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Haftpfticht bie Reichsbahn den Reifenden und VerunMckten gearnüber hat. Prinzipielle De- fhmmuncen darüber bestehen nicht und e3 wird jedeSmal von Fall zu Fall festge teilt, welche 2chäd--n von selten der Reichsbahn zu er­setzen lind, Es ift Sache der einzelnen Reichsbahn- direktivnen. die eingereichten Schadensersatz­ansprüche des Publikum- zu prüfen und gegebenenfalls die Auszahlungen zu leisten, oder die Ansprüche zurückzuwei en. (Lin besonderer um- fangreicher Fonds, in dem beträchtliche Mittel zur Verfügung stehen, ift im Haushaltsplan ter Reichsbahn vorhanden. Die Höhe der Ent­schädigungen wird jeweils von Fall zu Fall entschieden und richtet sich ganz nach der Höhe des Schadens und der wirtschaftlichen Leistungs- sähigkerl eines Verunglückten oder seiner An­gehörigen. Eine Rorm oder irgendwelche Be- ftüninungen über die Höhe der zur Auszahlung gelangenden Schodenseriotzansprüche besteht jeden- falls nicht

Herrioi in Köln.

Der französische NntcrrichtSminister besucht die Pressa

Köln, 1. Aua. (WTB.) Mit dem planmähi- Sn Zuge um 21.43 Uhr traf heute der französische nterrichtsminister H e r r i o t, der im Auftrage der französischen Regierung der Presfa einen Besuch obstattet, hier ein. 3n seiner Begleitung befanden sich zahlreiche hervorragende Persön­lichkeiten des französischen politischen Lebens und der französischen Press«. Zum Empfang des Minister- hatten sich am Bahnhof eingesunken: Oberbürgermeister Dr. Adenauer. Bot­schaftsrat V u e r l e t von der französischen Bot­schaft in Berlin, der französische Generalkonsul in Köln. Laffon, al- Vertreter der Reichsregie- rung der Reichskommissor für die Pressa, Mi- nist« a. D. Külz, vom Auswärtigen Amt Legation-rot Graf Basfenheim und als Vertreter der Presseabteilung der Rcichsrcgie- ruufl Graf Gaurma. Oberbürgermeister Dr. Lldenauer hieß den Minister willkommen und lud die Herren zu einem kurzen 3mbih ein. Morgen vormittag wird der Minister zunächst verschie­dene Schulen und soziale und kommunale Ein­richtungen der Stadt Köln und am Rachmittag die Pressa besichtigen.

3n einem Gruß an die Stadt Köln und das deutsche Geistesleben, den dieKöln. Zta." veröffentlicht, erklärt Herriot, daß di« fran­zösische Regierung ihn beauftragt habe, sich als ihr Vertreter zur internationalen Presseausstel­lung noch Köln zu begeben. ..Heute, als Minister deS öffentlichen Unterrichtes." heißt es weiter, werde ich olles, waS an mir liegt, daran sehen, um Deutschland und Frankreich auf kulturel­lem Gebiet« näherzubringen. Zwei Länder, wie die unsrigen, die soviel für die Wissenschaft, für die Literatur und für die Kunst geleistet hoben, müssen bei der Morgenröte dieser neuen Zett miteinander zusammenar­beiten an dem Aufbau nicht nur einer neuen Politik, sondern auch einer neuen Ethik, d?e der wiederversöhnten Menschheit unaufhör- lrch neu« Ziel« steckt. Gerade deshalb, weil ich on meinem eigenen Vaterland« mit allen Fa­sern hänge, werde ich mich über all das freuen, was die geistig« Machtstellung Deutschlands be­stätigt. von der ich in Köln rin packende- Bei­spiel sehen werde."

Nie Reorganisation -es Reichslandbundes.

f Die Wahl des neuen Präsidiums.

