als auch für private Bauten relativ recht gut gewesen ist: die milde Witterung, die Bereitstellung nicht unerheblicher Beträge aus öffentlichen Mitteln usw. haben diese günstige Lage herüeigesührt. Aach den jetzt vorliegenden Anzeichen ist damit zu rechnen, daß auch die kommende Dausaison befriedigend verläuft, bereits jetzt liegt eine größere Anzahl Bauvorhaben vor, als in der entsprechenden Zeit des Jahres 1926. Das gilt insbesondere für die kommunale und für die industrielle Bautätigkeit (hier namentlich für die Schwerindustrie und die Ehe- mie). Gerade die industrielle Bautätiglei! ist von besonderer Wichtigkeit: sie hat in den letzten Jahren nur immer knapp 15—20 Prozent der Friedensregelziffer erreicht. Voraussetzung für eine weitere Befriedung ist natürlich, wie schon gesagt, die Fortsetzung einer Berbilligungs- aktion für Bauten, sowie die Sicherung des Arbeitsfriedens für die ganze kommende Bau- saison zu erträglichen Bedingungen. Gerade Störungen des Arbeitsfriedens haben neben plötzlichen Lohnheraussetzunaen in den letzten Jahren wiederholt günstige Entwicklungstendenzen erschwert oder gar gänzlich vernichtet, ein Beweis dafür, welche Bedeutung gerade diesem 11m- stand beizumessen ist.
Der deutsche Außenhandel im Dezember 1926.
Dar deutsche Außenhandel zeigt im Dezember 1926 im reinen Warenverkehr einen Einfuhr ü b e r s ch u h von 227 Millionen AM. im Vormonat, gegen 123 Mill. AM. Das Jahr 1 9 2 6 schließt somit mit einer leichten Passivität im reinen Warenverkehr von 132 Millionen AM. ab. Der Einfuhrüberschuß insgesamt beträgt 711 Millionen AM. Der deutsche Außenhandel zeigt im Dezember eine leichte Erhöhung der Einfuhr und gleichzeitig eine Ab- schwächung der Ausfuhr. Die Zunahme der reinen Wareneinfuhr beträgt 60 Millionen AM. Die Einfuhr an Lebensmitteln ist um 10 Millionen AM., die Einfuhr an Rohstoffen um 52 Millionen AM. gestiegen. Bei der Warenausfuhr ist eine Abnahme um 44 Millionen AM. festzustellen. Davon entfallen 7 Millionen AM. auf Lebensmittel. 24 Millionen AM. auf Rohstoffe und 13 Millionen RM. auf Fertigwaren. Die Einfuhr an Gold und Silber zeigte eine leichte Zunahme (um 8,4 Millionen AM.), die Ausfuhr ist nahezu unverändert geblieben.
Von den Schlachtviehmärkien.
An Öen deutschen Schlachtviehrnärkten der vorigen Woche war die Marktsituation bei Kälbern und Schafen gegenüber der Vorwoche kaum verändert: für Rinder gestaltete sich die Marktlage eher etwas ungünstiger, während Schweine ein um eine Kleinigkeit besseres Geschäft verzeichneten. Die Auftriebsziffern erfuhren allgemein eine kleine Erhöhung. Die Preise waren für Rinder unter Schwankungen ziemlich stetig, für Kälber vorwiegend etwas abgeschwächt, bei Schafen und Schweinen uneinheitlich, in der Hauptsache aber gut behauptet: Schweine hatten sogar verschiedentlich größere Gewinne zu verzeichnen.
Auf den nachstehenden Märkten wurden für
1 Pfund Lebendgewicht in Pfennig notiert:
Rinder
Kälber
Schafe Schweine
Berlin
18-60
45-90
28-56
64-75
Bremen
24-60
40 — 85
40-58
60-72
Breslau
18-59
48-78
20-56
60-71
Chemnitz
20-59
55-82
40-56
62-79
Dortmund
30-60
50-98
35-50
68-75
Dresden
23-60
54-82
33-62
64
Düsieldors
25-63
50-85
—
62-75
Elberfeld
20-64
52-90
—
60-77
Essen
30-62
50-120
33-54
63-74
Frankfurt M.
