Ausgabe 
28.5.1927
 
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UebctWe vor be» ber Pslizel.

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zeuge Königsberg meßt nicht mehr

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Im (tnobfneege le I <

des Gießener Anzeigers, 25000Auflage, erscheint am Mittwoch, den 1. Juni

trift ctngcqangcn war. Nachtrag! Tagesordnung b.-t nächsten VöllerbundSraleS gelegt »orb*n.

eingtfüjL Die ± rinMichkrrr. die bei der

Otuabeea r.yal'.-i. dir OrunMog« ihr« Po- link war Ift rerichwunden und Unb den Nchr- bartzen 2tuÄrud d«ch bn Qultitl der

Kauotocher Turnvereins würbe airf dreier Strafe von uniformierten AufstLnblge» überfallen end schwer rnltzhandelr, Tic Zk^tlplra. ewtt iiaurn enb Kinder, nach« tm fluten, wurde" aber auf FahrrL ber» verfolgt xr-b weiterhin w.tsthandrt:. Luch t»

gen. Die Folgen sind doch nur. daß die Flug- Smolensk Moskau nun-

Die Rede Mussolinis.

Äfutr Äurft in 2üdtirol. Italiens Teil» nähme am Wettrüsten.

Eigener Vrohtdcrichl de» siebener Anzeiger»'

haben das -r - .---------- . -

mereS zu verhüten, den» fchkiefilich hätte es sich nut um Mafaryk oder ÄraauiiKj gebandelt, son­dern auch, weil sie von dem Dege nicht abgehen wollen, bn» Ne bei ihremInlritt m d.e Hegte» rung eingefchtagen haben. S.e verkörpern immer noch die Rärffte Finan.z.'r»st innerhalb deS Staa­tes und was man chnen nicht freiwillig zuae- ftehen wollte, das wollen Ne erzwingen. 3m Interesse die«er Politik b achten sie bas Opfer. Ma'aryk zu wählen, btt sich ja als wandlungS- fähla genug erwiefen hat. um auch für seine 'Person einzusehen daß die Tschechollowakri nur

Neue Ueberfäüe auf Deutsche in Oderschlesien.

Kattowitz. 27 Mal. (®3.i Anläßlich der gestrigen Meisterschaftsspiele ber Deutschen Turnerlchaft fürPolen kam cS wieder zu schweren Auö'chreikunaen polnitcher Autstandtqer gegen Angehörig, der beutichen Minderheit. Der Turnverein Hielt i wurde bei seinem Marsch nach Weß von Aufftündigen zur Aückkehr gezwun.?en Eine Abtellung des

wandte sich sodann an den Mini sie rvrSsi» de nie n mit dem Ersuchen, von dem ^gebnis ' dem Präsidenten der A«pu-

der Dahl de

blik Mitteilung zu machen und unter­brach sodann die Sitzung. Das Resultat der Dahl wurde durch Funkspruch verbreitet. Beim Ab­schieden der ersten Kanonenschüsse stieg ein Flug- -euggeschwader von 150 Flugzeugen auf. das über der Stadt und über der Burg kreiste. Um 1X50 Uhr begab sich Mas aryk ins Parlament, um den Elbauf dieDersassungzu leisten. Er wurde aus bem Weg« von der Menge stürmisch begrübt. Die öffentlichen und vielen privaten ®e» Haube hatten Ilaggenschmuck angelegt. Der Prä­sident mit Begleitung wurde vom Parlafnents- sekretür in den Sitzungssaal geleitet, wo bereits alle Abgeordimten und Senatoren versammelt waren. Der Borfiyende nahm die unterbrochene Sitzung wieder auf und hielt an den wiedergo- wählten Präsidenten eine kurze Ansprache. Er verlas sodann die Eidesformel, woraus der Präsi­dent zum Plenum gewendet sagt«: .Ich gelobe."

(la nee«, Üwrtdajet.

