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Strccfe für triefen Zug l n G1 e l, 3 h e r g e st e 111 meldete, obwohl dies noch vom vorhergehenden Durchgangsgüter,og befehl und auf Gleis 4 e i n q e ff e U f war. viele Falschmeldung ist als erste Ursache de, Unglück, anzvsehrn, do» ober nur dadurch elnlrelen fonnle. dah gleichzeitig auch der Mangel in den mechanischen A b - hängigkeilen gerade bei der erwähnten Stel­lung dieser Dorflreife jum ersten Male sich zeigte. Generaldirekter Dorpmüller sagt strenge Untersuchung zu.

Bayrische Reservatrcchte als Hemmnis zweckentsprechender Dienstvorschriften?

Berlin, 31. 9uli. (WB.) Der General­direktor der Deutschen Reichsbohngejellschast hat sofort nach Bekonittwerden dieses neuen Unfalles in Bayern, um volle Klarheit über die Grunde des Unfalles zu schaffen, zusammen mit dem Herrn Neichsverkehrsminister eine Kommission an b i e Unfall ft die entsandt. Zu dieser Kom­mission gehören die Reichsbahn dirktoren <1 i I p und Stöckel sowie Ministerialrat Dr. E b e linfl. Wie wir hören, ist Dr. Dorpmuller ent­schlossen. in rücksichtsloser Strenge im Intereste der Sicherheit auf der Reichsbahn durch­zugreifen. Seine Maßnahmen werden sich erstrecken insbesondere auf das Gebiet des Sicherungswesens, auf die Vorschriften in der Durchführung des Be­triebes und der Arbeitszeit und auf personelle Fragen.

Din CDertreler tes .Berl. Lok.-Anz." hatte spat abent>4, noch Meldung bed ilnglüdi in Boyern, eine Unterredung mit dem Generaldirektor der Deutschen Reichsbahn. Dr. Dorpmüller er­klärte. daß sich die Ursachen des Unglücks zur Stunde noch nicht voll übetfeben lassen, daß es wahrscheinlich jedoch zunächst auf einen Perso­na l f e h l e r zurückzufuhren sei. Eine nicht ge­ringe Rolle spielten jedoch die bayerischen Betriebsvorschriften, die Dr. Dorpmül- ler schon in den nächsten Tagen einer Klärung unterziehen werde. Da es sich bei diesen Dor­schristen um bayerische Reservatrechi e handle, fei vorläufig noch abzuwarten, inwieweit man Zugeständnisse an die preußischen Reichs- babnbetricbSvorschristen erreichen werde. Sine volle Ausgleichung sei zunächst noch nicht zu erwarten. Dr. Dorpmüller wird über diese An­gelegenheit in den nächsten Tagen eine Aus­sprache mit dem bayerischen Mini­sterpräsidenten Held haben. Aus An­laß dieses seines Münchener Aufenthalts wird er persönlich eine erneute Untersuchung deS Unglücksfalles anstellen. 3m übri­gen erklärte Dr. Dorpmüller weiter, dürfe man bei der Häufung der Unglücksfälle in der letzten Zeit nicht dre Rolle des Zufalls außer acht lassen, der nun einmal nicht ganz auszu- schatten sei. Sie Erhöhung der Detiehrssicherheit in dem Sinne feine5 kürzlich gehaltenen Bortra­ges fei bereits in die Wege geleitet, und man müsse den Dingen zweifellos, so schwer das auch erscheinen möge, eine gewisse Entwick­lungsspanne zugestehen.

Das neue Kabinett Held in München.

Die Regierungserklärung im Landtag.

München. 31. Juli. (WTL.) Im Bayerischen Landtag schlug Ministerpräsident Dr. H e l d dein Hause folgende M i n i st e r l i st e uor, Justiz: der bisherige Iuftizminister Dr. ©ürtner; Inneres: der bisherige Innenminister Dr. Stütze!: Unter­richt und Kultus: der bisherige Minister Dr. GoI - den Verger: Finanzen: der bisherige Finanz­minister Dr. S ch m e l z l e: Landwirtschaft und Ar- beit: der bisherige Minister Dr. Fehr: Aeußeres mit der Abteilung Handel: Ministerpräsident Dr. H e l d. Als Staatssekretär für Arbeit im Staatsministerium für Landwirtschaft und Arbeit: der bisherige Sozialminister Oswald.