22-61
57-82
33-48
63-77
Hamburg
18-60
30-92
23-58
58-72
Hannover
24-64
40-88
25-55
50-73
.Husum
—
—
—
—
^Karlsruhe
20-58
66-76
—
73-79
Massel
28-62
53-70
—
63-75
Kiel
19-53
33-66
24-55
45-72
-Köln
20-62
53-112
46-50
60-75
Leipzig
23-59
48-80
30-58
62-77
Magdeburg
20-58
35-75
30-52
60-74
Mannheim
15-60
54-84
32-46
60-77
München
18-57
50-83
—
52-76
Stettin
15-54
30-82
15-48
62-73
Stuttgart
13-58
55-82
—
54-78
Zwickau
15-55
60—82
30-54
65-78
Süddeutscher Produktenmarkt.
Die Weizenabgeber der Exportländer versuchten in der letzten Woche verschiedentlich, die gedrückten Weizenpreise zu heben, was die Kurse der betreffenden überseeischen Börsen beeinflußte. Die Tatsache jedoch, daß in dieser Kampagne mit einem erheblichen Weizenüberschuß zu rechnen ist, läßt eine Haussebewegung von Dauer nicht aufkommen. Trotzdem wurden in ausländischem Weizen verschiedentlich zu höheren Preisen Ware umgesetzt. Man kann im übrigen fest- stel'en, daß die ausländychen Weizeneigner gerne verkaufen. An den süddeutschen Märkten zeigte sich teilweise lebhaftes Geschäft in La Plala- wcizen unter Beteiligung der Mühlen und des Handels. Die Hausse in Roggen hat dagegen im Inland weitere Fortschritte gemacht, und das Ausland zu erhöhten Kursen veranlaßt. Speziell in Aorddeutschland war das Roggengeschäft lebhaft. Der Weizenmehlmarkt zeigte we il Veränderung, es wurde von den Mühlen aui ipätere Termine April Mai einiges umgesetzt, währenddem der Markt für nahe Waren vollkommen von der zweiten Hand beherrscht wurde. Roggenmehl lebhaft gefragt, doch wird das Geschäft darin immer schwieriger, je mehr sich der Preis dem Weizenmehl nähert. Weizen, auvl., 30 25 bis 32.75; inlänÖ. 29,50 bis 30; Zeigen, auSl.. 26.75 bis 27; inländ., 26.25 bis 23-0. Süddeutsches Weizenmehl per Januar/Fe- vcu-'.r März 40.50; per April/Mai 39.75 bis 40 Aoggenmeör 36.50 bis 38; Weizenbrotmehl 29.75 bis 30.50. Das Geschäft in Gerste und Ha er war weiterhin lebhaft; bei festen Preisen ist besonders Hafer sehr gefragt. Das Singest ut süddeutschem Hafer geht immer mehr 5u Ück; Braugerste 27 bis 31; Futiergerste 21.50 H. .2.50. Inländischer Hafer 20.50 bis 21. -» nicht ziemlich verändert. Die Forderung fin La Platamais beläuft sich auf 18.75. Am (S’.'.tkrinittelmant dauert die Aachsrage weiter an und find die Preise speziell für prompte Rui' lennachprodukte weiterhin in die Höhe gc- gci-gen. Weizennachmehl 22 bis 22.25; Weizen- f Ul, er mehl 14 75 bis 15; Weizenkleie, fein. 11.75 k' *2; grob, 12.75; Erdnußkuchen 20.25 bis
2-.5u; Rapskuchen 17.75 bis 17.50; Malzkeime 16 bis 16.50; Biertreber 16.50 bis 17 Mark.
Börsen kuNe.
