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Nr. 248 Erster Blatt
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IwWft ftr Drahtnach- rieten: Iwjdgfr Öleste»
gtewffert am Dtatn 1188«.
Siegener Anzeiger
General-Anzeiger für Oberheffen
üntd n6 Dtrkfl vrühl'schc Uwh>trf!tet$-Be<h. **ö Stein teiderti IL tanqe in Sietzen. Sdfrtftleitiiig nnd Sefdtfftsilele: ZchnlKratze 7.
XiiUrn lijrttn ftr btt lägtsneenm bti $»■ Wa**taeg lerb«.
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hlamean iet$e« von 70 mm Brette 35 )ietch»pienn!g. Platzvorfchrift 30' mehr.
dfcdrtbaitteei
Dr jntbr. öüb Lange. Pera«tt wörtlich ftr Tolitth Dr 3r. Attlh Langes ftr a-euulcton Dr H Ihyrwt; ftr ben übrigen Teil Ernst Tlum'd)fi*; ftr b«n Mn» Seitenteil And fyümann, iSmt'dtb in Gsetzen
Zwischentagung.
Dar Ättd)tUifl t>at In die Sommerferiei, eine tury An>i|<btniagung eingelegt, um einig# dringende d»e|«|e£ooriaaen, Me au Beginn der Ferien noch nicht jpruchrett waren, soweit yi furbrrn, das, le in den Sueschüssen weiter beraten werden ?falten, die die eigentliche Biniertagung de» Pie itnne wieder einsetzt Huf dem Programm flehen । il» Hauptpunkte cdndflclcß. Beichsdeomtenbesol >ung, striegsschadenschlubgesev neben einer Weihe fldnerrr Vorlagen, die kaum eine Debatte hervor rufen werden. Die Sensation der Xaaung ist zwei i fedoe die erste Lesung bet Keudrllschen Entwurfs ! jum Weich»ovlk»schulaefetz Da, Gesetz lod bekanntlich endlich die Lücke fchlieszen, die in der Weimarer Verfassung feinerAeit durch bae log Schuttompromitz der ba maligen Wegierungspar- eien, Zentrum. Demokraten und ceiialbemofraten, . rsoisorifch zugeflickt wurde, weil die autzenpoli- fche Lage rin längere» Hinauezogern des Der laffungemerfe» irbigllth um diese» einen Punktes finden nicht angdngta erscheinen Hetz In diesen acht I "obren haben eine Weihe von (Entwürfen zu einem | ^teicheschulgesetz da» Licht der Dell erbluft 3m Rdcheministerium des Innern, da» in (Ermangelung eine» Relchskultusininifteriums für die Fragen des Unterricht» federführend ist, hat wohl feder Minister eher Staatssekretär, welcher polilichen Wichtung er end) (inneren mochte, einmal einen solchen Entwurf zu Papier gebracht Die meisten haben die nlntfteriede Schublade nie oerlaffen; andere find in Ausschüssen ober dergleichen stecken geblieben. Auch dieser sog. Keu de fische Entwurf, der nun al» erster vor da» Plen»im dec- Weichstages zur Beratung gelangt ist, hat schon manches über sch ergehen Iahen wüsten, bevor er vom Innenministerium auf das parlamentarisch Schlachtfeld entlassen wurde. Die erste Lesung, mit der die Zwischentagung de» Welchvtags am Dien»tag begann, brachte die grundsätzliche Stellung der Parteien zum Entwurf der Regierung Der Entwurf wird bann in ben nrugebilbeten Sil- kung»au»schutz gehen unb es wirb hier, da auch Ne Opposition ihre Mitarbeit in HusfW fi-fleHt bat, Mer sachlicher Arbeit bedürfen, um diesen ÄHibeflfdlen Entwurf so grundlegend umzugeftal» tm, bah er dem kitlfurpoliistchen Dillen de» deut- scheu Volke» entspricht.
