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u.Nervös-Erschöpfte. Speelalknranslalt Hofhelm im Tannas bei Frankf.a.M. Prospekte durch Dr. M. Sohulze-BCahieyss, Nervenarzt

Eingesandt.

(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)

Die Gaskandelaber vor der Stadlkirche.

EineZierde" des Kirchenplatzes sind die zwei ehrwürdigen Gaskandelaber vor der Stadtkirche. Sie sind seinerzeit wohl unter Denkmalschutz gestellt worden und nun darf an ihnen nichts geändert werden. So hat die stau- nende Rachwelt immer vor Augen, wie die früheren Gaslaternen ausgesehen hätten, wenn fte nicht geputzt worden wären. V.

Koche im Licht!

Die Küche kst einer der wichtigsten Jtdame des Haushaltes und erfordert darum die beste Äeleuchtung.

Auch 6&er besser« «acheobelevchkuog geben die OSrom-DerkaufSfietten. M CleNriMttstverr und sonstige aiettrvfochgrschLft« »ofienlos JUt vab »elfvnft.

cegen Staub ----ein Mittel nur Q-Cedar Mop und Politur.

-PART 7 EIT UND MÜHE E

ordentlichen Prämien soll auch der Sachverhalt und der Rame des Empfängers im Amtsblatt veröffentlicht und ein Vermerk in den Personal­akten gemacht werden.

VereinWanderlust". Am Samstag- abend trat der VereinWanderlust" mit einem gut vorbereiteten llnterhaltungsabend im Saale deö Katholischen Vereins Hauses an die Oeffent- lichkeit. Der Verein, von der Behörde als Ver­ein für Jugendpflege anerkannt, hat sich die schöne Aufgabe gestellt, feinen Mitgliedern, meist Jugendliche, die Augen zu öffnen für rechte Freude, und Sorge zu tragen für Erhaltung einer sonnigen und frohen Jugendzeit. Der Llnterhal- tungsabend zeigte, daß die rechten Wege zur Er­reichung dieses Zieles von dem Verein beschritten werden. Die Musikkapelle des Vereins, bestehend aus etwa 20 Streich- und Zupfinstrumenten, eröff­nete mit dem flotten MarschHoch Heidecksburg" von R. Heuzer die Vortragsfolge: die Kapelle ern­tete für ihre vorzüglichen Darbietungen, die zum Teil Wiedergaben recht schwieriger Kompositionen waren, wie das Potpourri aus der OperFrei­schütz" von C. M. v. Weber, allseitigen Beifall, so daß sie oft zu Zugaben genötigt wurde. Die Kapelle und ihr Leiter, Hans Seih, können mit Befriedigung auf ihre Mitwirkung bei diesem Llnterhaltrmgsabend zurückblicken. In seiner Be­grüßungsansprache dankte der erste Vorsitzende, Hans Seih, für den guten Besuch der Veran­staltung, zu der auch viel Jugend unserer Stadt und aus den Rachbarorlen erschienen war. Den zweiten Teil des Programms eröffnete ein Volks­stückTeure Heimat oder Opfer der Fremden­legion", ein Zweiakter von Hermann Marcellus, bas von den Mitspielern ausgezeichnet heraus- gebracht wurde. Auch das zweite Stück,Der Erbfeind", ein Försterdrama in einem Akt, von M. Gruber!. fand vortreffliche Wiedergabe. In beiden Stücken ernteten die Mitwirkenden allge­meinen Beifall. Die Gasamtspielleitung lag in den Händen des ersten Vorsitzenden Hans Seitz.

oft regnerischen und stürmischen Detters war der Besuch der Schaumesse am Sonntagnachmittag und in den Abendstunden sehr stark, ebenso bewegte sich gestern nachmittag und abends eine ansehnliche Men- schenmenge auf dem Messeplatz. Der Besuch der ver­schiedenartigsten Veranstaltungen zur Unterhaltung des Publikums war teilweise sehr gut, andere Schau­steller dagegen fanden weniger Anklang. Im ganzen betrachtet dürfte wohl zu sagen sein, daß den Schau- stellern allgemein besseres Wetter sehr erwünscht wäre, weil sie sich davon am ehesten eine Belebung ihres Geschäftes versprechen.

