jioj mm oer Dyarrenzett yer oas 'Bestreben gezeigt. aus dem wirtschaftlich ungünstigen hessischen Berg- und Waldland in den toeiten, fruchtbaren Lebensraum am Main und Rhein Vvrzustvßen. Hessen hat in dieser Entwicklung, die durch den Anfall der Grafschaft Katzenelnbogen 1479 begünstigt und gefördert wurde und im 19. Jahrhundert sich auch im ^reußisch-hesfischen Zollvertrag und in der preußisch-hessischen Eisenbahngemeinschaft auswirkte, eine gewisse geschichtliche Mission erfüllt, indem es die Wege vom Süden nach dem Rorden gewiesen hat und die Mainlinie in sich überbrücken muhte. Als Vermittler zwischen dem Rorden und dem Süden hat Hessen in vorderster Reihe mitgeholfen zur Herbeiführung der deutschen Einheit. Den lokalen Geschichtsvereinen erwachsen unter der Losung „Volk und Scholle" neue Detailarbeiten, die im einzelnen die Grundlagen für eine geographisch-historische Landeskunde noch vermehren und damit beitragen werden zur Klärung der vielfach noch problematischen Fragen der landesgeschichtlichen Forschung. D»ro bedeutsame Vortrag fand stärksten Beifall.
Die anregende Tagung fand ihren wirkungsvollen
Abschluß durch eine Führung, die mit der reichen, wohlerhaltenen Vergangenheit Büdingens bekannt machte und noch einmal alles lebendig werden lieh, was die vorausgegangenen Dorträge geboten hatten. Eingehend konnten dank des Entgegenkommens des fürstlichen Hauses das Schloß mit dem gemalten Saal und die Schlohkapelle mit dem spätgotischen Gestühl besichtigt werden. Die Führung ging weiter an der alten Stadtmauer entlang und zu den altertümlichen Bauten der Stadt, um dann ihren Abschluh zu finden mit der Besichtigung der Remigiuskirche in G r o h e n d o r f, der ehemaligen Mutterlirche von Büdingen und zugleich einer der ältesten Kirchen in Hessen, Dr. Lade war ein sachkundiger, anregender Führer.
Wirtschaft.
Von den Schlachtviehmärkten.
An den Schlachtviehmärkten der vorigen Woche zeigten die Auftriebszahlen gegen die Vorwoche bei Großvieh und Kälbern keine nennenswerten Veränderungen. In Schafen haben die Zufuhren noch weiter nachgelassen, von rund 13 000 auf rund 11 500, und1 auch in Schweinen hat sich das Angebot um zirka 4000 Stück vermindert (76 000 gegenüber 80 000 Stück in der Vorwoche), trotzdem sich infolge der kühlen Wetterlage die Rachfrage eher etwas verstärkt hat. Der Umfang des Geschäfts hielt sich im großen und ganzen auf der Höhe der Vorwoche. Immerhin war bei Rindern eine gewisse Belebung festzustellen, zumal sich hier der Export reger beteiligte. Die Preislage hat sich im allgemei- nen nur wenig Und eher leicht nach oben verschoben, vor ccklem für Rinder, bei denen vielfach um 2 bis 3 Pfennig höhere Preise bewilligt wurden. Auch Schweine zogen im Durchschnitt langsam weiter an, Kälber und Schafe behaupteten durchweg ihre letzten Rotierungen. Es wurden in Pfennig per Pfund Lebendgewicht notiert:
Rinder
Kälber
Schafe
Schweine
Berlin
23-64
58-88
36-67
58-67
Bremen
25-58
50-85
35-60
48-63
Breslau
20-63
50-78
25-62
57-70
Ehemnitz
25-65
58-80
40-60
55-66
Dortmund
50-63
50-88
40-54
52-66
Dresden
25-65
60-85
38-68
60-71
Düsseldorf
25-65
50-85
—
55-70
Elberfeld
25-64
55-85
—
52-66
Essen
30-66
50-110
40-57
54-57
Frankfurt M.