Das Haus erteilte mit Ausnahme der Sozial­demokraten und Kommunisten dieser Ministerliste in einfacher Abstimmung seine Zustimmung. Darauf nahm Ministerpräsident Dr. Held das Wort zur Regierungserklärung, in der er u. a. aus- führte: So sehr wir das Deutsche Reich lieben unb so fest es in uns steht, daß wir niemals von ihm lassen werden, so tief wurzelt in uns die Uebcr- zcugnng, daß d i e Erhaltung der födera­tiven Grundgestaltung des Reiches die Voraussetzung für eine gesunde innere Entwicklung und eine kraftvolle äußere Entfaltung des deutschen Staatsgedankens ist. In einer sachgemäßen und klaren Ausscheidung der Zuständigkei- 1 e n zwischen Reich und Ländern liegt für beide die beste Grundlage für eine gedeihliche Entwicklung. Die Regierung strebe einen gerechten Finanz­ausgleich an und werde auf btt Erhaltung derBayern noch verbliebenen eigenen Finanz Hoheit und ihre notwendige 6 r m ei­te r u n g unausgesetzt bedacht sein Der Minister­präsident betonte bann, daß die Regierung die ge­samte bayerische Wirtschaft in allen ihren Teilen zu kräftigen und zu fordern sich zum Ziele gesetzt habe. Sie erwartet dabei vom Reiche, daß cs die gebührende Rücksicht auf Bayerns Lage nehme. Was unsere Zeit Neues an Ge­danken und Ideen erzeuge, was Nachkriegszeit und Nachrevolutionszeit an Errungenschaften von wirk­lich gutem und gesunden Horn gebracht haben, müsse von einer wirklich fortschreitenden bedachten Regie rung anerkannt, gepflegt und weiter entwickelt wer­den. Die Regierung halte fest an dem Konkordat und den Kirchenverträgen, an der Konfessionsschule, dem Elternrecht und einer Lehrerbildung, die die Erziehung der Volksschuljugend im Sinne des Be­kenntnisses ficherstelle. Der erste Gruß und Dank der Regierung gelte der Pfalz mit dem Gelöbnis, nicht zu ruhen und zu rasten, bis sie wieder voll­kommen frei von fremden Joch sein werde.

Oie Reichswehr am Dersassungstag.

Berlin. 1. Aua. tPrw.-Tel.) Reichswehr- miniftcr Gröner hat dem .Vorwärts" zufolge einen Befehl zur Beteiligung derReichs- wehr an den B e r f a s s u n g «s e i e r n er­lassen. Rach diesem Befehl beteiligt sich die Reichswehr an den vorgesehenen staatlichen Feiern. Die Beteiligung der Reichs.vehrkavc!len regelt sich nach den örtlichen Berhältntstev In Berlin wird die Reichswehr ein P l a g t o n -ert veranstalten. 3m Anschluß darai finde: dann die Parade einer Kompagnie de, Wacku- regimentS vor dem Reichsoräfiden-en Natt.

System zu unterstellen. Sir scheint tatsächlich ge­neigt zu sein, Chamberlains vorsichtiger, ab­wartender Politik zu folgen. Es wird be­tont, daß die (frage der Gflerritorialitdl ctmai ganz anderes ist als die des Tarifvertrages, Der sich nur auf wirtschaftliche Dinge bezieht, und daß die Uebernahme eines modernen Systems der Rechtsprechung in China einem Verzicht auf das Sxterritorialitätsrecht voran gehen muß.

Die Ermordung Obregons.

Religiöser Fanatismus als Motiv des Mordes.

Merikv. 31. 3uli. (Reuter > Rach einem Pressevertretern gestern vorgelesenen umfang* reichen Polizeibericht, den der Mör­der ObregonS 3uan de Leon Toral bestätigte, ist dieser zum Mord« durch die zufällige Aeußerung einer Rönne veranlaßt worden, die ihm gesagt hatte, die Lage der Kirche in Mexiko würde sich bessern, wenn Obregon, Calles und der Patriarch der schiSma- tischcn katholischen Kirche stürben. Die mexika­nische Rönne Schwester Concepcion, die unter der Beschuldigung v<rhaf tet wurde, Toral zur Ermordung ObregonS veranlaßt zu haben, bestreitet jede Schuld, soll aber erklärt haben. Gott muffe es gewollt haben, sonst hätte er das Verbrechen nicht geschehen lassen. Außer Schwester Concepcion wurden in Oua- delupe im Staate Hidalgo noch weitere 16 Rönnen verhaftet und einem Verhör unterzogen. Toral erklärte, er habe die Rönnen während der letzten QRonate häufig besucht. Er hält jedoch an der Behauptung fest, daß die Rönnen keinerlei Kenntnis von sei­nem Mordplan gehabt hätten, de Leon Toral sieht seiner voraussichtlichen Hinrichtung mit Ruhe entgegen. Er erklärte, er sei überzeugt, daß er ebenso wie Obregon, der, wie er sagte. ..ein im Grunde guter Mann" gewesen sei, in den Himmel eingehen werde. Er ent­lastete durch feine Aussagen vollkommen Rko- rones und die anderen Arbeiterführer.