Htm haben wie endlich auch t* BerliE Wieder einmal den Bertuch zu <i*tr TUtotb» knfatlpr Allkrh'ngS hat eS mit dem MW» n.chts zu tun Berlins Cefi<fltl»» I -Jt beim Ionien, und fr-S wird de» TU^-rr^r I* ikunapseS gezeigt. 9y.rt tanzt bei Tag «mb Aachs

me» ber deutsche» A e, te r » » a s pa r- teien erhalten hat: allerdings ein Ergebnis, das verstanbeSarmätz »war notwendig war. aber gefühlsmäßig starke Hemmungen auSlöst. Tenn lch.:eßlich ist Loch Herr BkafarLk derieL«. der die Sudrtenbeuls chen als Einwanderer und Kolo- nisten bezeichnet hat. der eS auch In der Praffis bisher nicht Lurchs7hen wollte, dah die Deutsche» glcchberech'.tgt« 2*2r;e: der T?chechollowakei wä­ren. Innnrrbtn. d»e deutschen Rcgierungsparteten 0p' rr gebracht, nicht nur. um Schll«-

Aus aller Welt.

Der Lhes der l>eerc»t,ltun, In Bob Wift*»»*.

Der Lhes der Heeresleitung. General Heye, weilt teil c.ntgen Tagen U Dilfrinaen »um Kurgebrauch Da ber General während DHkfbmi von dort aus fein Amt weiter verwalkt, was durch die Anwesenheit zahlreicher höherer Offt# tirre. so drS Oberbefehlshabers der Gruvwe»- kommanbvs 2. General Aeinhardt bewiese» wirb, hat Bab Wlldungen gegenwärtig fast Mili­tärischen Eharatter ..nlchonend werden auch Borbereitungen zu ben Herbstmanövern an der oberen 2defer getrosten.

«ine Ehrnng fle Hrofestor Deefrr».

Huf der Tagung de» Bersins Leuts «der Oeaenteur« in Mannheim wich am Sonntag Pros. Dr b. c Junker, bU GrasdefGe» denkmbnze verliehen werbe», die höchst« 0 hrung, die der Verein Deutscher Ingenieure p vergeben hat.

Die (ifenbatznattenlskr von teiferde beHnabchk.

Da» vreust,sch« 6Ma«wilnHfrrtum hat enst,rw chenb Dem Vorschlag de» Junten üristeri um» be­icht oste». ba» auf lobo'trale louleeöe Urtml de.

liegenbrtm auch die Herausgabe der tägliche» Kriegsberichte gehörte. Mitt« September 1914. nach ber Marneschlacht übernahm ber Ge­neral die Führung des 14. Ae'ervekorps das in feiner Stellung nördlich der Somme am 1.3ufi 1916 von dem ersten Stoß bet groben englische französischen Offensiv« getrvsten wurde und durch sein zähes Festhalten, namentlich bei Thiepval hohe» Aum erstritt. Am 29 Oktober 1616 wurde er als Aachsolaer deS Generals Mild von Hohenborn. ber seinerseits bte FübrnnE eines Arm.-rkorpS übernahm, preuhl scher «Minister: halb danach wstrb« er auch

Das deutsche Agrarproblem.

Gins Arbe des RrichötimLstriMEb. «iitsterö.

