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Dienstag, 24. Mal (927
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GietzenerAnzeiger
General-Anzeiger für Oberhessen
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Zämtitch ie (kr»cn.
Das Stieftinö
-er Weltwirtfchaftslonsereuz.
Txt Ärifio der europäischee Landwirtschaft
Don Otto 6 o r b a <6
THan kann feil bebauptrn dah Die Deden, die aut der Genfer lLVlitoirt<4>u>ief?n<<rcix4 gr- hallen iPortXTi sind, in dem Mähe an JnhaU und Bedeutung verloren, wie fie bestimmt waren, die praktischen Sxaebnisse der Beratung»! ,u beet ns lass en Durch die Art und Weise der Dorbereitung her aanzen Deranstaltung war von vornherein Dafür gesorgt worden dah Probleme. die die Kreise deck britischen und amerikanischen Jrnperiali*muS zu ftbten drohen, höchstens gestreist. nicht wirklich er- örtert werden könnten, und da auch die S o w- setoertreler an ihrem .DuhenhandelSMonopol" nicht rütteln lassen wvlUen. so blieb der Konferenz al« Spielraum für praktische Anregungen eigentlich nur da« auherrussische Kontinentaleuropa. Hier entsprach rS den Wünschen der Inhaber unantaslbarer weltwirlschast- sicher Monop-lrechte, handekApolitische Gegensätze obeuschleisen sowie industrielle Rational,fierungS- und Kartdlierung*bestrebungen zu fördern. und darum wurde die Diskussion über solche Fragen für Hauptströmung die immer wirder alleS mit ich sortrif, waS über wdiwirdchaftliche Probleme Im grossen oder um sie herum geredet wurde Am stiefmütterlichsten wurden wohl, selbst Im Rahmen europäischer Wirsichasisposittk. die Klagen landwlrtschast sicher Sachvcrstän- diger behandelt, und weil diese am wenigsten Holsen dursten, den Verlaus der Konferenz aus-
ggebend zu den
auch am wenigsten bei ihre., Meinungsäusserungen über die grohen weltwirtschastltchen Zusammenhänge 3tx>ang anzutun. So ist eS denn gewiß kein Zufall, dah die Ausführungen deS bekannten Agrurwillenfchaf tler* di-r Berliner Umverstlät. Professor Serlng. mit das Delle und Freimütigste waren, WaS auf der ganzen Konferenz gesagt worden Ist.
Der neben'ächlichen Behandlung landwirtschaftlicher Probleme aus der WdNxnrtfchaftS- konterrnz widerspricht Im übrigen die ausfallende ad4xtnuna. daß die Landwirt schockt nach dem Zulammenoruch deS AachkriegS-AuiichwungeS allerwärtS In die gr-hl en Schwierig- guten geraten ist, selbst tn Ländern, wo. wie tu den Bereinigten Staaten. Industrie und Handel einen andauernden Aufftlea erlebten. Die Ursachen hierfür sind mannigfach. aber zwei Umstände treten dabei überall tn den Dor der- frunh Mangel an geeignetenA rbeitS- räf ten und ungenügende Md^ichketlen. Kapital und Kredit zu beschaffen Der Krieg b<‘.ldXf von der ländlichen BenSlkerung an und für iich gröbere Menschentribute als von der städtischen. Um fo schlimmer war eS für die Landwirtschaft. das» sich dte entstandenen Lücken viel weniger al» tn der Industrie durch stärkere Inanlpruchiiadme mechanischer Kräfte wettmachen liest. Dazu kam. dass die DerkebnS- und Wan- berungSbdchränkungen der Rachkr;eg*zdt gerade für die Landwirtschaft Westeuropa,scher und über» feeifcher Länder die besten Zusuhrguellen wohlfeiler ArbeitSsiäfte verstopften
