die Vermittlung von Wissen erscheine dringend notwendig, soweit es der geistigen Bewältigung des Lebens diene. Wesentliche Bedeutung wird der Entfaltung nicht rationaler Anlagen. durch Basteln, Laienspiel, Sprechen, Musik beigemessen. So soll überhaupt über die volksbildnerische Arbeit der gemeinschastsfähige einzelne werden und dazu daS lieben in Heimen, Gruppen, in gut gestalteten Freizeiten und auf Wanderungen möglich gemacht werden. — Die Aussprache kreiste um den Gegensatz der politisch-kollekti- vist.schen und pädagogisch-individualistischen Form der Dolksbildungsarbeit.
Am Rachmittag folgte die Tagung für »die Stunde des Landes" im Südwestdeutschen Rundfunk. Dr. Gebhardt stellte fest, daß der Kopfhörer aus mehreren Ursachen durch den Lautsprecher verdrängt werde. Dadurch werde die Volksbildungsarbeit vermittels des Rundfunks erleichtert, denn über den heute schon bestehenden Schulrundfunk hinaus sei nur noch ein kleiner Schritt zum Gemeinde autsprecher. Der Rhein-Main.sche Verband für Volksbildung hat im Sinn seiner kulturpolitischen Ziele den Versuch unternommen, durch den Gemeindelaut- fprecher den Bauerndörfern im Gebiet des Südwestdeutschen Rundfunks eine Stunde des Landes zu vermitteln. Eine Reihe von Vorträgen, z. D. .Warum siedeln unsere nassauischen Dauern nach dem Osten um", »Von unseren alten Dorfbäumen", »Die Rhön, gesehen durch ein Rhönkind", »Was geht in der Welt vor und was geht es mich an". »Rachbarschaft und Dorfgemeinde" sollen zu einem Zwiegespräch mit dem Lande werden, indem ein örtlicher Dolksbildner als Mittler zwischen Rundfunk und Gemeinde den angehörten Vortrag erläutert und mit den Hörern bespricht. Durch diefes System der Mittlerschaft wird die Darbietung vecpersönlicht, in die örtliche Volksbildungsarbeit eingefügt und der Empfang der Sendung volksbildnerisch sichergestellt. W. Dr.
Wirtschaft.
* Die ReiHsinde xztffer für die Lebenshaltungskosten im Oktober. Die Reichsindexziffer für die Lebenshaltungskosten (Ernährung, Wohnung, Heizung, Beleuchtung, Bekleidung und »sonstiger Bedarf") ist nach den Feststellungen des Statistische Reichsamts für den Durchschnitt des Monats Oktober mit 152,1 gegen 152,3 im Vormonat nahezu unverändert geblieben. Die Indexziffern für die einzelnen Gruppen betragen (1913 bis 1914 — 100): für Ernährung 151,8, für Wohnung 125,9, für Heizung und Beleuchtung 149,7, für Bekleidung 171,5, für den „sonstigen Bedarf" einschließlich Verkehr 190,7.
’ D ie deutsche Goldeinfuhr vom 1. Januar b i s 30. September. Die deutfche Goldeinfuhr scheint sich in den letzten Tagen wieder lebhafter zu gestalten. Don dem am Montag von der Dani von England abgegebenen 245 000 Pfund Sterling Barrengold waren 200 000 Pfund für Deutschland bestimmt. Aus den jetzt erschienenen monatlichen Rachweisen über den auswärtigen Handel Deutschlands geht hervor, daß die Einfuhr an Feingold im Monat September 51 709,3 Kg. (September des Vorjahres 1646,7 Kg.) mit einem Wert von 143 950 000 Mk. betrug, und in der Zeit vom 1. Januar bi- 30. September 200120,3 (45 774,7 Kg.) mit einem Wert von 555 831 000 Mk. Von der September- «infuhr von 51 709,3 Kg. stammten 35 453,3 Kg. aus Grohbritannien, 15 529,8 auS Rußland, 401,0 Kg. aus den Vereinigten Staaten, 230,4 Kg. aus der Schweiz. Von der Gesamteinfuhr vom 1. 1. bis 30. 9. d. 3- von 200120,3 Kg. entfällt der größte Teil mit 85 767,5 Kg. auf Ruh- land. Dann folgen der Reihe nach England mit 67 255,2 Kg., Vereinigte Staaten mit 41 839,5 Kg., Schweiz mit 2794,3 Kg. und Belgien mit 1936,5 Kilogramm. 3m September d. 3. kamen außerdem 3820,9 Kg. deutsche Goldmünzen mit einem Wert von rund 10 Mill. Mk. aus Dänemark zur Einfuhr, sowie 292,8 Kg. fremde Goldmünzen mit einem Mert von rund a/4 Mill. Mk., die zum größten Teil aus Schweden kamen. Die deutsch: Ausfuhr an Gold fiel gegenüber der diesjährigen starken Einfuhr nicht ins Gewicht.
