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Pens ionierung be« Kriminal- volizelmeister« Zink Wit dem 1 3ull ist auf Cbrunb be- Polizei beamtengefetze« bei Ärlrni- nalpolizeimeister Zink im Gießen in den wohl- ver dienten Huhestond getreten Der jetzt im 64. Lebensjahr siedende Beamte trat nach mehr- iährlger Dienstzeit im 3nf-Hgt Nr. 116 in Die­ven am 1. Mai 1890 bei bet Siebener Schutz- Mannschaft ein. Bereits nach vier 3a&ren. am 1. April 1904, wurde Herr Zink zum Krtmlnal- schutzmann ernannt 3m 3abrt 1909 wurde er mit der provisorischen Leitung der Kriminal ibteilung Sie'ifn betraut, am 9. Februar 1911 zum Krimi­nal' ' ) befördert und damit zum en> gültigen Lei »er der Äriminalabtellunj bestellt. Krinunalpolizeimrister Zink hit diese- wichtige Amt in den vielen 3abren feines Wirken- auLgczeichnetem (Srjolg bekleidet Ausgerüstet mit vo.zuglicher Auffassungsgabe, sehr guten krimi- rainlischen Kenntnissen, scharfer Beobachtng»» gäbe, verbunden mit einer gerade den Krimi­nalisten auSzeichnenden Huhe hat eS 5>ert Zink verstanden, sein schwierige- Amt in jeder Weise ,i vollsten Zufriedenheit feiner Dorgesetzten und - m Woble der Bürger Gießen« zu versehen. Sein stets freundliches, zuvorkommendes Wefen, fein für die Wirklichkeit offener Blick und feine Menschenkenntnis haben Herrn Zink dr« volle Hertiaucn und die höchste Achtung seiner Bor- gcfeytcn. der ihm unterstellten Beamten und insbesondre auch deS Publikums, eingebracht. Möge dem verdienten Beamten noch viele Jahre ein gesegneter unb sreudvoller Lebensabend be­icht eben sein.

'* DasAbenbläuten wird ab heute, Montag, abend in unserer Stadt wieder eingcführt. Es wird geläutet vorn Turm der Stadtkirche, und zwar im Sommer um 20 Uhr, im Winter um 19 Uhr. Damit ist ein langgehegter Wunsch eines großen Teiles der Einwohner erfüllt.

* D e f f e n 111 d) e Bücherhalle. Im Juni wurden 1169 Bande ausgeliehen. Davon kommen auf: Erzählende Literatur 779, Zeitschriften 86, 9u- gendfchriften 109, Gedichte und Dramen 9, Länder- unb Völkerkunde 37, Kulturgeschichte 11, Geschichte

Aus der Provinzialhauptstadt.

Sieben, den 2 3uli 1928.

Oie Jubiläumsfeier der Siebener Hochschulgesellschaft.

