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Lehrer Vorth hielt itchen und lehrreichen 2oo veThemaBeamte unb Redner behandelte die 2e. m zur Dirtlchast und kam sich das Deamtentum aus Kenntnis -ujammcnsllicb.'n 5chafrl!ch zum Zweck eines iS und gmoffenfchMch Vutfomnienä. Sine Sri» der hiesigen 2)e« eines Umla^vrcichren» t »otyleatt Tagung

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Mmgen.

2. Jon. Dom 26. Januar bi» chon für Dezember v.J. vor- n des Areirfchulkino» i statt.

, 22. Jcn. Äach D:eniiguna Im hiesigen Walde beträgt itelofen in unlttet inn. Ein Teil der Leute orsiungSarbeiten tm Walde :e Tell säubert die logen, n Steinen und Verölt, da eine Pflanzung von 16 (Bäume in einer W en will.

Srfjottcn.

22. Jan. Der

Hau-Wirtschaftlichen Unterricht be­ginnen zu lassen. Sr wird sich bei täglicher Unterrichtserrcilung aus einen Zeitraum von 6 bis 8 Wochen etitreefen. so Daft er bid zum Beginn der lasrdwtrlschastlichen Ftichjahrsarhei. ten beendet ist. Ferner beschloß man. auch die MädchensorÜnldunCSschule künftig dreijährig zu gestalten, doch soll der Unterricht auf die Wintermonate, wie seither, beschränkt bleiben.

Starkenburg.

Darmstadt. 21. Ian. Die Ortsgruppe Darmstadt der Deutschen Volks Partei wr- anftoliete gestern abend eine Reichsgrün- dungssejer, der weit über 1OOT> Personen bei- wohnten. L'nnbtagsabfl. vr. Keller (Büdingen) hielt die Gedächtnisrede, worin er Bismarck als den Reichsgründer feierte Im Anschluß an die Rede wurde ein Bismarck' I Im qe\rint, dessen Bor- iührung etwa zwei Stunden In Anspruch nahm. Der Abend fand bei den Besuchern der Veranstaltung cbhafte Anerkennung.

Preußen.

Miete Wetzlar.

DSM. Dedlar, 21 San. Da Die Holz- lällerarbeiten in zahlreichen Gemeinden bereits bcendet find und die ungünstige Witterung ge­wisse NotstandSarbelten unmöglich macht, hat die Zahl der Erwerbslosen in Stadt und Ärcie Wevlar, sowie im Kreis« Biedenkopf, di« zu einem Verwaltungsbezirk zusammengeschlotsen sind, eine wesentliche Erhöhung erfahren. Sie beträgt insgesamt 1961 AauptunterstühungS- empfanger. sowie 33 D3 ZuschlagSempsänaer

<> Dprnholzhaufen, 22. Ian. Bei Neu- 'chnee hatte man Im Distriktiränfbath" de» hie- "gen fficmelnberoalbe» Sauen « lnaekreist. Es Klang den Treibern jedoch nicht, die Sauen aus der Dickung, In der siefest" gemacht waren, berauszu- bringen. Die Jagd mutzte daher mit Einbruch der Dunkelheit ergebnislos abgebrochen werden.

Tillkrcis.

Ö69L Dillenburg, 22. Ian. In der ver- t-mgenen Otocht drangen unbekannte Einbrecher nittel» Dietrichs in da» hiesige Warenhaus der lirma B r a u m ein, plünderten Die W a , r^enbe stände aus und hießen allerlei nützliche -achen, wie fertige Anzüge, Hosen, Strümpfe, Hem- ?cn usw. sowie außerdem die La den kaffe mit 1OO0 Mark mitgeben. Die later sind darauf spurlos verschwunden. Untersuchung ist eingeleitet.

Kreis Hulda.

DEN. Fulda, 22. Ian. In der gestrigen Stadtverordneten sitzung teilte Ober« Bürgermeister vr. Antoni mit, datz die bezüglich les Ausscheidens der Stadt Fulda au» dem Landkreise eingeleiteten Verhandlungen bereit« soweit gediehen seien, datz die Beratungen 1" der kommenden Woche zu Ende gehen Dürften. 3n der Sitzung wurde ferner ein Abbau d e r Gewerbesteuer (Herabsetzung dos Gemeinde- ,vifd)lag9 von 750 auf 600 Proz.) beschlossen.

