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Verbindung von farbigen Wandbildern im üb- chen 6<fculformßt. mi? leiten für die S)--b des hrers fotoie 3uflenM4>n|te» und Vollsliedem.

Bilder Lchr- and Lieder vere-.n - -. ' ch -u -xm Zweck auSlanDdeulschee Bollstum ar. ha u l i ch zu machen und da- Interesse der Fugend dafür auch von der ©emütdfeüe her ebend-g zu machen. Ich will verbuchen zu zeigen, wie ich mir etwa eine Unterrichtsstunde mit diesen Hilssmikteln denke, z V eine über d e Lochien in Liebenbürgen. Bilder und Hefte hierzu f.nd bereit- erschienen und von der Dresdener Stelle zu belieben.

An der Wand hangt larbig ausg.fuhrt D s Bitt einer öiebenbüraer Kirchenbura Der Lehrer erzählt, wo die Cieoenbürqer Lachsen Herst am- men. und warum sie Sachien heißen weil im Mittelaller noch von der Zeit der großen lachsi- lchen Äatler, der Heinriche und C Honen her im europäischen Osten .Sadje* soviel war w«e Deutsch r" Au- welchen, Teil Deutschlands flammen die Deutschen in Siebenbürgen her? In Ar. 3 der Srldulerungebefte zum .Ausland- Deutschtum im Unterricht finden sich nebenein­ander zwei Äarten (auch einzeln für ein Billiges zu beziehen», von denen bie eine da- Gebiet von der Saar bi- zur Auhr zeigt, die inöece Dagegen Siebenbürgen Auf beiden st?hen eine Menge Hamen. Der Lehrer läßt die Schüler suchen und vergleichen, und sie erstaunen immer mehr, wenn sie finden, wie dieselben Hamen sich hier in Siebenbürgen. Dort in der Gegend von Metz. Luxemburg. Aachen. Koblenz. Bonn,. Ä6ln. Düsseldorf finden. Man kann eS greifen wie Die Leute von Honigberg. von Gießhübel von Lchel- lenberg, von Scheuren, von Diirrbach, von Lan­genthal von Flandersbach vor ZOQ oabren aus- zogen dem Ause de- ÄPnig» von Ungarn fol­gend Der ihnen Aller in Fülle in feinen Gre iz- landen versprach und wie sie nicht nur ihre Karren und ihre Ainder. ihr Saatgut ihre Pflüge .hre Spieße und Aerte mit sich nahmen sondern iud) Die Hainen ihrer Heimat. Wenn Dann nach Monaten Der Wanderung Der Siedlerzug zum letztenmal seine Wagenburg um sich ge­flogen halte wenn Die Leute de- König- Die Ankömmlinge in da- neue Land eingewiefen hatten wenn bie Wehrkirche gebaut und Die Höfe gegründet wurde. Dann waren e- wieder Honigberg und Flandersbach und Groß»cheuren rhet Kleinscheu ren. Die Da entstanden

Warum waren di- Leute Darnal- so bereit- Dillig, in da- ferne Ostland zu ziehen? Weil in hei, westlichen Teilen Deutschland« beim Da­maligen Stande Der Landwirtschaft die Aolk-dichte schon so groß wurde, daß die jüngeren Söhne keine Wirtsch iN-hufe mehr bekamen Wollten sie eige­ne- Land, so mußten sie in Die Ferne Da mal-, um 1200 cntstanD auch da- OftlanDlieD. Ni- von den Auswanderern von der Sch.'lde und vom Biederrhein gelungen wurde

Hart Ooftland Wille an robe.i

Nun wird Der Lehrer Vorschlägen Wir wollen Höven, was für eine Mundart Die Deutschen n Siebenbürgen sprechen

An Witfr.i hadd ün Jti. awwer nei Ständer. Wa- heißt das? Sine Witwe hatte eine Kuh. iber neun Kinder! Wo in Deutschland wird Id gesprochen? Uebernll Dort, wo mofelfrän- kische Mundart herrscht An Der Mosel würde e- heißen