Argentinien.

Buenos Aires. 31. Juli. ITU.) Mittei- lungen über ein geplantes Attentat gegen den gewühlten Präsidenten Ik r i g o y e n ist, wie die 2a Pren'a" meldet, von dem unparteiischen Teil der öffentlichen Meinung mit einigem Zweifel ausgenommen worden. Der be­schuldigte Gobernador der Provinz San 3uan, Federico Cantoni, ist einer der schärfsten Geg­ner Frigoyetts und während des letzten Wahl­kampfes als hauptsächlicher Redner gegen 3rt- goyen aufgetreten. Man hält es nicht für ausge­schlossen. daß Cantoni mit Hilfe deS argentini­schen Senates, wo die Zrigoyenlsten im Gegen­satz zur Kammer leine Mehrheit haben, Pläne vorgehabt hat für den Fall, daß Irigoyen den Senat auszuschalken oertuchen sollte. 'Itter es fehlt der schlüssige Beweis dafür, daß ' iese Pläne die Form eines Anschlages gegen die Person Irigoyens angenommen Haden Allgemern wird angenommen. daß Zrigoyen nach feiner Regie- rungsüternahme übet die Provinz San 3uan die B undesintervention verlangen wird.

Aus aller Wett.

Nobiles E'nvfaua in Aom.

Rom, 31.3nlL (DTR. Funtspruch.) General Roblle und seine Kameraden trafen um elf Uhr abend» hier ein. Aus dem Bohnhos befanden sich a. a. ter Kammerpräsident, mehrere Untersiaals- sekreläre, ter Gouverneur von Rom und eine un­geheure Menschenmenge, die stürmische Bcgrü- tzuiigskuudgebungen veranstaltete und mehrfach die Reihen ter Carabinieri und ter Miliz durchbrach. Der König von Schweden empfängt die Robilerettcr.

Am Montag veranstaltete ter K ö n ig von Schweden für die Mitglieder ter schwedischen Hilsseepedirion, die Nobile rettete, einen emp­fang. zu dem auch Malmgrecns Mutter, ter Mintsterprälitent. ter italienische Gesandte. Sven Hedtn und untere Persönlichkeiten ein- geladen waren. Kapitän Thorn berg gab einen Bericht von ter Tät'gkrit der von ihm geleiteten Petition. Kapitän Lundborg erläuterte seine Abenteuer im hohen Rorden. und die Rettung Robiles. Lundberg erkannte an daß Roeile em tapferer und edler Muni lei. Darüber könne er nicht urteilen, ob Robile fe.nen ilnglüdeflug nach Prüfung aller Voraussetzungen unternommen habe.

Das französisch-englische Menkompwmiß.

Paris, t. August. (121.) Die Mitteilungen über ein französisch-englisches Abkommen in ter Frage ter Flottenabrüstung beschäftigen die öffentliche Meinung Frankreichs aufs lebhafteste. Die JTeu- flterte wird durch die Tatsache erhöht, daß bis zur Stunde alle näheren Angaben von unterrichteter Seite verweigert werten. Line amtliche Mit­teilung besagt, daß die Genfer Beratungen in­nerhalb ter vorbereitenden Abrüstungskonferenz einen .Zwiespalt zwischen ter französischen und englischen Auffassung ergeben hätten, den zu über­brücken es nicht gelungen sei. Der vorbereitende Ausschuß habe sich genötigt gesehen, sich In zweiter Lesung erneut mit der Abrüstungssrage ,u beschäf­tigen. Um die Wiederaufnahme der Arbeiten zu er­möglichen. hätte die französische und englische Re­gierung nach einer ftompromiftformel ge­sucht. was Frankreich angehe, so habe ter Oberste Rat der Rationalen Verteidigung am 13. Juli von den Verhandlungen zwischen Frankreich und Eng­land, die Briand und Paul-Boncour geführt hätten, Kenntnis genommen, gleichzeitig auch von den Lr- gänznngbvorschlägen des TUarincminiffers Leygues, die als Unterlagen für ein Abkommen mit Eng­land dienen sollten. Aus dieser Unterlage habe ter Oberste Rat beftimmte Richtlinien für die Fortsetzung der Verhandlungen sestgetegl. Die Ver­handlungen seien nunmehr, wie Chamberlain mit­gefeilt habe, abgeschlossen worden, unb zwar in einer Form, die die französischen Be­lange zur See wahre. Frankreich unb England hätten nun die bestimmte Hoffnung, daß die an­deren Seemächte fich dem Sompromihabkom- men, das ihnen milgeteilt werte, anschließen würden. Aus Gründen ter Internationalen Höflich­keit sei es zurzeit unmöglich, nähere Einzelheiten über den Inhalt des Abkommens bekannlzugeben.

