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** Dcr Verein für Motorradsport 1926 veranstaltete dieser Tage seine diesjährige Anfahrt, die bei zahlreicher Beteiligung der Mitglieder mit Kraftwagen und Motorrädern von Gießen nach Bad eahfruifen führte. Die Fahrt ging über Lich und Hungen nach dem reizend gelegenen Badeorte. ')lod) einem gejelligen Beisammensein in Salzhausen wurde die Zahrt nach Nidda fortgesetzt, wo man im Hotel „Zur Traube" bei angenehmer Unterhaltung verweilte. Nach der Heimkehr vereinigten einige Stunden geselligen Beisammenseins die Mitglieder noch im Klub lokal.
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das Deutschtum im Auslande dem müwirkcnden Schülerorchester der Oberrealschulc ein Glockenspiel, bestehend aus hölzernem Kasten mit querfiegen&en Metallplatten, entwendet. Die Tat ist zweifellos wahrend der Vorstellung cmsgeführt worden. Die Kriminalpolizei fordert den Täter zur Abtieierung des Instruments auf, bittet aber gleichmütig alle Personen, die sachdienliche Angaben über den Verbleib machen können, trm Mittestung. Berschwiegen heit wird .zugesichert.
Seim Bferdefüttern »erunglüitt Der von Wiefeck gebürtige Otto Sommerlaü wurde heute morgen beim Füttern der Bierde von einem Pferde gegen die Brust geschsagen und dabei ziemlich erheblich verlegt, so daß er mir dem städtischen Sanitätsaido nach der Chirurgischen Klinik gebracht werden mußte, wo innere Verletzungen festgestellt wurden. Sommerlad war bei der Baufirma A b e r m a n n beschäftigt und nach Längerer Krank heit wieder einen lag an der Arbeit.
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nach Kinzenbach befand, wurde er von dem Heuchelheimer Burschen derart zugerichtet, daß er mit dem städtischen Sanitätsauto und der Freiwilligen Sanitätskolonne vom Boten Kreuz in die Chirurgische Klinik transportiert werden trachte. Der rohe Mensch wird sich demnächst vor dem Gericht zu verantworten haben.
Moderne Bauweisen in Hoch und Tiefbau, lieber dieses Tbema sprach am Samstagnachmittag aaf Veranlassmu, verschiedener tech- nifchcr Verbände Dip.-Ing. v. «e n g von der Baubcratungsstelle Frankfurt a.«. des Deutsche« Zement-Bundes. Der Bodner ging zunächst auf die Bedeutung des Betons ein, der beim heutigen Bauen eine immer größere Rolle spielt, zumal man ihn jetzt in stärkerem Maße zum Wohnungsbau verwendet. Die Rot der Zeit, die eine möglichst rasche und billige Befchaffuckg von Wohnungen erheischt, hat biefa stärkere Verwendung des Betons beim Wohnungsbau, insbesondere bei der Schaffung großer SieMungen gebracht. Im allgemeinen falt die Verwendung des Betons zu einer Verbilligung des Wohnungsbaues geführt; ein abschließendes Urteil läßt sich aber darüber noch nicht fällen. Der Vortragende beschäftigte sid) dann mit den verschiedenen modernen Bauweisen, bei denen der Beton eine Hauptrolle spielt: es sind dies die Bauweisen von Gropius-Dessau, Maii-Frankfurt a. TL, di- Occident-Bauweife und die des Schweizers Corbusier. Alle diese Methoden haben das eine gemeinsam, daß sie durch weitgehendste Jndustriali- fierung des Wohnungsbaues die Arbeitslöhne auf em Minimum herabdrücken wollen. Der Redner zeigte in einer großen Anzahl guter Lichtbilder öis Eigenart jeder der angeführten neuzensichen Ban mechoden. Er ging dann ein ach die verschiedenen Hohlbauweisan, sowie aus Spezialsystemc, die teils Holz, teils Eisen oder Eisenbeton als Wandtrag kanstruktionen benutzen. Dann verbreitete er sich über die fetzt so häufige Benutzung des Gußbetons bei den fugenlosen Massivbauten. In längeren Aus inhrungen erörterte er die Zusammensetzung des Betons. Es Hst die Erfahrung gezeigt, daß die Zu- schlagsmateriatien gut gekörnt ton müssen. Alle zur .SKritcüung des Betons nötigen Materialien (Ktes. Land, Schlmke, SdMer, Zement) müssen rein fein. Vorsicht ist vor allem bei der Verwendung der Schlacke geboten, die häufig schwefelhaltige Ein schlöffe besitzt, die später die Ursache erheblicher Bauschäden bilden können. Je weniger Wasser der Mischung zugesetzt wird, desto besser wird der Beton. Reuerdings stellt man den Leichtbeton her, der auch Zellenbeton genannt wird, weil man auf fünft siche Weise Hvhlraume in ihn hineinbringt. Er hat den Vorteil, daß er sehr isolierend wirkt. Der Redner zeigte barm, daß die rationelle Verwendung des Betons nicht nur bei den Großbauten, sondern auch bei Kleinhäusern möglich ist. Zum Schkufse veran schaulichte er an einer Reihe non Lichtbildern Vie vielseitige Verwendung des Betons auch im Tiefbau: selbst zu Plastiken kann eine besondere Art Beton, der sog. ..Betonwerkstein", verwandt werden. Rach dem Vortrag wurde in einem breiaktigen Film die fabrikmäßige Herstellung und die Zusammensetzung der zu de« oben angeführten Bauweisen notwendigen Bauelemente gezeigt.