• Erntevorschätzung der Hackfrüchte im Deutschen Reich Anfang Oktober. Der „Reichsanzeiger" veröffentlicht die Erntevorschätzung der Hackfrüchte im Deutschen Reich Anfang Oktober 1928. Danach stellt sich der Ernteertrag für SpätkavtoffÄn bei einer Erntefläche von 2,61 Millionen Hektar auf 349,21 Millionen Doppelzentner, was einem durchschnitti- lichen Hektarertrag von 133,9 Doppelzentner entspricht. Für 1927 ergab sich bei einer Erntefläche von 2,56 Millionen Hektar ein Ernteertrag von 348,49 Millionen Doppelzentner bei einem
Durchschnittsertrag von 136,4 Doppelzentner. Der Grn.eertrag von Zuckerrüben beträgt bei einer Srnlefläche von 0,45 (0,43) Millionen Hektar insgesamt 100,78 (108,54) Millionen Doppelzentner, also 221,8 (250,0) Doppelzentner pro Hektar. Für Runkelrüben ergibt sich bei einer Erntefläche von 0,71 (0,71) Millionen Hektar ein Ernteertrag von 199,08 (243,89) Millionen Doppelzentner, d. h. 278,6 (345,0) Doppelzentner pro Hektar.
* Faber L Schleich er A.-G., Offenbach a. M. 3n der gestrigen ao. G.-D. wurde einstimmig beschlossen, das Aktienkapital um 408 000 Mark auf 1,4 Mill. Mark zu erhöhen. Die neuen Aktien werden unter Ausschluß des gesetzlichen BezugSrechls der Ak.ionä:« von einem Konsortium, bestehend aus dem Bankhaus S. Merzbach, Offenbach a. M.. der Deutschen Effekten- und Wechselbank, Frankfurt a. M. und der Darmstädter und Rationalban? K. a. A, Filiale Frankfurt a. M. zu 103 Pro;, übernommen und den Aktionären im Verhältnis 5:2 zu 107 Proz. plus Vörsenum'atzstempel zum Bezüge angeboten werden. Der Geschäftsgang ist. tote mitgeteilt wurde, weiterhin günstig. Die Kapitalserhöhung erfolgt lediglich zur Schaffung von Betriebsmitteln entsprechend dem erweiterten Geschäftsumfang.
♦ B. M. W. — Gothaer Waggonfabrik. Zu Meldungen über Verhandlungen der Gothaer Waggonfabrik mit einem Süddeutschen Werk wegen Verkaufs der Eisenacher Fahrzeugfabrik teilen die Bayerischen Motoren-Werke A.-G. dem WTB.-Han- delsdienst mit, daß die bekanntlich nach verschiedenen Seiten geführten Unternehmungen und Ueberlegun- gen noch keinesfalls abgeschlossen sind, so daß zur Zeit noch keine definitiven Beschlüsse vorliegen.
* DieBremer Hansa-BankG. -G. ein gemeinnütziges 3 nstitut. En Ergänzung der über d'e Gründung der Bremer Hansa Bank A.-G. in Bremen bereits gegebenen Mitteilung erfahren wir noch, daß von dem volleingezahlten Grundkapital im Betrage von 10 Mill. Mark die Kaiser Brauerei Beck & Co., K. a. 2L, Bremen, 1 600 000 LMark, die Darmstädter und Rationalbank 1 700 000 Mark, der Rorddeutsche Lloyd 1 700000 Mark, die Rorddeutsche Wollkämmerei und Kammgarnspinnerei 1 600 000 Mark, d e 3. F. Schröder-Bank, K. a. A. 1 700 000 Mark und die Sparkas e Bremen 1 700 000 Mark zu pari ü.er- nommen haben. Um die Durchführung des gemeinnützigen Zweckes der Gesellschaft, die Förderung der bremischen Wirtschaft i n tot esten Sinne zu sichern, soll die Bremer Hansa-Bank A. G. Gewinne nicht erzielen. Alle Erträge, die sich nach Ab'.ug der Unkosten und nach Dotierung der Reservefonds ergehen, fließen ausschließlich dem bremislven Staate zu.