' Berlin, 1. Aug. (DDZ.) Die heutige Vertreter Versammlung de» Reichslandbundes beschloß, dos Präsidium des Reichslandbundes nunmehr aus drei anstatt bisher zwei gleichberech tigtcn Präsidenten zu bilden, die kollegial Zusammenarbeiten sollen. Die Geschäftsfüh­rung im Präsidium wurde dem früheren Reichs- lavdwirtschastsminister Schiele übertragen, neben ihm als Präsidenten den bisherigen Präsidenten H e v p und den Landwirt B e l h g e. Letzterer war Vorsitzender des Brandenburgischen Landbundes und stellvertretender Präsident der Brandenburgi- scheu Landwirtschaftskammer. Der Bundesvorstand des Reichslandbundes besteht in seiner neuen Zu­sammensetzung aus den ehrenamtlichen Vorsitzen­den der Einzellandbünde. Die neue Organisation ist bekanntlich auf Anregung des bisherigen Land- bundpräsiüenten, Grafen Kalckreuth, zurück zufuhren, der aus dem Präsidium ausscheidet, aber die Leitung der wirtschaftlichen Ein­richtungen des Landbundes behält. Kalckreuth wurde vom Vorsitzenden des Bayerischen Land- bundes, Präsident Grieger, unter allgemeiner Zu­stimmung der Dank der Dertreterverfammlung aus­gesprochen.

Die Krise im Reichslandbund ist durch diese Wahl eines neuen Präsidiums beigelegt worden. Wie zu erwarten war, ist Graf Kolckreuch ausgcfchicden. Der Abgeordnete Hepp dagegen ist geblieben, wäh- rcnd neu der frühere Rcichsernährungsminister Schiele und der Danernoertreter Bcthge in das Präsidium hineingewählt wurden. Es setzt sich jetzt also ausschließlich ausDertretern des land­wirtschaftlichen Kleinbesitzcs zusam­men, wodurch die Gewähr gegeben ist, daß die bäuerlichen Mitglieder des Landbundes in Zukunft eine st 2 rkere Berücksichtigung ihrer Interesten erfahren werden, als dos bisher der Fall roar. Herr Hepp, der keinen Unterschied zwischen Groß- und Kleinbefitz machen will, hat sich also durch- gcsetzt. Daß aus dem Kreise der Vertreter. die am 1. August die Wahl Vornahmen, kein Widerspruch gegen das Ausscheiden Kalckreuths laut wurde, ist wohl der beste Beweis dafür, daß der Landbund von nun ab gegen jedes Bestreben, ihn an irgend eine politische Partei zu binden, energisch Front machen wird. Er wird also wieder, und das ist aleichsalls Hepps Ziel, ein Sammelbecken für die Landwirte aller Parteien werden.

Das landwirifchastliche Umschuldungs- Programm.

Das Umschuldungsprogramm, das seinerzeit im Rahmen der gesamten landwirtschaftlichen Nothilfe vom alten Reichstage beschlostcn worden ist, ist nun mehr, wie uns zuverlässig erklärt wird, endlich nach Ileberwindung der zahllosen technischen schwierig feiten in da» Stadium der Durchführung en'i- getreten. Wie bereits bekannt, sind ja schon vor einiger Zeit vom Reich die R i ch t! i n > e n o u ö c Länder herausgegeben worden und die Lander­regierungen foroohl al» auch die preußischem Pro- vin^en sind jetzt dabei, die K r e d i r o u » s ch ü s s e 'inzujetzen und di« in dem Gesamtprogramm vor.

Südflawische MnderheilenpoM.

Eine erfreuliche Schulverordnung.