Kirche und Schute.

Für das nördliche Oberhesfen fallen in ciefem Jahre die beiden Kirchenvorstchertagllngen in 2 l b e » h a u f e n am 21. März und in Ehrings­hausen am 28. März stattsinden. Die Predigt rjnirb an beiden Orten Oberkirchenrat Wagner Hal- tm, den Vortrag Prälat 0. vr. Diehl über .Die Bedeutung der Konfirmation und unsere dichten gegenüber den Äonflrmanben".

Amtsgericht Gießen.

Eine Ehefrau ist vor dem Einzelrichter ange> flogt, anfangs August 1926 ihren minderjährigen Sohn durch Mitzbrauch ihre» Ansehens angeftiftet haben, eine Nachbarsfrau und Frau eines Kol- I eflen zu mitzhandeln. Der Sohn, ein Kaufmanns- l«hrling.. soll sich oor dem Jugendgericht Dafür ver- antworten, Datz er Die Nachbarsfrau vorsätzlich unD mittels hinterlistigen Ueberfalles mißhandelt und an btr Gesundheit veschädigt habe, obwohl er nach feiner geistigen und sittlichen Entwicklung fähig war, tos Ungesetzliche feiner Handlungsweise einzusehen uenD feinen Willen hiernach zu bestimmen. Die vor- tozeichncten Frauen find durch Schwatzereien hinter- e nander geraten, während sie früher gut mitein- «"der standen. Die Feindschaft übertrug sich leider «uch auf die Kinder. Es wurden zahlreiche Zeugen

DerZrosch mii derMaske

Roman von Edgar Wallace.

UZ Foniegunp Nachdruck verboten

Ist da» eine stupide Idee!" sägte Ray Bennett, ritz Die Augen auf und gähnte. Er (eate sich ins Gras zurück, faltete Die fjänDe unter Dem stopf und gähnte teon neuem.Du, Lew! Wer ist Denn eigentlich dieser Frosch?"

Lew Brady leerte Den restlichen Inhalt Des Fläschchen» auf das Gras, schraubt« Den Stöpsel rteber ein und schüttelte ieöen Tropfen aus dem Eecher aus, bevor er sich eryob, um zu Dem schlafen- ton Jungen hinuberzugehen.

He du, steh aufr sagt« er.

Es kam keine Antwort.Steh auf!"

Mit einem Stöhnen Drehte sich Ray um, Den 8oof auf Den Arm gebettet, und nun rührte er sich mchl mehr.

Ein plötzlicher Lzerdochl ftlw in Lew auf. War k i am Ende tot? Lew erbleichte bei Dielem Gedanken. Tiefer so geschickt eingefäbelte Streit würde ge- raigen. ihn zu überführen. Er ritz bas Fläschchen rjs seiner Tasche und Hetz es In Die Brusttasche Des Schläfer» gleiten. Da hone er ein Geräusch. Als er fäh umwendete, sah er, daß ein Mann ihn beob» j hlete. Lew starrte ihn an und östnete die Sippen, :»n zu reden, aber Da kam es:

..Plop."

Er sah Den Blitz Der Flamme, bevor di« Kugel ihn traf. Er versuchte neuerlich die Lippen zu öffnen, un au reden, und wieder tarn es:

Plop."

Lew Brady war tot.

