|,e tonnen, ohne 'Btennftoll au ne.)nun. »weimci Sen et'.Uen O»ean von bet japanischen »ur ame- ritantk&en Müfte durchqueren? D'rie erft tür-i-i) betannt gewordenen Totlochen Haden vor allem ■_n den Bereinigten Staaten gewaltige« und berechtigtes Aussehen erreg, Denn d.e ja- panischen U-Boote Und nun nicht allem in der Lage die auf Hawat Stöhlen nehmenden omen- lamischen C4).|fe und auch du westamerikamlche Küste zu bedrohen sondern auch die Ausfahrt der A t 1 a n t i t s 1 ot t e au« dem Panama-Kanal zu erschweren oder zu Der- lindern: die freundschaftlichen Beziehungen iw.- chen Japan und Meriko unterstützen .n diesem Zusammenhänge die Bedenken der Umenloner Sine weitere Schwierigkeit ergib« hd) für sie „ich daraus daß. wie sich heraudgestell» ha« Sie 33 Meter breiten Schleusen de« Panama- Kanäle- den 35 Meier dreien gröstten Schlacht- 'chtssen die Durchfahrt durch diesen nicht ge- hatten
Um sich au« dieser fchw er.gen tage zu retten. Haden die Amerikaner »nx Maßregeln ergriffen. Einmal ihr Borgehen gegen R t - aragua mit dem Ziel, unter Benutzung des 160 km langen Bicaroguosee» und de« Rio San .luan-StromeS den Äicaraguakana! zu xiuen. wo» trod dessen Länge von 273 Kilo- neter nur e ne Streike von 44.5 ÄLc1 neter au qroden erfordern würde sodann die von Eoo- tbge einderusene Seeabrüstung-tonfe- een«, die ihnen eine Atempause gewahren loli
3« ist lein Zufall dast diese Konferenz nut )ein Ende der Genfer Ratstagung zusammen- gefallen ist. die ganz im Zeichen des englisch- russischen Konflikte- stand und aus -er England lernen diplomatischen Aufmarsch gegen Rußland volfendet Haden dürste, wichtig ft die Fehtirilu.ig dast auch der japanische Dele- g.erte «ich an den Besprechungen der Auste"- mmister in Genf beteiligt hat Die legier. Ereig- affe in Austland haben England m der "3klhneinung etn starke- moral fche« Uedergewicht '-erfchafft da« auch Japan nicht überleben kann Jine im englischen Sinne erfolgende Schwenkung derPolittk Japan-, um die Ruhen uch im fernen Osten zu blockieren dürste bei ber Einstellung de« neuen japanischen Kabinett- T a- nela, die schon in itbaw bemerkbar ist. nicht nmoahrscheinlich fein. Sicher ist aber, dast eine apanische Unterstützung England» nur gegen erhebliche 3 u g e ft ä n b n i f 1 e zu erlangen lein würde, die sich auf der Seeabrüstung--Koii' serenz beinertbar machen und die Stellung 3a- pan« im Stillen Ozean erneut fefliaen werden Der Au-gang dieser Konferenz welche die Lage m Fernen Osten entscheidend beeinflussen wird. ,mch daher besonder- beachtet werden.
Bertchttiche Psychologie und Psychiatrie.
