Ausgabe 
1.9.1928
 
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Klus der Provinzialhauptfiadt.

® t« 6 « n. den 1. September 1928.

Jm deutschen Wald.

veirachtunqrii zur Zeit.

Die Lonne kommt eben über die Walbwivsel. e Sold und Glanz und (Blut blitzt au» den 6rä-

In Ihrem Schein.

Ich geh, andacht,voll über die moo'igen Salb« tg«. veodachie die Rehe auf der lalttHc',. heut wid) ob de» Gesänge» der Laubsänger und (Bro»- Buden und der Flugspiele der vustarde hoch oben gm Finnament. Di« Sonn, scheint warm vom Kauen Himmel, und so lege ich mich lang in do» Valdmoo», lasse mich brennen und träume. Die p, silbernen Dellen, die dort am Waldrand über |oe (Bro» tanzen und taumeln, weiter und ferner «litten, ziehen meine Gedanken fernhin und seitab ion den Degen der 'Menschen. Und die Zauber- vellen wogen heran, riefeln darüber, oerfinken in Sen Heckenrosenbüschen, wo sie in toelfjer Lran- Mia lautlos ineinanderschäumen: Dollgrasflocken, »e der Dakdwmb entsühn.

Die ein Dom ist der Salb; still, ernst, heUlg. Hu» war einmal

Denn vom Tale her kommt eine Schar Wanderer. Ftzrotzftadtwandervoael",wilde", die nicht dem itzten Bund anacburni. mit mehr ober minder -chrecklichemGehrig" und entsprechendem Ttanbo- Ibungefllmper:Wie wohl ist mir'» am Wochen- »b . .* Fon sind Rehe und Bussarde, verstummt Aaichlänoer und (Braemütfen.

Uber bei den ..Wandervögeln" soll e» ja recht .gtotürlich" zugehen. Deshalb rücken sie mit den un­möglichsten Geschmacklosigkeiten In den Dalli, lär­men und lachen vergrämen da» Wild, dem solche Kundgebungen oerhogt sind, und stecken womöglich beim Abkochen die Äultnren an. Und Immer noch und immer wieder diese platten Schlager der Mo- Derne:Lotz dos fein, tu da» nicht, ich sag'»

Muttl."

.natürlich" soll ei ja sein: bie Mädels schlecht frisiert, die 3unoen» in albernen DebirgSanzügen. allen fehlt natürlich die bunte Zipfelmütze in der grellsten Zarl-enauslage nicht, so daß man glaubt, auf einem Maskenbälle dritten Range- zu fein.

Dieder dieser verhängnisvolle Irrtum, der den Deutschen überall lächerlich macht, diese Dumme Verkennung vonnatürlich" und Jim* Del", wodurch die Begriffe .deutsch" und .ge­schmacklos" in der ganzen Welt sich eng ver­bunden haben eben a ul dem einfachen Grunde, well kein Stil darin ist. Die Biedermeierzeit mit ihren fahrenden Studenten, ihrem Sauten» Ipiel und ihrer Spinettmusik im Biedermeier­zimmer. sie hatte Stil. Der sank mit Epinn- roden und ^obdbant ins Grad und läßt sich tn Zeitalter der Hochspannungsdrähte und Eisen- bahnschi«n^n wahrhaftig nicht wieder gewaltsam *> morjerrtn. am wenigsten von der Großstadt aus. wo wir an Kultur bei sehr vielen nichts wehr zu verlieren und zu gewinnen haben!

Haben wir denn auf dem Sande noch etwas Mi verlieren? Das sehen wir ja. vir waren ja t» deutschen Walde

Sängst sind die .Wandervögel" fort. Ich gehe bergabwärts durch den Wald. Der Weg führt durch Stangenholz. Reihen. Reihen. Reihen, ein Baum wie her andere, ein Abstand lo qrofj wie der andere. Alle WcichhSlzer sind peinltchst ent-

'ernt, man sieht keinen Bogel, keinen Schmetter- 'Ing Rur Rönne und Kiefernspinnen mögen dort Hausen. Man hat keinen Ueberständer stehen asten, der Brulhöhlen imd Baumlöcher aufweist.