Der Mann zog Öen Schalldämpfer von der distale, ging ohne jede Hast zu Dem schlafenden ämj hinüber und steckte Diesem die Pistole In die 'rtiaffe -and. Dann kam er zurück, kehrte Den Kör- Pir De« Toten um und sah ihm ins Gesicht. Er «nl- "<hm drei Zigarren feiner Westentasche, zündete eite mm ihnen an und steckte Das Zündhölzchen sorg- dlhfl in Die Schachtel zurück. Er hatte eine Borlieb« Tir gute Zigarren, befonDers für die anderer Leute, tonn ging er, immer noch ohne Hast, den Weg juitf, den er gekommen war, stieg zur Hauptstraße ?rrpor, nachdem er sich sorgfältig umgesehen hatte, Jrö erreichte bas Auto, Das auf ihn wartete.

gehört. Da der Dem angeklagten Jugendlichen zur Last gelegte hinterlistige UeberiaU nicht nachgcwtcstn worden war, wurden auf Anregung Des Richters Die gestellten Strafanträge wegen Körperver­letzung und BeleiDigung z u r ü ck g e n o m m e n. Gleichzeitig sanden hierbei zwei wettere zwischen den Parteien anhängige P r l v a t k l a^ e n , Die demnächst hätten verhandelt werden müssen, ihre rerglcichsweiie Erledigung. Die Derptllchtung aber. Die entstandenen Kosten zu tragen, bleibt für ok Be­teiligten eine wettere Erinnerung unliebsamer An.

Schöckengerrcht Wetzlar.

0 Wevlar, 22. Jan. Sin Knech: aus Ahausen hatte sich wegen vorsätzlicher gefährlicher Körperverletzung, sowie unbefugten Waffenbesir,eS zu verantworten. Der Angeklagte war btt einer Landwirt? antwe in ODereberg beschäftigt, im Juni 1926 aber entlassen worden, weif er Klatschereien über bi-? Frau verbreitet halt- Um in feiner Stellung verbleiben zu können, versuchte er mit Dro­hungen auf die Frau «inzuwirken. XI. a be­drohte er die Frau auf Dem Fel^e mit einem Aevolver. schließlich schoß er und traf bi« Frau in Den Oberschenkel. Die Verletzung war zum Glück nicht schwer Der Angeklagte war geständig, er wollte jedoch aus Fahrlässigkeit Den Schuh abgegeben haben. DaS Xlrteil lautete auf zwei Jahre Gefängnis und Tragung Der Kosten des Verfahrens. Während der Ver­handlung gebärdete sich der Angeklagte wie «in Tobsüchtiger, fo dast er auf Anordnung dks Gerichtes gefesselt und zeitweilig aus dem SitzungSsaale entfernt werden mustte.

Kunst und Mtssenschast.

Rofenflorf oerlästk varmsladl endgültig.

WSkst. Darmstadt, 22. Ian. Die Berhand- lungen zwischen dem (BencralmuflfDlrcftor am Hess. Larchestheater Joseph R o f e n st o ck und dem neuen Leiter Des Wiesbadener Staatstheaiers, Paul B e k k e r , sind nach einer amtlichen Mitteilung jetzt zum Ablchluh gekommen. Falls cs gelingt, für Rosenstock einen Nachfolger zu finden, dürfte Danach Rosenstock mit Ende Dieser Spielzeit au» seiner hiesigen Stellung ousscheiden.

Buntes Allerlei.

Ein Schnupfen und feine Jofgen.

Der ständige Sekretär Der Pariser Akademie Der Inschriften, Magnat, leidet an einer heftigen Erkältung, die er sich bei Dem Begräbnis seines Kollegen Henry Tvchin zugezogen hat. Gr mußte nämlich im strömenden Regen dein dahingeschie- Denen Akademiker die 0« chenrtde hallen, und das hat ihn nicht nur körperlich arg .ver­schnupft". Er hat daher unter den Mitgliedern des Instituts eine Verfügung umgehen lassen, unter die diese bereitwilligst ihren Namen setzten. Der Inhalt lautet kurz und bündig: .Aus Rück­sicht auf die Gesundheit Der Hcberlebenben untersage ich jede Rede bei meiner Beerdigung." Wie gut werden es von jetzt an die Akadem ker bei Der Bestattung ihrer Dah ngeschledenen Ge­nossen haben! Sie brauchen sich nicht mehr der Gefahr einer Erkältung auSzusehen, und eS ist an- zuneymen, datz Dieser folgenreiche Schnupfen des Herrn Eagnat auch noch weitere Folgen haben und bei anderen gelehrten Körperschaften dieselbe Bestimmung Hervorrufen wird.

