und Tlnglücksfälle zeigen deutlich die unbedingte Notwendigkeit, eine jederzeit ausgerüstete, in Bereitschaft liegende und opferwilligeNotkreuz- organisativn zur Stelle zu haben, die nur durch freiwillige Mitarbeit in allen Landesteilen Höchstleistungen, wie die in der letzten Zeit bewiesenen, ausführen kann. Die 87 000 als Krankenpfleger, Krankenträger und Desinfektoren ausgebildeten Sanitätsmänner des Roten Kreuzes sind in 2226 Sanitätskolonnen, Pflegerschaften und Samaritervereinen überall im Reiche organisiert.
Auf Hessen entfallen hiervon 55 freiwillige Sanitätskvlonnen mit rund 2200 Mitgliedern! auch sie sind zum Rettungsdienst besonders vorgebildet und ausgerüstet, sowie bereit und in der Lage, diesen Dienst jederzeit freiwillig und ohne Ansehen der Person zu leisten.
Wirtschaft.
Quotenkämpfe im kohlensyndikat und kohlenpreise.
Die Anträge auf eine Erhöhung der KoksbeteiligungsquotenbeimRuhr- kohlensyndikat mehren sich in letzter Zeit bedeutend. Nachdem kürzlich die Bereinigten Stahlwerke, die Harpener Bergbau-A.-G., der Esse, er Dergwerksrecein „König Wilhelm" Cr- höhungsanträge gestellt haben, kommen jetzt vor allem auch die großen gemischten Werke mit Anträgen heraus. Wenn den bis jetzt vorliegenden Anträgen seitens des Ruhrkohlenshndikats stattgegeben wird, womit auf Grund des geltenden Syndikatsvertrages mit ziemlicher Sicherheit gerechnet werden kann, so wird dies eine Steigerung der gesamten Koksbeteiligung des Kohlensyndikats um etwa 11 bis 12 Millionen Tonnen bedeuten. Rach dem geltenden Shndikatsvertrag muh die Beteiligung erhöht werden entsprechend der Leistungsfähigkeit der neugebauten oder erweiterten Kokereianlagen. Gerade die durch den englischen Kohlenstreik im vorigen Jahre von den einzelnen Werken getätigten günstigen Absätze, besonders nach dem Ausland, haben diese in Öen Stand gesetzt, ihre Kokereianlagen aus dem gewonnenen Mehrerlös nicht nur zu modernisieren und zu erweitern, sondern auch teilweise neu aufzubauen. Wirtschaftlich betrachtet müssen sich diese eine starke Erhöhung der Gesamtbeteiligungsziffer vorsehenden Anträge auf den Ruhrbergbau ungünstig auswirken, da sie schliehlich nur dem wirtschaftlichen Cinzelinteresse der einzelnen Liniernehmen entspringen und der vorgesehenen Erhöhung der Produktionskapazität nicht der entsprechende Umfang des Absatzes gegenübersteht. Die Anträge fallen gerade in eine Zeit, wo vom Ruhrbergbau über den Rückgang des Absatzes und infolgete'sen auch den Rückgang dec Förderung geklagt wird. Wenn tatsächlich die Erzeugungsmöglichkeit des Kohlensyndikats im Laufe des nächsten Jahres entsprechend den Anträgen gesteigert wird, so erinnert dieser Vorgang stark an die Inflationszeit, in dec man auch die Produktion ins Llnt- endliche steigerte, weil man nicht mit einem Rückgang der Absatzmöglichkeiten rechnete. Auch die Gestaltung der Kohlenpreise muh unter diesen Llmständen ganz besonders beachtet werden. Wenn auch bisher beim Reichskohlenverband neue Anträge auf Erhöhung der Kohlenpreise noch nicht eingegangen sind, so bedeutet das, wie die Kohlenindustrie hat verlauten lassen, noch keineswegs einen endgültigen Verzicht auf die weitere Verfolgung der von ihr eingeleiteten Bestrebungen. Wenn man nun in der gegenwärtigen Verhandlungspause die Zeit seitens des Bergbaues dazu benutzen will, um die statistischen Unterlagen für die Begründung einer notwendigen Kohlenpreiserhöhung zu vervollständigen, so muh schon jetzt die Frage aufgeworfen werden, wie sich diese Erhöhungsanträge mit der Tendenz des Bergbaues für eine Kohlenpreiserhöhung vertragen.