Der Wald ist zur Hol-kammer geworden: er hat keinen Raum mehr für seine Geschöpfe. Da» war einmal.

..Wer bat dich du schöner Wold ...". Irgend­wo brüllt eine bierheifere Männerstimme. 8in hysterisches Frauenzimmer kreischt dazwischen. Ick) stiehe.

Oben auf der Anhöhe vor dem Städtchen steht eine Dank unter Buchen ..Berschönerungsvereln" lteht darauf. And vor der Bank, dahinter und daneben liegen Eierschalen, fettiges Butterbrot­papier, 3tgaccitenfiummel und abgebrannte StreichhölzerDerlchÖnerungSverctn .. " Herr- M'.t. mir kommt es bald vor, als sei die ganze Welt ein BerschdnerungSvercin. Das fettige Butterbrotpapier aber und die abgebrannten Streichhölzer seid ihr gewesenen Besitzer Meter Dinge Menschen meiner Zeit?

Sv bin ich noch an manchem Ovt vorbei­gekommen. doch nirgends fand ich Ruh und Rast.

.. Und da bin ich denn weiter meine Wege gewandert, hinaus in die Berge, die hinter Heide imb Wäldern liegen Dort ist es noch einsam und still. Dorthin bin ich gewandelt und habe in der Bergwaldwildnis alle meine Spuren hinter mir verwischt. ... K. R. F

Wicfjcncr Wochen Marktpreise

M kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt: Butter 2tt bis 210. Matte 30 bis 35. «käse 63 biS 140 (10 Stück). Wirsing 18 bi» 20. Weist» kraut 15 bis 20. Rotkraut 25 bis 30. gelbe Rüben 15 bis 20 Spinat 25 bis 40 Rörnischkohl 10 bis 15. Bohnen 30 bis 35. Unter-Kohlrabi 10 bis 12, Erbsen 40, Mischgemüle 15 bis 20.

2S Jahre Gießener Freiwillige Sanitätskolonne vom Roten Kreuz.

.Diese Dererne könnten auch, wenn sie bauemben Bestand hätten bei Seuchen. Ueberschwemmungen. grosten Feuersbrün­sten und anderen unvorch?rgcchenen großen Unglücksfällen wertvolle Dien'te leisten!"

So schrieb der am 8. Mat 1828 gebotene Be­gründer des Roten Kreuzes. I. Herri Dunant, Der ber im Iahte 1859 gefchlagenen Schlacht bex Svlferino 3r bezeichnete Damit die dank seiner Bemühungen zur Tatsache gewordenen B e r e i n e vom Roten Kreuz. Aeuic. nach 69 Iahren hat das Rote Kreuz und leine OrganHaticmen in der ganzen Well festen Boden gefunden und ist festgewurzelt auch be; allen dem Kreuze abholden Angehörigen des Islam, bk mit dem Roten Halbmond die gleichen humanitären Ziele ver­folge«.

Zunächst bestimmt, dir Seiden der Kriegsopfer zu llndern. hat sich das Rote Kreuz in der Folge auch auf die Friedenstätigkeit eingestellt, und da hat es sich gezeigt, baß diese Xatlgleü zur Rotwendigkeit geworden ist. bedingt durch die fortschreitende Industrialisierung tm Er- werbsleben. die Steigerung des Verkehrs auf Strasten. Eisenbahnen, die erhöhte Bautätigkeit und die Intensivierung der Landwirtschaft, die alle darin Deschäfttgten der Gefahr au»fetzen, körperlich Schaden zu erleiden.

Was Deutschland betrifft, so dürfte eS wohl als d a s Staatsgebilde angesprvchen fern, in dem das Rote Kreuz die gröstte Anzahl von Zweia- vercinen unter den europäischen Ländern aufweist. Während den Sandes- und Zweigvereinen des Roten Kreuzes die Organisation deS Hilfswerkes und die Befchasfung der Geldmittel obliegt, sind die Sanitätskolonnen berufen, sich prak­tisch im Hilfsdienst zu betätigen. In Deutschland dürsten z. Z. 2500 Kolonnen mit über 90 000 Mitgliedern, zu denen etwa 8000 Schwestern des Roten KreuzeS zu zählen sind, bestehen. Auf Hessen kommen rund 60 Kolonnen mit etwa 2000 Mitgliedern, in deren Reihen ebenfalls eine grobe Anzahl Schwestern tätig sind.