Sn Witifr.. hadd en 5V». awwer nei KenDer So merkwürdig gleich hat sich bei den Aus- ac Wanderten und bei Den Daheimgebliebenen die Sprache entwickelt, und wenn jetzt, nach sieben Jahrhunderten. ihre Rachkominen sich besuchen. Io sind sie gegenseitig verwundert, wenn sie sich in der Mundarl so gut verstehen, al- ob sie Aachbam wären

Gut. nun wollen wir einmal em sicben- dürgisch-sächsische- Bnll-märchen hören! S- heißt: . Der BÜr. her Wolf. Der Fuchs unD der Hase iin Margarelenlag aus dem Marit in Mediasch." Der Lehrer wird noch nicht mit Dem ersten

Der Fürst - des Bösen. 3u Macchiavellis 430. Todestage am 22. Iuni Bon 5>r Anselm Hu« ft.

Soli man es nr.ünM finden, bah heute wo Italien das 400jährige Iubiläum feine» ebenso berühmten wie berüchtigten Renaissancephiloso- vhen begeht, sein Geich ck wieder einmal in Den Händen eines .Duce zwar nicht eine- ..Prin­cipe". aber ganz in teilen Hoile sich Fühlenden zu ruhen fcheinl? (?s ist bemerkenswert, wie manche Landstriche mit ihren volklichen Eigenarten immer wieder auch zu ihren alten ge, eng eben leben Formen zurückstreb n f-i.- nun einmal io möcht man schließen ihrer .Seele" am meisten liegen Hieraus hat besonder- Hippolyte Taine hinge wiesen, wenn er z. B da» Sharakterbild seines Aapolcon fast pbi'holoqild) genau noch zu jenem Itollenischen Zweig der Bonaparte aus Sarzana zurückverfolgt, der sich (so lagt eri gerat*- Im Iahre De4 ,?lotcniinl,d>en Btrfall» (153J- und dee nun folgenden .Zeitalter- der Derweich ichung gewissermaßen rechtzeitig nach Dem unw.rtllchen Sorslca begibt, wo er seine rauben Sitten, fein ilonbotlleretuin" in ganzer Urspninglichkeit durch die Jahrhunderte bewahren ro.riV Diele Art Der Geschichtsbetrachtung hat natürlich einem .Fried­rich II . S,ponent eines Zeitalters Der . Aufllä- rung" und allumfassender 3muinftbetragtung. In seinem .Anti-Maechiavell" (1T39) noch völlig femgelegen. Der im Gegenteil Die über jede 3eit und Berschicdeiil>c:t von Menschen und Ländern erhabene Gültigkeit des Sittengebots auch für D.c Hochgestelltesten zum klaren Maßstab seiner Jtritif erwählte Hingegen war »och einem Friedrich Aletzlche erst vor kurzem wieder echter Macchia - velli-mu- bekanntlich ein höchster Ruhmestitel, ölnnuil zählt er ihn zu den . Höhepunkte,, der Redlichkeit (I), und ein andere- Mal wünscht er sich leibst einmal .ein böse- Luch zu machen, 'ch'.iminer als Macchiavell und Mephisto­pheles" (dies also Die Äateaoriefi. Seine eigentliche Meinung über Macchiavell- .31 Prin­cipe finden wir freilich In feinem .Willen zur Macht . Teii l: .Är.n Philosoph, sagt er dort. .Wird Darüber im Zweifel sein, wa» ter Tnpu> der Vollkommenheit in der Politik ist. nämlich der Macchiavell.-mus." Freilich .ein Macchia- vellt-mu- - pur. ein göttlich transzendenter Der von Menschen nie erreicht, höchstens geftreih wird Da haben wir Rietz sch cs 3Deal er meint ja nicht bloß exn scheinbare - »ontern ein w.rkliche- .3 en feit- von i^ut und 1161c. »mit jedoch unausweichlich wieder ein mehr Instlnktib-fchicksalhafte- Handeln bei allem etwa wie der Natur leibst der man zweifellos als .bloßer Msnlch" auch .teuflischste Grausamkeit' Vorwerken konnte!

