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Nr. 127 Drittes Statt

Eichener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhessen)

srettag, I. juni 1928

Wirtschaft.

Vie neuen (ommunalen AuSlandan-eihen.

Recht lange, vielleicht doch etwas allzu lange, i Hal es gedauert, bis der AuSlandmarlt wieder ' mit neuen deutschen AuSlondanleihen in An- i Ipruch genommen wurde. Dor acht Monaten ist die letzte kommunale AuSlanDanleihe mit Ge­nehmigung der Beratungsstelle ausgenommen worben und erst jetzt ist es möglich gewesen, der deutschen Kommunalwirtschaft e.n allerdings recht ansehnliches Kapital im Gesamtbeträge von nicht weniger alS 162,75 Millionen Reichsmark tu verschossen, nämlich 63 Millionen für Berlin. 26,25 Millionen für Frankfurt a. M. und 73L Millionen für die an der Sammelanleihe des - deutschen Sparkassen- und Giroverbandes parti­zipierenden Städte und Kommunatverbändc. ! Diese Oujnme klingt gewiß sehr hock). doch dürfte sie wohl nur einen geringen Teil der finan­ziellen Bedürfnisse der Kommunen befriedigen. «« ist hier nicht der Platz, die bank- und toirU i' IchaftStechnische Seite der neuesten Ausland- 1 «nleihen au beleuchten. Man kann aber bei 1 dieser Gele cicheit nicht ohne jegliche Kritll an der Form der Anleiheregulierung, wie sie von: Rrichsfinanzministerium unter der Initiative der - Reichsbank geführt wurde, vorübergehen. Ge- Sih hatte Reichsbankpräsident Dr. Schacht da­mals recht, alS er mit so energischen Worten t öem AuSlandntleiheverkehr der deutschen Kom- V munen und Länder einen Riegel vorschob, wobei i er ja im ai.emeinen auch die Zustimmung des X ReichSkabinelts fand, wenn auch dasselbe der rigorosen Haltung des Reichsbankpräsidenten durch die Zwischenschaltung der Beratungsstelle rancheS von ihrer Schärle nahm. Trotzdem ent­wickelte sich auf dem AuSlandmarkte eine 6c- wuerliche Derriauenskrise. die zum Glück, we- ; iKigstenS besagen daS die Bedingungen der neuen Anleihen, zum grosten Teil überwunden zu fein 'r-eint, trenn auch in mancher Hinsicht eine nicht « alllzusehr ins Gewicht fallende Verschärfung der- le.t-en eingetrelen ist. Man kann nur hoffen, < ho6 sich Die nunmehr günstiger gestaltende Cnt- k Wicklung auch Wei erhin ausbaut, und in finanz- Politischer Hinsicht Deutschland zum Dorteil ge- i »eichen wird- gerade rm Hinbnck auf die bevor- f flehenden Verhandlungen um die ReparattonS- F frage ist eine klare und einwandfreie Entwicklung nut von Ruhen.

Dom ^Heinisch-Westfä.ischen Kohlensyndikat.

Wie ein schwerindustrielles Blatt mitteilt, rech- M net man In bergbaulichen Kreisen mit einer Heraufsetzung der Shndilatöumlage beim Rhei- ; ullch-Westsälischen Kohlensynditat von zur Zeit | 1.48 Mk. auf 2,20 Mk. DaS Syndikat ist bei der letzten Erhöhung feiner Umlage um 10 Pfennig erheblich unter Dem Mast geblieben, Da« nach ben Ansichten von Sachverständigen damals für die Aufrechterhaltung d.-s Absatzes im bestrittenen Neblet vor Der Kohlenpreiserhöhung notwendig Hewesen wäre. Man nahm da nalS an. dast daS chndikat bei seinem Deschlust schon mit gewissen elnschränkungen dr« Absatzes im bestrittenen De- biete gerechnet Hobe. Wenn auch die genannte Lrhöhung Der Umlage noch nicht endgültig ent­schieden ist. so kann man anscheinend damit rech- ngn, dast sie diesmal recht hoch in dem genannten lluSmahe auSfallen wird. Diese Tatsache ist Meinerseits die Folge der KohienpreiSerhobung. !r«Iche die Spanne zwischen Inland- und AuS- I; ltrvdpreisen erheblich vergröstert hat. sie Deutet andererseits Darauf hin. Dast durch die Preis- crhöhung die Gelahr einer weiteren Verschiebung bet Grenzen D i bestrittenen Gebietes ins In- 4 l-i d e itiuDt. Dadurch wird selbstverständlich Die ildfatzmenge. auf Die Die Preiserhöhung umgelegt werden kann, gegebenenfalls weiter verkkeinn-t, .^gleich keine unbeschränlte Ginsuhrfreiheit für ^vhle besteht Durch Die Erhöhung Der Umlage rlrD ein Teil Der Mehrerlöse aus der Kohfen- -reiSerhöhung ferner weggenommen, und es zeigt ich mit groster Deutlichkeit Die Verquickung Der Preiserhöhung mit Dem Export. Aus Der beab- ichtigten starken Erhöhung Der Umlage geht rvterhin hervor, dast bisher Die vom Ruhr- brtgbau angcfünDigte Einschränkung deS Exports t- da- bestrittene Gebiet nur geringe Fortschritte icriacht hat. Da es sich anscheinend um Die Vr- iCIung 13 g r rifllgr £i*f rung rertr g' handelt. Die lange Die beabsichtigte hohe Umlage auf» techterhalten werben kann, hängt natürlich davon «b. in welchem Temvo und in welchem Umfange bet Absatz in Da« bestrittene Gebiet eingeschränkt