Aus der Geschichte der (Siebener Freiwilli­gen Sanitätslolonne vorn Roten Kreuz ist folgende» zu berichten: 3m Rovember 1903 folgten einem Ausruf zur Gründung einer freiwilligen Sanitätskolonne eine Anzahl Männer aus allen Kreisen der Bürgerschaft. Die unter Vorsitz de» kürzlich verstorbenen Landgerichts rat S Wiener tagende Qkrfammlung hörte zunächst einen Vortrag von Stabsarzt Dr. Ehrlich über Zwecke und Ziele der Sanitätskolonnen. An dem alsbald tn der Turnhalle der Stadtmädchen­schule beginnenden, auf 24 Stunden berechneten Unterricht nahmen 52 Herren teil Stabsarzt Dr Ehrlich verstand eS vortrefflich, den Tellnch- mem nicht nur theoretisch-wissenschaftlich, sondern auch praktisch besonderes Interesse abzugewinnen. Es wurden z. B. allerlei Ro t behelfs-Gegenstände, wie Tragbahren, Strohmatten. TragsLlirrgen usw. angefertigt. An mehreren sonntäglichen Debun- gen im Gelände wurden aus den in Wald und Feld gerade gefundenen Materialien Transport­wagen ausgerüstet, und so nach und nach die KursuSteilnehmer den gestellten Ausgaben fo ge­recht, hast bk von Stabsarzt Dr. Siegert ab- genommene Prüfung zu dessen Zufriedenheit auS- stel.

Aus Mangel an Geld war der Anfang natür­lich schwer, und die Kolonne genötigt, mit den primitivsten Hilfsmitteln ihre Tätigkeit auSzu^ üben. Trefflich kam ber Kolonne bie Mitwirkung de» in jeder Beziehung fachkundigen Anatvrnie- Amtsgebiifen Heinrtch Balser, sowie des frühe­ren Ooerlazarettgehllfen und Bahnassistemen Brück zustatten: beide waren für die leitenden Aerzte gute Assistenten. Mehrmaliger Besuch der Olnatomie verschaffte den Mitgliedern wertvollen Einblick in den Bau und die Inneren Organe deS menschlichen Körpers.

Die Uniformierung bestand zunächst nut au» weißer Mühe und Armbint: und wurde erst 190? bis 1908 durch Röcke. Leibriemen usw vervcllständigl. Bis zur Uebersledelung tn das von der Stadt zur Verfügung gestellte Gebäude am Kanzleiberg befanden sich älebungSlokal und Depot tm Alten Hospital am SelterSweg. Die erste fahrbare Trage stiftete die Stadt im Iahre 1906, die zweite bn Iahre 1909, »ugleich mit einem DeSinfektionSkasten Um möglichst schnelle Hilfe leisten zu können, wurde die Stadt in fünf Be­zirke mit je einer deutlich kenntlich gemachten

Verband stell« eingeteilt. - Im Iahre 1926 konnte der Transportvark, ber bisher nur aus Trag­bahren Fahrrädern und fahrbaren Trag bah oen bestand, durch ein von denXMeticerfcn Frankfurt gelieferte* Är antenaut o erweitert werden, dem im Mcn des lausenden Iahre» cm zweiter Krantentranspcrttpa.'cn folgte. Hvrburch ist H möglich aewvrden. Krankenttansporte au» den entfemreften Orten der Provinz auszuführen. Die Zahl der mit den Kraftwagen von der Ko­lonne auSgeführten Transporte betrug tm 3abre 1926 386. im Iahre 1927 827 und im ersten Halbjahr 1928 806 Don 1907 an stiegen die Hilfeleistungen von 109 auf 3225 bn Iahre 1927. die Transporte von 34 auf 1555. die bei groben Festlichkeiten. Versammlungen ufw geleisteten Wach m von 4 auf 30

Stadt. Staat. Provinz. Krei». freiwillige Bei­träge Sammlungen und Jahresbeiträge unter­stützender Mitglieder und Vereine ermöglichten die Anschaffung der beiden Kraftwagen und der sonstigen Ausrüstung»- und Bel lei dun^.4 gegen­stände. Dank der an die Kolonne gezahlten 'M* hllfen war es auch möglich, eine Derleih- anstatt für Krankenpflegegeräte, wie Krankensabrstühle Dasserlissen. SiittTt fcn, Eis­beutel, ZiebeNhermometer Krücken. Schienen ufw. einzurichten. In den ersten sechs Iahren feit Beginn dieser Einrichtung wurden 1335 Gegen- stände au-aeliehen. Diele Einrichtung ersreut sich steigender Inanspruchnahme.