Pie ifnanskUen -Schwierigkeiten, denen die vo- denbefteller in allen Landern seit dem striege au»- gesetzt wiren zwangen die Negierungen immer wieder zu Hilfsaktionen 3n der Zeit des kurzen Kach. fnegwtiffdtoHmg» wechselten viele Güter den De- sitzer. die Dreis, wachen immer hoher getrieben, und die Hypothekar,'chen Delaftunaen wurden immer «röste r Eine 6leigerimg der Hauff na ft de» Gelbe» ohlle dann dxe Nonnnalwerte ländlichen Besitztums au», während die tat.achliche Last der Verschuldung in gleichem SRjhf sfr. Buch die Steuern stiegen i;nö fasteten mit besonderer Schwere auf der land- lichen Bevölkerung. Der LandwtN. der allen Staunen der Witterung auf Gnade und Ungnade preis- gegeben i[t i.nb von finkenden Trennt stärker al» aschere Vroölkerungegruppen m Mitleidenschaft gezogen wich must von einer (frntr zur anderen iich und fein» ixoxmhr erhalten und bei ihm dauernd be- ichäingten Scheitern Löhne zahlen. Die Fr.stin die verstreichen, bi» sein Betrieb irgendwelchen Kapitalaufwand wieder dereiobringt. dauern von neun Monaten bi» zu mehreren Jahren. Inzwischen must er bei Danken oder Kleinhändlern 8 r ebne in Br.- spruch nehmen Wenn die Pvdfe gefallen sind so must er in realen Denen mehr zu ruck zahlen. al» er empfangen bat. In allen Ländern ist die landwin- '.hanliche Bevölkerung heute an Vertonen, von denen sie vor einigen Jahren Land gffo.Ht hat. an Deborden bei denen sie mit ihren St- ern rückständig Ist. an Banken und Kleinhändler ver- schuldet Um fo schwerer hall e» neue Kredite zu bekommen
Der Rückgang der Kaufkraft der landwirtschaftlichen Bevölkerung ist eine der Ursachen der Absatzschwierigkeiten für die Industrien, aber die starke RachkriegS- oerschuldung der Böller GurvpaS bringt für Diele den Zwang »u forciertem Export von Fabrikwaren mit sich waS wiederum vaS Bestreben industrieller Arbeitgeber erklärlich macht, die Lage der Arbeiterfchaft durch Senkung der Le- benimiilelprcxk* statt durch Erhöhung der Geldlöhne erträglich zu gestalten. Die europäischen Tributzahlungen an Amerika wirken wie ein ÄeiL Der die fow-efs bestehende Älufi zwilchen Land und Stadt immer mehr vergröbert. Der Rachdruck, den Professor Ser-.ng auf eine Verringerung der europäischen Schuldenlast legt, ist daher gerade Dom agrarpolitischem Standpunkte au« wohl verständlich Ebenso gerechtfertigt iS
fein Hinweis auf Zusammenhänge zwischen der Rotlaoe überseeischer Farmer und der Berarmuna der Irrduftrievölker der allen Welt Dennoch sprechen all# Anzeichen dagegen, dah fein Appell an die Hinsicht Amerikas irgendwelche W.rkuna a ul üben werde Man darf nicht übersehen, dah mit >eder Zahlung, bte die europäischen Böller an die Bereinigten Staaten leisten, die Kaufkraft deS amerikanischen DolkeS in dem Mähe steigt. Wie die Europa* sinkt. Sür den Ausfuhrhandel Der Union bieten im übrigen die südamerikanifchen und aslat.schbn Märkte bessere ZukunstSmöglichkeiien all die
europäischen. WaS aber die amerikanischen Farmer anlangt, so ist ihre Rotlage nicht so sehr durch Ablatzlchwier.^k,it,n im AuSlande als durch den Druck bedingt. den ihn, ProduktlvnSüberschüsfe aus Die In- lanDpreis, auSüben. Ihr Streben ist daher Darauf gerichtet, mit oder ohne Hilf, der Regierung die Jnlanhpcetle durch «Pool» . genoffenschast- liche Regulierung Del Angebots. Dalorillerung. zu heben und ftch der »leberlchüsie durch eine Dumping-AuSfuhr zu entledigen Wan darf sich nicht darüber täuschen. Dah Die Landwirtschaft Wittel- und Westeuropas tn den nächsten Jahren
mit einer Schleuderkonkurrenz überseeischer Farmerländer »u rechi.e:i Heiden wird gegen die die Der DvrkriegSzeit JttnNr ticl war Wan sollte endlich aufhören. Die Rettung SuropaS auS seinen WirtschastSnöten von irgend- welcher Barmherzigkeit leine* amenlant'chen Gläubigers zu erwarten. Rur S e l b st h I l I e und vor allem die Gntlaltung eines starken konti- n e n t a l e u r v pä i I che n GinhellSwil- lenS kann dem Wirtichaftslcben der Dölkcr du* ropaS mit der 3cÜ wieder eine ge'unde Ba«iS für ihren Kamp« umS Dalein im Wettbewerbe mit den überseeischen KolonlaNündem verschallen.