Aber nun find wir doch bloße Menschen.

Dritte! der Geschützte fertig sein (in Hrchteut'ch natürlich', fo werden sich alle Finge: in Der Äialk heben Die Bremer Ltadtmuf, kanten.' Wenn fie aber zu Ende ist. so wird man leicht von Den Schülern Die Antwort darauf bekommen warum die 'lebenbürgifche Form des bekannten Ticrkchwanks ursprünglicher ist als die uni ge- läufige. Wer sich an die .feit erinnert, wo er selbst auf Der Schulbank faß. den wird man nicht erst zu überzeugen brauchen, daß jetzt die richt zt Grundlage g schaffen ist. um Da» Unter­en. der AinDer auch weiter beim Siebenbürger Sachlenvolk zu halten,

3um ,Auslanddeullchtum ;m Unterricht ge­hört auch ein firne» Heft .Da- aus landdeutsche Lied". Das bereit- erschienen und vom Reichs- außenmlN'.ster Dr Slrefemonn mit einem Bot- sprach versehen ist. Es enthält 40 Bolle- und Hationallieber Der Auslanddeutschen mit zwei- flimmqem Satz Gleich Da- erste Stück ist das OftfanDlieD mit zwr wunderbaren Melodien Zum Schönsten, wa- es bangt, gehören Dte sieben- bürg'lchcn Lieder Wundervoll ist das markige .Sache halte Wacht!" frür Den Lehrer wird e-

leichi fetn. mit seinem Kollegen vom Gefangö- uPterady zu Berat reden. Daß tr.de Lieder gleich­zeitig in der Gdangstunde geübt werden 5hc Kinder werden ihre helle Freude daran haben'

Wenn da- erreicht ist. dann kann man auch rutz'.g von dem Bande erzählen in dem das Sachtcnpotk wohnt von seiner Ge'ch ch'.c von feinen Städten von leinen Hel De Liest Der Lehrer aus Den Heften ein Stück vor tt e jenen ergreiferiDen Bars Des Mefchenet Pfarrers Ste­phan Ludwig Roth Der 1843 von Den ungarischen Ärrcluticnären in Klausenburg erschollen wurde, an feine zurückblei den Den Kindero wird er es erfahren, wie ,edc» Ohr und jede* Auge bei ihm ist Zuguterletzt kann er Den Kindern noch Adam Müller Guttenbrunn- .Kleinen Schwaben Hand geben bie Ge r chie

eine- 'Banater deutschen Dünger, in S.cbenbürge». Die in Die Jugendbücher Des . Auslanddeutsch- lum* tm Unteracht auf genommen ist Dann kann er kicher sein. Daß von nun an das Deutsch­tum in Siebenbürgen nicht als bloßer Gedächtnis- floM. sondern als ein Stück erlebter Deutscher Bvll-gemeinschaft m Den Kindern bastel

'Der neue Strafgesetzentwurf.

Bon Geh 3ustl-rat Dr W THiitt rmaitt, 3 Professor der Aechte an Der Universität Gießar

I.

deutsche und au-landtjchc Dicjurin.