Aus der Provinzialhauptstadt.
Gießen, den 2. April 102k
Gutes Sehen mit schlechten Augen.
Don Or. med. Karl Albrechi
Diele Menschen tinb eS gewohnt, schon bei verhältnismäßig geringen körperlichen Beschwer- den den Arzt um Bat zu fragen. Sagegen farm man immer wieder die Wahrnehumna machen, daß nur allzu viele ihre Augen sträflich vernachlässigen, obwohl friefe Träger bei wichtigsten Sinnes, des Gesicht-tziunes. ttnb.
3i<6er wirb jeder Leser diesen Leichtsinn verurteilen auch, toenn er, um diese Zeilen lesen zu können, feilte Zeitung beinahe einen Meter entfernt ober auf wenige Zentimeter vor eaS Gesicht halten muß und damit gegen feine Augen sündigt Denn er trägt entweder kein Augenglas obwohl er ein solches nötig hat, ober das AngcnglaS, welches er trägt, ist viel zu schwach.
Meistens ist das erste der Fall, nicht immer .i,td Nachlässigkeit, denn wie ein Aberglaube hat .ich vielfach die Anschauung festgesetzt, daß ein Augenglas ein schwaches Auge mehr und mehr schwäche und daß es daher besser sei. sich so lange als nur irgend möglich ohne Augenglas zu 'behelfen.
Die augenärztliche Wissenschaft hat im Ge- qenteil durch sorgfältige Studien zu der Er- irnntniä geführt daß für nicht normale Augen, korrigierende Gläser nicht nur gänzlich unschädlich, sondern dringend notwendig sind, damit das Auge nicht Schaden leide. Denn die Fehlsichtigkeit ist nicht irgendeine Erkrankung des Auges eine solche läßt sich durch Gläser nicht beheben sondern beruht lediglich auf einem anormalen Dau desselben, dessen störende Wirkungen mrr durch das Dorsehen entsprechender Gläser zu behebe» sind. Es hat sich gezeigt, daß kurzsichtige Augen, die längere Zett ohne kdrrigierendes Glas belassen werden, mit der Zeit überhaupt die Fähigkeit verlieren, scharf letzen zu können — sie werden .schwachsichtig" was feinen Grund in einem Abstumpfen der Sehnerven und Aichtgebrauch hat. ähnlich wie ein Muskel, der lange nicht ober nur wenig gebraucht wird, erschlafft.
Unforrigierte übersichtige Augen erfordern eine ständige lieberanftrengung bestimmter Augenmuskel. Wie aber jeder lange Zeit überspannte Muskel von Krampf befallen wird, so ermüdet ber insbesondere beim Nahe sehen überspannte Akkomobationsmechanismus des müotrigterfen übersichtigen Auges, und die Folge ist die so» genannte Äugenschwäche, welche oft heftige Kopfschmerzen und völlige Verschleierung der zu lesenden Schrift zur Folge falt. Beschwerben. die erst nach längerer Buhe des Auges wieder verschwinden. Auch Schwachsichtigke't kann die Folge imtomgiertcr Hebers,chtigkeit sein.
