Ausgabe 
2.6.1928
 
Einzelbild herunterladen

Aus der Prvvinzialhaupisiadt

® i e 6 e n. ben 2. 3uni 1928.

Musik auf 6er Straße.

Otn kühler Frühlingstag Wie es In diesem Iahr viel« gab. O nmal Platz! der Hegen nieder, bann wieder schaut die Sonne hinter den Wolken hervor. An Feldarbeit ist kaum zu den en. Man fleht untätig herum, erledigt h er und da ein« Kleinigkeit. Langeweile und Mißmut schleichen umher ...

Plötzlich schmettert mitten hinein in einen Resen'chauer ein« Helle Frauenstimme, bealeitel von Ö-'f und Harmonika. Vergessen in die Langcueile, das schlecht« Wetter. Die Fenster flirren auf, die K.nder laufen auf die Straße. Dir Musikanten kommen!

Dollen fit ba» schöne Wetter bringen? Za> scheint e- fo. Die Dame mit dem schwarzen Haar singt mit einet Inbrunst und einer Fülle, ha . dir Shlft erzittert. Geige, Harmonika und be.lei'ende Summ« eine* Sänger- treten

rz zurück. SS ift ein FrühlingSlied Vicht '?: Mai ift gekommen", auch nichtWie schön > äh! unS der Maien" sondern ein andere-, mir unbekann eJ. A «r die Worte Frühling und Lic c find darin. Der Schluß ift wie ge- wöhnlich gan* rührselig. D e Geliebt« stirbt, der düngllng sieht an ihrern Grab«.

Andächlln lauschen di« Leute, andächtig zu­nächst die K nder auch. Dar manche Musikanten haben sie schon gesehen, aöer sinnende und spi«- lend« gleichze tig, da» war noch nich da. Mitten in deS Jüngling- Klag« aber ertönt plötzlich ein wilder Ou beiruf der K.nder:Sin Aofschen! Ein Aesfchen!"' Wahrbaslig! Die Sängerin hat auf ihrer Schul er seither wegen de- Rcgen» verborgen ein Ae'schen sitzen. Jetzt ift kein Hallen mehr in der Bande. Alles schreit unL lacht. Die Sängerin geht einsammeln. Die Man» ner spielen weiter. Die Kinder schauen nach dem 2e fchen.

Musik aus der Straß«! Sin Sreignis für ein stille-, abgelcaen«; Dors. Srft recht jetzt, in der Zeit t«r Huh«. Musik ift in welcher Fo.ni sie auch kommt für d e Landbevöllerang immer angenehm. Die Leute geben reichlich, die Kinder holen Raschwerk für da- Aesfchen, ziehen mit durch da- ganze Dorf und noch e n Stück auf der Landstraße. Musikanten kommen östei-, aber mit einem Aesfchen, einem lebendigen Ae schen! -

3a. wenn die Musikanten nicht wären! Post­kutsche und Postillion sind verschwunden. Die reichen Leute, die einst Sonntag- mit dem Dala- wcnen die P'erde in vers.ldertem De'chlrr au- uhren. haben heute ein Auto. Die Droschken sind bald auch nicht mehr. D el Poesie ist dahin! Aber die unterziehenden Musikanten, sie kommen regelmäßig wieder, wie Schiller- Mädchen an­der Fremde. Man hat Grammophon, man hat Radio, und doch sind un- die Musikanien will­kommen. Sie bringen uns auf dein Lande die neiden Schlager, aber auch alte schöne Volks­lieder. Wo Junr.c Mädchen ans dem Fenser schauen, spielen sie einen schmelzenden Walzer. Al c Tänz«. Polka. Rheinländer erklingen. Die Mädchen können nicht stillstehen.

Meist sind di« umherziehenden Musikanten ar# der Pfalz. Vier Mann stark stehen sie mitten aus der Dorsstraße und geben ihr Beste-. D:n Kindern imponiert immer 6er kleine Dicke meidens ist er nämlich klein und dick mit der großen Trvmpe e, die immer hmdada. hmdada mach'., Sr geht nachher auch einsammeln. In­zwischen spielen die drei andern weiter.