Der englisch-russische Konflikt.
Dor dem Bruch.
Don unserem E. E.-Berichterstatter, lRachdruck auch mit Quellenangabe verboten!> London. 2l.Wai 1922.
Die englisch-russische Spannung beherrscht souverän d,e englische Pol.Nk. Selbst der Besuch deS sranzösischen Staatspräsidenten in London ist von ihr überschattet worden. Kaum waren die ossi.zi,llen Beranstalturmen zu Ende, der Jug deS Präsidenten auf dem Wege nach der Südküste. als auch die Unten!e cordlale wieder schattenhaft verschwand, um ArcoS und W oS- kau Platz zu rnacheii. London steht heule ernsthaft vor der frage, ob eS feine dlplopiatifchm und Hanl jnflcn mit WoSkau ab-
brechen soll. Die engllfch-rufsischen Beziehungen hängen in diesen Tagen nur noch an einem seidenen Faden, der schon In den allernächsten Tagen reihen kann
Entwicklungen von solcher Tragweite pflegen nicht von heute auf morgen zu kommen, schon gar nicht tn England DaS Problem heiht daher nicht so sehr Arco« und fdne Folgen, sondern welche Sntwlckluiigen und Borgänge haben zu Dem akuten Borst oh auf die Qlrcoi geführt, von dem man wuhte, dah er in jedem Fall zu einer schweren Beeinträchtigung der englifch- rusiischen Bezichungrn sühven muhte. Seit Beginn deS englischen Generalstreiks vor etwas mehr al« einem Jahre ist der englisch- rusiische Gegenfatz akut geblieben. D e Grsahren- momente. die In diesem Zustand lagen, wurden nur einmal. Im Herbst vergangenes Jahre« bedrohlich. al« eine rücksichtslose Agitatum für den Abbruch der Beziehungen zu Moskau offensichtlich an Terrain gewann und al« sich auch innerhalb be* Kabinett« die Kräfte stärker regten, die iSbamberlain« ruhige, abwägende Politik bekämpften.
Auch diese Krise ging vorüber, aber sie balle eine solche Bcrstärkung der antirussischen Tendenzen im GefoGe. dah ein auch nur gering- fügiger Anlah zur akuten Gesahr sührrn konnte. Da« chinesische Abenteuer folgte und in feiner Begleitung ein heftiger an!iruf,lieber Feldzug. Don wem dieser frldzug ie Wirklichkeit auSging. bleibt nebrn'ächüch gegenüber der Tatsache. kih er in Gngland den aller stärk st en Widerhall fanD. Die cngll'ch-rullilchm De- Ziehungen muhten bei dieser akuten Belastung der
■j schon nicht a ten Gcge
gesährlichen Grub der Zu'pivung erreichen. Und da« muhte man und da« wollte man. StimmungSmähig war die ossizielle Politik mehr und mehr in eine Position abgcDränat worden, die Konzessionen an da« Land notwendig machen muhte.