Am Sam-tag. 18 3unl. fand die 2 4 Xa - jung der Bereinigung für geri cht - i che Psychologie und Psychiatrie in Hessen in der UniversitLt--BervenNinit In Ziesten statt E« waren ea. 60 Teilnehmer. 3uriften und Aerzte. aus ganz Hessen erschienen, darunter Deneralstaat-anwall Hofmann und die Ministerialräte Dr. von Siss au- dem Justizministerium und Dr Schrohe von der Abteilung für öffentliche Gesundheitspflege aus Darmstadt ferner viele praktische 3uri(ten. darunter auch einige Rechtsanwälte. sowie viele Kreisärzte
Geheimrat Hl i 11 e r m a i e t begrubtc die Bersammluna und entwickelte da- Programm für bie Nächsten Sitzungen. Daraus wurde zuerst die morphologische Richtung in der Psychiatrie non den Referenten Pros Dr. Kretschmer au- Marburg und Pros. Dr Sommer an» Diesten behandelt Ersterer erläuterte befonbert die Beziehungen von Körperbau und Lharakter im Anschlust an die von ihm ausgestellten Typen. Er erläuterte an Krankheit-sötten aus dem Bestand der Rervenklintk bie pyknischen, asthenischen und athletischen Formen mit Bezug auf die relative Häufigkeit der dabei vorlommenden Störungen. Prof Sommer stellte besonder- die Beziehungen von Gehirn und Schädel vom geschichtlichen Standpunkt bi- zur Gegenwart dar und erläuterte durch Bilder au- den Sammlungen der Klinik die morphologisch abnormen Gruppen der Hydro,zevbaiischen. de» Kretinismus und bee Sunuchoidi-mu-. zeigte sodann, wie man bei der
Lenachtung der .^chädeloaonr.ttuien von einer statistischer Scftheltung zur pathogen rtil chen Er k'.ärung Mimmter Srfcheinu:.g.^ ae fangen lann Beide Borträge wurden mit grrnec: 3rueteflc und Beifell ausgenommen Da« gle.chc gilt für bte Dcmor.itrauonen, die Dr. Jacobi. Attistenz- arz: an der G.ebener Tlctvenflnut über die Blut- gennnbarfr.t belonber* in gerichtlicher Beziehung gab. Jnb für den Bort rag den B!.-d z-.nll- rat Dr Schaefer In Butzbach im Anschluß an ber 2. Kongreß für Pfychot^.lapic m Bad- Rauhein. über btt Lage der P'nchotherapa in den Gefangenenanstalten hell Letzterer nahm hierbei auf den Kongreß in Lauhe.m und aut eine 3eda moilung in Augsburg bei der
da» G<fangntswrien besonder» in Bavern be- handell worden ist.
Der Borstand der itch au- 'uhrenden P.r- fönlichkeiten au« allen bre Provinzen Hellen» »u'amtnenkr: hat durch da» Programm dieser Tagung wieder betnu’er bah er die neu aut- : suchenden .träger, im Strairech! unb feinen Grenzgebieten m sehr zwedmäßi.cr Deiie |itr Behandlung bringt Eine noch größevc Beteiligung an der Bereinigung, besonder» auch au« Den Kreisen der praktifch-n Juristen Richter und Accht-anwälle' ist daher lehr zu wünschen für Pros Dr Groh Hai Privatdozem Dr G Eister in Eitstcn Euricuftrahe 18. die Stelle de» Schriftführer» ubernommrr Sul- i.ahinear.trage können an den Genannten gerichtet werken
Oberhessen.
