24. Fortsetzung
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Nach dem schönen Verlauf unserer Tagung in Gießen danken wir der evangelischen Gemeinde, insbesondere allen fteundlichen Gastgebern, auch denen, welche Quartiere bereitgestellt und Gäste nicht bekommen haben, recht herzlich für alle uns erwiesene Liebe. Ebenso gilt unser aufrichtiger Dank allen freundlichen Helfern und Helferinnen bei der Vorbereitung der Tagung und am Festtage selbst.
Der verband der evangelischen weiblichenLugend in Hessen
Er schwieg und rechnete in der Stille mit affet Macht. Dabei stieg seine Aufregung.
„Ungefähr siebenhundert Dollar — Stadtgeld, Herr Eyth, nur Stadtgeld — muß ich haben. Sobald ich deutschen Boden berühre, bin ich gerettet. Ich habe reiche Verwandte, die mich nicht stecken lassen, wenn sie mich wieder sehen. Mein Onkel, wenn er noch lebt, ist Rittergutsbesitzer bei Brom- berg. Alte Streiche sind längst vergessen. An alte Zeiten denkt er noch. Ist er tot, so hat mein Vetter das Gut, dem fünfhundert Dollar von jeher eine Prise Tabak waren, wie mir seinerzeit auch. Mein Bruder muß jetzt Generalleutnant sein, zum mindesten. Sie müssen nicht glauben, daß ich bettle: so weit hat es noch kein Scheltkow gebracht. Drei Tage nach meiner Ankunft in Bremen schicke ich Ihnen fünfhundert Dollar in Gold. Leihen Sie mir die siebenhundertundfünfzig Lumpen, die Sie in der Tasche haben. Sie machen ein gutes Geschäft, und Sie retten einen Mann, der nicht schlechter ist als andere, aber am Zugrundegehen. Der Schoner heißt „Die Hoffnung", Kapitän Petersen; wie das stimmt!"
Seine Stimme bebte. Er faßte meine Hand: die seine war heiß und naß. Daß es ihm Ernst war mit meinem Geld, war nicht zweifelhaft; er keuchte fast, indem er fortfuhr:
»Was riskieren Sie, wenn ich mein heiliges Ehrenwort gebe, daß die Summe mit der nächsten Post Ihnen zurückgeschickt wird. Fünfhundert Dollar in Gold; die kleine Differenz ist unter Freunden nicht erwähnenswert. Wollen Sie? Sie schinden sich die Haut ab für diese Engländer: tun Sie einmal ein gutes Werk für einen Deutschen. Wollen Sie?"
Wir standen vor einem der eleganten Austern- salons der Eharlesstraße. Er zog mich am Arm hinein und rief dem Austernmann zu, uns Tinte und Papier zu geben. Dann, leiser und dringender, setzte er seine Auseinandersetzungen fort: wie er sich fünf- zehn Jahre lang in Amerika yerumgeschlagen, bald im Elend, bald in ehrenhaften Verhältnissen, gleich tausend anderen, die dazu bestimmt scheinen, aus un- erEIärlidjen Gründen im Leben auf keinen grünen Zweig zu kommen; wie er jetzt in seinem achtundvierzigsten Jahr als Oberst und Schulmeister sich ermatten fühle und wisse, daß er auf Stroh sterben werde, wenn es noch länger so weitergehe. Da sende ihm der Himmel diese Möglichkeit!
(Schluß folgt.)
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fönten ansehen z« können? Waren übrigens, wenn ich mir die Frage erlauben darf, diese Elefanten echte Elefanten ober, unter uns, auch nur halb so echt, als unser Stadtgeld echtes Geld ist? Wir bezahlen in dem Geld, das wir empfingen. Wenn Sie klug sind, machen Sie es bet der nächsten Gelegenheit auch so. Nebenbei — zahlen Sie Ihre Nigger in eng- lischen Sovereigns?"
Der Geschäftsführer war warm geworden, und ich schwieg. Ich schweige immer, wenn die Währungsfrage in irgendwelcher Form auftaucht. Auch wäre es nicht weife gewesen, um siebenhundertfünfzig Dollar mit der Landwirtschaftsgesellschaft von Louisiana in ernstlichen Streit zu geraten, wenn man an den Ufern des Mississippi bampfpflügen will.
„Selano hat recht", sagte Lawrence begütigend und klopfte mir tröstend auf die Schulter. „Man muß das Leben nehmen, wie man es findet. Auch die Menschen. Auch das Geld. Packen Sie die Papierpäckchen zusammen, Herr Eyth. Gehen Sie in Frieden und preisen Sie mit uns den Herrn, der das alles geschaffen f)aS. — Bei Gott, Mann!" rief er plötzlich, als ob ihn der glücklichste Gedanke beseelt hätte, „bei der nächsten Kommunalwahl steigt der Plunder wieder um fünfzig Prozent. Das geht wie die Wassereimer in einem Ziehbrunnen, seitdem die Reisesäckler unseren Staat regieren. Packen (Sie ein, Sie Glücksvogel!"
Es war sichtlich das klügste, was ich tun konnte. Delano gab mir mit großer Zuvorkommenheit ein mächtiges Kuvert, das ich mit meinem ungefähr um die Hälfte geschwundenen Sieges- und Ehrenpreis öoüftopfte. Es war noch immer ein sehr ansehnliches Paket. Dann unterzeichnete ich eine Empfangsbescheinigung, die der Geschäftsführer seufzend in den Kassenschrank legte, und verabschiedete mich von den Herren mit dem unbehaglichen Gefühl, den amerikanischen Verhältnissen vielleicht doch noch nicht ganz gewachsen zu fein.