30-68
58-81
36-54
54-68
Hamburg
17-61
36-90
20-62
50-64
Hannover
30-62
45-90
30-63
50-65
Husum
20-62
—
41-53
—
Karlsruhe
21-64
58—74
—
56-70
Kassel
25-64
55-75
—
57-66
Kiel
20-54
37-75
36-62
41-61
Köln
25-67
60-120
42-56
52-68
Leipzig
26-66
50-83
40-63
55-65
Magdeburg
21-64
40-88
40-60
50-67
Mannheim
16-63
56-82
42-48
50-68
München
21-68
60-82
—
50-68
Stettin
20-62
32-78
20-58
50-65
Stuttgart
15-66
60-80
—
46-66
Zwickau
20-59
55-75
40-62
58-67
Der de
utsche
Autzenhan
del
im Juli.
Der deutsche Außenhandel weist im Juli 1927 im reinen Warenverkehr einen Einfuhrüber- schuh Don 430 gegen 4 49 Millionen Mark im Vormonat aus. Die Einfuhr hat gegenüber dem Vormonat eine weitere Steigerung erfahren und mit 1277 Millionen Mark gegenüber 1197 im Juni die höchste
Monatsziffer der Rachkriegszeit erreicht. Mehr als vier Fünftel der Zunahme gegenüber dem Vormonat fällt auf Lebens- m.i t t e l, wovon wiederum zwei Fünftel allein auf die infolge der Terminabrechnungen in Erscheinung tretende Zunahme der Einfuhr an Kaffee und Kakao kommen. Die Rohstofseinfuhr ist unverändert geblieben, die von Fertigwaren hat leicht zugenommen. Demgegenüber ist aber die Ausfuhr beträchtlich gestiegen und erreicht mit 847 gegen 748 Millionen Mark im Vormonat nicht nur den bisher höchsten Stand in diesem Jahre; sie liegt auch beträchtlich über der Ziffer vom Juni und des Monatsdurchschnittes von 1925 und 1926 und ist nur in den Monaten März. Oktober und Rovember 1926 teilweise, allerdings beträchtlich, überschritten worden. An der Steigerung sind alle Warengruppen beteiligt, und zwar Rohstoffe und halbfertige Waren mit 26 und Fertigwaren mit 74 Millionen Mark.
Die um rund 20 Millionen Mark verminderte Passivität des deutschen Außeichandels hat in den Kreisen der Börse, die stets über den voraussichtlichen Ausfall der Monatsbilanzen des deutschen Außenhandels gut informiert sind, eine Enttäuschung hervorgerufen. Die Passivität ist gegenüber dem Vormonat nur wenig verändert. Jedoch muh das Ergebnis der Juli-Bilanz des deutschen Außenhandels ganz anders beurteilt werden, weil die Grundlage für die Zusammensetzung der Passivität diesesmal eine ganz andere ist, als in den vorangegangenen beiden Monaten. Die Zunahme der Passivität im Juni war einerseits auf die Steigerung der Einfuhr um 24 Mill. Mk., andererseits auf den Rückgang der Ausfuhr um 85 Mill. Mk. zurückzuführen. Die Ausfuhr als Hauptgrund der Juni-Passivität, die bis zum Mai d. I. nach einer Aufwärtsentwicklung stagnierte, hatte im Monat Juni eine starke Senkung, ca. 10 Prozent, gegenüber dem Monat Mai, erfahren, die zum größten Teil auf Fertigwaren entfiel. Man konnte also damals die bedenkliche Frage aufwerfen, ob diese starke Senkung der Fertigwaren-Ausfuhr infolge mangelnder deutscher Konkurrenzfähigkeit gegenüber den ausländischen Industrien entstanden ist. Diese Frage kann unter der Voraussetzung, daß die Ausfuhr im Juli nicht forciert worden ist, verneint werden. Die Fertigwaren-Ausfuhr im Juli zeigt gegenüber dem Vormonat eine Steigerung um 74,5 Mill. Mk. und