Berlin, 1. Aug. (TU.) Die südflawische Ge­sandtschaft teilt mit:Der Unterrichlsrninist« for- derle auf dem Derordnungswege sämtliche Schul- inspektoren und Lehrer in der Boioodina (Backa, Banat, Boronja) auf, streng dafür Sorge zu tragen, daß es den Ellern der Schuljugend vollkommen frei st ehe, in welcher Sprache sie den Volksschulunterricht (Gemeinde- schulen) ihrer Kinder wünschen. Bei der Einschrei­bung der Kinder in die Schule sind die Eltern nicht zu befragen, zu welcher Raste und zu wel­cher Ration sie sich bekennen. Demzufolge können die Eltern ihre Kinder auch in diejenigen Schulen einschreiben lassen, die mit der Muttersprache nicht übereinstimmen. Bei der Einschreibung ist deshalb der Rome (Zuname, Familienname) n i ch t maßgebend, um eine Volksschule mit bestimmter Unterrichtssprache zu besuchen. In Orten, in welchen die Schuljugend der nationalen Min­derheit auch gering ist, sind dennoch di» Minder- hcitsklassen aufrecht zu erhalten. Wo es in sol­chen Fällen an Lehrkräften mangelt, sind zwei Klas­sen zusammenzulegen, so daß es verhindert wird, daß die Minüerheitsklasse geschlossen wird. Es sind gesonderte Minderheitsschulklasten zu eröffnen, wofür das Unterrichtsministerium auf seine Kosten Lehrkräfte stellen wird. Dementsprechend sind auch die Kinder jüdischen Glaubens berechtigt, nach dem Wunsche ihrer Eltern deutsche oder ungarische Klaffen zu besuchen. Bekanntlich konnten die Kinder jüdischen Glaubens in der Boioodina bisher nur serbische Klassen besuchen."

Endlich hört man wenigstens inmitten all der zahl­reichen Klagen der Minderheiten eine Nachricht, die das Gegenteil berichtet. Südslawien scheint für sich in Anspruch nehmen zu wollen, dos Primat der gerechten Behandlung der Minderheiten in seinem Lande zu haben. Dies muß auf das lebhafteste be­grüßt werden, zeigt es doch, daß bei einer vernünf­tigen Politik cs durchaus möglich ist, den Forde­rungen der Minderheiten zu entsprechen, ohne dabei die nationalen Belange hintanzusetzen. Südslawien, ein Land, das ohne Frage gerade in bezug auf die Minderheiten an Kompliziertheit nichts zu wünschen übrig läßt, sollte den Ländern, die mit diesem Pro­blem bewußt oder unbewußt nicht fertig werden, zum Vorbild dienen. Es wäre jedenfalls zu raten, wenn sich Polen einmal in Belgrad erkun­digen würde, wie eine solche Verordnung durch­geführt werden kann. Schwierigkeiten dürfte sie kaum machen. Es gehört, wie der südslawische Unterrichts­minister eben auch bewiesen hat, lediglich ein guter Wille und eine politisch vernünftige Einstellung dazu.

Serben und Kroaten.

Die südslawische LtaalskrisiS.

Belgrad, 1. Ang. (TU.) Rach Meldungen aus Agram wurde am Mittmochvormittag um 11 Uhr im Sitzungssaal des ehemaligen kroatischen Land­tages die Vollversammlung der bäuer­lich-kroatischen Opposition unter Vorsitz des Abgeordneten Pribitschewitsch eröffnet. Die

öffentlichen Gebäude Agram» hauen Fabnen ge- h:ßl: die Geschäft« waren gejchlosjen. Aus dem Markusplatz bradjte eine große Menschenmenge den zum Sitzungssaal gehenden Abgeordneten ftürmijche Ooalionen dar. Ein Teil der Sitzung roar öffentlich, der Schluß der eifcung ge­heim. Pribitschewitsch gab einen ausführlichen Be­richt über die Ereignisse in der Belgra­der Skupschtina am 20.Juni und über die politische Lage In einem von der Versammlung gefaßten Beschluß wird betont, daß da» in Belgrad tagenbe Rumpfparlament nicht ermächtigt sei, Beschlüsse für das ganze Land zu fassen. Alle Beschlüsse und besonders solche, welche dem Volke finanzielle Verpflichtungen onrerlegen, feien als nichtig zu betrachten und speziell das kroatische brauche sich nicht den Beschlüssen zu fügen. Die Versammlung erklärte, daß sie den Kampf für die volleGleichbercchtigung aller Staatsbürger cntjchloffen fuhren werde. Wei­tere Beschlüsse in dieser Angelegenheit sollen in einer Sitzung gefaßt werden, wenn Radi t sch genesen ist. In einem weiteren Beschluß der 23er- fammlung werden alle politischen Parteien in den neuen Provinzen Südslawiens aufgefordert, sich dem Kampf für die Gleichberechtigung onzuschlic- hen. Don dem bäuerlichen Volk in Serbien wird erroarfet, daß es durch seine Haltung den Sieg jener Prinzipien ermöglichen werde, die einzig und allem die Staakseinheit retten können.

