Ausgabe 
28.5.1927
 
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Nr. 125 Erster Blatt

177. Jahrgang

Samstag, 28. Mat ,927

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antikommumsiiichen Kurses oertreter. Wefenstich ander, ist jedoch dos Äerchältnis p Rußla.b btt der radikalen Tertei. der u. a. bte Minister Lriand. Teinko# unö fierriot angehören oder nahe- sted.n. Mit Rücksicht auf bt tommenden i b 11 n , die den Nadi toten mir im Bündnis mit den Sozia- listen, jo sogar nur mit kommun isi,scher Unterstüt­zung den Sieg über die Rechte bringen l-.n-en. möchte die radikale Partei heute noch nicht d:s Ti'chtuch zwi'chen Frankreich und Stuß la nb zer­schneiden. Diesem Wohltat: chen Bedürfnis -e.ner radikalen Freunde wird Briand bei 'einer Rußland- pMitif entgegenfommen müpei Die Bk-.iehur-.7en xi Moskau werden traft der persönlichen Be^.ch^noen Tschii'cherins kaum herzlicher werden. die Schulden- Verhandlungen werden sich weiter hm-chhppen. man

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co, Ihre In England eingegangenen Geschälte e b - gewickelt Hal. wo, wohl In einer Zeitspanne von etwa vier di, sechs Wochen geschehen sein könnte.

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vorau-sichtlich sloltgegeben Deutschland keine handhabe der tlrco» die Einreise ja enthalt der Mitglieder der muhte allerdings sein Ende

Ml lljeldtl ti: btt lagcnummrr bis je* Rach-nNag rrrbet. Peet, tlr | em höhe f*r Snjei m roe 27 rn vreite öttchch 8, «teert» IO Retchspetini^- sur Xe» hlfl«eean:< <en r.-r. 7U tu Breite 31 Rr ch»pse«A»^ Plotzvorichntt 30* -»ehe. flhflrebähtfu:

Dr jnebt wich. Longe, verani »örtlich ler Del i.h Dr Fr Witt» Longe, fir Fe»>ll«ton l>, tz Tbnnot; sdr den übrigen Te l itTnR Blumlche>n. für den In- De 14enteil Hart fMÜmcnn, IJwithdb in Gies'en

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bryig auf Artikel 16 des Völkerbundspakte, akut wurde, hat stark an Intereste eingebüßt Aber be­stehen bleibt doch die Tatsache, baß Deutschland geo- araohisch wie politisch die Mitte zwischen den Westmächten und Rußland bildet, und dah daraus Verhältnisse entstehen können, unter denen unsere militärische Machtlosigkeit zwischen zwei Staaten oder Staatenblocks von größter militärischer wie poli- lecher Macht ernste Schwierigkeiten für die Führung der deutschen Politik heroorzurusen ver­möchte. Da, würde z. B. schon dann geschehen, weny uns etwa von England oder einer Gruppe von Vest- ryäch.en jugemutet würde, auch unsererseits die Beziehungen zu Rußland abzubrechen oder auch nur ostentativ zu lockern eine Forderung, der sich Deutschland im eigenen wohlverstandenen Interesse al» Brücke zwischen 0ft und West auf, heftigste widersetzen mühte.

Angesichte O.efer vag» ist fcstzustcllen. dah die deutsche Haltung gegenüber dem britisch» russischen Äonfhh diejenige e.noS abwarten­den und zu jeder Der'chnungSaktion bereiten

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Deutschland und der RussenKonsliKt.

