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Gpielvereinigung 1926 Leihgestern.

Am kommenden Sonntag hat tu« 1. Mannschajt der Spielvereinigung Leihgestern die 1. des F. CS. Steinbach zu Gast. Da beide Mannschaften ziem­lich gleichwertig find und es um die Tabellen-, spitze geht, wird es einen spannenden Kampf geben. Der Ausgang des Spieles bleibt offen.

Fußballklub 1926 Großen-Buseck.

Für nächsten Sonntag i|t eine Begegnung der ersten und zweiten Mannfchaften von Grohen- Buseck mit den gleichen des SportvereinsTeu­tonia" La u b ach auf dem Sportplatz in Großen- Buseck vorgesehen.Teutonia" Lvubach gehörte in den Borjahren zu den stärksten Vereinen der un­teren Klasse, doch scheint in diesem Jahre ein Rück­gang in spielerischer Hinsicht eingatreten zu sein. Ob sich der Verein mit seinen beiden Mannschaften In Großen-Buseck behaupten kann, ist fraglich. Die Platzmannschaft hat den Vorteil des eigenen Platzes und spielt in der nun schon zwei Jahre zusammen- gestellten Mannschaft. Die zweiten Mannschaften werden ziemlich gleichwertig sein und sich wohl in die Punkte teilen.

Das Spiel der 1. Mannschaft van Daubringen gegen die gleiche vom F. d. 1926 Großen-Buseck am vergangenen Sonntag ist nicht 1:3, sondern 3:3 aus­gegangen.

Arbeiter-Turn- und Sporibund.

Am kommenden Sonntag hat Gießens erste Mannschaft die erste Mannschaft Dorheims im Rückspiel zu Gast. Das Vorspiel in Dorheim endete unentschieden 2:2. Ob es den Einhoimlschen gelingt, jetzt die Scharte vom Vorsonnlag auszugleichen, hängt von dem Siegerwillen der Mannschaft ab.

Alsfeld 1. Mannschaft fährt nach Raun­heim. Ob es ihr gelingt, ebenso günstig abzuschnei­den wie am Sonntag in Wieseck, hätzgt von den Platzverhältnissen in Naunheim ab, die bei nasser Witterung schon mancher Mannschaft zum Ver­derben wurden.

Lollars 1. Mannschaft hat Marburgs 1. Mannschaft zu Gast. Zieht es Marburg vor, wie­derum unvollständig anzutreten, so dürften sie aber­mals mit einer Niederlage nach Hause fahren.

Tagung der NcbunaHwart^.

Am kommenden Sonntag treffen sich in Gießen die Uebungswarte der Vereine zur Herbstübungs- stunde. Als Uebungsplan sind vorgesehen: Gym­nastik, Geräteturnen und Hebungen mit dem Me­dizinball. Anschließend findet eine Tüigung der Uebungswarte statt, in der ein Rückblick über das verflossene Jahr gegeben und die Neuwahl der Be­zirkstechniker vorgenommen werden soll.

Kursus für Bereinssvortivarte

In Krofdorf findet am Samstag und Sonn- 1 rag ein Kursus für Vereinssportwarts statt. Ale Lehrplan wird Hallentraining im Winter geboten.

Zußballstädtekampf Oslo Derlin.

Zum Fußballstädteiampf Oslo Berlin am kommenden Sonntag in der Aeichshcmptstadt hat das Auswahlkomitee zur Aufstellung .per Mann­schaft wieder ans die Spieler der beiden führen­den Vereine Tennis Borussia und HerSfm D. S. C. zurückgeariffen. Die beiden Vereine haben in diesem Jahre schon viermal ihre Spieler zu re­präsentativen Veranstaltungen hergeAeben und bestimmt, daß sie für das am Buhtag geplante Spiel gegen die starke Wiener Bermssfpieler- mannsc^lft wieder in Anspruch genommen werden. Sie sind deshalb beim Bundesvorstand vorstellig geworden. Dieser wird sich dem berechtigten Wunsche seiner Vereine nicht verschließen können und dem Auswahlkomitee den Auftrag erteilen müssen, die Berliner repräsentative Elf für das Spiel Oslo Derlin aus Spielern der anderen Vereine zirsammenzustellen.

Der Mordprozeß Gioth in Frankenthal.

