Einzelbild herunterladen

gen des inzwischen eingesetzten Regenwetters im Freien nicht abgehalten werden. Da die räumlich beschränkte Dorfkirche nicht alle Gäste faßte, mußte eine zweite Versammlung in den Saal des hiesigen Evangelischen Dereinshauses verlegt werden. 3n den Rachversammlungen hielten Fest­ansprachen Pfarrer Schmidt, Wetzlar, Missio­nar Wagner. Sumatra und Missionar Bähr, Groß-Rechtenbach. 2m übrigen wurde das Fest durch Musikvorträge des hiesigen Posaunenchors, sowie durch Gesangvorträge des Gemischten Chors der Hiesigen Evangelischen Gemeinschaft verschönt.

r« I Groß-Rechtenbach, 22. Äug. Die kürz­lich veröffentlichte Notiz, daß das hiesige Bürger­meisteramt mit der Ueberlandzentrale der Buderusschen Eisenwerke in Wetzlar eine Vereinbarung getroffen habe, nach welcher bei ge­steigertem Kraftstromverbrauch für die Verbraucher Ermäßigungen stattfänden, ist insofern nicht zutref­fend, als das Bürgermeisteramt eine solche Verein­barung nicht getroffen hat. Richtig ist, daß den Kraftstromabnehmern bei dem Verbrauch der an­gegebenen Strommengen die dabei angegebenen er­mäßigten Sätze zuge/tanden werden. Es handelt sich hierbei aber nicht um eine Vereinbarung, die ledig­lich das hiesige Bürgermeisteramt mit der Ueber­landzentrale der Buderusschen Eisenwerke getroffen hat, sondern um eine Vergünstigung, die die Ueber­landzentrale allen Gemeinden ihres Versorgungs­gebietes gewährt, die sie dann wieder den Kraft- ltromabnehmern ungeschmälert zugute kommen lassen.

Dillkreis.

bl. älebernthal, 23. Qlug. Die hier ein» getroffene Mordkommission, bestehend aus . cm Oberstaatsanwalt aus Limburg mit zwei Untersuchungsrichtern und dem Gerichtschemiker Zr. Popp aus Frankfurt a. M. hat die Unter« uchung des Mordes anderPaulaPfeif- f e r in die Hand genommen. Der erst verhaftete und dann wieder freigelassene Peter wurde erneut fe ft genommen und einem längeren Verhör unterzogen. Ferner hat man eine An­zahl Einwohner vernommen. Die bisherigen Fest­stellungen haben ergeben, daß das Mädchen den Tod durch Erwürgen gefunden hat. An der MordsteUe hat man weitere Beweisstücke, wie Haare und Kleiderstücke gefunden.

Wirtschaft.

* Unstimmigkeiten im Deutschen Steinsalzsyndikat. 3m Deutschen Stein- salzshndikat hat sich eine äußerst zugespitzte Lage ergeben. Die Deutschen Solvay-Werle A.-G., Bernburg, haben von der jährlichen Gesamt­produktion des Syndikates von rund 2 Mill. Tonnen (wovon ca. 1 Mill, exportiert wird) für ihr niederrheinisches Salzbergwerk vom Syn­dikat neben ihrer Syndikatsquote noch einen Lie- serungsanteil von zunächst 400 000 Tonnen ge­fordert, was ca. 40 Prozent des gesamten Syn- dikats-Inlandabsatzes entspräche, was jedoch auf Kosten der übrigen, und besonders der süd­deutschen Salzbergwerke gehl. Infolgedessen er­folgte die Kündigung des Syndikatsvertrages zum 31. Dezember 1927 durch die letzteren und zwar durch die Salzwerk Heilbronn A.-G. und' das württembergische staatliche Werk Friedrichs- Hall. Die von dem Solvay-Werk A.-G. inzwischen auf nur 36 000 Tonnen ermäßigte Forderung beträgt aber immer noch 190 000 Tonnen mehr als die in dem bisherigen, jetzt nach einjähriger Dauer abgelaufenen Sonderabkommen festgesetzte Menge, so daß eine Einigung im Syndikat nicht erhielt wurde. Die beiden süddeutschen Werke haben inzwischen unter sich für einen stärkeren Konkurrenzkampf weitgehende Verein­barungen getroffen.