Da» unbewohnt« Storchnest auf Dem tiegniher Schloh.

Auf Dem First eines der Seitenflügel DeS ehemaligen Diastenschlosfes in Liegnih befindet sich ein mächtiges Storchennest. Kaum, Day ge­legentlich einmal ein Vorübergehender zu ihm hinaufschaut. Mit diesem Nest hat eS seine eigene Bewandtnis. Der Vorgänger des derzeitigen NegierungspräiiDenten, Robert Büchting. war ein großer Naturfreund und ein Förderer aller Na­turschuhbestrebungen. AlS er, der bis dahin Landrat DeS Öber-WesterwaldkrciseS gewesen war, nach Liegnih kam. widmete et einen Teil seiner vielseitigen Interessen auch her Erhaltung Der schlesischen Landschaft und ihrer Merkwürdig­keiten. Er ersah auS den Berichten, dah leider auch die Zahl Der Störche in Schlesien in er­schreckendem Rückgang begriffen ist und Daß in ganz Schlesien nur noch etwa 500 bewohnte Storchnester vorhanden seien. DieS brachte ihn auf den originellen Einfall, auf dem Dach des

Im Auw faß, unter Dein mit Vorhängen ver­sehenen Dache verborgen, ein junger Mensch, Der mit berabhängendem Mund und aläsernen Augen vor sich hinstierte. Er trug einen schlecht pafKnoen Anzug und ein Rragenenbe hing unordentlich hinab.

Du kennst diesen Ort, Billr"

Ja Herr." Die Stimme klang guttural und heiser. .Hbblcy Copse."

Du hast soeben einen Mann umgebracht. Du hast ihn erschossen, so wie Du es in Deinem Ge­ständnis ausgefagt haft."

Der halbidiotische Junge nickte.

Ich habe ihn umgebracht, well ich ihn gehagt habe," sagte er gehorsam.

Der Frosch nickte und nahm auf Dem Führersitz Platz-

John Bennett erwachte mit einem Ruck. Er sah mit reuevollem Lächeln auf Den Auslöser in seiner Hand herab und begann Die Schnur aufzuwinden. Dann ging «r zu dem Gebüsch, wo er jcine Kamera versteckt hatte, und fand zu seiner Enttäuschung, Daß Der Zähler ihm den Verlust von ungefähr Dreihun­dert Metern anzeigte. Er sah grollend auf Das Dach»loch, und wie zum Spott tarn Dort wieder Die Spitze einer schwarzen Nate hervor.

Er schüttelte Die Fault gegen sie und began den Abstieg. Unweit vom Pfade sah er zwei Männer im Grase liegen, beibe schlafend und beide Land­streicher, wie es schien. Er trug Den Kurbelkasten dor.hin zurück, wo er seinen Rock gelassen hatte, zog diesen an, hob Den Kosten auf den Rücken und machte sich auf den Weg nach dem Dorfe Larerftock, von wo er, wenn seine Uhr richtig ging, Den Lokal- zug erreichen konnte, der ihn vis Bach Dringen würde, um dann Den Londoner Schnellzug zu be» nüpen. Und während er mit Dem schweren Kasten dahinkeuchte, Deredjnete er seinen Verlust.

XXXI.

Eine Chemische Gesellschaft.

Elk hatte versprochen, mit Gordon in besten Klub zu speisen. Dick wartete mehr als zwanzig Minuten über die Stunde Des Rendezvous, uni) Elk hatte nicht abtelephoniert. Erst fünfundzwanzig Minuten später tarn er eilenDs Des Dege«.