3m Mordprozeß Gioth erstattete Obvrmedizi- nalrat Dr. Franz (Frankenthal) den Sektions­befund. Der Sachverständige bekundete, daßGioth bet der Sektion des Meisters Schneider dabei gewesen sei und geweint habe. Gioth habe die Leiche erkannt und habe erklärt, er k^nue die Sektion nicht mit ansehen. Dec Sachverständige schloß daraus, daß Gioth damals genau ge­wußt hätte, was er getan habe, während er sich heute an nichts mehr erinnern teil'. Drr Vor­sitzende hielt dieS nun Gioth vor, woraus Gioth erwiderte, er habe damals niemand umbÄngen wollen. Die Zeugen, Meister und Donggsetzte Gioths, sowie Totzeugen, können we entlich Neues nicht bekundm. Ein Teil der Zeugen gab umlang­reichen Aufschluß über das dienst lichs Ver­halten des Angeklagten vor drr Tat, das zu Klagen keinen direkten Anlaß gegeben habe,

Wirtschaft.

Schwierige Lage des Siegerländer Bergbaus

Bei den Siegerländer Gruben hat sich nach dem W.T.D.-Handelsdienst seit Beginn des Jahres die Belegchift um ein Zehntel bet» mindert, ohne daß es gelang, die Förderung mit dem Absatz in Einklang zu bringen. Die Be­stände haben sich weiterhin erhöht, und neue Arbeiterentlassungen werden die Folge sein. Das preußische Handelsministerium hat durch einen Beau, fragten die Bücher der Grubenverwaltungen prüfen lassen, um festzu­stellen, ob bzw. in welchem Umfange ein Not­stand bei den Gruben vorhanden ist. Dringend zu wünschen ist, daß die Entscheidung in Derlin baldigst fällt, da hiervon das Schicksal einer An­zahl Gruben und deren Belegschaft abhängt. Die Geschäftslage in der Siegerländer Hüttenindustrie hat sich nicht nennenswert geändert. Der Abruf an Roheifen, der sich im großen und ganzen im Rahmen des Vor­monats bewegte, war noch immer unbefriedigend. Das Halbzeuggeschäst war ein wenig lebhafter als im Vormonat. Dagegen lag das Stabeisen- ge chäit ruhig. Im Grob- und Mittelblechmarkt herr chte fast durchweg Stille, nut zu Beginn des Monats war eine größere Eindeckung seitens des Handels zu beobachten. Die Preise für Feinbleche waren nach wie vor unbefriedigend und der Eingang an Spezifikationen ließ sehr zu wünschen übrig.

Der Delegraphen-Univn zufolge sollen nach einer Verwastungsmeldung die zum Konzern der Ve.einigten Stahlwerke A.-G. gehörigen Eisenerz- aruben St. Andreas, Vereinigung Petersbach und Vingertshardt am 15.Rovember stillgelegt werden. Den Belegschaften dieser drei Gruben ist am 1. Rovember gekündigt worden. Don dieser Maßnahme werden etwa 1 200 Berg­leute betroffen. Große Haldenbestände und Ab­satzmangel bilden die Ursache dieser Maßnahme. Die Erzgrube Friedrich Wilhelm, von Krupp (Essen) betrieben, ist ebenfalls infolge Absatz- schwierigkei en am 1. Rovember stillgelegt worden. Etwa 250 Bergleute wurden In diesem Falle ar­beitslos. Eine Anzahl kleinerer Erzgruben im

während andere Zeugen, die fei Ausführung der Tat selbst zugegen waren, über diese so berichten, wie die Anllage sie Gioth zur Last legt. Die Zeugen, die mit den getöteten Meistern im gleichen Zimmer waren, haben alle den Ein­druck gehabt, daß Gioth ganz genau gewußt habe, wen er treffen Wolle. .

Der Betriebsingenieur Antan Muller gibt in sachlicher Weise ein günstiges Urteil über seine Erfahrungen mit Gioth ab und bezeichnet ihn als dcn Affekten leicht unterworsen. HifiS- meister Heinrich Dlsque aus Oggersheim, drr bekanntlich von Gioth einen Streifschuß erhielt, gibt eine Schilderung des Angriffs, bei dein er sofort auf Gioth zu'prang und M,en beide Hände mit den ichwafen hrruntrrdrückte und längere Zeit festhielt, bis Gioth versprach, nicht zu schießen, woraufEioth unbehelligt weiter­gehen und seine weiteren Antaten verrichten konnte. Der mit Dlsque zugleich im Zimmer be­findliche Elektroinstallateur ©tra'-ner (Ludwigs- Hasen) war sofort bei An ichtigwerlen der Mord­waffen hinter einen Schrank gesprungen, statt Disaue zu Hilfe zu kommen.

