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lau. Leider sei in vielen Distrikten unter den Weymouthskieferbeständen der sog. Blasenrost geradezu verheerend auf getreten.

Prof. Dr. V an se low (Gießen) betonte, daß die Weymouthskiefer für die meisten Gebiete Deutschlands anbaufähig sei. Der Daum brauche einen frischen bis feuchten Boden Er sei eine Halbschatthoizart ünd habe das Dediirfnis nach einem großen Wuchsraum! dabei sei er absolut frosthart. Nahezu unübertroffen sei die Massen­produktion. Der Daum befruchte sich sehr bald, ost und reichlich und verjünge sich leicht natürlich. Gegen Trockenheit sei er empfindlich. Die gün­stigen Eigenschaften der Weymouthskiefer wür­den jedoch abgeschwächt durch ihre Anfälligkeit gegen Parasiten, wie Blasenrost und Honig­pilz. 3n Mitteleuropa z. D. verursache der Dla­senrost den Tod des Baumes vor seiner Hieb- reife. Die Raschwüchsigkeit und Schattenfestig­keit mache sie geeignet zur ungleichaltrigen Mi­schung als Füll holz zum Ausbessern lückenhafter Kulturen und als Treibholz. Alles in allem set die Erforschung der Bedeutung und waldbau­lichen Behandlung der Weynrouthskiefer rod) nicht tief genug eingedrungen, um schon letzt ein abschließendes Urteil gewinnen zu können. Das Problem sei aber so wichtig, daß es auch weiter mit größter Aufmerksamkeit verfolgt wer­den müßte. t

Im Anschluß fand eine sehr rege Aussprache statt, an der sich u. a. Stadtforstmeister Dr. 3 a - cobi (Frankfurt a.M.), Oberforstmeister Dr. 3 e n t s ch und Prof. Dr. Münch (Erlangen) beteiligten. Einem Anträge von Dr. 3 e n t s ch auf Einsetzung eines Ausschusses, der für die ausländischen Holzarten passende deutsche Damen suchen solle, wurde zugestimmt. Am Donners­tag beginnen die Lehrausslüge

Aus dem Turngau Hessen.

Gauturnsahrt nach Krofdorf

-o- 3H re ©auturnfafjrt lenkten die Hessenturner diesmal nach Krofdorf bei Gie­ßen. Bier Gedanken tarnen dabei zur Aus­wirkung, und ihre Zusammenfassung in Zeit und Baum trug dazu bei, die Zahl der turnerischen und festlichen Beranstaltungen einzuschränken. 31;rem Wesen und langer Hebung gemäß strebt die Turnsahrt eigentlich üäch landschaftlich bzw. geschichtlich bedeutsamen Ausslugsorten; schon die erste Fahrt des jungen Hessengaues treffen wir 1863 in Kloster Arnsburg, und seitdem ist dort, auf Burg M ü n z e n b e r g, auf dem Hainig bei Lauterbach, im Hochwald bei Dad- Nauhei m, auf dem Dünsberg und Glei­berg diese einfachste Art turnerischer Arbeit und Geselligkeit gepflegt worden. Wanderlust und Freude am rein volkstümlichen Wettkampf haben neben dem umfassender ausgestaltetcn Gau- tumfeft immer wieder ihren Tag gesunden, und der Wandergedanke kam auch diesmal wieder zum Ausdrud durch den geschloffenen Anmarsch der Turnbezirke von Lollar bzw. von Gießen her. Mit den üblichen Wettkämpfen im Kugelstoßen, Laufen. Weit- und Weithochsprung in drei Turner stuf en waren diesmal noch die Entschei­dungen im Sonder-Bolksiurnen verbunden, das sich auf Speerwerfen, Steinstohen (15 Kilogramm) und Weitsprung aus dem Stand erstreckte. So waren vom Gau zwei Arbeitsgebiete zusammen- gefaßt und nach Krofdorf verlegt worden, um auch hier zwei Wünschen des rührigen und gau­treuen Brudervereins zu entsprechen. 3fjre Er­füllung führte zu einem glänzend verlaufenen turnerischen Abend am Samstag, an dem zu­gleich das vierzigjährige Bestehen des Turnvereins gefeiert wurde und die unter großen Opfern erbaute neue Tu rnha 11 e durch erstmalige Benutzung ihre Weihe empfing.