" S ch u l p e r s o n a l ien. Durch Entschlie­ßung des Ministeriums für Kultus und Dil- dungswesen wurden die Studienreferendare Ernst Christ in Gießen, Dr. Ludwig Geismar in Alsfeld, Wilhelm Hainz in Gießen, Johänn M euse r in Gießen, Karl R oth in Gießen, Dr. Heinrich S ch u d t in Gießen, Albrecht Steinhäuser in Hungen, Dr. Wilh. Wam­se r in Gießen zu Studienassessoren ernannt.

Erledigte Schulstellen. Erledigt find: eine Lehrerstelle für einen evangelischen Lehrer an der Volksschule in Bernsfeld, Kreis Als­feld: Dienstwohnung ist vorhanden und wird in aller Kürze frei: eine Lehrerstelle für einen evangelischen Lehrer an der Volksschule in Ru­dingshain. Kreis Schotten: gute Wohnung

Wochenendkarten 2. Klasse. Mit dem Wegfall der 4. Klasse In den Zügen der Reichsbahn ist auch eine Aenderung in der Ausgabe der Wochen- cndkarten (Sonntagsrückfahrkarten) notwendig ge­worden. Auf den meisten Strecken wurden bisher nur Rückfahrkarten 3. und 4. Klaffe ausgegeben. Wie das Nachrichtenbureau des VDZ. hört, werden künftig solche Karten für die 3. und die 2. Klasse verkauft werden, und zwar auch auf solchen Strecken, auf denen bisher Wochenendkarten 2. Klasse nicht aus­gegeben wurden. Die sog. Kleingärtnerkarten zum halben Fahrpreis der 3. und 4. Stoffe werden da­gegen künftig nur noch für die 3. Klasse, nicht aber für die 2. Klösse abgegeben werden.

** Der Verband ehemaliger 116er halt am 6. und 7. Oktober in unserer Stadt seinen Ver­bandsvertretertag ab. Zu der Tagung sind Vertreter aus allen Teilen Deutschlands gemeldet. Am Sams­tagabend findet im Caf6 Leib ein Begrüßungsabend, verbunden mit dem 17. Stiftungsfest des Vereins ehemaliger 116er in Gießen statt. Der Abend ver­spricht den Besuchern einen wertvollen Genuß. Siehe hentiak- Anzeige. ,

Das ehern. Landsturm-Inf. -Bat l. Gießen XVIII/9 trifft sich am kommenden Samstag 6. Oktober, abends in Gießen zu einer einfachen Feier des Jahrestaaes. Räheres ist aus der heutigen Anzeige ersichtlich.

" Prämien der Reichsbahn. Die Hauptverwaltung der Deutschen Reichsbahnge- sellschast veröfsentlicht soeben neue, am 1. Oktober in Kraft tretende Richtlinien für die Gewährung von Prämien bei Entdeckung oder Verhütung von Schäden an Bahnanlagen und Fahrzeugen und hei Ermittlungen und Anzeige von Diebstählen. Danach erhalten Reichsbahnbedienstete, die an Betriebseinrichtungen oder Fahrzeugen Schäden entdecken, die die Sicherheit des Betriebes ge­fährden können, Geldprämien, sosorn besondere Aufmerlsamkeit vorliegt und ein weiterer Scha­den durch rechtzeitige Anzeige verhütet wird. Für Ermittelung von Personen, die Fensterscheiben im Personenwagen zertrümmert haben, erhalten die Bediensteten eine Prämie bis zu 10 Prozent des Ersahbeträges. Außerdem werden auheror- dentliche Prämien bis zum Betrage von 200 Mark für jeden Beteiligten an Reichsbahnbe­dienstete oder Privatpersonen bewilligt, wenn eine drohende Detriebsgesahr durch entschlossenes und zweckmäßiges Handeln rechtzeitig abgewen­det, oder wesentlich h:rabgemindert toorben ist. Die gleiche Prämie wird auch bei der Beteiligung an der Bekämpfung von Hochwasserschäden, Schneeverwehungen, Rettungs- und Äufräu-- mungsarbeiten, der Entdeckung und ilnter- drückung von Waldbränden, bei der Rettung von Personen aus der Gefahr des äleberfahren- werdens, sowie bei Ermittelung und Anzeige von Diebstählen am Eigentum der Reichsbahn ausgezahlt. Bei der Gewährung von außeror-