hat damit die starke von Mai zum Juni eingetretene Senkung wieder eingeholt. Diese Tatsache ist um so wichtiger, als man in der stark gestiegenen Passivität des deutschen Außenhandels einen Beweis dafür zu sehen glaubte, daß der deutschen Jnland-Konjunktur keine entsprechende Auslaird-Konjunkkur zur Seite stehe. Auch wir haben verschiedentlich als das Problem der nächsten Zukunft die Möglichkeit der Ausdehnung der Jnland-Kvn- junktur auch auf den Export Deutschlands bezeichnet, weil auf diese Weise allein die Jnland-Konjmcktur gesichert werden kann. Unter diesem Gesichtspunkt kommt der Steigerung der Fertigwaren-Ausfuhr eine hohe Bedeutung zu, und man kann nur hoffen, daß es sich nicht um eine einmalige Erscheinung, sondern um den Anfang einer in aufsteigender Linie sich fortsehenden Entwicklung handelt. Denn Deutschland lann die für seine Jnlcrnd-Koir- jimttur notwendigen Rohstoffe und Lebensrnittel nur mit Warenexporten bezahlen, zumal da es erhebliche geldliche Verpflichtungen dem Auslande gegenüber zu erfüllen hat.
Die unveränderte Rohstoff-Einfuhr beweist, daß die günstige Konjunkturlage auch im Monat Juli angehalten hat. Hieraus farm gleichzeitig gefolgert werden, daß der Inlands markt seine hohe Aufnahmefähigkeit beide h a l t e n hat, wofür außerdem die neuerliche Steigerung der Fertigwareneinfuhr spricht. Auch die Fertigwarenausfuhr kann demnach nicht forciert sein. Was nun den Umfang der Einfuhr überhaupt anbelangt, so haben wir wiederholt darauf hingewiesen, daß eine steigende Inlands-Konjunktur auch eine steigende Einfuhr bedingt, so daß bei nicht entsprechender Steigerung der Ausfuhr eine stärkere Passivität der Handelsbilanz die Folge fein muß. Die neuerliche Steigerung im Juli entfällt zu vier Fünftel auf die Lebensmittel, woran Kaffee und Kakao beteiligt sind. Durch die Verzögerung der Ernte infolge der Witterungsverhältnisfe ist natürlich wiederum eine erhebliche Einfuhr von Lebensmitteln notwendig gewesen, zum großen Teil handelt es sich um auf Termin gekaufte Ware. Die Steigerung ist zweifellos nur eine saisonmäßige Erscheinung, und die Passivität des deutschen Außenhandels wäre tatsächlich um den ansehnlichen Betrag von 100 Mill. Mk. Ausfuhrsteigerung zurückgegangen, wenn das Endresultat sich durch die Verspätung der Ernte nicht ungünstig gestaltet hätte. Jedenfalls wird
nach der Ernte ein wesentlicher Rückgang der Cinsuhrzahlen eintreten, und es besteht fraglos die Möglichkeit, daß der deutsche Außenhandel auf Grund der durchaus günstigen Tendenz seiner Juli-Bilanz in eine neue Entwicklung kommt, die die in diesem Jahre bereits 2.4 Milliarden Mark betragende Passivität vermindert. Allerdings wird erst die Bilanz des Außenhandels für August zeigen, ob der Reichswirtschafts- minifter Dr. Curtius mit feiner vielumstrittenen Feststellung recht hat, daß der dauernd große Zug in der. Entwicklung unserer Handelsbilanz bei einigermaßen gleichbleibender Einfuhr die Ausfuhr, insbesondere die Ausfuhr der Fertigwaren, in einem zwar langsamen, aber stetigem Aufstieg zeige.