Der Festausschuß übergab durch seinen Leiter Salih Süßkind die Durchführung der wohl- vorbereiteten Tage an den ersten Sprecher des Turnvereins Heinrich Rinn, der seine Gäste in herzlichen Worten begrüßte. 3n einer aus­gezeichneten Festansprache, die den Grundgedan­ken der Dorf- und Bolksgemeinschaft in der D. T. scharf herausstellte, gab Studienrat Walter F a - bei aus Krofdorf einen Einblick in die wechsel- volle Entwickelung des Dereins, dessen entschei­dender Mitbegründer und erster Turnwart, der bekannte Reichstagsabgeordnete und Reichs- Minister a.D. Dr. Eduard David mit allen anderen dem Berein noch heute die Treue hält. Unter der Leitung des langjährigen und bewähr-

ken Turnwarces Wilhelm Leib zeigten die ver­schiedenen Abteilungen des Dereins, der mit rund 150 Mitgliedern etwa 8 Prozent der Cinwohner- schost darstellt, eine beachtenswerte Höhe ihrer Leistungen. Beste Kräfte aus der Reihe der Ge­rät eturner des Gaues hatte der (Sauobcrturntoart Wilhelm Will, Gießen, zusammengezogen und gab dadurch tiefgehende Anregungen für den Dereinsort und die Gäste. Mitglieder der Riege waren- Karl Reuter, Tv. 1846 Gießen, erster Sieger beim diesjährigen Kreisfest; Wilhelm Sinnwel!. Tv. Bad-Rauheim: Anton 21 i e s, Adolf Ratschlag, Ernst Rehm und Alfred Eckhardt. Tv. Ridda: Fritz Wolf, Tgde. Friedberg: Richard Seth. Tv. .Großen-Linden; Heinrich Keller, Tv. Burgsolms: Franz Reuschling, Tv. Heuchelheim, und Eduard Heyer, Karl und Albert Würtz, Tv. Krofdorf. Gleichzeitig sprack; der (Sauoberturntoart die Glückwünsche der Gauleitung aus und betonte, daß der gutgeleitete und fleißige Landverein Krofdorf stch im Gau eine hochgeachtete Stel­lung errungen habe. 3m Ramen der Gießener Tumerschaft überbrachte Georg Kling beson­ders herzlid;e turnbrüderliche Grüße, zumal ja gerade Gießener Turner es waren, die einst den Turngedanken mit Erfolg in die 2iad)bargemeinbe getragen hatten. Der gemischte Ehor und dre Wanderabteilung des Turnvereins, der Gesang­verein Germania und die Kapelle Weller, Gießen, erhöhten durch schöne Lieder und schneidige Mu­sik die frohe Stimmung in der vollbesetzten Halle.

Der Sonntag gehörte der Gauleitung. Gegen 10 Uhr begannen auf dem Sportplatz bei der Turnhalle die drei Turnerstufen in 19 Riegen ihre volkstümlichen Wettkämpfe, die unter Lei­tung des Gauoberturnwartes gegen 1 Uhr ihr Ende sande. Während des Festzuges fand in üblicher Weise eine Ehrung der im Weltkriege Gefallenen statt, zu denen auch 26 Krofdorfer Turner zählen. Rach den allgemeinen Frei­übungen wurden unter Leitung des Gauwartes für das Bolksturnen, Wilhelm Luckhardt, Marburg, die Entscheidungen im Son- der-Bolksturnen ermittelt.

