Nr. 252 Erster Blatt
177. Jahrgang
Vonnerrtag, 27. Vktoder 1927
Erschein! lugltd;, äuget Sonntag* und ^tintogt
Beilegen: (Bifgener Uten Märt tt
Heimat tm Bild Die Scholle
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Gietzeim Anzeiger
General-Anzeiger für Oberhessen
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Dr. Jnebr. Dtlh L’ange. Berantwortttch ".n Volrtik Dr Ir Dilh. Panne; ftr Feuilleton Dr H Tvyriot; tut den übrigen Teil vrr.fl Blumlchein; für den An. >etgenleil Kurt tzillmann, sämtlich in Gtesten
Der Untergang der „Principeffa Mafalda".
3m Zeitalter de, Oyanfiug» werden Hd> nur lvenige '/lechenichost darüber abteaen. daß die lieber- qtKrung des Meere» mH einem Djeanbompkr auch heute noch immer nicht gay ungefährlich ift. (Erft eine Katastrophe von brn Ausmaß. wie sie soeben die „Trincipelki Mafalda" betroffen hat. zeigt mit furchtbarer Eindringtichkett. das, In der Schtf'ahrt noch immer nicht der Krad von Sicherheit erreicht ist, der [eben unglücklichen Zwischenfall aus- schlösse. 3n den Zeitungen lieft man sa kaum etwas von den Mataftropben. denen täglich Schrsie auf dem (Erdenrund zum Opfer fallen 3a täglich; denn die internationale Statistik zeigt, daß rund 400 Schiffe jährlich untergeben, baß also kaum ein lag de» Iahte» ohne einen Schiffbruch verläuft. Aon den meisten dieser Unglücksfällc die sich in fernen Meeren abjpielen. erfahren wir kaum etwas, freilich hie „P r i n c i p e f s a Mafalda", die auf der Höhe von Bahia gesunken ist. ist kein Sch.fi aUerneitfkn Ino» und, da sie bereit» 1908 erbaut worden ist, wohl kaum mit den neuesten Sicherheits- Vorrichtungen ausgerüstet, wie sie die ^modernsten Dyeanbiimp’cr ouswetjen. Unsinkbare Schisse^ gibt es überhaupt nicht. Die Meinung, man könne Fahr- yeuge bauen, die sich unter allen Umstanden schwimmend holten, wurde eine Zeitlang von den Klassi- iikations Mtjcllfchaften oertreier; aber der Unter- g ma ber ,.I i t a n i c" roiberlegle sie. Diese» schreck- lich» Ereignis, dem im Vlpnl 1912 nsebr al» tausend Menschen zum Opfer fielen, zeigte, dost, für die Sicherung der Ozeandampfer m hr al» bisher getan inerben müsse, und io ,1t diese Katastrophe die Der- anlaff .ii 1 einer dl.ihe von loichtiacn tZhnijchen Neuerungen geworden, die bei den seit dem Unter- gang der .,Titanic" aus Stapel gelegten Schissen in 'liiWendung gekommen find und einen relativ hohen (Hrah von Sicherheit gewährleisten Die (Barantic der Un|in!barfeit ist freilich noch immer nicht gegeben.
Hine der wichtigsten LicherheUseinrichruuqen der veeschlste ist der Doppelboden, der hon vorn bi j achter» unter dem gomm 5ahr;*ug binläuf:. 3.; her €uilc. die an; HÜ.ksten b.'Jrorn ift, weil daS Auslauten auf (Arund die am häufigsten Vorkommen de Art von Schi sSvnfällcn bildet. die eilten Meldungen behaupteten, daß die „^rtnclpefla Mafalda" auf ein Riff ausgelaufen fei -- an dieser am stärksten bedrohten Stelle also besitzt daS moderne Schiss eine doppelte Austenhaut Wird die untere akplanfung cufgerlffcn. »o läßt die Decke des Doppelbodens doch kein Waller in» Innere des Schiffes bringen. AfS besonder» stark viahrbet hat auch das Dor- schiss .zu gelten, das bei Zusalmnrostvßro am heftigne-t beansprucht wird iTr. den neuen, ganz gro'nu Schiften erhält deshalb auch das Bor- fch-.'s eine Derdoppelung der Aussenhaut, die bt3 au einem über der Wasserlinie liegenden Deck duichgesühr! ist. Beim .Imperator" bei- spielswUte reich' die Doppelwand vom Dor- stcven bi-5 zur Wand der vordersten Kesselräume. D>ie Breite der TPallgänge zwischen den beiden Deplatti.'zen betrügt anderthalb Meter Wäre cS m dal ich dic'e Li -erheitsmasiregel über da- ganze Schiff Dur - ,ufübrro. bann könnte ein Dosi- laufen kaum noch Vorkommen, besondei.» bann nicht wenn der Zwischenraum mit einer leichten, clasii'ch.n Maste angefüNt wäre, hie jeden €tof» bremste. 2« geht je och nL? an. die Schisse auf Mele Weife zu 'ich-rn. da alsdann so groste Aäume ungenuht bleiben müssten, dast eine Wirt- 'chifilichkri: des Betriebs nicht mehr zu erzielen wäre.