Preiserhöhung in der Emaille- Industrie? Vom 12. bis 17. September wer­den Sitzungen der Emaille-IndustrieÜen in Berlin stattfinden. Es wird damit gerechnet, daß die Anträge auf Erhöhung der Verkaufspreise um durchschnittlich 12 Prozent angenommen werden, nachdem die Dorverbandsgeschäfte im großen und ganzen abgewickelt sind, und die Produktions­kosten dringend eine Erhöhung der Verkaufspreise fordern. Der Auftragseingang war in den letzten beiden Monaten, wie das in den Sommermonaten regelmäßig der Fall ist, schwach. Die Kundschaft habe aber bereits begonnen, sich für den Herbst­bedarf einzudecken, so daß der Deschäftigungs- sland sich gebessert hat, und die Werke in den kommenden Monaten mit einem lebhaften Ge­schäft rechnen.

* Kapitalserhöhuna der Frankfur - ter Flugplatzgesellschaft. Die nächste Frankfurter Stadtverordnetenversammlung wird sich mit einer Magistratsoorlage beschäftigen, die die Umstellung der Frankfurter Flugplatz G. m. b. H. betrifft. Das Gesellschaftskapital der Flugplatzgesell- schast soll von 45 000 auf 1 450 000 Mark erhöht

Straßensperrungen

mitgeteilt vom Oberhesfifchen AutomobU-Tluv E. D., Gießen.

Welche Strecke wird gesperrt?

3n welchem Straßenzug liegt die Strecke?

Für welche Fahrz. erfolgt die Sperrung?

Doraussicht- liche Dauer der Sperre

Umleitung

Schlitz-Hutzdorf

Fulda-Hersfeld

Für alle Fahrzeuge

bis auf weiteres

Wernges - Grebenau - Niederjossa

Alsfeld-Eifa

Alsfeld - Hersfeld

ff

bis auf weiteres

Elpenrod o. Brauerschwend

Biedenkopf- Ludwigshütte

Biedenkopf - Laasphe

II

bis auf weiteres

Nebenwege

im Ortsbereich Köppern i.T.

Friedberg - Bad Homburg

ff

bis auf weiteres

Nodheim v. d. H. - Holz­haufen

Folgende Straßen Otsdurchfahrt Ober.Roh

perrungen sind ar lach im Zuge der

fgehoben: Ecke Straße Friedber

Ishaufen -Bieden z-Bad Homburg

Kopf ab 25. August 1927,

werden, wovon sich das Reich und Preußen bereit erklärt haben, je 300 000 Mk. einzulegen.

* Kapitalerhöhung bei der Zell­st offabrik Waldhof. Die Zellstoffabrik Waldhof beschloß, einer im September statt- findenden außerordentlichen Generalversammlung die Erhöhung des Grundkapitals um 7 140 000 auf 34 675 000 Mark vorzuschlagen, und zwar soll das bisherige St.-A.-Kapital von 25 um 7 auf 32 Mill. Mark erhöht und damit auf den Vor­kriegsstand gebracht werden; auch soll das Vz.-A. - Kapital Lit. A. um 140 030 auf 700 003 Mark erhöht werden. Den Aktionären soll durch ein Bankenconsoriium ein Bezugsrecht dergestalt ein­geräumt werden, daß auf 5 alte St.-A. eine junge St.°A und auf nom. 2300 Mark Vz.-A. Lit. A. eine junge Vz.-A. Lit. A. über nom. 700 Mark bezogen werden tonnen. Der Dezugskurs für die jungen St.-A ist mit 225 Proz. in Aus­sicht genommen, der zu fassende Beschluß der a. o. G.-D. soll ihn jedoch der Börsenlage zur Zeit jber Ausübung des Bezugsrechts anpassen. Die jungen Vz.-A. Lit. A. sollen zu pari bezogen werden. Die nicht zum Bezug bestimmten nom. 2 MilL Mark junge St.-A. sollen der Verwaltung für eventuelle Angliederungen zur Verfügung ge­halten werden.