Nachstehend geben wir einen Auszug aus der Siegerliste-

Turner stufe, 108 Bewerber, 92 Sieger. 1. Fritz Wei tershaus, Tv. Großen-Linden, 99 P. 2. Wilh. Weiß, Tv. Großen-Linden, 93 P. 3. Willi B e a u v a i n, T.- und Spv. Mar­burg, 89 P. 6. Kurt Walter, Tv. Treis a. d. Lumda, 84 P. 8. Willi Bock. Tv. 1846 Gießen, 81 P. 9. Willi Sinnwell, Tv. 1860 Bad-Rauheim, und Heinr. Keller, Tv. Burgsolms, 80 P. 11. Ludw. Malkomesius. Mtv. Gießen, 78 P. 14. Walter Loh, Tv. 1846 Gießen, Willi Deppler. Tv. Lang-Göns, und Friedr. 3 u n g, Tv. Hochelheim, 75 P. 15. Willi Goubeau, Tv. Heuchelheim, und Walter Fay, Tv. Langs­dorf. 74 P. 16. Heinr. Bolz, Tv. Lich, und Herrn. W e b e r , Tv. Hochelheim. 72 P. 17. Hein­rich Radetzki, Tv. Lich. Adolf Ratschlag, Tv. Ridda, und Albert Weigel, Tv. Klein- Linden, 70 P. 18. Wilh. L oh, Tv. 1846 Gießen, 69 P. 19. Richard Belten, Tv. Leihgestern, 68 P. 20. Karl Keßler, Tv. Großen-Linden, und Rudolf Spuck, Mtv. Gießen, 67 P. 21. Wilhelm Schmidt, Tv. Lang-Göns, 66 P. 22. Herrn. Kröck , Tv. Heuchelheim, Otto K r e u» ter, Tv. Grünberg, Artur Kreiling, Mtv. Gießen, und Fritz Morneweg, Tv. Klein- Linden. 65 P. 23. Georg Koch, Tv. Lich, und Ernst Degen, Tv. Großen-Linden, 64 P. 25. Karl Drescher, Tv. Krofdorf, Reinhold Wei­gel, Tv. Klein-Linden, Otto Wahl, Tv. Lich, und Wilh. B r Ü ck e l, Tv. Lana-Göns, 62 P. 26. Herm. Fark, Tv. Nidda. und Max Krei­ling, Tv. Heuchelheim, 61 P. 27. Heinr. Adolf, Tv. Klein-Linden, und Paul Reuter, Tv. Hungen, 60 P. 23. Rudolf Glcißner, Tv. Ridda, 59 P. 29. Wilh. Rinn, Tv. Heuchel­heim, und Wilh. Brandenburger, Tv. Hungen, 58 P. 30. Albert Heinrich, Tv. Allen- dors. und Heinr. Morneweg. Tv. Klein- Linden, 57 P. 31. Heinr. ©ümbel, Tv. Lützel­linden, Herbert Seifert. Tv. 1846 Gießen, und Karl Würtz. Tv. Krofdorf, 56 P. 32. Karl Otto Beppler, Tv. Heuchelheim, und Heinr. S t e i n n a g e I, Tv. Großen-Linden. 55 P. 33. Otto Hofmann, Tv. Großen-Linden. und Hch. Zammert, Mtv. Gießen. 54 P. 34. Albert Steinmüller, Tv. Allendorf a. d. L.. 53 P. 36. Willi Keßler, Tv. Lang-Göns, und Ferd. B i r k e n st o ck , Tv. Hochelheim, 50 P.

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Brennpunkte -es Verkehrs.

Bon Dr. Karl Stoll.

3n London werden, wie die Statistik zeigt, täglich drei Menschen durch Automobile ge­tötet. 3n Reuyork wurden im 3ahre 1926 ins­gesamt 988 Menschen das Opfer von Autounfällen, in Chicago 622, in Detroit 325. 3n den Bereinigten Staaten sind im 3ahr 1925 nicht weniger als 22 500 Menschen durch Straßenunfälle getötet worden, während im 3ahr 1924 die Zahl der Todesopfer 20 300 betrug. Hierbei sei ange­merkt, daß im 3ahr 1925 in den Bereinigten Staaten annähernd 20 Millionen Automo­bile verkehrten. 3eber sechste Amerikaner besitzt, wie die Statistik verrät, fein eigenes Auto. Man braucht sich allerdings über diese Verlustziffern nicht zu wundem, toenn man weiß, daß z. B. in Reuyork an der Ecke der 5. Avenue und der 42. Street jeden Tag im Durchschnitt 42 000 Autos vorüberfahren uni) daß sich etwa 90 Prozent der Kraftwagen auf 10 Prozent der Hauptverkehrs­straßen zusammendrängen. Man hat nun, da in Reuyork der Rord-Süd-Derkehr, der über Man­hattan geht, durch Fahrzeuge von verschieden­artiger Geschwindigkeit «Straßenbahnen, Autos. Pferdefuhrwerke usw.) erschwert wird, daran ge­dacht. den gesamten Autoverkehr in eine Straße zu verlegen, die etwa 10 Meter unter dem Niveau der jetzigen liegt. Diese unterirdische Straße soll dem Zug der 2. Avenue folgen. 30 Meter breit fein und ermöglichen, daß auf jeder Straßenseite rod) genügend Raum für haltende Autos bleibt.