6 D ie Abschlüsse im Klöckner-Kon- zern. Rech Verrechnung der Erträgnisse innerhalb der in der Interessengemeinschaft verbundenen Änternehmen ergibt. sich für die Maschinenbauanstalt Humboldt nach Berücksichtigung der sozialen Lasten mit 1 460 514 Mark, der Steuern mit 616228 Mark und der ALfchveibungen mit 1 105 757 Mark ein Reingewinn von 27 987 Mark, wodurch der im vorigen Zähre vorgetragene Verlust von 334 836 Mark auf 306 849 Mark herabgeminbert wird: Motorenfabrik, A. - G. .Deutz nach Verrechnung der sozialen Lasten mit 1 248 444 Mark, der Steuern mit 534 854 Mark und der Abschreibungen mit 979 803 Mark ein Reingewinn von 18 658 Mark, wodurch der Derlustvortrag des Vorjahres von 223 224 Mark auf 204 566 Mark ermäßigt wird; Motorenfabrik Oberursel nach Verrechnung der sozialen Lasten mit 159 064 Maick. der Steuern mit 252117 Mark und der Abschreibungen mit 410 905 Mark ein Reingewinn von 626 849 Mark. Don dem Reingewinn sollen 250 000 Mark einer besonderen Reserve überwiesen und 8 (i. V. 6) Prozent Dividende verteilt werden. Die o. H.-V.'der drei Gesellschaften werden auf den 14. Dezember einberufen.
Frankfurter Börse.
Frankfurt a. M.^ 1. Mod. Tendenz: schwächer. Die Börse stand, wie schon gestern abend, vollkom. men unter dem Eindruck der durch die Aussperrung verursachten Verschärfung der Lage in der rheinischen Eisenindustrie. Dazu kam die Verstimmung über die Mitteilung der Verwaltung der J.-G.- Farben in du st rie, daß augenblicklich die Farbenaktieneinführung än Neuyork nicht mehr erstrebt werde. Die Spekulation nahm daher auf den meisten Marktgebieten neue Verkäufe öor, <&umal auch die Tendenz an den meisten Auslandborsen schwach war. Verschiedentlich machte sich auf dem ermäßigten Kursniveau etwas Aufnahmeneigung bemerkbar, so daß sich die Kurse verschiedener Werte behaupten konnten. Das Geschäft war im allgemeinen aber nicht umfangreich, da infolge des katholischen Feiertags Aufträge aus dem Rheinlands und aus
Süddeutschland vollkommen wegfielen. Meistens traten etwa 1- bis 2-v. H.» Kursrückgänge ein. Gut behauptet blieben nm Elektromarkte Licht und Kraft, Festen, Schuckert und Siemens, während AEG. 1 v. H., Gesfürel 2,5 v. H. und Elektrische Lieferungen 4 o. S). einbüßten. J.-G.-Farben waren weiter leicht gedrückt, Scheidcanstalt minus 1 v. H. Etwas stärker angeboten waren Zellstoff Waldhof mit minus 2,75 o. H. Banken, Schiffahrtswertc und Montonaktien gaben etwa 0,5 bis 1,5 v. H. nach. Auch Kali-Westeregeln verloren 1,5 v. H. Von den Bnuwerten lagen Holzmann 1,25 o. 5). und Wayß & Freytag 2 o. H. niedriger. Deutsche Linoleum und Süddeutsche Zucker je minus 1 v. H. Adlerwerke konnten um 0,75 v. H. erholen. Deutsche Anleihen lagen still und eher schwächer. Ausländische Renten vernachlässigt. 2m Verlaufe konnte sich die Tendenz leicht erholen, da namentlich am Farbenmarkt In- teroentionskäufe vorgenommen wurden. Z.-G.-Far ben waren 0,5 v. H. gebessert. Der Geldmarkt war wester angespannt. Tägliches Geld 8 v. H. Am Devisenmarkt zogen Devisen weiter etwas an. Man nannte Mark gegen Dollar 4,1993; gegen London 20,359, London gegen Kabel 4,8495, gegen Paris 124,13, gegen Mailand 92,60, gegen Madrid 30,08, gegen Holland 12,09.
