nc kapitalen Grcntplarc feiner Gattung Man lucht zweckmäßigerweise seinen ZwangSwechsel im See her Immer hort ist wo da» Schaar in einer gewil'cn Entfernung vom Ufer verläuft. Alle. Me tm August auf kapitale Schuppenträger avs- gehen. muß man immer wieder ermahnen Geduld und Dvrlicht jedenkall» bei Drill!

Vermischtes.

Eine Umfrage über Vererbung

Der D»rcktor des Raiser-Wilhelm-Instituts für Anthropoigie, menfchliche Erblehre und Eugenik in Berlin-Dadlem. Prol. Eugen Fischer, und der Adteikringsleiter Pros. M u ck c r m a n n. veranstalten eine Umfrage über da» Problem der dlfferenzlerteii Volkspermehrung. Dadurch fol! nach der Deutschen Medizinilchen Wochen­schrift erforfcht werden ob und inwieweit bie Ausfassung begründet ist, daß alleSVegabte sich selbst auszumerzen scheint, iväbrcnb da» M i n d e r w e r t ige den stärksten B a ch w u ch s aufweist. Ein« genaue .Feststel­lung diele» außerordentlich schwierigen Pro­blems, ba» bis heute noch nicht edodcht wer­den konnte, wird zwar ber Lötung etwa« näher» kommen, es aber sicherlich nicht ganz erschöpfen können, denn cs versteht flch, daß die ohne Frag« große vtafrl ber Antworten die allgemeine gc- genmärtig bestehende Anschauung wesentlich ver­ändern und komplizieren wird. Ohne Frage wirb die Umfrage in der Wissenschaft großen Anklang finden: ist doch bas Problem der Vererbung heute zu einem durchaus modernen Diskusfions- ftoff auch des Laien geworben.

M 723 Amerikaner kamen 192T ju Schiff noch Deutschland. ,

Der Sinreifeverkehr in den deutschen Bordsee­häsen, Hamduvg. Bremen und Emden hat sich im Zahrc 1927 günstig entwickelt. Bach einer soeben vom Statisnlchen Beichsami vvröfscntlich- ten Zusaimnenstellung reiften 1927 in den genann­ten Häfen 88 845 Personen «In. gegen 7o 442 nn Jahr« 1926. Auffallend stark ist die Zahl der aus Amerika Singetrosfcncn 1926 gestiegen: nämlich von 61 270 auf 68 723; di« Reifenden au« den Vereinigten Staaten 52 702 gegen 46 497 im vorhergebcnd:n Jahre, haben den Hauptanteil an tne'em Zuwachs. Auch die Zahl her aus Afrika angekommenen Passagiere ist in stän­dig« Zunahme begrllfen 1925 trafen 1932 Rei­fende au» Afrika in den drei deutschen Bord- sechäsen ein, 1926 schon 2148. und im letzten 3 obre 3070. In diesem 3 ah re wird voraus­sichtlich eine weitere Steigerung der Einreise zu verzeichnen sein, da insbesondere der Verkehr ou» den Vereinigten Staaten nach Deutschland um schätzungsweise 20 Prozent ge­stiegen sein durfte.

Ballier Über fein neue» Raketenauto.

Vasiier. ber Erfind« des Raketenantriebes, der kürzlich mit seinem Ratelenauto keinen edten Versuch nach sein« Trennung von Fritz v. Opel bei Bordhousen am Harz unternahm hatte die Freundlich keil, unserem Vertreter eine eingehende Schilderung über die Eigenart dieses Raketen­antriebes zu geben. Dabei betonte Dallicr. dah er im Gegensatz zu dem Opelschen Raketenwagen, wo daS Raketcnaggregat im Ende des Wagens angebracht sei, die Raketen an der Vorder­seite des Wagen« angebracht habe. Weiter fei bas Raketenoggrcgat im Gegensatz zu dem Optischen gestassell. Der Wagen, mit dem er seinen ersten Versuch unternommen bade, lei nur ein ganz primitive« gewesen, et hab« ein Gewicht von 40 Rtfoaramm gehabt. 3m Gegen­satz zu Fritz v. Opel, der zu seinem Raketen- aulo 100 bis 120 R Ilog tarn in Pulver brauchte, habe er nur 10 bis 12 Rifog ramm benötigt. Bach der ersten Schallung legte der Wagen 40 Rilometer zurück, nach der zweiten übet 100 und nach der dritten konnten einwandfrei 210 Rilometer mit der Stoppuhr gemessen werden. Daß der Wogen am Ende der dritten Ver­suchsfahrt aus ben Schienen sprang, sei nut auf einen unglücklichen Zufall zurückzuführen, da nämlich bie. Gleise von einem Feldweg an einer Stelle geschnitten wurden, tx-Hcn Schotte­rung etwas erhöht gewesen wäre. 3m übrigen aber sei et mit feinem Versuche außerordentlich zufrieden. Schon in ben nächsten lagen, fo schloß Dalli er. wolle er. der jetzt mtl ber Pulverfabrik In Silber berg am Harz zusammen- arbctlet, einen besseren Wagen aus ® uralum inium bauen mit richtigen Ruget- laaern an ben Rädern, unb er holle, bereits ht acht bis zehn Tagen zu einem neuerlichen Ver­such schreiten zu können. 3m übrigen glaubt er, bte weitere Ausbeutung be« Raketenantriebes, bte et beteil« zusammen mit Fritz v. Opel ge­plant habe, programmgemäß burchführen zu können.

Schwere» Schadenfeuer la Amerika.

3n bem fruchtbaren Getreldegediet der Eureka- FlatS. im amerilanllchen Staate Washington, zedlörte ein zwölfftünbiges Feuer 13 Farm- Hauser unb mehrer« lausend Acres Velreibe» land unb Weiden. Der Brand verwüstete ein Ge­biet von etwa 50 Kilometer Länge unb 25 Kilo­meter Breite Das Feuer brach tn der Bähe ber Eisenbahnstation AttaUa aus. Hunderte von Farmern waren tnäßrenb ber ganzen Bacht auf den Beinen, um den Brand zu bekämpfen. Die Gelreibe!rxicher bet der Eisenbahnstation Ab­kin« lomV.en durch Aufweden von Dämmen ge­rettet werden Der Wert des vernichteten Wei­zens allein wird auf mehr als 100 000 Dollars geschätzt

Schwere» Autounglück in Stuttgart

Rocht» fuhr ein mit sechs Personen besetztes Auto unweit von Schloß 6 o Laube gegen einen Telegraphenmo st DaS Auto übet» schlug sich. Zwei Insassen, zwei junge Leute aus Stuttgart, wurden getötet, zwei weitere In­sassen und der ^haufseur schwer verletzt. Der sechste Insalle blieb unverletzt

Schwere» Btanbunglurf in Frankreich.

3n einem in der Nähe von St. (Etienne liegenden Bauernhof brach gestern ein Brand au», durch ben der ganze Hof zerstört wurde. Der Besitzer, (eine zwei Rinder und ein Pflegling tarnen dabei um»