Trotz dieser, einem allmählichen Bruch an sich günstigen Gntwlcklung kam der llebetlaU auf Dte Arco« unD noch mehr Dessen Durchführung einigermaßen überraschen D Wao wollte zunächst ein verschwundenes Dokument suchen — eine reine Posi.z<iaktwn be* JnnenmmisterS — und als bann Der Lärm der Bohrinstrumente allzu stark wurde, traten auch Chamberlain und Baldwin aus den Plan. Den beiden einander
widerfprechexiden Urklärungen deS Innenminister« solgte dann da« 3ugertänDnH. dah da« gebuchte Dokument nicht gesunden wurde, gletchieitig mit der Beritcheruug. bah andere« hochwichtiges Wateric! entdeckt sei Da« mag lein und wird sich Herausstellen, aber bei der Durchsuchung bandelte eS sich nicht um ba* .andere hochwichtige Material", sondern eben um daS eine Dokument. Don einer im allgemeinen lehr objektiven, weder deutlchfreundlichen xwch sozialistischen Seite wurde bider Tage mit Recht die frage aufqewvrsen. Dah man Die Suche nach hochwichtigem Material auch aus die übrigen L ondon e r Ge- sandtschalten auSdehnen könnte. Da gar d bestehe da'
Bertretungen für die englische Politik recht üuer- esiante. in manchen Fällen v-.elleicht auch nicht auf ganz geraden Wegen beschaffte Dokumente zu finden wären. 6.ne in ihrem Ziele fehsgefchtagrne Aktion mit anderen wichtigen Grgebnisien recht- fertigen zu wollen, heiht Die Dinge auf den Kops ftclfen.
Auch mit dem cnglckch-rusi ischen HanddS- abkcmmen wurde e« diesmal von englischer Seite nicht lehr genau genommen, da Die Beschlagnahme von Dokumenten in Den Räumen DeS Leiters der Handelsdelegation in Widerspruch zum Abkommen steht. Don einem Bertreter de« AuSwäNigen 2br.tcj wurde erklärt, der Bor- sitzende der HandrlSdclegat on genieste keine besonderen knplomati'cher. Privilegien, am 1 3ult oergaxigenen Jahre« wurde von gleicher Seite im Unterhaus erklärt dah .kein substanzieller Unterschied bestehe, zwilchen der Immunität, die
der Leiter t«r Handelsdelegation genieste und derjenigen, deren sich Die HanD»lSattach<S Der verschiedenen Dofschasten erfreuten." (I) Rach» forschungen nach einem wichtigen, verloren gegangenen oder gestohlenen StaatSdokument sind Englands (jutd Recht Aber Die', Aktion ging darüber so wdenllich hinaus, dah man fast versucht ist, anzunehmen, dah e* gar nicht um ein Staat«-, sondern um andere Dokumente ainfl. Die ihrer Ratur nach Durchau« geeiflnet sein mögen, einen auS allgemeinpvlitilchcn Gründen erstrebenswerten Bruch zu motivieren.
Die allgemeinen politischen Umrisse, tue sich auf einem Abbruch der Beziehungen auch sür Deutschland ergeben, find nicht sehe verlockend. Wie sich nun zeigt, bat man schon «. Z. der Anwesenheit Driand« in London, als Die Prüfung der Dokumente noch mitten im Gange war. gemuht, dah sich ernste Konsequenzen sür die englische Politik ergaben, weil aus daS bestimmteste versichert wird, dah gegebenen- sallS Frankreich und vermutlich auch Italien dem englifchen Beifpiel folgen und Ihre diplomatischen Tkrtreier zurücLerufen würden Diese Bers.cherunflen find, wenn nicht alleS trügt, ernst zu nehme-. Sie haben englisch, 3 u - ?! estLndnIs, e an beide Länder zur DorauS- eyung. teilweise aus Gebieten. Die unS nicht direkt angehen, teilweise wahrscheinlich aber auch in den Rheinlandfragen. Weiter verweist man in London auf Da« amerikanische Beispiel. Da« ohne Diplomatischen Vertreter in WoSkau rech« gute HanDelSgeschäste mache.
Wer. so bat Sir Alfred Mond stolz gesragt. wann war Die englische Politik in Der Gdchlchte je küusiich »Der verkäusilch? Ho'sentllch schliestt Dlder Stolz eS bei Ihm au». Dah er Die BeDenken an Derer Kreise teilt. Die einen Prosit Der Deutsch- russischen HanDelSbeziehungen von einem englischen Bruch r :u bc’urdjten und die
bereit« heule den guten Ratschlag geben, dah man Die Kredite an Deutschland wegen der Ge
sahr Der Ausnutzung aus den östllchen Wärktcn einschränken sollte. Di, ossizielle erg'.ische Politik macht sich Diese Ratschläge ebenso uxnifl zu eigen, wie sie aus Der anderen Seil, Die Be- Deutung DeS Hand.tS ini! X • t .. • .