tige Anzeige.

Daten für Mittwoch, den 3. Oktober.

Sonnenaufgang 6.03 Uhr, Sonnenuntergang 17.34 Uhr. Mvndaufgang 19.36 Uhr, Monduntergang 11.08 Uhr.

1226: Franz von Assisi in Assisi gestorben; 1807: Stapellauf des ersten Dampfschiffes in Neu- york, 1859: die italienische Schauspielerin Eleo­nore Düse in Vigevano geboren; 1895: der For­schungsreisende Otto Ehlers auf Neuguinea er­mordet; 1918: Abdankung des Zaren Ferdinand von Bulgarien.

** Aufgehoben--Straßensperrungen. Vom Oberhessischen Automobilklub E. V. (A. v. D.), Gießen, werden uns folgende aufgehobene Straßen­sperrungen mitgeteilt: Strecke Ober-Eschbach Ober-Erlenbach, im Zuge der Straße Bad Homburg Kloppenheim; Strecke Gießen Marburg in Gemarkung Marburg von km 93 bis 91,3.

Vergebung der Gießener Hrn- denburgspende. Wie erinnerlich, hat die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Gießen durch Beschluß vom 30. September 1927 aus Anlaß des 80. Geburtstages des Herrn Reichs­präsidenten von Hindenburg eine Stiftung von jährlich 500 Mark errichtet. Die Vergebung dieser Stiftung für das Jahr 1928 ist gestern im Stadt­haus, Gartenstraße 2, an die durch den Beirat süc Kriegerfürsorge vorgeschlagenen Personen er­folgt. Es wurden 10 Kriegsbeschädigte und Kriegerhinterbliebene mit je einer Gabe von 50 Mark bedacht. Die dem Herrn Reichsprä­sidenten anläßlich feines 80. Geburtstages vom deutschen Volto dargebrachte Hindenburg-Spende hat ebenfalls am gestrigen Tage weitere 425 000 Mark in Beträgen von durchweg 200 Mark an besoichers schwerbetroffene, von Organen der Kriegsb. schädigten au-gewählte Kriegsopfer aus- geschüttet. Jnsgesamr hat die Stiftung bisher rund 1,8 Millionen Mark an Kriegsbeschädigte, Kriegshinterbliebene und Veteranen ausgezahlt.

** Vom Stadttheater. Die heutige Vor­stellung im Stadttheater ist, worauf besonders hingewiesen sei. die erste im Dienstagsabonne- ment. ,

** Der Kartofselkrebs, eine Gefahr des deutschen Kartoffelbaues. Unter dieser Lleberschrift wird von der Hessischen Haupt­stelle für Pflanzenschutz vom 1. Oktober ab in den Geichästen Blumenhaus Dietz, Seltersweg, Samenhaus Hahn, Wolkengasse, und im Ober- hessischen Samenhaus, Lindenplatz, Kartoffelkrebs ausgestellt, da der Krebs noch nicht genügend bekannt ist und oft der Wunsch nach einer solchen Ausstellung ausgesprochen wurde. Außerdem er­scheint in der nächsten Rümmer derScholle", der landwirtschaftlichen Beilage zumGießener An­zeiger", ein Aufsatz über die neuzeitliche Schäd­lingsbekämpfung in der Landwirtschaft, in dem auch auf den Kartoffelkrebs eingegangen wird.