Auch die europäischen Hauptstädte haben ihre Brennpunkte des Verkehrs und ihre Verkehrs­probleme. 3n London ist es der Platz vor der Börse, in Paris der Opemplah, in Berlin f;at sich der Hauptverkehr vom Potsdamer Platz zur Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche nach Char- (Ottenburg gezogen, wo fünf Straßen sich kreuzen und an verkehrsreichen Tagen, wie eine Statistik mitteilt, etwa 34 000 Wagen jeder Art rund um die Kirche fahren. Allein zwischen 6 und 8 Uhr abends, in der verkehrsreichsten Zeit, hat man 12- bis 13 000 Wagen (natürlich meist Autos) innerhalb einer Stunde gezählt. Am Pariser Platz in Berlin (also unmittelbar am Brandenburger Tor) verkehren täglich 28 000 Fahrzeuge, am

Potsdamer Platznur 20 000. Diese Ziffern werden sich selbstverständlich von 3ahr zu 3ahr erhöhen. Wir stehen erst am Anfang einer Epoche, die dem Automobil gehört. Am 1. 3anuar 1926 gab es auf der ganzen Welt 24-? Millionen Automobile. Davon entfielen allein auf die Bereinigten Staaten von Amerika 20 Millionen (!) auf das übrige Amerika 1 Million, auf Qlfrifa 198000, auf Asien 225 000, auf Australien 416 000, auf Europa 2 680 000. Hiervon wieder kamen 'auf England 903 000, auf Frankreich 735 000. auf Deutschland 323 000, auf 3ta- lien 115 000 und auf die übrigen europäischen Staaten je unter 100 000.

3m Lauf eines 3ahrzehnts hat der Straßen­verkehr in den Weltstädten sich gewaltig ver­ändert. Der Fußgänger ist tatsächlich bereits einVerkehrshindernis geworden, und die Stadt­baumeister stehen vor dem Problem, wie sie den wachsenden Verkehr bewältigen wollen. Die Weltstädte sind mit ihren Verlustziffern Beispiele der ungeheuerlichen Verkehrstragik, die uns zwingt, auf Abhilfe zu (innen. Man wird sich darüber einig fein, daß diese Abhilfe sehr bald kommen muß, wenn die heutigen Zustände nicht zu roch schlimmeren Folgen führen fallen als sie sich bereits jetzt in den Verlustziffern des Weltstadtverkehrs ausdrücken.

Trockenes Eis.

Von Rolf Braun.

Als Kühlmittel für den Versand von leicht verderblichen Lebensrnitteln hat man neuerdings in Amerika mit bestem Erfolg feste Kohlensäure verwendet. Diese kann man durch plötzliche Ent­spannung flüssiger Kohlensäure erzeugen. Läßt man beispielsweise die flüssige Kohlensäure aus einer der allbekannten Kohlensäureflaschen, wie sie für Bierdruckapparate Im Gebrauch sind, unter Kippen der Stahlflaschen ausströmen, so verdich­tet sich ein Teil der Flüssigkeit zu Schnee. Der Gefrierpunkt der Kohlensäure liegt bei 58 Grad Kälte, beim Kohlensäureschnee sinkt die Tempe­ratur durch die Derdunstungskälte noch tiefer, etwa bis auf 70 bis 80 Grad Eelsius Kälte. Man hat also in der festen Kohlensäure ein vor­zügliches und viel wirksameres Kälteerzeugungs- mittel als im Eis. Gegenüber diesem hat die