Kreditfragen des Handwerks.
Anläßlich des am 24. und 25. August in München stattfindenden V e r t r e t e r t a g e s des Deutschen Handwerk- und Gewerbekammertags veröffentlicht der Deutsche Handwerk- und Pewerbekammertag seinen Tätigkeitsbericht für das abgelaufene Geschäftsjahr, der einige interessante Einzelheiten über die Kreditversorgung desHandwerks bringt. Danach sind auf dem Gebiete der Kredit- Wirtschaft die Bemühungen der beruflichen Vertretungen des Handwerks, eine ersprießliche Zusammenarbeit der beiden Hauptträger der Kreditversorgung des Handwerks, nämlich der Genossenschaftsbanken und öei* Sparkassen herbei
zuführen, zu einem erfreulichen Erfolge gelangt. Ein erheblicher Teil der Störungen in der normalen Kreditversorgung des gewerblichen Mittelstandes ist bekanntlich zurückzuführen auf die gegenüber der Vorkriegszeit cingetretenen Aen- öetungen in den Funktionen der Genossenschafts- banlen und der Sparkassen. Das gilt vor allem bezüglich des Wiederaufbaues des Realkredites und bezüglich dec Wahrnehmung des Personal- kreditgeschästes. Die Bewegungsfreiheit der Kreditgenossenschaften war erheblich dadurch beeinträchtigt, daß die von ihnen kurzfristig gegebenen Personalkredite vielfach einfroren. Die sich hieraus ergebenden Schwierigkeiten konnten gelöst werden, wenn es gelang, diese festgefrorenen Kredite in wirkliche Realkredite zu verwandeln. Der Deutsche Sparkassen- und Giroverband hat seiner grundsätzlichen Bereitwilligkeit Ausdruck gegeben, zu einer Lösung der in der Kreditversorgung des Handwerks entstandenen Schwierigkeiten nach Maßgabe seines Vermögens in der voraeschlage- nen Weise beizutragen. Nach Mitteilung des Deutschen Genossenschaftsverbandes ist in den Orten und Gebieten, in denen zwischen den Sparkasten und Genossenschaften freundnachbarliche geschäftliche Beziehungen bestehen, auch schon in nicht unerheblichem Maße eine solche Umschulung herbeigeführt worden. Dieses Beispiel dürfte beweisen, dah eine Besserung der Kreditversorgung des gewerblichen Mittelstandes am ehesten zu erwarten ist von einer weiteren nachdrücklichen Förderung der Zusammenarbeit zwischen den Genossenschaftsbanlen und den Sparkassen.
*
* Aufwertung der Reichsanleihen. Am 31. August d. I. findet die erste Auslosung der zweiten Serie der Auslosungsrechte (Nr. 30 001 bis 60 000) statt, die die Anleihealtbesiher zur Ablösung ihrer Marcanleihen des Reiches erhalten haben. Es wird den Anleihegläubigern empfohlen, sich, soweit dies noch nicht geschehen ist, von den Vermittlungsstellen die Nummern der Auslosungsrechte, die ihnen für ihre alten Anleihen zugeteilt worden sind, vor der Auslosung angeben zu lassen. Die Umtauschfrist für die Neubesitzanleihen des Reiches läuft am 31. Aug. d. I. ab. Eine Verlängerung dieser Frist ist nicht beabsichtigt.