Für sie sind Gesichtspunkte inahgebenD. Du erst in einigen Tagen näher untersucht werden lönn- text. Borläusig wird man tn Diesem Zularnrnen- hang auch ein anderes Moinent nur registriereii können: Die plötzliche, aug
Stellung de« Deutschen Aufenrninistcre, die, wie Die Beielligten ja versicherten, nicht ron sentimentalen Gedanken en Lvearmo" Diktiert ist.
Per Beschlich Des Kabinetts.
Vor Valdtointz Erklärung int Unlrrhdni.
London, 24. Tflai. (WIB. Junflprudi) Die slimes" melden. Die heutige Anfrage über die Brfo»raj$ia wird im Unirrt)au» von Sinne» ge stellt werden. Da» Kabinett ist überdegdommea. tat auf die Oppofitioneanlragr vom Premier- m In I fier und nicht vom Innenminister, wie Ursprünglich oargefeben. geantwortet werden soll <£» herrschte gestern abend rornig )weises, bufj Balbuiln beul, mitßdlen werbe, die Hcairrung habe beschtos- fm. da» englisch-rnsslsche handel»ab- fommrn anszuheben und die dipiomotiichen Beziehungen mit der Sowfetreaierung zu lösen. Da ein, ernste Lnlscheldung birfec Brt nur gerecht- Eitfll werden fann durch die Darbringung Der rmöglichsten Beweis« wird die Regierung e 1 n Delfjbud) veräf sentllchen. da» einen grohen Teil der Dnformalionm enlhäll, die in ihren Besitz gelaugt sind, nicht nur infolge der title*- rajjla. sondern auch au» anderen Quellen Auch „Wdhniaffer ®a>ettr" meldet, dah da-. Äabloeh den ernsten Beschtuh gesastt habe, alle Beziehungen zu Ruhland zu lösen, da die sionbd»delegation al» Drrtrelerln der russischen Regierung In ünglanb eine heimliche u m <1 ü r ) I r r i | d;« Iigkeit rnhollrt habe
Lindberghs Luftsieg.
Neuyork-Paris in 55'/2 Stunden.
von unterem Pariser W. 5. Korrespondenten.
Pari». 23. Mai 1927.
Buto» und Hundert, von M,nschen umlagerten gestern vormittag bas Gebäude der amerikanischen Potschaft an her Place be Jena, unweit be» Troca- beros, wo (Hyortes Lfndbergh feit 2 Uhr früh auerubt von «einem grandiosen Atlantic-Slug Wir besichtigen auf dem Flugplatz Le Sourget im Nor- ben von Pari», diesen seinen grauen Eindecker, wohl bewacht von Truppen und Polizisten. E» hätte nicht ind gefehlt, bann haue ihn vorgestern abend bw vor Bfflfilierung ratende Meng, z,rfetzt um „d r» inn,rung»ftu<fc" davon zu erhallen Noch sieht man deutlich an den Tragflächen die Bus- Idmutf. Es baue wirklich nicht viel gefehlt, bann war, von diesem denkwürdigen Flugappara! nicht» mehr ubng g«blieben. Da» Flugzeug ist ausfallend lang, nicht ubennähig breit, t-c Alugri schemen ganz stach Der Führersitz ist ganz geschloßen und so einfach axt nur mcglich, um jegliche» unnötige Ge wicht zu vermeiden. Aussicht batte Lindbergd von seinem sehr tief und wert zurückliegenden Führersitz io gut wie gor nicht. Zwei kleine critenfenfter erlaubten ihm Fernsicht nach rrdxts und links. Wenn er nach vorne ober rückwärts Ausschau halten wollte. Io konnte er dies nur durch zwei Periskope. Die Bassicht nach vorne war verbaut durch einen grohen Benzm-Ne ervebehälter. Zum Navigieren dienten ihm lediglich ein paar Karten, ein magnetischer flompch o;n kaum 10 Zentimeter Durchmei- ser. ein Hoden- und ein Geschwindigkeitsmesser, ein
Son Flugzeug tfl ausgerüstet mit einem luüaekuhl- ten 9-Zosinder Wright-Motor von 250 P. 5. und einem Propeller cus Metall. Sri ferner Landung hatte Lindbergh noch 200 Liter Senjm. Er bette al'o noch etwa 800 Kilometer mehr zurucklegen können.
