gen des inzwischen eingesetzten Regenwetters im Freien nicht abgehalten werden. Da die räumlich beschränkte Dorfkirche nicht alle Gäste faßte, mußte eine zweite Versammlung in den Saal des hiesigen Evangelischen Dereinshauses verlegt werden. 3n den Rachversammlungen hielten Festansprachen Pfarrer Schmidt, Wetzlar, Missionar Wagner. Sumatra und Missionar Bähr, Groß-Rechtenbach. 2m übrigen wurde das Fest durch Musikvorträge des hiesigen Posaunenchors, sowie durch Gesangvorträge des Gemischten Chors der Hiesigen Evangelischen Gemeinschaft verschönt.
r« I Groß-Rechtenbach, 22. Äug. Die kürzlich veröffentlichte Notiz, daß das hiesige Bürgermeisteramt mit der Ueberlandzentrale der Buderusschen Eisenwerke in Wetzlar eine Vereinbarung getroffen habe, nach welcher bei gesteigertem Kraftstromverbrauch für die Verbraucher Ermäßigungen stattfänden, ist insofern nicht zutreffend, als das Bürgermeisteramt eine solche Vereinbarung nicht getroffen hat. Richtig ist, daß den Kraftstromabnehmern bei dem Verbrauch der angegebenen Strommengen die dabei angegebenen ermäßigten Sätze zuge/tanden werden. Es handelt sich hierbei aber nicht um eine Vereinbarung, die lediglich das hiesige Bürgermeisteramt mit der Ueberlandzentrale der Buderusschen Eisenwerke getroffen hat, sondern um eine Vergünstigung, die die Ueberlandzentrale allen Gemeinden ihres Versorgungsgebietes gewährt, die sie dann wieder den Kraft- ltromabnehmern ungeschmälert zugute kommen lassen.
Dillkreis.
bl. älebernthal, 23. Qlug. Die hier ein» getroffene Mordkommission, bestehend aus . cm Oberstaatsanwalt aus Limburg mit zwei Untersuchungsrichtern und dem Gerichtschemiker Zr. Popp aus Frankfurt a. M. hat die Unter« uchung des Mordes anderPaulaPfeif- f e r in die Hand genommen. Der erst verhaftete und dann wieder freigelassene Peter wurde erneut fe ft genommen und einem längeren Verhör unterzogen. Ferner hat man eine Anzahl Einwohner vernommen. Die bisherigen Feststellungen haben ergeben, daß das Mädchen den Tod durch Erwürgen gefunden hat. An der MordsteUe hat man weitere Beweisstücke, wie Haare und Kleiderstücke gefunden.
Wirtschaft.
* Unstimmigkeiten im Deutschen Steinsalzsyndikat. 3m Deutschen Stein- salzshndikat hat sich eine äußerst zugespitzte Lage ergeben. Die Deutschen Solvay-Werle A.-G., Bernburg, haben von der jährlichen Gesamtproduktion des Syndikates von rund 2 Mill. Tonnen (wovon ca. 1 Mill, exportiert wird) für ihr niederrheinisches Salzbergwerk vom Syndikat neben ihrer Syndikatsquote noch einen Lie- serungsanteil von zunächst 400 000 Tonnen gefordert, was ca. 40 Prozent des gesamten Syn- dikats-Inlandabsatzes entspräche, was jedoch auf Kosten der übrigen, und besonders der süddeutschen Salzbergwerke gehl. Infolgedessen erfolgte die Kündigung des Syndikatsvertrages zum 31. Dezember 1927 durch die letzteren und zwar durch die Salzwerk Heilbronn A.-G. und' das württembergische staatliche Werk Friedrichs- Hall. Die von dem Solvay-Werk A.-G. inzwischen auf nur 36 000 Tonnen ermäßigte Forderung beträgt aber immer noch 190 000 Tonnen mehr als die in dem bisherigen, jetzt nach einjähriger Dauer abgelaufenen Sonderabkommen festgesetzte Menge, so daß eine Einigung im Syndikat nicht erhielt wurde. Die beiden süddeutschen Werke haben inzwischen unter sich für einen stärkeren Konkurrenzkampf weitgehende Vereinbarungen getroffen.