Am Samstag beging die Gießener Hoch- schulaesellschaft iGefellfchast von Freunden und 56rbeicm der Univerfitü D eßen) mit ei. er eindrucksvollen Deransfallung die Feier ihres zehnjährtgen Bestehen- Zunächst sand am nachmittag die jährliche Hauptversamm­lung in der Kleinen Aula statt, in der Pro­vinz ialdirektor Graes alS Vorsitzender der Hochschulgelellschaft eine sehr stattliche Dersamm- lung von Herren auS allen leiten des Heffen- londeS begrüßen konnte 3m Anschluß an den 3ahreS bericht für 1927 und nach Erledigung einiger me.lerer geschäftlicher Punkte überreichte Provinzialdirektor Graef im Hamen der Hoch- schulgesellschafl dem alS Vertreter deS erkrankten AektorS erschienenen Srrek'.vr Pros. Dr. Zwick eine 3ubtläumSspende der Gießener Hochschulgesellschaft imDefrage von 6 1 000 Mark. Die eine HAfte der Spende ist nach dem Dollen der Stifter an bestimmte Uni- verfitülSzwecke gebunden, die andere Hälfte steht der UntoerfUat Aut freien Verfügung für die Zwecke wissenschaMicher Arbeit und Forschung an unserer hessischen LandeSuniversität. Pros. Dr. Zwick nahm die reiche 3ubtlüum-spende mit herzlichen DaickeSworten im Hainen der Uni­versität In Empfang unb machte sodann die von der Versammlung mit lebhaftem Beifall auf­genommene Mitteilung, daß durch einstimmigen Beschluß deö GesamtfenaiS der Universität Der Vorsitzende der Gießener Hochschulgesellschast, Provtnzialdirekwr Graes, zum Shrensena- tot unserer Alma mater Ludovici- i n a ernannt worden sei. 3m Anschluß an die Hauptversammlung fand in der Heuen Aula eine stark besuchte Festsitzung stait, In der Generalmajor a.D. Pnof. Dr. Hau Sh o s er, München, einen Vortrag über ..DaS Hingen ozeanischer »mb kontinentaler Mächte in Eßina" hielt Den Abschluß deS 3ubiläum-IageS bildete eine gemeinsame Tafel mit onschließenber Ge­selligkeit im Elub.

2luS technischen Gründen können wir einen ein­gehenderen Bericht über die 3ublläumStagung erst in unterer morgigen Ausgabe bringen.

Akademische Shrvng des Ministerialrats Dr. h. c. Löhlein.

Bei der heutigen Jahresfeier der Landesuniversität in der Neuen Aula verkündete 6c. Magnifizenz der Nektar, Profeffor Dr. R o f e n b c r g, in seiner Fest, rede die Ernennung des Ministerialrat» Dr. n. c. Löhleln (Darmstadt) zum Ehrensenator der Hessischen Lundesuninersität Gie­ßen.

Daten für Dienstag, 3. Juli

Sonnenaufgang 8.49 llhr, Sonnenuntergang 20.10 Uhr Mondausgang 21.06 Uhr, Monduntergang 3.-6 Uhr.

1792: der Feldherr Prinz Ferdinand von Braun- fchweig In Braunschweia gestorben: 1848: der Gouverneur von Deutsch-Südweftasrika, General Lothar von Trotha, in Magdeburg geboren: 1866: Schlacht bei Königgrätz (Sadowa) i 1898: Sieg der Amerikaner über die spanische Flotte bei Santiago de Euba. 1904: der Zionistenführer Theodor Herzl in Edloch gestorben

Vornotizen.

Tageskalender für Montag. Schul- zenoercin Gießen: 8 llhr, Monat»verfammlung. Lichtspielhaus. Bahnhofstraße:Der tzafchingskönia". 22.30 Uhr: NachtvorstellungDas erwachende Ge­schlecht". Astoria-Lichtspiele.Der SUelnftabt- sünder".

fluhtnZRcflaffo in Gießen.

Bel prächtigem Wetter und gutem Besuch führte die Gießener Huder-Gefell- schäft 1877 am SamStag unb am geftrlaen Sonntag ihre 23. Huber-Hegatta auf Der Lahn durch Die rubersportlichen Leistungen waren wiederum h-r- nrragenb, sämtliche Hennen Verliesen ohne Unglücks!all, und die gesellschast- lichen Darbietungen waren so abwechslungsreich, daß man die Veranstaltung in ihrer Gesamtheit alS wohlgelungen unb befriedigend für die Ver­anstalterin bezeichnen kann, obwohl die G. H.-G. diesmal leider ohne DlegeSlorbeer blieb. Au« technischen Gründen mußten wir den eingehenden Hegattabericht bis morgen zurückstellen

und Biographien 66, Kunstgeschichte 8, Naturwiksen. schast und Technologie 31. Heer- und Seewesen 5, Haus und Landwirtschaft 3, Gefundheitslehre 4, Religion und Philosophie 9, Staatswiffenfchast l. Sprochwiffenschafl 2, Fremdsprachliche» 6 Bande Nach auswärt» kamen 10 Bande.