Frankfurter Börse.

F r a n f f u r t a. M., 23. Aug. An der heutigen Börse konnte sich eine etwas freundlichere Stimmung durchsetzen, so daß die Kurse leicht anzogen. Das Geschäft blieb aber nach wie vor auf die Spekulation beschräntt, die zu kleineren Deckun­gen schritt, während sich das Publikum weiter fern­hält. Einige Anregung bot der unverändert leichte Geld st and, wenn auch die weitere Entwickelung noch pessimistisch beurteilt wird. Zu der freundlichen Stimmung trug ferner der Kapi­talerhöhungsbeschluß der Z e l l st o f f Waldhof A. G. bei. Das Bezugsrecht wird als nicht ungünstig betrachtet. Verstimmend wirkte dagegen weiter die Verzögerung der Ernteeinbringung infolge der dauernd schlechten Witterung. Bei Fest­setzung der ersten Kurse konnten sich an den Effektenmärkten gegenüber den gestrigen Abendnotierungen Erholungen von 1 bis 2 Prozent durchsetzen. Banken waren nur mäßig ge­bessert. Nennenswerte Umsätze hatten nur Zellstoff Waldhof, Elektro-, Schiffahrts- und einige Montan- werte. Etwas schwächer lagen Süddeutsche Zucker, Lahmeyer und Voigt & chaeffner. Renten blieben vernachlässigt. Anleihe-Ablösungsschuld abgeschwächt. 3m Börsenverlaufe blieb das Geschäft still, doch konnten sich die Kurse behaupten, da ver­einzelt Deckungen vorgenommen wurden. Die Spe­kulation glaubt, daß die an den verschiedenen Emis­sionen interessierten Banken einem evtl, weiteren Sinken der Kurse durch Interventionen begegnen werden. Der Geldmarkt blieb flüssig. Tagesgeld stellte sich auf 5,5 Prozent und war reichlich ange­boten. 3m Devisenverkehr hörte man die Reichsmark gegen Kabel 4,1995, gegen London 20,4250, Paris gegen London 124,025, Mailand 89,25, Madrid 28,79.

Berliner Börse.

Berlin, 23. Aug. Aach der weiter schwä­cheren Haltung an der gestrigen Frankfurter Abendbörse und im Spätabendverkehr machte sich im heutigen Dormittagsverkehr eine etwas freundlichere Stimmung bemerkbar, die sich auch auf den offiziellen Derkehr übertrug. Die Spekulation, die gestern große Leerverkäufe getätigt hatte, schritt zu Deckungen und nahm auf der ermäßigten Kursbasis sogar einige Mei­nungskäufe vor. Die Börse blieb aber voll­ständig unter s ich, da das Publikum wei­terhin dem Markte fernbleibt. Die Geld­marktlag e ist unverändert. Tagesgeld 4,5

bis 6 Prozent, Monatsgeld 7,75 bis 8,75 Prozent, Warenwechsel nominell 6 Prozent, doch rechnet man zum Ultimo mit einem Anziehen der Sähe. Die Kursentwicklung an den Effektenmär k- t e n war sehr uneinheitlich. Die Mehrzahl der Werte konnte 0,5 bis 2 Prozent anziehen, da­gegen waren auch Abschwächungen bis zu 3 Pro­zent zu verzeichnen. Die Kapitalerhöhung bei Zellstoff Waldhof wirkte wenig be­friedigend, da man bessere Erwartungen gehegt hatte. Die Kurse gaben 3Prozent nach. Hei­mische «Renten ruhig, doch gehalten. Don Ausländerin blieben Oesterreicher etwas gefragt. Rach Festsehung der ersten Kurse blieb die Tendenz freundlich, wenn auch das Geschäft weiter sehr klein war. Einige Werte konnten 0,5 gewinnen, doch gingen diese Gewinne im Verlause wieder verloren.