X'aiitlreie Gießen
00 Klein-Linden, 21. 3unt, Au» öer <H f • !ii e i ii b e r a t » f i b u n a vom Montagabend ist al» deine rtenswerl zu berichten Hebei die Erhebung etnei örtUchen Biersteuer, die im dUgcnwmen keine freunde fand wurde vorerst ein Beschluß noch nicht gelabt Es fall Zunächst der örtliche Berbiauch an Bier kftgeftelli werden um einen Ueberblid über die Höhe de» Steuerertrag- zu gewinnen Die Feldbercini- aung-gesellschaft Älein-ßinben hatte bei der Gemeinde Den Antrag gestellt, bie Bürgschaft für einen bei der Siebener Bezirk-spar- kafse eröffneten Kredit zu übernehmen Dir Gemeindevertretung lehnte diele- Ersuchen ab und will auch folange auf ihrem ablehnenden Be- 'chluß beharren bi» die Feldwege durch die .^eldbereinigung»gefellfchaft in einen annchni- baien Zustand verletzt worden sind Die Be- schlußsassung übei die Verwendung von I 0 Prozent Sonder st euer au- den Rech- nunflijübien 1924 und 1925 wurde vertagt Da» Hochbauamt Sieben hotte Kostenvoianschläge über Erneuerungsardeilen rn der Ri iche und den beiden Schulhäusern ausgestellt Die aui Genehmigung vorgelegten Voranschläge sollen vorerst von einer Kommission nachgeprust werden, um alsdann erneut zur Beratung vorgelegt zu werden Zur Verschönerung der Friedhos»anlagen und um dem Ruhebedürsni- vieler älterer <yrieb- hosSbesucher entgegenzukommen. war ein Antrag etngebrach! worden, ähnlich wie an anderen Orten auch hier einige Ruhebänke aus dem Fitedhos ouszustellen. Bedauerlicherweise wurde dieser Antrag abgelehnt, obwohl mit etwa 100 Mark die Kosten gedeckt toorten wären
£ IBicfed. 22. 3uni. 3w Brauns chen Saale hielt gestern abend der Obst- und Gartenbauverein Dieseck seine erste ösfentliche Versammlung ab. In der llniversität-- gartenbauinspefwr a. D. Aehnelt -Gicheii über allgemeine .yraften im Obst- und Gartenbau sprach. Borher wie« bei Borsitzende Lehrer Petri aus die wirtschaslliche Bedeutung rationellster Au-nuhung jede- Fleckchen Boden- hin. In zahlreichen Lichtbildern xetgte der Vortragende die für unsere klimatischen und Bodenverhältnisse empfehlenswertesten Obst-, und Bee- renforten in jedem Kalle die guten und weniger guten Eigenschaften derselben erläuternd. Die zahlreichen Schädlinge und Krankheiten aller Obftarten und deren zweckmäßigste Bekämpfung wurden fen aufmerffamen Zuhörern ebenfalls im Lichtbild vorgeführt Die im Obstbau fehr oft vemachläffigte und dop fo außerordenttich wichtige 5>fingunq wurde besonder- hervorge- hoben. An h.n äußerst lehrreichen Von rag schloß sich eine lebhafte Au-Iprache. in der vom Vortragenden, unterstützt von dem ebenfalls an»
KcXaXa uoditethte de» Gie^ner Obti- und Senenbauremn« Lehrer B« der ein< grobe Re Kragen deanrwori.' wurde She r.ut diesem Vortrag begönne., c Lehr- und Aus klar u.ig»- tätigkei! 'oll •n «geimästigen Zwischenpaufei fongesetzt werden. Der Besuch d.v Abend» hätte in Anbei rachk der B^.chtigkeit Dee Dd?mae em r^^erer fein könne Ne drängend. Arbeit in TcU> und 2bte4c mag »der o*dM manchen ab- gehalten babm.
- Kodgen 21 3um 3n diesem Lamin.i ivei brr. e» \id^av . 3an<e. hast die biriuw Wifin- l;nöfr|ikul. gebaut mürber, nt t!» betirh. bic zur ürinnermg Daran eine Reine Kestkich fru zu ixa.b.. »i«u c> 1 abu orr chodrn uvrber bie ein neue: Pfarrer ernannt unb t rr em- S-P»arn ist.