* Die Großhandelsindexziffer. Die auf den Stichtag des 15. August berechnete Groß- handelsindexziffer des Statistischen Reichsamtes hat sich gegenüber der Vorwoche von 138.0 um 0.2 v. H. auf 137.7 gesenkt. Von den Hauptgruppen gaben hierbei Agrarstoffe um 0,8 v. H. auf 135.9 (137.0), Kolonialwaren um 0,2 v. H. auf 128.4 (128.6), industrielle Rohstoffe und Halbwaren um 0.1 v. H. auf 133.3 (133.5), nach, während die Gruppe der industriellen Fertigwaren eine Steigerung um 0.4 v. H. auf 148.4 (147.8) erfuhr.
* 21 q u i I a , A. - G. für Handels- und Induftrieunternehmungen, Frankfurt a. M. Die Generalversammlung der Aquila- A.-G. für Handels- und Jnduftrieunternehmungen, Frankfurt a. M., genehmigte den bekannten Abschluh mit 6 Prozent Dividende. Der Geschäftsgang der der Gesellschaft angegliederten Unternehmungen sei mengenmäßig nach wie vor sehr zufriedenstellend, doch würden die zu erwartenden Ergebnisse durch gedrückte Preise und allzu große öffentliche Lasten immer noch ungünftia beeinflußt. Bezüglich der ausländischen Unternehmungen hätten sich Aenderungen nicht ergeben.
Frankfurter Börse.
Frankfurt a. M., 22. Aug. Tendenz: schwächer. — Nachdem im Dorbörsenverkehr die Tendenz zumeist gut behauptet war, eröffnete die Börse zum amtlichen Beginn in erneut schwächerer Haltung. Die Außenhandelsbilanz für Juli brachte insofern eine Enttäuschung, .als man in Börsenkreisen mit einem Einfuhrüberschuß von ungefähr 100 Millionen Mark gerechnet hatte. Im übrigen war die Meinung über den Außenhandelsausweis geteilt. Der verhältnismähig leichte Geldmarkt übte keine anregende Wirkung aus, denn die zukünftige Entwicklung wird pessimistisch beurteilt, wenn auch zum Ultimo keine besonderen Schwierigkeiten zu erwarten sein werden. Ob tatsächlich eine Ermäßigung des Reportgeldsatzes vorgenommen werden wird, wird noch nicht als sicher betrachtet. Allgemein wurde größte Zurück- haltu-ng geübt, und das Privatpublikum blieb dem Börsengeschäft weiter fern. Schon minimales Angebot genügte, um die Kurse herabzudrücken. Bei kleinsten Umsätzen erlitten die Mehrzahl der Papiere Kurseinbußen von 1 bis 3 Prozent. I.-G.- Farben waren im Verlaufe stärker angeboten. Deutsche und ausländische Renten vernachlässigt und fast geschäftslos bei abbröckelnden Kursen. Im weiteren Verlaufe blieb die Umsatztätigkeit klein. Das Angebot setzte sich jedoch fort, so daß die Kurse der führenden Werte neue Rückgänge von 1 bis 2,5 Prozent zu verzeichnen hatten. Am Geldmarkt stellte sich Tagesgeld auf 5,5 Prozent. Im Devisenverkehr notierten die Reichsmark gegen Kabel 4,2010, gegen London 20,432, Paris gegen London 124,02, Mailand 89,25, Madrid 28,78.
Berliner Börse.
B e r l i n , 22. Aua. Im Vormittagsoerkohr schien es, als ob sich eine freundlichere Stimmung Bahn brechen wollte, doch wurde der offizielle Beginn durchaus schwach. Kauforders lagen überhaupt nicht vor, da die Spekulation vollkommen Zurückhaltung beobachtete. Die Provinz zeigte sich teilweise als Abgeber am Markte. Die Außenhandelsbilanz konnte keine Wirkung ausüben, da sie ungefähr den am Freitag gehegten (Ermattungen entsprach. Die Hoffnungen, daß sich die nächsten Außenhandelsbilanzen durch die Getreideausfuhr erhöhen könnten, scheinen verfrüht zu fein, da die Ernte durch das anhaltende schlechte Wetter stark im Rückstand geblieben ist und auch die Aussichten betr. den Ausfall der Ernte nicht günstig sind.