3ugend-Oberstufe, 69 Bewerber, 58 Sieger. 1. Willi Reitz, Tv. 1846 Gwßen, 114 Punkte. 2. Albert Leun. Tv. Großen-Linden, 95 P. 3. Albert Würtz, Tv. Krofdorf, 94 P. 9. Karl Marx, To. 1846 Gießen, 87 P. 10. Karl Rose, Tv. Hungen. 84 P. 11. Ernst Stern. Tv. Großen-Linden. 83 P. 12. Wilh. Weller, Tv. Heuchelheim, 82 P. 14. Hermann Kock), Tv. 'Grünberg, und Willi Dern, Tv. Lang-Göns, 80 P. 15. Rudolf Kuhl, Tv. Eberstadt. 79 P. 16. Willi Arzbächer, Tv. 1846 Gießen. 77 P. 17. Otto Kehr, Tv. Heuchelheim, 76 P. 18. Karl Leinweber. Tv. Treis a. i). Lda., 75 P. 19. Albert Rech. Tv. Krofdorf, und ^Werner- Gl i t s ch , Tv. Hungen, 74 P. 23. Otto Stein- m ü 11 c r , Tv. Heuchelheim, 68 P. 30. Alb. L u h , Tv. Allendorf a. L., 60 P. 32. Karl Engel, Tv. Lützellinden, 57 P. 33. Ernst Rinn und Willi Böhmer, Tv. Krofdorf, 55 P. 34. Hein­rich S) c 11 d) e , Tv. Treis a. d. Lda., 54 P. 36. Carl Seitz, Tv. Birllar, 52 P.

3ugend-Unter stufe. 146 Bewerber, 100 Sieger. 1. Ferdinand ötremmel, Mtv. Gießen, und Heinz Müller. Tv. Holzheim, 112 P. 2. Aug. Bender, T.° u. Spv. Butzbach. 109 P. 3. Otto Mathies, Tv. Grimberg, 105 P. 4. Werner Loh, Mtv. Gießen, 701 P. 6. Wilh. Bopf, Tv. Lützellinden, 99 P. 7. Karl Geller. Mtv. Gießen, und Heinr. 3 u n g , Tv. Lützellinden. 98 P. 11. Hermann Hanitsch. Tv. Birklar. 94 P. 12. Rich. Bender. Tv. Krofdorf, 92 P. 13. Ernst Hock, Tv. Lang-Göns, 91 P. 15. Georg Schmieder, Tv. Lich. und Heinr. Seid, Tv. Grünberg, 88 P. 16. Gustav Diehl, Tv. Birllar. Artur Gilbert, Tv. Heuchelheim, und Heinr. Marten, Tv. Klein- Linden, 87 P. 17. Ernst Stengel, Tv. Gr.- Linden, 86 P. 18. Karl Heckmann. Tv. Eber- stadt, und Ludw. Vogt, Tv. 1846 Gießen, 85 P. 19. Werner Langenohl, Tv. Heuchel­heim. und Willi R e i t s ch m i d t. Tv. Eber­stadt. 82 P. 20. Karl Seipp. Tv. Großen- Linden, 81 P. 21. Karl Schneider. Tv. Leih­gestern, Erich Mertz. Tv. Lang-Göns, und Fritz Spuck, Mtv. Gießen. 79 P. 22. Heinz 3 u n g , Tv. Holzheim, 78 P. 23. Adolf Leib, Tv. Krofdorf. 77 P. 27. Milli Weisel, Tv. Birklar. 73 P. 29. Rich. M ü 11. Tv. Lang-Göns, 71 P. 30. Otto Kern. Tv. 1846 Gießen, und Phil, Herbert, Tv. Eberstadt. 70 P. 31. Au­gust Weil. Tv. Lang-Göns. 69 P. 32. Karl Wenzel, Tv. Lang-Göns, 68 P. 33. Karl Reitschmidt. Tv. Eberstadt. und Willi Knorr, Tv. Birklar, 67 P. 34. Willi Aeusch- l i n g . Tv. Birklar. 66 P. 35. Ewald Wa gner . Tv. Krofdorf, 65 P. 36. Franz Hahn. Tv. Heuchelheim, 64 P. 37. Ernst L u h . Tv. Allen- dors a. L.. 63 P. 38. Rudolf Ufer. Tv. Klein- Linden, 62 P. 39. Walter Schimmel, Tv. Heuchelheim, und Karl Kuhl, Tv. Eberstadt, 61 P. 40. Rich Dreier, Tv. Lang-Göns, 60 P. 41. Heinr. Reitz. Tp. Eberstadt, und Wilhelm Müller. Tv. Klein-Linden. 59 P. 45. Adolf Weber, Tv. Heuchelheim. 54 P. 46. Rich. Ritz, Mtv. Gießen. 53 P. 47. Hans Dürck, Mtv. Gießen, 52 P. 48. Rich Dietz, Tv. Burgsolms. 51 P. 49. Wilh. Gerhardt., Tv. Hungen, Paul L e i b , Tv. Krofdorf, und Heinrich Rinn, Tv. Heuchelheim, 50 P.