werben unD Damit Die Derlufte auS Diesem Abian verringert werden können. DaS würde natürlich weitere Betriebseinschränkungen mit Rotwendig- feit zur Folge haben. Jedenfalls liegen die Dinge heute fo. dast auch durch eine Einschränkung des Exports im Grunde genommen nichts gebelfert wird, solange nicht eine Reform Der Umlage- erhebung etwa indem nut die gut arbeitenden betriebe belastet werden. in Angriff ge­nommen wird.

Sic Reichsinderziffer für Mai. Die ReichSinderzifser für die Lebenshaltungs­kosten (Ernährung, Wohnung. Heizung, Beleuch­tung. Bekleidung und .sonstiger Bedarf) ist nach Den Feststellungen des Statistischen ReichS- grntS für Den Durchschnitt DeS Monats Mai mit 150,6 gegenüber 150,7 im Vormonat nahezu unocränDert geblieben. Die InDerzissem für Die einzelnen Gruppen betragen (1913 biS 1914 gleich 100): Für Ernährung 150,8, für Wohnung 125,5. für Heizung unD Beleuchtung 143,6, für Bekleidung 170,3, für Den .sonstigen DeDarf" einschliestlich Verkehr 187.1.

I. - G. - Forben und Braunkohlen- Bergwerks - A - G. Caroline Magde­burg^ Wie der WIB.-Handelsdienst hört, hat die 3.-(9.»5arbeninBuftric ein Aktienpaket des konsoli­dierten Braunkohlenbergwerks Caroline bei Off- leben A.-G. zu Magdeburg erworben aus Inter­este für das dieser Gesellschaft gehörige zu Roitsch bei Bitterfeld gelegene, noch nicht aufgeschlossene Braunkohlenfeld. Dieses Feld liegt mitten im Be- fifee der I.-G. und kann ohne besondere Aufschluß- kosten von der der I.-G. gehörenden Grube Theodor abgebaut werden.

Metallwerkc Knodt A.-G. Frank­furt a. M Der Aufsichtsrat beschloß, Die Divi­dendenzahlung mit 6 Prozent wieder auszuneh- men. ÄustragSeingang und Beschäftigung seien befriedigend. (G.-V. am 29. Juni.)

Der Ausgabekurs Der Kasseler Kaltanleihe Wie Der Vorstand der Kall- inDuftrie A.-G. Kassel mitteilt, sind alle bisher veröffentlichten Angaben über den Ausgabekurs Der 60 Millionen Mark junger Aktien völlig aus Der Luft gegriffen. Der Kurs werde in einer Kommis'ion unmittelbar Dor der General­versammlung vom 30. Juni feftge'egt Es fei auch unrichtig, wenn behauptet wurde, die Kapi- talZerhöhung stehe mit dem Bestreben nach Trust­bildung und den Fusionsabsichten der WinterS- hallkaliindustrie A.-G. im Zusammenhang. Sie werde vor allen: vorgenommen, um den Ausbau Der großen MischDüngersabriken in Rauxel und Sondershausen zu vollenden. Wie man weiter Dort, weist Die Bilanz Der Kattinbustrie A.-G. ein Bankguthaben von rund 37 Millionen Mark aus. wahrenD die Anlagen und Beteiligungen trotz erheblicher Erweiterungen mit 175 gegen 161 Millionen Mark im Vorjahre zu Buch stehen.