Die Einrichtung einer ständigen Ret­tungswache. so notwendig sie im Interesse der Sicherheit und Schnelligkeit der Hllseleistung ist, konnte bisher aus Mangel an Mitteln nicht durchgesübrt werden. Dieser Mangel stellt an die doch meistens vhrem bürgerlichen Berufe nach­gehenden Mllalieder große Ansprüche. Wie groß diese sind, geht u. a. daraus hervor, daß bie Kolonne während des 32. Mittelrheinischen Turn­festes in Zusammenarbeit mit Schwestern des Roten Kreuzes in über 400 Fällen in Anspruch genommen wurde. Eine hervorragende Tat der Kolonne war die rasche und umsichtig« Hllse­leistung bei dem durch Aethererplosion im Evan­gelischen Schwesternhaus herbeizeführlen Unglück.

Die von der Kolonne unter Leitung der Ko­lonnenärzte abgehaltenen Ausbildung» - kurse für Betriebshelserin industriellen Betrieben sanden verdiente Anerkennung und rege Teilnahme.

In dem Bestreben, die Kenntnisse in der ersten Hilfeleistung zu verbreiten, richtete die Kolonne in Klein-Sin den und Heuchelheim je einen Kursus ein, an dem in Klein-Linden 15, in Heuchelheim 22 Mann teilnahmen Während des Krieges leistete die Kolonne, soweit deren Mitglieder nicht zum Heere eingezogen waren recht anerken­nenswerte Dienst«. Sie übernahm Wachen, Trans­porte und Verpflegung durchfahrender Truppen, und war in der Verband st a llon am Hauptbahn» hos tätig.

Rach Dem infolge deS Kriege» cingetrtienen Ab­gang von Mitgliedern war c» schwer, die Kolonne nach und nach wieder in die Höhe au bringen 1927 zählte die Kolonne 90 Mitglieder, die tn zwei Züge clngi .eiTt sind. 12 inaktive und 3 Ehren­mitglieder.

Kolo.menärzde waren 1903 bi» 1905 Stabsarzt Dr. Ehrlich. 1906 bis 1907 Oberarzt Dr. Flath. 1907 bi» 1914 Dr Schäf ser, 1919 Stabsarzt Dr Krankenhagen. 1921 biS heute Dr. GroS und Dr. Reumann-Gpcngel. Vorsitzendem 1903 bi» 1926 Landgericht»direkter Wiener und seit 1926 OberregicrungSrat Dr. He h. Kolonnenführer 1903 bl» 1904 Brauerei- betttzer F 0 rtsch. 1905 bi8 1911 Bahnassistent D. Brück. 1912 biS 1921 AmtSgehilfe Heinrich Balser und seit 1921 Heilgehilfe L. Kratz Stellvertreter ist zur Zeit K. Graulich. Zug- führer von 1911 biS heute H Kraushaar. 1912 bis 1922 K. Graulich. 1922 bi» 1926 K Har tmann, von 1926 bi 8 heute O. Harig.

Im Hinblick auf die In Krieg und Frieden zu verzeichnenden Stiftungen der Kolonne möge der Wunsch, daß die Kolonne in ihrer weiteren segensreichen Arbeit Verständnis und allseitige ^lltlerstützung in weiten Kreisen des Publikums finden möge, luh erfüllen Richt nur für die Mit­glieder der Sanitälskolonne. sondern für alle gelte der Wahlspruch .Sdel fei derMensch. hilfreich undgu t".