SS 'cheinl ein ganz einträgliche» Geschäft zu fei;;: denn In den letzten Iayren kommen nicht nur die Musikantentruppen, sondern auch Sindel» fänger erscheinen, singen ihr Lied und erheben- ihren Tribut. Da» Merkwüri. gste sahen, viel­mehr hör en, wir hier vor Jahren In der 3n laüonözeit. Da erschien ein Posaunenbläler fianz allein und schmetterte seine Weisen. Gr hielte ganz vorzüglich. Sicher halte er einst bes­sere Tage gesehen. Zwei oder mehr Sänger kommen ö!erS und finden willige Zuhörer. Wenn sie schön singen ei gibt auch aräßliche Brüder darunter erhalten sie stet» ihren Lohn.

Fast ganz verschwunden sind die Drehorgel­männer. Schad«! Sie waren e.nst ebenso um­lagert tote heute die Sänger. Die schönenLie­der": ,.3m Grunewcld. im Grünewald ist Holz­auktion", ..Wir wol.'n nach Seckbach gehn" usw., wer brach!« sie uns in die vom Verkehr ab­geschlossenen Dörfer? Der Drehorgelmann. Aur durste er nicht mit einem allen Kasten kommen, in dem em Drittel der Stimmen fehlte, wie man auch manchmal hören konnte. Da spielte er bann: ..Mein Herz, da- ist ein Bienenhaus, die Mädchen sind darin die Bienen. ...

Da» war für die Kinder ganz Ichön, nicht aber für andere Leut«.

Sehr in erefsant ift es. daß fast alle Musi­kanten und Sänger in der Rähe de- Pfarr­hauses ich wohne auch da und kann da» beoba^ei^^^^^^^^de^^eistlicheLieder

spielen oder singens Sie hosten dann fteis auf besondere Gaben. 3a, das Geschäft!

An dem Humor der Pfälzer Musikanten habe ich mich schon oft erquickt. Was habe ich gelacht, als mir einst folgende- trassierte. Ich hatte zu­fällig kein kleine- Geld bei mit und muß.c not­gedrungen dem kleinen Dicken einen Fünfziger geben. Er bedank.e fich zweimal sehr stark. Ich fragte ihn:Wird da- auch redlich geteilt?" ..Aber sicher," sagt« er.wir sind alle ebrlich. Ss wird niemand betrogen. Hur einmal hatten wir einen schlechten Kerl bei un-. der oft In die gemeinsame Kasse griff und nie viel vom Sin- fammcln mitbrach!«. Dem haben wir aber ab- aehol en. W^ gaben ihm nämlich in die linke Hand eine lebendige Fliege, mit ber rechten sammelte er ein. Beim Aufzählen de- Velde» mußte er die lebendige Fliege vorzeigen. Das half. Seit der Zeit gab er alle» richtig ab: denn mit einer Hand kann man nicht gut etwa- verschwinden lassen.' Mit einer Verbeugung ver- schwand er, und mit tourte von der Kapelle noch ein (Sflraftüd gespielt. Für 50 Pfennig!

3a, lieber Leser, trenn Bit solche luftige Musi­kanten be-egnen, gib ihnen ein Scherf lein: denn sie wol'en auch leben, aber nicht gleich 50 Pf., sonst bekommst du eine ..Zugabe", und den ganzen Tag summt dir der Kopf von dem hmdada, hmdada de- kleinen Dicken. w.

Vorsicht vor fremden Anzeigenwerbern!