Böllige Stillegung der Kasseler Zündholzfabrik. DaS Werk Kastell der Deutsche Zündholzfabriken A.-G. in Berlin, das frühere Stammwerk der Stahl & Rölke A.-G. für Zündwaren-Industrie in Kassel, soll bereits im Laufe dieses Sommers vollkommen stillgelegt werben. Damit würde die Zündholz-Induftrie in Kastel, Die hier einst eine sehr bedeutende Roll« gespielt Halle und mehrere grobe Betriebe un er­hielt, vollkommen zum Erliegen kommen. Der Auffichtsrat der Deutsche Zündholzfabriken A.-G. hat bereit- bei Den Behörden die erforderlichen Schritte eingeleitet, um Die Gesamtbelegschaft deS großen Werk« im Laufe dieses SommerS nach und nach entlasten zu können. Das große Kontingent an Zündhölzern, 50 Kisten zu je 10 000 Schachteln Tagesproduktion, Die bis jetzt noch täglich in Kassel hergestellt worden sind, soll au- Gründen der Rationalisierung in Der neuen großen Fabrik in Lauenburg a. D. Elbe herauSgearbeitet werden.

* Dom Sicgerlänber (Erzbergbau. Don zuständiger Seite wird mitgcteilL dast durch den vorzeitigen Abbau der Staatshilfe für den Sie- Scrlänber Erzbergbau das bisherige segensreiche )irken nahezu illusorisch gemacht worden ist. Schon vor einiger Zeit mußte die Förderung eingeschränkt und ein Teil derselben auf Lager genommen wer­den. Auch Arbeiter mußten entlasten werden. Wenn nicht in irgendeiner Form dem Siegerland in näch. fter Zeit Ersatz für die Staatshilfe gewährt wird, geht der Siegertänber Erzbergbau der 60 v. H. der deutschen Erzförderung aucmacht. sehr schweren Zeiten entgegen und mit ihm die auf ihm fußende weiterverarbeitende Eisenindustrie.

' Süddeutsche Holzindustrie A.-G., München. Der »uffuhtsrat hat beschlossen, in der am 26. Juni 1928 ftattfinbenben Generalversamm­lung bte Verteilung einer Dividende von 12 Prozent in Vorschlag zu bringen. Gleichzeitig soll die Gene- ralDcrfammlung über eine Kapitalscrhohung von 2,e* Millionen auf 5 Millionen Beschluß fasten.

Auslandaufträge für Krupp-Gru- s o n. Die ,apanische Kawasaki-Dockord Co. hat der Krupp Gruson-Werke-A.-G., Magdeburg, ein Platin- Walzwerk in Austrag gegeben, das eine Jahres­leistung von 200 000 Tonnen haben soll. Der Auf­trag ist zwar belangreich, jedoch erreicht er nicht den Wert von der in Der Presse gemeldeten Höhe von 1,6 Millionen Mark.

frankfurter Börse.

Eigene Drahtmeldung des ..Gießener Anzeigers'.

Frankfurt a. M., 1. Juni. Tendenz: weiter fest. An Der heutigen Dörie blieb die Stim­mung unverändert fest, bei wieder ziem­lich lebhafter Geschäftstätigkeit. Die gestrigen festen Börsen in Reuyork und Paris verfehlten ihre anregende Wirkung nicht und das Ausland beteiligte sich wieder rege am Geschäft. Der Zahltag bereitete keine besonderen Schwierig­keiten. was man allerdings auch nicht befürchtet hatte. Die noch herllnlomrnende verspätete Ulli» moware fand glatt Aufnahme. Don einer zu­nehmenden Publikurnsbetelligung war allerdings am hiesigen Platze auch heute wenig zu merken. Elektrowerte waren weiterhin bevorzugt unD zwar waren vor allem Siemens mit plus 6 Proz. Gessürel mit plus 3.5 Prvz. Licht St Kraft plus 3 Proz. Schuckert mit plus 4.75 Proz. und Rheag mit plus 4 Proz. ver­langt. AEG. blieben Dagegen weiter eher ver­nachlässigt unD nur aut behauptet. Für Far­ben erhielt sich das Interesse unD garbenaflicn eröffneten 4 Pro», höher. Für Holzverkoh­lung erhielt sich ebenfalls Rachfrage und Der stark erhöhte Kurs Der gestrigen AbenDbörse tourDc um 5 Proz. überichritteiu Scheide- a n ft a 11 waren nur gut behauptet. Rege Rach­frage beftanD nach Daimler, Die 4 Proz. an- zogen. Adlerwerke gewannen 2,5 Proz. In Reaktion auf die starke Kurssteigerung von gestern abend verloren Westeregeln 1,25 Prozent. Am Montanmarkt lagen Goldschmidt etwas lebhafter mit plus 3 Proz. Tim Ban­ke n m a r k t trat Commerzlmnk mit plas 5 Proz. in Den Vordergrund. Reichsbank gewannen 2.25 zurück. Voigt St fner tourixm mit 210 Pro­zent notiert. (Gestriger Börsenkurs 225 Pro­zent.) Im übrigen waren meist ein- biS zwei, prozenlige Kursöesserungen zu verzeichnen. Deutsche Anleihen lagen still. Auslän­dische Renten blieben vernachlässigt. Jin wei cren Derlau'e blieb das Geschäft verhältnis­mäßig lebhaft. AEG. lagen jetzt lebhafter unD konnten 2 Prozent gewinnen. Mannesmann zo­gen 1,5 Prozent an. Verschiedentlich traten auf Gewinnsicherungen kleine Kursabbröckelungen ein. Geld war -um Zahltag stark verlangt. TageS- gelD 8 Prozent. Am Devisenmarkt waren die Kurse wenig verändert. Man nannte Reichs­mark gegen Dollar 4,1760, gegen Pfund 20.402, London gegen Ka ei 4,8875. Paris 124,02 Mai­land 92,65, Wadr d 29,15, Holland 12.0975.