0.95 । 0.972
9.9175
0.9725
0,9497 0.90
1.9307 0.9625
0,95
0.965
0.625
0,95
-22 ।
137
136,5
191
190
157,25
153,13
156
215,5
270
117,75
22. Jan.
24 Jan.
Berlin, W Jan
17.62 i
45 5 ।
160.5
180
66
40
641 147.4
181,75
131,6
181,5
219,9
125
107,5
244
155,5
161
181
138.75
144
158 5
176
164
0 93
U2.8
188 75
269.5
181
218.9
124
109,75
176 185.75 1*3.25 194.5
80
214,5
127,5
176,5
189
195
185
17,25 45,25
285 221
291,9 194,75 187.25
0.595
0.935
1.05
17,75
46
286
222.5
187 190 5 lil.8, 181,75
190.5 136.62
843
147 75
272.75
177
190
185
200
Devisenmarkt Berlin—Frankfurt a. M.
Telegraphische Auszahlung.
194
195 75 .216
162.5
177,25
163,25
191.5 19;
214
180 192
93
245.9 155
110
146
273.25
226,5
191.5
127.5
84
6,5
188.5
267
118
144,75
2.8
188,70
269
116 25
146,5
147.75
280
227.75
191
* Rütgerswerke A. - G , Berlin. Wie dem DHD. gemeldet wird, find laut Anfrage bei der Leitung dcr Teerdestillation und Teerfabrik in Rauxel, die zu den Hauptbetrieben der Rütgerswcrle A.-G. gehören, sämtliche Betriebs- anlagen seit längerer Zeit bis zum äußersten beschäftigt. Die Belegschaft ist entsprechend verstärkt worden. Durch die vor über Jahresfrist in Betrieb genommenen umfangreichen Aeuan- lagen und Umbauten fjat die Erzeugung noch rationeller gestaltet werden können. Der Friedensstand der Produktion ist schon seit längerer Zeit erreicht bzw. in letzter Zeit überschritten worden. Durch umfangreichen Austragsbestand ist bei den Betrieben auf einige Monate hinaus volle Beschäftigung gesichert.
* D i e 60-Millionen-Kruppanleihe. Die außerordentliche Generalversammlung der Fr. Krupp A.-G. genehmigte die bekannte 60-Millionen- Mark-Anleihe mit einer Laufzeit bis zum Jahre 1956.
194,5 195,5 215,5 185.5
193 5
92.5
243
152.75 129 5 147.5
279
227.75
194
179 5
117.25
124
105
5% Tcuttche 9ietd)-3.infcihe . 4% Deutsche Reich^.nicche . S'.V/n IculfcfK Reich .-ulethr 3u/0 Deutsche RclchSu:leibe . Deutsche (Zparprawic^aulcibe 4°/0 ^eenhische SonsolS . . . 4",, Hessen...........
37,% Hessen..........
3% Hessen...........
Deutsche Wertb. Dollar-Aul. dto-Doll -Schatz-Anireisna. . 4% ijolllürfcn ....... 5% Gclvmertkaner Berliner Handelsaesellschasi. Cominer;. und Privat-Bant. Darmst. lmd Nastonalbant . Deutsche Bank DiSkonto E^rnmandtt .... Dresdner Bank • Metalldank Miueldeutsche Creditbank . . Ocstcereichlschc LrrditanstaU. RcichSbank..........
Bochumer Gaß ...... BuöcruS........
Taro...........
Dcuksch'Lunmbura ..... Gelsenkirchener Bergwerke. . Harpencr Bergbau Kaliwerke Aschersleben.... Kaliwerk Westeregeln.. . . . Laurahütte Manneöinanu ...... Mansseldcr......
Oberbedarf......
Pbönir "lergbau ...... Rheinische Braunkohlen . . . SUjehtftobi...........
Rtebcct Montan TelluS Bergbau ...
vereinigte Stahlwerke.... Zamburg-Amerika Paket. . . norddeutscher Lloyd . ... Tl-rramischc Werke Albin . . Zementwerk Heidelberg . . . Philipp Holtmann Sluglo Tour Guano Tbemische Mayer Akaptu. . . l'^oldschmidt........ .