AlleS die. sind mir Teil sicherungen. D.c wichtigste Mastrege' gegen dos Wegsinken eines leckgen-ri en en S *3 b.'.bet die tzerrich- tungwasferd.chter Abteilungen. Die Unterteilung KS Schiffsk -per# durch »inbau tefter Querwände, der Schotte, wurde in Europa zum erft'-mai <K>ten Ende des 18. Jahrhunderts ausgrsübrt. Dic'e Vroerung kam anfangs mir bei Kr ez.sichi Zur Anwendung, wo die Aub.-nhaut deS Schliß der Wirkung seindlichen (^e<d)ühfcitcrt preisgegeben wer. weshalb man auf befo'W Schutzvorrichtungen be- dacht sein must da Die Reedereien der Handeis- schissahr'. sträubten fich lange gegen die Heber- nähme dieser OinriOrtung, da man die doyen Ausgaben fd>mx- Noch in den ach:z.gar des vorigen Jahrhunderts besahen von 4>XX) teegehrotro Schi sm der englischen HanD-riSsivtte nm 300 eine Schotteneinteilung. Selbst ba den Schiffen, die diele auhn<eren, war sie fo man-] - • haft durchoesührt. dast ihr nicht der geringste pr st'.lche Wert innewrh.rte. und eS mustte erst eine Katastrophe wie der Untergang des beu.« scher. Schneildamplers .6 (b e ‘ kommen, bei der dir. Januar 1995 3Z5 Menschen ertranken, iim die allgemeine Aufmerksamkeit auf die bisher in unverantwortlicher Wri'e vernach'ä igte erjage der Schrff-sicherung durch Schotten z-i lauen. ‘Xcgierung und 2\cc?<reicn sahen sich verarua : die Schottverschrikten ‘urxb Bestimmungen' au ergänzen, die au* forgfalt qften 'A.'-e^nunge.'. beruhten und die eine gründ e pende c:e*-a - i W der Sicherheit auf See zu Folge gehabt w<*"' Bei den hochtoert gen Schicen geben die .>«• berctwi teure nxt- Weit über die g. suchen Schottvvrschriften hinaus, ba ibiKit ja viel daran gelegen fein must, ihren wertvollen Besitz nicht in ernsthafte CMabr zu bnnyn. Ter Dampfer .D aterland .-ei' .£• jre.'c yit vierzehn utafkri ltc Räume, von denen vorn oder achtern je nie.-, in der Mitte drei vollaufen können, ohne dah die Schwimmfähigkeit des
SaJrojeufli verloren geht Rur vollständig ge- fchlossem. istnungslose Schollen vermögen im Augenblick der Erfahr den verlangten Dienst zu leisten.
Es ist jedoch n.cht möalich. die Trennwände auf den Schiffen ob c Dur^.brechungen auszubilden Wie sollte bi.* Maschinen- und keffelmannschaft ihren Dien<l verrichtai. wenn jeder Weg von einem Wafchinenraurn zum andern oder gar von den Bunkern zu den Aesfel- feuerungm stets über ein hochgelegenes Deck führte? Deshalb ist es notwendig, dast daS Schiff auch in den tiefliegenden Räumen der Länge nach durchschritten werden kann, und deshalb erhalten alle Schotte, mit Ausnahme des vordersten, 'chmale Durchgänge Falltüren die sehr rasch ixruntcrgelaflen toerben können, sind in jedem Augenblick bereit, den wasserdichten Abfchlutz herbeizusühren Ton dem zufälligen Funktionieren der Türverschlüffe hängt die Sicherheit der Schiste durchaus ab Sind die Durchbrechungen nicht wasserdicht verschkiestbar. fo hätte die ganze Schotteinte lung nicht den geringsten Werl, (i.n modernes Schi' kann heute unter bedrohlichen Umstanden, beifpielböxrife bei dichtem Revel in verkehrsreichen ©etoalfcrn. ober wenn die Rahe von Eisbergen gcmclbc; ist. tagelang mit ge- schiofjenen Schottur<n fahren.