Nachdenklich ging ich die schöne Kanalstraße hinunter, ohne sie zu sehen. Anstatt ruhiger zu werden, fühlte ich, wie mein Zorn wuchs und sich langsam gegen mich selbst wendete. Als ich um die Ecke in die St. Eharlesstraße biegen wollte, stieß ich mit Oberst Schmettkow zusammen, der in seinem abgeschabten Schulmeistersröcklein mit gewohnter Sorglosigkeit dahergeschlendert kam. Es war mir lieb. Er war,
„Aber das ist ja lauter Stadtgeld", fagtx ich, als die beiden Herren fertig zu fein schienen und Lawrence mich triumphierend heranwinkte, um die Kolonnen zu bewundern, die er mit militärischer Prä- zision aufgestellt hatte.
„Stadtgeld!" rief er, mich mit einem Anflug von Verstimmung ansehend. Delano brach in ein bitteres Lachen aus.
„Guter Gott!" rief er, .Herr Euch wünscht ohne Zweifel Golddollars zu sehen; Golddollars in Neu- orleans."
„Das nicht", entgegnete ich etwas niedergeschlagen. „Aber Greenbacks, Unionsgelb glaube ich beanspruchen zu dürfen. Das steht wahrhaftig schlecht genug. Bedenken Sie, meine Herren, meine Dampfelefanten fressen gute englische Pfunde, und nicht wenige."
Delano und Lawrence sahen sich an, Lawrence etwas verlegen, Delano mit dem Mephistogesicht aus der Paviergeldszene im zweiten Teil des Faust, boshaft, höhnisch und voll Profits.
„Ihr Stadtgeld nimmt kein Mensch außerhalb Neuorleans," fuhr ich fort, „und auch hier weiß niemand, was er in der Hand hat. Vorige Woche waren Ihre Kommunalwahlen. Die Zeitungen lagen, daß die Erescent Eity nun auch mit ihrem Tweed gesegnet sei wie das glückliche Neunork. Am Tag nach der Entscheidung fiel das Stadtgeld um zwanzig Prozent, gestern wieder um fünf. Siebenyundert- fünfzig Dollar sind heute keine dreihundertfünfzig Dollar in Gold wert, keine fünfhundert in Green- backs! Ich glaubte mit einer achtbaren, zahlungsfähigen Körperschaft zu tun zu haben, Herr Lawrence, als wir unser Abkommen besprachen."
Meine Stimme zitterte vor innerer Bewegung.
„Achtbar ohne allen Zweifel," antwortete Delano für ihn mit einiger Schärfe, „zahlungsfähig, lieber Herr Eyth, solvent, wie Sie noch entdecken werden, ist nichts in der Welt, in der Sie sich feit einiger Zeit bewegen. Glauben Sie, wir haben Golddollars am Parktor eingenommen? Glauben Sie, die achtbaren Bürger dieses blühenden Gemeinwesens haben sich verdammte Greenbacks gekauft, um Ihre Ele-
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soweit ich ihn kannte, eine ehrliche Haut und ein Landsmann. Ich brauchte jemand, um mein Herz auszuschütten, jemand, mit dem ich über Amerika schimpfen konnte, und der Oberst war hierzu wie geschaffen. Wir gingen langsam die St. Eharles- stratze entlang und taten es.
Ich erzählte ihm, was ich erlebt hatte. Er wurde mit einemmal sehr nachdenklich, tiefsinniger, als ich ihn je gesehen hatte. Er ließ mich sogar fünf Minuten lang sprechen, ohne mir zu widersprechen. Auch das war noch nie vorgekommen, denn trotz der bunten Erlebnisse, die sein Gesicht gefurcht und seine Haare gebleicht hatten, war er doch immer noch ein halber Berliner. Plötzlich blieb er stehen.
„Herr Eyth!" sagte er, war dann wieder still und atmete, wie wenn es ihm schwer würde, weiterzusprechen. Ich sah ihn verwundert an; es wurde auch mir etwas unbehaglich. Einen so tiefen Eindruck hatte ich mit meinem leidoollen Bericht kaum hervorzubringen gehofft. Nach einer qualvollen Pause begann er mit gedämpfter Stimme aufs neue:
„Herr Eyth, wollen Sie mir —"
So kam es endlich! Ich hatte es schon längst erwartet.
„Herr Eyth, wollen Sie ein altes Menschenleben retten?"
„Eine meiner Liebhabereien, Oberst!" antwortete ich, in dem Bestreben, die Schärfe des Angriffs durch einen schlechten Witz zu mildern.
„Ohne Scherz", fuhr Schmettkow rasch fort; seine Worte überstürzten sich jetzt. „Gestern abend begegnete ich dem Kapitän eines deutschen Schoners, der morgen nach Bremen absegelt. Em braver Kerl, der aus Danzig stammt und die Schettkows kennt. Er will mich für achtzig Dollar — Greenbacks — mitnehmen. Ich habe einige Schulden hier, die bezahlt fein wollen; zweihundertundfünfzig Dollar bei unserem Wirt in der Tschapatulastraße, ungefähr fünfzig Dollar in dem deutschen Zigarrenladen an der Ecke dort, fünfundsiebzig bei meinem Schneider. Man sieht mir das nicht an. Die Leute sollen nicht glauben, ich habe sie um ihr Geld gebracht. Die Schulden müssen bezahlt werden, ehe ich abreife. Dann, das werden Sie einsehen, Herr Eyth, muß ich mich ein wenig ausstatten, Kleider, Koffer kaufen; ich kann nicht wie ein fechtender Handwerksbursche in Bremen ankommen. Hundert Dollar laufen Ihnen hierbei wie Wasser durch die Finger."
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