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt, 23. Aug. Das weite.hin trübe Wetter im Einklang mit den erhöhten Ausland- notierungen rief eine weitere Befestigung des Marktes hervor. Inlandgetreide in guter, trocke­ner Beschaffenheit kommt nur spärlich an den Markt. Die Preise steigen ständig. Futtermittel sind sehr knapp geworden. Süddeutsche Mühlen sind in Oelkuchen ausverkauft. Weizenkleie zur prompten Lieferung ist sehr knapp und für spä­tere Lieferung begehrt. Es wurden notiert: Weizen (Wetterauer) 28,75 bis 29 Mk., Roggen (inl.) 24. Sommergerste (für Brauzwecle) 25,50 bis 27, Hafer (inl.) 23 bis 23,50, Hafer (ausl.) 23,75 bis 25. Mais (gelb) 19.25 bis 19,50, Weizenmehl (inl.. Spezial 0) 39,75 bis 40,25, Roggenmehl 34.50 bis 35, Weizen- und Roggen­kleie 13,50 bis 13,75 M.

Berliner roduktcnbörse.

Berlin, 22. Aug. Rachdern nun jetzt auch schon die amerikanischen Rotierungen die un­günstige Lage der europäischen und australischen Ernte zum Ausdruck bringen, steht hier einer Aufwärtsbewegung nichts mehr im Wege. Die Ciffofferten haben sich um 5 bis 15 Guldencents erhöht. Da auch das wenige Material an in­ländischem Brotgetreide bei den Provinzmühlen bleibt, herrscht hier in sofortiger Ware großer Mangel und selbst bei hohen Geboten kommen Abschlüsse kaum zustande. Am Lieferungsmarkt zogen die Preise für Weizen um 2,50 bis 3,50 Mark, für Roggen um 2,25 bis 2,50 Mark an. Die Rachfrage nach Weizenmehl in schneller Ware verstärkt sich, die Preise sind um etwa eine halbe Mark erhöht, auch Roggenmehl pro­fitierte von der Aufwärtsbecvegung in Brot­getreide. Das Geschäft für Herbst ist jetzt für beide Arten in Gang gekommen. In Hafer und Gerste entwickelt sich bei weiter fester Tendenz nur langsames Geschäft. Mais wird zu etwa 2 Mark höheren Preisen gehandelt. Es notierten für je 1000 Kilo: Weizen, märk. 275 bis 279, Sept. 280,50 bis 281, Oft. 277 bis 278,25, Dez. 278 bis 278,50 (sehr fest); Roggen, märk. 227 bis 231, Sept. 239,50 bis 240,50, Oft. 238,50 bis 240, Dez. 238,25 bis 239,50 (steigend); Som­mergerste 220 bis 268; Wintergerste und Futter­gerste 202 bis 208 (gefestigt); Hafer 204 bis 215 (fest), Sept. 214 (ab schles. Stationen), Oft. 211, Dez. 212 bis 211 (fest); Mais, La Plata 194 bis 196 (fest); Raps 285 bis 290 (ruhig); für je 100 Kilo: Biktoriaerbsen 40 bis 46; kleine Erbsen 24 bis 27; Futtererbsen 21 bis 22; Peluschken 21 bis 22; Ackerbohnen 22 bis 23; Wicken 22 bis 24; Lupinen, blau 14,75 bis 15,75.

Amtsgericht Gießen.