HilfSmeister Engelmann, der mit dem Gioth den Zusammenstoß hatte, der zu Gioths Ent­lassung führte, erklärt, Gioth sei den anfallenden Arbeiten nicht gewachsen gewesen, da ja Gioth g'.-rnter Elektriker sei und es sich hier um Aus- ning von Schlosserarbeiten gehandelt habL Er, Zeuge, habe wohl einmal früher den Gioth einen Dauer genannt, aber anbtre Schimpf Worte habe er nicht gebraucht: keinesfalls habe er je- doch seine Stellung zürn Schikan eren seiner Un­tergebenen benutzt. Diplomingenieur Müller be- ftätigte, daß Gioth gesagt habe, er brauche keinen Arbeiterrat, er sei selbst Rechter er helfe sich selbst, er ginge aus dem Leben und zwanzig andere dazu. Der Engelmann habe ihn zugrunde ge­richtet, der ging auch mst. Es wurden hierauf mehrere Arbeitskollegen und Bekannte des Gioth vernommen, die sämtlich nur Günst.ges von Gioth berichten können, während sie zum Teil den Hilfsmeister Engelmann als nrcht angeneh­men Vorgesetzten brzeichnrn. Der Elektriker Rölher nennt den Angeklagten freundlich und zuvorkommend. Er hat am 16. April ihn wegen seiner Entlassung bedrückt befunden und von ihm den Streit mit Engelmann erfahrrn. Der Dureau- vorsteher Schmitt (LudwigLhafen) als Leiter des Lohnbureaus gibt Aufschluß über die später als berechtigt erklärte Lohnreklamatkvn Gioths.

Kreise Siegen kommt in Kürze gleichfalls zum Erliegen. Den Belegschaften ist bereits gekündigt worden. Der Konslitt in der westdeutschen Eisen­industrie steht mit diesen Stillegungsmaßnahmen nicht in Verbindung, denn schon seit Monaten leiden die Siegerländer Erzgruben an einer sich immer mehr zuspitzenden Krise.

Zunahme der Konkurse im Ok- tobe r. Rach Mitteilung des Statistischen Deicks- amtes wurden im Oltober 1923 durch den Reichs- anzeiger 685 (Sevtember 530) neue Konkurse ohne die wegen Mangels an Masse angelehnten Anträge aus Eröffnung des Konkursverfahrens und 264 (257) eröffnete Vergleichsverfahren be- tan*ntS?flb»C21 bschluß für Amerika. Die Ufa hat soeben mit der Firma World Wide Pictiures Inc. in Neuyork einen Vertrag abgeschlossen, der den Vertrieb ihrer gesamten Produktion in den Vereinigten Staaten und Kanada auf eine Reihe von Jahren sicherstellt. Die World Wide verfügt in Amerika und Kanada durch ihre kontraktlichen Bin- düngen mit der Educational über nicht weniger als 36 seit Jahren bestehende Derleihfiliale. Die Ufa-Filme werden nunmehr in den Vereinigten Staaten und Kanada durch die Paramount Famous Lasky Corporation, dis Metro Goldwyn Pictures Corporation, die World Wide Pictures Inc. und die Ufa Castern Division Distribution vertrieben. Zum ersten Male in der Geschichte des Films ist es einer deutschen Firma gelungen, ihre gesamte Pro­duktion restlos in den Theatern der Vereinigten' Staaten unterzubringen.

» lleberzeichnung der Amerika- Anl-eihe der Ilseder Hütte. Die An­leihe der Jlseder Hütte in Reuyork ist über­zeichnet worden. Es gingen Zeichnungen aus den verschiedensten Landestcilen ein. Auch bei dieser Anleihe hat die Darmstädter und Ra­tionalbank neben der Rational City Bank als Treuhänderin fungiert.

* Das Kapital der Opel A.-G., Rüssels, heim. Wie dieFranks. Ztg." erfährt, sind die Gründungsvorbereitungen der A.-G. bei Opel, Rüs­selsheim, nunmehr so weit gediehen, daß in nächster Zeit die Gesellschaft zur Uebernahme der Werke ins Leben treten kann. Wie WTB.-Handelsdienst hierzu weiter hört, werden sich die Vorbereitungen noch einige Wochen hinziehen, da im Anschluß an die letzten Todesfälle in der Familie Opel noch Erbaus- einandersetzungcn schweben. Immerhin sei damit zu rechnen, daß die neue A.-G. in etwa vier bis sechs Wochen mit 60 Millionen Mark Kapital und 10 Millionen Mark Reserven eingetragen werden kann,