Abkürzung der Hegezelt für d n t e n. Der hessische Minister de» Innern hat soeben bestimmt, daß die Hegezeit für Enten in diesem Iagdjahr bereit» mit dem 14. Zull endet.

Sin verdienter Deutschamerikaner au» Oberhessen geworben. Dieser Tage starb in Baltimore (USA.) der Pastor Dr. Jul. Hofmann, ein Sohn Hessen», seit einem Men- schenalter der Seelsorger der dortigen evangelischen Zionsgemeinde. An den Belsetzuiigsseieriichkeiten nahm fast die ganze Gemeinde, nahezu 500 Seelen, tat. und derBaltimore Correspondent widmet» dem Entschlafenen ein Loblied auf fein segensreiche» Wirken für da» Deutschtum im Au »lande. Julius Hofmann wurde 1865 In Friedberg geboren Der Vater, ein Fechtmeister Im ehemaligen Großh. Hess Inf. Regt Kaiser Wilhelm, ließ seinenr Sohne eine ausgezeichnete Erziehung zuteil werden Jin Jahre 1871 besuchte der junge Hofmann die Psarr- schule zu Wissen, dann die Realschule zu Gießen, unb nach dem Besuche der Stadtschule zu Bochum da« Gymnasium zu Gießen. 1*85 bezog er al» Stu­dent der Theologie die hiesige Universität Nach bestandenem (Framen wandte er sich nach Basel, hospitierte dort Im wommersemester und ging nach Friedberg auf das Predigcrseminar. Er machte bann einen Kursus imRauhen Hause" In Hamburg und im Dlakoniffenheim In Altona durch. 1889 erging an ihn der Ruf, an der Zionvgerneinde in Balti­more als Hilfsprebiger zu wirken, welchen er an­nahm. In dieser Eigenschaft organisierte er den In- acndvereln, den Klrchenrnusikverein zur Pflege klaffl- scher Musik und begründete ein Gemeindeblatt neben einer Sonntagobibliothek. Im Jahre 1890 machte der junge Prediger eine Reife nach der alten Heimat und verehelichte sich in der Schweiz mit Frl. Adele Chalen. Nach feiner Rückkehr wurde er al» In- ftruftcur im germanischen Departement der John- Hopkin»-Unlversität neben seiner Amtstätigkeit an- gestellt. Im Januar 1895 wurde ihm die Gemeinde- feelsorge übertragen. Sein segensreiche» Wirken In der Zionsgemeinde, das er fiir das Deutschtum geleistet hat, wird den Deutschamerikanern Baktl moreo unvergeßlich bleiben.

A r b e i t »j u b i l ä u m Am gestrigen 1. Juli konnte der Zigarrenmacher Phil. B ü (j in Alten- Buseck aus eine 50jährige Tätigkeit bei der Firma Earl Emmeliu», Gießen (Filiale Alten-Buseck) Aurücfbllrfen. Dem Jubilar wurde seilens der Ge­schäftsleitung der Dank für die treue Anhänglichkeit ausgesprochen und Ihm ein ehrendes 'Andenken überreicht.

Der Goethe-Bund beendet seine Vor­tragstätigkeit 1927/28 durch die Feier seine» 14. Iah- resfestev, das, wie uns mitgeteilt wird, am kommen­den Donnerstag, 3. Juli, im Rahmen eines Goethe- Abend» begangen werden soll. In anertcnnenstocrier Welse hat zur Einleitung der Feier der Dichter A l s r e d B o ck dem Goethe-Bund einen Prolog zur Verfügung gestellt, den Fräulein Trude Heß, Mit­glied de« Stadttheaterv Gießen, zum Vortrag brin­gen wird. Im Anschluß daran wird Frl. Heß eine Reihe Goethegedichte oortragen. Der Goethe-Bund hat weiterhin Direktor Franz Neubert au» Leip­zig gewonnen, der über das interessante Thema fnrertjen wird ..Goethe unb hie F^u-'n". Direktor Neubert hat sich durch sein BuchGoethe unb sein Kreis" In Deutschland und darüber hinaus einen !roßen Leserkreis erworben. Die Veranstaltung ver- pricht einen genußreichen Abend. (Siehe heutige Inzeige.)

