und eine
err Oderhessen Die Provinz ist auch an die
ein Ziegenbock, eine Ziege. Awei Junglämmer eine Vogelsberger Fahrkuy.
• Cidj. 1. Juni. 3n dem Bericht über die
Oberhessen.
L.. Greben.
• Großen-Buseck, 1. Juni. Der Ziegen- Auchtverein Großen-Buseck beteiligte sich an dem Prämiierungsmarli am 29. Mai in Cid? mit sieben Ziegen und einem fünf Jahre alten Bock. Mit vier er st en und vier zweiten Preisen konnten die Züchter nach Hause kommen Zur D. C. ®. Leipzig kommen von hier
übrigen ist an dem betreffenden Tage von dem Post, amt in Londorf ein Unfallmeldegespräch für ein vor- beifahrendes Auto ohne jede Verzögerung hergestellt worden Zur Aufklärung des Publikums wird fol- gendes bemerkt:
Unfallmeldungen find Gespräche und Telegramme, die außerhalb der Dienststunden vermittelt werden, wenn sie bezwecken: in bringenden Fällen den Arzt, den Tierarzt, die Hebamme, andere Sanitätspcrst)' nen Kerbeizurufen oder zu befragen sowie Arznei- m.ttel zu beschaffen, geistlichen Beistand, Polizei, Feuerwehr usw. herbeizurusen. Die Unfallmeldun- gen sind bei der Vermittlungsstelle des Postamts oder der öffentlichen Sprechstelle aufzugeben. Die Teilnehmersprechstellen können außerhalb der Dienst- stunden ihrer Vermittlungsstelle zu Unsallmeldungen nur dann benutzt werden, wenn sie auf Grund besonderer L-reinbarung in den Unsallmeldedienst einbezogen worden sind. Weder die Telegraphenverwaltung noch die mit der Wahrnehmung betrauten Personen haften für den Schaden, der dadurch entsteht, daß die Unsallmeidung aus irgend einem Grunde nicht zustandekommt oder ihren Zweck verfehlt.
Starkenburg.
Feuer im Darmstädter Krankenhaus.
Lpd. D a r m ft a t> t, 1. Juni. Am Freitagnachmtt- tag brach kurz nach 5.30 Uhr im städtischen Krankenhaus ein großer Dachstuhl- brand aus. Der Feuerherd war tn der sog. Lumpenkammer zu suchen, wo dort lagernde Gegenstände aus unbekannter Ursache in Brand geraten waren. Der Berufsseuerwehr gelang es nach halbstündiger Arbeit, mit mehreren Schlau leitungen des Brandes Herr zu werden. Unter den Insassen der Krankenhauses war naturgemäß eine sehr große Aufregung entstanden. Dor dem Krankenhaus und in den Rachbarstraßen hatten sich starke Menschenansammlungen gebildet, da die starke Rauchentwicklung ein Großfcuer vermuten ließ. Personen wurden Nicht verletzt.
WEB. Darmstadt. 1. 3unt Als Rachfolger des verstorbenen Krei-feuerwehrin- spektors Schnell wurde der Obermeister der Schornsteinfegerinnung für Hessen. Hans Karpf inger, vom ÄrctSamt verpflichtet. Der neue Inspektor ist bereits seit langen Jahren aktiv bei bet Freiwilligen Feuerwehr, tätig.
Preußen.
Kreis Wetzlar.
• Lützellinden. 31. Mai. Sin Trauer- zug. wie er selten hier zu verzeichnen ist. bewegte sick heute durch unseren Ort Es galt den infolge eineS Schlaganfalles plötzlich auS dem Leben geschiedenen 40 Jahre alten Ber- waltungSsekretär Karl Hölz zur letzten Buhe zu bestatten. Der Derstorbene war 20 Jahre laug beim Standesamt zu Gießen tätig und erfreute sich während dieser Zeit bet Sympathie weiter Kreise der Gießener Bürgerschaft. Rach Würdigung durch den Ortsgeist- lichen legte Bürgermeister Dr. Frey namens der Stadt Gießen am Grabe des Verstorbenen einen Kranz nieder, wobei die Verdienste des Verstorbenen als Beamter der Stadt Gießen — besonders während der KliegSjahre — Worte der Anerkennung fanden. Auch leiten- der Beamten und Angestellten der Stadt Gießen war eine Abordnung vertreten, die ebenfalls bei einer Kranzniederlegung die kollegialen Eigenschaften deS Verstorbenen würdigte. Hölz hinterläßt außer der Witwe ein kaum einjähriges Söhnchen.