Die wenig man die» von dem Entwurf der Regierung behaupten kann, zeigte die Schuldebatte Ncfer Woche Wicht ■ in mal der Minister selbst, der Bel diesem Entwurf Pate gestanden hat, vermochte tel seiner Begründung wärmere Töne anzuschlagen cherr v. steudell ist dafür bekannt, batz er vor b-m Wri<h»tn(l Ne Kürze liebt "Iber was er dies- nnl zur Begründung des Balkslchulgefetzentwurfg rorbrakhte. war doch zu dürftig, um nicht den (He- danken aufkommen zu lasten, batz er selbst keinen rechten Glauben an fein ftinb hat. Auch die Web- rec des Zentrum», denen ja da-> Weichsschulgcietz cm meisten am cherzen liegt, schienen wenig Zu rersicht zu der Zugkraft des vorliegenden Entwurfs C haben Sowohl der Abg Whctnlänber, wie r kluge P ?'at D Schreiber Hetzen die Mog-
1 chkeit nach 'Ibänderunaen im liberalen Sinne effen, wenn sie natürlich auch grundsätzlich die Bekenntnisschule in ihrem pädugogifch'-n mb nationalen 2«ed besonders unterstrichen Man oirb ihnen iadoch entgegcnhaUcn wüsten, haft der <rMthcTiid)- Wert der ch r i st l i ch e n c-multan- I cf) ii i « in der Form, wie Re bei uns in Südwest- Deutschland durch Jahrzehnte hindurch sich ausgc- bildet und I-,-mährt do', keinesfalls geringer zu per- nfchlagen ist- diese Schulsorm aber hat vor der ^ekenntnislchule ha? voraus, bah üe in kvnsesfto-
i lpnnischten Lande steilen ftett schon die Jugend ' en der «lonfesstonsfpaltung teilnehmen zu lasten, tmrfi he gemeinsame Er'-.hung Brücken ch s ä g t unb zu Duldsamkeit unb Verständnis eegenüber Ander.'gläubigen hinfübd Wir hätten cetvstnlchk, bah gerade dieser P'wkt. dem mir ent Ichdde'tde Bedeutung betfeeen. von dem Hbfl Wunfel, der als erster die liberale Auffassung gegenüber dem Weaierungsentrourf mm Ausdruck krachte, schärfer hernusgearbestet worden wäre Dr Aunkel bat indes gegenüber Zweifeln ot'S dem kemokrakifchen Lager noch einmal besonder^ betont, katz die Fraktion der Deutschen Pottspartei durch tie Stellungnahme her beiden volk-parteistchen Mi -ifter im Weichskadlnett stch in keiner Seife •ebunben fühlt Getreu ihrer nationallrbcrafen Irahitinn hat die Dolbspartei eine ganze Wei^^ non um Teil grundlegenden Abänderungswünfchen. für '-eren Durchsetzung ste im Bildungsouc' b :tz r I Her (Energie eintreten wird Gegenüber leicht auf- 'ornmenden Mihverständnisten darf es nicht unter asten werden, noch einmal ausdrücklich zu be tonen, batz ec- stch bei der Simultanschule, um 'eren Sicherstellung für die Zukunft es bc; dem Kampf um das Weichc-fchulgesep geht, nur um eine (Aewiinfchaftsfchule auf rfjrit! lieber (9 r u n b läge handeln kann, also um eine Schulform, die anerfog unterer höheren Schul- das grobe G c n r i n f a m e unseres chrissfichen und deutschen wationalcn Bildungsgutes vermitteln will
Ein besonders heikler Punkt bei dieser ganzen ' bchufdebarie ist die Kostensrage. Es mu:cie rgentfid) recht merkwürdig an. datz in dieser ganzen Zeit von Wcgierungsseite nicht ein einziges Mal hierzu kiar unb eindeutig Stellung genommen wor b?n ist Als nun der demokratische Abgeordnete Tt Fischer mit geradezu phantastischen Zahlen aufwartete, fühlte sich der Weichsinnenminister ledig sich zu der Erklärung bewogen, datz die Soften von den Ausführungsaeletzen der Länder ahhingen. und tun eine Beleg' . a oder auch nur Schätzung in diesem Augenblick unmöglich fei Man wird diese 'Zushmft doch afs recht bürftig bezeichn mststen
Reparaiionsageni und JZeichsfinanzen.
Sin Schreiben parier ^ilbetts beschWgt sich mit der Deckung für die neuen ReichöauSgaben.
Eigene Drahtmddung ben Gletzener Anzeiger»'.