* Erweiterte Freigabebestimmun- gen i n Amerika. Wie der Bund der Ausländsdeutschen mitteilt, ist nach einem bei der Amerika-Abteilung des Bundes der Ausländsdeutschen eingelaufenen Telegramm ihrer Neu- Yorker Vertrauensstelle eine Entscheidung ergangen, die für eine größere Anzahl deutscher Familien, deren amerikanischen Vermögenswerte während des Krieges beschlagnahmt wurden, von einschneidender Bedeutung rst. Während das Treuhänderamt bisher auf Grund der Bestimmungen des Winslow-Gesehes auch für Handelsgesellschaften (Partnership) nur einmal 10 000 Dollar für die Firma als solche freigegchen hat, wird es jetzt durch die erwähnte Entscheidung möglich, daß jeder Teilhaber an einer solchen Firma je 10 000 Dollars zurückerstattet erhält.
* Die Lage der englischen Industrie bessert sich. Nach Berichten aus verschiedenen Distrikten der wichtigen Industriegebiete hat sich die Lage allgemein gebessert. In den Schiffsbaudocks am Clyde sind gegenwärtig 50 Prozent mehr Schiffstonnage im Bau als vor einem Jahre. In anderen Distrikten nehmen die Arbeitslosenziffern allmählich ab. Die Berichte aus den großen Industriestädten Mittel- und Nordenglands lauten günstig. Die Aussichten für die Automobilindustrie sind gut. Nach einem Bericht der nordwestlichen Abteilung des Arbeitsamtes, der Manchester, Liverpool und andere große Industriezentren umfaßt, beträgt dort heute die Zahl der Arbeitslosen 197 000 gegen 338 000 im gleichen Monat des Vorjahres.
* Keine Beteiligung d er Krupp- Werke in Jugoslawien. Eine Korrespondenzmeldung, daß die Firma Krupp die Absicht habe, die staatlichen Eisenwerke in Ceniza (Jugoslawien) zu pachten und außerdem 800 Millionen Dinar zu investieren, entspricht, wie von zuständiger Stelle mitgeteilt wird, nicht den Tatsachen.
* Deutsche Kreditverhandlungen mit Polen. Wie verlautet, hat vor kurzem nach Scheitern der Amerika-Anleihe das Berliner Bankhaus Vogt & Co. der polnischen Regierung einen dreijährigen Kredit von 15 Millionen Mark zu über 6 Proz. angeboten. Das Angebot wurde abgelehnt, weil es sich um aus deutscher Hand stammende Summen handelte. Gegenwärtig steht das Berliner Bankhaus Vogt & Co. mit einer ersten Warschauer Bank in Verhandlungen wegen eines ähnlichen Kredits, deren bisheriger Verlauf -als aussichtsreich bezeichnet wird.
* Notizein st ellung von Vorkriegs - Pfandbriefen. Die Hypothekenbanken stellten
Kurszettel der Berliner
seit langer Zeit Anträge, die Kurse für ihre Papiermarkpfandbriefe einzustellen, nachdem diese zum größten Teil in Liquidationsbriefe und Anteilscheine umgetauscht sind. Nunmehr werden an der Berliner Börse ab 31. August die Notierungen für sämtliche Papiermarkpfandbriefe folgender Institute eingestellt, wobei zu erwarten ist, daß auch die Notizeinstellungen an den Provinzbörsen erfolgen: Bayerische Handelbank, Berliner Hypothekenbank, Deutsche Hpothekenbank, Leipziger Hypothekenbank, Mecklenburgische Hypotheken- und Wechselbank, Pfälzische Hypothekenbank, Preußische Zentral- Boden-Kredit - A.-G., Rheinisch-Westfälische Bodenkreditbank, Schlesische Bodenkreditbank und Südd. Bodenkreditbank.
* Bergwerksverleihung. Auf Antrag des Oberbergamts Dortmund wird, wie die „RWZ." meldet, dem preußischen Staat (Becg- fiskus) unter dem Namen „Kläre" das Bergwerkseigentum mit einem Flächeninhalt von 4 487 834 Quadratmeter in den Gemeindebezirlen Silschede und Asbeck im Landkreise Hagen und Haßlinghausen-Hiddinghausen und Gennebreck im Kreise Schwelm. Regierungsbezirk Arnsberg, Oberbe^gamtsbezirk Dortmund zur Aufsuchung und Gewinnung der in dem Felde vorkommenden Steinkohle verliehen.
frankfurter Börse.