• Preiserhöhung in der Emaille- Industrie? Vom 12. bis 17. September werden Sitzungen der Emaille-IndustrieÜen in Berlin stattfinden. Es wird damit gerechnet, daß die Anträge auf Erhöhung der Verkaufspreise um durchschnittlich 12 Prozent angenommen werden, nachdem die Dorverbandsgeschäfte im großen und ganzen abgewickelt sind, und die Produktionskosten dringend eine Erhöhung der Verkaufspreise fordern. Der Auftragseingang war in den letzten beiden Monaten, wie das in den Sommermonaten regelmäßig der Fall ist, schwach. Die Kundschaft habe aber bereits begonnen, sich für den Herbstbedarf einzudecken, so daß der Deschäftigungs- sland sich gebessert hat, und die Werke in den kommenden Monaten mit einem lebhaften Geschäft rechnen.
* Kapitalserhöhuna der Frankfur - ter Flugplatzgesellschaft. Die nächste Frankfurter Stadtverordnetenversammlung wird sich mit einer Magistratsoorlage beschäftigen, die die Umstellung der Frankfurter Flugplatz G. m. b. H. betrifft. Das Gesellschaftskapital der Flugplatzgesell- schast soll von 45 000 auf 1 450 000 Mark erhöht
Straßensperrungen
mitgeteilt vom Oberhesfifchen AutomobU-Tluv E. D., Gießen.
Welche Strecke wird gesperrt?
3n welchem Straßenzug liegt die Strecke?
Für welche Fahrz. erfolgt die Sperrung?
Doraussicht- liche Dauer der Sperre
Umleitung
Schlitz-Hutzdorf
Fulda-Hersfeld
Für alle Fahrzeuge
bis auf weiteres
Wernges - Grebenau - Niederjossa
Alsfeld-Eifa
Alsfeld - Hersfeld
ff
bis auf weiteres
Elpenrod o. Brauerschwend
Biedenkopf- Ludwigshütte
Biedenkopf - Laasphe
II
bis auf weiteres
Nebenwege
im Ortsbereich Köppern i.T.
Friedberg - Bad Homburg
ff
bis auf weiteres
Nodheim v. d. H. - Holzhaufen
Folgende Straßen Otsdurchfahrt Ober.Roh
perrungen sind ar lach im Zuge der
fgehoben: Ecke Straße Friedber
Ishaufen -Bieden z-Bad Homburg
Kopf ab 25. August 1927,
werden, wovon sich das Reich und Preußen bereit erklärt haben, je 300 000 Mk. einzulegen.
* Kapitalerhöhung bei der Zellst offabrik Waldhof. Die Zellstoffabrik Waldhof beschloß, einer im September statt- findenden außerordentlichen Generalversammlung die Erhöhung des Grundkapitals um 7 140 000 auf 34 675 000 Mark vorzuschlagen, und zwar soll das bisherige St.-A.-Kapital von 25 um 7 auf 32 Mill. Mark erhöht und damit auf den Vorkriegsstand gebracht werden; auch soll das Vz.-A. - Kapital Lit. A. um 140 030 auf 700 003 Mark erhöht werden. Den Aktionären soll durch ein Bankenconsoriium ein Bezugsrecht dergestalt eingeräumt werden, daß auf 5 alte St.-A. eine junge St.°A und auf nom. 2300 Mark Vz.-A. Lit. A. eine junge Vz.-A. Lit. A. über nom. 700 Mark bezogen werden tonnen. Der Dezugskurs für die jungen St.-A ist mit 225 Proz. in Aussicht genommen, der zu fassende Beschluß der a. o. G.-D. soll ihn jedoch der Börsenlage zur Zeit jber Ausübung des Bezugsrechts anpassen. Die jungen Vz.-A. Lit. A. sollen zu pari bezogen werden. Die nicht zum Bezug bestimmten nom. 2 MilL Mark junge St.-A. sollen der Verwaltung für eventuelle Angliederungen zur Verfügung gehalten werden.
Frankfurter Börse.