Bc "ner Börse.
Berlin, 1. Roo. Die heutige Börse stand unter dem Eindnick der Aussperrung der nordwest. deutschen Eisenindustrie, trotz der Verbindlichkeitserklärung des Schiedsspruches. Schon am Vormittag bestand nur Neigung zu Abgaben, und die Aufnahmelust war sehr gering. Außer diesem eben angeführten Moment lagen noch andere Nachrichten vor, die eine starke Verstimmung Hervorrufen mußten. Die I.-G.-Farbenindustrie hatte erklärt, daß ihre Aktien vorläufig in Neuyork nicht eingeführt werden sollten. Ein Kommunique der Verwaltung der J.-G.-Farbenindustrie über die Geschäftslage und ein Dementi der Mitteilung in der Presse über die Rede von Geheimrat Dulsberg konnten die Verkaufsneigung auch hier nicht verhindern. Der Monatsbericht der Dresdner Bank war mit seinen Betrachtungen über die Konjunktur ebenfalls eher dazu angetan, die schlechte Stimmung noch zu verstärken, und die Mitteilung vom Abbruch der Verhandlungen zur Bildung einer internationalen Kunstseidenkonvention verstimmte ebenfalls stark. Es tarn noch hinzu, daß durch den katholischen Feiertag das Rheinland und Süddeutschland vollkommen fehlten. Auch die gestrigen Auslandbörsen waren bis auf Paris überwiegend schwächer. Die ersten Kurse waren zwar nicht so schwach wie Dormittags, doch lagen sie überwiegend 2 bis 5 v. H. uhter dem gestrigen Schluß. Stark gedrückt waren Chadeaktien, Glanzstoff, Polyphon, Deutsche Linoleum, die bis 8 v. H. verloren. Die anfänglich herauskommende Ware hatte keinen so großen Umfang, es war säst nur die Börse selbst, die Abgaben vornahm, wahrend van Publi'umsseite Derkaufsorders kaum var- gelegen haben dürften. Auf Drenftein blieb die Nachricht von der Auszahlung von 2,3 Millionen Freigabegeldern ohne Einfluß. Nur im Verlaufe konnte der Kurs daraufhin leicht anziehen. Deutsche Anleihen und Ausländer waren überwiegend schwächer. Der Pfandbriefmarkt neigte ebenfalls zur Schwäche. Der Geldmarkt war wenig verändert. Tägliches Geld 8 bis 9,25 v. H., Monatsgeld 8 bis 9 v. H., Warenwechsel etwa 7 o. H. 2m Verlaufe ergaben sich bet anhaltenden Abgaben weitere Kursrückgänge bis etwa 1 v. H. R. W. E. verloren 2,5 v. H., Elektrowerte und J.-G.-Farben nicht wesentlich verändert.
Frankfurter Getreidebörse.
Frankfurt a. M.. 1. Rov. Der Frankfurter Prvduktemnarkt verkehrte In sehr ruhiger Weise, jedoch gut behauptet. Die Prtise sind ganz unverändert. bis auf Mais für Futterzwecke, her im Preise um 0,25 Mark anziehen konnte. ES wurden notiert: Wei'en 23,65 bis 23,75; Roggen 22,50 bis 22,60; Sommergerste für Brauzweckr 24,50 bis 25; tat. Hafer 23,25 bis 23,50; Mais (gelb) für Futterzwecke 22 bis 22,23; Weizenmehl, süddeutsches Spezial 0, 33,73 bis 34,50; Roggenmehl 30 bis 30,50; Weizenkleie 13,75; -Roggenkleie 14,25 Mark. Tendenz: ruhig.
Frankfurter Schlachtviehmarkt.
Frankfurt, a. M.. 1. Rov. Auftrieb: 60 Rinder, 955 Kälber, 800 Schafe. 484 Schweine. Es wurden notiert: Kälber: Beste Mast- und Saugkälber 70 bis 74 Mk.; mittlere Mast- und Saugkälber 64 bis 69; geringe Kälber 56 bis 63. — Schafe. Mastlämmer und jüngere Wast- hämmel (Weidemast) 44 bis 48; mittlere Mastlämmer, ältere Masthämmel und gut genährte Schafe 36 bis 43: fleischiges Schafvich 26 bis 35. — Schweine: Vollsleischige Schweine von etwa 200 bis 300 Pfund Lebendgewicht 74 bis 76; von etwa 160 bis 200 Pfund Lebendgewicht 72 bis 75 Mk. — Marktverlauf: Sperrmarkt. Schweine schleppend, öleberstanü. Kälber und Schafe langsam, ausverkauft.