L ch 21. 3uui Am Ssnntag betrieb in Darmstadt nach langem fchwerem Leiden der Oberiandwtrtfchallsra: Dr. Heinrich Man Der Verstorben.- bet vor dem Kriege fchon lange 3ahre in hefsifchen Diensten gest anbei hatte, war Der. :919 bt» 1924 Direktor de» Hci'.fchen llandwirifchast-amie» Lich «Landw. £ 4)ui .* und hatte 'ich t .)r.nd bu'.r Zeit durch fe.n 1 eben»- würtige» hill-de reite» B>efei in reichst cm Maste da» Vertrauet, der landwirtschastllchen Bevölkerung erworben Mit grdstlem Bebaue: . ^ah mur ibn daher au* feinem htefigc M.rkui g»lreile scheiden <il» er im Jahre 1924 al» Referent in dir A. ilung lur Ernährung nd Landw N- td>afi des Ministerium» für Arbeit unb 'Äirt- ichas! berufen wurde 21 jd> Dort fetzte er sich mit grober Um(idN and sclvstlofer Hingabe für die Be.ange der Lanbwirischafi eit Leiber war c« ihm nur noch kurze Zen vergönnt, fe in unv fassende Sachkenntni» und reiche Erfahrung zum Wohle der Gesamtheit in den Dienst der Landwirtschaft zu stellen Ein.' h.iintuckifch« Krankheit ermcgl-chlo ihm in letzter Zeit d.e Ausübung feine» Berufe- nur unter grober Selbstüberwindung Sein Dod bedeutet für bic hcsfifche Landwirtschaft einen schweren Ierlust All. die hm im Leden näh er getreten sind, werken seiner stet» in Anerkemiung und Danlbarkeit gedenken
D Ltch. 21 Juni Der hiesige doi einigen 3<ihr.i gegründete Ardeilergesangver- em .Einigkeit" begeht am 2. 3. und 4. 3ult da» .Seh seiner Zohnenweihe. Al» -Sest- platz ist die .Osterwicse" am vchiostgartcnweg auseriehen Der Verein dessen erster Borittzei»- Zk-r Strastenwart Kart D rechsler .st hat unter der Leitung seine» rührigen Dirigenten de» Sortier» -Tenor von Garbente-ch schon oft in der Oeffentlichkeii Proben feine» guien Können» abgelegt
JRrcie Aricddcrg
• Krtedberg. 21. 3uni Die Stabt- verordnete nverfammlung genehmigte in ihrer gestrigen Sitzung mit allen gegen eine Stimme den stöbt ifchen Hau-Haltsvor- a nf chlag für 1927 28. der in der Betriebs- und VermögenSvechnung insgesamt mit 1 958 956 Mk abschlliPt. Der durch Umlagen zu deckende Fehlbetrag bezifsert sich auf rund 68 000 Mt
Z Butzbach, 21. Juni. Die Werbewoche de» Verein» f ü r da» Deutschtum > m A u »l a n b e erbrachte hier bic schöne Summe von KW Mark
Ärcio Büdingen.
Ober-Wider »heim 21. 3uni Die starke Aachs rage nach Kleinpsl^sterfteinen und Basaltschotter zwingt das Basaliwcrk Lupp unb la täglich in »wel SchichtSn arbeiten zu lassen. Gleichzeitig wurden wieder zwöls Arbeiter eingestellt, so dast es hier, wie auch m den Bachbardörseni keineSrwcrbsloscn mehr gibt.
Kreis Alsfeld.
ö" Dannenrod. 21. Juni Nachdem der ge-
- im< Schieststand be» Kriege« und Gchützenv ereine Dannenrod aur der Tonnenplatte in den letzten Tagen durch Bcton cinbati in den 2Injeigcr|tanb hergerichtet worben war, hielt erster Verein am Sonntag fein Preis- schiesten ab, bas trotz der kalten Witterung recht gut auch von auswärts besucht war. Mit den Wehr- mannsbüchlen rourbc recht statt geschossen. Die is besten Schützen erhielten Preise in Haushaltung» gegenständen und landwirtschaulicheu Geräten, tf» schassen :t5 ‘.Hinge i)d). Schmitt, hier: 34 Ringe ltzcarg Schl- Appenrod, Constantin Koch Rie> berflem. Wilhelm Klein Riedcr-O'leibcn, Wilhelm Ä ü st c r - hier, Wilhelm Graulich- hier.
De[Hlflnii,öe[öie5tflö(Dltinöetle
Roman von Sven Elve st ob.