AuS dem Hüttenberg. 1. Juni. Die in der vorigen Woche eingetretene Preiserhöhung für fette L ch l a ch t f chwe i n e hat auch ein leichtes Anziehen der Ferkelpreise zur Folge g'.habt. Ferkel im Alter von 5 biS 6 Wochen koste, augenblicklich 14 bis 16 Mark. 6 bis 3 Wochen alte Tiere werden mit 16 biS 22 Mark bezahlt, während für ältere Ferkel und Läuferschweine entsprechend höhere Preise gefordert werden. Da intolge der Immer noch sehr niedrigen Preise für feite ÖäMDeine die Landwirte die Schweinezucht wegen Unrentabilität auf8 äußerste cinfafa inten, beliebt für Ferkel nur geringe Aachfraae. dagegen find fette Schweine zum Preise von 63 Pfennig pro Pfund Lebendgewicht besser gefragt, obwohl eS immer noch schwer fällt, für schwerere Schweine im Gewichte von 3 bis 4 Zentner einen Käufer zu finden. Auch in unserer Gegend gab eS manche Landwirte, die dadurch bessere Einnahmen zu erzielen hofften, daß fie ihre Schweine selbst schlachteten und daS Fleisch im Kleinverkauf absetzten. Durchweg haben aber dies« Leute schlechte Erfahrungen hiermit gemacht, da sie erstens einen großen Teil ihreS Schweines verborgen mutzten und auch nicht immer ihr Fleisch loS wurden.
Oie Lahn-Staustufe Nassau fertig.
WSA. Olaffau (Lahn), 31. Mai. Dieser Tage wurde die zum Projekt der Lahnkanalisierung gehörende Staustuffe Aassau erstmalig ganz gestaut. Durch die jetzt günstigen Wasserverhältnisse ist eS möglich geworden, den Fluh auf- und abwärts zu befahren, und es haben zwei Unternehmer die Gelegenheit benutzt. Bootsverleibbetriebe einzurichten. Die Rossauer Staustufe ist die erste an der Lahn, die vollständig fertiggestellt ist. Dagegen ist die Staustufe Dausenau noch weit zurück.
Maingau.
DSR. Oberursel, 1. Juni. Gestern vormittag versuchte ein in der Heilanstalt Hohemark untergebrachter Kranker sich von der Lokalbahn überfahren zu lassen. Er warf sich in der Nähe des Restaurants Waldlust vor einen Zug der Linie 24. Der Führer des Zuges bremste sofort scharf, konnte indessen nicht verhindern, daß der Lebensmüde eine Strecke mitgefchleift wurde. Mit erhebliche» Verletzungen wurde dieser der Heilanstalt wieder zugeführt.
Prämiierung beim Ziegenmarkt mutz es heißen: Klasse 1, 2. Preis Gemeinde Großen- Duseck (nicht Alten-Buseck), und Klasse IV, einen 1. Preis Wilhelm Scheid III. (nicht Heinrich Scheid VII.) Großen-Buseck, was hiermit richtig- gestellt sei.