Berliner Produktenbörse.
Berlin, 31. Ott. Das Rachgeben der Preise an den Auslandmärkten und die Zunahme deS Angebots von Brotgetreide aus dem Znlande liehen die Produktenbörse heute in schwächerer Haltung verkehren. Die Preise für Weizen und Roggen waren um 1 bis 2 Mark ermäßigt, jedoch hielten sich die Exporteure und Mühlen, die wieder über schlechten Mehlabsatz klagen, ziemlich zurück. Am Lielerungsmartt für Brotgetreide bewirken Realisationen einen Preisrückgang von 1 bis 2 Mark für Weizen, Roggen lag sogar bis zu 2,50 Mk. schwächer. Für Weizen- und Roggenmehl sind die Mühlenofserten ver- soned endlich ermäßigt, ohne dah die geringe Belebung der letzten Ta^e anhalten konnte. Es werden erneut nur Anschaffungen für den dringenden Bedarf tror genommen. Für Hafer hat sich das Angebot gegenüber den letzten Tagen verstärkt, und die Eigner sind angesichts der Zurückhaltung des Konsums xu Preiskvnzessionen bereit. Am Serstenmarkt hat sich wenig verändert. ES wurden notiert (1000 Kilo): Weizen, märkischer. 74,5l<e/bi-Gewicht. östliche Stationen über Rotiz. 211 Ks 214. Ott 225,53 bis 226. Dez. 230,25 bis 230,50, März 236,50 Geld. Mai 243,50 (matter); Roggen, märkischer, 69-i<8/bI-Gewicht, östliche Stationen über Rotiz, 204 bis 237, Oki. 221. Dez. 221 bis 221.50. März 230,25, Mai 236 (matter); Braugerste 230 bis 253.
Gießener Jugendgericht.
3n der jüngsten Sitzung des Iu^endge.lchts wirkten als Zuaendschöf.en mit Frau Ottl ie Kowarzik in Gießen und Heinr. Peter VII. in Reiskirchen.
Ein geistig recht beschränkter Lehrling, der aber schon eine längere Lehrzeit hinter sich hat, tarn auf den Gedanken, gel:g n lich von sportlick)en Veranstaltungen d e Taschen der Spie'er zu plündere Er fuhr deshalb nach Lich und begab sich während oer Zeit, in der die Sportler auf den Spielplätzen beschäftigt waren, in zwei Wirifchaf- ten in die Kleiderableaeräume und eignete sich dort ganz erhebliche Beträge an. Das gleich« tat er in Heuchelheim und in einem Gießener Ssrorthaufe. Das Ge d wurde für unnütze Dinge, teilweise Im Vertin mit Altersgenolien. aus- gegeben. Für den Jungen, der sich zur Zeit ordenilich führt, ist bereits die Fürsorgeerziehung angeordnet. Wegen f her 6tta;tatcn erhält ersechsWochen Gesang- nis bei fünfjähriger Bewährung^ rist. De: Fall dürfte Sporiverei en zur Le^rr di men, während der Spielzeit niemals dir Kleider, wo es auch sei. ohne gehörige Bewachung zu lassen.
Während der Mcs e haken zwei yi:sige Zungen aus dem Keller einer Wirtscha t in der Bahnhofstraße mehrere Flaschen Wein entwendet Während der ei:e von i,n:n am lrag'iHen 2rge dreimal in den betreffenden K l'er durch ei.e Luke elnstieg, war das bei dem andern, von t&m angestifielen, nur zweimal dir Fall. Der Wtin wurde auf den „Zuxplah" gebracht und dort getrunken. — Ein Junge erhielt eine Woche Gefängnis, der andere weniger Belastet« drei Tage. Ein Mitangeklagte: tourt»2 frci- gesprochen, da er nach der Beweisaufnahme in feiner Weise belastet wurde. 3m übrigen erfolg e auch hier Strafaussetzung.