Herrgott!" keuchte er unD fah auf Die WanDuhr, ich hatte keine Ahnung, daß es so spät ist. Ich muß mir Doch endlich ein« Uhr anschaffenl"

ReglerungSvomi üls ein Storchennest kunstvoll auf bauen zu lassen. Das war 1&1 DaS sump^.ge Schwarzwalserbruch ist in unmittelbarer Nähe, und so hoffte er Denn, dah Freund Adebar sich nicht lange bitten lassen und die ihm gebotene Wohngelegenheit alsbald benützen werde. Man wartete Jahr flui Jahr, aber kein Storch nahm von Dem Rest auf dem Schloß dach Belitz 1925 raffte ein üderralchend kommender Tod Den Prä- ibtnten hinweg, er bat lomit fee Freude. Störche im Lchloßnest au (epen. nicht erlebt Aber auch 192b blieb da» Nest Wieberum leer. Die Storchen- not in Schlesien ist eben keine Nestnot. lein Mangel an Wohngelegenhett- dein würde Ge­vatter Storch selber sehr ralch abhelsen können, der unaufhaltsamc Rückgang der Störche ist viel­mehr eine Folge Der sortlchreitenDen. last rast­losen Kultivierung aller fumpligen und moori­gen Gebiete. Wird doch zur Zeit im Herzen Des Regierungsbezirks auch Das meilentoette Brinkenauer Bruch. Das bisher als ein Dorado der Wallcr' und Sumpfvögel galt, melioriftert. Auch für die Zulunst ist wenig Aussicht auf Be­wohner für das Storchennest auf dein Liegnitzer Schloß. Dis Ruhe int Lirgnitzer Stadtbruch wurde emplindlich gestört, als man vor etwa einem Jahre den Betrieb auf Der Liegnitzer Um- gebungsbahn, die mitten durch daS Bruch führt, eröffnete. Im Frühjahr 1927 beginnt eine um­fassende Trockenlegung des Bruchgebietes auö sanitären Gründen, um die sich zu oft wteder- holenden Ueberschwemmungen mit ihren uner­wünschten Folgen auS der Welt zu schaffen. Auch scheint der Storch doch ein Haar in der un­mittelbaren Nachbarschaft der Stadt, Deren Ein­wohnerzahl etwa 75 000 beträgt, zu flnben.

wie die Aegyptcrln ,d>muggelL

Trotz Der strengen Gesetze. Di« die ägyptische Regierung gegen den Handel mit Haschisch, Ko­kain und a«Deren Narkotiken erlassen hat. blüht Der Schmuggel unD der unrechtmäßige Handei mit diesen ^csährlicheii Drogen Im Pharaonen- lande wie nie Autor. Haschisch ist Da» Liebling-- gift, zu Dem die unteren Klassen In Den StäDtcn und Dörfern greifen, aber viele haben sich in neuester Zett auch mit Kokain. Heroin und Morphium angefreundet. Diele primitiven Mor­phinisten verfügen mellt über feine richtigen Spritzen, sondern Ke benutzen eine Nadel und ejnen Vummisguger. wie er zum Einfüllen Der Tinte in Die Füllfederhalter biegt. Es vergeht kaum eine Nacht in Kairo, in Der nicht Die Po­lizei einigen Haschisch-Höllen auf die Spur kommt, in Denen Raucher dichtgedrängt wie Die He­ringe liegen. Verhaftungen von Händlern unD Schmugaiern sind an Der Tagesordnung. Aber man findet Immer neue Tricks, um die verbotene Ware hereirtzubringen, und am eifrigsten find Dabei Die Frauen. Am häufigsten geschieht Der Schmuggel von Haschisch In der Welse, Daß er von Dem Bord eines ankommenden Schiffes an einer vorder verabredeten Stell« auSgcvo-r- fen wird, an Der ihn Dann Der Helfershelfer auf- sischt. Das kostbare Paket ist wasserdicht ver­packt und so beschaffen, Daß es auf den Mellen schwimmt Ein Haupttrick Der Haschisch-Schmugg­ler. Der jetzt von Der Polizei erkannt worden ist. bestand Darin, dah man sich toter Schafe oder Rinder bediente, die beim Transport von Syrien her auf Dem Schiff krepiert waren. Der Kadaver wurde geöffnet, mit Haschisch vollgestopst und Dann über Bord geworfen an einer Stelle an Der Küste, Die mit den Komplicen üerabrebet war. Während man den Methoden des Haschisch- Schmuggels bereits Aiemlich auf Die ©pur ge­kommen ist, läßt sich Die Einfuhr von .«totem viel schwieriger verhinDem. Da werden Immer wieder neue TrickS herausgefunden, wobei Frauen und Kinder eine Hauptrolle spielen. Die Äegdp- terin ist äußerst geschickt in der Kunst, alle mög­lichen Dina« unter ihren Kleidern zu herber­gen, und die strengen Anschauungen DeS Islams leisten ihr Dabei Vorschub, Da die Polizei nur $ugreifen Darf. Wenn sie ihrer Sache ganz sicher ist. Die Narkotika werden mit Vorliebe In Pa­keten mit Schokolade unD Süßigkeiten verbor­gen. Die offen in Den Straßen verkauft werben. Schon öfters ftnb Kinder unter schweren Der- gistungserscheinungen ins Krankenhaus gebracht worden, die uiibeabsichtigt von solchengewürz­ten" Leckereien aßen, denn bet Kokainhändler ist höchst gewissenlos unb kümmert sich nicht barum, ob Junge ober Alte seine Ware erhal­ten. Als Kokain-Verstecke müssen auch bie in bet Umgegend von Kairo gelegenen öben Stieb-