"reis Friedberg.
pb. Butzbach, 1. Juni. In der letzten Stadtverordneten-Sihung wurde zunächst an Stelle des ausgeschiebenen Stadtverordneten Dr Schmidt. Justizinspektvr Staubach als Stadtverordneter in sein Amt einge- wiefen. Sodann wurden die Voranschläge der Stadt, des Elektrizitäts- und des Wafserwerks sowie des Armenfonds beraten. Die Steuersätze bet ®emein'eumlap?n werden gegenüber dem Vorjahre nicht erhöht. Die Vetiammlung genehmigte den Voranschlag der Stadt, der in Einnahme und Ausgabe mit 493 630 Mark abschließt. Der Umlagebedarf nach Buten 61 wird auf 148 000 Mark festgesetzt. Aufgebracht sollen werden an Grundsteuer (unbebauter Grundbesitz) 7000 Mark, an Gebäu>esteuer 16 000 Marl, Sondergebäudesteuer 45 000 Mark und Gewerbesteuer 80 000 Mark. Weiterhin wird genehmigt der Voranschla g d es Elektrizitätswerks mit 224 000 Mark in Einnahme und Ausgabe. Der Strombezugspreis für Kleinabnehmer wird ab 1. Juni von 47 auf 45 Pfennig herabgesetzt. Ebenso wird der Voranschlag deS Wasserwerks mit 40 000 Mark genehmigt. Für Wassergroßabnehmer mit einem Verbrauch von mehr als 1000 Kubikmeter jährlich wird ab 1. Juni der Mehrverbrauch anstatt mit 40 Pf. nur mit 26 Pf. für das Kubikmeter berechnet. Gleichfalls werden der Voranschlag deS Armenfonds mit 14100 Mark, die vorn Forstamt aufgestellten Wirt» schastspläne über den Wald der Stadt und des Armenfonds für das Jahr 1929 genehmigt, kWeiterhin wird beschlossen das Grundstück Flur VIII Vr. 370= 1769 Quadratmeter (am Ober- ^berget Weg) zum Preise von 2 Mark für das Quadratmeter von Heinrich Steinhäuser VII 'zu kaufen. Die Kosten tragen je zur Hälfte Stadt und Verkäufer. Am Schlüsse der Sitzung gab dec Bürgermeister ein Dankschreiben des Ehrenbürgers Medizinalrat Dr. Vogt bekannt, weiterhin teilte et mit, daß er sich wegen Haltens des D 43 an die Hessische Regierung Darmstadt gewandt habe, und datz er einen Antrag bei der Hessischen Regierung wegen Bewilligung von Mitteln für den Kleinwohnungsbau eingereicht habe.
ch Münzenberg, 1. Juni. Einen Festtag besonderer Art hatte bei dichtgefülltem Gotteshaus am ersten Pfingsttag uysere Gemeinde. Galt es doch die neugegoffenc Glocke einzu- weihen. Eine Ehre war es für die Gemeinde, daß Prälat 1). Dr. D i e h t zu dieser Feier in ei er Ansprache die Grüße der obersten Kirchenbehörde überbrachte. Die Weihehandlung und Festpredigt hatte ihm selbst und unsrer Gemeinde Aur Freude unser bisheriger Ortsgeistlicher, Pfarrer B e y r i ch. übernommen. Die Feier wurde verschönt durch das kunstvolle Spiel unsres Organisten. LehrerS Wagner, durch vorzüglich vorgetragene Chöre des Mannergesangvereins und die freundliche Mitwirlung des Posaunen- chorS Gambach. Besonders feierlich war es, als nach dem Weihespruch die Glocken zuerst einzeln, dann vereint erklangen und alsbald mit dem Glockengeläute von der Gemeinde das im Wechsel mit den sog. drei Heiligfängen nach altem Mün- Aenbctger Brauch angestimmte evangelische Te- Dcum gesungen wurde Die Feier machte auf die Teilnehmer einen tiefen Eindruck. — In der Rachversammlung schilderte Pfarrer Kornmann. Frankfurt a. M., die Bedeutung der neuen Glocke gerade alS Heimatglocke. Ginzel- aesang und GedtchtvortrSge einiger Mitglieder des Mädchenvereins halfen die Gedanken des VortragS zu unterstreichen Auch Pfarrer K ö d - ding, Eberstadt, ctgrtff das Wort. Mit Dank für alles. waS diese beiden Feiern zu Feststunden gemacht hat. schloß die Rachversammmng.