Frankfurter Getreidebörse.
Frankfurt a. M.. 22. Aug. Die Stimmung ist äußerst fest. Jnlandsgetreide wird von Mühlen und Händlern gleich stark gesucht; das Angebot ist gering, insbesondere in guten Qualitäten. Die an den Markt kommende Ware wurde sehr schnell ausgenommen. Für Braugerste in besonders guten Qualitäten wurden Preise bis zu 30 Mk. ab Station erzielt. Der Umsatz in Mehl war bei gleichbleibenden Preisen größer als in der letzten Zeit. Futtermittel liegen fest
bei kleinem Geschäft. — Es wurden notiert: Weiten (Wetterauer) 28.50 bis 29, Roggen (inländischer) 23.75, Sommergerste für Brauzwecke 25.50 bis 27, Hafer (inländischer) 22.50 bis 23.50, Hafer (ausländischer) 23.75 bis 25, Mais (gelb) 19.25 bis 19 50, Weizenmehl (inländisches, Spezial 0) 39.75 bis 40.2 j, Roggenmehl 31.50 bis 35, WeizenNeie 13.25 bis 13.50, Roggenkleie 13.50 bis 13.75, Erbsen 40 bis 60, Linsen 40 bis 60, Heu (süddeutsches, gut, trocken) 5.60 bis 6, We:zen- und Roggenstroh, drahtgepreßt, 4.50 bis 5, gebunden 3 bis 3.25, Treber, getrocknet, 16 bis 16.50. Tendenz: Fest.
Frankfurter Schlachtviehmarkt.
Frankfurt a. M., 22. Aug. Auftrieb: 1706 Rinder (darunter 374 Ochsen, 107 Dullen, 736 Kühe, 432 Färsen), 489 Kälber, 92 Schafe. 5751 Schweine. — Rinder (O ch s en): Voll- fleischige, ausgemästet«, höchsten Schlachtwerts (jüngere) 63 bis 66 Mk., (ältere) 58 bis 62, sonstige vollfleischige (jüngere) 54 bis 57, (ältere) 50 bis 53, fleischige 45 bis 49; (Dullen): jüngere, vollfleischige, höchsten Schlachtwerts 56 bis 60, sonstige vollfleischige oder ausgemästete 52 bis 55; (Kühe): jüngere, vollfleischige, höchsten Schlachtwerts 51 bis 55, sonstige vollflci- schige oder ausgemästete 45 bis 50, fleischige 38 bis 44, gering genährte 30 bis 37; (Färsen — Kalbinnen, Jungrinder—): vollfleischige, ausee- mäsiete, höchsten Schlachtwerts 61 bis 65, voll- fleischige 56 bis 60, fleischige 50 bis 55. — Kälber: DesteMRast- und Saugkälber 76 bis 81, mittlere MM- und Saugkälber 70 bis 75, geringe Kälber 57 bis 69. — Schafe: Maßlämmer und jüngere Masthämmel (Weidemast) 50 bis 55. — S chweine: Fettschweine über 300 Pfund Lebendgewicht 65 bis 68, vollfleischige Schweine von etwa 200 bis 300 Pfund Lebendgewicht 65 bis 68, von etwa 160 bis 200 Pfund Lebendgewicht 66 bis 69, fleischige Schweine von etwa 120 bis 160 Pfund Lebendgewicht 60 bis 65, Sauen 55 bis 60 Mk. — Marktverkauf: Rinder ruhig und etwas Ueberstand. Kälber und Schafe ebenfalls ruhig und geräumt. Schweine anfangs lebhaft, später abflauend bei stark 'nachgebenden Preisen.
Büchertisch.