Frankfurt a. M., 25. Aug. Tendenz sehr unsicher. — Die Nervosität an der Börse ist heute ziemlich stark. Da immer noch ein größeres Decouvert besteht, wurden auf der einen Seite die Deckungen fortgesetzt, während andererseits wieder Material an den Markt kommt, für das kaum Aufnahmefähigkeit bestand infolge andauernder Indifferenz der zweiten Hand. Eine gewisse Beruhigung durfte aber von der Tatsache ausgehen, daß das Publikum bei seiner Zurückhaltung keine größeren Abgaben vornimmt. Die Umsätze blieben weiter äußerst klein. Auch die Kursveränderungen hielten sich bei Festsetzung der ersten Kurse in engen Grenzen. Der Monatsbericht der Deutschen Bank, der zur Zurückhaltung und Vorsicht mahnt, blieb ohne Einfluß. Gegenüber der gestrigen Abendbörse gestaltete sich das K u r s b i l d uneinheitlich, doch konnten sich für verschiedene Werte Erholungen durchsetzen. So lagen Elektro- papiere bis zu 2 Prozent fester. Auch 3. G. Farben, Scheideanstalt, verschiedene Bankaktien, Schiffahrtswerte und Zellstoff Aschaffenburg bis 2 Prozent erholt. Zellstoff Waldhof dagegen etwas gedrückt, weil immer noch die nähere Begründung zu der Kapitalerhöhung fehlt. Montanwerte überwiegend etwas abgeschwächt. Heimische und ausländische Renten lagen fast umsatzlos. 3m weiteren Verlaufe neigte die Tendenz zur Schwäche. Auf die Meldung, daß der englische Diskontsatz unverändert bleibt, konnte sich gegen Schluß die Haltung wieder etwas befestigen. Die Grundstimmung blieb aber nach wie vor unsicher. Der Geldmarkt ist weiter leicht, doch wurde der Satz für Tagesgcld auf 5,5 Prozent erhöht. 3m Devisenverkehr lag der Dollar weiter schwach mit 4,1990 gegen die Reichsmark. London gegen Reichsmark stellte sich auf 20,417, Varis gegen London 124,02, Mailand 89,25, Madrid 28,83.
Berliner Börse.
Berlin, 25. Aug. Die freundliche Stimmung des Dormittagsverkehrs übertrug sich auch auf den offiziellen Beginn. Wenn auch die amtlichen Kurse nicht ganz so hoch Jinö tote im Freiverkehr, so liegen sie doch bei nicht ganz e inhe i t liche r Haltung 1 bis 3 Proz. über gestrigem Schluß. Anregend wirkten Meldungen übet neue Verhandlungen der I. G. Farben mit der englischen Chemieindustrie. I. G. Farben wurden daraufhin etwas lebhafter umgeseht. Die Spekulation schritt weiter zu kleinen Deckungen. Man beobachtete, daß die vor einigen Tagen herausgekommene Prämien- wave heute zum Teil wieder zurückgekauft wurde. Der Bericht der Deutschen Bank, der zur Vorsicht und Zurückhaltung mahnt, wird wenig kommentiert und blieb ohne Einfluß auf dir Tendenz. Etwas fester lagen heute vor allem K a l i - und Spritwerte. Der Geldmarkt ist bis jetzt noch unverändert, doch ist zum Llltimo mit einem Anziehen der Sätze zu rechnen. Ausländische und heimische Renten kaum verändert und fast geschäktslos. Im Verlaufe wurde die Haltung uneinheitlich und später gaben die Kurse bis 1 Prozent nach. Die Börse wurde etwas beunruhigt, da man glaubt, dah der Pri- vatdiskontsah heute noch erhöht wird.