Kreis Büdingen.
v Echzell. 1. Juni. Unser alter Polizei- blencr Werner, der 47 Jahre in treuen Diensten der Gemeinde gestanden hat und im vergangenen Jahre tn den wohlverdienten Ruhestand trat, feierte dieser Tage seinen 8 1. Geburtstag. DaS greife Geburtstagskind hat den Krieg 1870/71 von An ang bis Ende mit» gemacht und iit geistig noch recht rege, wenn auch fein körperlicher Zustand manches zu toün- fchen übrig läßt.
Kreis Schollen.
einer verhältnismäßig ganz geringfügigen Steuer herangejogen werden können. — Die noch ausstehende Festsetzung der Gemeinde- fteuerausschläge für den Voranschlag 1 9 2 8, welche seither noch nicht oorgenommen wer. den konnte, weil die neuen SteuerfapitoHen noch nicht feststanden, wurde wie folgt erledigt: (Es »erben erhoben 21 Pf. auf je 10O Mk. Steuerwert der Gebäude und Bauplätze. 42 Pf. auf je 100 Mk. Steuerwerk des land- und forftroirtfdjahiid) genügten Grundbesitzes, 90 Pf. auf je 100 Mk. Steuer- wert des gewerblichen Anlage- und Betriebskapitals, 90 Pf. auf je 1 Mk. des staatlichen Gewerbe- ertragssteuervorsolls vom Rechnungsjahr 1928, 34,9 Proz. des staatlichen Sondersteueroorjolls von 1928. — Ein Gesuch des Postamts Alsfeld um Anbringung einer Richtlampe an dem neuen Stadtviertel in der Rambach, weil dort mehrere Postbeamte wohnen, die Nachtdienst haben, wird im Hinblick auf die bei Genehmigung des An- trags sich ergebenden allgemeinen Konsequenzen ab- gelehnt In dem Rechtsstreit mit der ijirma Sondermann & Bücking, den diese gegen die Stadt Alsfeld wegen einer Forderung von 657 Mk. Angestrengt hat, wird beschlossen, den Pro- zeß aufzunehmen und die Bürgermeisterei zur Jüh- rung des Rechtsstreits ermächtigt. Die Stadtverwaltung steht auf dem Standpunkt, daß die erhobene Forderung unberechtigt ist. — 3tr omlief e- | rungeoertrag mit dem Ueberlanb-
9 Schotten, 1. Juni. Die Bürgermeister des Kreises Schotten hielten unter ihrem Vorsitzenden Bürgermeister Menget im Rat- haussaal ihre diesjährige Hauptversammlung ab. Man gedachte in Treue der verstorbenen Kollegen Roth. Glashütten, I m m e 11. | Freienseen. Winecker. Vokkartshatn Darauf *
Spielplan der Frankfurter Theater.
Opernhaus. Sonntag, 3. Juni, von 19,30 bis 22 Alfa: Jonny spielt auf. Montag. 4., von 19 bis gegen 22,30 Alfa: 5>;e Macht des Schicksals. Dlenstag. 5.. von 19,30 bis nach 22 Alfa: Madame Butterfly. Mittwoch. 6., von 19 biS nach 22 Albt: Manon. Donnerstag. 7.. von 19.30 bis 22,30 Alfa: Don Juan. Freitag, 8., von 19,30 bis nach 22,30 Uhr. Der Zigeuner- baron. Samstag, 9., von 19,30 bis 22,15 Uhr: Der fliegende Holiändcr. Sonntag. 10., von 15 biS 17,30 Alfa: R goletto: von 19,30 bis nach 22 Alfa: Der Troubadour. Montag, 11.. von 19,30 biS 22 Alfa: Martha. — Schauspielhaus. Sonnlaa. 3. Juni, von 20 bis gegen 23 Alfa: Die heilige Johanna. Montag. 4., von 20 bis gege.i 23 Alfa: 3. Gnsemble- Dastfpial Elisabeth Bergnot. Wie es Such gefällt. Dienstag. 5.. von 13.30 biS 21,30 Iftc i Ensemble-Gastspiel Elisabeth Dergner MrS. Eho- neys Ende! von 22 bis gegen 23,30 Uhr. Dor- tragS-Abend Slisabcch ‘Sorgner: Fräulein Else. Mittwoch. 6., von 20 biS 22,30 Albt: Treibjagd. Donnnerstag. 7. von 20 biS 23 Albt: Otyellp. Freitag. 8.. von 20 biS 23 Alht: Retdhardt von Gneiferiau. SamStag. 9.. von 20 biS 22,30 Alfa: Treibjaad. Sonntag. 10., von 19,30 biS 2130 Ufa: Vinzenz Fett-nilch Montag. 11.. von 20 biS 22.30 Alfa: Treibjagd.