— Brettlfliegen. Roman von Annie von B r a b e n e tz. (Eigenbrödler Verlag, Berlin W, 8.) — Die Erzählung führt hinein in die stickige Lust des Kabarettlebens in einer russischen Provinzstadt zur Zeit des Zarenreiches, und wirft auch grelle Schlaglichter auf die sittliche Verdorbenheit in den obersten russischen GeseÜschafts- schichten jener Zeit. Ergreifende Schilderungen von Frauenschicksalen bilden den Brennpunkt der an stark dramatischen Momenten reichen Handlung, die in ihrer straffen Struktur ungemein wirkungsvoll ist. Dieser Roman ist allerdings keine Lektüre für junge, unfertige Menschen, denen er nur die Sinne 'verwirren würde, aber gereiften Personen ist er als kennzeichnendes Sittenbild aus dem zaristischen Rußland, als erschütterndes Zeugnis menschlicher Verirrungen und ihres furchtbaren Tributs zum Studium zu empfchlen.
Rundfunk-Programm
des Frankfurter Senders.
(Aus der .Radio-Umschau".)
Dienstag. 23. August.
1 5.30 bis 16 Uhr: Die Stunde der Jugend. — 16.30 bis 17.45 Uhr: Konzert des Hausorchesters: Operettenmusik. — 17.45 bis 18.05 Uhr: Die Lesestunde. — 18.15 bis 18.45 Uhr: Heber- tragung von Kassel: „Schloß Waldeck und der Edersee", Vortrag von Rektor Staub anläßlich einer Fahrt für Rundfunkteilnehmer. — 18.45 bis 19.15 Uhr: Funkhochschule: „Die Bedeutung der Vitamine für die Gesundheit", Vortrag von Prof. Dr. Scheer. — 19.15 bis 19.20 Uhr. Wirt- schastsmeldungen. — 19.20 bis 19.45 Uhr: Funkhochschule: „Altdeutsche Tafelmalerei kl", Vortrag von Dr. Oswald Götz. — 19.45 bis 20.15 Uhr: Die Schachstunde. — 20.15 bis 21.15 Uhr: Klassische Arien und Lieder. — 21.15 bis 22.15 Uhr: Verfolgung. Gin Fiebertraum von Dietzenschmidt.
Sprechstunden der Redaktion.
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Frankfurt a M.
Berlin
Frankfurt a.M.
Berlin
Frankfurt a.M.
Berlin
Berlin. 19 August
Geld
Brief
Franzöiische Roten......
Holländische Noten......
italienische Noten......
Norwegische Noten......
Deutsch-Ocsterr., L100 Kronen
Rumänische Noten......
Schwedische Noten......
Schweizer Noten.......
Spanisck»e 'Roten.......
Tschechoslowakische Noten . .
Ungarische Noten . . .
Devisenmarkt Derlm
Telegraphische
16,49
167,81
22,95
108,68
69.11
2.58
112,3?
81,0
79.76
12.421
73,23
—Frankfurt
Auszah
18765 168,49
23,05 109,17
69,35 •2,60
112,83
81.38
70.99
12,483 73,52
a. M.
u n g.
Schluß.
Kurs
l'Uhr- Kur»
Schluß. Kurs
Anfang Kurs
Schlich- Kurs
-Uhr- Kur»
Schluß. Kurs
Anfang Kurs
Schlug» Kurv
l'Uhr. Kur»
Schluh. Kur»
Anfang Kurv
Datum:
19. 8.
22. 8.
19. 8.
22. 8-
Datum:
19. 8. I 22. 8
19.8. | 22. 8.
Datum:
19. 8.
22.8.
19. 8. | 22. 8.
5°/o Dt Reichsanlethe o. 1927 Dt. Anl Ablos Schuld mit
Auelos -Rechten . . .
Desgl. ohne AuSl. s.Rechten 7°/o S-ranlf. Hlw.-Bk. ®o dpf unkündbar bi« 1932 ....
4l/3°/o Rheinische php -Bank Üiqu •QSolbvf ....
81 E & abg BorkriegS-Ob llgationcn, rückzahlbar 1932
4% Schweiz. Bundesb.°Anl. 4% Oesleretchische Goldrte.