Copyright bei Georg Müller, München.
13 Fortsetzung Nochbrud verboten.
,3ch hasse, dast da» nicht so weitergehf, war b<e unwillige Antwort bee Chef» ,3d) kann mlch Darein finben, seiber bestohlen zu werden, denn ich bin ja ein Beamter, ber sich nicht mit den Einzelheiten Der Nachforschung be»afU; aber es erscheint mir un« .icimlich. wenn der beste Detektiv zunächst nicht verhindern kann, bafl eine Gc^eUichast, bei Der er anwesend ist. der Reihe nach bestohlen und bann jelber mitten auf der Stoaste beraubt wird. Ja. was halten Sie denn |db|t davon?"
„(Sine höchst merkwürdige Geichtcht«'. murmeik 8r«fl.
Der Poltzcichej ging ungeduidtg aus unb ab: „Es •cht mich in Erstaunen, dost Sie bat Gaihz« so leicht letzmen."
Krag unterbrüdte ein Gähnen ,3ch bin tcujoch- ich schläfrig Mehrarbeit ermüdet mich immer."
Dann follkn Sie nach Hause gehen unb sich zu Bett hegen. Von morgen früh an bür,en wir gegen- i?er diesen Räubern nicht langer im Ointertrenen 'leiden. Wir flohen dem Skandal bedenklich nahe. Vergeben noch 24 Stunden ohne dast wir Mit ihnen ♦crtlg werden, so können wir sicher sein, dast die Zei ainaen Wind von der Sache frwgcn. Und dann wird das ganze Land auflachen. Das nnrb em Jubel ohne Ende werden!
Krag nickte.
„Unzwcifeldast'. murmeüe er. „Ader ich gkutbe, .mkre edlen Gegner haben Lleichsall» ollen Grund, sich ein ax'rvc; i qtütt haben fu wirklich
einen anstrengenden Tag gehabt Und morgen gibt'« einen noch anstrengenderen Vormittag iür sie. Sie erinnern sich: sie wollen uns um drei Uhr rm Hotel (kontinental treffen."
„Ich glaube nicht, dost aus dieser Zuiammenkunst etwas narb."
„Darum nicht?"
wÜßcrt ich nicht glaube, dost die geehrten Herren sich einfinDen werden."
,3<h glaub« e» eavidertc Krag.
Der Polizeiches segte sich an den Schreibtisch, um einige Papiere zu oebnen; in feiner (Erregung flistete er averding» nur Unordnung.
„Do» merkwürdigste ist doch," sagte er. Hast diese Menschen untere ©pur versolgen können. Wir müssen von Spionen umgeben (ein."
.Unzweifelhaft", behängte (frag. „Und die Spione sind oustcrordemlich tüchtig. Die beiden Be- trunfenen aus Dem Drmrmensweg waren wirklich ausgezeichnet. Ich glaube, bei jedem unserer Schritte werden nxr von Spähern beobachtet. Unb e» sind keine zusällig arbeitenden Spione, ionbern es hon- dell sich um ein onftem, um einen vortrefflich angelegten und geschickt befolgten Plan. E» ist geradezu beunruhigenb."
,3a. was sollen mir ansangen?" fragte der Po- Itzeichei und blickte auf.
„Es ist klar," war Krag» Antwort, „was wir zu tun haben. Denn «etzk Haden wir wenigftens einen nachweisbaren Anhaltspunkt."
„Anhaltspunkt -> Welchen meinen Sie? 3ch lebe, offen gehandelt, keinen einzigen. Ich fetze nur Hoffnungslosigkeit und Finsternis."
. Dann vergessen Sie, wovon wir eben sprachen", erwiderte Krag während er auf stand ui* seinen Ueberzieher zuknöosle.
„Vie eptone?