Sie gingen zusammen in Den Speisesaal, unb Elk war es. als trete er in eine Kirche, solch feierliche Wurde herrschte in bem stattlichen Raum.

Wac hat Sie Denn so lange aufgehalten, Elk?" fragte Dick. ,^ch beklage mich ja nicht Darüber, aber wenn Sie nicht zur Zeit kommen, io mache Ich mir Sorgen Darüber, was Ihnen geschehen fein könnte."

Mir ist gar nichts gefchehen," sagte Elk unb nickte dem verlegenen Klubkellner freundlich zu. Wir haben nur eine Untetiuchung in Gloucester gehabt. Ich dachte, ich hätte «Ine neue Frvschaffäre ausgedeckt, aber bie zwei Leute, Die In Die An­gelegenheit verwickel, waren, hatten kein Frosch- zeichen/

Um wen hanDelt es sich?"

Einer heißt Phenan, Das ist Der Tote?"

Ein Mord'?"

Ich glaube ichon," sagte Elk unb legre sich oor. Er war schon tot, als man ihn in Iobley Cops« sand. Den anbem Hal man eingesperrt. Er war sinnlos betrunken. Wie es scheint, waren sie in La. verstört unb haben schon In Der Sdiente zumRoten Löwen" Streit gehabt unD eine Rauferei begonnen. Di« Polizei wurde informiert und hat nach dem nächsten Dorf telephoniert. Der Schutzmann möge auf die beiden ein Auge haben, aber sie waren noch gar nicht hingekommen. Unb deshalb schickte man eine Radfahrpatrouille aus, um nach ihnen zu suchen. Es sind nämlich in Der Gegend ein paar Einbrüche verübt worden. Carter, Das ist Der Mör­der, hat man in Das Gefängnis von Gloucester ge­bracht. Es ist ja ein ganz einfacher Fall, unb die Polizei von Gloucester hat ja auch hochmütig über Die Idee gelächelt, die Polizeidirektion davon be­nachrichtigen zu sollen. Aber es ist dpch immerhin ein Verbrechen, Das mehr als Das intellektuelle Niveau her Landpolizei verlangt."

Dicks Li open preßten sich zusammen.Ach, gerade jetzt folüen mir nicht grohtun, wo die Land« Solizti so unanaenehme Kommentare über unsere Weisheit abzugeben vermag," sagte er.