Lon unserem zuständigen Zachverband find wir unter Hinweis auf die scharfe Stellungnahme ber S-itzcnverbände der deutschen Wirtschaft gegen sogenannt« Propagandawerke über Städte oder öffentliche Einrichtungen darum ersucht wor­den, die Geschätt-welt aufmerksam zu machen auf die Schäden, die ihr erwachsen können durch An» Acigenbeflenungcn für Werke auswärtiger, meist fragtoüroiget Verlag-Unternehmungen. Wohl immer kommen derartig« Neuerscheinungen nur einem sehr eingeschränkten Kreis zu Gesicht, mit dem die Anzeigenauftraggeber cat keine Ge­schäfte anknüpfen können, oder die Verteilung dieser Druckerzeugnisse ist überhaupt nicht nach­prüfbar. Es find Taufende von den Qluflagen der einzelnen Propagandawerke verramscht worben. In einem Fall« steht sogar je ft, daß die Auflage nur in einem einzigen vollständigen Stück bestand.

Da geschickte Derber immer wieder Leicht- 8Iäub:.gt finden de ihnen Verdienst geben, ohne die Desteller selbst Vorteil daraus haben können, kommen wir dem Ersuchen unseres Fach- verbandes nach durch Bekanntgabe dieser öffent­lichen Warnung an die D? chäftSleute.

Sommereröffnungsvorstellung des Gießener Stadttheaterensembles.

Der neue Lustspielsch.'agerQI r m toic eine Kirchenmaus" v^n La^ÄauS Fodor, tec am Dienstag, 5. Iun'i. abends 8 lH>r, im Stadt- thca «r Gießen als füdu. ostdeutsche Crf.au sührung gespielt wird, ift bereits vom Neuen Theater Frankfurt, den Saltenburg-Bühnen. Berlin, dem Schauspielhaus Bremen, den Münchener Stammet» spielen und andern ersten Bühnen zur Rach- aufsührung erworben worden.

Der 3ntenbaru des Gießener StadttheaierS ist cS gelungen, sich die Erstaufführung dieses er* solgrelchen Glückes (Uraufführung am Lobe- tHeater in Breslau) für Südwest deut sch land zu sichern. Dramaturg'.sch ist zu bemerken, daß trotz der Feinheit des Dialogs die sprühende, frische und hei ere Diktion dem Stück bei seiner Ur­aufführung zu einer durchschlagenden Wirkung verhalf, so daß eS nach dem Bericht eines auS- wärligen Dla teS zu «'nemjubelnden Lustspiel­er jola tourt« Das Gießener Ensemble beginnt mit diesem Stück die Sommersptelzeit.

Sonntagebeschäftigung.

Aach ben Vorschriften unserer Gewerbeordnung (§ 105 b Abs. 2 in der Fassung der Verordnung vom 5. Februar 1919) dürfen im HandelSgewerbe Gehillen, Lehrlinge und Arbeitrr an Sonn- und Feiertagen sotoie Festtagen nicht befchäftigt wer­den. Von dieser allgemeinen Vorschrift sind nun bestimmte Ausnahmen zugelas en. Sine kürz­lich vom Oberlandesgericht Hamm getroffene Ent­scheidung hatte sich mit brr Frage zu beschäftigen, ob die Beaufsichtigung der zu Reklamezwecken erleuchteten Geschäftsräume als nach der Ge­werbeordnung verbotene Sonntagsarbeit anzu­sehen sei ober nicht. Da- Oberlandrsgericht ift zu einer Bejahung dieser Frage gekommen. Eine Au-nahme von ber Beschäftigung i/t zulässig, wenn es sich um eine Schaden-Verhütung han­delt. Insofern ist also eine Bewachung am Sonn­tag zulässig, wenn diese tm Hinblick auf die Beschaffenheit der Anlage notwendig ist oder wenigsten- nach verständigem Grmcs'en al- not­wendig gehalten werden darf. Wird dagegen der die Bewachung erfordernde Zustand der Anlagen von dem Unkmcbmer selbst durch ungewöhnlich« und rein willkürn-e Maßnahmen herbeigesührt, so liegt ein Soll auch am Sonntag zuläs iger Bewachung nicht vor. und es dürfen zur Förde­