Die Königreiche der Kroaten ubd Monte­negriner, so wird in der Entschließung weiter ausgeführt, haben, als sie die staatliche Ein­heit im Rahmen des jugoslawischen Königreiches beschlossen, auf ihre persönliche staatliche, territoriale und politische Individualität lediglich zugun­sten d e r S t a a t s c i n h e l t, n i ch t a b c r zu­gunsten irgend eines Landes ver­zichtet. Da die Verfassung von 1921 dazu ver­wendet wurde, die Hegemonie Serbiens über die anderen Gebietsteile endgültig festzulegen, beschließe die demokratische Bauernkoalilion,. den schärfsten Kampf für eine neue staatliche Einrich­tung zu fiihrcn, die den übrigen Teilen des Staates die volle Gleichberechtigung sichert. Wie die Prawda weiter aus Agram meldet, haben Anhänger von Stefan Raditsch unter der kroatischen Bevölkerung eine Bewegung gegen die Leistung von Steuern und sonstigen staatlichen Abgaben in die Wege geleitet. In Regierungskreisen herrscht noch immer über die Erklärung Raditschs, daß ein Zusammenleben zwischen Serben und Kroaten i n einem Staate unmöglich sei und daß die Kroaten die Personalunion forderten, große Erregung, wenngleich die Meinung hierüber sehr geteilt ist. Während eine solche Lösung des serbisch- kroatischen Konfliktes von der Mehrzahl allerdings als unmöglich bezeichnet und betont wird, daß die jerbische Regierung hierzu niemals ihre Zu­stimmung geben werde, werden andererseits auch Stimmen laut, die einer sog.A m p u t a 11 o n" da» Wort reden, d. h. daß sich die Serben von einem kleinen Teil Kroatiens, das von einer rein kroatischen Bevölkerung bewohnt ist, als völlig des- interessiert trennen könnten.

gesehenen Formulare zum Zwecke der Erfasiung der Kreditmittel zu verteilen. Eine Reihe der Äre» ditausfchüsse haben bereits auch schon ihre Arbeit ausgenommen, so daß zu erwarten steht, daß nun­mehr, zumal das Geld ja nun schon seit einiger Zeit durch das Reichsfinanzministerium bereitge­stellt worden ist, die Durchführung vollzogen werden wird. Natürlich wird es auch hier mit Rück­sicht auf die Kompliziertheit der Materie nur lang­sam vorwärts gehen, so daß noch nicht zu über- blicken ist, wann das gesamte Umschuldungspro­gramm restlos erledigt sein wird. Aller Wahrschein­lichkeit nach beabsichtigt das Reich auch noch beson­dere Richtlinien für eine Reihe von Spezialkrediten der Pachter und der kleinen Bauern herauszuaeben, doch wird sich dies erst an der Hand der Durch­führung des Umschuldungsprogramms ergeben.

Rückgang der Arbeitslosigkeit.