Die neuesten Sch.sse befinen noch eine zweite trennende Teilung. Zu den wasserdichten gesellen «ich de feuerfesten ©d'-otte. Aus den Deas sind Querwände angevrackn. die den An- Siriffen einer jlammr uner'chütterl zu wider- lchen rermogen. Die dann angebrachten Türen halten, selbst wenn sie verglaste Füllungen auf- tPCifen, einen Hiyeansturm ins zu 1500 Grad aus. Also auch die FeuerSgesahr. die schon häufig zu ICataftropben geführt hat. ist auf den modernsten Schiften auf das äußerste M.ndeftmatz belchränkt. Es läßt fich zur Stunde, da die Urlauben des Untergangs der ..^rincipessa Mafalda noch nicht betannt sind, nicht sagen, ob die llrtastrophe auf ein Versagen oder ein Richt- porbcniKnfein bestimmter Schi ihvorr ich tu ngen zurückzuführen ist. DaS verunglückte Schiss war in zehn wahrscheinlich wasserdichte Abteilungen geteilt und in feiner ganzen Länge mit doppeltem Boden r-ersehen. Q» muffen daher verschiedene unglückliche ^Imstande zusammengetroffen sein, um die ..Prin.ipefia Mafalda" finken zu la'len.
Die „Principesia Mafalda" galt rar dem Kriege als das eleganteste Schiff der italienischen chanüelsmarine, und es mar dementsprechend auch mit den Sicherheit»einrichtungen uerfchen, die man vor dem Kriege für die besten Dampfer kannte. 3n feiner ganzen Länge belast es einen doppelten Tober, und es war in zehn wasjerdichte Schotten cingclcilt. In der Ariegsjeit wurde das Schiff von der italienischen Flofe requiriert und diente, gleich vielen anderen Schissen der ?kaoigazione (ßenerale Italiana, zu Truppentransporten, so u. a. zur Aus nähme der Reste des serbischen Heeres. Dem Krieg fielen nicht weniger als 27 Sch-ffe der ge nannten Italienischen Reederei zum Opfer, insgesamt
150 000 Sruttoregiftertonnen, ober die „Princip^ssa Mafalda" war bamal» vom (stlück degu fugt und entging Minen und Unterseebooten. Tie italienische Handelsflotte hat ja überhaupt durch den Hneg schweren Gehaben erlitten und ist erst in den letzten Jahren durch große Staatsfuboentionen auf Ihre jetzige flöhe gelangt von allen italienischen Reedereien ift die Ra v I g a z i o n e Generale Ita- 1 i a n a mit ihrem saft 300 (XX) Tonnen bet.agenden Schiffsraum die weitaus grüble; sie kann sich auch rühmen, da» größte Motorichiff der Welt zu besitzen, nämlich da» vierschraudenfchiff ^Augustus", da» am 10 November feine Jungfernfahrt nach Süd amerifa antreten wird.
Die Geschichte ber Tteet-erzi i i ä usterst lehrreich und zeigt an einem Schulbei^p el. wie di - italienische 'iShrtfebaft aui b<r im Jahre 1860 erfolgten Einigung ItaltenS Vorteile gezog n hat Am 4. S.'p ember 1881 D.*reiniqtm sich die (?>eselischafdcn Äubattinv unb Florio A.:r .Bavigazione ®<m*r.ile 3t ihana“. Die erste Ök- selltchast war im Jahre 184? von dem Genuesen Bassaele Thibattino, die zwette z hn Jahre bar.ruf von bem Sizilianer Florio gegründet worden Beide Firmen erfannien mit dem Iutstehen des Königreichs Italien daß eine Zula m m e n • arbeit zu wenvrll.m Grq d-iifsen führen würde, und sie dehnten ihren Dienst noch vor ihrer Bereinigung gemeinsam bis an die Westküste des Roten Me>-res auS. wo fie ein? Handelsniederlassung in der Bucht von A'fab gründeten, bie dun, dem italienil'!