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Schön hielt einen interessanten Vortrag über hieEntstehung und Bedeutung des Lurner- kreuzes", der recht beifällig angenommen wurde. Frohe Geselligkeit bildete den Abschluß des Abends.

Kreis Frievberg.

WSN. Friedberg, 21. Sept. In einer gestern abend hier stattgehabten Versammlung des Evangelischen Kirchenvvrstandes wurde beschlossen, die hiesige Durgkirche durch bauliche Aenderungen den Zwecken eines Ge­meindehaussaales dienstbar zu machen. Eine ähnliche Lösung wurde in derselben Frage vor etwa Jahresfrist in Dad-Aauheim gefun­den, die sich ausgezeichnet bewahrt hat.

WSN. Dad-Aauheim, 21. Sept. Zu der vor einigen Tagen veröffentlichten Notiz, daß hier ein falscher Kriminalbeamter auf getaucht sei, ist noch mitzuteilen, daß der Be­treffende sich in der weiteren Umgebung der Stadt an Liebespärch-en herangemacht, diese unter der Androhung der Verhaftung angehalten und von den Liebhabern Geld erpreßt hat. Die Mäd­chen nahm er unter der Angabe, sie nach Hause bringen zu wollen, mit und verging sich dann an ihnen; in einem Falle ist er so roh vorge­gangen, daß er sich wegen Notzucht zu verant­worten haben wird. Die Polizei ist scharf hinter dem Burschen her, dessen Handlungen um so verwerflicher sind, als dadurch das Ansehen der hiesigen Kriminalbeamten in der Oeffenllichkert aufs schwerste geschädigt wurde.

Kreis Büdingen.

# Nidda, 21. Sept. Der Kreislehrer- verein Büdingen veranstaltete gestern eine aeologifche Exkursion unter Leitung von Oberbergrat Schottler von der Geologischen Landesanstalt Darmstadt. Etroa 80 Lehrer und Leh­rerinnen beteiligten sich daran. Der Lehrgang be­gann mit der Besichtigung des Nickeflchen Hart- bafaltwerkes zu Ober-Widdersheim. Auf Grund spezieller Forschungen der Erstarrungsformation konnte der Führer nock den Krater mit angefüllter Asche und Lava feststellen, und gab Aufschluß über die Stärke und Größe des eruptiven Ergusses. Im Schieferrvald zwischen Häuserhof und Bad-Salz- hausen bot der dort angelegte Steinbruch Gelegen­heit, das Liegende des Basalts, den Klingftein oder Phonolit, kennenzulernen. Hier gab der Leiter einen Ueberblick über die Entstehung des Horloff­tales als einer typischen Grabensenke mit Brucy- f patten, und erklärte damit das Vorhandensein der beiden Säuerlinge in der Nähe der Bahnlinie Nidda Friedberg und der großen Quellen am westlichen Bruchrande des Horlofftales. Diel Stoff zu An­fragen der Teilnehmer bot der mit geologischen Seltenheiten übersäte Abhang des Schieferbergks, wo neben Trapp und einzelnen Lößnestern Dliuin- etnlagen im Körnerbasalt festgestellt werden konn­ten. In Bad-Salzhausen wurde die Entstehung der Quellen und -des dort vorkommenden Bauxites und Sandes erklärt. Nach der Mittagsrast in Nidda fand noch eine Besichtigung und geologische Erklä­rung der großen Steinbrüche bei Michelnau statt. Damit fanb der erste Teil des Lehrgangs seinen Abschluß.