'-.oliverkohlung.........
X G- Jarden-Jndustrtr. . . nülgerSwerke.........
Scheideonsialt .....
910«. Elektrizilätr-Gesellschast Bergmann...........
Tlcktr. Lieferungen......
Licht und Kraft.....
Mainkrastwerle . ..... Schultert Siemens <fc Halöke ..... Adlerwcrke Kieper ..... Daimler Motoren. ..... Heyligenstaedt Meguiu.........
Mannheimer Motoren ....
Jranlsurter Annaturen . . . ^toiiiervcnsat'rik Braun . . Metollgesell'chaft Jrankfurt. Pct. Union A--G...... .
Schuhlodrik Herz . . .... Sichel ZeNllofs Aschaffenburg.... .'st-llsioss Daldliof.......
Zuckerfabrik Frankenthal . . Zuckerfabrik Waghäusel . . .
Amerikanische Rote» ....
Belgische Roten
Dänische Roten . , .
Englische Roten........ Fromösilchc Roten ..... Holländische Roten ..... Italienische Roten......
Norwegische Roten Deuisch-Oesierr,5100 Kranen Rumänisch« Roten Schwedische Noten ..... Schweizer Noten ...... Spanische Noten ....... Tschechoslowakische Roten . .
Ungarisch« Motto
Amst-.Ron Buen.'Aires Vrss-Antw Thristiania. Kopenhagen Stockholm . Hrlnngsors. Italien. . . London. . . Reuyork . . Paris.... Cchwest .. Spanien . Japan . . . Rio de Jan Wien In D-' £tft. abgest B rag ... .
clirad . . Budapest. . Bulgarien Lissabon . . Danzig. . . Konstantin. Athen- . . Eanada . . Uru nah. . Cairo . .
286 1221.75 i 195 1187,75 ! 188
; 190.5
185,5 1t) 9
181.75
194 137.25
Briet
4,219 58,82
112,53 20,515
16,82 168.87
18.44 107,72
69,65
2.24 112,68
81.56
68.45 12.515
73. ?7
293 | 292. 45
195 | 19.5.25
187.5 187.2-5
189,25 188
185.5 184.75
189 |
10.95 11
182 181 75
Geld
4,199
58,53
111,97
20,415 16.74
168,03 18,34
107.18
69.35
2,20
112,12 81,16 68.11
12.455
73,51
153.3 100 389 145
270
170
187.6
183.5
195,5
146 5
179 9
218,751
126 105
42.23 63
192.25
194.5 214.75 179.751
191
94,5
247
155
130 146.75
274.5
228.5
191
125 25 159.26
177.75 I
164,25 |
Berliner Börse.
'Berlin, 24.3an. Die berufsmäßige Spekulation folgte der optimistischen Einstellung der außer- halb der Börse stehenden Kreise, so daß die Börse in fester Haltung eröffnete. Am Montan m a r k t gewannen einzelne Papiere bis zu 9 Prozent, auf den übrigen Gebieten überwogen 1- bis 2proz. Kursbefestigunaen. Die Nachrichten über einen Fortschritt in der Vorbereitung der beabsichtigten großen Reichsanleihe, deren Auslegung für die nächste Zeit in den Bereich der Möglichkeit ruckt, führte dem heimischen Nentenmarkt neue Käufer zu. Die Ablösungsanleihe zog um 8 Prozent an. Die alten Reichs- und Staatsrenten
162.5
176.75
162,62
irranffnrt a.M.
Berlin
StbiiiL» i>UT6
l»Ubr. Aut*
5 -Unfall«
Aia*» , O'i-c
Taiirnr:
22 1.