Frankfurter Getreidebörse.
Frankfurt a. M., 25. Aug. Die ermäßigten Auslandkurse machten fast keinen Eindruck auf die hiesige Börse. 3nlandgetreide ist so knapp angeboten, daß die Preise eher noch im Steigen begriffen sind. Es ist fast nur noch feuchte Ware am Markte. Weizenmehl gab im Preise etwas nach. Futtermittel sind weiter fest. Es wurden notiert: Weizen, Wetter- und Frankfurter Börse.
euer, 28,75 bis 29 Mk.; Roggen, inländischer, 24; Sommergerste für Brauzwecke 25,50 bis 27; Hafer, inländischer, 23,25 bis 23,75; Hafer, ausländischer, 23,75 bis 25; Mais (gelb) 19,25 bis 19,50; Weizen- mehl, inländisches, Spezial 0, 39,75 bis 40; Roggen- mehl 34,50 bis 35; Weizenkleie 13,50 bis 13,75; Roggenkleie 13,50 bis 13,75 Mk. Tendenz: ruhig.
Frankfurter Schlachtvichmarkt.
Frankfurt a. M., 25. Aug. Auftrieb: 56 Rin- der, 796 Kälber, 398 Schafe, 501 Schweine. Es mürben notiert: Kälber: beste Mast- und Saugkälber 80 bis 83 Mk.; mittlere Mast- und Saugkälber 71 bis 79; geringe Kälber 65 bis 71. — Schafe: Mastlämmer und jüngere Masthämmel (Weidemast) 50 bis 54; mittlere Mastlämmer, ältere Masthämmel und gut genährte Schafe 41 bis 49; fleischiges Schaf- vieh 32 bis 40. — Schweine: Fettschweine über 300 Pfund Lebendgewicht 70 bis 42; vollfleischige Schweine von ca. 240 bis 300 Pfund Lebendgewicht 70 bis 72; von ca. 200 bis 240 Pfund Lebendgewicht 70 bis 72; von ca. 160 bis 200 Pfund Lebend- gewicht 70 bis 72; fleischige Schweine von ca. 120 bis 160 Pfund Lebendgewicht 65 bis 70 Mk. — Marktverlauf: Kälber und Schafe lebhaft und aus- verkauft, Schweine hinterließen geringen Ueberftanb.
Letzte Nachrichten.
Streik bei Buderus in Lollar.
Lollar, 25. Aug. Gestern vormittag sind die Former der Radiatorengießerei der hie figen Buderusschen Eisenwerke plötzlich in den Streik getreten. Die Ausständigen geben als Ursache für ihr Vorgehen an, daß sie bei dem neuen Arbeitsverfahren in der Gießerei durch er- höhten Bruch einen Minderverdienst hätten. Wie wir hierzu von der Werkleitung erfahren, ist diese Ansicht der Streikenden nicht begründet, da die Arbeitsverhältnisse derartig seien, daß die Arbeiter auf ihren bisherigen Verdienst kommen könnten, nachdem sie sich mit dem neuen Arbeitsverfahren vertraut aemacht haben; ferner sei ihnen eine mehr- wöchige Zeit zur Einarbeitung zugestanden worden, in der sie die alten Verdienste bezahlt erhielten. Vom Betriebsrat der Firma wird dieser Streik nicht gebilligt, ebenso steht bi« W e r 11 e i t u n g auf dem Standpunkt, daß die Arbeiter ihre Arbeit unter Vertragsbruch verlassen haben. Dieser Aufsassung hat sich auch der heute angerufene Schlichter angeschlossen. Zur Zeit sind rund 3 0 0 ßeute im Streik. Sollte die Arbeit nicht bald wieder ausgenommen werden, so dürste, nach den uns gewordenen Mitteilungen, in einigen Tagen für weitere 3—400 Mann mangels zu verarbeitenden Materials eine Weiterbeschäftigung nicht wehr möglich fein.
Raubüberfall auf einen Eisenbahnzug.