Berliner Börse.
Berlin, 2.Juni. (WTB. Funkspruch.) Nachdem Neuyork gestern gegen Schluß schwächer geworden war, glaubt man für heute bet den Banken an keine großen Veränderungen. Das Geschäft Ist bi» jetzt noch sehr Hein, ein fester Grundton ist unverkennbar, die letzten Kurse sind gut behauptet. Am Devisenmarkt nennt man Pans 124,02, Mailand 92,67 br< 92,69. Spanien 29,2205, Amsterdam 1209,30, bar Sfunb 4 <<88,38, den Dollar 4,1768, Pen 47F0.
Stadtverwaltung herangetreten mit der Anregung, an Stelle des seitherigen Großabnehmerstromtarifs den neuen Grundgebühr- und Lrbeitstarif einzu- führen. Wie der Borsitzende dazu ausführt, hat die Durchrechnung des neuen Tarifs keine besondere finanzielle Besserstellung für die Stadt ergeben, ledoch hält man die' Einführung des neuen Tarifs aus wirtschaftlichen Gründen für geboten, namentlich, um eine zu hohe Spitzenbelastung zu verhindern. Der neue Gebührentarif sieht für die Stadt bei einer jährlichen Mindestabnahme von 200 000 Kilowattstunden eine monatliche Gebühr von fünf Mark für jede Kilowattstunde nach dem Hochstlast anzeiger und einen Arbeitspreis von 5 Pf. für jede verbrauchte Kilowattstunde als Großabnehmer vor. 9m ganzen betrug die Stromabnahme der Stadt im Rechnungsjahr 1927 403 000 Kilowattstunden. Der neue Stromtarif wurde nach längerer Aussprache angenommen. Für die Stromoerbraucher in der Stadt bleibt der seitherige Stromtarif bis auf weiteres bestehen, da man vorerst die Erfahrungen über die finanzielle Auswirkung des neuen Tarifs in der ganzen Provinz Oberheffen abwarten will. Bei dieser Gelegenheit fand auch eine allgemeine Aussprache über die Höhe der Strompreije der Stabt statt. 9m Anschluß an diese wurde beschloßen, daß bei der nächstjährigen Aufstellung des Boran- schlag- geprüft werden soll, ob eine Herabsetzung der Strompreise möglich ift Unter Mitteilun. gen wurde am Schlüße der Sitzung betannfge- geben, daß der Beschluß des Kreistages, wonach künftig die Gemeinden, statt seither */« nunmehr */« zu den Kosten der Unterbringung der Geistes- kranken beizutragen haben, für die Stabt eine jährliche Mehrbelastung von 3500 Mk. bebrütet. Infolge der vom Kreistag beschlossenen Herabsetzung des für die Sozialrentner vorgesehenen Betrages um die Hälfte muß eine Kürzung der Zuschläge für die Sozialrentcnempfänger cintretca. — In der alsdann sich anschließenden nichtöffentlichen Sitzung wurde der oorgelegte Ueberleitungsplan für die städtischen Beamten nach dem neuen hessischen Be- soldungsgesctz nach den staatlichen Sätzen und in Ucbereinftimmung mit dem vom Hessischen Landge- melnbetag und der Gewerkschaft der hessischen Gemeindebeamten aufgestellten Ueberteltungsplan gc- nehmigt.