Vortrag im Englischen Seminar. 3n der vergangenen Woche hielt Professor Dr. L>. Mutschmann von der ilnlbcrfität Dorpat auf Einladung deS Englischen Seminar- der Lande-universität In englischer Sprache einen Vor­trag über Der Mvstizi « mu - Vernarb Shaws. Der Au-gang-punkt seiner Ausfüh­rungen war ShawS angestammte- Irländertum, da- sich mit dem seiner Erfahrung zugrunde liegenden Engländerium manchmal in seltsamem Widerstreit beendet. Shaw- Ausfassnng über da- Verhältnis zwischen Irland und England kommt am deutlichsten in dem Stücke: 3ohn Dull- Andere 3nsel" zum Ausdruck, dessen Haupt­figuren vom Hedner kurz charafterlflert und mit Shaw- eigener Seelen läge in Beziehung gebracht wurden. AlS ..Mystik" wurde, wohl in ilcbercinÜimmung mit dem loseren englischen, al- mit dem ftrafferen Sprachgebrauch, da- Be­mühen der inenfchlichen EinbllbungSlrast defi­niert. da- Gefühl der Verelnfainung und der Vereinzelung zu überwinden. Unb dieses Be­mühen ist bei Shaw durch Einflüsse de- AiarriS- muS und deS Heudarwin^mu« In fellfamer Uebcrfpannung de- BegruseS von der jchövle- rifchen Entwicklung zu einem rein Inlelletiucllen. unkörperllchen, a-ketlschen Sehnen nach schranken­loser Entfaltung de- Geistigen geworden, wie e- inSbesonderc auS dem letzten Teil von Shaws .metabiologischem" Stücke . 3urül zu Bletbufa- lern" hervorgeht. Am Schluffe IclnA- fcllelnben Ausführungen, die einen interessanten Blick In Shaw- vieioerschlungene EebankengSnae ermög­lichten. versuchte der Hedner. diese lebensver- neinenben o efulatione.i auf die Eigenart von ShawS geistig-körperlicher Struktur zurückzu­führen.

* E t u Wohltatiakeitokonzert veran­staltete der OuartettDcreln Gießen unter Leitung seine» Chormeister» Leib Im Garte» der llniurrfi täts-Nervenklinik zum Belten der Kranken. Die her- vorrogenden Leistungen Des Verein» fanden allge meinen Beifall, ma» auch daraus hervorging, daß der Verein auf Wunsch der Kranken noch einige Stücke zugab. Der Donk der Patienten Ist dem Verein gewiß.

,e Verbesserung der Hentnersür- forge in Preußen Durch eine Der-rönuiig de- preußischen Wohlsahrtsminister wird den. Fürsorgeverbänden in Preußen Zünftig die Psandnahme am üblichen HauSrat und den Fa­milienerbstücken der Klein- und Sozialrentner unmöglich gemacht. Die Verordnung verbietet ferner, daß gegenüber Hentncrn. die weitere- Vermögen nicht besitzen und die von Haus­genossen unterstützt oder gepflegt werden, die Fürlorae von einer besonderen Verpflichtung zur Hückzahlung der Unterstützung abhängig gemacht wird. Die auf einem eigenen kleinen Hau«- grundstück wohi.enden Hentner und deren be­dürftige Angehörige schützt sie endlich davor, daß der Fürsorgeverband Befriedigung auS einer auf bat Grundstück bestellten Sicherheit sucht, 1 »lange es eine dieser Personen bewohnt.

Austrieb zum heutigen Franksur- terSchlachtoiehmorkt: 291 Ochsen, 93 Bul­len, 650 Kühe, 380 Färsen, 506 Kälber, 42 Schafe, 4358 Schweine.