, T Ober-Widdersheim, 21. Sept. Am Sonntag fand unter Geltung des Vorsitzenden Lehrer Ganz das Abturnen des hiesigen Turnvereins der Jett gut Jahresfrist dem Gau Hessen (DT), angehört, statt. Es traten 27 Preisturner an, die im volkstümlichem Wett­kampfe Freihoch, Freiwett und Kugelstoßen um den Sieg rangen. In der Oberstufe komtten fol­gende Preise errungen werden: 1. Preis Walter Geist, 2. Hugo Ganz, 3. Wilhelm Möbus, 4. Ottmar Ganz, 5. Adolf Peppler, 6. Ernst Möbus, 1. Albrecht Kammer, In der Unterstufe waren 1. Sieger Heinrich Löbsack, 2. Otto Möbus, 3. Martin Kaiser, 4. Karl Grünbein und letzter Otto Peppler. In dem sich anschlleßenden Wett­lauf drei Kilometer, über Llnter-Widdersheüm blieb Richard Eifer erster Sieger. Die Wer­beriege des Turnvereins Nidda zeigte den überaus zahlreich erschienenen Turnfreun- den am Pferd, Darren und Neck Höchstleistungen

ihres Könnens. Ganz besonders gefiel den Zu­schauern ein von Niddaer Turnerinnen aufge­führter Volkstanz:3m Wald und auf der Heide." Gemeinsam gesungene Volkslieder und eine kernige Ansprache des Dezirksvertreters des Gaues, Lehrer Wolf von Hnterschnntten, be­schlossen die in allen Teilen glänzend verlaufene Veranstaltung.

Aus dem Niddatal, 21. Sept. Wenn auch die Windkegel des Grummets noch auf den Wiesen und letzte Getreidehaufen auf dem Felde stehen und nicht eingebracht werden können, be­ginnt man bereits mit dem Kartoffelaus­machen. Dabei zeigt sichs, daß empsindliche Sorten, wie Industrie, auf nassen Aeckern stark gefault sind. Auf trockenem, a^chus- figem Gelände sind die Knollen gesund und lie­fern eine volle Ernte. Die Zwetschen werden zum Preise von 6. M. pro Zentner angekauft. Sie müsien baldigst abgeernfet wer­den, da sie infolge der Nässe aufplatzen.

Kreis Schotten.

-^Schotten. 21. Sept. Die drohende Aus­quartierung in Eisenbahnwaggons, die vom Stadtvorstand als letztes Druckmittel beschlossen war, hat die säumigen Mietzahler in städtischen Gebäuden zu raschem Aufgeben der seither geübten Takttk veranlaßt. Sie leisteten Abschlagszahlungen und stellten die Tilgung der angewachsenen Mietschuld in greifbare Nahe. In­dessen ist der erste der angekauften Eisen­bahnwagen eingetroffen. Der Trans­port vom Bahnhof zu seinem Aufstellungsorte in der Nähe des städttschen Viehmarttes war ziemlich schwierig, und mußten erst zwei Pvit- schenwagen einer zwei Stunden entfernten Fa­brik häbeigeschafft werden, um die Heber- führung durchführen zu können. Wenn auch in­folge der Oeränberten Sachlage der Invalide II. Klasse, der in seinen besseren Tagen zwischen Frankfurt und München gondelte, vorläufig nicht bewohnt wird, so mag er doch als Schreckgespenst gut seinen Zweck erfüllen.

Kreis Alsfeld.

(=) Groß-Felda, 21. Sept. Bei der Ver­steigerung des Gemeindevbstes wurden für geringere Sorten je Korb 1,50 bis 2 Mark, für bessere Sorten 3,50 bis 4 Mark bttahlt. Gegen frühere Jahre ist der diesjährige Erlös geringer. Im benachbarten Kestrich wurden bei der ebenfalls heute vorgenommenen Ver­steigerung des Obstes etwas höhere Preise er­zielt. In diesem Orte ist in Aepfeln und Birnen eine Mittelernte zu verzeichnen.