Dem Reichstag ging Der Entwurf eines All- gemeinen Deutschen Strasgefetzouche- zu. Bor 25 Jahren begann die Arbeit: 1909 kam der erste lastende Borentwur» heraus, dem weitere (Jntttürh 1913, 1919 und 1925 folgten. Seit 1919 beteiligt Nch Deutlch-Oefterreich an Der Arbeit, da es das deutsche Siiafgefetzduch womöglich zu Dein feinen machen will 3n Oesteiieich ist Die Heforrr arbeit an Dem veralteten Strafgesetzbuch schon über 60 3ahrc im Gange Heue 6ntn?fitfe haben Die Schweiz 1918 (Der erste Entwurf von 1393 war Die Grundlage für alle heutigen Ent­würfe' Dänemark 1924 Finnland 1921. die af. 1926 Polen 1922 und mehrere Xandftaaien Italien arbeitet an einem neuen Strafr<d)t, mehreie üdamerikanischc Staaten haben di« Grundgedanken dfr neuen europäischen Gntwüde in neuen Gesetzen angenommen Und überaL gelten gleiche ober ähnliche Grundsätze der Entwicklung. Bei unS haben mehrere Gesetze davon schon einiges vvrausge- iwminen.o daß Dugendgerichtsgesetz und da- Geldstrasengeletz 1923 und die lande-rechtlichen 0trafaufi<bubbeftlmmungni Der Entwurl eine- GtrafvollzugSgcsetze- als wichtigste und notwen­dige Ergänzung de- Sirasgesetzbuche- arbeitet in der gleiche', Aichkung Und es ist allen Sach- tennetn klar daß Gerichl-versassung und fltraf- versaßren gründlich erneuert werden müssen, da­mit das ötrafreitt auch eine gesunde und ge- ftd!>erte Derwir?ltchung finde. MU dem Straf- gefehbud) wird die Arbeit nicht vollendet fein; Denn DuhenDe von wichtigen Hebengesehen harren dann noch der Anpassung AuS altem erkennt man schon die Schwierigkeit der Reform. Aber wann tnirb da- Strafgesetzbuch erscheinen? Welche Derhälinisse bestimmen seine weiter« Entwicklung? Wahrscheinlich in sehr starkem Maße politische den einen Palleten ist Der FoNschriit zu rasch und zu radikal, anderen ist die Sicherpeit de* Einzelnen vor richterlicher Willkür zu wenig ge­währleistet

Um die li'fhtn Grundlagen des Straf­recht- wird man noch lange ft reiten, denn sie gehen auf schwer berechenbare ® rwndei n» ft «Hungen der menschlichen Seele zurück; soll einfach die eine äußerlich erkennbare Tat ohne wesentliche Rücksichi auf die allgemeine Persön­lichkeit dee Täter« vergolten, gebüßt werden? oder soll ein Mensch, der sich als sozial schwach

oder gefährlich Durch eine Tat erwiesen hat. energisch nacherzogen, unter Umständen unschäd­lich gemacht werden' Die Entwicklung und alle Eniwurfe neigen zum Zweiten da Dte alle Ber- &e 11 u n g etwas roh ist und 'cheinbar wenig rfolg Halle Aber gunz wird kaum lemand das Beigeltuna-gesühl los' Der Snlwurf wagk nicht recht Stellung zu nehmen und zeigt deuilichen Kompiomißcharakter. wenn er vom Schuld- und Bergellung-gedanken aus geht, so fucht er doch lreilhin die Perfönlichketl zu beuchten Leine Tenden* ist Nicht klar genug zu erkennen 's »st zu ♦ui<£ten daß die Anwendung eine unkdxrrc wird l>abei überläßt bet önttnurf viele- ber richterlichen Entscheidung schon durch eine gewollte und oft gai nicht zu vermeidende Unfchärfe de- Ausdruckes bei ber Der Aichler feinen sicheren Anhalt ha: und Die oberrichter­liche Aachplüsuna erschwert ist. Auch bei den einzelnen Tatbeständen ist die Hasfung oft sehr toeft um neue Ericheinung-formen der Taten mit zu umfassen dadurch wird aber Der Kid)* : I i u IN z w eiten Gcsezgeber