Berlin, 22 Oft In der Berliner Presse gelangt In den verschiedensten Formen ein Schritt zur (Erörterung, den der Weparationsaaent, Parker Gilbert, beim Weichssinanzminlsterium unter- nemmen hat Die Behauptung, datz er dabei einen Einspruch gegen dieErhohungderBe amtengehälter erhoben habe, ist allerdings unrichtig Aber der Vorgang ist trotzdem ernst gc ug, um eine eingehendere Würdigung zu ver- dienen.
Parker Gilbert hat dem Weichssinanzministerium ein Expose ubereicht, datz etwa 40 Schreibmaschinen- leiten umsasi.n soll und besten Inhalt von her (Emp ! sangerbehärde noch nicht 4>efanntgegeben I werden kann, da em so umfangreiches Schriftstück J natürlich zunächst eine sorgfältige Prüfung ersor deri Trotzdem wollen einzelne Blätter bereit«- jetzt ! misten, datz Parker Gilberi die Frage aufwirst, wie l sich die Weichsregierung die Deckung der Mehrausgaben denkt, die ste Im Augenblick jur Bewilligung im Weichstag behandeln läfjt Weiter wirb behauptet, Parker Gilberi habe die her- Zeitige Konjunktur als eine Scheinblüte hezeichnd, die nicht von langer Dauer fein würde, unb auf die Gefahr eines W ü cf f ch I a g e c- hingemiefen, wenn im Hinblick auf die augenbllck l.chen Ueberschüste größere Weuau»gaben bewilligt werben. •
Wir können heute noch nicht nochprüfen. inroie- weit dieser behauptete Inhalt tatsächlich den Ausführungen des Weparationeagenten entspricht. Aber wir glauben zu wissen, datz Parker Gilbert, der sich bisher stets der pröfjten Zurückhaltung befleißigt hat gegenüber der Finanzgebarung be» Weiches, seit .'intger Zett eine sichtlich kritischere Wolle spielt Das hat im Zusammenhang mit dem jüngsten A n- leihe Projekten begonnen, wobei sich Parker Gil- hort mindestens in einem Falle spontan unb von sich nue durch Aufwerfung von Bedenken al» scharfer trittfer gezeigt hat. Das wiederholt stch jetzt mit Bexug auf die A u » g a h e n h e w 111 i g u n- gen, die an sich keir.e'wegs feiner Kompetenz unterstehen die aber natürlich auf die Entwicklung der linanziellen Leistungsfähigkeit Deutschlands, über die er hn Zusammenhang mit ben Dawesverpflichtungen au wachen hat. von Einflutz find.
ÖS-h haben nicht die geringste Qkranlaffunq, i-n» flearri eine r^ovbttlaktische Tätigkeit de4 Webaran on*a<r-nten. sofern sie sich der Sam nach im Wahmest seiner Zuständigkeit hält, irgendwie ju befchrveren Parier Glitzer'. kann gegeben cnfalK und ohne datz er deshalb irgendwie bä-willia zu sein braucht, bei fer notwendigen "Revisi on be» DawesplaneS so erheblick»: Dchwserigleiten machen datz e» durchaus loyal t»on ihm ist. wenn er jetzt lieber vorbeugend Warnungen erlätzt. ^Ind datz dazu einige Deranlaffunz ist. da» hat die o^sentli bleit mit Erschrecken wahrgeno..men, al» die Ko st en frage be» Schulgesetze» im Reichstag beriihri wurde. Man kann durchaus die Tende« biefe» billigen und sogar
für notwendig halten, ohne baft man beSttxyn einer (dosrenbelastuna wn mehreren 100 Hui- (irmen - die genaunid Ziffern 1dlBXRxfcatJ?V tdynx 300 urtb 500 Millionen Mark das Dori redet, lind man wird ben Beamten gern eine DesoldungSerhvbung gönnen, ohne darüber die '?u'»ttDcnbigteit aus dem Äuge -u verlieren, entsprockzende ®rft>atmf(e durch Abbau umräfiger unb übersetzter Berw.'ltungSzweige und durch eine organischere Gestaltung der ganzen Staalsve^rralmng zunächst sicherzustellen.
Die Meinung der preffe.