Z Aus dem Ohmtal, 21. Sept. Unsere Landwirte haben infolge der andauernd ungün­stigen Witterung bei vorgerückter Jahreszeit das Bergen der Grummeternte aufgege- b e n. Weil der dritte Schnitt des Klees zu knapp ist und nicht ausreicht, wird das Grummetgras der Wiesen, das ebenfalls mit der Mähmaschine abgeschnitten wird, verfüttert. Da dieses so keinen großen Nährwert besitzt und beim Einbringen zumeist nah ist, läßt der Milcherttag der Kühe nach, was wohl eine Steigerung des Milch- und Dutterpreises veranlassen Dürfte.

cZ Dannenrod, 21. Sept. WähreiÄ andere Orte über eine Rekordobsternte berichten, ist an Kernobst in unserem Orte eine Mitteternte, an Zwetschen säst keine vorhanden. Auf unse­rem 320 Meter hoch gelegenen Gebiete, Dannen« röter Höhe genannt, steht die Obstzucht pon jeher in Blüte. Waren es an Birnen früher die kleineren und rauheren Sorten, die nur zur Honigbereitung geeignet sind, und bier sämtlich ihre Ortsnamen tragen, wie Zuckerbirnen, Schmalzbirnen, Mehl­birnen, Blutbirnen, ßumpenbtmen u. dgl., so find heute die besseren Sorten mehr in Vordergrund ge- treten. So gibt es an den reichen Obstpflanzungen der Gemeinde Dannenrod, die am Frettag zur Ver­steigerung gelangen, viele schöne und haltbare Sor­ten, wie dies der inzwischen verstorbene Obstbaum­techniker Wiesner bei einem Gemeinderundgang festgestellt hat. Davon seien genannt an Aepfeln: Schöner von Boskop, Danziger Kantapfel, Ge­flammter Kardinal, Baumanns-, Landsberger- und

Kanadarernetten; an Dirnen: Amankis und Clcnr- geaus Butterbirnen, Hofratsbirne, Gute ßuife. Die Früchte find gut entwickelt. In den Obstgärten von Privaten ist noch ter Schöneberger Apfel als halt­barer Wirtschaftsapfel bemerkenswert, da er nach Ansicht von Fachleuten hier in der Gegend nicht rneyr vorkommt.

V Grebenau, 21.Sept. Ab 1.Oktober werden wir eine neue Pv stverbindung er­halten, die eine begrüßenswerte Verbesserung bedeutet. Während seither die erste Post um 11.15 ilfjr von Alsfeld her eintraf und erst mit diesem Zuge die erste Post abging, wird in Zukunft der Frühzug nach Alsfeld ab hier 7.09 Uhr schon Postzug sein. Die erfreulichen Be­richte aus vielen Tellen der engeren und der weiteren Heimat über reiche Obsternten werden hier etwas neidisch gelesen. Denn in diesem Jahr gibt es hier und den nächstgelegenen Orten f a st kein Obst. Wir hätten für das in anderen Orten überflüssige Obst recht gut Bedarf. Auch in diesem Jahre hat die in unzählbarer Masse auf» tretende Raupe des Kohlweißlings in den Hausgärten großen Schaden verursacht. Ein großer Tell des Genrüses ist unbrauchbar ge­worden. Doch hat die Natur einer völligen Ver­nichtung selbst vorgebeugt. Seit etwa acht Tagen fangen die Raupen an, an den Blättern hängend unter Draunfärbung abzusterben. Sie sind offen­bar von einem tödlich wirkenden Parafiten be­fallen, so daß infolgedessen für nächstes Jahr eine Wiederholung der Raupenplage nicht zu befürchten ist.

Starkenburg.

WSN. Heppenheim, 21. Sept. Auf der Darmstädter Landstraße verunglückte der 21jährige Motorradfahrer Hofmann aus Birkenau aus bisher noch nicht aufgeflärtet Hrsache durch einen Sturz von feinem Fahrzeug schwer. Er erlltt dabei einen dop pelten Schädel- bruch und mußte im Weinheimer Krankenhaus eingeliefert werden. Der Beifahrer konnte noch rechtzeittg abspringen und kam mit leichten Haut­abschürfungen davon.