Berlin. 77. Mai. iWB) Heu» abenh «prach AerchSmtmster Schiel« vor der Deut­schen Weltwirtschaftliche- GekMchesi Über bas Thema .Das Deur'ch» ^rarprodteM^. Mir kV» in Teut'chiand. tührte ber Minikkr ans. I» «ine Epoche «m^ireten. in bs wir bkkfte Awrai«. bte to-.r b-.ixr ber Erweiterung ber Inkmfkw >ugewenbet Haden, auch kör die Förderung der Landwirtschaft anwenden müßten. Durch vermeidbare Einfuhr land- wirtschaftlicher Produkte fei unsere Fahlungs>.Ianz um Hunderte von TfUL ToO» warf belastet Trim großen Devi'enfrrtrag könn­ten wir am eheste» durch eine Korrektur ber Handelsbilanz von der Ginfuhrseita b e r einfpamt und »war fr: och Erstarkung ber de'.m'.schen Lanbwirtscha't-prvduMoe». Auf d.esa Meise werd« auch bk Bedeuta-g der Vanbvirt« schalt als Abnehmer Industrieller Er­zeugnisse gehoben und grob» Mözllchöeit«, für dce Ansehung »euer Arbeitskräfte würden er'No'Vn Durch Ausbau und Bertin- fung deS ländlichen Bilbungsweseu« müsse der soziale Aang deS Bauern erhö^: Ver­den. Die Soz'.alpvNtik müsse auf die Begründung neuer ländlicher Arrx'.tsviän« und bk Schaf­fung von Aufstiegsmöglichkeiten ein- gestellt werben. Die Siedlung hat ium Zteie. eine zufrieden bodenständige B-vblki-.--z zu schaffen, die sich ihres DerwS und des Merws ihrer Arbeit bewustt ist. Für ein solches 6*6- lungswerf. so »chlost der Minister fein« Aus­führungen. blek der deutsche Osten Weik» Ha um.

Kriegsminifter von Stein f.

Brandenburg a. d H^ 2' Mai (1MÄ) In der Aacht zum Donnerstag verstarb l» Lehnt» (Mark) der KriegSminifter a. D. und erster Ge- neralquarttermetfter in Weltkriege. General bei Artillerie Erzellenz Dr. v S t e i n im 71. Lebens- labte. Mit Stein ist wieber einer der beste» Cf-mert deS alten HeeceS zur Groben Arme» abberufen worden. Er gehörte zu jenen MUitärst. die eine glänzende Laufbahn zurutflege» konnten, die von Domberrin auf den richtigen Plast ge­setzt wurden und ihn auch voll auszufülle» ver­standen. Dem deutschen Dolle in seiner Gesamtheit wurde er er ft mU dem Ausbruch deS KntgeS bekannt, als Ihn der Kaiser zum General- quartiermeiHer ernannte, z» dessen Ob-

munismus sei lediglich eine Angelegenheit der Polizei. Der Kommunismus fei vielmehr ein« Philosophie und eine Mirtfchastslehre die sich die Masse n erobert habe. Es fei wahr, dah der Kommunismus an die Gewalt und be» Bürgers'.ea appellier«. Der Kommunismus find« nur deshalb in den Kolonien einen guten Boden, weil fr« KolonlfierungSprr 7 ramm« d« Unter dr ückung ber Eingrao reue» mit sich bringen.

Innenminister Seeaal

erklärte, bah seine Hebe keine Provokation ge­wesen lei. Er sei im Gegenteil ber Ansicht, dah man in Frankreich viel zu lange gewartet hab«, um den Kommunist 7 us zu befdmpfen. Dtr Kommunisten arbeiteten überall gegen bte natio­nalen Interessen Frankreichs "Bern die Kommu­nisten nur bte Auswüchse gewisser imperialistischer Dichtungen brandmarken mürben, würde man nichts dagegen au sagen haben. Aber Denn sie sich selbst außerhalb deS Ge'eh«- stellten. Denn chre revolutionäre Propaganda von verbre­cherischen Sabotageakten und dem Her» such begleitet fei. die Kraft des Heere« und der Marine zu brechen, und wenn endlich diefeS Merk der Zerstörung Frankreichs nicht im Damen des französischen Proletariats sondern auf Be­fehl und zum Autzen eines ausländi­sche» Imperialismus erfolg«, bann s«i dast ein Derbrechen und keine Meinungsäußerung. An bleiet ungesetzlichen Kampagne feien bl e kommunistischen Abgeordneten be­teiligt. Die kommunistischen Abgeordneten könnten nicht behaupten, dah in Frankreich und seinen Kolonien nicht -um Bürgerkrieg und zur Aevolulion gehetzt Derbe. Die antlmlIilariW4m Instruktionen für bte französische Kommunisti ch« Partei seien burch die Dritte Inter­nationale erteilt Derben. Sarrau schloß, Ihr wollt den Krieg, weil Moskau nicht den Frieden will, um seine Macht ilcherzustellen. Da machen wir nicht mit. Um bas Daterland zu veNeidigen brauchen wir lediglich daS Gesetz ohne SchTväche anzuwenden. Dir Derben gegen alle Provokationen vor­gehen. gleichviel ob sie von Ausländern ober von Inländern nulfleben.