Oberheffen.

iger Witterung die 6, verschnellert flch

Leinp o, in dem bei günstiger WiHerrn Heuernte eingebracht wiri. ' von 3ahr zu 3ahr. Die Hatioimllllermm macht sich auch In der Laudwiri.chaft 116 in Ue nette e i unb kleinsten Bauerngüter benwrlbar. Hindvietz als Zugtiere wird immer seltener. Dafür erhöht sich der P s e r d e be ft a n b, der im Vergleich zu bei: Dorlriegiizelt vielerorts bi- auf da- Doppel le gcftuqen ist. Dabei wird wenl.zer die Hcntabililat als dis schnellere Arbeitsleistung

in Betracht gezogen. Die M ü h rn a | q) i n e n find bald Allgemeingut in den bäuerlichen Wirt­schaften, cbenfo wie Pflug unb Egge. Die Heu- w e u de r werden zahlreicher. Durch Benutzung von Fahrrädern, ja Motorrädern kürzt man die Wege, so daß es möglich wird, auch weit au-einandei liegende Wiesenflächen am leiben Tage zu bearbeiten unb baS Heu fcheunereif zu machen. Die Zahl der Wagenladungeii, die täglich nach Hause gebracht wird, mehrt sich, so daß sich die Erntezeit verkürzt. Hur in den höheren Gebirgslagen, wo steile Hänge dic Verwendungsmöglichkeit der 'IHätrmafchlne er­schweren und auch da- Hindvleh nach wie vor zum Ziehen benutzt werben wird, mögen die Mähibpllen von ehemals noch erhalten fern, während sie im Tal und In der Ebene längst der Vergangenheit angehören.

Atrci# Schotten.

I Ober - LaiS . 30. 3unl. Die Verhand­lungen über die Errichtung eine» neuen Forst- Hause» In unserer Gemeinde sind nunmehr zu einem gewissen Abschlüsse gelangt. Die Schwierig- keilen lagen auf dem Gebiete der Wafserverforgung. Der in der Hauptfache au» forstdienftllchen Gründen gcioäljUe Bauplatz am Vrtvaubgang nach Michelnau liegt höher als der Hochbehälter der Wasserleitung. Es ist deshalb die Versorgung des Hauses aus einem befonhrren kleinen Hochbehälter notwendig, zu dein das Wasser mittel» Elektromotor gepumpt werden muß. Da nun einzelne hochgelegene Häuser de» Dor- seo icillveise ebenfalls kein Master Haden, teilweise ihr Wasser mit Handpumpen au» der Leitung ziehen »nissen, legi die Gemeinde Wert auf einen Anschluß dieser Hauser an den für da» Forflhau» zu errich­ten ben Hochbehälter. Die Gemeinde stellt dem Staate den Bauplatz kostenlos zur Verfügung unter der Be- dingung, daß der Staat den Hochvehälter be» Forst- Hauses so groß baut, daß er auch ür die Versorgung her anderen hochliegcnden Häu er ausreicht. Die Gemeinde übernimmt die Zuführung be» Walsers zu den bcti Häusern unb einen Teil ber Betriebs­kosten der Anlage. Die Vereinbarungen bebnrfen noch her Genehmigung des Ministerium». E» ist zu hoffen, daß biete halb erteilt wirb, damit mit den Vorarbeiten zum Bau bald begonnen werden kann. Die Heuernte ist In vollem Gange. Die wech- felnbe Witterung der letzten Zeit hat Immer wieder Verzögerungen Im Gefolge gehabt. Ein hiesiger Landwirt hat sich dadurch veranlaßt gesehen, einen Versuch mit der j)euroerbung auf Allgäuer Art au madjeii. Er hatte eine kleine Anzahl der dort übli­chen ..Heinzen" angefertigt, und darauf ein ganz prachtvolle» Heu gewonnen. Hoffentlich trägt ber kleine Versuch diese» Mannes dazu bei, bic ber Wil» terung mehr < ligepaßte Heuwerbung der fübbeut- schen Gebirgzgegevden auch im Vogelsberge einfüh- ren zu helfen, um bem Ziele einer Besserung ber Verhältnisse brr Landwirtschaft Im Vogelaberge näherz'ikomnu'n

Preußen.