F r a n f f u r t a. M., 23. Aug. An der heutigen Börse konnte sich eine etwas freundlichere Stimmung durchsetzen, so daß die Kurse leicht anzogen. Das Geschäft blieb aber nach wie vor auf die Spekulation beschräntt, die zu kleineren Deckungen schritt, während sich das Publikum weiter fernhält. Einige Anregung bot der unverändert leichte Geld st and, wenn auch die weitere Entwickelung noch pessimistisch beurteilt wird. Zu der freundlichen Stimmung trug ferner der Kapitalerhöhungsbeschluß der Z e l l st o f f Waldhof A. G. bei. Das Bezugsrecht wird als nicht ungünstig betrachtet. Verstimmend wirkte dagegen weiter die Verzögerung der Ernteeinbringung infolge der dauernd schlechten Witterung. Bei Festsetzung der ersten Kurse konnten sich an den Effektenmärkten gegenüber den gestrigen Abendnotierungen Erholungen von 1 bis 2 Prozent durchsetzen. Banken waren nur mäßig gebessert. Nennenswerte Umsätze hatten nur Zellstoff Waldhof, Elektro-, Schiffahrts- und einige Montan- werte. Etwas schwächer lagen Süddeutsche Zucker, Lahmeyer und Voigt & chaeffner. Renten blieben vernachlässigt. Anleihe-Ablösungsschuld abgeschwächt. 3m Börsenverlaufe blieb das Geschäft still, doch konnten sich die Kurse behaupten, da vereinzelt Deckungen vorgenommen wurden. Die Spekulation glaubt, daß die an den verschiedenen Emissionen interessierten Banken einem evtl, weiteren Sinken der Kurse durch Interventionen begegnen werden. Der Geldmarkt blieb flüssig. Tagesgeld stellte sich auf 5,5 Prozent und war reichlich angeboten. 3m Devisenverkehr hörte man die Reichsmark gegen Kabel 4,1995, gegen London 20,4250, Paris gegen London 124,025, Mailand 89,25, Madrid 28,79.
Berliner Börse.
Berlin, 23. Aug. Aach der weiter schwächeren Haltung an der gestrigen Frankfurter Abendbörse und im Spätabendverkehr machte sich im heutigen Dormittagsverkehr eine etwas freundlichere Stimmung bemerkbar, die sich auch auf den offiziellen Derkehr übertrug. Die Spekulation, die gestern große Leerverkäufe getätigt hatte, schritt zu Deckungen und nahm auf der ermäßigten Kursbasis sogar einige Meinungskäufe vor. Die Börse blieb aber vollständig unter s ich, da das Publikum weiterhin dem Markte fernbleibt. Die Geldmarktlag e ist unverändert. Tagesgeld 4,5
bis 6 Prozent, Monatsgeld 7,75 bis 8,75 Prozent, Warenwechsel nominell 6 Prozent, doch rechnet man zum Ultimo mit einem Anziehen der Sähe. Die Kursentwicklung an den Effektenmär k- t e n war sehr uneinheitlich. Die Mehrzahl der Werte konnte 0,5 bis 2 Prozent anziehen, dagegen waren auch Abschwächungen bis zu 3 Prozent zu verzeichnen. Die Kapitalerhöhung bei Zellstoff Waldhof wirkte wenig befriedigend, da man bessere Erwartungen gehegt hatte. Die Kurse gaben 3Prozent nach. Heimische «Renten ruhig, doch gehalten. Don Ausländerin blieben Oesterreicher etwas gefragt. Rach Festsehung der ersten Kurse blieb die Tendenz freundlich, wenn auch das Geschäft weiter sehr klein war. Einige Werte konnten 0,5 gewinnen, doch gingen diese Gewinne im Verlause wieder verloren.
Frankfurter Getreidebörse.
Frankfurt, 23. Aug. Das weite.hin trübe Wetter im Einklang mit den erhöhten Ausland- notierungen rief eine weitere Befestigung des Marktes hervor. Inlandgetreide in guter, trockener Beschaffenheit kommt nur spärlich an den Markt. Die Preise steigen ständig. Futtermittel sind sehr knapp geworden. Süddeutsche Mühlen sind in Oelkuchen ausverkauft. Weizenkleie zur prompten Lieferung ist sehr knapp und für spätere Lieferung begehrt. Es wurden notiert: Weizen (Wetterauer) 28,75 bis 29 Mk., Roggen (inl.) 24. Sommergerste (für Brauzwecle) 25,50 bis 27, Hafer (inl.) 23 bis 23,50, Hafer (ausl.) 23,75 bis 25. Mais (gelb) 19.25 bis 19,50, Weizenmehl (inl.. Spezial 0) 39,75 bis 40,25, Roggenmehl 34.50 bis 35, Weizen- und Roggenkleie 13,50 bis 13,75 M.