Berlin, l.Aug. (WB.) 3n der Arbei tslosen - Versicherung ist di« Gesamtzahl der Hauptunter- stühungsempfänger in der Zeit Vvm 1. bis 15. Juli von rund 610 700 auf 579 800, d. i. um 30 900 oder um 5.1 v.H. 8urüdgegangen. Bei den männlichen Arbeitslosen betrug di« Abnahme rund 28 000 oder 6 v. H._ bei den werblichen 2900 oder 1.6 v. H. Der Rückgang ist zu einem Teile auf eine starke Beschäftigung in der Land­wirtschaft und um Baugewerbe, im übrigen auf den Ablauf der Uebecgangsbeftinunungen über Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung vom 16. 3uTi 1927 zurückzuführen.

Oie Untersuchung gegen den Mörder Obregons.

Mer i ko. I. Aug. (Associate Preß) Die Ordensschwester Concepcion wurde heute zu­sammen mit Toral einem vorläuft gen Verhör unterzogen und sagte aus, sie habe weder Toral noch anderen gesagt, daß der Tod Obregons für die Verlegung des Religions­konfliktes notwendig fei Sie bc ft ritt. Toral jemals zum Morde irgendeines Geschöpfe- an- geftiftet zu haben. Die übrigen 16 Rönnen, die verhaftet wurden, sollen freigelassen wer­den. Dagegen werden Torais Familienangehörige bis auf weiteres festgehalten.

Aus aller Welt.

Ein Rlunikiousdtpol des Mörders Hein.

Auf Veraniajiung der Staatsanwaltschaft in 3ena und in Begleitung des Einbrechers Lärm, der deshalb von Weimar nach 3ena zurückgeführc wurde, sand am Dienstag in Forst bei 3cna eine Rachfvrichung nach den von Hein und Lärm gestohlenen Sprengstoffen und trübe­ren Gegenständen statt. 3n der Rähe des Re­staurants Waldfchiößchen fand man an einem Waldabhang an mehreren Stellen in großen Mengen Sprengstofs. Zündkapseln. Zündschnüre, Zündapparate. Waffen. Munition. Ginbrecher­werkzeug. Feldstecher, Rucksäcke und anderes mehr. Alles war in großen Glasballoirs Der- schlossenin bw Erde vergraben, und mit Rasen ^gedeckt. Die F^ri'chaZung der gefährlichen Fundgegenstände erfolgte in einem xrafttoagen. ilnt«?r sich'rem Getett ist dac,rus Lärm in das L .:nd ? e i .chtsgef öngnis Weimar zu ruckged rächt

Ttenc Unwetter und Ueberschwemmungen in RHtteljapan.

Das mittlere Japan wurde neuerdings von hef­tigen Gewitterftürrnen heimgesucht, die von Erd­stößen begleitet waren. Mehrere Brücken wurden zerstört und der Eisenbahnverkehr wurde behindert. Einige hundert Häuser wurden befti)äbigt und an den Feldern wurde großer Schaden angerichtet. Der Schaden wird auf mehrere Millionen 2)en ge- schätzt. Man befürchtet, daß etwa 2 0 Per- fönen bei Dem Unwetter u m s Leben gekom­men sind. Einige Ortschaften in der Nähe von Tokio wurden durch die ans den Ufern getretenen Flüsse unter Wasser gesetzt, so daß nur noch die Dächer der Häuser herausragten.

Verhaftung eines Deutschen in Rußland.

In Saratow in Rußland ist der Deutsche Flesch verhaftet worden. Er war kriegsgefangen und blieb dann in Rußland, wo er in den Dienst der russischen Regierung getreten ist. Es wird ihm Dorgeroorfen, daß er eine ärztliche Privat- präzis gegen Bezahlung ausgeübt habe ohne Berechtigung hierzu. Es ist nach unfiar, ob Flesch überhaupt ein ärztliches Examen gemacht hat. Eine politische Seite scheint der Angelegenheit nicht zugrunde zu liegen. Flesch ist deutscher Reichs­angehöriger.

Rückfahrt derLikta in Milano" nach Spitzbergen.