Berlin. 22. Oft. (Prio.-rel.l Da» Schreiben des Wcparationsagenten Parker Gilbert an da» Reichsfinanzministerium, da» sich nti: den ' nar zicllen Auswirkungen der letzten von bet Rrichsoeg.oru! g e ngebrachter. Bor'.acp.n besch.it- : gt, finbet in sämtlichen Berliner Blättern grötzte "Sead?tung. Es wird betont, datz von amtlicher deuttchcn Seite keinerlei Angaben über den Inhalt des schreiben» vorliegen, und datz man lediglich au» amerikanischer Quelle c'.tpa» über die ÄusfühT-ungen Parker Gilbert» erfahren habe. Danach soll Parker G.lbert zu :<r Schlutzfolgerung gelangen, datz der Stand
der Reich»finan-en d.e durch die Btsol- dungsreferm. da» Arieg-schädenfch«utzgcsetz unb das Reich-schulgesetz sich ergebende dauernde Belastung nicht vertrage. Die dadurch bebingie Erh chung der Reichstuogaben in den kommenden Statsj.rhren mit ihren vollen Reparationszahlungen würben Steuererhöhungen und vieLe cht auch eine Def ährdung der Dawessichcrungen bedingen. Wie die Blätter weiter erklären, lyanbdt e» sich nicht um einen formellen Protest Parier Gilbert», zu dem er nur bei Bor!legen eine» Defizit» berechtigt wäre. Die ,®crmnma“ erklärt, datz man sich dem Schritt tx» Reparal chnsagenten gegenüber am besten 'o verhallen werde, tute e» einem Dertvauensverhältni» zwischen Gläubiger und Schuldner förderlich fei.
Die „Deutsche Allgemeine Zeitung' schreibt^ „6* ist gewitz nicht» dagegen einjnroenbcn. wenn der }icparalion»agcnt die Reich»re^lerung um Infor «Nationen ju seiner eigenen Orientierung bittet, und e» soll ihm auch nicht verdacht werden, wenn er Bedenken, die er hat, mitteilt. Durch die Deräfsentlichung eine» derartigen Schritte» aber erhält sie den Charakter einer Einmischung in öle innerdeutschen Angelegenheiten. und eine solche mutz entschieden zurück- gewiesen werden. JaU» der Agent tatsächlich mit diesen Veröffentlichungen im Zusammenhang stehen sollte, so möge er sich gesagt sein lasten, datz dadurch die Bcrücfrid)figunn auch sachlich vielleicht sehr berechtigter Anregungen und Bedenken politisch e r - schwer! worden sei. 6» ist also vorläufig nicht zu ersehen, ao» welchem Grunde öerr Gilbert sichden stopf de» deutschen Belchsfinanzmini- fier» zerbreche; solange er seine Reparaston»zah
lang pünktlich erhalte, habe et dazu keinen Anlatz und kein Recht.
3m übrigen sagt das Blatt, in politiidxn streite» betone man die Rotwenbigkett. die Beleihung»- vorlaae 'owohl hinsichtlich her Deckung-lrage. wje hinscchtlich be» LuSmatzc» her Crbeb-ng grü,Glich zu prüfen Die Reform an stch ’et 'elbstverständlich nicht gefährdet. Der ..Börlcn- kurier meint, man setze keinen Ansatz dafür, datz die Regierung einen löschen Schritt de» Reparattonsagenten verschwetgen mühte, ba er ihr tm Grunde genommen, nur eine Rückendeckung gegen bte allzu hohen Forderungen Bayerns und gegen die notwendigen Abstriche an der Besolbmza-ordnung bieten würde Rach der ..Täglichen Rundschau" handelt es sich bei dem Schreiben nur um einen Borbericht im Stil her Iletzersichten. die her Reparationsagent vierteljährlich erfcheinen lätzt Der Dvrf'ericht nehme Bezug aus die Beamtenbesolduna-erho- liung unb werde wohl Gegenstand einer Besprechung zwischen dem Retchsfinanzmintster und dem Reparationsagenten fein. Öl* ’et vollkommen unzutreffend, wenn man in vieler Ber-
agenlen spreche. In diese Interna könne fich der Reparationsagent selbstverständlich nicht ein- mischen. Dagegen gehöre es zu seiner Ausgabe, die Entwicklung der Reichssinanzen zu beobachten. Immerhin werde man sich im Hauptausfchutz der Pflicht bemüht lein müssen, die Deckungsfragen den ernstesten Erwägungen zu unterziehen, um alles zu vermeiden, was dem Reiche in einem späteren Stadium Schwierigkeiten machen könnte.
Schiedsspmch im Vmunkohlenbergbau.
Die Aussichten aus Beilegung des Aergarbeiterstreiks.