Berliner roduktcnbörse.
Berlin, 22. Aug. Rachdern nun jetzt auch schon die amerikanischen Rotierungen die ungünstige Lage der europäischen und australischen Ernte zum Ausdruck bringen, steht hier einer Aufwärtsbewegung nichts mehr im Wege. Die Ciffofferten haben sich um 5 bis 15 Guldencents erhöht. Da auch das wenige Material an inländischem Brotgetreide bei den Provinzmühlen bleibt, herrscht hier in sofortiger Ware großer Mangel und selbst bei hohen Geboten kommen Abschlüsse kaum zustande. Am Lieferungsmarkt zogen die Preise für Weizen um 2,50 bis 3,50 Mark, für Roggen um 2,25 bis 2,50 Mark an. Die Rachfrage nach Weizenmehl in schneller Ware verstärkt sich, die Preise sind um etwa eine halbe Mark erhöht, auch Roggenmehl profitierte von der Aufwärtsbecvegung in Brotgetreide. Das Geschäft für Herbst ist jetzt für beide Arten in Gang gekommen. In Hafer und Gerste entwickelt sich bei weiter fester Tendenz nur langsames Geschäft. Mais wird zu etwa 2 Mark höheren Preisen gehandelt. Es notierten für je 1000 Kilo: Weizen, märk. 275 bis 279, Sept. 280,50 bis 281, Oft. 277 bis 278,25, Dez. 278 bis 278,50 (sehr fest); Roggen, märk. 227 bis 231, Sept. 239,50 bis 240,50, Oft. 238,50 bis 240, Dez. 238,25 bis 239,50 (steigend); Sommergerste 220 bis 268; Wintergerste und Futtergerste 202 bis 208 (gefestigt); Hafer 204 bis 215 (fest), Sept. 214 (ab schles. Stationen), Oft. 211, Dez. 212 bis 211 (fest); Mais, La Plata 194 bis 196 (fest); Raps 285 bis 290 (ruhig); für je 100 Kilo: Biktoriaerbsen 40 bis 46; kleine Erbsen 24 bis 27; Futtererbsen 21 bis 22; Peluschken 21 bis 22; Ackerbohnen 22 bis 23; Wicken 22 bis 24; Lupinen, blau 14,75 bis 15,75.
Amtsgericht Gießen.
* Gießen, 18. Aug. Gastwirt G. von hier hat gegen den Juwelier B. Privatklage wegen
Beleidigung erhoben, weil' letzterer behauptet haben soll, G. habe Ende Januar auf der Jagd drei zahme Enten geschossen. G. war um die damalige Zeit mit zwei anderen Herren auf der Jagd gewesen und hatte damals zwei Wildenten geschossen, während der eine dec beiden Herren ebenfalls eine Wildente erlegt hatte. Als B. dies hörte, ging er ebenfalls auf die Jagd, um sein Glück zu versuchen. An einem Bachlauf begegnete ihm ein Herr, der ihm erzählte, er sei auf der Suche nach drei zahmen Enten, die ihm entkommen seien. Daraufhin erklärte B. ifjm, sein Mitpächter habe drei Enten geschossen, er wolle sehen, ob er auch Glück habe. Dieses Erlebnis erzählte B. hier in Gießen verschiedenen Personen. In der Folgezeit kam in der Stadt das Gerücht auf, G. habe drei zabme Enten geschossen. Da G. annahm. B., von dem er sich in der Zwischenzeit getrennt hatte, sei der Urheber des Gerüchtes, verklagte er ihn. In dec Hauptverhandlung konnte jedoch ein Beweis dafür, daß B. tatsächlich erklärt habe, G. habe drei zahme Enten geschossen, nicht erbracht werden. Der Herr, der auf der Suche nach den drei ihm abhanden gekommenen Enten war, erklärte ausdrücklich, B. habe ihm erzählt, sein Mitpächter habe drei Wildenten geschossen. Don den übrigen Zeugen hatte nur einer bei der Erzählung des B. den Eindruck, als ob er habe sagen wollen, G. habe zahme Enten, und zwar wahrscheinlich die vermißten, geschossen. G. nahm daher, nachdem B. nochmals ausdrücklich erklärt hatte, er habe niemals behauptet und behaupten wollen, daß G. zahme Enten geschossen habe, die Privatklage zurück. Daraufhin wurde das Derfahren eingestellt und G. mit den Kosten belastet.