Preußen.

Dillkreis.

bl. Sinn, 21. Sept. Im Hüttengraben der Firma Haas fand man die Leiche des Nachtwächters Henrich von hier. Nä­heres muh die Untersuchung ergeben.

Unterlahnkreis.

WSN Dausenau, 21. Sept. Am hiesigen Schleusenbau hat sich heute ein neuer schwerer Hnglücksf all ereignet. Ein Ar­beiter stürzte in einen sechs Meter tiefen Schacht, wobei er einen Arm» und Beinbruch und andere schwere Verletzungen erlitt, so daß er ins Krankenhaus eingeliefert werden mußte.

Vermischtes.

Ehrung

des ehemaligen Reichsinnenminifiers Dr. Külz.

Reichsminister a.D. Dr. Külz erhielt vom Deutschen Roten Kreuz das Ehrenzeichen 1. Klasse als höchste vom Roten Kreuz zu ver­gebende Auszeichnung. Das Rote Kreuz beab­sichtigt damit, seinem Dank für die Förderung Ausdruck zu verleihen, die Dr. Külz bereits als Reichsminister des Innern der Arbeit des Roten Kreuzes hat angedeihen lassen unö für die aus­schlaggebenden Verdienste, die er als Präsident der Internationalen Staatenkonferenz vom Juli dieses Jahres um 'das Zustandekommen des Welthilfsverbandes gehabt hat.

Großer Diebstahl von Ausstellungsgeaenstanden.

Aus der Koblenzer AusstellungD e t Rhein, sein Werden und Wirken", in der zur Zeit die Ausstellungsgegenstände ab­gebaut und ihren Besitzern wieder zugeführt werden, ist ein großer Diebstahl verübt worden. Eine ganze Anzahl wissenschaftlicher Instrumente,

historische Fundstücke und ein wertvolles Ge­mälde sind spurlos verschwunden. Die Diebe, die nur auf Grund besonderer Ortskennt­nisse die Spitzbübereien ausführen formten, fhtb unbekannt.

Auftreten des Meffingkafers in Heidelberg.

In einem Hause ter Schlierbacher Straße hat sich ein unheimlicher Gast eingestellt: ter Messingkäfer. Wie ter Käfer eingeschleppt wor­den ist, konnte noch nicht festgestellt werden. Don behördlicher Seite ist die shstemattsche Bekämp­fung bereits eingelettet, und zwar eine radi­kale Dergasung mit Blausäure. Hm eine Gefahr für andere Häuser der Stadt und um eine Weiterverschleppung möglichst zu ver­hüten, dürfen die Wvhninsassen das Haus einst­weilen rächt verladen.

Statistensturm auf die komische Oper.

Freitag abend kam es vor der Komi­schen Oper in Berlin zwischen 7 und 8 Hhr zu wüsten Lärmszenen und schweren Ausschrei­tungen. Die Komische Oper hatte durch Anzeigen 40 Statisten für die am 1. Oftober in Szene gehende Ausstattungsrevue gesucht. Die Anwärter sollten sich zwischen 7 und 8 Hhr an der Komischen Oper einsinden. Bereits gegen 5 Hhr hatten sich ungefähr 100 Personen vor dem Eingang des Gebäudes versammelt, gegen 7 Hhr waren ungefähr 500 Personen an­wesend. Nachdem die Prüfungskommission sich für 40 Bewerber entschieden hatte, ließ sie ein Plakat aushängen, daß die Stellen be­seht wären. Darauf erhob sich ein großer Tu­mult. Einige junge Burschen forderten die Ver­sammelten auf, das Gebäude zu stürmen und alles kurz und llein zu schlagen. Man versuchte die Türfüllungen auszubrechen. Die Polizei ver­hinderte jedoch weitere Ausschreitungen.