* Gießen, 18. Aug. Gastwirt G. von hier hat gegen den Juwelier B. Privatklage wegen

Beleidigung erhoben, weil' letzterer behauptet ha­ben soll, G. habe Ende Januar auf der Jagd drei zahme Enten geschossen. G. war um die da­malige Zeit mit zwei anderen Herren auf der Jagd gewesen und hatte damals zwei Wild­enten geschossen, während der eine dec beiden Herren ebenfalls eine Wildente erlegt hatte. Als B. dies hörte, ging er ebenfalls auf die Jagd, um sein Glück zu versuchen. An einem Bachlauf begegnete ihm ein Herr, der ihm erzählte, er sei auf der Suche nach drei zahmen Enten, die ihm entkommen seien. Daraufhin erklärte B. ifjm, sein Mitpächter habe drei Enten geschossen, er wolle sehen, ob er auch Glück habe. Dieses Er­lebnis erzählte B. hier in Gießen verschiedenen Personen. In der Folgezeit kam in der Stadt das Gerücht auf, G. habe drei zabme Enten geschossen. Da G. annahm. B., von dem er sich in der Zwischenzeit getrennt hatte, sei der Ur­heber des Gerüchtes, verklagte er ihn. In dec Hauptverhandlung konnte jedoch ein Beweis da­für, daß B. tatsächlich erklärt habe, G. habe drei zahme Enten geschossen, nicht erbracht werden. Der Herr, der auf der Suche nach den drei ihm abhanden gekommenen Enten war, er­klärte ausdrücklich, B. habe ihm erzählt, sein Mitpächter habe drei Wildenten geschossen. Don den übrigen Zeugen hatte nur einer bei der Erzählung des B. den Eindruck, als ob er habe sagen wollen, G. habe zahme Enten, und zwar wahrscheinlich die vermißten, geschossen. G. nahm daher, nachdem B. nochmals ausdrücklich erklärt hatte, er habe niemals behauptet und behaupten wollen, daß G. zahme Enten ge­schossen habe, die Privatklage zurück. Darauf­hin wurde das Derfahren eingestellt und G. mit den Kosten belastet.

* Gießen, 19. Aug. Ein Hüttenarbeiter R. aus einem benachbarten Dorfe hatte mit einem Mädchen aus dem Biebertale ein Verhältnis, das kurz vor der Verlobung aufgelöst wurde, weil bei den Eltern des Mädchens ein anonymer Brief einging, in dem sie vor R.^gewarnt wur­den. Dieser hatte als Schreiber des Briefes zuerst einen gewissen Z. im Verdacht und teilte Liefern auch seinen Verdacht mit. Z. fuhr zu den Eltern des Mädchens und ließ sich den Brief zeigen, dessen Inhalt er sofort dem R. erzählte, wobei er entschieden bestritt, der Schreiber des Brieses zu fein. R. war jetzt auch davon über­zeugt, daß er sich geirrt habe, weil in dem Briefe eine Mitteilung enthalten sei, die Z. gar nicht wissen könne, und die nur einer Frau L. bekannt fei. Deshalb nahm er an, daß nicht Z., sondern! Frau L. den Brief geschrieben habe, und sagte dies auch dem Z. Dieser hielt alsbald dem Ehe­mann L. vor, es sei festgestellt worden, daß seine Frau den anonymen Brief geschrieben habe. Er habe ihre Schrift einziehen lassen, Prof. Dr. Popp in Frankfurt a. M. habe ihre Täterschaft festgestellt. Trotzdem L. nach Rücksprache mit seiner Frau dem Z. erklärte, er habe sich geirrt, blieb dieser bei seiner früheren Behauptung. Auch R. sagte dem L., niemand anderes als seine Frau sei die Briefschreiberin. Daraufhin erhob Frau L. gegen R. und Z. Privatklage wegen Beleidigung. Sie legte in der Hauptverhandlung mehrere von ihr selbst geschriebene Briefe vor und schrieb auch nach Diktat des Gerichts einen Teil des anonymen Briefes nieder. Da diese Briefe und das Diktat keine Aehnlichkeit mit der Handschrift des anonymen Briefes zeigten und die Hauptverhandlung auch sonstige Anhalts­punkte dafür ergab, daß Frau L. den Brief nicht geschrieben habe, erklärten R. und Z., sie hätten cie Lieberzeugung gewonnen, daß Frau L. nicht die Briefschreiberin sei, und übernahmen die gesamten Kosten beider Klagen.

fiepte !J?acbrifhten.