** Die Gießener Herbstmesse ist seit Sonntag auf Oswaldsgarten im Gange. Trotz des

ist vorhanden..

** Angeblicher Raub üb er fall auf eine Gießener Dame. Der PKizeibericht meldet: Gestern nachmittag gegen 2 Uhr kam ein erst kürzlich aus dem Gefängnis entlassener Mann zu Fuß aus der Richtung Friedberg hier an, der sich gestern abend freiwillig auf dem Polizeirevier stellte und dort angab, er habe am Nachmittag gegen 2 Uhr im Wetzlarer Weg'Ecke Klinikstraße eine Dame Überfallen in der Absicht, ihr die Hand­tasche zu entreißen und sich auf diese Weise in den Besitz von Geldmitteln zu bringen. Die Dame habe sich jedoch zur Wehr gesetzt und laut geschrien. Dar­aus habe er von der Ueberfallenen abgelassen und sei flüchtig gegangen. Wie der Polizeibericht weiter mitteilt, soll die überfallene Dame nach den An­gaben des Mannes etwa 23 Jahre alt fein, schlank und etwa 1,65 Meter groß, sie habe Hellen Hut, Hellen Mantel, Helle Strümpfe und gelbe Schuhe getragen. Die Kriminalpolizei bittet auf diesem Wege die in Betracht kommende Dame, sich auf dem Bureau der Kriminalpolizei, Zimmer 1, zu melden. Der Mann befindet sich einstweilen hier in Hast.

Großseuer in Michelstadt i. O.

WSR. Michelstadt i.O., 1. Oft. Heute vormittag entstand in der erst kürzlich in Betrieb genommenen Kammfabrik Künzl & Eo. in Michelstadt eine Explosion, die ein Groß­feuer zur Folge hatte, das die Fabrik gänzlich vernichtete. Die Explosion ent­stand dadurch, daß ein Gefäß mit SpiriluS auf einen Heizkörper gestellt wurde. Das Feuer breitete sich mit rasender Geschwindigkeit unter den großen Stapeln Zelluloid aus, Pie 40 in dem Betrieb beschäftigten Arbeiter konnten sich nur mit Mühe in Sicherheit bringen. Der Besitzer der Fabrck, der 66 Jahre alte Karl Künzl, wurde dagegen ein Opfer der Flammen. Seine Leiche konnte, bis zur Un- kenntlichkeit verstümmelt, unter den Trümmern geborgen werden. Die Feuerwehr mußte sich darauf beschränlen, die umliegenden Gebäude zu schützen und mußte das Feuer in den großen Waren- und Rohstoffvorräten gewähren lassen.

Zm Gegelflug über Kassel.

Kassel, I.Ok. (TU.) Der Kasseler Segelflieger Karl Magersuppe flog am Sonntagnachmittag mit seinem SegelflugzeugMax Kegel" vom Fliegerlager Dörnberg über den Habichtswald zum 'Flugplatz Waldau, wobei er Kassel über­flog. Er legte die 15 Kilometer lange Strecke in etwa 10 Minuten zurück. Es dürste dies zum ersten- mal sein, daß eine Großstadt von einem Segel­flugzeug überflogen wurde.

Aus der provinzialhauptstadt.

Gießen, den 2. Oktober 1928.

Wenn die Sonne fehlt.

Man erfährt in den Tagen trüber Herbst- stimmung, was es bedeutet, wenn die Sonne fehlt. Aus grauen Rebelmassen hebt sich der Tag. Man hofft, daß sich der Vorhang teilen wird, möchte ein Stück blauen Himmels sehen. Gerade im Herbst ist er ja von einer zarten Bläue, die wundersam zu erfreuen vermag. Aber der Tag schreitet vor, Stunde um Stunde verrinnt, und kein wärmender Strahl trifft die Erde, die sich leise in den Winterschlaf wiegt. Der Abend kommt heran. Rur schwach verfärben sich die Wolkenwände, die der Sonne den Durchbruch verwehren. Dann senkt sich eine lange Dämme­rung nieder, und vom Osten kommt die Rächt.