Der fatalistische Abgeordnete Blum interpellierte hieraus über die Art der btblo- matisch« n Beziehungen, die die Ttegie- runfl mit der Sowie!regierung zn unterhalten ge­denke Sr begründete seine Interpellailon mit dem Hinweis daraus, baß ble Aebe des Innrn- Ministers zum großen Teil gegen Moskau gerichtet gewesen sei. So habe Sarraut anschei­nend keinen Unterschied zwischen dem Kommu­nismus der französischen kommunistischen Partei und dem auslänbischen Kommunismus gemacht. Er wolle daher genau wissen, was die Arglerung eigentlich beabsichtige. Man avMMe eine derartige Aktion nicht, ohne Ihre Folgen zu 5 ber r legen.

Außenminister Befand

erwiderte: Er müsse als Außenminister verhindern, daß ble Außenpolitik ben Improvisationen unb ben leidenschaftlichen Meinungen, ble in einer solchen flammerfifoung oorudergehenb zum Ausbruck kömen. auegefetzi werbe. Iebermann wisse, baß ber Eitz ber Internationale in Moskau sei. unb baß ble französischen flommunlften sich ber Dritten Inter- nationale anaefchlosten hatten. In bem Falle, daß ble russische LRrgirrung e» an biplomalischer fl 0 r r e f I b f 11 fehlen lasse, die von ihr ebenso wie Don anderen Regierungen oertangt werbe, wurde ber Außenminister auf ble Tribüne gestiegen fein, um Nt Sanktionen, ble ergriffen werben müß­ten. aryufünbigen. Er bitte baßer, ble Außenpolitik an» ber Debatte fernzuhalien.

bem direkt nach Smolensk DeilerlUegen und somit nur einen Dortell zu verzeichnen haben, zumal es Mn Vergnügen war. den s.ist vollkom­men unbrauchbaren Flugplatz von Kowno anzu- sltegen. Das die Strecke nach Memel anb.traf, so war sie niemals betonier» frequentiert. Ein B-rlust entstebt olfo auch auf diese Meise der Deutschen Lusthanla nicht. Das aber viel wichtiger ist. und das schrinen. wie bereits gesagt, die Litauer zu b«adNch:tgm. ist die älnterdrückvng des Memel la ndes nach jeder Atchtung Dabei scheint man jedoch In Kowno ganz au überleben, daß die Autonomie deS MemeilanbeS durch ble Memellonventlon gefchützt unb verbürg» worden ist. In dieser Hinsicht dürfte eS wirt­lich eine Genugtuung sein. Wenn l:ch der Völker­bund einmal ringehenb mit freier Angelegen­heit beschüstlgt und nicht nur Lttauen selbst, sondern auch der Welt einmal gründlich die Augen üb?r die unhaltbaren Z » stä » d« össnet. Aach einer Mif.et'.ung deS Generalsekrr- tariats d«S JölkerbundeS ist auf Ersuchen der ReichSr^gierung die P e t t 11 0 » leitender mmtel- länbilcbtr P.rsönkchMten wegen Ber letzuna ber Autonomie d.-S MemelgebiettS durch Litauen, bte rechtzeitig innerhalb ber 20»ägtge»

Es ist »ur r.u logisch« DeiterrntwüSung. wenn Hrrr Masa.-pk. btt 1920 mil b«n Stirnrnrn aller T'chcchrn gegen die Stimm«» aller Deut- fchen grsähll wurb«. fresmal auch dl« S t i m-

barai auf bi« Dauer lebensfähig ist. wenn fk ben Deutschen Helmatrecht gewährt.