' Schuhfabrik Herz A.-G., Frank­furt a. M. Die G.-D., in drr der dividenden­lose Abschluß für das abgelau ene Geschäfts­jahr zur Genehmigung vorgelegt werden soll, ist nunmehr auf dm 26. Rovember einberufen worden. Die Versammlung soll außerdem noch eine Aenderung der Aktienstückelung, sowie die Umwandlung der Vorzugsaktien in auf den In­haber lautende Stammakt'en beschießen, sowie schließlich die Sitzverlegung von Frankfurt nach Ofsenbach. wo die Gesellschaft bereits vor längerer Zeit die Baulichkeiten der liquidierten Schuhfabrik Heroux & Liander für einen Preis von etwa 250 C00 Mk. erworben hat.

* Kein Rückgang der Farbstoffher­stellung bei der I.-G.-Farben­industrie. Gegenüber Presse-Mitteilungen über angebliche Aeußerungen von Geheimrat D u i s - berg vor der Solinger Industrie- und Handels­kammer über die Lage der chemischen Industrie hat WTB.-Handelsdienst durch Rückfrage bei Geheimrat Dulsberg sestgrstellt. daß diese Rach­richten unrichtig sind. 6eit Herausgabe des Kom­muniques über die letzte Aufsichtsratssitzung der J.-G.-Farbenindustrie D.-G. hat sich in der Ge­schäftslage nichts geändert. Insbesondere kann von einem Rückgang in der Farbstoffherstellung nicht die Rede sein. Der Farbstoffabsatz bewegt sich vielmehr trotz der schlechten Lage der deut- schen Textilindustrie in aufsteigender Richtung und übersteigt den des Vorjahres.wesentlich.

3, P. Demberg A.-G., Barmen. Der Reubau der Siegburger Kunstseidrspinnerei be­ginnt, wie die .Rhein.-Westf. Ztg." auf An- frage von der Direktion erfährt, in der ersten Rovemberhälste. Eine spätere Vergrößerung der mit zunächst 1 516 000 Wann Belegschaft binnen Jahresfrist zu eröffnenden Fabrik wird von vornherein vorgesehen. Die Finanzierung des Bauvorhabens Siegburg an sich erfordert keine Kapitalerhöhung.

FrarEurter Börse.

Frankfurt a.M., 2.Nov. Tendenz: uneinheit­lich. _ Infolge der vollkommen unklaren Lage in dem Konflikt in der Eisenindustrie war die Stim­mung zu Beginn der heutigen Börse zurück­haltend und das Geschäft wieder recht still.

Symptome des weiteren Konjunkturrückganges, xxAt die Zunahme der Konkurse im Oktober und die Er­höhung der Arbeitslosenziffer, waren da^u angetan, die bestehende Zurückhaltung noch zu verstärken. Die Börse erwies sich jedoch als recht widerstands­fähig, da die Spekulation nach den Angaben der letzten Tage Deckungsneigung bekundete. Dazu kam eine regere Nachfrage nach einigen Spezialwerten am Elektromarkt. Hier konnten Bergmann 2,5 v. H. und Schuckert bei weiter etwas größeren Umsätzen erneut 2,75 v. H. anziehen, während Licht & Kraft und Siemens gut behauptet, AEG. leicht gedrückt waren. Die Kursentwicklung war im übrigen voll­kommen uneinheitlich. I.-G.-Farben eröffneten un­verändert, Scheideanftalt weiter etwas rückgängig, Zellstoff Waldhof dagegen 1,5 v.H. erhöht. Am Montanmarkt ergaben sich meist Kursbesierungen, doch war das Geschäft minimal. Klöckner lagen 1,75 v. H« Mannesmann 125, Phönix 0,5 v. H. höher. Von den Autoaktien gaben Adlerwerke etwas nach, Daimler konnten sich jedoch gut behaupten. Banken waren ebenfalls gut behauptet. Danatbant aber minus 1,25 v. H Schiffahrtswerte waren leicht ab­geschwächt. Deutsche Linoleum minus 1 v. H. Deutsche Anleihen und ausländische Renken waren oernachläf- sigt. Im Verlaufe traten die Schuckertaktien noch stärker in den Vordergrund, bei fortgesetzten Käufen konnte der Kurs erneut 2 v.H. anziehen. Dadurch angeregt wurde die Tendenz allgemein freundlicher, und bei weiteren Deckungen waren die Kurs« meist leicht erhöht. Der Geldmarkt blieb unverändert an­gespannt. Tägliches Geld 8 v. H. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4,1975, gegen Pfund 20,359, gegen Daris 124,12, London gegen Kabel 4,8490, gegen Mailand 92,59, gegen Madrid 30,08, gegen Holland 12,09.