Dor uns erstehen die Tage, da wir in Sonne gingen. Irgendwann. In diesem Jahre oder vor vielen Jahren. Durch eine Welt schritten wir, über der heller Sonnenbrand lag, die Lust zit­ierte, baß die Ferne verschwommen vor uns' lag. Schweigend lag die Ratur vor uns; vor der Glut verbargen sich die Geschöpfe. Durstige Blumen standen am Rain; in der Rahe aber rieselte ein Bächlein und führte kristallklares Wasser aus märchenersüllten Waldestiefen dem breiten Tiefland zu. Wir folgten dem Wässerlein zum frischen Waldesgrund und wären am liebsten bis zu seinem Quell gegangen. Aber im Schatten streckten wir die Glieder und träumten hinaus zum strahlenden Himmel. Hnö alles war ver­gessen, was uns sonst anhing, uns beengte und quälte. In rasch verbleichenden Bildern zog «S ungeordnet an uns vorüber. Aber es erschien uns nicht mehr so drückend, wie noch vor Stunden. StÜler, froher, freudiger waren wir geworden. Sonne war in uns gedrungen und hatte uns um­gewandelt.

Noch oft haben wir die Sonne gesucht und ge­sunden. Aber auch oft blieb sie uns fern. Gerade dann vielleicht, wenn wir am dringendsten nach ihr verlangten. Gerade in diesen Tagen, die uns mit ihrer Kühle unfreundlich, ja fast feindlich anrühren.

Und es jst nicht schwer, zu denken, waS ein ßrikn bedeutet, in dem wenig Sonne ist. Das gibt es nicht, sagt die klügelnde Erwägung, denn jedem Geschöpf ist nach Maßgabe seines Vermögens die Freude und das Leid, das Licht und ter Schatten zugeteilt. Als ob wir es nicht täglich zu sehen vermöchten, daß Leid und Sorge über viele ausgestreut ist, die doch auch Verlangen nach ein bißchen Sonne haben. Und- als ob es nicht zu sehen wäre, daß das Schicksal ungleich unfc ohne Verdienst die Lose verteilt, den einen in Lumpen gehen läßt, der Freude verdient hätte, und den Lumpen im Palast wohnen läßt. Gewiß ist das Aeußerliche noch kein Beweis: Im Palast kann sich auf seidenen Kisten ein Menschenkind wälzen, in Sorge bangen und vor Leid weinen, rmd auf dem Stroh in einem Schuppen kann dem Verkommenen etwas geschehen, was ihn ein großes Glück dünkt. Aber solche Zufälle sind doch meist schon mehr Phan­tasien grübelnder Dichter.

Aber eines ist sicher: Die wirkliche Sonne können wir nicht nach Belieben herzaubern. Dafür jedoch können wir uns selbst Sonne schaffen. Ein freundliches, gütiges Wort kann viel tun. Und nicht minder kann es ein Wort, in dem herzliches Lachen klingt, das mit fortreißt und in freundlicherem Lichte sehen läßt, was uns bedrückte. tl.

Tagung des Hess. Vogelschuhvereins.