Jawohl, die Spione Bisher Haden wir nicht an die Möglichkeit geglaubt, dost ber Angriff sich aus uns erstrecken folltc, auf Die Kriminalpolizei selbst! Eine solche Riesenkühnheit konnte man diesen Herren doch schwer )utrauen. Und nun haben sie sogar die unerhörte Frechheit gehabt, eine äusammenkunft mi: uns in einem öffentlichen Restaurant für morgen zu verabreden. Diese Menschen muffen wissen, dost sie sich damit einer großen Gefahr aussttzen Und das tun sie doch nur. wenn ein sehr gewichtiger Grund ovrliegr. Sie verfolgen einen Pion barnh wenn ste uns morgen ins Continental-Hotel locken. Das kann man c<s fribflrerftäntHid) oorausleßen. Aber Da sie nicht sicher sind, ob wir nicht m großer Zahl er- jche.nen. fo werden sic natürlich fortfahren, ans aus- zuspionieren. Dir laufen Gefahr, dabei noch allerlei kleine Fingerfertigkeiten zu spüren ju bekommen. Auster dem Anführer gehören zu ber Bonde offenbar einige jüngere, ehrgeizige Tollköpfe. die Ptzonsosie. Laune uni) Mut haben. Do immer nxr uns be- wegen, können wir darum sicher fein, bk Mitglieder
Der Bande um uns zu hoben, unter allen möglichen Verkleidungen versteckt. Der eine ist vielleicht cchuii mann, der andere Strastenfeger, einer ist Dienst- mann, ein andrer ein betrunkener Mann ober ein Kellner. Ader gerade diese Stärke der Leute wird zu ihrer Schwache, weil sie die Verfolgung nicht hoben verbergen können. Cie muffen doch zu geb en, dast es auf bic Dauer unmöglich für sie sein wird, die Verfolger unter immer neuen Verkleidunaen zu Derbergen, fett wir einmal Bescheid wissen/
Dos iBcmünftigc dieser Erwägungen leuchtete Dem Polizeiche' rin. , Ich werDe ein Auge auf sie haben", sagte er. „Aber was soll ich tun, wenn ich einen Spion entdecke?"
.Vorläufig bürfm wir nur Beobachter jein. 21bcr es können ja Umstände eintreten bic bewirken, dost wir zum Angriff vorgehen müssen."
Der Polizciches reichte Krag die Honb „Wir jchen uns also morgen um acht Uhr." — „Um acht Uhr. Gut. Dann haben mir ben ganzen Vormittag jur Versügano."
Während Krag fortging, hörte er, itne einer ber Untergebenen dem Chef bie Meldung brachte: „Alle Zeitungen haben uns den ganzen Abend wie verrückt antelephoniert. Cs sind heute merkwürdige Meldu- gen non angeblichen Verbrechen bei ihnen ringe laufen."
„Von wem kamen diese Meldungen'" fragte ber Polizeichri.
„Sie waren sämtlich anonym, telephomsch. Die Zeitungen möchten wissen, ob etwas daran ist."
„Sagen Sie Den Zeitungen, dost ein Betrunkener am Werk ist. Alles ist ruhig in ber Möllerstrahe 19."
..Und nichts ist gejchetzen?"
.Richt» ift geschehen!"
Lis Asbjörn ft rag ins Vestibül kam, wallte der wachchabende Schutzmann bie Iür vor ihm öffnen, doch Krag ersuchte ihn, sich ruhig ;u verhaltet'. Er ging durch den ganzen ftornbor und lrichte noch und nach die Lichter an dem legten Flurfenster, das nach Der Houngstraste hinaussühn. 3m Dunkeln stellte er sich an das Fenster und blickte hinaus.
Sn Dem tiefen Schonen, em Ende weiter in der Möllerstrastc, ich Krag rin Automobil hallen, als ob cs auf jemanden warte«.
ft rag blieb stehen und beobachtete es mehrere Minuten hindurch: und da es dauernd an fernem Plag blieb, kehrte er ms Beftibä pirück.