21. 1
22. 1. | 24. 1,
Amtliche (Selb
Roll rang Briei
Amtliche Rotieruna
Geld
1 Bries
16KJ4
16B,8&
168,14
168,88
1,739
1.743
1,741
1.745
58,6'J
58.71
58,60
58.74
107,42
107,08
107,45
107,71
112,30
112,58
112,31
112.69
112,411
112,74
112,43
112,73
10,097
10,037
10,60
10.64
18,31
18.35
18,20
18.24
-0.451
ZV..503
20,451
2V.5O-
4,2135
4,2235
4,2136
4,2256
16,70
16,74
10,71'5
16,745
61,10
81,34
81,165
öl.ifli
68,23
68.41
68.25
68,53
2.0Ö5
2,059
2,054
2,058
n.491
0,496
0.495
0,497
5t», 43
69,5?
69,47
69.61
12.473
12,513
12,475
12,6l5
7.413
7.433
7.413
7,433
73.63
73.83
78.67
73,83
3.037
J.O47
3,037
4,047
21,575
•21,625
21,665
21,615
«1,55
«1,75
81.69
61.70
8,122
2,135
2.125
2,135
5,61
5,52
5.43
5 50
4,208
1,213
4.202
4.212
4.245
4.252
4,245
4,255
8O.V64 B(
21.016 intnote
«1.964
N.
21,018
setzten ohne Ausnahme kräftig erhöht ein, für die bayerischen Werte erschienen an den Maklertaseln sogar Pluszeichen. Kriegsanleihe (0,972) stark beachtet, doch ließ das Geschäft hierin infolge der Bewegung an den Aktienmärkten zu wünschen übrig. Der Geldmarkt zeigte keine Veränderung, das Angebot in kurzfristigen Mitteln ist nach wie vor überreichlich. Im D e v i se n o e r k e h r lag der Dollar gegen die Reichsmark mit 4,2190 bis 4,2195 weiter sehr fest. Die übrigen Valuten sind nicht wesentlich verändert.
Frankfurt a. M., 24. Ian. Tendenz: fest. — Die freundliche Grund st immung der letzten Woche übertrug sich auch auf die heutige Börse, wobei wiederuni die Gesamthaltung von der Flüssigkeit des Geldmarktes sowie von einigen Spezialbewegungen getragen wurde. Auf dem Anleihemarkt wirkten sich, die Erwägungen des Reichsfinanzministers über eine im Februar zu erwartende Auflegung einer öproz. Reichsanleihe im Betrage von etwa 500 Millionen Reichsmark zu einem Zeich- nungslurs von 92 Prozent aus. Kriegsanleihe und die übrigen alten Anleihen des Reiches und der Länder bei lebhaften Umsätzen stark erhöht. Kriegsanleihe 0,9722, Schutzgebiet 18,3. Auch fremde Renten lebhaft und fest. An den Aktienmärkten wurden I.-G.-Faroen, Montanaktien und teilweise auch Elektrowerte bevorzugt. J.-G.- Farben konnten sich anfangs 4 Prozent befestigen. Von Montanwerken gewannen Phönix 1, Deutsch Lux 2, Riedcck 3 Prozent. Kohlenwerte wurden lebhaft umgesetzt und stärker erhöht. Harpener plus 2,25, Rheinische Braunkohlen plus 4 Prozent. Am Elektro markt hatten Licht und Kraft eine beträchtliche Steigerung uni 16,5 Prozent aufzuweisen. Bergmann plus 2,5, Lohmener plus 1,5 Prozent. Siemens nur mäßig befestigt. Petroleum- aktien fest. Deutsche Erdöl plus 4, Rütgerswerke plus 2,75 Prozent. Von variablen Werten standen Bauaktien im Vordergründe. Wayß & Frey- tag auf den Heidelberger Auftrag plus 7, Zement Heidelberg plus 2,5 Proz. Anfangsgewinn. Autoaktien ruhig. Daimler plus 1,5 Proz. Die Metallbankgruppe trat bei behaupteten Kursen etwas in den Hintergrund, desgleichen «cheideanstalt. Zellstofs- aktien unverändert. Maschinen- und Metallwerte waren leicht befestigt. Rach der Erledigung von zahlreichen Publikumsaufträgen sowie rheinischer Orders wurde der Verlauf etwas ruhiger und für die Hauptwerte etwa 1 Prozent schwächer. Der Geldmarkt ist weiter überaus leicht. Tagesgeld 3, Monatsgeld 4,75 bis 6 Prozent. Im Devisen- verkehr lag die Reichsmark gegen den Dollar schwach mit 4,22, gegen das Pfund mit 20,4875. Paris gegen London 122,45, London Kabel 4,8535
Arantfurtcr ?*v.