Attentat auf einen serbischen Eisenbahnrug.

Nach Berichten aus Gewgheli wurde um 2 Hhr vormittags ein jugoslawischer Eisenbahn­zug auf jugoslawischem Gebiet nahe der grie­chischen Grenze durch sieben auf die Eisen­bahnschienen gelegte Bomben In die Luft gesprengt. Mit Ausnahme der Lokomotive wurde der ganae Zug zerstört. Heber die Zahl der Opfer ist nichts beEamit. Es wird angenom­men, daß das Verbrechen von bulgarischen Komitatschis begangen wurde. Der nach Paris unterwegs befindliche Orientexpreß war infolge des Attentats mehrere Stunden aus- gehalten worden.

Berliner Börse.

Berlin. 22. Sept. (WTB. Funkspruch.) Bei stillem Geschäft und wenig veränderten Kursen ist der Grundton des heutigen Frühverkehrs weiter freundlich. Das Publllum fehlt Wetter am Markte, doch besteht von feiten der Speku­lation eher Nachfrage. I. G. Farben hört man mit 298. Im Devisenverkehr nennt man Paris gegen London mit 124,01, Mallcnck) 89,30.

Briefkasten der Redaktion.

(Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.)

h. SL in G. Zu ter angegebenen Zeit stand die Kriegsanleihe auf ungefähr 70 bis 80 Prozent, so daß für 1000 Mark Kriegsanleihe ungefähr 780 bis 800 Mark erforderlich waren.

Eine freudige Nachricht für jede feinbestrumpste Dame. Auf der letzten Leipziger Messe wurde zum ersten. Male eine neue Erfindung gezeigt, welche ficher von der gesamten Damenwelt freudig begrüßt werden wird. In einem hübschen Nickelfiakon Ist ein Jläsch- chen mit einem Tupfer enthalten. Ein oder zwei Tropfen des Inhaltes des Fläschchens auf dteMasche des Selüenftrumpfes getupft, verhindert im Augen­blick jedes Weiterlaufen der Masche. Die nngesieUten Versuche ergaben die vollständige Wirksamkeit dev neuen Mittels. [8530a

Morgen erfahren unsere Leser mehr darüber.

Biersteuer- AusfShrungr - Anordnung

Auf Grund des § 10 Ziffer 2 der Orts- fatzung über die Erhebung einer Bier- fteuer in der Stadt Meßen vom 1. Sep­tember 1927 ordne ich hiermit an: § 1: Empfänger von Bier, welche dieses gewerbsmäßig weiter veräußerns. B. Bierverleger, Wirte, Flaschenbier- Händler) haben auf besonderen Vor­drucken Aufzeichnungen über Her­kunft, Menge, Art, Herstellerpreis und Zeit des Empfangs des von ihnen ab 1. Oktober 1927 zu beziehen­den Bieres zu machen. Die beim Nechnungsamt unentgelttich zu be­ziehenden Vordrucke sind sorgfällig auszufülten und zwei Jahre lang ge- geordnet aufzubewahren.

Etwa bei Inkrafttreten der Steuer­ordnung vorhandene Lagerbestande sind bis spätestens 15. Oktober 1927 der Steuerstelle anzumelden.

§2: Alle Empfänger von Bier sind ver­pflichtet, ihre Belege über den Be­zug von Bier (z. B. Lieferscheine, Rechnungen, Quittungen) geordnet und vollständig auf die Dauer von zwei Jahren aufzubewahren.

§ 3: Dem Beauftragten der Steuerstelle sind die in § 1 und 2 genannten Un­terlagen auf Verlangen während der Geschäftszeit zur Einsichtnahme vor­zulegen. Im übrigen finden die § 193 bis 197 der RAO. bezüglich der Steueraufsicht entsprechende Anwen­dung. 8555B

S 4: Zuwiderhandlungen gegen vorstehende Anordnung werden nach § 20 der Ortssatzung über die Erhebung einer Biersteuer bestraft.