Di» 5/inl« des Auges verhärtet mit zunehmcn- dem Alter nnd kann sich infolgedessen immer weniger auf verschiedene Entfernungen scharf einstellen. Man nennt dies Alterssichtigkeit oder Weitsichtigkeit. Don ihr wird jedes Auge betroffen, ob es nun kurzsichtig, übersichtig ober normal war. Lei den ursprünglich fehlsichtigen klugen macht sich dies dadurch geltend, daß andere Gläsertrnummern notwendig werden, weshalb jeder Gläser tragende von Zeit zu Zeit — wenigstens einmal hn Jahre - feine Äugen vri.fen lassen sollte. Bei bisher Aormalsichtigen hat die Alterssichtigkeit, welche, wie man feft- qcUellf hat, bereits etwa mit bem vierzigsten Lebensjahre beghutt, zur Folge, daß sie ihren Akkomobationsmechanismus überanstrengen müssen. wenn sie Näharbeiten. wie Lesen, Schreiben nsw. verrichten. Beschaffen sie sich nicht rechtzeitig ein Augenglas, so ist wie bei dem lieber- sichtigen Schwachsichtigkeit und Augenschwäche die Folge.
Eine besondere Art der Fehlsichtigkeit ist der Aftigmatismus (Punktlvsigleit). Dieser vererbt sich oft und ist in jedem Lebensalter vorhanden. Das astigmatische Auge vermag infolge unregelmäßiger Form der Linse oder der Hornhaut oder beider einen Punkt nicht als Punkt zu sehen. Es sieht ihn vielmehr als kürzen Strich.
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" D i e n st j u b i l ä u m. Am gestrigen 1. April waren 25 Jahre verfloffen, daß der Oberbuchhalter und Handelsbevollmächttgte Karl Fei- ) e r seine Tätigkeit bei der Firma H. Schaff- staedt G.m. b. H. in Gießen aufgenommen hat unb seitdem in treuer Pflichterfüllung feinen Arbeiten nachgegangen ist. Infolge seines schlichten Wesen« erfreut sich der Zubilar allgemeiner Beliebcheit. Bei einer heute veranstalteten kleinen Feier im Haufe des Unternehmen- wurden ihm von allen Leiten reiche Ehrungen dargebracht.
•* 0 e f f e n tl t die Bücherhalle. Im März wurden 1445 Bände ausgeliehen. Davon kommen auf: Erzählende Literatur 802, Zeitschriften 132, Jugend«cqrsiten 122, Literaturgeschichte 10, Gedicht« und Dramen 25, Länder- und Völkerkunde 47, Änl turgeschichtc 17, Geschichte und Biographien 102, Kunstgeschichte 24, Raturwinenschast und Technologe 56, Heer- und Seewesen 1h, Haus- unb Landwirtschaft 10, Gesundheitslehre 2, Religion und Philosophie 29, Staatswissenschaft 11), Sprachwrifenschast 8, Fremdsprachliches 31 Bände. Rach auswärts kamen 13 Bände.
*• Diebstahl. Wie der heutige Polizeib er ich! mitteilt, wurde am Sonntag, 25. März, im Caf6 Leib gelegentlich der Verauftaltung des Vereins für
Dadurch leidet natürlich die gesamte Sehschärfe. Korrigiert man nicht rechtzeitig und genügend durch entsprechende Augengläser, ko ferbet das Auge ähnlich wie bei nicht korrigierter Kurzsichtigkeit. Besonders groß ift die Gefahr, wenn nur cm Qüty stärker astigmatisch ift. da man sich bann baren gewöhnt, nur mit dem normalen zu setzen. Das astigmatiiche wirb nur ju leicht überanstrengt, da es dauernd Mehrarbeit leisten muh.
Diele L^atsschen zeigen, wie wichtig es ch. feine Augen rechtzeitig mit richtigen Gläsern zu bewaffn«« 3« der heutige« Zeit ist jeder «s sich selbst schuldig, denn die Zeit fordert in steigendem Maße volle Erhaltung und volle Ausnutzung jeder Arbkitskraft. also auch der Sehschärfe der Augen. Schlechtes Sehen beein- trächtigt unsere Leistung-fähig leit und gefährdet unsere Sicherheit. Aber schlechte Augen sind gar kein Grund daß wir ichlecht kehen muffen. Denn durch eine richtige Brille wird erreicht, daß wir den Leuten mit guten Augen nicht mehr unterlegen sind unh selbst wieder gut sehen können
Talen für Dienstag, 3. April.
Sonnenaufgang 5.-32 Uhr, Sonnenuntergang 18.35 Uhr. — Mondaufganq 10.42 Uhr, Mouduntergong 5.30 Uhr.
1834: der Dichter Emil Ritterhnus in Barmen geboren (gefiorben 1807); — 1838: der Staatsmann Leon Gambekta in Lahors geboren (gestorben 1882); — 1862: ber Seefahrer Sir James (Harfe Roß In Aglesburn gestorben (geboren 1800); — 1863: der belgische Maler Henri van de Velde in Antwerpen gebaren; — 1897: der Komponist Johannes Brahms rw Wien gestorben (geboren 18-33).
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