Bei Dieser Schwierigkeit wirD Der Entwurf kaum jemanDeii voll befriedigen. Aber ob nicht Diele Schwäche heute noch unoermeiDbar ii da wir mitten in Der Umwälzung unlerer Auffas­sungen und mitten in der belferen Erkenntnis bei menschlichen Batur stehen? 3<b glaube e- möctzle aber boch nicht ivarten. bis sich unsere Aiischauungei, geklärt haben, wtr müssen prak­tisch voranarbeiten können, unb Daran hindert uns da« alte Slrastecht während der Entwurs eine brauchbare Grundlage Des Fon- schritte- Darstelll. E- ist unter seiner Herrschaft ebensogut möglich, daß Die alte Vergeltung-- strase fortlebt, die im Entwurf noch durch bie Tobe-strafe für ben Mord voll anerkannt ist. Biele weiden da- wünschen unb praktisch er­streben; für viele ist «- auch baS bequemte, benn ber ^oitkchritt. die Rücksicht auf Die Persönlich­keit forDert eine innere Umstellung aller Beteiligten, neue unD vermehrte Arbeit und vom Staat allei-Ding- anfangs auch Geld! Die Verbesserung Der Strasanstolten. Dte Schasfung Der Pslege- und Verwahranstallen für Gesähr- liehe oder Krank« Der Erziehungsanstalten für (jugendliche, die Einrichtung einer guten Schuh- aufsicht, di« HoitentWicklung der Ausbildung aller Richter die Verbesserung der Polizei die Ein­richtung verbesserter Untersuchung-methoden, das alle- ist nicht umsonst zu haben Doch toirb es heb halb bezahlt machen. Otter noch ein andere*

unb deshalb wiederum würde solche Vetrachtung des Menschen und Schriftstellers Macchiavelli gar nicht am Platze fein, sehen wir de-halb einfach, sine ir.i et studio. wa- an feinem Buche, diesem wahrlich feit 400 Jahren heiß umstrittenen ..Prin­cipe", etwa nod> lebendig fein könnte Für uns Deutsche zunächst bleibt es wunderbar, daß diele- Werk überhaupt einmal auch einem wirklichen Fürsten und praktischen 0taat«manne Macchiaveklis aktive Deltstefiung blieb ja (zum Glück mochte man sagen! bl- ans Ende klein imd ohnmächtig! zu tieffteu eigenen Meditationen über das Wesen wahren Hen-schertum- Anstoß und Anregung gegeben hat 3a. vielleicht ist es interessant, zu erfahren, daß die frühesten, ver­breiteteren französischen und deutschen Au-goben des Macchiavell er ft fett dem Borangang Fried­richs. gleichsam al- seines Editor-, erschienen find (feil l<40 41), her nämlich fein .Anti" In gleich­laufenden Kolumnen neben Dem Text De- ..Prin­cipe" selber Drucken ließ, was Dem ganzen Buch- in kaum Drei 3ahren nicht weniger al- zehn französische und -wei deutsche Auflagen eintrug. Danach fchclnt die Behauptung nicht zu kühn, daß wenigsten- in Deutschland bie erste Be­kanntschaft mit dem Macchiavellischen .Gift" mcisten- gleichzeitia mit dem Friebrichschcn .Gegen- gift gemacht wurde wovon aber die Folgen nur fiute sein koimten. denn der fielet sah h erburd) ogleitn alle Selten der Sache. Ander- mag eil freilich vorher und zumal in ben romanischen Ländern gewesen fein. Da Denn Macchiavellis Ruhm In der Tat noch b - auf Voltaire (in ddfen Ludwig XIV.). unb zumal unter den kleine­ren Prteiitalen und ehrsüchtigen Duodezsürsten staat-chaotischer 3ahrhundeNe. unbestritten war und sicher auch schlimmen Einsluß gehabt haben dürste Aber dies« burchgäng ge Beziehung be- .Prlncipe" auf einen irotz Rena ffanct, oder grabe Ihietwegen? -- noch ganz m tielalierlichen Begrlfs von Fi.hrenum uito Hcrifchberecht.gung da Ma» chiavell Durchaus nut wie e. i damaliger Tage-polik kct et schreibt zwischen 1500 unb 1515. allo zur Zeit Der Ssorza unb Borgia' > jene* höher« Haubrincrtum Italienischer Stadtstaaten und Abel-samilien zu bedenkcii scheint, müßte ja cigentllch fo denk! man wenigstens die glelchzeitiae enabegtei^te Gült.gleit feiner Lehren nämlich Grausamkeit einuxllohgfeit, Furcht- nicht fiiebettxtfuncL ufto.l, sogleich immer haben erkennen la'sen. Aber wenn dem tolrfl.d) Kun- bi gen icner Zeilen schon Ne Widmung an Lo­renzo bi Medici, sowie bas letzte (26.) Kapitel brt Buches ein genügendes Licht auszustccken scheinen. - Direkte Aprstrophe nämlich an bieten Mediceer, jetzt endlich selbst die Gelegenheit zu ergreifen und sich zum Herrn gan» 3taliens zu imichen. (Der des Schmollwinke'.- allzulang über- drüHige Verfasset hofft ebenfalls auf seine Rech­nung tu kommen') fo greift doch andrerseits