Bei im c Börse.

Eigene Drahtmeldung desGießener Anzeigers".

Berlin, 1. Juni. Im Anschluß an die festen Auslandbörsen hatte sich schon im heutigen Dor- mittagsoerkchr st arke Nachfrage nach Sve- z i a 1 w e r t e n geltend gemacht. Innen- und außen- politische Spannungen wurden übergangen; auch daß die Frage der Medioabschaffung gestern vertagt worden ist, machte keinen Eindruck; dagegen wies man auf die Erleichterung der Liquidationskasse hin, die vor allem eine höhere Beleihung der Kalla- papiere vorsieht. Zu Beginn der Börse hatte das Geschäft in Spezialwerten geradezu stürmischen Charakter. Der Orderseingang bei den Banken war unerwartet groß gewesen, wobei allerdings zu be­rücksichtigen ist, daß heute schon zahlreiche Limite­erneuerungen eintrafen. Auch das Ausland betei­ligte sich heute wieder mit Käufen, doch ist der Kreis der verlangten Papiere größer geworden. Kurs- gewinne von 1 bis 4-0./). gegenüber gestern mittag waren keine Seltenheit. Rheinische Braunkohlen, Schlesische Zink, StoUberger Zink, I.-G. Farbcn, S-Huckert, Voigt & Hoeffner, Siemens, Feldmühle, und Polyphon waren darüber hinaus bis zu 10 o. H. erhöht. Deutsche Atlanten 10,5 v. H. höher. Kali- aktien in Reaktion auf die gestrigen Steigerungen schwächer. Salzdetfurth minus 9,5 v. H. Erwähnens- wert ist die Kursbewegung der Chadeaktien. Dor- börslich noch, auf die Kapitalerhöhmgsgerüchte, mit

einem Dezugsrecht von 4 zu 1 noch sehr fest und mit 661 genannt, eröffneten sie sehr enttäuschend mit 645 Mark. Anleihen waren behauptet. Aus­länder überwiegend fester Anatolier und Mexikaner bis 10 o. H höher. Der Pfand- b r i e, m a r 11 war still. Geld zum heutigen Zahl­tag immer noch zu hohen Sätzen genannt, aber vor­handen. Tagesgeld 8 dts 9,5 v. H. Irn wei­teren Verlauf zeigte sich bei Der Spekulation Nei­gung zu Geminnmitnahrnen, später wurde es aber allgemein wieder fester. Gelsenkirchen, Metallbank, AEG., I.-G.-Farben und Siemens rege bevorzugt.

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Eigene Drahtmeldung des »Gießener Anzeigers".

Frankfurt a. M.. 1. Juni. Zum Wochen­schluß verkehrte Der Frankfurter Produkienma.-kt weiter in rubiger Haltung Die Händler Dehm- Detcn nach wie vor große Zurückhaltung Die Preise blieben jedoch g u t behauptet. Es würben notiert: Weizen 1, gut. gesund, trocken, bis 1 Prozent Auswuchs. 26.25 bi» 26.50; Roggen 28; Inl Hafer 28 biS 23,50, Ma iS (gelb) für Futterzwecke 25; Mais (gelb) für anders Zwecke 25; Weizenmehl, süddeutsches Svezial 0, 37,75 bis 39; Roggenmehl 39.50 bis 4?; Weizen! eie 14,75 bis 15; Roggenkleie 17.25 biS 17,50 Mark. Tendenz: schwach.