rung solcher Maßnahmen Angestellte im Handels­gewerbe an Sonntagen nicht beschäftigt werden, »ine Erleuchtung brr Geschäftsräume und Schau­fenster zu Reklamezweckcn ift eine solche will­kürlich« Maßnahme be» UnternehmrrS. Er darf deshalb zu der Beaullichtigung der Beleuchtung Angestellte nicht verwenden. Ift eine Aufsicht übet die Beleuchtung erforderlich, fo bleibt ihm kein anderer Au-weg. als biefelbe bann einfach zu unietlaf'en, da et sich sonst strafbar macht. ES handelt sich in solchen Fällen um nicht- andere», al- um eine wenn auch nut indirekt au»- gesührte Beschäftigung von Angestellten zu Reklamezwecken.

Toten für Lonntag, 3 Zuni.

Sonnenaufgang 3.49 Uhr. Sonnenuntergang 20.08 Uhr. Mondaufgang 20.23 Uhr, "tonduntergang 3 42 Uhr.

1763: Josephine Beauharnais geboren. 1828: Schlachtenmaler Otto v Faber du Faure in Ludwigs­burg geboren, 1844: der Dichter Detlev v. Lilien- cron in Kiel geboren, 1864: ber Dichter Erich Otto Harlleben in Clausthal neb ren; 1871: Elsaß Lothringen wird deutsches Reichsland.

Toten für Montag 4 Funt.

Sonnenaufgang 3.47 Uhr, Sonnenuntergang 20.10 Uhr. Mondaufgang 21.27 Uhr, üRonbuntergang 4.12 Uhr.

1745: Sieg Friedrich» des Großen bei Hohenfried­berg 1841: der Rechtslehrer Karl Binding in Frankfurt a. M. geboren; 1875: ber Germanist Robert Welsch in Berlin geboren; 1875: ber Dichter Eduard Mörike in Stuttgart gestorben.

Gics;cncr rieochcnmarktpreise

SS kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt: Butter 160 bis 180. Watte 30 bis 35. Wirsing 25 bi- 40. gelbe Rüben 50. tote Rüben 20. Spinat 25. Römischkohl 25. Dohnen 50. Spargel 55 bl» 120, Erbsen 40. Tornaten 120, Zwiebeln 20. Meerrettich 100. Rhabarber 20. Kartoffeln 4 bis 5. Aepsel 33 bi» 60. Kirschen 120. Stachel­beeren 40, Erdbeeren 230, Honig 40. Suppen­hühner 100 bis 120 Pf. das Pfund; Käse (10 St.) 60 bis 140 Pf.; Eier 11 bis 12. Blumenkohl 80 bi- 180, Salat 10 bis 15, Salatgurken 50 bis 80, Ober-Äcljlrabi 25. Rettich 20 Pf. das Stück; Radieschen 10 bis 20 Ps. da- Bund.

Boinotizen.

Tageskalender für SamStag. Verein Ruoerfporl Gießen 1913 c V. und Akav. Ruderabte'.lu'g 8,30 Uhr Do f.a dZfihU7g. 9 4h Wo. atsverfam.nlu: g. Ruder.lub Ha sta 19.b e. D.: 8,30 Uhr: DHitgIl:b2rv;iiammIu;.g (trfte RefchL.urzschri.tgesellfcha tGabels.e ger" u. d $adicr.aL'telIung e. V. Gießen: Sti.tung3festlo.n- mcrS mit nen 8,30 Uhr im Saa.e d.rStadt Lich'. Lichtspielhaus, Dahnho.ftra e Moral, Rachworstellung 10,30 Uhr Der F.uch der Ver­erbung. Astoria-Lichtspiele: Rummelplatz ,Wildwest".

TageSkalender für Sonntag. Rosenfest für Kinder: 3 Uhr VollShalle. Ver­anstaltet vom Alice.rauenvercin vom RotenKreuz Gießen. 7. Rationale Leichtathlet. Wettkämpfe der Spiel-Vereinigung 1900, Vorlärnpfe 9.30 Uhr. EntscheidungSlämpje 3 Uhr. Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: Moral. Astoria-Lichtspiele: Rummelplatz .Wildwest".