Lindderohs Name wird fortan in der Gdchuhie der Menschheit forllrbm ol^. der eines der kühnsten und wagemut a':,n Fliegers, dem uun ersten Male der ununtrrtnxtenx Flug J.e-norr—Pan» gelang. Frdlag früh um 12-52 Uhr (Mitteleuropasiche Zett) rft er m Nnivork ajigdtKgrn. nach 33i Stuntwn. um 10J2 Uhr. land^e er gestern abend auf dem Parifer Flugplatz- Er flog rwa 58I>j bis 6000 Silo- meter Durchweg hatte er gutes Wetter, nur etwa 1 »f Ksiaxr.eter hatte er Ne-m und niedrig, Wolkexr. Oftmals ftoc rr kaum ' Stur über dem Safier, stieg ober nach Wind- und Settedopr zeitweilig auch über 3000 Meter hoch, von der Lstkuste Bmenkas bis Irland hat er kett, einziges Schiss gesichtet.
Lindbergh ist also mit einer geradezu erstaunlichen Sicherhnt und einem ungewöhnlichen Orientierung»- vermögen geflogen.
neue Ehrungen Lindberghs.
Paris. 23 Ma, (Wolff.) Der Präfi- D e n t Der Republik hat heut, bomlltca Den amedkanifchen Flieger Eharles LinDb.igy Den ihm Der amerilanifche Bvtfa-aftrr Herrick vorstellte, empfangen. Ter PräftDent Der Re- publik hat Vmbbtrflb noch einmal Die herz.ichi.im ölücf-r Ürftc ganz Frankreichs auSgklpiochen UND ihm perfönllch DaS Kreuz Der Gyrcniegion an- gebehet Lindbergh wird heute natmittti^ vorn Wt sterpr f de tte P o i n e a r c emp a (,-e w r- Den. LrnDbcrg ist heute nachmittag v-m Iran- zösifchen Aero-Glub emp äugen worden. Der DorsitzenDe DeS Aero-Elub» Lj*, von der Witwe Dr* früheren Borsitze.iDen, Frau De la Weurthe. etn Schreibe., erhalten, in Den sie ritteiü das, sie zur ärtiraefuxii;
ktrDLe.ab* 152 COO S.anlen - r ertoollen Pokal» auSgrlctz, habe Der dxm Flieger überreicht werden soll und je 10C 000 fransen mit Der Befiuxnnung, Die Cum. c itr Wlttre TZ u n fl e f | e r »«nD Den Äir <;n w oliS zu überweifen. I« übrigen empfangt Linbb« gh von Den verschiedensten Selten Anerbietung.-. So berichtet Die HavaSaoentur, Dah em 3m- prdario tn Berlin ihm 25 003 Dcllar gechvtem habe, wenn er sich verpflichte, bi Berlin einige Dorträge über feinen Flug über Den O«.?cn zu halten 8in Filmunternehmen «oll Lindbergd 100 003 Dollar geboten hadm. t rrm er fich verpsiichte. acht läge lang zu filmen
Lindbergh find auch von Reu York zahlreiche verlockende Angebot, gemacht vordrn. darunter für 403 COO Dollar von den THu'u SyaV.e für 2X000 Dollar von einer mge'esilchaft. «ür 100 000 Dollar von Theatern, für 50 COO Dollar von einer Radiogdellfchaft. We.ere bei rächt suche Summen wurden ihm von Tkrriegern und Zeitungen angebotm Der Gesamtwert Der tbm gemachten Anerbietungen wird auf über 1 Million geschätzt
Lindbergh hat auf dem Flugplatz Le Twürget sein Flugzeug besichtigt. Sr erHärtr 3d, fneh einen Seufzer der Erleichterui", auS. als ich feststellte. dah die an meinem von En7Mkrurg»':cbhabern verursachten Sch-!den weniger bedeutend sind, al* ich befürchte: V-attc. Richt*destrweniger muh der Besitzer eine« '<char- fen Meller* fich etn gehörige* Stück De* Segeltuche* gesichert haben. Ich Holle.