Washington, 25. Aug. (WTD.) Das Staatsdepartement teilt mit, dah mehrere hundert Bewaffnete ben Southern-Pacific« Perfonenzug bei Acaponeta tn Mexiko überfielen. Vierzig Schüsse wurden auf den Zug abgegeben. Es wird gemeldet, dah 15 Personen getötet oder verwundÄ seien, ilnter den Verwundeten befindet sich eine Amerikanerin; 10 andere Amerikaner, die sich im Zuge befanden, sind unversehrt. Der amerikanische Konsul in Macatlan wurde sofort bei tau Staatsbehörden in Nayarit telegraphisch vorstellig.
Rundfunk-Programm.
Freitag, 26. August.
13 bis 14: Neue Schallplatten. — 16,30 bis 17,45: Hausfrauennachmittag: „Die Flegels ahre der Kinder", Vortrag von Lehrer Karl Stricker. — 17 45 bis 18,05: Die Lesestunde. — 18,15 bis 18 30:' Tiebertragung von Kassel: „Stunde Haus und Garten". — 18,30 bis 19: Beamtenfvrtbil- dungskursus: „Der Finanzausgleich in Deutschland und im Ausland", Vortrag von Dr. Fritz Neumark. — 19 bis 19,15: Englische Literatur- proben, vorgetragen von Studienrat Paul DU)* rich. — 19,15 bis 19,20: Wirtschaftsmeldungen. - 19 20 bis 19,45: Englischer Sprachunterricht. — 19'45 bis 20,05: Zwanzig Minuten Fortschritte in Wissenschaft und Technik. — 20,05 bis 20,15: Film-Wochenschau. — 20,15: Drama. (Die DM des Stückes steht noch nicht fest.) — Anschliehenb Spätkvnzert: Lorhing.___________ ~
Verantwortlich für Politik: i. V. Ernst Blumschein.
Das befie lsi sevade gut genug
für Ohr Kind. Wählen Sie deshalb MZkßZKs und w= Euch! Oer gute Erfolg wirb Ohnen Zreube machen.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschloffenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 6 Prozent,
Frankfurt a.M.
Berlin
Schind- flut»
1-Uhr- flur»
Schind- flur»
Anfang flurs
Datum:
24.8.
25. 8.
24.8.
25. 8.
Datum:
5°lo Dt. Reichsanleihe v. 1927 Jt. Anl Ablös. Schuld mit
AuSlos.-Rochten .... Desgl. ohne AuSlos.-Rechten 7°/0 «krank». Hyp.-Bk. Goidps.
unkündbar bis 1932 .... 4'/i% Rheinische Svv -Bank
Üiqu -Goldpf ....
Sl E- G abg. VorkriegS-Ob- ligationen, rückzahlbar 1932
4% Schweiz. Bundesb.-Anl. 4% Oesteretchische Goldrte. .
1,20“ v Ceftcrrcid). @llbertte. . • 7o Lesierreich. einheitl. Rte <°/o Ungarische Goldrte. . . . 4°/o Ungarische SlaolSr. v. 1910 4'/»"/., desgl. von 1913 ...
4% Ungarische Kronenrte . . 4% Türk. Zollanleihe v 1911 4°/, Turk. Bagdadbahn-Anh
Serie I............
4°/c desgl. Serie II......
4°/0 Rumänen convert. Rte. 4'/,°/° Rumänen Goldanl. .
von 1913 .........