- i Saat übergch.m und am 5. Juli 1582 zur italienischen Kolonie erklär: wurde Die neue ^esellfchaf: nahm Ninn auch altio an Den beiden Örpcbi'ionen nach Maffaua teil und wurde auch späier. bei dem chinesischen D>?erausstand, von der itali.m schen B'g'cr.mg mit TruppentranSporden und Mate- rialfcnbungen betraut D gen End? d's vongen Jahrhunderts verfügte das ülnternehmen über mehr als 100 Dampfer, die jährlich rund drei Milllruen Seemeilen zurücklegten. Aber zu B'- gti ii des zwanzigsten hat e fich ,-ie italienifche Regierung noch nicht Darauf fe^tgclegt. Die Han- delsoormacht im Mittelmeer zu uxrixu vlrft einige Jahre Darauf änderte f.ch ihre Polittk. unb die Geselllchast wußte bald aus den verwilderten Umfiäiu'm Kapital zu schlageir 1908 kamen 6 LuruSdampser, Darunter Die ..P rin - cipeffa Mafald i", heraus. Der 2luf d.r Sdckse. vor Dem Krieg nicht ubern a-ug gut, ist in Der wischenzcit viel besser geworden Da Itali.-n feinen Gesam.fchitfsrau.-n g.qentit'r 1913 ungefähr verdreifacht ha', tonnten i>te Mersten erweitert w re>en. Heute ist e3 3tak .i gelungen. Der französischen Schis.ahn i n Mittelmeer De.i "2luiig avzalausen Oesterreichs Äeedt- reien gtnge.t ja durch den Kr.ea ohne weiteres in italienifchen Beii.i über. Daß Die jetzige Katastrophe keinen Rückschluß auf die Befchassench.il Der italienischen Handelsmarine riaubt. g.ht übrigens daraus hervo.. daß feit Kc.egsende keinem ital.eiifchen Sch.ss ein ernsterer Unfall widerfahren ift.
Oie Gchiffskaiastrophe vor Bahia.
B a b i a . 26. Oft (United prch.) UUmäMid) beginnt etwas fllarbeit in die bisher wideripriich-- i’oUen Berichte über die Katastrophe des italienifchen Sd)ncllbampfer» „Drlncipeiia Mafalda" )u kommen Die Bermutuna. daß der Dampier a u t ein Kiff aufgelaufen fei, scheint nicht mehr haltbar zu sein. C» handelt sich vielmehr um einen Bruch brr Schrauben welle, dir von io ungünstigen Umständen begleitet war. daß die Stücke ixr ID dir den doppelten Boden des Schiss» durchschlugen. Durch da» Leck drangen die IDaficrmaifen mit elementarer Gewalt in t>en Schiffskörper em. Alle» Pumpen war vergebens. Das wasier erreichte den Ist a f ch i n e n - raum. Kapitän Guli hatte versucht, nachdem das Cnf entstanden war. ba» Schuf noch aus Grund zu setzen, unb hatte deshalb mit B o U b a m p f auf d i e Küste zu gehalten. Diesem Kennen mit dem Tode wurde aber zu uncunilen des Schiffe» ent- idjieten in dem Augenblick, als bc» IDai er den Mafchinrnraum erreichte. Die flrffel explo- die rten. und durch die Gewalt der Grplofion zerbarst der ganze Schlffsrumpf in zwei Teile, und die Trümmer liegen nunmehr m einet Tiefe von zwanzig Jaben auf btm Kiet- 1 re«-grunb. woraus h:roorqiu'.. daß der rettende Strand bereits in dichter Kühe war.
Der verhängnisvolle Bruch der 5drai’bcurocl!c erfolgte, al» die Poffagiere gerade zur Bbendmahl- i }dt pliih genommen hatten. <5 war 7 Uhr. wo in 1 dieser Gegend schon finstere Tlacht herrscht. , P'.'tzlich gab es einen heiligen Stoß dem bald ein gewaltiger Knall >'olgte. Dir Reif.nben würben non panischem Schrecken rrqriiien. Alle» stürzte • hreiend und weinend d'ircheinander. Den Offi»irren u?b der Mannschaft, dir bemhinend einzugreiien eerfuchlen. ae!ang e« nicht bet flirr zu werben, z! mal dos Schiif nach rreniren IHlr.uten be- ' lijnn. f i ch zur Seite z u neigen und es auch indem Laien klar war, daß der Untergang bevorstand.