Tomaten 20 biS 40. Zwiebeln 15 biS 20. Kar­toffeln 5 bis 6. Frühäpfel 30 biS 40. Falläpsel 10, Birnen 10 bis 35. Zwischen 20 biS 30, Wira- beHen 30 bis 40, Reineclauden 30 bi» 40. Brom­beeren 50. Preistelbeeren 60, Honig 45. jungt Hähne 100 lnS 120. Supp-m Hühner 100 bi- 120 Pf das Pfunde Eier 14 bi» 15. Blumenkohl 10 bis 130. Salat 15 dis 25, Salatgurken 20 bis 40. Einmachgurken 2 biS 6. Endivien 10 bis 25, Ober-Kohlrabi 5 bi» 10 Pf. daS Stück.

SIL Rektorat-Wechsel an der San* desuniversität. Der neue Rettor der San» desunivcrntär, Professor Dr. Rudolf Herzog, hat heute sein 2Imt angetreten

' D i e Kassenboten-Attentäter als Autoräuber. Der Psl^etbericht meldet Zu dem am 3. v. M. hier verübten Raub auf einen Kaflenboten wird berichtet, daß dar Auto. daS bie Räuber bei sich führten, tn Köln gestohlen war. Wegen Reifendefektes und DetriebSstofs-

mangtl» muhten t*e Täter am Zag« ber Tal et Oberhof, Kreis Unterlahn, anhatten Da sie anscheinend ohne Geldmittel waren, versuchten fw das Auto zu einem Spottpreis abzuletzen. Den Bewohnern kam die Sache verdächtig vor. Als schließlich auch noch von der Polizei ge­sprochen wurde, ent'emten bch di« Täter schleu­nigst UTitet Zurück.a'sung bei Wagens. Rach der Beschreibung des Wagerrs und der beiden Person«:' rst mu S.cherheil anzunehmtn, daß es tne gl«ich«n Täter find, die den Raubüotrsau ausgesührt haben

- Diebstähle. Der Polizeibtricht meldet In der Rächt zum 26. August wurden tw der Hillebrandstraße zwei Einsteig, diebstählc aus- gehibrt. Entwendet wurden Geld und eine Akten- lasche. In den Eichgärten wurde ein Gartenhaus erbrachen und Kleidungsstücke entwendet. Die Täter haben in dem Gartenhaus genächttat und ließen eine graue Hose und einen Mauen Lchlofferanzug zurück über deren Herkunft noch nicht» bekannt ist. Am 22 August wurde ver­sucht, in das Bootshaus des Gießener Marine­oerei n» einAubrechen Al» Täter kommen In allen Fällen zwei junge Leute tn Frage, die am 28. d Mt» durch die Gendarvrerie in Rocken­hausen in der PsalA leftgenommtn wurden Beide waren im Besitze von Fahrrädern. Rach den Feststetlungen ist da» eine Fahrrad hier entwendete auch die bei dem Einbruch tn brr Hillebrandstraße gestohlene Aktentasche war tm Besitz der Täter. 'Der eine Spitzbube, der feil einiger Zeit wegen Entweichen» aus einer Straf­anstalt steckbrieflich versolgt wurde, ist aus Giesren. In der Rächt zuin 29. August wurde in der Sonnenstraße in einer Wirtschaft rin Einbruch verübt, wobei von dem Täter ein kleiner Geldbetrag erbeutet wurde. Am 17. d Mts nachmittag» wurden einer Schülerin Im hiesigen Volks bad eine braune Aktentasche ein goldener Damenring, ein Perlenarmband und eine silberne Armbanduhr mit der Gravierung M. M v. Ihr Pa. z. l. H. K. 11. 3. 26. entwendet.

Unfall beim Reubau. Bei einem Reu- bau in der Ollarburger Straße stürzte heule morgen. 7.30 Uhr ein älterer Maurer von der Leiter und verletzte fich leicht an Kopf und Händen. Er mußte durch die Freiwillige Sanitätskolonne vom Roten Kreuz in die Ehirur- aische Klinik verbracht werdem dito« nimmt an. daß die Verletzungen nicht ernsterer Ratur sind

-* Eine Alarm Übung der Gießener Feuerwehr findet in den nächsten lagen statt Die Sirenen werden dabei in Tätigkeit gefetzt, Me Bevölkerung braucht sich beim Ertönen biefer 3n ftrumente nicht zu beunruhigen.