Ein Lehr.ing hat ein Fahrrad ausgeschwinte't. ist mit diesem in Begleitung eines Freundes, der ihn später zur Anzeige b.achte, von Gieren weggefahren uns hat sich unterwegs zweier Ci;en- tumsvergehen schu'dig se nacht. Er erhält eine Gesamtgefängnisstrafe von vier Wochen und eine fün jähri e B.'w' hr. ng f ist. damit er wieder auf einen ordent IHen LelenZ- wea kommen kann. Don der Anordnung von Er- zieyungsinaßregeln konnte in diesem Falle abgesehen werden.
Ein Schuhmacherlehr'ina hat in mehreren Fällen seinem hefigen Meister Geldbeträge entwendet und Kundengelder in gering.ren D t.ägen unterschlagen. Wahr chein ich ist er erstmals zu seinen Straftaten durch einen unredll hen andern Lehrling verleitet worden. Er wird seine Ta en mit einer längeren Gefängnisstrafe zu büßen Haven, wenn er sich innerhalb der ihm gesetzten Bewährun-gsirist einer neuen Straftat schuldig macht.
Kirchliche Nachrichten. ‘
Israelitische RellglonsgemelndL. Gottesdienst in der Synagoge (Südanlage). Samstag, den 3. November. Vorabend 4.45 Uh ; morgens 9 Uhr; abends 5.10 und 5.50 Uhr.
Israelitische Religionsgesellschaft. Sabbatfeier den 3. November. Freitag abend 4.35 Uhr; Samstag vormittag 8.30; nachmittags 3.30; Sabbatausgang 5.50. Wochengottesdienft morgens 6.45; abends 4.30 Uhr.
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 7 Prozent, Lombardzinsfuh 8 Prozent.
Fraichsurl a. M
Berlin
Schluß-s l.Uhr-
Sch.uh Ä'ir,
Uniang Kur«
Aut» ,
HUT«
Datum
31. 10.
1. 11
31 10.
| 1 11.
6% tft. Retd)#anle»f » ISL7
87,4
—
87.6
t>L 0nU-abU)l.-SdiuU) mit «ufr lol.-Sediten
50.75
50, b
50,9
De-al ohne AuSwf.-Rechte . . . 7% ßtanfl. Hop.-Bk «oldvt. tm- tünobai M3 1932
14.2
14.15
14.4
14,1
90
—
.. —
4K% Rheinische Hyp.-Vank Clou.- Goldvt-
75,6
—
—
ILC.® abg SortrtegfrübHßation.. tüdiablbai |939
—
—
-
—
4% Schwel- Bunbeab.-A»!.. . .
—•
—
—»
—
4% Ccfterretdiddir üSolorte.. . -
—
—
32,3
—*
4,20% Ctflett Silberne.....
8,8
—
—
4% Cefteneid) etntjeiU. Rte.
•W
—-
—
4% Ungarische @olDrte. . . •
26,5
—
26,6
4% Ungarische Sisal,r. o. 1910
—
—
-*
—-
4yt% btegl von 1013
26
—
25.75
w—
4% Ungarische KronenNe.....
—
—
—
2
4% Türl. Zollanleihr o. 1911 .
12,9
—
12,9
12.5
4% Türkische Bagdavbahn-Anl-, Serie 1 . . .
-
12,75
12.4
4% <5erir II .....
4% Rumänen converi. Site. . .
—
13
12,5
9,9
—
€V4% Rumänen Oiolbonl box 1913
83,4
23.13
—
dfl. Deurfche lMleo'xihn . .
Hamburg-Amerika Solei . .
. 8
—-
‘43,25
147
145.5
Homb.'Südam Tamvssch.
. 8
—
—
—
Hansa Damvllchlll - .
IC
—
—
180.75
178.2Ö
Norddeutscher ßlotjb . . .
. 8
144
1.2.75
144,2b
148.1a
euig Deutsche l5rrdil<mL . .
10
135
—
l->5.6o
1-6.6
Barmer Baolvercln . .
10
140
I4V,4
139.5
Btillnci HanvelsgeseUsch. .
12
—
—
;83.25
«0.7.1
kommerj- unv Pribsl-Bank
11
184
Ie4
IM.u
IM
DarmO u. ilalionalbanf
12
288.0
287
189.25
287
Deutsche Boni - ■
10
166,.