Kapitän Mariano, ber sich bisher an Bord herGitta di Milano" befand, wird mit der Gistnbahn nach Schweden gebracht werden, um sich in Stockholm m die Behandlung eines Spezialisten zu begeben. Di« italienischen Flugzeuge, die sich an der Suche nach dem Flug­zeugLotharn" beteiligen, kamen in Rarwik an und wurden an Bord der(Sitta di Milano" ge­bracht. DieEitta di Milano" wird Donnerstag nacht nach Spitzbergen znrückfehren.

Hochzeit im Hause Gerhart Hauptmann».

Dor dem Saßnitzer Standesamt fand am Dienstag mittag die Ziviktrauung Dr. Ben­venuto Hauptmanns, des Sohnes Gerhart Hauptmanns, mit der Prinzessin £ I i f e von Schaumburg-Lippe statt. Trar^euge war Gerhart Hauptmann selbst und der Stralsunder Regierungspräsident. Die kirchlich« Trauung fanb auf Schloß Dwasieben bei Saßnitz, bem Sommersitz Gerhart HcnlptmannS. statt.

Line Jamüie, die am gleichen lag Geburtstag hat.

In H e r » f e l d erhielt ein Ehepaar, das am gleichen Tage Geburtstag hat, in diesen Togen Fa- millenzuwachs, und zwar traf der erste Sprößling am Geburtstage seiner (flkrn ein, so daß nunmehr die ganze Familie an einem Tage Geburtstag feiern kann.

Dft (Eigentümer derVAZ".

Durch die .Hamburger Rachrichten" wurde die Mitteilung verbreitet, baß die3nbuftr:c-13cr- ka^-Aktiengeseilfchaft Dültelbori" beabsichtige, die .Deutsche Allgemeine Zeitung" zu erwerben bzw. sie ihrem Konzern anumltebcm. Bon Dem Auf­sichtsrate der .Laz entb uns mitoeteilt. daß diele Meldung falsch ist. Die .Deutsche Allge­mein« Zeitung" befindet sich bekanntlich seit nun» mehr zwei 3ahren in dem Besitze eineS Konsor­tiums. dos aus der westdeutschen 3 ndu - strie. Berliner Großbanken und der Schiffahrt besteht. Die Zusammensetzung die­ses Konsortiums findet in den Mitgliedern des

Aufsichtsrates entsprechenden Ausdruck. Dic Ab­gabe der .Daz" an einen anderen Verlag wurde nicht einmal in Erwägung gezogen.

Seltsamer Unglück »fall in einem belgischen Schloß.

Ein Klempner, der in einen Brunnenschacht de» Schiosies (Tentn) bei GrepDoiceau Arbeiten au»- führte, wurde von giftigen Gasen be- t_äubt und kam nicht wieder zum Dorfchein. Ein ctubent, der^seine Ferien im Schloß verbrachte, ftieg in den Schacht hinunter, um den Arbeiter zu retten, und erlitt dasselbe Schick'al. Ein Maurer wurde ul» Dritter von dem gleichen Tode ereilt Den ganzen Morgen versuchte man vergeben», die Leichen der Verunglückten zu bergen.

Schwere» Autounglück in Schweden.

Ein Personenauto, dos untmntgs von Goten- bürg nach Malmö roar, stürzte in einen Fluß. Die vier Insasien kamen um» Leben

Schwerer Vauunsall in Kanada.

3n St. Catherines (Ontario) versagte beim Smporziehen eines stählernen Schleufentore« durch einer. Kran am Ufer deS ReweUand-Kanal- plötzkich ein Kranhebel, und da- *"50fr Tonnen schwere Tor stürzte in die Tiefe. Heun Ar­beiter wurden erschlagen, etwa 30 trugen mehr ober minber schwere Verletzungen davon.

Schwere» Boofeung'ücf in Norwegen.