Der Junfouiver, der nach allen Berichten bis rf ausgebathn hat. sandte
^OS-flilf#ruie acr. 5am Unglück herrfchtcn in jenen Gxgroben um biefe Zeit befenders starke I magnetische Slcrungen, die nach Sonnenuntergang
auftrclen. Dadurch wurde die flerbeiholung von flllje wesentlich erschwert. Dnbeffro fing doch der
tlmes, al» erster bald einen Hilferuf und eilte mit PoUbampf zur UnfaUfleCe, inberi er gleichzeitig andere Schiffe, darunter den niederländische.> Zrachldampser ,.Ll I r n a" unb den flapjgö<wnp cr „Baben" sowie bk Engländer ,.il u t m 0 n a" unb ..Empire Star" benachrichtigte. Gleichzeitig gab die brasilianische Regierung dem Kreuzer ..Rio Grande do Sui", der Im Hafen von Bahia lag. Befehl, sofort mit Boi!dampf jur flilie- leii'lung abzufagrea. Da die See veriiältnis.nöß q ruhig war, gelang e» den pcreir.trn ila tren^ungt;. von fleben Dampfern, bro weitaus grellen Teil der Passagiere nr.b rNannfchasten in ocrbeltnis- mäßig kurzer Zeil zu reiten Entgegen den ersten Schreckens.reldi ngro. die von vielen flunbetlen 00 n Toten iprechro, st-hl nunmrf r fest, daß im oanzen noch!rns sechzig bis siebzig Menschenleben verloren gegangen sind. Die Opfer sind in erster Linie das S ch i s s » p e r s 0 - nal, dos im Mugrobiirf der ftcfkkrplofiou den lob q'unben bat und ein Teil der Zwischen- deckpafsagiere. die nicht w-hr schnell genug den Feg zu den ohiren Deck» finden konnten. Soweit bi»b-7 feststehl, scheinen keine pasiagierr erster unb zweiter K la sie do» Leben verkorro vi laben. Die Z wifchendeckpasiao.ere waren zum großen Teil iparifrhe unb italienische Saisonarbeiter, die zur tiinbrr nunq der Ernte nach zlrgentii >ro fuhren, um im Tstäcz und April n jeder in ihre fleiinat zurück- Skehren Di^ fo unvlual.che Reite der „principeffa
a alda" sollte bie letzte Jährt al» paffogicr- bamp<cr sein. Tlach seiner Rückkehr sollte der Dampier in den ZrachGienst eingestellt werden.
Oie Restungsatiion.
Rio de Janeiro. 27.Oft (MTB Funk- fpruch., Aach neuro Blättermellrungen gab Der Kapitän der .Principetta Malaie?", als kein <u?rjel r^^hr rüber oestanb. bah DaS Schi s
’oiqc ter Kessel rple ion unlergehen würde. Be-ehl. mit Bolldampf Kurs auf Die Äbrolhos-Klippen zu nehmen, die mir
wenige Heilen von bei Küste ent’emt sind. Während die er Zett spielte Die Echistskapell« zur l'e- ruhiguug der etwa 800 Iwi äxiibecksad. .aNe bi« italienlid? ■ Aattonalhvmne und D e Osiizier- unb Akann'chälten mischten fich unter Die dvn ponifchcm Schrecken ergriffroro Auswanderer unD sprachen ihnen Mut zu Die .Principesia Masalk^i' hielt mehrere Stunden lang unter Boll- D 0 11 ps den Kur» nach Der Äüfte zu e t n und wurde Dann in Den Küstrogewäsiern ron Den • ur Bettung berbeiq*etiten Dampfern erreich! Diele fehlen mit bewundern »werter Schneiliu! tt ihte Borte aus unb übernahmen Di« Zahrgaste von Der .Pnnci|>' ki Blusalda" aus Den Xettungbbooiro dieses Sckx'tes. Cic Anwesenheit der zahlreichen Bellungsdampser üb!« eine beruhigende Wirkung auf die Zahr^aste aus unb erleichterte da» AeriunaSkverk wesentlt d obwohl Die „Principesia OHafalca“ nun bereits mit ziemlich großer Schnelligkeit zu sinken bv ,ann. CSlnc Menge kleiner Fahrzcug. lief in-wifchen oo 1 her Küste noch Der llnglüu»'ieHc aus um nach weiteren ikberlebenhen zu suchen unb Dergu tgs- arbetten vvrzunrhmen. llnt.-r b.r verloren gegangenen Zrachi beflnbet sich auch eine halbe Million TLiHritaftume De. Sckck wister Bacca- liiü. Die ein Kostümgeschäst in Bio De Ianstro besitzen, unb selber Fahrgäste Des Dampkrs waren.