Berliner Produktenbör?

Berlin, 31. Mai. Chikago hatte gestern Feier­tag, so daß von dort keine Anregung vorlag; die an­deren überseeischen Märlte nahmen einen schwäche­ren Verlaus und die Offerten für Auslandweizen und -Roggen wiesen daraufhin eine Ermäßigung auf. ©eld)äft konnte sich bisher auch aus der niebri- geren Preisbasis noch nicht entwickeln, das Inter­esse für Auslandware ist jedoch zweifellos reger ge­worden. Das inländische Weizenangebot ist für die gegenwärtige Jahreszeit nach wie vor ziemlich um- sangreich zu nennen und begegnet angesichts des fortgesetzt schleppenden Mehlabsatze» nur geringer Nachfrage. Roggen ist in Kahnware zur prompten Verladung weiter reichlich angeboten, bei dem be- trächtkichen Aufgeld, das für vordere Ware gefor­dert wird, deckt der Konsum nur den dringendsten Bedarf. Waggonroagen findet zu gestrigen Preisen in der Provinz Ausnahme. Herbstroggen ist verein­zelt an der Küste offeriert, Forderungen und Gebote sind aber schwer in Einklang zu bringen Am Lie- ferunqsmarft stellte sich Juli-Roggen anfang*- um 250 Mark höher, gleich nach der amtlichen 'Dotie­rung trat jedoch eine Abschwächung ein. Weizen- und Roggenmehle ruhig, auch Hafer liegt noch wie vor still. Am Gerftenmarkt halten sich Angebot und Nachfrage in engsten Grenzen. Es notierten (1000 kg): Weizen, märkischer, 262 bis 265, Mai 279 bis 278, Juli 284.25, September 270,50 (ruh ); Roggen, märkischer, 278 bis 280, Mai 290, Juli 273 bis 272,50, September 251,25 (unregelmäßin); Sommergerste 250 bis 285; Hafer, märkischer, 263 bis 269. Mai 274; Mais, zoltbegünsttgter Futter- mais, 237 bis 240 (stetig); (100 kg): Weizenmehl 32.25 bis 36,25 (ruhig); Roggenmehl 36 20 bis 38,90 (ruhig); Weizenkleie 16,75 bis 17 (ruhig); Weizenkleicmelaste 16,75 bis 17,25; Roggenkkeie 18,50 bis 18,75 (ruhig); Viktoriaerbsen 50 bis 62; kleine Erbsen 35 bis 38; Futtererbsen 25 bis 27; Peluschken 24 bis 24.50; Ackerbohnen 23 bis 24; Wicken 24 bis 26; Lupinen, blau, 14,25 bis 15 25; Lupinen, gelb, 15 25 bis 16 25; Serradelle 23 hi» 28; Rapskuchen 18,80 bis 19; Leinkuchen 23 50 bi» 23 80; Trockcnschnitzel 15.20 bis 15.40; Sogasch'ot 21,20 bis 21,80; Kartoffelflocken 25,60 bis 26,20 Mk.

Kunst und Wiffenschast.

Prosestor (Emil Fromm f.

3n Wien ist, einer Dortigen Meldung zufolge, der Leiter Des meDirinifch chemischen Instituts Der Wiener Universität. Prof. Dr. Emil Fromm, im Alter von 63 Jahren gestorben. Der Gelehrte. Der im Jahre 1921 von Der Uni­versität Freiburg nach Wien berufen wurde, war während des Krieges Leiter des Deulfck-en Gistgaskrienes. Fromm ist das Opfer feiner Wissenschaft! chen Forschungen geworden Durch seine Experimente mit Giftgasen zog er sich eine schwere Erkrankung zu. die seinem Herzen rH zu schaffen machte. Runmehr ist er einem Herzlciben erlegen.

Briefkasten der Redaktion.

0.0. Zum Smoking wird stets korrekterwrise die schwarze Binde getrogen. Bei Hochzeitsfeierlich'eiten ist allerdings in der Regel entweder Frack ober Cutaway der passende Anzug.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die Pinter den Tarieren angc'übrien Ziffern geben bic §whe der zuletzt befchlossenen Dividende an. - Reichsbankdiskont 7 Prozent, LombardzinSfuh 8 Prozent.

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