Die Reichsregierung übernimmt den Schutz der russischen Interessen in England

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18.05 Ubr 2i Der ünrltafia t; Jleltanö ial fr. l»nr S* eutung bet Je rlrog von 3r^e i der tcd?mld;rt bi» »15 Ufr. ilfuntr Zoolog VM

Deutschland, Stellung im britisch-russischen Äon- fllft wird durch die durch die diplomatischen (Bepflo- genhetten notwendige Uedernohrne von so weitgehen, den Derpfitchtungen zweifellos belastet. Deutschland hat ohnehin leit einiger Zell In London nicht viel zu besehen, eine so heikle Aufgabe. wie der Schutz der Sowleunteressen. erfordert »in grohe» Tbiß von poli­tischer Delikatesie. zumol unsere Stellungnahme mit der Erledigung dieser formalen Erfordernisse erschöpft sein Dürfte Zwar ist die erste Auffc...,..^, dah es sich bet der lange vorbereiteten englischen Aktion um einen Uebergang Ehamderlains mit den sonstigen gemäßigten Mitgliedern de. Londoner Äo- binett, zu den ertremen Diedard, bandle, und dah demnach ein einschneidender Wandel der ganzen britischen Politik zu erwarten sei, durch die Unter- hau »Verhandlungen und durch eine gewisse betonte Zurückhaltung der öffentlichen Meinung des oer- meinllld) für eine solche Politik gewonnenen Frank­reich etwas abgeschwächt worden. Und auch der Gedanke, dah man e» in England eotl. auf einen Krieg ankommen lassen wolle, und daß in solchem Fall» die bekannte Auslegungsnote van Locarno in

besten Informationen über die bolschewistische (Be­fahr erhalten hat und Chamdenain gewiß olle Mienen springen ließ, um bei der Auswärmung der Entente cordiale die Spitze noch '.Rußland zu dreh.n. wird man e» sich in Paris doch lehr überlegen, ob Frankreich bem Briten auf dem hriep'.p'abe ceren Moskau Gefolgschaft leisten soll. Vornehmlich sieden dem innerpolitische Bedenken entgegen. Die Rechte sondert zwar mehr oder minder laut den «ampi gegen Rußland, der ,hr gleichzeitig oer- schänter Äampf gegen die in letzter Zeit nc menihd) im Heer und in den Kolonien beä nötigt n>. anwach. Kttde kommumstische Propaganda ist. Sie wird in biefer Forderung naturgemäß unterstützt von d.n Mitgliedern des Äabinctt6. die wie Pomcare, Bar thou. öorrcut und Mann die schärfste Tonart des

Vermittler 6. nicht aber die eine« .neu­tralen" ist. Denn hier banhdt c« sich nicht um eine politische Frage völkerrechtlich feststehender Ratur. der gegenüber man sich durch Erklärung einer formellen Aeutralirät bi« zu einem ge­wissen ®r abe s al vieren kann, sondern um einen Dorgang, der dte ganze politische Konstellation Europa« zu ändern vermag und uni je nach Lag» der Dinge zwingen wird, im eigenen 3nter- esie dieser veränderten Äonft.-llation gegenüber Stellung zu nehmen Der Aeich«aus, en- mi nist er hat auf seiner gestern in Stuttgart gehaltenen Rede aus diese« tiretgni« angcfpielt. al« er erklärte: .Richtig ist. wa« un« auf- r e ch t e r h ä l t." Mit diesem Zitat Friedrich« de« Großen verband er die Feststellung, daß unsere wirtschastliche Lage nach feiner Auffassung durchau« nicht so gesichert sei. v.e da« manche meinen, daß die Dekaliren unserer politischen Gage, unserer geographischen L-ige und unterer Machtlosigkeit offenkundig seien, baß er aber nicht an eine Wendung der Dinge durch Krieg glaube und für Deutschland Im Falle von Konflikten großer Dölker einzig die Ausgabe in Anspruch nehme, .den Krieg zu verhüten und solche Dölker näher aneinander zu führen''. Wenn e« allo auch zweitcllo« ist. daß Die jüngsten Ereignisse Deutsch­land leicht vor schwer, iSntscheidungen stellen können und daß die aanze europäische Politik zur Zeit eine tiefe Erschütterung durchmache, to scheint die klare Linie der deutschen Politik, für die Dr. Ctrefemann .nicht alle drei Monate Dilan, gemacht" sehen möchte, doch sichtbar vor­gezeichnet.

Dis Tsotifizierung des ver­tragslosen Zustandes.