Di« Blätter brrngen in ihren Besprechungen zu tem Ironzösifch-enHttichen Kompromiß toti* tcrc. emonter tum Teil widersprechente 6injd- beiten über hk getroffenen Abmachungen Drr Korrespondent des .Motin" glaubt mitteilen zu können, daß das neue Abkommen den seinerzeit in IBalbaiglon festgesetzten Schlüssel für b 11 Verteilung der 51 b£t en b a u I en auf Amerika, Gngtand. Japan. Frankreich und Ita­lien aufgeben werte. Fede Macht werte ihr Flottenprogramm befanntgeben und es werte noch eine bestimmte Zeit dauern, bis unter gegen­seitiger Kontrolle ein Verhältnis herqestellt werde. Das werde RüftungSeinschränkuna bet gegenseitigem Einverständnis tedeuten. Dieses Abkommen, so fährt der _Masin" fort, muß zu einer öinfcbtänfimg der Flottenrüstungen führen, ter die Sins chrä nkung der Rüstung zu Lande folgen wird. Aber auch wenn dieses Abkommen nicht als Ausgangspunkt einer all­gemeinen Regelung der Abrüstuiigsfrag« wirken sollte, würde es doch die englilch-fran-bsilchen Beziehungen fördern. -Petit Parilien" und auch ^Excelfior" wollen erfahren haben, daß das Abkommen vor allem sich auf die Frage der Bestückung der ßintenfdyiffe. Kreuzer Zor- t-eboboote. Ünkr'ceboote und nicht fo sehr auf die Frage der Einschränkung der Ton­nage dieser einzelnen Schifsskategorien beziehen. Washington billigt die SompromiSformel

Reuhork. 31. Iuli. (Associated Preß.) Die englisch-französische Kompromißsormel zur Ma- rineabrüftung wird für d i e Bereinigten Staaten als einem Mitgliete ter (Senser 2lbrüstung-skonserenz annehmbar sein. Die Wortführer der Regierung haben anscheinend nichts gegen den Kompromiß einzuwenten und erwarten, daß er wahrscheinlich im Herbst zu einer Wiedereinberufung der Genfer vor­bereitenden Konferenz führen werde.

Eine große Anschlußfnnbgebung in Klagenfurt.

Klagenfurt. 31. Juli. (WT2. Funkspruch.) Eine Truppe des Großdeutschen Jugend- Hundes unternimmt zur Zeit eine Propaganda- fahrt für den grohdeutschen Gedanken durch Kirnten und Steiermark. Heute abend fand in Klagenfurt eine grofe Anschluß kundgebung auf dem Markt statt. Dabei wurde betont, daß aus teth Gedanken zum Anschluß der Wille zum Anschluß geworden ist. Trotha, der Führer des Großdeutschen Iugendbuntes, hittt vor einer nach Tausenden zählenden Menge eine Rede, in ter er sagte: Aus allen Gauen des Deutsck)en Reiches sind wir aufgebrochen, hier offen kund- zugeben, daß wir Deutschen zusammengt- Horen. Wie auch die Grenzen gezogen sein mögen, zusammengehören wir in den Fragen deS Blutes und der Kultur. Deutschland ist das Herz Europas und die Welt wird erst zum wahren Frieden kommen, weisn diese- Herz mit seiner ganzen geeinten Macht wieder zum Schla- gen getommen ist. So bekennen wir reichsteutsche Jugend uns in feierlichem Zuge zur opfer­bereiten Treue zu dem Bruderstamm in Oesterreich, befermen uns zum Dienste an ter gemeinen großen Aufgabe, die jetzt dem deutschen Volke gestellt ist und bekennen unS zum Glauben und zum Willen an ein großes zusammengehöriges Deutschland. Die Versamm­lung sandte als Ausdruck des grohdeutschen Wollens Vegrüßungstelegramme an den Reichs­präsidenten von Hindenbu rg und den Bundespräsidenten Dr. Harnisch. Das Deutschlandlied beschloß die Feier.