Frankfurt a. M., 24. Jan. Es wurden notiert: Weizen, Wetterauer, 29,50 bis 29,75 Mk.; Roggen, inländischer, 26 bis 26,25; Sommergerste für Brauzwecke 26 bis 27,50; Hafer, inländischer, 21 bis 21,75; Mais, gelb, 18,25 bis 18,50; Weizenmehl, inländisches, Spezial 0, 40 bis 41,50; Roggen- mehl 37,50 bis 38; Weizenkleie 13 dis 13,25; Roggenkleie 13,25 bis 13,50; Erbsen 35 bis 65; Linsen 50 bis 90; Heu, süddeutsches, gut, trocken, 9 bis 10,25; Weizen- und Roggenstroh, drahtgepreßt 4,25 bis 5, gebündelt 3,75 bis 4; Treber, getrocknet 16,50 Mark. Tendenz: fest, mit Ausnahme von Weizenmehl.
frankfurter Schlachtvickmarkt.
Frankfurt a. M., 24. Jan. Auftrieb: 1170 Rinder, darunter 306 Ochsen, 41 Bullen, 590 Kühe, 233 Färsen; 440 Kälber; 188 Schafe und 4543 Schweine. Es notierten: Rinder: Ochsen: vollflei- schige ausgemästete höchsten Schlachtwerts: jüngere 57 bis 60 Mk., ältere 61 bis 56; sonstige vollfleischige 46 bis 50; fleischige 42 bis 45. Bullen: jüngere, vollfleischige höchsten Schlachtwerts 52 bis 54; sonstige vollfleischige oder ausgemästete 47 bis 51. Kühe: jüngere, vollfleischige höchsten Schlachtwerts 47 bis 53; sonstige vollfleischige oder ausgemäftete 38 bis 46; fleischige 31 bis 37; gering genährte 22 bis 30. Färsen (Kalbinnen, Iungrinder): vollfleischige, ausmästete höchsten Schlachtwerts 56 dis 52; vollslei- schige 49 bis 55; fleischige 40 bis 48.' — Kälber: beste Mast- und Saugkälber 75 bis 80; mittlere Mast- uni) Saugkälber 65 bis 74; geringe Kälber 54 bis 64. — Schafe: Mastlämmer und jüngexe Masthämmel (Weidemast) 45 bis 49; mittlere Mast- lämmer, ältere Masthämmel und gut genährte Schafe 36 bis 43. — Schweine: Fettschweine über 300 Pfund Lebendgewicht 70; vollfleischige von ca. 240 bis 300 Pfund Lebendgewicht 70 bis 71; von 200 bis 240 Pfund Lebendgewicht 70 bis 72; von ca. 160 bis 200 Pfund Lebendgewicht 70 bis 72; leischige Schweine von ca. 120 bis 160 Pfund Lebendgewicht 67 bis 69; Sauen 60 bis 67 Mk. — Marktoerlauf: Rinder werden bei mäßig regem, Kälber bei schleppendem und Schafe bei lebhaftem Handel ausoerfauft. In Schweinen verbleibt bei chleppendem Geschäft Ueberstand.
Büchertisch.