<5 Kirtorf, 1.9uni. Durch die kalte Witterung des Monats Mai mit verursacht, Ist bei zahlreichen Kindern des vor- und schulpflichtigen Alters hier der Keuchhusten ausgebrochen. Das wärmere Wetter der letzten Tage hat die oft zum Brechen reizenden Hustenanfälle erheblich gemildert. — Bohnen und Gurken sind nun fast drei Wochen in die Erde gelegt, die durch den Regen sehr verkrustet ist: die Keime können bei der Trockenheit, der Kälte und der Erdkruste nur schwer herauskommen. Die in letzter Woche gelegten Bohnen und Gurken sind allenthalben gut gekeimt und teilweise schon aufgegangen.
<5 Dannenrod, 1. Juni. Unsere Ortsstraße ist durch die ProvinzialstraßenoerwaUung mit einem neuen Wegweiser, an dem Anwesen des Karl Jakob II., versehen worden. Hiermit ist der Wunsch vieler Fremden erfüllt, die dadurch ein Erfragen des Weges erspart haben. Besonders viele Autofahrer, die die Strecke nach Marburg zu fahren, werden durch das Fehlen des zweiten Wegweisers, der die Richtung Schweinsberg, Niederklein, Lehrbach, Appenrod und Homberg anzeigen mühte, auf den Weg nach Lehrbach und Niederklein gebracht und müssen umkehren. Die Anwohner der Straße werden oft um Auskunft gefragt, so daß es ein dringendes Erfordernis wäre, den früher bereits oorgeschlagenen Wegweiser noch zu errichten.
(I) Windbausen, 1. Juni. Nachdem da- hiesige Kirchspiel von Weihnachten bis Pfingsten verwaist war, hielt am 1. Psingstfeiertag Pfarrer D u r st seine Antrittspredigt. DaS Gotteshaus war sehr schön geschmückt und bis auf den letzten Platz besetzt. Der hiesige Frauenchor und der Männergesangverein trugen je ein Pfingstlied vor und trugen' wesentlich zur Verschönerung des feierlichen Festgottesdienstes bei. 3m benachbarten Groß-Felda sang ebenfalls der dortige Männergesangverein. Auch dort war daS geräumige Gotteshaus biS auf den letzten Platz beseht.
(!) Groß-Felda, 1. Juni. Dieser Tage hielt der hiesige Kriegerverein sein diesjährige- Preisscheibenschießen ab. Den Be- mübungen des 1. Vorsitzenden Dr. Hern war eS gelungen, eine Abteilung der Gießener Regi- mentSmusik zu gewinnen. Ihr schneidige- Spiel hat hier allenthalten sehr gut gefallen. Von nah und fern waren die besten Schützen herbeigeeilt und wetteiferten um die sehr schönen Preise. Die drei besten Schützen des Tages waren: 1. Heinrich Scharmann, Groh-Felda, 2. Ernst Schuch a r d t, Windhausen, 3. Heinrich R o h r g a ß, Groß-Felda. 3m gangen waren 28 Preise vorgesehen. Der 1. Preis war ein Hack- und Häufelpflug.