Berlin, 21. Oft (WB.) Zur Beilegung be» Lohnkampfe» im mitteldeutschen Braunkohlenbergbau hat bte Schlichterkammer einen Schiedsspruch gefällt, durch den der tarifliche Durchfchnittölohn der gesamten Belegschaft im Kernrevier vom läge der Wleberaumalpnc der Arbeit ab von 5J0 Warf auf 5,80 Mark erhöht wirb. Die Lohnregelung kann erstmalig zum Zl.Auaust 1928 gekündigt werden Die Parteien haben "|i(h bi» jurr Samstag nachmittag 4 Ahr über die Annahme des - chiedsspruches zu erklären, lieber die Wiederaufnahme der Arbeit unb die WicbercinffeUunq der Arbeiter haben die Parteien vor der Schlichterkammer eine Vereinbarung abgeschlossen. 3n der Begründung de» Schied»- fprudKr- hat der Schlichter au »geführt, datz die Taristöhne im mittkldeuttchen Braunkohlenbergbau seit dem 1. Jlooembet 1 926 unverändert geblieben feien während Ile in anderen Bergbaurevieren In der Zwischenzeit eine Steigerung erfahren hätten, datz ferner die Tariflöhne anderer Berufsgruppen im mitteldeutschen Bezirk zum Teil nicht unerheblich über ben bisherigen lariilchreu der Bergarbeiter lägen.
Die ladfParteien selbst haben eine Vereinbarung abgeschlossen, in der es heihl: Die Gewerkschaften ve»pslichlen sich, dahin zu wirken, datz die gelegenttich der von ihnen eingeleiteten Kündigungsaktion ausgesprochenen Kündigungen ;u- rüefgenommen werden. Die ilnmetbung zur Arbeit gilt al» Zurücknahme her fiünb gimg. Matz - regclungen aus Anlatz dieser Kündigungen sinden nicht statt. Die Arbeitgeberverbände verpflichten sich, bti ihren Mitgliedern dahin zu wirken, datz die Arbeiter, die gelegenHid) der stündigungsaktton ordnungsmätzig fünbiqlen oder die Arbrit ohne Kündigung niebrraekat haben, wieder eingcflellf werden, soweit diese Arbeiter spätesten» bi» jum 25. Oktober sich wieder zur Arbeit mriben. Das gleiche gilt für diejenigen Arbeiter, die gelegentlich der ftünbigungsaftion entlasten worden sind. Abzüge für Kontraktorüche dürfen nicht gemacht werden. Sowrit Arbeiterwoh- nungen gekündigt worden sind, werden diese Kündigungen zurück genommen.
Oie Stellung dee Parteien.
Hall«, 21. Oft. (Wolfs) Die Zentralstreck- Leitomfl redxnet damit, datz der im Laufe be» j iyreüag gefällte Schiedsspruch am Sonntag für verbindlich erklärt teerten wird.
I Die vjentralftretriettung wird dazu schon vorher Ctdluna nehmen, und zwar werben die R'I- gestelltengewerkfchaften zu einer in- iormatorischen Besprechung San »t g rüh in Halle zusammentteten Die inahgebcnX' Delegier» tenkonserenz der Ärbei tergewe r1- schäften wird danach um 12 Ufte fuitritnteit Ruch die Stellungnahme ter Arbeitgeber wird voraussichtlich in Halle erfolgen. B n kein begehn13 ter Berhandlungen ter Parteien wird e» abhängen, ob der Schiedsspruch tatsächlich für vezch^ndlich erklärt werden wird
Kommunistische Agitation im Streikgebiet.
H a l l e . 21. Olt. 1DB.) Der Deutsche Braun- I kohlerrinduftneverein Kilt mit. datz von kommunistischer Seite ix rbucht werte, bie Führung te» Streites n die Hand zu bekommen. In Borna habe gestern eine teilte, von mehreren hundert Streikenden besuchte Berg- a r b < i : e r D c r ’ c in ni 1 u n g stattg. f unten n , ter unbekannte Rgi ta toren aufgetreten 'eien und die Streikenden zu verleiten lud/ten. die oenachban n Braunkohlerzgruten. die noch in För- I terung stehen, durch gewalftamen Einbruch zum i Stillstand zu bringen. Dem Eingreifen von 1 Gcwerkschaftsbeamten fei e» jedoch gelingen. diesen gefährlichen Sinslutz auszu- i schalten. Ruch im Ha llefchen Revier mache ich eine kommunistische Tätigkeit bemerkbar. E'.n , kommunistischer Rbgeordneter habe In ter ver- ‘ ^angencn Rächt in Merseburg aufreizende . Reden gehalten Das Ziel ter Äommuniften im ! Hallefchen Bezirk sei msbesvndere darauf gc- I rchtet. d e Streikbewegung auf die 'Betriebe der chemischen Grotz-Industrte. ter Elek- trizitätSindufirie und desTransport- I gewerbes zu übertragen.