— Stern Küchlein 1 927, von Robert Henseling. Mit einer zweifarbigen Tafel und 38 Vildern. Franckh'sche Verlagsbuchhandlung, Stuttgart. Preis 1,50 Mark. — Das Bändchen bringt wieder die Üblichen Monatskalender mit zahlreichen Anweisungen zu genußreichen Beobachtungen, außerdem besondere Artikel über das Antlitz des Mondes mit den vollkommen- ten, bisher gewonnenen Photographien, über das Sonnensystem und die Fixsterne 1927, sowie zahlreiche nützliche Tabellen. 6
— Erdbüchlein. Ein Jahrbuch der Erdkunde für das Jahr 1927. Mit 30 Abbildungen und Kärtchen. Franckh'sche Verlagsbuchhandlung, Stuttgart. Preis geheftet 1,50 Marl, — Hier werden alle wichtigen Veränderungen verzeichnet, die für unsere erdkundlichen Kenntnisse von Belang sind. Karten und Abbildungen geben die nötigen Erläuterungen. An besonderen Abhandlungen enthält der neue Jahrgang: Die Verbreitung der Weltsprachen, die Slawen in Deutschland, Montenegro einst und jetzt, Finnlands 'Bedeutung, was die Deutschen in Afrika geleistet haben usw. 5
— Dorkriegs- und Kriegssünden und ihre Lehren, eine allaemeintocrftänb- liche Studie auf militärischem und militärpolitt- chem Gebiet von Gerhard Gieren. Kgl. Preuß. Major a. D. Verlag: Thalacker IV Schwarz, Leip- zig. In Leinen gebunden 7,50 Mk. 674
-Physikalische Begriffsbildung.
Don Dr. Rudolf Carnav. (Wissen und Wirken, Band 39.) Verlag G. Braun, Karlsruhe. Preis 1,20 Mk. — Mit dieser klar und folgerichtig durchgeführten, überall an konkrete Beispiele geknüpften Darlegung der drei Stufen physikalischer Begriffsbildung, die von den vorwissenschaftlichen Wahrnehmungserlebnissen zu dem einheitlichen
Theorienzusammenhang der modernen Physik führt, widerlegt Carnap zugleich ein verbreitetes Vorurteil gegen die mathematische Raturwissen- schäft durch den Rachweis. daß auch die abstrakteste mathematische B.Handlung physikalischecPrv- bleme die Rückübersetzung in die qualitativ anschauliche Welt immer wieder ermöglicht, weil sie durch Messung und Rechnung nicht ersetzt und verdrängt. sondern nur in bestimmter Weise bezeichnet wird. 29
— Eine neue Höchstleistung des deutschen Wettrekordlers Dr. Otto Pelher — diesmal auf sportliterarischem Gebiete — ist fein „Trai - ningsbuch des Leichtathleten", das er unter Mitarbeit erster Fachleute und Meister, wie Reichstrainer Waiher, Söllinger, Rau, Bedarfs. Buchgeister. Huhn. Lehninger u. a. im Sportverlag Dieck & Co.. Stuttgart herausge- geben hat (gebunden 6.50 Mk.). — Damit - liegt das erste moderne Leichtathletik-Lehrbuch vor. das wirklich alles umfaßt, was ein strebsamer Leichtathlet wissen muß, um merkbare Fortschritte in Ieinem Fache zu erzielen. Mitten in der aktiven Bewegung stehen noch heute die Bearbeiter. und kein schwacher Punkt des Leichtathleten ist ihnen unbekannt geblieben. Darum wird in diesem Buche nicht nur gesagt, wie eine Hebung richtig auszuführen ist. es werden vor allem die bei jeder Hebung auftretenden typischen Fehler gründlich besprochen und ihre llr- sachen erklärt. 23