•er. Homberg a. d. Ohm, 1. Juni. Schon im Laufe des Donnerstagnachmittags hatte bi« Musi- kantengilbe Darmstadt, eine für die Pflege echter Bolksmuflk bahnbrechende Bereinigung, unter Leitung des Herrn S i m o n i an einigen Stellen in der Stabt ihre weltliche Musik erklingen lasten, die auf eine gute Schulung und einen vortrefflichen Vortrag zeigte. Die Klangwirkung mußte um so mehr auffallen, da der kleine Chor nur aus 6 Damen und 8 Herren bestand. Den Glanzpunkt der Leistungen bildete die geistliche Abendmusik in unserer Stadtkirche. Rach einem Präludium für di« Orgel von Joh Seb. Bach fang die Gemeinde unter Orgclbegleitung die erste Strophe des bekannten Pfingstliedes „D, heiliger Geist, kehr bei uns ein", und anschließend der Chor dieselbe Strophe nach Auffastung seines bewährten Dirigenten Hierbei zeigte sich die hohe Stufe seines Könnens in tech- nifcher Beziehung. Das Kyrie Eleison, einer Messe entnommen, wurde sehr zart und gefühlvoll zum Ausdruck gebracht. In einer schönen Motette kam besonders der harmonische Ausgleich des Chores zum Ausdruck. Nachdem die Orgel bann bas Prä- ludinm zu ,Komm' heiliger Geist, Herre ®otr zum Dortraa gebracht hatte, setzte ber Chor mit ber gleichen Choralmotette ein, die durch Frische des Bor- trags, sowie reich« Klangfülle gekennzeichnet mar. Das Präludium und Fuge für bie Orgel stellte an die Technik des Spielenden, auch in ber Verwendung ber oerfchiebenen Register hohe Anforderun- gen; dos Leitmotiv war sorgfältig herousgearbeitet. Dann folgte bie gregorianische Weise „Run bitten wir den heiligen Geist", die mit einem prächtigen, weichen Unisono einfetzte und in einem drei-, vier-, sogar fünfstimmigen Sätzen oerschlebener Meister tpichcrgegiben wurde Der trefflich geschulte und mit Geschick geleitete Chor zeigte sich auch hierin durch- aus auf ber Höhe Rach einem weiteren kurzen Prälubium folgte der Schlußchor .Horch auf, Bruder und lausche", der die Abendandacht würdig ab- schloß. Die Veranstaltung war gut besucht, und bie Zuhörer dürften mit dem Gebotenen sehr Alfrieden gewesen fein.
[hielt LandgerichtSrat Wodaege, Gießen, der Referent für Standesamlswelcn am Landgericht einen sehr interessanten, frischen Vortrag über die schwierige, trockene Materie der Führung der StandeSarntSregister. Großen Beifall fand der Vortrag an den sich eine eingehende Aussprache ansck-loß. Bürgermeister Alexander, Gonsenheim, der Vorsitzende des Hest. LandgemeindetagS erstattete Bericht über die Tätigkeit des VerbandeS und über die wichtigsten 'chwcbenden gemeindlichen Fragen. Die Versammlung beteiligte sich lebhaft an der folgenden Aussprache. Sie wehrte sich dagegen, daß man die Gemeinde mit neuen Alnkosten (Rahrungs- mittelfontrolle, Eintreibung der Baugebühren durch die Gemeinden u. ögL m.) belasten wolle 3m 3uli soll in Allrichstein eine weitere Versammlung statlfinden. Mehrere Bürgermeister, die über 25 3ahre im Dienst sind, wurden durch Verleihung von Ehrenbriesen ausgezeichnet. 3n der Krone vereinigte man sich zu einem Sssen, bei dem manche Rede gewechselt wurde.