Mrcio Wct-lar.

i-1 Au» bem Kreise Wetzlar, 30. Juni. Aus dcn Volksschulen bes Streife, haben am Don­nerstag die Sommerferien, welche nach ber neuen Ferienordnung 28 laae dauern, begonnen. Im ®ebürfni£>faUc und auf Antrag de» Schulvor- ftanbe«, Ist es bem Bürgermeister geftattU, die Ferien eine ober zwei volle Wochen früher ober später beginnen zu lasten. Bon bleser M.>glichkelt ist in vielen Gegenben des Streite» mit Rücksicht auf den Stand ber landwirtschaftlichen Arbeiten Be brauch gemacht worben.

cxd Wißmar, 30. Juni. Da» Ev. Konsistorium ber Rheinproolnz hat bie Ernennung des Pfarrer» E a p p e l l von Klein-Rechtenbach zum Pfarrer der evangelischen Klrchengemeinben Wißmar und Caune- doch vollzogen

<> Dornholzbausen.30. 3uni Von emem Unglück wurden Frau unb Tochter einet hiesigen Landwirt- beim Heuelnfahren betroffen Die beiden Frauen wollten mit einem Pferdefuhrwerk Heu nach Äaufe fahren, mußten aber infolge einfetzenden Hegen» mit dem leeren Wagen nach Haufe fahren. Hierbei ging bat Pferh du rch, so daß ber Wagen um fiel unb die beiden

Landtreid VNehen.

4 Au» d e m Lumbatal, 30. Jun Wer setzt durch di« Felber schreitet, kann ben hervor­ragenden Stand der Fruchtfelder be­wundern. Winter wie _ommrrfrud)t sind gleich gut gediehen Wenn die Witterung weiterhin günstig bleibt, ist mit einer Ernte zu rechnen, bie zweifellos derjenigen bes Vorjahre» kaum nachstehcn wird Ebenso prächtig sicht ba» Brachscld aus. Ausgiebige Regen der jüngsten Zelt haben ba» Dach-,tum der Kartoffeln und Dickwurzeln gut gefordert.

ch O r ü n b t r n . 28. 3unl. Der heutige Schweinemarrt war mit 295 Ferkeln und 13 Läufern befchlckt. Das Geschäft ging flott bei guten Preisen Der Ucberüanb war gering E« wurden bezahlt für sechs Wochen alte Ferkel 22 bis 28 ÖHf., für 6 bi« 8 Wochen alten Zirkel 28 bis 30 Blk. für 9 bl« 13 Wochen alteterfcl 32 bl« 35 Mk. und für Läufer 36 bl« 40 Mk.

8 Grünberg. 30. 3unl. 3n der letzten Ge - meinberat-sitzung wurde u. a. folgende« befchlofsen; Die Vergebung der G r o a u - ung zweier Wohnhäuser sür Heich« beamte wirb zurückgestellt bl« da« Krei-amt die übet Me beiden Veamienwohnhäuser niedergelegten vtemeinderatSprotokolle und sonstigen Verhand­lungen naebgeprüft hat und seine Ansicht der Bürgermeisterei mltgeteilt bat. Die Kanal- satIon und Wasserleitung der Bismarck­straße soll bi« an ba« ®nbe dieser Straße weiter­geführt werdetr Die öftentiiche Vergebung wird vorläufig noch zuruckgestellt. Ein Beitrag zu 5 11 m a u f n a b m e n . den die Lehrkunst-Film- gesellschast m. b. £>. In Wiesbaden erbeten bat, wird abge'ehnt. Ferner wird ein Gesuch bet An- nonccnerpcbltton Koch & Münzenberg in Frankfurt a M. um Beteiligung an einer An- nonderung de« ÜbcrbelltfdKn Verkchr-bunde- In tbelnischen und westfälischen Zeitungen abge- lehnt. Ludwig Herzberger soll mltgelcUt werden, daß etwa noch drei Wochen benötigt werden für die Ausfüllung derTheo-Koch-Slraße.