Macchiavell auch immer wieder zum Beweis fei­ner Theorien auf die Alten, auf Stadtstaaten Wie Athen. Sparta. Theben oder Syrakus. Des­gleichen auf (Saefar oder Hannibal zurück, und vermag fo natürlich auch gefährlichste Täuschung zu erzeugen. Dies aber lag ja auch gerade im Wesen de« wiedeterwachlen .Humanismus", daß er. gleich als ob noch niemals von einer Revo­lutionierung der Sitten und De- Geiste- Durch Das Shristentum überhaupt Die ReDe gewesen sich mit kühnstem Schwünge von Den Helden All- roms zu Denen Pisas und Florenz immer leicht über ein 3a6rtaufenD hinwegschen zu können meinte! Allerdings und Ne- war steUich erst späteres Dissen. Ursache der größten Umwälzun­gen bi- heute! wie wäre auch Die- nur je möglich gewesen, wenn nicht eben dqs Edtisten- tum selbst zur Zeit. In feiner äußerlich-höchsten Vertretung damals durch Das Papsttum eines Slstu-IV., eines Aleranders VI auS dem Gs- zu fe ner sittlich-tiefsten Siu' herahgefuicken wäre. Das dies« Päpste andrerseits noch weiter mit dem Rimbus göttlicher Weihe zu umgeben, alfo schlau zu benutzen perftanden

So sehr hing und hängt demnach dieser .Principe" mit wahren Ausnahmezuständen unter Menschen und Zeiten selbst zusammen, daß schließ­lich auch ein Friedrich, obwohl gar nkh! zu historischer Betrachtung oder gar Rechtfertigung bereit, zuerst auf diese völlig überwundenen äußeren 'Bedingungen Macchiavelllfcher Perspek­tive hinsulenkm nicht umhin kann, weil der Ver­fasser ofsenbar die GrunNagen größerer Reiche und in sich gefestigter Länder wie Staaten noch überhaupt nicht zu kennen scheine Run. an dieser Stelle denn Macchiavelli h a r fie gekannt mußte sie kennen hätte vielleicht auch schon ein Friedrich stutzig werden, viel'eicht Doch einer. Moment lang zauDern können ob cs wirklich angebracht wäre, höchste- ethi'che- Geschütz aus­zufahren um Da- eigentlich fchr unverhüllt Häßliche. Tückische Grausame Des Renailfance- ilalienere an Den Pranger zu stellen Der H allerdings einem Damaligen Orsini, falls er an die Spitze träte, nur raten wollte läm liche Colonnas, einem Colonna im umgekehrten. Fall natürlich auch sämtliche Orsinis beiwilcn imi di« Ecke zu bringen' So dürfte Denn n.öattcher- weise der Wert Mcfrt .Anistrnbuches . Dte A etzsch« schreibt .die Deutsche Sprache vermag mch«. Da» Tempo Macchiavelli» nachzuahmer Der In feinem .Principe" Ne trockne feine fiuft von Florenz atmen läßt unD nicht umhin kann Ne ernsteste Angelegenheit einem unbändigen allegitffimo vorzu»ragen" möglicherweise auch wo anders liegen etwa auch in solcher Richtung zu suchen fein, wie schon sein großer Zeitgenofie Bacon ondeutete .Wir find Macchtavelst Dank fchuldig weil er uns off«« und ohne Umfchweife getagt hat. wie dte Menschen gewöhn­