Sonder-Dolksturnen. Steinsto­ßen, 15 Kg., 14 Teilnehmer. 1. Fritz Wei- tershaus. Tv. Großen-Linden, 7,43 Meter. 2. Heinrich Bender, Tv. Griedel, 7,24 Meter. 3. Willi Reitz, Tv. 1846 Gießen, 7,21 Meter.

Weitsprung aus dem Stand, 14 Teilnehmer. 1. Wilh. Seibert, Tv. Maar, 2,71 Meter. 2. Will;. Sinnwell, Tv. 1860 Bad-Rauheim, 2,70 Meter. 3. Fritz Mvrne- w e g , Tv. Klein-Linden, 2,69 Meter.

Speerwerfen, 10 Teilnehmer. 1. Heinz Müller, Tv. Holzheim. 38.90 Meter. 2. Her­mann Koch. Tv. Grünberg, 36,77 Meter. 3. Willi B r ü ck e l, Tv. Lang-Göns, 35,52 Meter.

Kunst und Wissenschaft.

(Beneralinfenbanf Eberl in sein Ami eingeführt.

Der neue Darmstädter Generalintendant Earl Ebert wurde dieser Tage durch eine chfizielle Feier in fein A m t eingeführt. Staats­rat Balser entbot namens der Regierung den Willlommensgruß. 3n feiner Antwort gedachte Carl Ebert seiner Vorgänger Hartung und Legal und betonte, daß das große Gemein­schaftskunstwerk Theater nur geschaffen werden

Illi II I!

feste Kohlensäure den Vorzug, daß sie unmittel­bar aus dem festen in den gasförmigen Zu­stand übergeht. Dabei wird der Umgebung sogar etwa die doppelte Wärmemenge wie beim Schmelzen des Eises entzogen Die Verdunstung fest gepreßten Kohlensäureschnees geht auch nur verhältnismäßig langsam vor sich. Bei einem Temperaturuntcrschied gegenüber der Auhenluft von rund 100 Grad Celsius verliert die Masse in größeren Packungen täglich nur etwa 1 /M ihres Gewichtes.

Diese zahlreichen Vorteile wiegen den höhe­ren Preis auf, vor allem, wo es nunmehr nad; mancherlei Fehlschlägen gelungen ist. durch weit­gehende Anwendung von Kreislaufvorgängen und wärmetechnische Verbesferungey das Herstellungs­verfahren wirtschaftlicher als bisher zu gestalten. Bei der Darstellung geht man von Koks aus. der zu Kohlensäure verbrannt wird. Diese ist jedoch zunächst noch zu unrein; sie wird daher zuerst unter Verwendung von Soda in doppelt- lohlensaures Natron über geführt, aus dem man sie wieder, nunmehr rein, durch Erhitzen aus­treibt. Hierauf wird sie in bekannter Weise bei hohem Druck verflüssigt und dann in einem be­sonderen Entspannungsgefäß zu Schnee verdichtet. Es gelingt hierbei, etwa 13 der Flüssigkeit in Schnee zu verwandeln; das überflüssige kalte Gas wird wiederum dem Verdachter zugeführt, wobei es zugleich zur Borkühlung des neu ent­wickelten Gases nutzbringend verwendet wird. Der erzeugte Kohlensäureschnee wird in Pressen zu handelsfähigen Blöcken geformt, die in Holz­kisten DerfarLbt werden Der erhebliche Energiebe­darf der ganzen Anlage, insbesondere für dre Verflüssigungsvorrichtungen, kann 8um großen Teil aus der bei der Verbrennung des Kokses erzeugten Warme gedeckt werden Durch diese weitgehende Einschränkung von Verlusten ist es möglich geworden, dasTrockeneis, wie es in Amerika genannt wird, zu einem mit dem ge­wöhnlichen Eis wettbewerbsfähigen Preis in den Handel zu bringen.