Als Die Tlachricht von dem Lchistoungiuck an ter brasilianischen ÄüHe hier «ttttraf. sammelte sich 1 or dem OtbäuDe D»r Aavigosione g»mer^il 3t .- liana ein.- große TI en f d) e n :.i c n g e. Die mit C*x>nnung auf nähere Michi, dten wa> ’e. Tie einzige Information Der Gesellschaft gc'i.nt ob rod war. Daß 6 8 Fahrgäste ums Leben gekof men. Daß jedoch vielleicht w ite>e Ueberlebenbe von FrachtDampf.m gerettet -'erben feien. Tie Mehrzahl Der Geretteten 1 'findet sich auf Den Daurpfero .Formosa" und.(Alhcna", Die heute in Alo be Janeiro eintreffen.
(km Deutscher unter den Oeretteten.
Hamburg 29 O-'t. s DB । Wie Dp« .Ha n- Emrger Achtuhiabendblatt" erfährt, befan. sich auf Dem unter Hegang enm Dampfer .Prinripesia Mafalda" auch Der Verwalter de« 3lr- ku S Hagenbeck, Vollrath XlcrbänDt.ter 6 a toa bc vom Karf-Hagxnbeck-Tierpart ist tnie Durch ein Münder b?r Katastrophe rot rannet Lorenz Hagenbeck. Der fick> ebenfalls mit einem größeren Diectrai>4pcrr auf Dem Dege nach Südamerika an "Bor1* Des Dampfers .E^ip (Horte ‘ beftnbet. veranlaßte ihn i n letzten Au-zm- bl-.d. Die beoei:- gelöste Schifsskarte nicht zu benutzen und ihn auf Dem .Ö-aD Borte zu begleiten Vollrath befindet sich unter Den Geretteten auf Dem hoklänk»sichen Dampf- r .ck'hroa' (Sr Hal bereits an leine Mutter einen .junsipruch gelangen laffro
Hilfsaktion der römischen ^egieruna.
R 0 m . 26. Oft. (®B.) «ulfollni hat an Den Botschafter tn !Hto dc Janeiro telegraphiert und b-it ihm 01c weitestgehenden Vollmachten erteilt, um allen Uederiebenden die notwendige flilfe angedeihen zu (affen, die Lage der Pasfagtere unb der Sejayuna xu lindern, den Äerett.ten die fiort- setzung der !*fet|e sicherzuftellen oder ihnen bie Ruck- reife in die fletmat zu ermöglichen.
(schwere Sisenbahnkatastrophe in Bosnien.
pari». 27 Oft. (WIB. Zunkspruch.s In der Habe von Sarajewo hat sich ein furchtbare« Eisenbahnunglück ereignet, bei dem über 200 Personen um» Leben gekommen fein Jollen. Eine 4 i I An - bohnbrücke bet Strecke Sarajewo — Most a r (flerjegonrina) flür-te in dem Augenblick zusammen. al» ein Zug über sie hinwegfuhr. Der Zug fid in eine 50 Meter liefe Schlucht. E.n- zclheiiro über den Unfall schien noch. Hach den bisherigen Jeftftelhmgen sind 2 00 Personen getötet worden. Der Materialschaden ist sehr groß.
Ein neues
kaialonisches Komplott?
Ltcherhettsmaßnaßmen un Der Pyrennenp» en',c.
Paris. 27. CtL (MTB. Funlfpruch > Vach cmet Meldung des JIRaV.n** au.« .yoi ‘:r.D . • k:lge von leit e nigro Lagen in U.aiau tx nb- lichro ^rüchlro über bie Entdeckung eines neuen kaialonsichro Komplotts gestern große Gendarmerie-Streitkräfte in Zois zusammen gezogen worden. Sie ewa7.ro dir «-c,Te und ‘pu'fc die nach der fpa: rijen ^ter -e iunren. ^uch die Truppen Verden in bereit- chasi gehalten ®;e BehLrbro bewahren über dro <itoed Der gegerntoätiipt- Cperarirmcn grbhtes Snll'chwe^gen. Die fronzöfi'chen Mas.nay nen 'o.. n auf C&rtüf)’.: von einer Zusammenziehung < .Niger Abteilungen Katalonier auf t .m ©ef :t von Andorra, die eine Levoiut.cn in Kaialomro Hervorrufen wollen. zurückzuführen fein. Gs follen Massen nach S pen; en gclchmu igelt wordro fein. Ol-ern Macia soll fich wie man behauptet, ebenfalls in Andorra befinden., Zwei Wteilun- gro (Brocarmene feien au3 ßinogeß. und ein Senega 1-Schü-en-Legiment aus Perp.gnan in