Wir werden gebeten, auch an dieser Stelle nochmals auf das morgen, Sonntag, ab 3 Uhr noch- mittags, auf dem Trieb ftattfinbenbe, vom Alice- frauenDcrein vom Roten Kreuz veranstaltete Rosensest für Kinder hinzuweifen; im zwei­ten Teil ift u. a. ein Tanztournier vorgesehen, da» um 7 Uhr abend» beginnt Die Erwachsenen dürften vor allem im zweiten Teil des Festes auf ihre Rech- nui.g kommen Auch mit der lebhaften Beteiligung eines jugendlichen Publikums, insbesondere der Stu- dentenschaft, wird gerechnet.

eeDer Sport In Gießen." Unter diesem Stichwort hott« der Derkehrsverein am letzten Donnerstagabend die Vertreter der hiesigen Turn- und Sportverein« zu «inet Besprechung in da» Hotel Kobel eingeladen. Von 23 Ver­einen waren 16 dieser Einladung gefolgt. Stadtv. Schmieder begrüßte narncnS Dc3 VerkehrS- vereinS die Erschienenen und wie» darauf hin. daß auch die Stadt Gießen dem Sport sympa­thisch gegenüberstehe. Er bittet, die Frage zu erörtern, toa» xur Hebung deS Sporte- in Gie­ßen geschehen könne und gibt einen Antrag der Gießener Radf-ahrervereine bekannt, worin die Schaffung eine- Stadtamte- für Leibesübungen angeregt wurde. Aach längerer eingehender Aus­sprache wird diesem Antrag« einhellig zuge- ftimmt. Sin Ausschuß, bestehend au- acht Per­sonen. wird bei der Stadtverwaltung im Sinne diese- Antrages in den nächsten Tagen vor­stellig werden. In einer später einzuberufen­den Sitzung soll über da- Ergebnis dieser Be­sprechung Bericht erstattet und über die weiteren Maßnahmen Beschluß gefaßt werden. Es wäre sehr zu wünschen, wenn diese Bestrebungen auch von Erfolg gekrönt wären und in Gießen eine Einrichtung geschaffen würde, wie sie bereit-

fn vielen anderen Städten so In Frankfurt a TT., Wetzlar und Marburg, feit längerer Zeit besteht.

Wohltätigkeitskonzert tun Besten ber Kriegsblindem Da» am Don­nerstagabend auf der LiebigShöhe veranstaltete WohltätigkeitSkonzert zum Be ten unserer Kriegs­blinden erfreute sich eines guten Besuches aus unserer Stadt und auS den Rachbarorten. Auch viele unserer KriegSb.inhen au- der näheren und weiteren Umgegend hatten sich zum Konzert eingefunden. Wie immer bei derartigen Anlässen, fo hatte sich auch dieSmal wieder die Kapelle be» 1. Hess. Bataillon» 15. Inf.-Rgt» unter Leitung von Obermulihneifttr W. Gober in ben Dienst der guten Sache gestellt. Ein Armeemarsch von G. Me;?«rbeer. mit viel Beifall von den da­bo rern ausgenommen, eröffnete das Konzert Auch die Ouvertüre zur Oper .Die lustigen Weiber von Windsor" von O. Ricolai und die Fantasie euS der Oper .Der Freischütz" von L. M. von Weber sanden dantoanl« Au nähme. Leider herrschte während der nun folgenden Ge ang-Vor­träge de» Ge'angvcreinL Eoncord a-Diesen unter Leitung von Diri-.ent PH. Groß-Wieseck nicht die unbeb.nqt nötige Ruhe, so daß die mit Hin­gebung und tiefer Empfindung vorgetragenen ebörc von W A Mozart und Reumann, die von seiner Durcharbeitung zeugten, viel von ihrer Wirkung verloren. Die l:n zweiten Teil oorgetra- fenen Chöre .Im Wa'.de" von Schäs er und .Dl« Aiaifahrt" von Daßmann ernteten wie die ersten allgemeinen Beifal. ieReichswehr a/elle brachte als Gröflnung im zweiten 4cUc die Ouvertüre zur Oper .Die diebische Elster " von Rossini, di» wie die folgenden Musikstücke wegen ihre- gu n Vorträge- viel Anklang sanden rnb die Kavell« immer wieder zu Beigaben nötigten. Den Schluß bildete der VortragDer große Zapsenstreich ber Infanterie und Kavallerie" von Wieprecht- Rohberg, der mit dem Deutschlandlied endigte. Für den erkrankten ersten Vorsitzenden der Ver­einigung der Kriegsb.i: den. Blindenlehrer Ioseph Kranz von Friedberg, sprach Kriegsblinder Biedenkops von Grünberg allen Besuchern, der Presse, und allen denen, die mitgeholfen hatten am guten Gelingen der ganzen Veran­staltung. besonder- aber der Reich-wehrkapelle mit ihrem Leiter, dem Gesanaverein Eoncv'di» mit ihrem Dirigenten, herzlichen Dank aus. Hossentlich ist der Qkranfta tung auch ein schöner finanzieller Er olg beschieden geweserr.