England- Äotc an Moskau.

Conbon, 27. Mal. (IDO.) Die beute vom Haßenfefrelär Sir Austen Chamber Io In bem russischen Geschäftsträger R o f e n g o I b übergebene Tlote ist nunmehr verösfentlicht worden. Die Rote nimmt Bezug auf bie Durchsuchung des Sowjet- grbäube,, bie bewiesen Hobe, dah von dort au, militärische Spionage und u m st ü r ; - lerlldjl Propaganda betrieben wurde. Die Rote sagt, die Geduld der Regierung habe ihre Drenze «reicht und sie muhte sich jetzt entsprechend dem Dortlaut de, s)andelsabkommens al, frei von o e n Verpflichtungen diese, A b - kommen» betrachten. Die dem CeUer der Han- del Delegation und seinen Gehilsen gegebenen Vor­rechte seien damit aufgehoben, und ihre Ab­reise ou, England müsse gefordert roJrben. Dem rechtmätzigen handel jroi|d>en beiden Ländern werde die Regierung keine Hindi »«sie in den weg legen, und die Arcosgesellschalt könne Ihre Tätigkeit sorisetzen unter den gleichen Bedingungen wie andere handel-gesellschäften in England. Eine Anzahl An- gestellter, deren Barnen mltgelellt werden sollen, würden Erlaubnis erhalten, in England ja bleiben.

Die Rote schließt: Endlich hat die Regierung Seiner Majestät beschloßen, daß sie nicht länger diplomatische Beziehungen mit einer Regierung ausrechlerhaiten kann, die solch einen Stand der Dinge, wie er enthüllt worden ist, duldet und ermutigt. Die bestehenden Bedingung?!, zwischen den beiden Ländern sind hierdurch aj|nchoben. und ich stabe die Jorbcn-ng zu stellen, daß Sie sich selbst und Ihr Stab au» England in­nerhalb der nächsten zehn Tage zu­rück , i e b e n. Ich weise den Pertreler Sr. Majestät in Moikau an. Rußland mit seinem Stabe zu oer- laßen und würde mich freuen, wenn Sie Ihre Re­gierung ersuchen w.'>n, ihm, Mister Preston in Leningrad und Mister Paton in Wladiwostok, die notwendigen Lrlelchkerunaen für ihre eigene Ab- reise und die ihrer Gehilfen ,a gewähren. Genaue Vorkehrungen, über deren Linzechrtten Ihnen ord-

wird eben in Pon» obwarten. wie sich der bri- tisch-russische Konflikt weiter entw.ckel:

Deutschland» L**g< wurde hier schon hin­reichend gekennzeichnet. Die Linie der de^rsckcn Po- litik ergibt sich eindeutig aus denJU Jtrahtutr. <r- trägen, die da» Reich einmal in Locarno mi? :<m -idtmädjien schloß, auf der anderen Sei. inRa­pallo und Berlin mit Rußland einemp. I n übrigen scheint un» Deutschtandr aiißenpolinfd). Si- tuonon, bie namentlich im Hinblick auf dir A -^ hfbifrt <ür die Rheinlanbräumung vor Äri.'nds be­such in London keineswegs günftiq ausfah. durch die Zuspitzung de» stonflikts mit Rußland ; m-:nd st sich nicht verschlechtert zu ßjben. Denn England h -? qe- wist keine Veranlassung, durch allzu wil.'söhri-e Un­terstützung der französischen Dün-che in lxr bißrin- lanbrrage uns den Rusten in die stets offenen Arme zu treiben.

3m übrigen wird man kaum mit einem beroaff- rieten Vorgehen Englands gegen Tlosfou rcckn.-n brauchen England kenn: die Schwächen feine. Geg­ner» zu genau, um nicht za wisten. wo «s ihn am empfindlich ten zu tresien vermag. Die St r t b i t n o t der russischen Wlrtsch?'t unb drs Sowietstoo:» Mit .n-ß.anö nieder. Auf die em Gebiet oirt) sicher r-;d) ollem bie Unterstützung liegen, die Briand in Lon­don Chamberlain in feinem Kampfe gegen Rußland jugehgt haben wirb. Ein von den flj:lanbfrr>iien abgefperrtej Rußland kann nicht nur keinen Krieg fuhren, es wird damit auch innerpolitisch vor Pro­bleme gestellt, die den bolfchewistischeTi Staat ms Mart treffen muffen.