Alla Deutsche Eisenbahn.4’/- Hamburg-slmetika Paket. . C vamd-Südam Dampffch. .8 Hansa Dampttchitt ... .6 Norddeutscher Lloyd .... 6 Mg. Deutsche Ereditanst.. 10 Bann r Bankverein ... 10 Berliner Handelsaesellich. 12 Commerz- und Privat-Bk. 11 Darm st. u. Rattonalbcmk. 12 Deutsche Bank. . . . . - 10 TiSkonto-Gesellschaft Ant. 10 Dresdner Bank . . . . . 10 Miiicidculsche dttbftbanl .9
67.9 15,35
26,75
5,25
24.75
22,65
18,13
14
15,75
88.5 150
149.5
145,75 148
176
228
160,5 156-5
164,75
237 145
171
57.75
15,1
26.75
13J
14
150
151
145,13
147,5
175
.28
161.5
156.5
16'..b
237
144
173
87,5
58.1
15 4
26^9
5,3
25
2.8
13,4
14,5
14
15,75
149,25
222,25
223
149 5
144.5
147,25
245
173.25
227
160.5 156
163,25
236
143,5 172
58
15,1
25,25 22,65
13,6
14
150
222,4 223.25 150.75
145
147,5
245
174,5
228,75 161
156,5 165 237
173
A. E G. . . ........7
Bergmann..........8
Elcktr. Lieferungen.... 10
Licht und Kraft......10
Felten & Guilleaume ... .6
Ges. f. Elektr. Untern. . . 10
Hamb. Elcktr. Werke ... 10
Rhein. Elektr........8
Schles. Elektr..........
Schultert......... . 7
Siemens <k HalSke .... 16 Transradio. , . ....... 8 Labmeve» St C6>..... .9
Deutsche Erdöl ...... .6
Essener Steinkohle.....8
Gelsenkirchener . f. '/, I. 4 Harvener...........8
Hocsch Eisen..........
Ilse Bergbau.........
Klöcknerwerke ....... .5 Köln-Neuessen ..... .51/» Mannesmann . . .f. '/, I. 4 Mansielder..........7
Obersckles. Etsenb. Bedarf 0 Oberschles. Kokswerke ... 0 Phönix Bergbau. f. '/, I 3 Rheinische Braunkohlen . 10 Roetnstahl..........0
Riebeck Montan.......6
vereinigte Stahlw. f.I. 3 Otavt Minen......1 sh
Kalt Aschersleben.....10
KaliWesteregeln......10
Kaliwerk Salzdetfurth . . 12 g. G. Farben-Jndustrte. 10
RütgerSwerke........ 0
Mctallgcsellschaft ..... 10
ReichSbcmt ...... 10
Frankfurt a. 9)1.
Berlin
Frankfurt a M
Berlin
Schluß Kurs
-Uhr- Kurs
Schluß- Kurs
Anfang Kurs
Schluß» Kur»
1-Uhr- Kurs
Schluh.
Kurs
Anfang Kurs
24. 8.
25. 8.
24. 8.
| 25. 8.
Datum:
1.8.
25. 8.
24-8-
25. 8-
184
195,5
188.5
201.5
139
163
201
285
176
111
154,5
157,25
200
158
177.25
129
ICO,5
116,5
249.5
198,25
169
130,5
175
185.5
237
293,75
183,75
196,75
202,5
138
202,75
285
178
111,5
154,5
156,75
199,5
266,25
158,25
176.75
128.5
116,25
198
166 5
130,75
175
294
182
195
188
200
138
253.5
163.25
162
172
198.65
283
133
175
109,75 152.25
164,5
155 199,75 174,5
265 157,75 169,65 175,75 128,75 97.25
97,4
116 248-5
196 168.5
130.25
33.65
173 184.5
235
290,13 139,5
183.4
195
202,25
138
256
*67,13
162
173
201,5
283,5
132
112
153.75
156,4
199
157,25
172.5
177
128.25
99
98.65
116
251
197,75
131,13
33.65
174,9
239,75
293,5
141,25
Philipp Hotzmann . . . 1?
Heidelberger Gement . . . s
•Zement Karlstadt......s
Waytz <t Freitag......ic
Schultheis Payenhofer. . 15
Ostwerke............
Der. wlanzstoff......15
Bemberg..........s
Zellstoff Waldhof.....12
Zellstoff Aschaffenburg . . 10
Charlottenburger Wasser. 7
'S eflauer Gas.....8
Daimler Motoren.....0
Demag . . . ......0
Adlerwerke Kleyer.....0
Ludw. Loelre ....... la
Rat. Automobil...... 6
Crcnftein St Koppel .... 4
Linke Hofmann ..... , c
Leonhard Tietz..... . e
Bamaa-Megum.......