* Gießen, 19. Aug. Ein Hüttenarbeiter R. aus einem benachbarten Dorfe hatte mit einem Mädchen aus dem Biebertale ein Verhältnis, das kurz vor der Verlobung aufgelöst wurde, weil bei den Eltern des Mädchens ein anonymer Brief einging, in dem sie vor R.^gewarnt wurden. Dieser hatte als Schreiber des Briefes zuerst einen gewissen Z. im Verdacht und teilte Liefern auch seinen Verdacht mit. Z. fuhr zu den Eltern des Mädchens und ließ sich den Brief zeigen, dessen Inhalt er sofort dem R. erzählte, wobei er entschieden bestritt, der Schreiber des Brieses zu fein. R. war jetzt auch davon überzeugt, daß er sich geirrt habe, weil in dem Briefe eine Mitteilung enthalten sei, die Z. gar nicht wissen könne, und die nur einer Frau L. bekannt fei. Deshalb nahm er an, daß nicht Z., sondern! Frau L. den Brief geschrieben habe, und sagte dies auch dem Z. Dieser hielt alsbald dem Ehemann L. vor, es sei festgestellt worden, daß seine Frau den anonymen Brief geschrieben habe. Er habe ihre Schrift einziehen lassen, Prof. Dr. Popp in Frankfurt a. M. habe ihre Täterschaft festgestellt. Trotzdem L. nach Rücksprache mit seiner Frau dem Z. erklärte, er habe sich geirrt, blieb dieser bei seiner früheren Behauptung. Auch R. sagte dem L., niemand anderes als seine Frau sei die Briefschreiberin. Daraufhin erhob Frau L. gegen R. und Z. Privatklage wegen Beleidigung. Sie legte in der Hauptverhandlung mehrere von ihr selbst geschriebene Briefe vor und schrieb auch nach Diktat des Gerichts einen Teil des anonymen Briefes nieder. Da diese Briefe und das Diktat keine Aehnlichkeit mit der Handschrift des anonymen Briefes zeigten und die Hauptverhandlung auch sonstige Anhaltspunkte dafür ergab, daß Frau L. den Brief nicht geschrieben habe, erklärten R. und Z., sie hätten cie Lieberzeugung gewonnen, daß Frau L. nicht die Briefschreiberin sei, und übernahmen die gesamten Kosten beider Klagen.
fiepte !J?acbrifhten.
Serbiens Kriegsschulden an Frankreich.
Paris, 23. Aug. (WTB.) Havas meldet aus Belgrad: Die Blätter berichten, daß der französische Gesandte in Belgrad beim südslawischen Finanzministerium eine Demarche zur Ausnahme von Verhandlungen zur Regelung der serbischen Kriegsschulden bei Frankreich unternommen habe. Gleichzeitig soll der französische Gesandte mitgeteilt haben, daß ein französischer Konzern sich für den Bau einer Eisenbahn st recke zur Adria interessiere und ein entsprechendes Angebot der Regierung zu unterbreiten beabsichtige.
Venizelos taucht wieder auf.
Athen, 23. Aug. (WTB. Funkspruch.) Laut Blättermeldungen hat die Regierung Venize- l o s gebeten, den Vorsitz in der griechischen Völkerbundsdelegation zu übernehmen, oder wenigstens ihr als Mitglied anzugehören.
Verantwortlich für Politik: i. 23. Ernst Blumschein.
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. _____________________hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlofsenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 6 Prozent, Lombardzinsfuh 7 Prozent.