— Der Kunstwort- (Verläg^ G. D. W. Callwey, München). Das Januarheft bringt u. a einen sehr beachtenswerten Aufsatz von Fritz Gerathewohl über „Deutsche Sprechkultur". 3m übrigen wären zu nennen: ein gut unterrichtender Aussatz von Joseph Popp über die „Moderne Baukunst"; eine Würdigung des verstorbenen Malers Albin Egger-Lienz von Theodor Wall; ein in seiner klugen Objektivität recht aufschlußreicher Bericht über „Das Dessauer Bauhaus", dessen Reugründung in Dessau ein so heftiges -Für und Wider in der Fachwelt wie in ßaien- freifen entfesselt hat; eine temperamentvolle Stellungnahme der Gabriele Reuter zu dem Thema „Wissenschaft und Frauenfrage" und andere größere Aufsätze mehr. 3n den „Losen Blättern" sind einige tief aufwühlende Proben aus Ernst Bertrams „Romenbuc-" hervorzuheben. ferner eine feine Skizze in Briefform von Paul Alverdes „Severin kehrt heim". Die Hm- schau ist wie immer vielseitig unterrichtend und wegweisend, desgleichen die „Dücherschau". Zu dem Baukunst-Aussatz von Popp werden eine Anzahl höchst beweiskräftiger Bildbeispiele von Autzenarchitektur und 3nnenraumlunft beigebracht. Den Beschluß des gediegenen Heftes bildet eine aus fünf Sähen bestehende Suite für Klavier Über den Choral „Auf meinen lieben Gott" des ehemals hochberühmten Orgelmusikers Dietrich Buxtehude, her 1707 als Organist der Lübecker Marienkirche starb.
— Aus dem neuen Heft der „K orakle" (Ullstein, Berlin): Ein seltsames Schoßtier. — Der Ingenieur als Chirurg. — Indianerleben am Amazonas. — Der Mensch der Zukunft. — Die entlarvten Marskanäle. — Die Aufsätze des Heftes sind mit einer Reihe interessanter Naturaufnahmen illustriert.
Aus dem Amtsverründigungsblatt.
* Das Amtsverkündigungsblatt N r. 5 vom 21. Januar enthält: Geschäftsgang bei dem Kreisamt Gießen. — Vertilgung der Mäuse. — Maul- und Klauenseuche in Odenhausen, G.oßen Buseck, Steinbach, Reiskirchen und Lollar. — Dienst- nachrichten.
Rundfunk-Programm
des Franksurker SenderS.
(Aus der .Radio-Umschau".)
Dienstag. 25. Januar.
3.30 bis 4 Uhr: Die Stunde der Jugend. —* 4.30 bis 5.45 Uhr: Konzert des Hausorchesters: Friedrich v. Flotow. — 5.45 bis 6.05 Uhr: Die Lesestunde. — 6.45 bis 7.15 Uhr: Beamtenfortbildungskursus: „Grundzüge des deutschen Strafrechts VIH", Vortrag von Oberlandesgerichtsrat Dr. Aschaffenburg. — 7.15 bis 7.45 Uhr: Funkhochschule: „Altdeutsche Tafelmalerei XV", Vortrag von Dr. Oswald Götz, Assistent am Städelschen Kunstinstitut. — 7.45 bis 8.15 Uhr: Funkhochschule: „Altgermanischer Wodanglaube", Bortrag von Professor Dr. Naumann. — 8.15 bis 9.15 Uhr: Synagoge, hebräische und jiddische Gesänge. — 9.15 bis 10.15 Uhr: Volkstümliches Konzert.
Letzte Nachrichten.
Kein Ausscheiden der Stadt Marburg aus dem Kreisverband.
Wiesbaden, 24. Jan. (W2R. Drahtmeldung.) Der Provinziallandtag für Hessen-Rassau hat in seiner heutigen Sitzung den Antrag der Stadt Marburg auf Lostrennung vom Landkreis Marburg abgelehnt.
Sprechstunde,, der Sicdaklivn.
12 bis 1 Uhr mittags. 5 bis 7 Uhr nachmittags. Samstag nachmittag geschloffen.
Für unverlangt eingesandte Manuskripte ohne bcigesügles Rückporto wird keine Gewähr übernommen.
Anzeige nauftrage sind lediglich an die Geschäfts st eile zu richten.
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