Der Hessische Vogelschutzverein hielt gestern in Schotten feine diesjährige Tagung ab. D-e Turnhalle war festlich geschmückt, die Versamm­lung aus allen Teilen des Hessenlandes stark be­sucht. Der Vorsitzende des Vereins, Landesforst­meister Staatsrat S) e ff e, begrüßte die Gäste, be­sonders auch die Kreisdirektoren und Vertreter der oberhessischen Kreisämter. Bürgermeister Mengst (Schotten) entbot den Willkommgruß der Stadt Schotten. Der eingehende Jahresbericht wurde vor- getragen. Danach ist ein erfreuliches Wachstum des Vereins festzustellen, der jetzt über 3000 Mitglieder stark ist. Nach der Rechnungsabtoge und Genehmi­gung des Voranschlags für das kommende Jahr wurde Jugenheim a. d. B. als Ort der nächst­jährigen Tagung gewählt. Prof. Balser (Fried­berg) hielt darauf einen hochinteressanten Vortrag überAogelberingun g", der durch zahlreiche Lichtbilder trefflich erläutert wurde. Mancher wert­volle Ausschluß über das Geheimnis des Vogel- fluges konnte durch diese Beringung der Vögel er­zielt werden. Eine Aussprache schloß sich an den Vortrag an. Der Vertreter des Vereins für Vogel- liebfjaberei für Hessen in Offenbach erläuterte die Ziele seines Vereins und versprach wirksame Mit­arbeit beim Vogelschutz. Manche wertvolle An­regung, Reinigung der Nisthöhlen, bessere Vogel­kunde in den Schulen, Heckenschutz, Schutz vor wil­dernden Katzen u. dgl. m. wurde aus der Versamm­lung vorgebracht. Ein Essen schloß sich an die Tagung an.

fetter WochcmnarLLpr'eise.

GS kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt daS Pfund: Butter 200 bis 220; Matte 30 bis 35;

Käse (10 Stück» 60 bis 140; Wirsing 15 bis 25; Weißtraut 12 bis 20; Rotkraut 20 bis 30; gelbe Rüben 10 bis 15; Wie Rüben 10 bis 15; Spinat 30 vis 35; Römischtohl 10 bis 12; grüne Bohnen 30 bis 35; gelbe Bohnen 35 bis 40; Sinter-Kohl­rabi 8 bis 15; Rosenkohl 50; Feldsalat 100: Tomaten 20 bis 25; Zwiebeln 12 bis 17; Meer- rett ich 70 bis 150; Kürbis 8 bis 10; Kartoffeln 5 bis 6; Falläpfel 8 bis 10; Aepsel 20 bis 30; Birnen 15 bis 25; Zwischen 15 diS 20; Preisel­beeren 65; junge Hähne 100 bis 110; Suppen­hühner 100 bis 120; Rüsse 100; das Stück: Eier 16 bis 17; Blumenkohl 50 bis 150; Salat 10 bis 30; Salalgurken 10 bis 50; Einmachgurken 3 bis 5; Endivien 10 bis 30; Ober-Kohlrabi 5 bis 15; Lauch 10 bis 15; Rettich 10 bis 20; Sellerie 20 bis 50 Pfennig.

Bornotizen.

Tageskalender für Dienstag. Stadt­theater:Das Kirschblütenfest", Anfang L0 Uhr, Ende gegen 22 Uhr. Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: Mein Freund Harry". Astoria-Lichtspiele:Der größte Gauner des Jahrhunderts".

Städttheater Gießen. Am Msttwoch, 3. Oktober, geht zum erstenmal Arnold und Bachs jüngster SchwankUnter Geschäftsaufsicht" in Szene. Die Regie Hai Spielleiter Rudolf Goll, der gleich­zeitig die Rolle des Haselhuhn spielt.

-3m Zeppelin nach Afrika." Lieber dieses Tchema spricht am Donnerstag, 4. Okto­ber, abends, in der Reuen Aula der Metoro» löge Dr. F ö r st e r, Leipzig. Der Vortragende, der seine Ausführungen durch eine große Zahl Lichtbilder illustrieren wird, hat die berühmte Kriegsfahrt desß. Z. 59 von Jamboli (Bul­garien) nach Afrika mitgemacht. die dazu bestimmt war, den in Deutsch-Ostafrika unter Lettow- Dorbeck kämpfenden deutschen Truppen Kriegs­material zu bringen, die aber auf Befehl der Admiralität auf der Höhe von Chartum abge­brochen wurde und wieder nach Jamboli zurück­ging. Dr. Förster, der als Wetterbevater Ju der Luftschiffbesatzung gehörte, wird von der bedeutsamen Fahrt in Wort um) Bild viel In­teressantes zu berichten wissen. Der Besuch des Abends ist zu empfehlen. Man beachte die heu-

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