Serbiens Kriegsschulden an Frankreich.

Paris, 23. Aug. (WTB.) Havas meldet aus Belgrad: Die Blätter berichten, daß der französische Gesandte in Belgrad beim süd­slawischen Finanzministerium eine Demarche zur Ausnahme von Verhandlungen zur Regelung der serbischen Kriegsschulden bei Frankreich unternommen habe. Gleichzeitig soll der französische Gesandte mitgeteilt haben, daß ein französischer Konzern sich für den Bau einer Eisenbahn st recke zur Adria interessiere und ein entsprechendes An­gebot der Regierung zu unterbreiten beabsichtige.

Venizelos taucht wieder auf.

Athen, 23. Aug. (WTB. Funkspruch.) Laut Blättermeldungen hat die Regierung Venize- l o s gebeten, den Vorsitz in der griechischen Völkerbundsdelegation zu übernehmen, oder wenigstens ihr als Mitglied anzugehören.

Verantwortlich für Politik: i. 23. Ernst Blumschein.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. _____________________hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlofsenen Dividende an. Reichsbankdiskont 6 Prozent, Lombardzinsfuh 7 Prozent.

Frankfurt a.M.

Berlin

Frankfurt a. M

Berlin

Frankfurt a M

Berlin

Berlin. 22 Angun.________

Dries

Schlug­st urs

'-Uhr. flute

Schlitz, flurs

Anfang fluro

Schiub Kurs

1 «Uhr-

Kurs

Sajluß- Kurs

Anfang Kurs

| 23. 8.

Schluh

1 1«U1)r

Schluß

| Anfang

Französische Noten......

Holländische Noten......

italienische Noten......

Norwegische Noten......

Teutsch-Oesterr-, 5100 Kronen Rumänische Noten......

Schwedische Noten......

Schweizer Noten.......

Spanische Noten.......

Tschechoslowakische Noten . .

Ungarische Noten - .

Devisenmarkt Berlin

Telegraphische

16,47

167.1-8

22.92

109,03

59.18

2,585

112,37

80,96

70 63

12.408

73.21

Frankfur

Auszah

168,56 23,02

109,47

59.59 2.605

112,83 bl. 28 70,91

12,468 73,51

a. TL

u n q.

Datum:

28. 8.

23. 8.

22. 8.

23. 8

Datum:

22. 8.

| 23. 8.

22. 8.

Datum:

22. 8.

I 23. 8.

22 8.

| 23. 8-

F/o Di ReichSanleihe v. 1927 Dt- Anl Adlos Schuld mit

AuSlos »Rechten ...

DeSgl. ohne AuSlol.«Rrchten 7% tfrann Hop.»Bk. Gochps unkündbar bis 1932 ....

4/a0/0 Rheinische Lvp »Bant üiqu »Goldpl ....

AEG abg BorkriegS-Ob- (igationen, rückzahlbar 1932

4% Schweiz. BundeSb.-Lnl. 1% Oesteretchtsche Goldrte >.20°/, Oesterr ich. Silberne > l0 Oesterreich, rinbeitl. Rtc 4% Ungarische Goldrte. . . l"/o Ungarische StaatSr.v.1910 4'/,% deögl. von 1913 . . .

4/0 Ungarische fironenrte . . 4Vj Türk. Zollanleihe v 1911 »»/, Türk. VagdadbahN'Aul.