Hochschulnachrichlen.

Das wissenschaftliche Mitglied der Preußi­schen Landesanstalt für Wasser-, Boden- und Lufchygiene in Berlin-Dahlem. Professor

könne in unermüdlicher selbstloser Hingabe jedes einzelnen. Rach ben üblichen Vorstellungen ging es gleich an die Arbeit, und die erste Probe nahm ihren Anfang.

Oberhefsen.

Grefte».

,-t Wieseck, 24. Aug. Mit dem Einsehen günstigerer Wit.erung tonnte bei den beiden hier in Betrieb befindlichen Dreschmaschinen der A u s- drusch des Getreides in vollem Umfange wieder auf genommen werden. Bis spät in die Nacht hinein ist man hierbei beschäftigt. Nun­mehr kann auch der Schaden einigermaßen überleben werden, den die letzte langanhal­tende Regenperiode an der in unterer Gemarkung sonst vorzüglichen Ernte., an Halm­früchten verursacht hat. Am stärksten fdjeint der Hafer gelitten zu haben, der bei seiner leichten Keimfähigkeit in den meisten Fällen geschnitten auf dem Acker lag. Aber auch Korn unb Weizen begannen bereits grün zu keimen, so daß der Wert der diesjährigen Körner- und Strcchernte, soweit sie dem Regen aüsgeseht war, stark herabgemindert worden ist. Die Kar­toffel ist zeiget»., besonders in nassen und schweren Böden, bereits starke Ansätze von Fäulnis, das Weiterumsichgreifen wird bei Eintreten trockener Witterung zwar nicht ganz aufgehalten, aber immerhin etwas eingedämmt werden. Größe und Güte der Knollen lieh sonst nichts zu wün­schen übrig. Vorteilhaft war der reid;ltd>e Regen für die Dickwurzselder und für die Gär- t en; allem Anschein nach sd;cint die drohende Vernichtung unserer Gemüsepflanzen durch die Raupen des Kohlweißlings aogewendet zu fein, vorausgesetzt, daß bei eventuellem trockenen und warmen Wetter die Gemüsepflanzungen nach dieser Richtung hin im Auge behalten werden Am meisten beglückt von der langen Regenperiode waren die Anwohner der höher gelegenen Orts­teile, die dadurch die Möglichkeit hatten, die Vor­telle und Annehmlichkeiten der Wasserlei­tung im eigenen Haus auszunuhen, denn trotz allen Verbots gab es in der vergangenen Zeit eine große Reihe rücksichtsloserer Zeitgenossen, die das damals kostbare Raß in "ausgiebigster Weise zur Bewässerung ihrer Gärten benutzten, so daß in den erwähnten Ortsteilen ein mehr oder weniger starker Wassermangel herrschte. Die starken Regenfälle in letzter Nacht werden aller­dings eine abermalige unliebsame Verzögerung der Erntearbeiten bringen Da der Wiesecker Weg toeqen Hausanschlußarbeiten für den Auto» und Fuhrwerksverkehr gesperrt wurde, mußte auch der Gemeindeverband Wieseck Alten-Buseck seinen Autoverkehr urn- lei ten. Derselbe geht wieder, wie in diesem Jahre schon einmal, unter Einhaltung des seit­herigen Fahrplans bis auf weiteres über den Lichten au er Weg, Marburger Straße.