Oeffentliche Bücher Hal le, 3 m August wurden 783 Bände ausgeliehen. Davon kommen auf: Erzählende Literatur 508, Zeit­schriften 62. Iugendichriften 71, Literatur­geschichte 4. Gedichte und Dramen 14. Sänder- und Völkerkunde 20. Kulturgeschichte 6. Geschichte und Biographien 45 Kunstgeschichte 13, Itolut- wisfenschast und Technologie 23, Religion und Philosophie 5, StaatSwissenschaft 7, Sprachwissen- schast 2 Fremdsprachliche» 3 Bünde. Rach aus­wärts kamen 3 Bände. Die Bucherhalle war im August wegen Weißbinderorbeiten 14 Tage geschloßen. Die Ausleihe beginnt wieder am 5. September.

" Gießener Lefchallevereln. Sie Qe|r Halle bleibt wegen baulicher Herstellung vom 8. bl» 12. September geschlossen.

" Kindcrslugschelne im Sustver- kehr. Ebenso wie bei den Srdverkehrsmitteln. sind jetzt auch im Luftverkehr Preisermäßigungen für Kinder eingesühvt worden. Bi» zum Atter i?on 3 Iahren werden di« jugenbLieben Passa­giere in Begleitung Erwachsener frei befördert, und im Alter von 3 bi» 7 Iahren ist für sie nur der halb« Fahrvreis zu »ahlen. Außerdem lnb von der Deutschen Susthansa Maßnahmen für die Betreuung alleinreisender Kinder mi Flugzeug gettossen worden. 36 genügt, wenn bie kleinen Passagiere von einem Erwachsenen Ins zur Haltestelle der Zubringerauto» bealeitet werden. Während deS Fluges liehen die Kinder unter ständiger Aullicht Erwachsener.

(Weitere Lokalnachrlchlen im 2. Blaft)

Berliner Börse.

Berlin, 1 Sept. (DIB Funkfpruch, Rach der zweimonatigen Unterbrechung findet heute das erste­mal wieder die Samstogborlc statt. Die Stimmung ist bis jetzt durchaus freundlich, da auch schon an der gestrigen Frankfurter Abenddorse ein fester Ion herrschte. Die Hausse an den internationalen Börsen­plätzen, besonder» in Neuuork übt auch auf die hie- fige Spekulation eine Wirkung au». Für Farben be- teht heute lebhaftes Inleresse. 3m allgemeinen liegen bie bis jetzt genannten Kurse es sind sogar schon Geschäfte zustande gekommen ein bl» zwei Pro­zent höher. Am Devisenmarkt hört man London K Paris 124,28, London gegen Madrid 29,22, gegen Mark 4.196750. London gegen Kabel 485,34, London gegen Mark 20,3625, Siemens 378, 3 -G -Farben 268,50, Nheinstahl 150^0.

verantwortlich für Pollttk: 3.8.: Emst Blumschein.

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Haben Sie eich schon am ..SLEl PN ER"-Wett­bewerb beteiligt? Denken Sie daran, daß 614 an­sehnliche Preise ihre Gewinner suchen I (Viel­leicht gerade Siel) Senden Sie, wenn Sles bis heute noch nicht taten, schnellstens Ihr Urteil über die Eigenschaften unsererSlelpner"- Cigarette ein. Wählen Sie Versform, Prosa, Zeichnung oder Lichtbild - ganz wie es Ihnen am besten liegt - zum Ausdruck Ihrer Meinung, doch lassen Sie

Haben Sie Ihr Glück bereits versucht, so tun Sles nochelnmal und nocheinmal. Doppelt und dreifach ist sicherer. Vergessen Sie nicht, daß jeder Ein­sendung ein Kor.trollzettel, wie Ihn dieSleipner- Packungen enthalten, beizufügen ist und lassen Sie sich über die Wettbewerbs-Bedingungen Im Cigaretten-Spezialgeschäft unterrichten. Ihr Tabakhändler weiß Bescheid.

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Ellen Siel Der 30. September lat der Schluß­termin des Slelpner ** - Jubiläum - Wettbewerbs.

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