Serie 1.........

4°/0 deSgl. Serie 11.....

4° Rumänen convert. Rte > V,0/, Rumänen Goldanl. -

voll 1913 .

21110 Deutsche Eisenbahn .4'/, Hamburg-Amerika Palet. . v oamb.»Südam Dampssch. .8 Hansa Damvischill -6 Norddeutscher Lloyd . . 6 .'tilg. Deutsche Credtlanst.. io Barm.'r Bankverein . io Berliner HandelSaesellsch. 12 Commerz, und Privat-Bk. 11 Lärmst, u- Nationalbank. 12 Deutsche Bank....... 10 DiSkonto-Gesellschast «tat 10 Dresdner Bank.....-10

Mitteldeutsche Lreditbant . S Metallbank..........8

RetchSbank........."

57.»

15,6

26,76

6,25

24.65

22.65

13,9

14.5

15,76

91

160,26

150,6

146.75

147,6

174,6

£32,76

1(51

167.9

164,76

144 25

172.6

67.76 15,7

13,76

14,26

15,6

152,25

151,76

147,5

"M 161.76 168.25 165 246.5 146 170

87,6

68.1

15.8

26,65

24,4

13,9

17

14,75

16

88.5 151.75

227,5

226 6

151.75 147

148.6

248

176.5

233.6

161.5

168

165,25

247

145,5

172

68,1

15,5

24,75

2.3

13,76

87.5 161

226 5

226,75

151.5

146

148

248,5

178.5

234.25

162,5

159,25

165,75

247

145

170,65

A. E G..........7

Bergmann ........8

Elektr. Lieferungen . . . . lo

Licht und Kraft......10

Helten & Guilleaume .... 6 Ges f. Elektr Untern. . . 10 Hamb. Elektr. Werke ... 10 Rhein. Elektr. 8

Schles. Elektr. ..... 10

Schlickert . ....... 7

Siemens & Halske . ... 16 Transradio..... 8

Labmevcr <t Co........9

BudernS....... 0

Deutsche Erdöl.......6

Essener Steinkohle.....8

Gelsenkirchener . f. */« I 4

Harvener. . .......8

Hocsch Eisen ........ .5

Ilse Bergbau........8

filocknerwerke ........ 5

Köln-Neuesten ......5V,

Mannesmann . .f. V» I * ManS'eldcr..........7

Oberfchles. Eisenb. Bedarf 0 Lberschles. KokSwerke . . .0 Pbönir Bergbau. f. Vs 3 3 Rheinische Braunkohlen . JO R neinstahl ... ......0

Riebeck Montan.......6

Bereinigte Stahlw. f. Vs I 3 Otavt Mine»......1 sh

Kali Aschersleben ... .10 KaltWesteregelll.....10

Kaliwerk Salzdetfurth. . 12

I G. Karben-Industrie. 10 Dvnamtt Nobel ......o

ELcidcanstalt........8

Goldschmidt ......... 5 Rütgertzwerke.........

Metallgesellschaft ..... 10

184.6

>96 192.25

-01

141

168.5

20t 286,6

179

111.5

167

156,75

201

267 160,5

180,9

132

101

117

256

02

172 130.5 33.6

177

187

298,75

212,75

133

99

185

181.76

107,5

140

165,5

205 289

178

113

158

158

-02.5

160,25

181,5

132,13

118

256

204

130,75

178

189

00

214,25

13.,5

99 5

185,13 197

194

202.25

141.5

255,75

164.75 166 178

204.5

288,13 134,25

180

113.1.3

157,75

168

156.75

202.6 178 270 159

174

181,5

132,25 99

101

117.65

256 5

102,25

171 5

130.9

33.65

177,5

187.6

239

<01.25

144.5

133,76

99,25

185,75 196,75 »92.75 201,13 140,75 257,65 !65,75

165,75

-

205 290

135,5 177,25

113,13

158

158 202,5 178 4 266 5

160.25 173.9 181.5

132.7j 98.75

102 118.4 256,5 202,5

131.5 33.13'

178,25 189,25

241

300.25 144,5

133.25 99,25

Bbtlipp Holzmann .... 12 Heidelberger Gement . .