Mvci» Büdittgrn.

Au« dem Hlbba tal, 29. 3unt 4XiS

Frauen heimn tergefchkeudert trxirbm Während die Tochter mit letchlervn Verletzungen davonkam. trug die Frau M Landwirte« erhebliche Vev- Ierringen am Arm und eine Gehirnerschütterung davon Durch ba« schnelle Zugreifen eine« tn der Häh. bellndllchen Landwirte« wurde da« Pferd aufg^hrlten und d»tdurch gr-ßere« Anglück verhütet

Hlcberlleen, 30. 3uni Die Her- ft e i a e r u n g der Kirschen von den von der Ärei40raf.cnbauv*ertt»altung an der Prornn- ai al ft rabe Wetzlar Butzhoch am . Wetzlarer Berg" angepfiaivzlen Kirschbäunren war von ötn- tDobnem au« den OVutelnben Htederlleen. Dom- hoizhaulen. Dlvrtleen und Groß-Hechten doch zahlreich befucht. Die bei der Tkrftvlgenmg er­ziel len Preise waren außerordentlich doch für den 3aum wurden je nach Behmtg 4 15 )Harf l'ezahlt Da« Pfund Kirschen fam am )Vium bis au 50 Psennia au sieben, ein Preis, der noch 1*1 keiner Versteigerung erzielt wurde. Als Kuriostun sei bei dieser Gellmenhelt eruxibnt. daß m der biellgen Q'emelnbe, trotzdem die Land­wirtschaft sonst auf der Höhe ist, keine Kirsch- bäume augepllanzt tnerben

Oberkleen, 30. 3uni. Bei der im hiesigen Gemcindewald stattgehabten L o d d o 1 z - Versteigerung wurden fnlgcnbe Preise er­zielt: für Lobbolzwellen 610 Mk. je 50 Stück, für Lohstangen 4 7 Mk. je Raummeter. Jin- schlleßei'd luurbar eine Anzahl Fichtenstämme, die au« Windfall herrühren zu billigen Preisen verkauft Die Lohholzverstei,zemmg war von biellgen, sowie Einwohnern aus den benirch- oarten Orten zahlreich besucht

Berliner Börse.

Berlin, 2.Juli. (WTB. Funklvruch.) Die neu« Woche eröffnete bei febr ruhigem Geschäft und wenig veränderten üursen in freundlicher Stimmung Spe­zialitäten dürften auch heute wieder bevorzugt wer­den. Vorluufia härt inan Farben 275,50 unb Sie­men» .371. Am Devisenmarkt nennt man Pari» 124,16, Mailand 92,72, Spanien 20,54, da» Pfund 487,65 und den Dollar 4,1845 zu 4,1850.

Buntes Allerlei.

Eine 22jährige Viakonisfln verbrannt.

Ein entsetzliche- Brandunglück ereignete sich in der Ortschaft Külz im Ärelfe Qlaugatb. Hie 22jährige Diakonisjin Marie-Louife Lüdke, bie Tochter de« borllgvn Ve5rcr«. wollte da« Herd­feuer mH Spiritus a n f a ch e n. al« plötz­lich die den Drennstofs enthaltende Flafche ex­plodierte. Dabei gerieten die Kleider h<« jungen Mädchen« in Brand. Auf Ihre Hilferufe eilte ihr Vater herbei, ber bei bem Versuch, seine Tochter zu retten, schwere Brandwunden erlitt. Dio Diakonissin wurde In bewußtlosem Zustande in- K.ankenhau- gebracht, wo sie kurz nach der ®hille|crung gestorben ist

ttühner Pollraub in Amerika.