L.6,23
Hi j
Llskonlo-lSeleMchaN Änt
10
161,75
161
162
161,25
Dresoner Ißanl . .
10
Io8
167, b
lb8
lo?,5
vlineldeuische CteMUxnl . .
. 9
—
—
207,5
405. ü
IRetallbant.....
. 8
we-
—-
133.5
131.5
O/Wh-J .......
«
00
—
-03.25
300,75
Franbsuria.M
Serif«
Schluß.
1.111)1 •
Sch.usj
An,ang
Kur»
Äur»
Rnr»
flut»
Datum: |
31 10.
l U
| 31. 10.
1 > 11
Ä.E.Ä. .....
. 8
180
179
181
178.5
Bergmann......
-
. 9
205
—
206.25
204
Elekrr. Lieserunge« . . .
•
10
—
168
172
167-a
Licht unb ttcafi . . .
10
23o
233-25
435.5
232,5
Selten L SuUleaume. .
. 6
117
147
149
—
<Jes. s. Elektr. Untern.» .
•
10
268
264.o
267,2.
265.75
Hamb. Clektr. Werte . .
10
-•
—
144, v
143.75
Rhein. Elektr. ...
. 9
—
156,5
154.5
Schlei. Elektr. .....
10
—
220
216
Schuckert .....
•
. 8
213.5
213.75
416,1-
213.7a
Siemen, & Halske . • •
e
12
.89.5
389,6
,92,65
388,75
. 8
—-
145
142
10
162
163.5
Buoeru» . . .
. 6
—
85,5
84
Deutsche (h»51 ....
. 6
—
—
1-3.5
130.9
Essener Steinlst* . . .
■
. 8
—
—
—
120
lyelsentirchener ...
• H9.4
123
——
124.a
122.25
Harvener ....
. 6
136
—
135.5
ia3.a
Hoeich Eisen......
. 8
—
—•
129
128
Ilse Bergbau . . . . •
. 8
244
—
244
240
fflödnerrotrfe.....
. 7
109
—
109.75
108
Köln-Ncuessen. . . • •
. 9
—
—
126
125.7a'
SJanne^monn.....
•
. 8
124
123,26
124.9
123
Manskelber . . . .
. 7
—
—
116.V
115,9
Oberscklei. Eisenb. Bedars .
. 6
—
—
107.0
106.15
Oberschies. Kokawerle
e
. 6
—
—-
109
108
Phönix Bergbau
6%
91
90,13
91,9
00,5
Rbrintiche Braunkohlen
10
272
—.
274.0
271,o
Rbeinsiahl f. %
Jade 4(i
133
1-1.5
133.75
1-1,75
Ricbeck Montan . . -
7.2
—»
—
142
137
Bereinigte Siabl». . .
.
. 6
—
—
»3
»1
Vtavi Minen . .
9eh
58.75
56,4
57
56.6
Kali Ascherrleben . . .
10
277
—
277.5
274
Ratt Westeregeln . • •
•
10
278
275.5
478.5
274.0
Kaliwerk ©oübfrtxt® -
•
15
480
483,5
478,5
,3 iZarden.^nvutM» .
19
:46
245.5
-48.75
446,6
Dynamit Nobel . .
•
. 5
—
-
—
114.5
Scheidcanstalt . . . •
e
. 9
205
204
lSoldschmtdl . e • e
ch
. 5
97.25
97
96.75
tRüinertreerfe . . . • •
e
. «
100
—
100.75
99,5
MclaNgelelllch«!». . , •
•
tt
184.5
—
-
Banknoten.
Frankfurt a. M
Berlin
Schluh-s
l.Uhr»
Sch utz-
Aniang
Rurs |
Kur»
K»r»
ÄUT6
Dalum:
31. 10.
1. 11
31. 10.
| 1. 11
PhUrpv .. uijmann.....
. 7
—
130
131.25
129,ö
Heidelberger dement ....
10
—
—
—
Leweni Karlltavt ....
. 8
175
——
—
—
Wayß 4 Freitag .....
10
—-
1-0
132,5
—
Schultbel, Batzenhos« . . .
15
—
—
47.5
315
Lstwerke .......
12
—-
870
267.5
8er. Glanz floss ......
18
—
549.5
5-13
14
——
——
473
Zellstoff Waldhof .....
12
275
272.26
275.5
271
Zellstoff Aschaffenburg , . .