» Bern»! clb 21 3unt Da» Land- wirt lcha i t » a m t E r u n d e r g Oi rantialtde a» Sonntag m unserer Gemeinde einen Selb- runtgang zu dem ich viele aUerePiettc Land- wirtc fingcfunber. halten ES wurden zunächti bic b.’ :.rleider dann d.e Sommertdber besichtigt. Länder.r > s^ffcstvr D r. Selber wie» u a. au r: richt "vd.ubearbeiiung, Dui.g.mg Laai- ar......chatte,.r ... ,d Svnenwadl sowie aus bie yclärr.iMung von Unkräutern unb Lchädl ngei hin. Sin vom LandwirllchaftsaM Grunberg aNttc'egler ? : u n I a ä t d c r I u 4) z u Hafer wurde ^emcm- . nert und an Ort und Stelle die Vorteile der D i n s o a i oder S p a r s a a t unb bic Rach eile 4 itr zu bi !. .i ?;..>> it ’.nlpr»st.. Den Au»tüh- ru-Di < -er« wurde mit grvsiem 3n- tereHe gefolgt
Preuhen.
Srcie Wcylar.
i Wisimor 21 3un Der tztriige Volks- b i l b u n g » d e r e 1 n I v dilofi an den schönsten €te!!en der Umgebung .uimenth* am Rande un- ere» Halde» Ruhebänke aufzusteUen Der Gea.rinderat bewilligte die Abgabe her nötigen Hol;menge Die Srt.chlung und Unlcrhaltung der Banke wird huTdi die einzelnen Ort »vereine die 'amtlich N 2tolk-b,ldung-verrin angehören, er- tvlge, 3n den beider lenken 3ahren herrschte hier rege Bautätigkeit Auster f en Heu* bauten, küe in dem )iauptbaugriäntze zwilchen der Strafte na^> Rutter»! ai.'en und kkn .Baa'gärten" entstanden link- ih noch eine Reihe Hauser an den verschiedenen ClJlrn de» Dorfe» errichtet worben bezw ui ber Aufführung begriffen.
L Lützellinden. 21 3uni Der hiesige Mannergesangverein friert am 31 3mi ‘ein 5 0 j n b r i g c « Bestehen Der Verrin hofft mit Rücklicht auf die Erhaltung unh Pflege Dee deulsche.i Dolksltede« bic ei sich leit feiner Grunbung stets bat angelegen fein lassen durch die Berleihung der Ltaatsplakette au-a< dnel zu werden
t Lutzrllinben, 21. Juni Unsere Okm..nbe be«mt an bei zwischen Lützellinden und Klein- Linden bctcgcncn Holzburg eine Kirsch- b d u i.i a it l a g c . die in diesem 3ahre einen verhältni-mäßtg guten Sriraa liefen Da kurz voi der Ernte die Gefahr des Diebstahl- in vrf)chie:n 721 affe befiehl und hierbei auch oft die Kirschdäume stark in Mitlridenlchast gezogen werden !>at btr Geineinde einen ftänbtjen Bewachung-dlenft eingerichtet
00 Grost-Rcchlendach. 21. Juni Die B-rdindungsstra-e von hier nach Vüt- AClli nben wird zur Feil auf einer in der Gemarkung Lützellinden bei egen en Teilstrecke mit einer neuen Decke versehen Wie bet allen dtvaBenbauten, die der Kreis Wetzlar ausführen laftt wird auch hier Kleinschlag aus hestikcheii vafaltsteinbrochen herwanbt Infolge Lp, der Ltraste fflr den ^uhrverketzr fällt auch der Postauloverkehr auf der Xeilftredc Hörnsheim Abzweigung Grrsi-Rechtenbach — Lut- zrilli.dcn und umgridtri bis zum 27. Juni ein* id)li<f>lid) au». Da» Postauto verkehrt in dieser Zeit von Hörnshrim über Grosten-Linben nach Lützellinden und umgekehrt.