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Eigener Drahtbericht de» ..Gießener Anzeiger,'.

Berlin, 28. Mal. Wie wir in einem Xeil der gestrigen Auslage schon Mitteilen konnten, sprach ?ftem der Votschaster der Union der sozialistischen omjetrepnbliken. llrzinski. im AuLwörkigen Amt vor. um den Wunsch seiner Regierung zu übermitteln, baß bie Reich, eegiernng ange­sichts de» Abbruchs der Bezirhungen zwischen der britischen Regierung unb ber Somietregirning bie Deutsche Botschaft In London mit der Wahrnehmung der rnssischen Inter- essen in England beauftragen möge. Die Reichstrgierung hat diesem Wunsche entspro­chen. Die deutsche Regierung konnte sich ber Er­füllung diese» Wunsche» nicht entzlchen. Selbst wenn ber mit Rußland abgeschlossene Freund- schaftsoertrag nicht bestehen würde, so hätte Deutsch­land durch die Ablehnung de» Gesuche» gegen einen allgemeinen als gültig anerkannten Internationalen Grundsatz verstoßen. Au» England wird nun rin weitere» Ersuchen der russischen Regierung an die Reichsregierung anoefünbigt, nämlich die lieber- lleblnng der Areo » nach Berlin und Hamburg zu gestatten, von dieser Absicht Ruß­land» Ist an den Mrfigen zuständigen Stellen noch nichts bekannt. Sollten die Russen mit einem solchen Gesuch an Deutschland heran treten, so würde ihm

Englands Offensive gegen die Sowjets.

Die Rusten machen weder einmal von sich reden. 3n ® « f i^den hre Delegierten den versuch unter­nommen. vor einem eriauchien flrtopag von Man­nern der ÄrlhDirddxifi bu Gleichberechtigung tks bolfchewislstchen Atirtschast^yslem, mit dem inbioi- bualifttfch-kapttalistischert durchuisetzen E» ist ihnen nicht gealütfi. Die Rompro r.'ormd, xu der man sich in Genf um b<r lieben Einigkeit willen verstand, enthält nicht» von flnerfennung pricht nur von Wünschen. Möglichkeiten unb ))offnungen. Dieser zweisethaüe Ürfolg rechtserttgt schwerlich die Muhen, bie man sich gemacht bat. um die schmollenden -lüsten übelhaupi nach Gens zu losten. Jetzt packen fwrr Ostinstt und Genosien wenig zufrieden wieder ihre Koffer, während gleichzeitig ihren stollegen in L o n - do n der Stuhl vor die Ture gesetzt wird. Eng­land hat zum Schlage ausaeholt, da» Handelmblomtnen vom Mar» 1921 ist für beendet erklärt, ber nifßlihen Handelsdelegation ist da» Ver­losten de» britischen Boden» ncßegelegt worden, gleichzeitig werden auch die bri:i|d)en Vertreter in »oifou zurückgezogen Dieser Bruch mit Rußland 'st von langer Hand vordere,tei worden, wie man « überhaupt den Eindruck hat, al» ob die englische Politik wieder forglaliig zu Wege gebt, bevor sie stnen nach außen hin im ersten Augenbi ck vielleicht ibrupt erscheinenden Enstchluß zur 8u»fübrung bringt. Die Zeiten sind vorüber, in denen der un­berechenbare L'lonb (Beorae ein gesährtiche, Moment ber Unsicherheit in ber Weltpolitik bedeutete. Eng- land» Politik steht wieder große Ziele, und seine Staatsmänner reifen alle» zusammen, ihnen nahe ju kommen Da» gebt nicht stell auf geraden Wegen Hemmnisse türmen sich aus. Rückschläge sind unoer- tneidllch aber bas Ziel bleibt bas gleiche, und mit »leich angespannter Stetigkeit trachtet man es zu erreichen Inner- wie außenpollttsch.