Mögen sie," tröstete Elk.Diese Leut« haben doch auch em Recht auf ihre bescheidenen Ver­gnügungen und ich bin Der letzte, es ihnen ab» -uisprechen. klebrigen» habe Ich heute schon wieder John Bennett auf einem Bahnhof getroffen, auf dem Paddinalon-vohnhof diesmal. Ich hab immer das Glück, ihn auf Bahnhöfen zu treffen. Der Kerl

Höfe dienen, in Deren unheimliches Berich sich bet gewöhnliche Sterbliche nicht gern wagt DH Droge wird gewöhnlich über bie Srnal-Grentze durch Kamellarawanen geschmuggelt, btt schlecht zu kontrollieren sinb. Die Karawanen inachen nachts zwischen den Mokatom-Hügeln Halt, von Denen aus man Kairo liegen sieht, unb da- kost­bare Glst wird unter dem Schutz der Dunkelheit in bem leeren Grabe eines Friedhofs bestattet. Der Händler holt sich bann aus dieser Vorrats­kammer bie Ware ab. Hauptsächlich Unb Tabak- Händler Verkäufer von 'Kokain, aber auch Dro­gisten betreiben bleien Handel, unb kürzlich kam man in einem Drogengelchäft Der besten Gegend bei europäischen Diene!- von Kairo einem aus­gedehnten Kokain-Hande! aus bie Spur, ben bet angesehene Besitzer in großem Stil betr eb; er besuchte in feinem Kraftwagen regelmäßig seine Kunden. Sin anderer Derorechcr. der log ..Ko- kain-Kbnig". Der dingfest gemacht wurde, hatte ein gänzes Heer von Kleinhändler unter seiner schlechtesten Vierteln bet Stabt.

Wirtschaft.

Die Lage auf dem Wohnungs­und Baumarkt.

Nach zuverlässigen Berechnungen Itnb tm Jahre 1924 95 000 Neu- unb 20 000 Umbau- moljnur.gen im Werte von 1,22 Milliarben RM. errichtet Worben. Im Jahre 1925 steigerte sich biese Zahl auf 166 000 Neu- unb 25 0to Umbau- Wohnungen, btc 1.74 Will. RM Kosten verur­sachten^ für 1926 kann mit 180 000 Neu- unb 20 000 Umbauwohnungen mit einem Kostenauf­wand von 1,86 Will? RM. gerechnet werden Insgesamt find also in ben letzten br<t Jahren 440 000 Neu- unb tunb 65 000 Umbauwohnungen mit einem Kostenaufwand von beinahe 5 M-ll. RM. crftellt worben. Für 1927 ist bie Errich­tung von tunb 200 000 Wohnungen, bie rund 2 Mill. RM. Kosten erfordern, geplant. Wä­hle weitere öntwi.ilung angebt, so ist notwendig, daß neben Dem jährlichen Zuwachsbedars von rund 160 000 Wohnungen im Laufe des Iahres auch bie jetzt sehlenben 6800 000 Wohnungen errichtet werden

Um bie Finanzierung Der Bauvorbobeu zu erleichtern, sollen demnächst erhefeiche Mittel btt össentlicheu Hand (für Preußen allein sind auS bet Hauszinssteuer 430 Mill. RM. vorgesehen) zur Dersugung gestellt werden. Schon daraus Ist zu ersehen, daß bie Hauptlast bet Finanzierung nach wie vor bet öffentlichen Hanb zufäl-'t. eine befor.bete Rolle spielt hier das Aufkommen aus bet Hau-zinSsteuer, bie allerbing- unbe­greiflicherweise immer noch nur Aum Teil für Bauzwecke verwanbt wird, währerrb sie im übri­gen für allgemeine Derwaliung AuSgal>« finkt. Da mit einem baldigen Abbau der Hau-zlnS« steuer nicht zu rechnen ist, muß trenlgftent ge­fordert werden, Daß ihre Erträgnisse viel mehr al- bisher ihrer eigentlichen Zweckbestimmung zugeführt werden. 2llS Ziel muß natürlich er­strebt werben, btn Dau unb bie Vermietung von Häusern wieder rentabel zu machen. Lei teilt er GettchtSlnlnkt muß daher sein bis Beselkigung bes System- künstlicher Mictpreisbilbung unb bas Streben nach Erreichung der natürlichen Miete. Allerdings ist nicht zu verkennen, baß bk Kaufkraft ber Bevölkerung nur fchwcr bie für bie Neubauwohnungen geforderten Mieten, bk minbestenS 50 Prozent über ben Mieten für Alttvohnungen liegen, aufbringen kann, ein Umftanb, bet bereits oai Leerstehen zahlreicher Neubauwohnungen verursacht hat. Ss ist des­halb für möglichste Verbilligung von Neubauten unbedingt Sorge zu tragen. Wenngleich in beit letzten belben Itchren bie Baukosten sich be­reit- lausend verbilligt habc-n, fo liegt dennoch auch jetzt ber Dauinber immer noch runb 15 Pro­zent über Dem allgemeinen Inber, ein Zustand, ber auf bk Dauer unhaltbar ist. Neben der Verbilligung ber Baukosten an sich, bie durch den finkenden Zinsfuß begünstigt wirb, ist auch bahm zu streben, baß burch Normalisierrmg ber Bauhilfsstofte, durch Schaffung von Typcichchi- fem, durch fpatiamerc Ausnutzung ber Boden- unb Hau-släche, burch Verteilung ber Bau­projekte auf ba- ganze Jahr usw. Weiter« Ver­billigung eintreten