Herr Masaryl hat sich bem Wahlkampf selbst ent­zogen: tr ist unmittelbar vorher erst von einer Krise zurückgekehrl. ble ihn burch zweieinhalb Mo­nate In ben Orient führte. Auch er wirb babei viel gelernt haben. Sein« Wi«b«rwahl war nur möglich baburd). baß ber MinisterprSsibent S 0 « hla einen s«hr starken Druck baßinler setzt«: st« war nur möglich mit Unter st ützuna ber Deut­schen. Hoffentlich behalten bie veutschen Kegle- rung»parteifn recht, wenn fl« ihm bie nötige vor- urifilelofigCelt zutrauen, um künftig ben flur» ber Tschechoslowake, noch weiter herum,zubrehen unb sie aus brr anlibeutschen Politik hinuderzusteuern in eine Linie, bte ein sriedlich « s weben» elnanber ber heiben Völker möglich macht.

Litauisches Einflugverbot nach Memel.

Berlin. 28. Mal. Die litauische 'Regie­rung hat die Einsluggenehmigung in bas M c m e l g e b I «t für die Deutsche Luft­hansa vom 25. Älai ab zurückgezogen. Denn auch damit zunächst keine besonderen Folgen im Fluaverkehr «tntreten werden, so zeugt diese Mas,nähme seitens der litauischen Aegterung zu­mindest doch von einer außerordentlich kurzsich- ligen Politik. Aus alle Fälle scheint sich Litauen über seine Bedeutung zum internationalen Der- kehr In keiner Deise klar zu fein. Denn auch die litauische Aeglerung vermeint, damit den internationalen Lustverkehr, also In diesem Falle die Deutsche Lusthansa. zu zwingen, statt Memel Kowno anzulausen. b ist sie doch zumindest sich nicht der verkehrspolitischen Bedingungen bewußt. Lächerlich ist eS auf alle Fälle, somit die Aivalltät Memels aus dem F7lde zu schla-

Deurichland ei» höchst unerfreuliches Scho finde-. Denn schlirßlüh Dingt eS ans dem Dald so heraus, tote man In ihn ßtir.rmrft

Masari)lzumsichechischen5tuats- präsi-enlen wiedergewählt.

Prag. rr. Mai. 'Dvlfsf 3m Abacorb- neterchauS hat em 11-22 Uhr die Stimmabgabe für die Dahl deS neuen Präsidenten der Tfchrchv- slowaket stattgefunden. Fast das gesamte frplo- matt'dx KorpS. darunter die Gesandten von Deut'chland und Oesterreich, wohnte auf den Tri­bünen dem Wahlakt bei. Seit 13 Uhr Ist fre Umgebung deS Parlaments in weitem Unckrets für icben Berkehr griperrt. Der bisherige Prälr- bent B. G. M a s a r y k wurde im ersten Wahl­gang mit 274 Stimmen für fre neue siebenjährrge Futckt onZperirdc zum Staatspräsidenten wiebergevählt. Die ersorderliche Drei« funslelmrhrh.lt betrug 253. An der Wahl nah­men 434 Abgnrrdnete und Oenatortn teil. Es wurden 432 gültige Stimmzettel abgegeben, 104 Sttmmzetkel waren tett.

Aachdem im Abarordnetrnbaus Präsident Mal»)Peter das Wahlergebnis bcianntgegeb«» hatte, erscholl im Haufe unb auf ben Galerien stürmifcherBeisall.Dk Abgeordneten und Senatoren der kommunistischen, brutfchnatlvnalen und beutfchnatlonalso»ialistt'chen Daneien batten den Sitzungssaal veriaskn. Präsident Malypeter

geneigt, in Südtirol neue IDtge einzufchlagen JcM macht er plötzlich für eine verschärfte Italtanlsierung des Deutschtums Propa- ianda. rührt die Werbetrommel für weiter« t ü ft u n g e n und führt als B«gründung den