Die französischen Sozialisten zur Anschlußfrage.

Paris, 31.3uli. (WTB.) 3mPopulairc" geht Leon Blum auf die Angriffe ein. die im Zusammenhang mit ter Anschluß frage vom Temps" und ter radikalen Presse fast täglich gegen die Sozialisten gerichtet werten. Gr führt aus: Es handelt sich nicht um eine Frage ter Zweckmäßigkeit ter Anschlußkundgebungen, son­dern um die grundsätzliche Frage ter Aner­kennung des Selb st bestimm ungsrech- tes der Völker, daS die sicher st e Ga­rantie des Friedens ist. Gegenüber dem Argument, daß ter Anschluß Oesterreichs an Deutschland den nationalen Interessen Frank­reichs zuwiderlaufe. erklärt Blum: Hat Frank­reich ein größeres Interesse als sich -um Vor­kämpfer der Freiheit der Völker zu machen? Hat man so bald vergessen, was man uns während tes Krieges in allen Tonarten und in allen Sprachen vorgesagt hat? Ist man nicht mehr ter Meinung, daß selbst im Falle eine- europäischen Konftikles die teste Waffe und die sicherste Hilse die Rettung ter Grundsätze tes demokratischen Volksrechtes wäre, zu denen m erster Linie das Selbstbestimmungsrecht der Völler gehört.

Amerikas Politik in China.

Die -rankinftrcgicrung fordert Verzicht auf die Exterritorialität.

Washington, 31. Juli. (9teuiet.) Das

Staatsdepartement erhielt gestern durch ein Tele­gramm de» amerikanischen Gesandten in Peking eine formelle Rote des nationalistischen Außenminister» Wang, worin Kellogg ausgefortert wird, auf die Unterzeichnung der geplanten Zolltarisoerträge, durch die China die Tarifautonomie wieder erhalten

soll,eine angemessene Regelung aller Fragen, die sofortiger Lösung be­dürfen", folgen z u lasse n. Rach Telegram­men aus Peking scheinen bei den nationalistischen Ministern große Hoffnungen zu bestehen, daß die

(Bereinigten Staaten zu einem sofortigen Verzicht auf bad Recht der Er t e r - ritorialität bereit sein werten Zahlreiche hiesige Blätter fortern Kellogg auf. diesen Schritt zu tun. Einige legen Dar. es sei eine ausgezeich­nete Gelegenheit. Großbritannien durch wettere Befestigung ter kommerziellen Stellung Amerikas i m Fernen Osten zuvorzu- kommen. Ss scteint aber sehr zweifelhaft, ob

die amerilanMc Regierung etwas derartiges tun wird und ob sie fich etnrerilanten erklären wird, amerikanische Staarsemgahörige Der Recht- fdrechung nach dem deKehenden chinesischen

vergebliche Suche na<b Amundsen.

W,e au» Trvmsoe gemeldet wird, ist der Seehundfänger .Beslekaris" Mieter nach Tromfoe zurückgekehrt, nachdem er die Ost- k5fte Spitzbergen» und die Bäreninfcl vergeb­lich nach Amundlen und leinen fünf Begleitern ab gesucht bat Der Kapitän des Seehundsän- gers letzt seine letzt« Holsnung auf da- Franz- Ioseph- Land: dorthin werd das Vchtft unter Kapitän W.sttng, ter Amundsen auf her . Fram" und .Maud'^rvedition" tegletttt hatte zum Wochenende in See gehen.

Hünefeld am Blinddarm operiert.

Der Ozeanflieger Freiherr n. Hünefeld mußte sich einer Blinddarmoperation unterziehen, hie im Berliner Westsanatorium vorgenommen wurde. Der Zu stand des Kranken ist befriedigend.

3m Faltboot über den Ouaa.