3m Innern bereitet sich die konservative Partei, bie seit dem unerhört großartigen Sieg über Mac- bonalb am Ruder ist. auf die Reuwahlen vor. Die drüben In Frankreich, werden sie auch hier unter ber zugkräftigen Parole .Gegen den Kommu­nismus, für die Sicherung der nationalen Wirt­schaft" durchgekämpft werden. Die Debatte über da» Gewerkschaft»gesetz. da» einen Generalstreik, wenn nicht verhindern, so doch die Mogtichkiit dazu trf beschneiden soll, stand ichon In diesem Zeichen

' Dampfe» gegen die radikale Beweg-ang. für die der Zusammenbruch de» Bergarbeiterstreik» eine erste 'Jhebertü<w bedeutet hatte Damals schon schuf wan In der 6teilen Maste de» englischenBürger­ben» die ftimmungomäßigen Unterlagen für da» scharfe Vergeben gegen bie eben unterlegenen Ge­werkschaften. gleichzeitig ober auch für die energische Politik gegen Rußland. Die Sowjet, Hilten ihre be­greiflichen 6nmpart)ien mit den streikenden 'Berg­arbeitern In England nicht auf «Drellen und st ind- gedungen befchränkt, sondern mit anlehnlichen Geld- prnden sie in ihrem stampfe zu unterstützen gesucht. 1, konnte der Regierung nicht schwer fallen, dem Wflttnber. der noch weniger al» andere L*eute sich n |Hne eigenen Dinge hm einreden laßt, begreiflich z» machen, daß diele f)ilf»aftion Moskau» eine fsmmuniltifche vrandbombe in» englische Lager be­deute. Man Hal die» nort) allen Richtung:' hin propagandistisch au»zuschlachien verstanden, inner- pslitisch auf da» Gew. rtschafisgesetz und die Wihl.-n hin. außenpolitisch auf den o-fenen stampf mit Ruß- lonb Die Dlehard» Im Kabinett. Ioynson Hick», Birfenbr D und Amery wollten scho,, tkimal» den 8r.i(ß mit Moskau aber die aemaßiflien Leute, vor ilem der stabinettsches Baldwin und Cbambrrlain lagerten noch, sie wollten den Apfel der Zwietracht lu-rrJcn lasten.

Man erinnert sich, daß die brittsche Regierung domale^ln Farm einer Rote die Rusten warnte, ^urch Fortführung ibner Propa.>,ndaiättgkcst früher »ber fpdter die Rünbigum de» ))andel»abfo-nmen» ab sogar den Bruch der dip'omatischen Beziehungen usvermeiDlutt zu machen' Da» war vor drei Mo- Wien. Inzwstcken hat sich der brilifch.russische Äon- ilh namenflirt) In Oftalien Irtxirl zugespitzt. »o»lau Hai seine propagandistische Aktivität in iCbina voll entfaltet. Heute leuarrt die Re- - '^q der Sowjetunion natürlich entschieden. In Lankau 'hre farrt Im Spiele geh.ibt zu haben; na . enttich bestreitet sie. daß Borodin, der Berater der str-o- rtniong m Lankau ihr Bcxiufirogier gewesen sei.

tft selbstverständlich so lange nur ein Streit um Worte, al* Reaierung und sto nmunistisch. Inter- r<nonale in Moskau ein und dielelde sind, nerr blinin wird nicht behaupten dürfen, feine rechte >inb wiste nicht was die sinke tue. Ursache und