Stahlhelmtag an

Aach neueren Meldungen soll er dabei gesagt haben .Die bewaffneten Kräfte ber Nation tnüflen auf ben Zustanb höchster Bereitschaft aebracht »Derben. Dl^tlcdaft- lich unb finanziell muß untere Ausrüstung vollenfrt fern, unb lchlleßllch müllen konstitutiv- ndle Aefvrmen burchaesührt werben. Jetzt, too la um zwei Ia^re oerfloffen find, rüsten ble Locarnovölker zu Land unb »ur See Der große Aulmarfch i n Berlin liegt erst ganz kurze 3dt zurück Bet dieser Deranstallung w ird« eine Tufd mit ber Aufkchr fl .Bo» 'rieft b l A - g a" mtlgefübn Das ist eine Mrabcr« Xcnommiertnl. immerhin eine Xatfadx Deshalb 16 eS die wichtigste P'lich« deS faszlsti- eben Italien, seine Land- unb Seestreitkräste auf den Zustand höchster Bereitschaft zu bringen. Dir muffen in der Lage fein, im gegebenen -lugendiick fünf Ak11ilvnen Mann zu nw hlUletcn und mit Waffen zu verleben. Dir müllen untere Marine .«rftärken. unb untere Luftflotte muß to geivaltig werden, daß ihre .xlüge fre Gönne Ptrt-jnMn.

DerständnlsloS tmrb das S-uttbe Volk b e»er neuesten Leistung des Itallemfcben M.nlsterpräfi» X-nten gegenüberiteben, ber doch nur zu gut über uns. untere politischen Fiele und untere milltärilchen Kräfte orientiert ist. Er darf sich nicht wundern, tornn feine Ali»südrungen in

»um General Der Jrt. vetorverr. axan nnw Geheim-ErlafleS im Zu'am.nenhana mit d«n Frie­de ns« rörterunaen wurde er End« S«ptemd«r 191t von b«m dentrurrlabgeorbneten Gröber Im AeichSkag angegriffen. Die Fvlae war. baß er am 9 Oktober 1913 zurücktrat Sein Aachfvlgrr wurde der General Scheuch Seine Memoirr», bie er nach bem Kriege heravsgab. haben fo manchen Einblick in bie Zustünde der deuifche» Heeresleitung gegeben.

Der Jubel in Prag.

Prag. 27. Mai. (Wolff.) Die Wieberwahl Ma- jaryk» zum Präsidenten ber Republik finbet In allen Kreisen ber Bevölkerung lebhaften Wider­hall. Die Blatter Heden hervor, baß der wieber- aewähll« Präsident auf feine Perfon dürgerilche, fozialistifche. deutsche und tfchechofloaxrkifche Stim­men vereinigte, was beullid) genug zum Ausdruck dringe, daß Mafaryk ein Programm, aber kein par- teipolltsiche», jonbern ein Staateprogramm h«beule. Dir Begeisterung ber Trager Vevolkerur^ über bi« Wiederwahl Tlofarnt» sand ihren Ausdruck in einer machtoallen Run d g e d u ng, die in den Adenbstunben auf der Prager Burg statstanb. Au» allen Teilen der otabl ftromt« bk Bevölkerung nach bem Hradfchin. wo sie halb bk beiden mächtigen Burghöfe lullte Aus bem Platz vor bem (Betäube ber Bura stand die Meng« flopf an flops. M a la - r y k nahm 00m Fenster au» die begeisterten Hul­digungen der Mallen entgegen. Unoushöriich, di» hi ble |pakn Adendftunden. brangen zu ihm Wünsche heraus für feine Griunbheil ur» für lein« nnikre gedeihlich« IdtlaMl für bi« Republik Festliche ver- anftaltunfltn. ble au» Anlaß ber Wiedern» kl Ma- saryk» ,um Präsidenten bei Republik flattfiinben, werben auch au» zahireuhen Städten her Republik. |o au » Brünn. Madrisch Osirau. Olmüß ufro. ge- mähet Seit bem Bekanntwerdm be» Ergednifle» ber Wahl Imb In ber Ranjkl be» Prütldentcn au» allen Irtlen ber Republik und au» dem tlu»lanbt Oberau» zahlreich« telegraphische Begrüßungen unb ffilütf- wunschkundgebimgen dngegangen.