lst nötig, um D:t ©ek.«^onc zur Tat werden zu Iahen Die tätige Mitwirkung Des ganzen Bolles, fein freihändige» Entgegen- ;or. un Strafgericht und in der .xünorge- längt eil. Das Slrafge'cruch ist nur eines Der M :el zur BekLmp fu-.q des Verbrechens Aller­dings mjf» es al Mtttelstück dos großen System» der Verbreche ns bekämpf ung durch Staat und Ge» lellfchc-f». b:e<er Aufgabe Ne Richtung weifen. Denn liegt die Bedeutung eines neuen Girat» ge'enbuches

DieBefricöungöesShüenSjeans

Bor Dr W Brunner. Berlin

Die soeben in Genf begonnene See » adrustungs konteren z b.< kch nach der abaekehnien Teilnahme Frankreichs unb 3tal*.eH auf Ne Bereinigten Staaten. Eng­land und Japan beschränkt, bezweckt die Wahrung bei Friedens im St ilen Ozean

Die Washingtoner Konferenz von 1921 22. Derer. Qhnbcrufur.g die Furcht der bei­der. angeNächfitchen Mächte Wegen De« Bor- Dringen» Der 3 apaner m Alien und ihre unbequeme Rachbartchatt für Australien Diktiert hatte verfolge zwar schon bas qle.chc Ziel, tonnte aber nur e ne augenblicklich« En Span­nung schaffen We erinnerlich, wurde Damals Das Floktenbauprogromm bcrklben bre. Staaten aut 5:5 3 festgesetzt bezog ' ch aber weder auf alk Sch ft-klapen noch cul d.c Gesamttvni ag« Trotz Der geringeren Schift-,ahl Der lavanischen Fiottc trat infolge deren Zufam neii'esung ihre Xlebertegrnheit über die aincritanisch« *i)»r auf der Konfcrenu hervor Unb bie Bestimmungen De- Dr« mächleabkommen- das England und Amerita die Anlegung von Flovcnstützpuntieii unb Befestigungen in Hongtvng auf Den Philip­pinen Guam, .^ormofa ben Peskadvren- fiiutiu- und Bon:n-3nfdn. auf ben Kurilen unb Aleute« unterfaatc aber bte bereits ferttggestellten An­lagen Der Japaner au» e n.gen Meter 3itf«l- gruppen unberücksichtigt ließ machte bide gegenüber ben Amerikanern allein und zu un- beschrankten Herren Der ostafiatifchen QkWäller. England dem von ben Bereinigten Staaten Der Schutz der 3nM Guam und der Philippinen übertragen worden war batte nur erregt, daß Singapvre unb Australien außerhalb ber von dem Abkommen gezogenen Sverrzone bfieb F c Washingtoner Konferenz, bie »ich zu einem j a - pantschen Erfolge gestaltet aber Dte angel- sächf tche Zufammenarveil gezeial hatte, bestimmte 3apan Annäherung an Ebina zu suchen unb ba- im gleichen 3ahr abgelaufene Win Dm 1 mit England nicht wieder zu erneuern

Da- große lapanilche Erdbeben vom 3 ah re 1923 beeinträchtigte zwar Die starke Stellung 3apang zur See. aber Die WieDoraufnabme feiner Bez.ebiii gen zu Rußland nach Regelung ber Sachalinfrage schafften einen Äu-alcich zu Oanb. Die Sorge um feine Zukunft in Oftalier war e- weiche England auf ber britischen Rerchslonterenz im Sommer 1923 veranlaßte ben schon auf- gsiebenen Plan der Befestiaung Sinaa- pores Wieder bervorzubolen Der Ausbau die­ses Wichtigen hinterinMIchen Häsens zu einem erstrangigen Flottenstützpunkt richtete sich habet einseitig gegen 3apan Unb da da» eng­lische Verhalten, wenn auch nicht ber Sich«, aber boch dem Geiste nach, gegen Die Be'fm- mungen fron Washington i^erstieh. Io muhte es -u einer Verschärfung ber Gegensätze im Süllen Ozean führen Di« Folge war Denn auch ein W e 11 ft « n ber intereffierlen Macht«, bas fich allerdings im Lahmen des Dreierabkom­mens bewegen muhte und sich daher nur a u s Kreuzerunbrauchboot« erstrecken durfte