»lieben sich gleich, mochce Borodin sein, Allmächten von Außenkvmmistariat oder von der timinlem bekommen Hoden. Rach schnstlichen B.-- , kpeisen forschte man bei der chousfuchung im ilebäubc der Sowiethandelrm' sion m Pekira rif Truppen Tfchang: o,m» mit »Ulen gewißer G 'nötidKihen und zweifellos in Auftrag der briti- l>en Regierung vomahmen Da» dort ofiendar nicht ^-.indm wurde, lallte d'e Razzia Im Lon- dsner Gebäude der Arcos das auch Ne r.t silche Lzanbetedclegafion beherbergt herbei- Ichaffen. lieber Ne Berechtigung p solchen nai:»- 'ißungen mag man streiten. Was heute der unbe­quemen Boi'chewisiek'..M.ision pe ch.eht. mag man n»rgen der Botschaft eine, mikilirtsigen Faschisten- Joate». etaxi Italien oder Ungarn, antun Rach Kkcht Kit England noch nte gefragt, wenn es die Sa dH hatte und e» ihm um Mach' gma Jedoch bie Ltosfa.irr Machtbader. Ne Baier der Tscheka, sind l*» die let ten, die z > Bert .^cern be» Reckt? de- '«n sind. Wir selb't Haden |j in Berlin ieinerjeit teiugfam Erfahrung machen können m welch r»lger Bergaick mg r 'si'che f'-inbel^lepütion und »'ihewi'l, che Propagar 'leben. So ist es der bn- nben Regierung em leichtes gewesen, in einem

Eichener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

Druckö Verla-: vrLhl'fche Uiiverßltt^vich- nb 5iei,-r,ckerei R. taiqt ti »ledert Sdfrihleltiag iwb <kfd>äftsWelr 5-ilRraze 7.

plrzchologifch sehr geschickt vorbereiteten Feldzug mit fHlfe einer gut eingespielten Presse die o' enlliche Meinung hinter sich zu bringen, als Sir Ioynlon riirfs. der Staatssekretär des chome office seine Razzia in dem Gebäude der Arcos begann und Damit bie Unterlagen für den offenen Bruch mit ber Sowjetunion schuf.

Damit ist die Offensive gegen Rußland eröffnet Die Lage ist für England günstig. Rußland ist so gut wie isoliert. Von der Ostsee bi» zum Schwarm Meer sieht es sich einer Sette von Staaten gegenüber, die vom britischen Sapif l den Aufbau ihrer Airtschatt erhoffen, wie die Mähte des Baltikums und Polen, oder die. wie Rumänien um Bessa­rabien willen. Englands Unlerstützung zur Sicherung ißrer neugefchafsenen _Osigrenzen bedürfen. In China ist Rußland» Stellung durch bie Spaltung der Kuomintang unb bie Niederlage der radikalen Regierung oor. fianlau aufs emp'indsichlte ge­schwächt. Soroohl Tschangkairscheck d» auch Tfchang- stolin si.id anttko.nmunistifch eingestellt. Und da, Verhältnis Moskaus zu der Türkei stemal Pa- schas. zu Persien unb Afghani st an ist lange nicht mehr so innig, als baß von hier aus (trglcnbs Herrschaft in Orgien eine akute Gefahr brob n könne. Bon den europäischen Mächten hat Italien, da» sich lange Ze t durch eine betagte Freund cha-t mit Moskau auLzeichne'e. durch dte Ratifizierung des Bestarabienabkommens eine deutliche Schwenkung Don Rußland weg vollzogen. Zweisrihast bleibt bie fjaltung Frankreich».

Obrocb! Briand eben erst in London sicherlich die

nungsmufjig Mitteilung gemacht werden wird mrr- den für 3hre und Ihre» Stabe» Abreise ou* Eng­land unb bie bet russischen Mitglieder der üanM^ betegation getroffen werden

Baldwin spricht.