4,20"/» Oeslerr ich. Silberrte . 4'7o Oesterreich, cinbetll. Rte 4% Ungarische Goldrte
4°/o Ungarische Etaoier. v 1910 4'///» deögl. von 1913 ...
4°/0 Ungarische Kronenrte . . 4°/j Turk. ^ollanleihe v 1911 4°/yTurk. Bagdadbahn-Anl.
Serie J........
4°/» desgl. Serie 11. ...
4% Rumänen convert. Rte. 4,/s°'o Rumänen Goldaul. .
voll 1913 ........
Alla Deutsche Eisenbahn 4'/. Hamburg-Amerika Paket. . <, Hamb.-Sudam Tampssch. 8 Hansa Dampfschiff ... .6 Norddeutscher Lloyd . . 6
Allg. Deutsche Ereditanst.. lu Barm r Bankverein . 10
Berliner HandelSaesellsch. 12 Commerz- und Privat-Bk. 11 Tarmst. u. Nationalbank. 12 Deutsche Bank ••■•••• Tiskonto-Gesellschaft «nt. 10 Dresdner Bant..... 10
Mitteldeutsche Ereditbank . 9
RetchSbank.......
.'8,13 16
26.75
5,6
24,25
22,75
23,65
14,13
17
14.9
15,75
154
155
148,75 152
251,5 180
:38,25 164 160
169,5 250
147 173
57.5
16
14
14 9
153,25
154,25
177
437
163,25
166,75
172
67,5
57,5
16
26.6
5,3
22.6
24.4
16.13
15.4
89.13
153,75
229
228.5
155
147,5
149,4
261,25
179.5
233.75
164
160
169,5
•250
147.5
172,25
58,2
15 9
24,65
2,3
13,9
16,75
89.5
153,25
230
228
153,75
147.25
149,25
251
178
237
163.75
159.5
167,75
250
146
172
A. E G..........7
Bergmann ........ 8
Elcktr. Lieferungen . . . . Io
Licht und Ärafl......10
Helten <fc Guilleaume .... 6
Gef f. Elck.r Untern . . 10
Hamb. Elektr. Werke ... 10
Rhein. Elektr........8
Schief. Elektr. ...... lo
Schlickert .........7
Siemens & Halske . ... 16
Trane-radio..... 8
Labmever L To..... .9
Buderus...... . . . 0
Deutsche Erdöl........
Essener Steinkohle.....8
Gelsenkirchener . s. I. 1
Harpener . ........8
Hoesch Eisen ..........
Ilse Bergbau ....... .8 Älöcknerwerke .........
Köln-Neuessen .....5'.,
Mannesmann . f. '/, I. 4
Mansiclder..........7
Obcrschles. Elsenb. Bedarf 0
Oberschles. Kokswerke ... 0
Phönix Bergbau f I 3 Rheinische Braunkohlen io Racinnabl.........o
Ricbeck Montan.......6
Bereinigte Stahlw. f. ’/» 9 3
Otavi Minen......1 sh
Äali Aschersleben • . • . . lo KaliWcsteregeln ... 10
Kaliwerk Salzdetfurth 12
I. G Farben-Jndustrie lo
Dynamit Nobel.....0
Scheibcanstalt ....... 8
Goldschmidt ........ .5
Rütgerswerke........ o
Metallgeiellschaft.....10
189
200
208
144,5
172
208 5
296,5
180
115,5
161,5
162,5
108
270
164,5
186,5
135 5
101
19.75
263,5
-11
177
133
182
192
09
219
135,5
100
188
143,5
168.5
208.9
294,5
116.25
161,25
159,5
207
162
184
133
118,5
260,75
<09,5
132.25
192
07.25
*18
136
99,75
188
188,9 200,4
195.5
■ 207
143
260
166,4 171 183
209 25
295,65 135 178
116,5
162.5
171 5
161.5
207.75
183.5
270
165
179,5
187,25
135.25 lÜU
103.65
120,65
263
-10,25
174
133
34
182.5
192
248,5
308
148,5
136,25 101
188,13
200,75 194,25
201,25
141.75
262
166
167.5
181
209
295,25
134,25
182
115.5
161,65
158.5
207
181,5
162,25
176
183
132,75
103
119,13
259
208,5
132
33.5
182
191.5
244,5
307
144,65
196,13
101
Pbllivv Holzmann . . . iz
Heidelberger Cement . . 8
dement Karlstadt......8
Walch & Freitag ...... 10
SchultbelS Pahenhofer. . 15
Ostwerke.........12
Ler. Glanzstoff......13
Bemberg..........s
Zellstoff Waldbof.....12
Zellstoff Aschaffenburg . . 10
Charlottenburger Wasser. 7
Dessauer GaS......8
Daimler Motoren......