** Personalien. Trichinenschauer Ehrist'an W e i ß b e ck von Gießen wurde als toiegciiu fter bei dem städtischen Sch'achthof Gießen verpflichtet. 51arl (9 ö r g au» Bellersheim wurde zum Rechner der Gemeinde Besteroheim ernannt und verpflichtet.

** D i e Mu feen sind am Sonntag bo.i 11 bis 1 Ufor bei lleinen Eintrittspreisen gcdjnct.

Der Wochenendzua Fraiikfur 1 a. M. Nürnberg am 2. und 3. Juni fällt wegen zu geringer Beteiligung au». Gegen Rückgabe ber Fahr­karten wird der Fahrpreis ohne Aozug von den FahrkartenauLaabeltellen erstattet.

* Volkshochschule. Durch die Verlegung einer Anzahl Kurse und Arbeitsgemeinschaften in die ilrirerfität scheinen Unklarheiten entstan­den zu sein. Um diese zu beseitigen, gibt bi» Volkshochschule tm heutigen Anzeigenteil noch einmal eine genaue Ueberlicht über Ort und Zeit der laufenden und demnächst beginnenden neuen Kurse. Man beachte die heutige Anzeige.

Lehrgang an der Huf beschlag- lehrschmiede in Gießen. Der nächste Lehr­gang beginnt am 1. August d. I und dauert vier Monate. Die Prüsung findet am Ende de» Lehrgang- statt. Anmeldungen sind an da» Ministerium de» Innern. Abteilung für öffent­liche Gesundheitspflege, in Darmstadt xu richten. Dem Gesuch sind beizulügen: ein VeourlSzeug- nis; der amtliche RachweiZ, daß ber Anmeldende seine ßcbrxcit ordnungLmäßig in einer Schmiede, in der auch Husbefchlag ausgeübt wird, zurückge- gclcgt und die Gesellenprüfung abgelegt hat; Cer amtliche Aachweis, daß der Anmeldende sich danach drei Iahre alS Geselle im Husbefchlag betätigt hat. Die Zulassung zu dem Lehrgang erfolgt durch die genannte Ministerialabteilunz.

* 34. Sitzung ber Hessischen Hand- Werkskammer. Am Montag, 11. Juni, findet in Darmstadt die 34. Sitzung der Hessischen Handwerk»- tammer statt. Die Tagesordnung umfaßt 14 Punkte.