§5: Vorstehende Anordnung tritt am 1. Oktober 1927 in Kraft.

Gießen, den 21. September 1927.

Der Oberbürgermeister: Dr. Keller.

Obstvevsiergerung.

Montag, den 26. September, vormittags 9/ Uhr, wird das Obst in den fiskalischen Obstgärten in Atten-Vuseck (Aepfel, Bir­nen, Zwetschen) versteigert. Auskunft durch Herrn Förster Müller in Allen Buseck und unterzeichnete Stelle. 8526D

Gießen, 20. September 1927.

Hessisches Forstamt Gießen.

Bekanntmachung.

Auf Grund des §4 der Verordnung über die Gemeinde - Biersteuer vom 23. Juli 1927 in Verbindung mit' § 19 der Ortssatzung über die Erhebung einer Biersteuer in der Stadt Gießen vom 1. September» 1927 wird nach Anhörung der Jnterefienoertretung die ab 1. Ok­tober 1927 zur Erhebung kommende Biersteuer vorläufig bis auf werteres wie folgt festgesetzt:

Für deutsche Biere je Hektoliter 2 Mk.

Für ausländische Biere 7 v. H. des Her­stellerpreises. 85548

Gießen, den 21. September 1927.

Der Oberbürgermeister: Dr. Keller.

ÄartoffellieferüngT

Die Lieferung von ca. 1500 Zentner Jndnstrw'-Speisekartoffeln soll vergeben werden. 8500D

Diese Kartoffeln müssen gesund, gut aus- gelefen und gelbfleischig fein.

Es kommt nur eine großfallende Ware in Frage.

Die Bedingungen können während den Dienststunden hier eingesehen werden.

Angebote sind verschlossen mit der Auf­schriftKartoffellieferung" unter Anerken­nung der Bedingungen bis zum

Mittwoch, dem 28. September 1927 vormittags 10 Uhr hier einzureichen.

Die Lieferung kann geteilt werden. Zu­schlagsfrist: fünf Tage.

Gießen, den 19. September 1927.

Direktion

der Landes- Heil- und Pflegeanstall _______________bei Gießen_______________ Obftversteigerung.

Mittwoch, den 28., und Donersfag, den 29. September d. 3., von vormittags 9 Uhr ab, wird das Obst der Gemeinde Grotzen-Bufeck, bestehend aus großen Quantitäten Aepfeln und Birnen, bestes Tafel- und Wirtschaftsobst sowie Nüsse, öffentlich meistbietend versteigert.

Zusammenkunft am ersten Tage am Ortsausgang nach Rödgen: der Anfang am zweiten Tag wird am Schluß vom ersten Tag befanntgegeben. 8556D

Großen-Buseck, den 21. September 1927.

Bürgermeisterei Großen-Buseck.

(Sans.*

M.8WeWUkWinWgen.

Statt Freitag, den 23. September, vor­mittags 8i Uhr, muß es heißen: vor­mittags 7z Uhr. 8552D

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1 Bücherschrank, 1 Derliko, 1 SUeiber« schrank, 1 Sofa, 2 Nachtschränkchen, ein Bett mit Federn, 1 Küche, mehrere Küchenschränke, 1 Schreibpult mit Hocker, 2 Dezimalwaagen mit Gewichten, eine Tafelwaage, 1 Ausstellkasten, 2 Sessel, 2 Trumeausotegel, 3 Tische. 1 Küchen­herd, 2 Oesen, 1 Wanbspregel, 1 Sattel, 3 Schreibmaschinen (g. erb.), 1 Nanonai- Labenkaste, 2 Handwagen, 1 Motorrad, Damenräder, 2 Kinderwagen. 1 Perser­teppich, Kaffee, 30 Eininacbtöpfe von 5 bis 40 Liter u. n. v. a. 8545D

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