Franks. Maschinen .... 0
(Grienet ..... 7
Hevligenstaedt ....... 0
Jungbans ...... f
Lechwerke........ 8
Mainkraftwerke ...... 8
Miag....... 10
Rekarsulmer ........ 8
PrterS Union ....... 8
Gcbr. Roeder . ...... 10
Doigt Je Hacffner ..... 6
Sudd Zucker ...... v
Ban
195,5
142
185.5
164
327.75
203
120
115
47
75
116
24
114
121,5
125
139
111
113
141
154,5
142
'noten.
's 1 1 1 11 1 ■ ■ 1 1 0 1 1 1 1 1 1 Bi~°i s£ 1 1 1 ■ 21 1
194
425
401 5
675
542
885 25
203 145.5 199 9
118
91 75
115
i75 118.25 134.5
151
44
76 5
112,5
137,25 115
115
153
142
193,5
428
405,5 681
325.5
145,65
201,25
120,5
92,5
277,25
136
150
Berlin, 24 August.
(Selb
Brie:
212
132,13
98
185
213
97,5
185
130.75
96.25
132,5
97,25
Ämerikantsche Roten..... Belgische Noten ... ... D änische Roten ...... Englische Rote«
4,18
68,33
112,13
20,375
4,20
58,67
112,59
20.450
Lombardzinsfuß 7 Prozent.
Devisenmarkt Berlin—Frankfurt a. D.
Telegraphische Auszahlung.
Berlin. 24 August.
CMb
10,44
vnei
11.50
Holländische Roten......
167,83
168,61
Q'tnfnmn ■flP Wflttll ......
22,90
Norwegische Noten......
108,78
109,22
Deutsch Oesterr-, 5100 Kronen
59.13
59,37
Rumänische Noten......
2,555
2,575
Schwedische Noten......
112,29
112,75
*i),89
81,21
Spanische Noten....... .
79.41
70,69
Tschechoslowakische Noten . .
12,41
Ungarische Noten ...
73,17
73,47
24. August.
25. Augush_____
Amtliche Notierung
Amtliche Notierung
Geld
Stier"
Geld
»BEL—-
Amst.-Roi,
168,11
168,45
168,13
Bucn-.Atrek
1,794
1.796
1,789
58,52
109.34
112,59
112.84
10,589
Brss.-Ankw
58,39
o8,51
68,40
E Kristiania Kopenhagen
109,05 112,37
109,27
112,59
112,79
109,12
112,37
Stockholm .
112.57
112,62 10,569
HelfingsorS.
10,562
10,582
(stallen. . . London. . .
22,86
-0,395
1,195
22,90
20,435
22,87
20,401
20,411 4,264 16,49 el,u7 70,87 1,993
9.4985
Reupork . .
4,203
4,196
Paris....
16,44
16,48
51,03
16,45
Schwei» . .
-0,87
80,91
Spanien.
70,68
70,82
70,73
Japan . . - Rio de Jan.
1,983 1.496
1.993 0,498
1,989 u,4965
Wien tn D-- Ceft. abgest Prag ....
69,10
12,427
69,22
12,447
69,13 12,435
69,24
12,455
7,402
73,54
3,041
Belgrad . -
7,383
7,397
7,388
Budapest. -
73,37
73,51
3,038
20,715
73,40
Bulgarien - Lissabon . -
5,032
20,715
20*715
20,7« 81,62 2 104
Danrig. . . Konstantin.
81,325
81,485
81.36
2,088
2,092
2,100
6*526 4,205 4.194
*.067
Athen. . .
5,494
5.606
6,514
Canada . .
4.194
4.402
4,197
Uruguay. .
4,196
4.--U4
4,188
Kairo . . .
20.92
20.96
20.9X7