MasarykundbieDeutfchen

Eigener Dradibericht de» ..Gießener Anzeiger»'.

Berlin. 28 Mai Die tschechl'ch« Aepublik bat »um brit:en Mal« Herrn Mafaryk zum Prä- Iidenten wiedergeiväblt Das Ist ein Erfolg, der nur leinet Perf önllchkeI» zuzufchre b«n ist. der auch nach der Dersaffung nur für ihn möglich war Denn es Ist vorsorglich bestimmt, daß ein Präsident nicht meßt als zweimal hinter­einander gewählt werden bars nur für Herrn Mafaryk tf» damals eine Ausnahme aemacht wor­den. In jener Zeit, als bte lelbenfchaftllche Be­geisterung unb der Ueberschtvang eines durch Glückszufall frei gewordenen Volkes sich üb«r- Id)lugen Damals war Ma'aryk. der Im Auslands viel lür die Anertennnung der Tkchechoflvwafel getan hatte, ber Held des Tages, aus dem Uni- verfitätsprrseNor. bet mcht phtlofophllch orien­tiert Dar. wurdc plötzlich bet Führer und Ao- tlonalheros eines Dolles Inzw'lhen hoi sich man.terlct geändert, auch t» ber Tschechoslowakei ist der Große--.'ddn verilogrn. die Tschechen buben elngeleten. daß fle. wenn sie leben wollen, s|tz in die Bedingtheiten k«t europälsGen Wlrt- schait e l n f ü g e n müllen, und da He eb#nfo I ^lerne wie flvge Aechner sind, haben fle sich

Die (Entfd)äDlgung der Ausland- deutschen

Berlin . 27. Mai. (WB) Der Ama-Ber- band ter geschädigten Auslanbdeutsche» und B«t- drüngten hat an Arihsregierung unb Aeichstag eine Denkschrift gerietet. In der et friortlge gesetzliche Aegelunaber gefarnti» Ent- <chädi^un.issr:g« verlangt. In einem 2»ha»g a» dle'e Denkschrift schlägt b«t Aina-B«:bdnb zur völligen Schadloshaltung ber Gefchüd'gsen eint lechsptozentige Amortlsalionsanleihel» Höbe von 500 Millionen Mark vor Di« &w» fünfti□« Etasbelastung bi« babei entfteben würde, werb« aus 181 Millio»e« Mart beziffert.

B e t l I n, 28 Mai Muffollnl hat flch wieder einmal veranlaßt gefühlt, die Südtiroler iraqe in den Mittelpunkt einer groß angele,7ten poli­tischen Rede zu rücken, dazu In einer Art. als fei Deutschland draus und dran, zu den Dassen iu greifen, um das deutsche Sprachgebiet mit 'etoalt AurüdAubrien. Wir wissen nicht, was den italienischen Minlsterprä'ldenten veranlaßt hat, wieder brrartto« Töne anzulchlagen. Mag sein, daß er über Die Debatten in ber Mlnber- beltenkommisslon bes Berliner Kongresses der DölkerbunbSligen verärgert Ift unb ihre Wir­kung Im Auslanbe abfchwächen will, möglich aber auch, baß ihn rem Inner politische Grünbe gezwungen haben. In einen Ton zurückzusallen. wie Ihn bie Fafzisten lieben, bet aber schwerlich geeignet ist. ba» nachbarliche Drrbältni» Deutschland auszubauen unb zu festigen Dir haben uns in b«n letzten Monaten alle Tlubc g?- geben. den Italienern klar zu machen, bah wir nicht im entserntesten baraix denken Ansprüche auf Südiirvl zu erbeben; wir find lediglich für da» Deutschtum fenfetts der Italienischen Grenz- pfäfre eingetreten Fast schien es als wäre er