—§ Schotten, 1. Juni. Der diesjährige Pra° miierungsmartt ber Stabt wurde in einem Umfang abgehatten, wie ihn die Stabt noch nie gcjehen hat. Der Diehauftrieb, besonders Vogelsberger Vieh, das zur Prämiierung kam, war ungeheuer. Man konnte den Fortschritt in ber Vogels- berger Viehzucht deutlich erkennen. Etwa 1600 Mark bat die Stadt an Prämien für das Vieh verteilt. Der Kreisdirektor, Geh. Rat Boeckmann, Defo- nomierat Wagner vom Landwirtschaftskommer- ausschuß Oberhessen und Bürgermeister Menge! gaben in Ansprachen ihrer Freude über den Auf- schwung der Viehzucht Ausdruck. Diele Marktbe- sucher nahmen Gelegenheit, die Gewerbeausstellung in der Turnhalle zu besuchen, die allseitig bewundert wurde. Auch der Minister für Arbeit und Wirtschaft, Ko re II, stattete in Begleitung von Mini- ftcrialrat KIumpp der Ausstellung seinen Besuch ab und sprach sich sehr lobend über das Gebotene aus. Er stellte ein Stipendium aus Staatsmitteln in Aussicht, durch das es begabten jungen Leuten aus dem Handwerkerstand des Dogeisberges ermöglicht werden solle, sich im Beruf besser auszubilden. Auch Provinzialdirektor G . a e f ehrte die Ausstellung durch feinen Besuch. Im Rahmen dieser Schau fand im neuhergerichteten Singfaal der Turnhalle ein Hausfrauennachmittag statt, der glän- zend verlief Mehrere hiesige Firmen ließen durch hübsche Madels reizvolle neueste Moden vorführen. Kaffee und Kuchen war von hiesigen Geschäftsleuten gespendet worden. Die Operettensängerin Frl. Hanny Schantz, die jetzt an das Landestheater Darm- ftnbt verpflichtet wurde, fang mit ihrer außerordentlich schönen, klangvollen hohen Sopranftimme Lieder von Strauß, Puccini u. a. Auch eine Altistin, Frl. Horch, entzückte mit passenden Liedern. Rezitationen von den Herren Engler und B i o n b i n o, der in unübertrefflicher Form den Conferencier spielte, umrahmten die Dorträge. Bürgermeister Menge! gab das Resultat der Volksabstimmung beim Schaufensterwettbewerb bekannt, und s'»-ach Dankesworte an alle Mitwirkende. Alles in allem war die G e w e r b e f ch a u ein großer Erfolg für das einheimische Gewerbe. Heute rüstet Schotten für das große Motorradrennen, das den Abschluß bei; Schottener Pfingstwoche bildet.
e Allrich stein, 31. Mai. Anläßlich d«S Motorradrennen- „Rund um Schotten", am 3. Juni, wird das Postamt in Allrichstein Fahrgelegenheit mit dem Personenkraftwagen zwischen Allrichstein und der Rennbahn, Haltestelle Poppenstruth, einrichten. Bei hinreichender Beteiligung erste Abfahrt 10.50 Alfa, letz'.« Abfahrt 11.30 Alfa ab Dost-Kraft- Wagenhalle Allrichstein. Rück'ahrt ab Poppen- struih 17.05 Alfa, so daß der Anschluß an die Personcnkraftpost Allrichstein—Mücke erreicht wird.
Kreis Lauterbach.
—Lauterbach, 1. Juni. Der wertvolle Münz - und Altertumsfund, der bei den Ausschachtungsarbeiten zum neuen Spur- lassengebäude gemacht wurde, umfaßt nach genauer Zählung auf dem Kreisamt 1606 Silbermünzen und 15 Goldmünzen und wiegt 23 Pfund. Der Schatz wurde nunmehr der Eigentümerin, Sparkasse Lauterbach, übergeben und in der Kasse sicher verwahrt. Der Altertumskenner Professor A n t h e s - Darmstadt wird heute oder morgen zwecks Besichtigung des Fundes hier erwartet.
Kreis rllsfeld.
fr?* Alsfeld, 1. Juni. Aus ber Stabtoor- ftandssitzung. Gegen bie für das Rechnungsjahr 1928 vorgenommene Einschätzung des Wassergeldes sind nur wenige Einsprüche erhoben worden. Die erhobenen Elnsprücye werden gemäß den Vorschlägen der Finanzkommission für begründet erklärt und beschlossen, daß bei der Auf- ftcllung des nächstjährigen Voranschlags geprüft werden soll, ob und inwieweit ein Abbau des leit- her zur Erhebung gelangenben 50proz. Waffer- geldzuschlags möglich ist. Der Dorsitzenbe bemerkt dazu, daß ber sich baraus ergebende Einnahme- ausfall wieder anderweitig aufgebracht und auf die Umlagen gelegt werden müsse. — Die Veranlagung zu der Filia! st euer für das Rechnung siakr 1927 soll auf Grund der von den betreffenden Gewerbetreibendn geleisteten Vorauszahlung für die vorläufige Gewerbesteuer erfolgen. Dabei kommt allgemein das Bedauern zum Ausdruck, daß die Filialbetriebe nur mit