Demag........ . 0
Adlerwerke Steuer. . .» . 0
Ludw. Loene . ..... 1c
Rat- Automobil......6
Orenstein & Koppel .... 4
Linke Hofmann . ...» 0
Leonhard Tiev. . . . » , c
Bamaa-Megnin.......
Franks. Maschinen .... 0
Gritzner...... 1
Hehligenstaedt ....... 0
Iunghans ....... f
Lechwerke. ....... 8
Mainkraftwerke ...... 8
Miag ........ 10
Nekarsulmer ........ 8
PeterS Union ....... 8
Gebr. Roeder . ...... 10
Voigt & Haeffner ..... 6
Südd. Zucker.......0
Ban
Berlin, 19 August.
203
148,25
186
170,25
>46
210
0 -- 2 ? » £ _
SS I 1 1 » 1 1 1 1 l L. 1 1 1 1 1 . K 1 ■ Sb. 1 l t 1 S 1 S£
201.75
457.4
435.5
714
571
144.9
153
213
126 25
94,25
118.5
287
123.75
141
152
48 75
79.5
117.13
117.5
137.5
118
119
158 5
144
B
293,5
454
437
713.5
844
151,13
125.4
126
93
287
123.5
142
150,5 ner
Amst.» Ron Buen.-AireS Brss-Antw Christtania Kopenhagen Stockholm . Helsingfors. Italien . . . London. . . Reuyork . . Paris.... Schweiz . . Spanien . . Japan . . . Rio de Jan. Wien in D.- Ctft. abgest. Prag .... Belgrad . . Budapest. . Bulgarien . Lissabon . . Tamtg. . . Konstantin. Athen. . . Canada .
Uruguay. . Cairo . . -
19. August.
22. August.
1
1
1
kn
126
17.75
49,5 76.5
119,5 24.5
116,5
123 128
139 Ui 141 59,75 45,75
oten.
<
Amtliche Geld
168,21
1,791
58,41
108,99
112,47
112,61
10,579
22,89 -0,406 1,1975
16,445
1*0,925
70.97 1,987 .4965
69,14
12,442
7,391 73,40
3,037 -0,70
81,35
2,103
5,494
4,198 4.206
20,93
Notierung Brief
168,55
1,795
58,55
109,21
112,49 112,90
10,599
22,93
20,446
4,2ü75 16,485
61,085
71,11
1,991
0.4985
69,26 12,462
7,405
73,54
3,043
20,74
81,51
2,107
5,606
4,206 4.214
20.97
Amtliche
Geld
168,22 1,792
58.425
109,29
112,45
112,65
10,575
22,88
<0,406 4,197 16,45 ,0,94 70,93 1,989
0.1'272
59,16 12,442
7,391
73,41
3,037
20,715 81,37
2,088 6,514
4.195
4,206
20,935
Notierun,.
1 Brief __
168,56
1.796
58,545
109,51
112,57
112,87
10.JJ5
22,92
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4,205
16,49
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1,993
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£O,7j5
81,53
2,092
6.626
4.203
4.214
20.976
Amerikanische Roten.....
Belgische Noten......
Dänische Noten......
Englische Noten ......
4,182
58,33
112,20
20,385
4.202
58,57
112,66
20,465