Ein schweres Unalück ereignete sich im innersten Teil des Sognesjordes. Ein stark belastetes Motorboot wurde von den Wellen eines vorbei- fahrenden Dampfers zum Kentern gebracht und sank. Neun Personen ertranken. Nur ein Mann konnte sich durch Schwimmen retten. Die Verunglückten befanden sich aufdem Heim- wegvon einem Begräbnis. Auf dem Damp­fer hatte man da» Unglück nicht bemerkt

Riefenschwindeleien mit gefälschten Fahrkarten. -

Di« Fahndung-abteilung der Breslau« Rerchs- bahndireition hat gemeinschaftlich mit der Bres­lauer Kriminalpolizei «inen Rietenschwlndel auf» gedeckt, der seit 3ahr«n mit gefälschten Grfen- oahnfahrkarten getrieben wurde. Degen zehn Be­teiligte. die bereits der Tat überführt sind, ift das Strafverfahren «ingeleitet worben. Das Haupt des Unternehmend ist em BreSlauer na­mens Tschernik. ör konnte endlich hinter Schloß und Riegel gebracht werden. Tschtrnik, dessen Hauptkvmpliz« ein noch nicht ermittelter Eisenoahnbearnter ist. bat eine regelrechte Organif a tion zur Vornahme fein« Schwin­deleien aufgezogen. Der Gisenbahnbeamte ver­schaffte ihm seit 3ahren täglich «in« Anzahl b« nut} te r Fahrkarten, di« von den Rei­senden nach Verlassen des Zuges an der Sperre abgegeben worden waren. D ese ungültigen Kar­ten frisierte er auf neu unb brachte fie in die Abgabe stellen zurück, reklamierte |ie Dort unter irgendeinem Vorwand unb erhielt dafür den «ntfprechenden Geldbetrag. Da es sich um Langt Strecken handelte, kamen dabei meist sehr an­sehnliche Summen heraus. Zum Verhäng­nis wurde ihm dies« Tage in Leipzig das dreiste Auftreten ein« Vermittlerin. Das erst 22jährige Mädchen hatte am Schalter, als der Beamte bat Gell» nutzt gleich auszahlen wollte, einen Streit provoziert, in bessen Verlaus von ber Polizei ihr« Personalien fest­gestellt würben. 3nzwifchen bekam ein Be­amter des Fahndungsdlenstes, der über die Schwindelassäre orientiert war. die refinnritr#« Karte in die Hände, identifiziert« sie nach Rück­sprache mit der BreSlauer Fahnbungsabteitung olS gefälscht und ließ das Mädchen ver­haften Da die Beteiligten sämtlich ihre Ano- sagen verweigerten, kann man netf) nichl den Umfang des Schwindels unb Öen anger.hteten Schaden feststellen.

Die Wetterlage.

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tovttcn>o»uuvfftße.

Der flacht Titfbruckwirbel bat sich ostwärts ver­lagert und bei seinem Vorüberzug in fast ganz Deutschland Regen gebracht. 3n uns«em ®tbie» kam cs nur zu lokalen EteWitterstörungen ohne erhebliche Riederfchläge. D« Luftdruck steigt toteber an. Zur Zeit Liegt üb« England em Hochdruckgcbic das jich ostwärts ausbreiten und für untere IBetterkige beftmunenb fein wird

Wettervoraussage für Freitag: Vorwiegend heiter, Temperaturen wenig Dtt- änbert. trocken.

DitterungsauSsichten für Sam - - tag: Htit«, trocken unb wann.

Lufttemperaturen am 1. August: mittag» 27,7 Grad Celsius, abend» 20,5 Grad Celsius; am 2. August morgens 18,6 Grad Celsius Maximum 28 Grad Celsius, Minimum 16,5 Grad Celsius Erdtempe­raturen in 10 Zentimeter Tiefe am 1. August abends 25 Grad Celsius; am 2. August: morgens 20,8 Grad Celsius. R ederschkag 2,7 Millimeter. Sonnen- scheindouer 8h Stunden.