12
205
—
203.25
—
Chariorienburger Wasser . .
• #
—
—-
123,5
121.75
Dessauer Ga, ....
. 8
—-
—
187.5
185
Daimler Motoren . . . , .
. 0
79.75
—
80.75
79,7-
Demag ......
. 0
—
—
50
50
vdlerwerte Riebet .....
. 6
105,5
106.25
108
106
Ludw. Loewe.......
10
—
—
242
237
9?at. Automobil . .....
. 0
—
—
55,ö
54,5
Crenftetn & Soopei ....
. 5
—
—
109,5
108.5
Leonhard Tietz . • • • •
. 6
—
—
273.5
270
Bamag-Meguir> .....
. 0
18,5
—
19.25
Franks. Mmchine«.....
. 6
—
—
70
—
«riyner ......
11
122,25
—
121.25
—
Heyliacnstaedt ......
. 0
—
—
—
—
Iunghan, ......
. 4
87
—
87
—
Lechwerke . ......
. 8
111.45
——
-•
Mainkrattweri« ......
. 8
116,75
—
—
—
Miag - ......
10
—
——
136,25
136,5
Nelars uimer .......
. S
28
25.5
24
•w
Peter, Union .......
. $
106.5
—
105.ö
—
Gebe. Roeder . ......
10
125
—
—
—
Boigi 4 Haeffner.....
. t
— ■
208
——
Südd. Zucker .....
. 8
I48.Ü
148
149,4
-7
Berim. 31. Oktober
-leid
Br«>
iünrrlfantld)e Wetee.....
4.174
4.194
Belgische «oien .......
Dünüche Noirn .......
68.13
111.58
58,37 112,20
Englische Raren........
20,297
20.377
Telegraphische Auszahlung.
Berlin. 31 Oktober
(9c lö
Brief
ffrantöfniDe Jioiin . .
Holländische Noten......
bte.lienische Noten ..... Norwegische Noten - ...
Deulfch-Oe'kerr.Tioozkeoneo Rumänische Noten......
Schwedische Noten......
Schwerer Noieu ...... Svanische Noien.......
Tschechoslowakische Noten . . Ungarische Noteo
Devisenmarkt Berlin
16,36
167,86
21,91
111.53
58.87
2.53
111.88
80,48
67,36
12.89
78.87
-Frankfurt
16,42 168,54
21.99 111.97
59,11
3,55 112,32 80,80 <>7,64 12,46 73,17
a. 2fi.
31. Oktob.r
1 Novemb r
Amtliche Non runp
Amtliche Notierung
i^eld
«ne:
rÄeld | Brie'
Amst-»Roti
168,16
168,50
168,17
168751
Bucn.'Aires
1.767
1.771
l,?u7
1,771
Brff-'ÄMM
jS,28
-8,40
58.27
58.39
CdriKianlo
111,74
111,96
111,76
111,98
Kopendrigen
111,79
112,01
111,82
112,04
Stockholm
112.10
112,32
111.98
112,30
HelsinaiorS.
10,54
10,5b
10.34
10,53
tjtalitn - .
21,96
22,00
21.96
22.00
London. . .
20,335
20.-75
20.039
20,379
Weuoorf ..
4.1935
4,2013
1,1945
4.2025
Pari». . . .
16,38
16,42
16,-75
16.415
Schwei, . .
80, b»
80.85
60.695
80,8-5
Sva.iteu. .
>7,57
07.71
07.68
07,83
Jovan . . .
1.981
1,985
1.953
1.957
*to de San
0.5005
0.5025
3.5005
0.562.3
toten tn D-»
Cefl odgesk
j8,«8
a9.1-
38,-8
49.10
Prao
12.42
12.44
12.12
12.44
Belgrad - .
7.367
7,:>81
7,367
7,881
Budavelt. .
73.06
73.20
73,07
73,21
Bul arten
-.1)2?
0.03-
>.027
-,033
Lissabon
18,90
18.94
18.98
19.02
Danzig .
81,31
81.47
81.30
01,45
Nonftauitn.
2,118
2.122
2.116
4.120
Athen
5.435
b.U1)
5.422
5,435
Lanado
4,1915
4,199.5
1,192
4,200
Itrn non
4,256
4.264
4,25b
4.264
Uteo . -
20,86
20.90
20.86
20.90