Berliner Börse.

Berl,in, 2. Noo. - Nach der gestrigen erholten Frankfurter Abendbörse war auch im heutigen Vor- mittagsverkehr eine etwas besser- Ten­denz, doch schon an der Dorbörse waren erneut stärkere Kursrückgänge zu verzeichnen, da man da- mit rechnet, daß aus dem Rheinlande und aus Süddeutschland Derkaufsorders, die gestern infolge des Feiertages nicht eintrafen, vorliegen werden. Als jedoch bei Festsetzung der ersten Kurse diese Der- kaufsorders nicht in dem erwarteten Maße Vor­lagen, ja sogar in verschiedenen Werten Kauflimiten eingegangen waren, wurde es wieder etwas fester als vorbörslich, wenn auch die Kursgestaltung infolge des kleinen Geschäftes ziemlich unein­heitlich war. Die Spekulation nahm verschiedent­lich Deckungen an den Märkten, an denen sie gestern starke Abgaben getätigt hatte, vor. Die vorliegenden Nachrichten waren zwar nicht günstig die Kon- kurse haben stark zugenommen, die Arbeitslosenziffer ist weiter im Steigen begriffen, dock traten diese Momente in den Hintergrund, da man hofft, daß der Konflikt in der Eisenindustrie in kurzer Zelt beige» legt werden dürfte. Die Kursschwankungen betrugen im Durchschnitt 1 bis 2 v. H. Ueberroigenb fester war der Elektromarkt für den sich gestern abend schon größeres Interesse gezeigt hatte. Im Vorder­gründe standen Schuckert, in denen die Käufe in der letzten Zeit wieder stärker geworden sind. Der Kurs konnte sich um 3 v. H. befestigen. Bergmann, Rhel- nisch-Westfälische Elektro und Siemens waren auch stärker gefragt, während Chade, angeblich für Schweizer Rechnung, angeboten waren und schwa- cher lagen. Berliner Tiefbau konnten sich bei kleiner Nachfrage um 4 v. H. erholen, dagegen lagen Sckle- fische Zement und Bemderg schwächer. Polyphon befestigten sich ebenfalls um mehrere v. H. Leon­hard Tietz auf gute Käufe wieder fester, auch Stöhr fast 3,5 v. H. höher. Der Geldmarkt war etwas leichter. Tägliches Geld 7 bis 9 v. H., Monatsaeld 8 bis S v. H., Warenwechsel etwa 7 v. H. Deutsche Anleihen etwas fester. Ausländer uneinheitlick. Mexikaner schwächer. Der Psandbriefmarkt war fast gesckäftslos. Nach den ersten Kursen zeigte sich etwas stärkeres Deckungsbedürfnis. Am Elektromarkt hiel­ten die Käufe in Siemens und Schuckert an, so baß sich allgemein Kurserholungen von 1 bis 2 v. H. gegen Anfang ergaben. Glanzstoff 5 v. H. höher, Farben plus 1,5 o. H.; Chade dagegen weitere 3 Mark schwächer.

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M., 2. Rov. Zum Wochen­schluß verkehrte der Frank'urier Produktenmarkt in stefiger Haltung. Das Geschäft war sehr still und Umsätze kamen kaum zustande. Die weiter etwas erhöh en Auslandnv ierun en blieben ohne Einfluß. Etwas Interesse bestand für Brot­getreide. Auch für Mais und Futtermittel be­stand einige Nachfrage. Die Presse blieben un­verändert. GS wurden notiert: Weizen 23.65 bis 23 75; Roggen 2253 biS 22.60; Sommergerste für Brauzwecke 21.50 bi» 25; Hafer, inländischer. 23.25 bis 23.50; Mais (gelb) für Futterzwecke 22 bis 22.25; Weizenmehl, süddeutsches, Spez. 0, 33.75 bis 31.50; Roggenmehl 30 bis 30.50; Wei­zenkleie 13.75; Roggenkleie 1425. Tendenz: stetig.

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Die hinter den Papinm angeführten Zistern geben die Höhe der zuletzt befchiostenen Dividende an. - Reichsbankdiskont 7 Prozent, LombardzinSfuh 8 Prvzentz

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