und sich fragen, wie es einem Abgeordneten der i DppZiuon mögl ch geweicn ist, eine — wenn viel
leicht auch unrichtige — Berechnung aufjuftdlen. wenn der verantwortliche Wcichsminiftcr nicht in der Lage ist. diese ad absurdum zu führen. Datz diese bei unterer finanziellen Lage doch einfach entsche dende tfragt offenbar überhaupt nicht erörtert wor Den ist, bevor der Keudeviche (Entwurf al» Borlage der 1,'ch5reöierung an das Parlament geleitet wurde, ist leider bezeichnend für die Art. wie bri uns beute regiert wird, möge nun die Wechte oder die Linke gerade am Wuter fein.
Das Zentrum ist diese Äoaliliem mit ter Rechten emgegangen. zu dem ausdrücklichen Zwsck. ein ihm genehme» Schulaefey noch in teekm Reichstag unter allen Hmftünten durch- uiteüden. Zwischen ihm und dem anderen grotzen Partner ter Koalition, ten Deutschnativ- na(en, wird ein (Snttmrrf ausgeftwbelt. von tem man im Voraus weih, datz er in dieser 5-afhmg umnrglich die teS dritten
Kontrayenlen, ter wefentllch fchwächenst Vv l k s-
Partei, finden wird. Richt-testowenjger wird et ter Itesf en trichtert zur Kenntnis gebracht, nachdem man die beiden volkspartetlichen Vertreter im Reichskabinett den önttourf .mit Vorbehalt- har tntier»«<tnen losten. Lind NUN ha: ter padameTttarifche Kampf um dies Gesetz eingesetzt, ohne datz die Reg.errmgSkoa- lition geschlossen hinter ter Vorlage ihrer Regierung stände Zu spät erfenm man, datz es r.chr.ger gewesen wäre, erst einmal innerhalb der Koalition die Meinungen über cm Reichsfchulgeretz zu klären und dann einen Entwurf zur Debatte au stellen, ter ten An- 'ch^uungen aller Koalirionsvartelen wenigstens zrundfätzlich entsprochen hätte Das wäve gewitz nicht unmöglich gewesen bei einer straffen Leerung ter Reiche^eschüfte, wie He bei uns in Teu richt and aäerteng» von jeher zur Seltenheil gehörte.
Blan ^aube nicht, datz es auf der Linken anders 2us^«ht Dährand ter ginAei; Sommer- <wrten hi-ckmrch hat stch t* Otxxifituxi gerüstet
für die grotze Schlacht, die sie nunmehr in ter Zwzlchen'agung tem Kabine:' Ulan liefern wollte Ater je näher bte feindlichen Hecrhaufen gegeneinanterrüder. je zager und ängstltcher wird es ten Oppositionsführern im kampfgeschwellten Buken ange'ichts eines Gegner», ter ohne Leitung schnell aus tem Sattei geboten träte, wollte man es ernstlich darauf ankommen lasten Aber da» wün'cht ja gerate die Linke nicht Sie denkt an die Dahlen, die sie in ter Opposition ganz ander» durchsiihren kann, ”1» an verantwortlicher 2le 3: ?rung6fte<te. So ist dieses VorvegTzehmen ter Wählstimmung, die mehr oder ttxmigcr alle Parteien jetzt schcni b^ertscht für die fachliche Währung mrierer inneren Politik durchaus ungünstig. % aÄ eben nicht, wie es nach autzen hin den Rnschnin haben könnte auf Hieb und Stich, da» wissen sowohl Hererung wie Opposition^ daher kommt tenn auch diese Lauheit in ter Behandlung positifchcr Fragen grundsätzlicher Ratur, deren enfkteitemg nach ter einen ober sicheren Rbch-