In Blioville (Michigan) drang ein luitper Mann ganz allein in den P o st w a g e n d e » Schnell­zuge» DetroitToledo und raubte einen Betrag von mindesten» 50 000 Dollar In bar. Al» der Zug In den Bahnhof Blioville elnlles, warf er den Postbeamten gefeffelt und ge - knebelt auf den Bahnsteig und benutzt» dic entstandene Verwirrung, um In aller Ruhe Den Dohnbof zu verlassen unb Im Auto die Flucht zu ergreifen.

3n der Lehmgrube verschüttet.

Gin fchtverer Unglücksfall, der ztmll Atenschen- leben forderte, ereignete sich am Kalserstuhl bei Freiburg Ein Landwirt fuhr- mit seinem acht 3abre alten Söhn unb dem neunjährigen Mäd­chen eine« Hachborn in eine Lehmgrube, um dort Lehm zu graben Plötzlich stürzte eine Bö­schung zusammen und begrub alle drei. Der Landwirt und sein Sohn formten trotz so­fortiger Hilfeleistung nur noch al« Leichen geborgen werben, während ba« Mädchen beim An-graben noch Leben-zelchen von sich gab.

Tiichter Ci)nd) In Amerika.

3n Houston (Teffas) drangen acht unbe­kannte Männ.'r In früher Morgenstunde In das 3esferson DovlS-tz o s p i t a l ein und bemächtig­ten sich mit vorgehaltenem Hevolver eines ver­letzten Heger« Öle legten dem Heger einen Strick um d.n Halo unb schleppten Ibn In einem Automobil fort. Aus die verzweifelten Hufe de- Aeg?r«, der um Gnade bat. nabmen sofort Polizisten auf Motorrädern die Verfolgung der Entführer auf. Man glaubt allgemein, daß sie vorhab-'n ben Heger zu lhnchen. der bei einer vchießerti, bei ber vergangenen Sonntag ein Detektiv getötet wurde, verletzt worden war.

schwere» Wutounglüd.

Bel einem Balmübergang bei Tschaslau In Böhmen überfuhr ber Aulomobllbelitzer Ka­spare! au« 3fllau mit seinem Automobil, In welchem sich außer feiner Gattin noch zwei an­dere Personen befanben, bie geschlossene Bahnschranke Das Automobil über­schlug sich aus bem Geleise unb würbe von einem In benifefben Augenblicke vorbeisahrenden Zuge In zwei Stücke gerißen. Frau Kasporek tour' e her Kopf vom Humbfe getrennt, Kafparek fe'f ft tödlich verletzt Auch bie beiden anderen 3nsalsen erlitten schwere Verletzungen.

Therese Neumann.

Wie der $>ofec Anzeiger berichtet, entsprechen bie von verschiedenen Zeitungen gebrachten Mel­dungen. wonach die Erscheinungen bet Theref» Heumann ausgehört hätten, nicht der Wahrheit, Am 15.3unl waren bie Ekstasen mit all Ihren Begleiterscheinungen nach einer Pause wieder eingetreten. An diesem Tage waren geistliche Würdenträger aus Amerika, Holland. Frankreich unb ber Schweiz Zeugen be« Vorgänge«. Auch ber neuinstallierte B i - schos Michael von Hegensburg sowie der Weihbischos io ad wellten In Konnersreuth. E« bestehl die Hossnung, baß bie vielfach aesor- berle neutrale Unterfuchung ber Xperefe Heumann noch durchgeführt wird. Das abschlie­ßende Endurteil wirb nur von der kirchlichen Be- Hörde zu erwarten sein.

Ein Gedenkstein

für bie Vesahung be» Zeppelin, C. 32 In England.

Auf bem Friedhof von Great Bürstend bei BUlericay würbe ein au« Deutschland einge­troffener Gedenk st ein. der 22 Hamens- Inschriften trägt, auf dem Grabe der Besatzung de« Zeppelin« ,L. 32 aidgefteHt. .8. 32* war im September 1916 In Brand geschossen worden unb feine getarnte Besatzung war habet um« Leben gekommen Unter ben Inschriften be­findet sich der Harne seines Kommandanten Wee­ner Petersen.