Das die Aussichten für die kommende 03au- faifon angeht, so bildet ein gute- Vorzeichen ber Umftanb, daß auch In ben biLhcrigen Winter­monaten bie Bautätigkeit sowt^l für öffentliche.

ist sicher ein Reifender. Diesmal hab« Ich mit ihm gesprochen. Er war ganz verzweifelt. Er Hai mir erzählt, daß er eingeichlafen ist und Im Traum auf ben Auslöser gedrückt unb ein Vermögen an Films verschwendet habe. Ich sagte ihm, daß ich neulich «ine Notiz über feine Bilder In Der Zeitung ge­legen hatte. Es sah ja wirklich wie ein ungewöhn­licher Erfolg aus."

,.3d) würbe es ihm aufrichtig wünichen," sagte Dick ruhig, unb ein Etwas In feiner Stimme ließ feinen Gast aufblicken.

Sie erinnern mich baran, daß ich von Freund Johnson einen Brief bekam, in bem er fragt, ob Ich nicht Rays Abresse wüßte. Er hat ihn im Herons Klub angerufen, aber Ray war schon seit lagen nicht bort. Er möchte ihm eine Anstellung geben. Eine ganz groß« Anstellung. Es ist dock wirklich viel Gute» an diesem Johnson."

.'Haben Sie ihm die Adresse gegeben?"

Elk nickte. ,Vch gab ihm die Adresie und hab« Ray besucht, aber er ist nicht mehr In der Stabt. Er Ist vor ein paar Tagen fortgefahren unb wird nicht allzubald zurück fein. Cs wäre zu töricht, wenn er deshalb feine Stellung verlieren sollte. Ich glaube, es tat Johnson leid, zu sehen, wie ber junge Mann sich auf führt«. Vielleicht ist da noch «In anderer Einfluß am Werk." Dick verstand wohl, daß er Ella meine, aber er reagierte nicht auf die Anspielung. Nach bem Essen gingen sie ins Rauchzimmer hin­über.

Während Elk mit Behagen eine der guten Ziga­retten feines Wirtes rauchte, schrieb Dick einen Brief an (Ella, bei der seine Geoanken ben ganzen langen Tag über gewellt hatten. Es war ein un­nötiger Brief, ein überlanger Brief, aber bk Nach, richt, die Elk gebracht hatte, mochte vielleicht zu feiner Entschuldigung dienen.

Elk begann Dick eine neue Theorie darzulegen.

.Ich höbe einen meiner Leute hlnbeordert, um "ch einmal diese chemische Fabrik anzuseben, an die Balders Briese gerichtet waren. Es ist eine Tchwindelgesellschosi. Kaum ein Dutzend Leute sind angestelli, unb auch diese nur von Fall zu Fall. Ts ist eine alle (Biftgasfabrtf, aber sie hat eine vielkräs« tige elektrische Anlage. Dk ,etzi§e Gesellschaft ha­st« für einen Pappenstiel gekauft ttnb Awei Burschen» die wir in Gewahrsam hoben, sind bie nominellen ÄauRr. (tzvstetzung folgt-)