Der Deutsche Franz Romer, der in Lissabon für Uederquerung des Ozeans In einem Fnlwoot ge­startet war, ist lautAssociated Preß wohwehatten in seinem Boot in St. Thomas auf den Btrgini scbcn Inseln angenommen. Die Sebiagujjen für feine Weiterreise sind günstig.

Die Rückreise tesMonte Cervantes"

Rach rorliegcnben Meldungen kamt damit ge­rechnet werten. Daß der .Monte Cervantes'' nach beendeter Reparatur am Mittwoch die Rückrei'e mit seinen Passagieren an Bord von Spitzbergen über Hammersest antreten wird. Bvr- sichishalb-r wird das Schiff auf der Fahri von dem russischen Eisbrecher .Krassin- begleitet werden, welcher sich auch für diese weitere Hilfe­leistung in anerkennenswerter Weis« angebeten bat. Auf ter weiteren Fahrt wird ter ..Monte Cervantes" von dem groben deutschen Bergunas- Dampfer .6 c ef a l f e" begleitet werben, welcher inzwilchen ebenfalls zur Hilfeleistung für den Monte Cervantes" ausgefandt worden ifi. Außerdem fetzt ter Dampfer .General Bel- grano". welchen Die Hamburg-Amerika-Lini« zur Verfügung gestellt hat, um erforderlichen­falls die Passagiere von Dtm .Monte Cervantes" abzunehmen, seine Reise fort, bis die enhgültlg« Rachricht etngetroffen ist. daß der ..Monte Cer­vantes" mit den Passagieren Spitzbergen ver­lassen hat.

Plünderung von Reisegepäck.

Seit tiiüger Zeit tourte von Reisenden, di« von Breslau aus nach ten verschiatensten Richtungen fuhren, die Beobachtung gemacht, daß ihr Gepäck bestohlen und hierauf ordnungsmäßig wieder verschlossen Worten war. 11. a. wurde einer schlesischen Gräfin eine Brosche nn Werte von etwa 500 Mark aus tem Kofser geflöhten. Der bahnamt - lieb« Fahndungsdienst stellt, sest. baß dte Räubereien von einem Zugsührer und einem Packwelster begangen wurden. Bei dem Zug­führer tourte u. a. die erwähnte Brosche norge- funten: ferner war der Zugführer im Besitz zahlreicher Rachschlüsfel, mit denen er die Koffer öffnete und wieder verfchloß. Der Packmeister war anschernenb nur das Werkzeug des Zugführers. Der Packmeifttr hat em Ge­ständnis abgelegt, während ter Zugführer trotz der vorhandenen Beweisstück« leugne«. Bette Be­amten sind ihres Dienstes enthoben.

Dos Südtiroler TDclngeblet durch ßagelfchlag schwer geschädigt.

Am vergangenen Samstag hat ein katastropha­ler Hagelschlag in dem Südtiroler TDeingebiti u n - geh euren Schaden angerichtet. In Siebenetch wurden durch den 5turm die Dbffbäumr glatt ent- zweigebrochen, während die Hagelkörner mit solcher Wucht ausfielen, daß die A e p f e I und Birnen zu Brei g c I d) I o n e n wurden. Das Redhol.z wurde so schwer beschädigt, daß auch für das kommende Jahr die Traubenernte in Frage gestellt wurde.

Oie Wetteflage.

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Die Lustdruckgegensägc haben sich mehr und mehr ausgeglichen Urbcr Südengland Hut sich ein stocher Tiesdruckwirdel herausgebUdet und dort Regen ge­brach: In Deutschland herrschen groß« Windaeoen- sage, die an Der Rordseekufte wieder zu Rieder­schlägen führten. In unterem Gebiete mcrben sie nur Bewölkung Hervorrufen, mit Riederschkägen Ist kaum zu rechnen.

Wetterooraussaae f ü r Donnerstag: Teils heiter, teile wolkig, etwas wärmer, meist trocken

Äitterungsoussichten für Freitag Keine wesentliche iknberung.

Lusttemperaturen am 31. Juli: mittags 26,5 Grad Celsius, abends 21 Grad Celsius: am 1. Lugust: morgens 15,4 Grad Celsius. Marimum 26,7 Grad Celstu-, Minimum 1.3,5 Grad Lclstus. Erdtempe raturen in 10 Zentimeter Tieft am 31. Juli abends 25^ Grad Celsius: am 1. August morgens 19,8 Grad Ceistus. Sonnenscheindauer ll)i Stunden.