Rur Abbruch beb politischen Dcrkcströ, abcr kein Krieg mit Rußland

London. 27. Mat (DDB > An einet f.m« lermatipen Berlammlung in ber Albert-.«'»all sagte PremiertNinistet Baldwin u. a Denn die Lhinesensich von den Moskauer Slorensnedcn freimachen können, werden he keine LL'-ricrig- ketten mit un« haben Da« größte Unglück Ghmc« ist e« gewesen, daß e« in einer Z.ii Inneren Zw.e- 1 palte«, al« c# fron nationalen Ml fr-bunge: be­lebt war. mit denen wir in gewissem Grade sympathisieren, die Einmischung dieser mächtigen Oligarchie erlitten ha:, bu im Flamen der Fre.hett de« Proletariat« fr.-rsuch.. die störper und Seelen der Millionen Rußlaii S »u persNaven. linier Beschluß, die diploma­tischen Beziehungen abzubrechen, wurde nur wegen der unerträglichen t n- rnischung in unsere inneren Angel. - a en beiten und wegen der fetnMeligen Dätiz- kett der Mo«kauer Agenten in allen Teilen Der Welt gefaßt. Or war nicht da« i>rge>ni« eine« tiefgründigen Äomptott«. da« auf Schaffung e uer Weltfront gegen Rußland hrnzlelt. L« ist ein Teil der Sowjet Propaganda, unsere Politik al« krie­gerisch hinzustetten. Ich wünsche deshalb nach­drücklich zu erklären, daß der Abbruch der btplo- mat - <zie Hungen In keiner Del ?

Krieg gegen Rußland bedeutet, oder in sich begreift. ®r bedeutet, daß wir k e I n e n w e i - teren politischen Verkehr mit Oll c # kau Haden wollen, aber wir sind durchau« für Forttehung de« legitimen Handel« zwischen beid n Ländern.

Die Londoner Sowjel-Derlreler Gäste der ArdeilerparLei.

fionbon. 28. Mai. (ffilS. Funkfpruch.) Be- trächtliche, Aufsehen erregt in ber Presle bic Tat- fache, baß eine Anzahl von Mitgllebern bei Ar- beltfrpartfi unb Gewerk schäft-ficht ern bem russischen Geschäftsträger RosengoItz, bem Lei­ter brr Hanbelsbelegation Chintfchuk unb bem ersten Sekretär ber Sowjetmifsion im Unterhaus qefiern ein A si f rt> i e d s s r u h si u rt Mb, ha» Daily Telegraph' in einem Leitartikel .fine überlegte, aber charakteristische Un- Verschämtheit- gegenüber bem briti|d)cn Par­lament. bas sich soeben für bie (Entfernung ber Rusten ausgesprochen hat, nennt.Daily Mast­zufolge hat eo TI a c b o n a I b adgeIehnt. an dem Frühstück teilzunehmen.Daily final* " gibt den Inhalt ber Rede wieder die Rosengoltz auf bem Frühstuck gehalten hat. Er betonte danach -die U n r d) t b e i t b r » Beweismaterial», auf (Brunb besten bie britische Regierung g. bandelt hat unb sagte, an oberer Stelle habe Leicht- g I ä u b l g k e i t geherrscht, an unteren Stellen aber feien verbrecherische fianblungen be­gangen worben Die Gefahr eine» neuen M frd)f * flr°6 gewefen, wie äugen-

Kommuniltenöebatte in Paris.

Pari«. 27 Mai. Die fronAÖfi|c;c 5tam- wer biähte.t? die Lmmui.i tif. e Öntcrp I.aticn über tie von Minister Sa traut In Ccn ant.ne (Algier) gehaltene Rede, in brr er ein cncr- g i I d) e « Borgehen g eg e n den Jtom- muni«mu« ankündigte. Die Interpclfalivn wu.de von dem kommu. i Hf^ en

Abg. Lächln begründet, der bei Beginn erklärte, daß der Mmlster sich Irre, wenn er behaupte, der r. m-

Sowwiag, ieb Feiertags Veils,e»

Gießener ^ateihr*blätter fieimai ne Bild

Die LchoLe

ossK-Bejs,»preis: 2 Reich»«srb eeb 20 Reichspf en *1g f*j Träger» Ish*. a»ch bet Rtchler- sch» -meiRzeiAerRu-fm, infolge höherer «rcalt FersfprrchaUichltffe:

II, M 112 »nlchnst ftr Drohmoch- richte». Bsjelger Gieße».

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