Nrcio Marburg.
sch Bla r bürg. 21. 3uni. Rach lebhaft er Werbetätigkeit wurde hier in einer stark besucht en Versammlung der Marburger Museum-verein gegrünbet Der Verein hat ftch die Förderung ber hessischen Kunst tn itik-i Hinsicht und In Verbindung bannt die Förderung be» neuer bauten Marburger llniversitül--Kunsttnsti- tulS zum x3id gesetzt Der Vorstand letzt sich zusammen au» Prof Hamann als erster Bor- Iihcnber, Dr. Klipvenbera al- zweiter Bor- iitzender unb Schriftführer, ferner au- einem Schatzmeister unb vier Beisitzern, unter ihnen alt Vertreter dar ©labt Oberbürgermeister Müller.
Maingau.
WLJi Hanau. 21. 3uni. Wie ber.Hanauer Anzeiger" berichtet, spielte sich gestern mittag irn Walde bet Hanau eine blutige Tragödie ab Ein be. bei Obersörsterei Hanau tätiger Hils-sörsdcr cijuAk den beim Holz- b i e b ft a b l erwischten Arbeiter Schwab aus Hanau um Angabe be* Ttameii» Schwab flieh jeboch dem Förster vor bie Brust unb versuchte ihm bas Gewehr zu entreihen. Bei hem sich nun
„Run können Sie mich hinouslasscn", sagte er. zir Schutzmann öffnete die Tur, unb ft rag schlenderte gleichgültig die breite Treppe hinab, wobei er sich Zigarre onzundcke.
Als er auf ber Slraste war, lieh er sich out Zeit, ehe er mritrrging, steuerte auf dos Rathaus hin unb knöpfte fangt am und sorgfältig feinen lleberztetzer zu.
Dann üderfchritt er die Möllerstrotzc nach der Karl^fahnnn-Siraste. Er hatte noch nicht viel Schritte getan, als er eine Autohupe hinter sich hörte. Aber er brotzle sich nicht um. Dos Auko rollte langsam an ihm vorbei. Es war ein geschloffenes Mietsautomobil. Der Taxameter ffanb auf „Frei!"
Als dos Automobil dorbriglitt, mastigk der Chauffeur dos Tempo.
ft rag war sich gleich über bk Situation klar. Er ruh das Auto an, unb btr Chauffeur hielt ausfallend schnell unb bereitwillig. Krag flieg ein. Er gab bem Chauffeur ferne Abresic. unb ber Wagen fuhr.
Sirofl beobad)kk ben Chauffeur durch do» Wa- gcngkas. Es war ein junger Mann, kaum breißig Jahre alt. Er hatte einen ganz neuen Fahrer- anzug an.
Die ßuhrt bis zum Haufe Krags dauerte nur wenige Minuten, ft rag flieg ad unb stellte sich neben den Chaut'eur. um zu be^hlen. (fr sucht, fange in ieinem Gelbe herum und benutzte diesen Anlast dazu, ben Cheutseur zu deodochlen. Soweit er bei der schwachen Beleuchtung sehen konnte, war Der Monn nicht maskiert.
Der Etzausieur fas lfte Taxe ab: „Neunzig Der." — „Das ift doch nicht möglich", sagte Krag. .Ffaben Sie nicht eine Laterne. Damit wir ordentlich sehen können?" — Nein, ber Chauffeur hatte keine Laterne.
Krag bczcchlle mit einem Fünfkronenschrin. unb ber Chauffeur mußte wechseln Das dauerte auch eine gantze 3elt. Der Detektiv sah sich auf der Straße um. Sie war völlig öde unb menschenleer. Endlich einigte man sich mit bem Bezahlen, unb Krag ging durch seine Haustür, nachdem er kurz guten Astend 9*fa«t hatte
Sobald Krag in bem dunklen Portal war, warf er ben Ueberzieher ab unb schleuderte ihn in rineu BtnteL
(Fortsetzung folgt) V