Tement Karlstadt.....s

B'ayß & Freitag . . . . ic

Schultheis Patzenhofer. . 15

Ostwerke . . ...... 12

Ber. Glanzstoff......15

Bemberg..........k

Zellsto-t Waldhof.... 12

Zellstoff Aschaffenburg . 10

Charlottenburger Waller. 7

> essaucr GaS.....8

Daimler Motoren.....0

Demag........0

Adlerwerke filetier. .... 0

Ludw. t'oen e . .... IC

Rat- Automobil...... 6

Orenstetn & Koppel .... 4

Linke Hofmann ...... 0

Leonhard Tietz...... . e

Bamaa-Megnin...... 0

Franks. Maschine« .... 0

Gritzncr ..... 7

Hevliaenstaedt ...... 0 itungbanS ........

Lechwerke...... . 8

Mainkraftwerke ...... «

Miag . . ....... 10

Nekarlulmer ...... x

Peters Union ....... 8

fflebr. Roeder . ...... 10

Voigt L Hoeffner.....6

Südd. Zucker ......0

Bant

199

146

185.5

165

334.76

203

122

48

73

118

24.5

116

122

125.1

137

117

116

141

158

143

noten.

10 1 iS ! 1 1 1 & -» 1? t | ' S l ' 1 1 1 12 1 1 S5

§88 s S 8 -

M0.I3

446

425

704

565

338.5

150 206.65 122,75

93

117

«77,5 121.5

139

149,75

48

78

116

116,6

138,5

118

116.5

169

144

201.75

448

425

710

331.25

149

208.25

122

91,5

116

280,5

138,75

150.5

22. August.

23. August.

Amtliche Noti rung

Geld '-Brief

Amtliche Notierung Geld : Brief _

Amst.-Roit Buen-.AireS Brst.-Antw Ehristiania Kopenhagen Stockholm . Helnng'vrS. Italien. . . London. . . 9,'cunork . . Baris.... Schweiz . . Spanten. . Japan . . . Rio de Jan- Wien in D-» Ceft. abgest Prag .... Belgrad . . Budapest. . Bulgarien. Lillabon . . Danzig. . . Konstantin. Athen. . . (Sanaba »ru uay. . Tatro - -

168.22 1,792

58.425 109,29 112,45 112,65 10,675

-2,88

-0,406 1,197 16,45 10,94 70.91 1.989

0.4972

39,16 12,442

7,391 73,41 1,037

20,715 81,37 2,058 5,514 4.195 4,206

20.935

168,56

1.796 68,54 .

109,51 112,57 112,87

10,695

22,92 20,416

4,20.

16,49 81,10

71,07 1.993

0,4992

69,28 12,462

7,405 73,55 3,043

20,7 >5 81,53 2,092

5.526

4.203 4. 14

20.975

168,21 1,789 68,41

109,19 112,43 112,61

W.57 22,89 20,4 05 4,1965 16,445 80,91 70,81 1,987 .4965

39,14 12,44 7,391 <3,40 .,067 -0,70 81,36 -',093 5,544

4,198 4.208 20.93

168,55 1,793 58,53

109,41 112,65 112,90

10,59

22.93 20,445 4,2045 16,485

öl. 07 70,95 1,991 0.4985

69,26 12,46 7,405 78,54

3, M3 20.74 81.62 2,097 5,556 4,206 4.214 20.97

Berlin. 22 August.

| Geld

Briet

Amerikanische Roten.....

Belgische Noten......

Dänische Roten ......

Englische Noten .......

I 4.182

68,-8 112,17 1 20,37

4.202

58,61

112,63

10.45