Frankfurt a.M.
Berlin
Frankfurt a. M
Berlin
Frankfurt a M
Berlin
Berlin. 22 Angun.________
Dries
Schlugst urs
'-Uhr. flute
Schlitz, flurs
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Schiub Kurs
1 «Uhr-
Kurs
Sajluß- Kurs
Anfang Kurs
| 23. 8.
Schluh
1 1«U1)r‘
Schluß
| Anfang
Französische Noten......
Holländische Noten......
italienische Noten......
Norwegische Noten......
Teutsch-Oesterr-, 5100 Kronen Rumänische Noten......
Schwedische Noten......
Schweizer Noten.......
Spanische Noten.......
Tschechoslowakische Noten . .
Ungarische Noten - . ■
Devisenmarkt Berlin
Telegraphische
16,47
167.1-8
22.92
109,03
59.18
2,585
112,37
80,96
70 63
12.408
73.21
—Frankfur
Auszah
168,56 23,02
109,47
59.59 2.605
112,83 bl. 28 70,91
12,468 73,51
a. TL
u n q.
Datum:
28. 8.
23. 8.
22. 8.
23. 8
Datum:
22. 8.
| 23. 8.
22. 8.
Datum:
22. 8.
I 23. 8.
22 8.
| 23. 8-
F/o Di ReichSanleihe v. 1927 Dt- Anl Adlos Schuld mit
AuSlos »Rechten ...
DeSgl. ohne AuSlol.«Rrchten 7% tfrann Hop.»Bk. Gochps unkündbar bis 1932 ....
4‘/a0/0 Rheinische Lvp »Bant üiqu »Goldpl ....
AEG abg BorkriegS-Ob- (igationen, rückzahlbar 1932
4% Schweiz. BundeSb.-Lnl. 1% Oesteretchtsche Goldrte >.20°/, Oesterr ich. Silberne > l0 Oesterreich, rinbeitl. Rtc 4% Ungarische Goldrte. . . l"/o Ungarische StaatSr.v.1910 4'/,% deögl. von 1913 . . .
4’/0 Ungarische fironenrte . . 4‘Vj Türk. Zollanleihe v 1911 »»/, Türk. VagdadbahN'Aul.
Serie 1.........
4°/0 deSgl. Serie 11.....
4°„ Rumänen convert. Rte > V,0/, Rumänen Goldanl. -
voll 1913 .
21110 Deutsche Eisenbahn .4'/, Hamburg-Amerika Palet. . v oamb.»Südam Dampssch. .8 Hansa Damvischill • • -6 Norddeutscher Lloyd . . 6 .'tilg. Deutsche Credtlanst.. io Barm.'r Bankverein . io Berliner HandelSaesellsch. 12 Commerz, und Privat-Bk. 11 Lärmst, u- Nationalbank. 12 Deutsche Bank....... 10 DiSkonto-Gesellschast «tat 10 Dresdner Bank.....-10
Mitteldeutsche Lreditbant . S Metallbank..........8
RetchSbank........."
57.»
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17
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159,25
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247
145
170,65
A. E G..........7
Bergmann ........8
Elektr. Lieferungen . . . . lo
Licht und Kraft......10
Helten & Guilleaume .... 6 Ges f. Elektr Untern. . . 10 Hamb. Elektr. Werke ... 10 Rhein. Elektr. 8
Schles. Elektr. ..... 10
Schlickert . ....... 7
Siemens & Halske . ... 16 Transradio..... 8
Labmevcr <t Co........9
BudernS....... 0
Deutsche Erdöl.......6
Essener Steinkohle.....8
Gelsenkirchener . f. */« I 4
Harvener. . ■ .......8
Hocsch Eisen ........ .5
Ilse Bergbau........8
filocknerwerke ........ 5
Köln-Neuesten ......5V,
Mannesmann . • .f. V» I * ManS'eldcr..........7
Oberfchles. Eisenb. Bedarf 0 Lberschles. KokSwerke . . .0 Pbönir Bergbau. f. Vs 3 3 Rheinische Braunkohlen . JO R neinstahl ... ......0
Riebeck Montan.......6
Bereinigte Stahlw. f. Vs I 3 Otavt Mine»......1 sh
Kali Aschersleben ... .10 KaltWesteregelll.....10
Kaliwerk Salzdetfurth. . 12
I G. Karben-Industrie. 10 Dvnamtt Nobel ......o
ELcidcanstalt........8
Goldschmidt ......... 5 Rütgertzwerke.........