EineGrünlandfahrt veranstaltet der Grünlandwirtschaftsverein In Verbindung mit der Landwirtschaftskammer am 15. und 16. Juni. Bei Büdinaen werden besichtigt: Findörfer Hof, Hübner- hos, Weiden der Herren Gutspachter Loo», Ober­amtmann G ü n g e r i ch , ferner Engeltal, Altenstadt; bei Gießen werden besucht. Unioerfitatsverfuchsgut, Unterer Hardthof, Tierzuchtinstitut auf dem Oberen Hardthof; bei Grünberg findet die Besichtigung de» Weidegute» der Landwirtschaftskammer am Wart- hof statt

Uecermählge Körperfülle

tit unschön und ungesund ftlebmen Sie morgen» nüch ern und abends vor de/n Lchlasenaeden zwei Toluba-Kernc, die unschädliche, dabet intrfiame Stoffe entbnl en. Sie erbat.en die echten Toluba- Kerne t30 (Mrannni in den Avoibeken.__________1783

~ 90

FROTTIER-BADE-WASCH IE

wie Frottier-Handtücher ^rottier-Badetücher, Frottier-Stoffe usw. ' n nur ersten Qualitäten

Mietgesuche

gesucht

04213

Weftaulage 7 v

ililO-taß MN. äiintet

»u vermieten t>.7

4227

»u vermieten

Kirchcnvlav 14 ll

HooshUlterin möfll älter die ver- fett bürflerltto kocht und leichte Haurarb. mit übet nimmt, foro. nnft Zwcitinädchcn nicht unter itzF- in Artt- Hauebalt nach Lüddeuilchl mögt, iof. ncf. .Vreie .'Htiie. Zchnfil. Änaeb. mit Zeugniöab'chr. und Lobuanivrüchen unt. 04209 a. d. Gieß. An».

Aut sofort tüebt nes, älteres

Mädchen

frei [5493 D ViSmarckstrafte 7.

flnillllllllHIIIIinilHIillllllll 2-3 Zimmer mit Küche im Zen­trum der Stabt von zwei Pe ionen Aum 15. Zuli aeiuch

Lchr Anaeb. u.04!27 a. d. Gieß. ÄnA- erb.

Iünaerer

Schneider- gehilfe

s. fofott gesucht. <H,n Hch. Schäfer L, Schneider, Steinbach b. Gießen

LkklkS Zi llM niöiL Vtäbe d. Renen ffaictne, f.soiori gei. Schr.Llnneb. n. 012': an d. Gieß. ÄNA. erb.

Lehrmädchen au' achtb. Famtlte au feiorttflem Gtntr. ron besterem Schuh' ttefcbäft gesucht Schr. Angel», u. 04187 an btu» Gteß. An».

1-,-iM. Mn. tn.Küche u flamuiei ©laubrertitfir,. a«n gleiche Wobuuua, stadlmitie. f. 1. Juli ui tauicben gesucht. Schr. Ängeb nJ4215 nn den Gieß. Äua.

Tausche

inc ne schöne 3 Zi ui Wobug., 1. Stock, cect. 4-6-Zimrner- ÄLobuuug. SätnitL Sngeb. u. 04217 a. d ffitefe. Änz. erbeten.

Schönec, araßeo belle», gut möbL gimmer mit iep. Eingang an Dauermteter 'ofort ru uerm. Zu eifr. in d. Gefchit. d.Gft.Änr.

{Stellenangebote)

Vertreter sucht P. Eeüler.Breilai A.438

UnoeöiDQt Mklliüstgek Oerr der Fahrrad befttzt. für oorubergevende Beschälitgun bei auter S^ecahlung lo fort gesucht. (»«»A Angebote mit Re- seren ren it. 0. V. 2252 nn Ala-Haiseisteie ck Voller, Bnslai 1.

(Eifenboön- filo|ett*Betrieb sucht für seinen Be­trieb einiqe M4186 Warlilrann.

Rähere» Weser­ftratze 16 v. ron 11-2 u. 7-8 Uhr.

ckckckckckckchcksckckck

fl«. drana

Sone, mdat Ziemer, qmo <ttebe. To . Iflt'. UliJL äimraet fotort k. oerin. (MIHI Rrnnff. etr, 89 11.