3apan hat erreicht baß sich seine Flotte seit 1921 um 60 Unterseeboot« vermehrt hat. von benen acht tm getauchten Zustande eine Walferverbrängung von 2000 Tonnen unb einen Alttvnlrabiu» von 20 000 Kilometer haben, d h.

lich handeln, und nicht wie sle handeln foU 3n der Tat aber Deutet auch »elbft letn härtester und unbarmherzigster Ärilifei eben Friedrich der Groß«, einmal an. daß nicht tnenige d«r Meinung seien der .Principe ftdl< zuletzt eine Satire aus das meiste Treiben der Fürsten vor Augen, dagegen kann er ihm denn mit Recht Vorhalten daß Macchiavelli nicht einmal die ersten Grundlagen und Ursachen Die .quid jun»?-.Frag« jeD«- Herrfcherverhälfnisle- imKr- sucht habe

2 ber «i n Haupt verdienst. Das auch ,Friedrich rühmt: daß sich liämltch m Macchiavelli Aum erstenmal seit Dante miedet da- weltliche Italien aus feine nationalen Rechte gegenüber den An­sprüchen de- Papsttums und bet Kirche bdonnan habe, bleibt Dem Buche unD seinem Verfasser, unb sichen ihm jedenfalls Dir Verehrung seiner LaiiD-leute Wie hätte sich nicht gar ein Mac- chiavelli seinerzeit nut vollem Recht Darauf berufen können, haft seine Ethik ja Durchaus mir Dieselbe Des Damaligen Vatikans mithin auch höchste kirchliche Billigung genieße? Er hat es nicht getan, aber mit vollem Recht Dudle er fie Darm auch einem Volke darbieten Das leibß noch lücht Die geringste Luft zeigte sich ihr gegenüber solche Ungeheuer wie em Ware 'Borgia es legierten, sondern ihm noch sanatisch zuiubelten. als er sein bloßes Werkzeug den Statthalter b Orte, ostentativ hinmctzeln ließ nur um trei/r# unb scige o-n s i ch dem « : g « nllichen Schuldigen unb Milletäter adzule.ckew

Run. von ber ®rurdart Dirfei ganzen 2U- nalssancetypen stach natürlich auch ein Macchia» Dellt sicher nicht allzusehr ab. rüden »einen übrigen Schritten, einer .Geschichte von Florenz" 11525t und dem .ficken des 6altru«io Öaltra- cani von Lucca" (1519) gewähn uns auch ein noch erhaltener Brid an den Florentiner Ge­sandten Betton ! 1513, Einblick in sein mehr privates Geben und Wesen. Wir »eben einen ver­grämten und verdittenen Menschen, ber »ich aus 'einem kleinen Landsitz an ber Straße von Florenz nach Rom vor unbefriedigtem Ehrgeiz verzehrt, der sogar mit Mühe eines politischen Berbochles Wegen soeben dem Gc»ängnis unb Der Tortur entronnen ist Reichlich unsen.l-r.ci tal beaufklch- ligf ft Du Holzhauer daß Ile ja mchl Uicrw. Irgt »clbst in aller Früh« Leimrute» für die Kram.-cisvögel. unb zankt sich in ber Dvefwid- 'chsll »rni Nachmittag bei Wein unb Karten mit ber. Bauern Aber abends bann unb hier beicht allerdings der von Rietz'che betonte artt- Allche Zug auch tn Der äußeren Geste hindurch eh« er Dir .altertümlichen Halten et meint: 'eine Blbllothek mtt Den alten Älal' frm. betritt, vertauscht er Dl« Bauern Hei Dung mit Festtags- gcttänDem. zum Symbol für he nur hier gesuchte und Wiederzusindende Harmonie seines veihrs.