Metallgesellschaft ..... 10
184.6
>96 192.25
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141
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164.75 166 178
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288,13 134,25
180
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132,25 99
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171 5
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205 290
135,5 177,25
113,13
158
158 202,5 178 4 266 5
160.25 173.9 181.5
132.7j 98.75
102 118.4 256,5 202,5
131.5 33.13'
178,25 189,25
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133.25 99,25
Bbtlipp Holzmann .... 12 Heidelberger Gement . .
Tement Karlstadt.....s
B'ayß & Freitag . . . . ic
Schultheis Patzenhofer. . 15
Ostwerke . . ...... 12
Ber. Glanzstoff......15
Bemberg..........k
Zellsto-t Waldhof.... 12
Zellstoff Aschaffenburg . 10
Charlottenburger Waller. 7
> essaucr GaS.....8
Daimler Motoren.....0
Demag........0
Adlerwerke filetier. .... 0
Ludw. t'oen e . .... IC
Rat- Automobil...... 6
Orenstetn & Koppel .... 4
Linke Hofmann ...... 0
Leonhard Tietz...... . e
Bamaa-Megnin...... 0
Franks. Maschine« .... 0
Gritzncr ..... 7
Hevliaenstaedt ...... 0 itungbanS ........
Lechwerke...... . 8
Mainkraftwerke ...... «
Miag . . ....... 10
Nekarlulmer ...... x
Peters Union ....... 8
fflebr. Roeder . ...... 10
Voigt L Hoeffner.....6
Südd. Zucker ......0
Bant
199
146
185.5
165
334.76
203
122
48
73
118
24.5
116
122
125.1
137
117
116
141
158
143
noten.
10 1 iS ! 1 1 1 & • -» 1 “? t । | ' S l ' 1 1 1 12 1 1 S5
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118
116.5
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425
710
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149
208.25
122
91,5
116
280,5
138,75
150.5
22. August.
23. August.
Amtliche Noti rung
Geld '-Brief
Amtliche Notierung Geld : Brief _
Amst.-Roit Buen-.AireS Brst.-Antw Ehristiania Kopenhagen Stockholm . Helnng'vrS. Italien. . . London. . . 9,'cunork . . Baris.... Schweiz . . Spanten. . Japan . . . Rio de Jan- Wien in D-» Ceft. abgest Prag .... Belgrad . . Budapest. . Bulgarien. Lillabon . . Danzig. . . Konstantin. Athen. . . (Sanaba »ru uay. . Tatro - -
168.22 1,792
58.425 109,29 112,45 112,65 10,675
-2,88
-0,406 1,197 16,45 10,94 70.91 1.989
0.4972
39,16 12,442
7,391 73,41 ■1,037
20,715 81,37 2,058 5,514 4.195 4,206
20.935
168,56
1.796 68,54 .
109,51 112,57 112,87
10,695
22,92 20,416
4,20.
16,49 81,10
71,07 1.993
0,4992
69,28 12,462
7,405 73,55 3,043
20,7 >5 81,53 2,092
5.526
4.203 4. 14
20.975
168,21 1,789 68,41
109,19 112,43 112,61
W.57 22,89 20,4 05 4,1965 16,445 80,91 70,81 1,987 .4965
39,14 12,44 7,391 <3,40 .,067 -0,70 81,36 -',093 5,544
4,198 4.208 20.93
168,55 1,793 58,53
109,41 112,65 112,90
10,59
22.93 20,445 4,2045 16,485
öl. 07 70,95 1,991 0.4985
69,26 12,46 7,405 78,54
3, M3 20.74 81.62 2,097 5,556 4,206 4.214 20.97
Berlin. 22 August.
| Geld
Briet
Amerikanische Roten.....
Belgische Noten......
Dänische Roten ......
Englische Noten .......
I 4.182
68,-8 112,17 1 20,37
4.202
58,61
112,63
10.45