V Mainzlar, 24. Aug. Ein sehr gefälliges Aussehen hat unsere Hauptstraße durch die Ueberbrüdung der Schäfergasse und die Planierung der sog.Wehr" er­halten. Während früher diese Wehr viel zur Verunstaltung des Dorfbildes bei trug, hat man sie jetzt nach der Kochschen Wirtschaft zu schräg beiplaniert, unb so ist hier ein schöner freier Platz entstanden Nun gehört auf diesen Platz noch eine schöne DorfliiÄe. Auch die verkehrs- hindemde breite Gosse der Bahnhofstraße wird demnächst verschwrnden. Bei der im Herbst statt- findenden Kanalisatton der Lollarer Straße und Bcchnhofstraße soll diese entlang der Gosse ge­führt und in die Lumda auslaufen, Die Bahn­hofstraße wird dann bei einer Breite von un­gefähr 12 Meter sine der schönsten Dorffttahen werden

^Rüddingshausen, 24. August. Land­wirtschaftsrat Trautmann. Direktor des Landwirtschaftsamtes Grünberg, hielt hier dieser Tage einen fesselnden Vortrag über3 u n £ viehauf zucht. Der Redner besprach in leicyt verständlicher Weise falsche und richtige Auszucht des 3ungviehes. Die Aussprache war recht rege Es wurde der Wunsch ausgesprochen, daß im nächsten Frühjahr auch in der Gemeinde Rüd- dingshausen Körungen für Vogelsberger Vieh abgehalten werden. Der hier stationierte Dogels- berger Dulle ist etwas leicht, er dürfte kräftiger und schwerer sein Der Besuch des Vortrages war infolge des schlechten Wetters mäßig.

Dr. 3ulius Wilhelmi, ist zum Honorarpro­fessor in der Fakultät für Bauwesen der Technr- schen Hochschule in Berlin ernannt worden Wilhelmi. der aus Marburg a. d. L. gebürtig ist, studierte zunächst Medizin in Marburg, später Naturwissenschaften, besorrders Zoologie in Mar­burg und München, besonders unter Prof. Kor- scheit, promovierte 1904 in Marburg in Zoologie, war dann Assistent am Senckenbergischen Museum in Frcullfurt a. M., arbeitete von 1905 bis 1909 in der Zoologischen Station in Neapel, wurde Assistent am Concilium Bibliographicum in Zürich und habilitierte sich an der dortigen Universität für das Fach der Zoologie. Der Hauptge- schaftsführer der Betriebsabteilung der Deut­schen Landwirtschafts-Gesellschaft Dr. Berthold Sa gatoe in Charlotten bürg hat einen Ruf auf den Lehrstuhl der landwirtschaftlichen Betriebslehre an der Universität Kiel ange­nommen und bereits seine Ernennung zum Ordi­narius in der Kieler philosophischen Fakultät erhalten Der Wetterdienstleiter bei der dem Universitätsinstitut für M t.orologie und Geo­physik in Frankfurt a. M angcglieter.en Wetterdienststelle, Privatdozen- für Meteoro­logie in der naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität gramfurt Dr. Georg S t ü v e ist zum Observator an der genannten Wttterdienststcllr ernannt worden. Die Ernennung des bis­herigen Direktors der Staats- und llniversitä's- bibliothek in Breslau Dr.* phiL Richard O e h - l e r zum Direktor des Universlläts-Bibliothek- wesens in Frankfurt a. M. ist erfolgt.

Der ordentliche Professor der Chemie an der Forstlichen Hochschule in Tharandt Dr. Hm^ W i s l i c e n u s ist zum Hororarprofessor in dec chemischen Abteilung der Technischen Hochschule zu Dresden ernannt werden Der o. Pro­fessor an der Technischen Hochschule sn 311 r,1 Dr. Peter DeöYe hat den an ihn vor einiger Zeit ergangenen Ruf an die llniperi'Lät Leip­zig angenommen und bereits seine Ernennung zum Ordinarius der Experimentalphyfft tu der Leipziger philosophischem Fakultät vom 1. OltoDec 1927 ab erhalten. Prof. Debye. der M Leipzig Nachfolger des Geh. Hofrats Prof. Dr Otto Wiener wird, ist ein geborener Holtanoer (geb. 1884 zu Maastricht).