unb 31 lern toäw e# bringend geboten das Unternehmen auf breitere Grundlage zu stellen und veiker auszubauen Da the Cha - moMtf abrlf Infolge flauen Gtfchal:«l>etrie- be< gezwungen war. z ve i Oefen ft 111- *u Ieg cn . wurden — um eine Entlassung von Arbeitern zu vermeiden — jetzt Felerkchich- t e n eingelegt.
r. Göbelnrod. 20. Dez. Am Sonntagabend land die Weihnachtsfeier der hlesigen Schule Natt, au der sich die Eltern und An- gehörigen der minder in grober iaht versammelt halten 3m Mittelpunkt des ersten Teiles stand do» Stück .Knecht Ruprecht". das von den Kindern zue Darstellung gebracht wurde. 3m zweiten Teil erlebten wir in dem Stück .Hnlige Nacht' die De'bnachtsgeschichte. Zwschen durch erklangen d.e l.ebUchen Wethnachlswe sen und wurden Weihnach'.sgcdichte vorgctrogrn. Uni et hem Ehristbaum wurden dann die ®aben an die Kinder verteilt. Bürgermeister Weber dankte nm Schluh Ihm Leiter der Deranftaltuna. Lehrer Allenddrser. für seine Mühe Mit der Stier war eine Ausstellung der von den Schülerinnen angcsert'glen Handarbeiten verbunden. Diele zeugte von Fleih und Sorgfalt in der Arbeit. Der hiesige Gesang- verein .Eintracht" leiert im nächsten 3 ah re sein 25 jährige « De stehen. Do« fr'fi ist endgültig auf den 2. Pfingstfeiertag (28. Mai- gelegt worden.
• Weitershain. 20. Dez. 3n uniercr Kirche wirb gegenwärtig eine elektrische Heizungsonlage eingerichtet. D c man hört. wirb die gleich« Ginrichlung auch in den orten Aübbi na «Haufen und Alten-Du- 1 e ck ernstlich In Grwä iung gezogen.
ri 2 leb. 20. Dez. Al« lieblicher Auftakt zu den diesjährigen Weihnachtsfeiern erklangen am Sonntag die Liebchen und weihnachtlichen otoie- Gespräche ter l 00 kleinen Kinder, die unter der Leitung her Kleinkinberschulschwelter Lina Nebeling Im Chor der Marienstiftskirche vor dem brennenden Ehristbaum und den mit Gaben besetzten Tis ben ihre Weihnachtsfeier hielten. SliftSp'arrer Lchorlemmer lchloh die Feier mit Ansprache. Gebet und Segen. Darauf folgte die Bescherung. 3m nächst ei, 3ahre wirb die <5det wohl In dem schönen neuen Heim der Kleinkinderschule stattsinden. Der von bet Stadt errichtete Olribau steht am Doli in der Oberstadt. 3m Frühjahr wird die Ginweihung stattsinden. — Heber die Besetzung der einen her hiesigen P s a r r st e l l c n, die durch die Ver- setzung de« Pfarrers Lenz nadb Giesten srei- geworden ist, hört man Immer noch nichts, obwohl die Bewerbunasfrist schon seit vielen Wochen abgelaufen ist AuNallenberweise haben sich für diese Stelle, die früher viel umworben war. keine geeigneten Bewerber gefunden, so datz blrtmal die AuSübunz des P r ü f e n t a - tionSrechte«. baS der Fürst von Lich Hot. erschwert ist. Da baS kirchliche Leben unserer Stobt durch die ungenügende geistliche Versorgung unnennbaren Schaden leibet, wäre e« sehr erwünscht, wenn die Aeubesetzung bet Stelle be- schleuniat würbe.
• Hungen, 20. Dez. Auf der hiesigen Gisensteinarube „Abendstern" der BubetuSschen Gisen st einwerke, im log. Heckenwald, wurden in diesem 3ahre atötzere Umba uarbel ten und Aeuaus- ftellungen von modernen Waschmaschinen aus- geführt. DaS Werk hat dadurch seine Leiftungs- kraft bedeutend erhöht, so bah Aeueinstellungen von Bergarbeitern erforderlich wurden. Auch hie Verladestation an der Strecke Hungen--La ubach wurde umgebaut. Dor einigen Wochen wurde auf dem Grubengelände ein etwa 400 Meter langes Schlammwassergefluder nu'gestellt. Letztere Arbeiten wurden in verbältnlSmäs'Ig kurzer Zeit von der Firma Gebrüder Müller. Zlrnmergeschäft und Sägewerk, in Hungen auSgesührt.
Jrtrci# ilvicbVcro
। Friedberg. 2l. Dez. Seinen 8 0. Geburtstag feiert heute In voller körperlicher und geifHger Frische der frühere langjährige Beamte her hiesigen Zuckerfabrik, Hermann SchallaS. Der 3ubflar nahm am Feldzuge 18<0,71 teil und wurde wegen Tap'er- keit vor den, Feinde mit dem Gifernen Kreuz ausgezeichnet.
4 Ba b-Aa uheim . 20. Dez Der lau- nuSklub .W e 11 e r a u" veranstaltet im Lause
des Winters wieder mehrere Wandervor- träge hier unb in Friedberg Als erster Heb- ner war für Sonntagabend der bekannte Hoch» gebirgswatOerer Regerungsral Dr. Gretsch- m a n n (® leben) grtoormen. brr in einem '«sselnden LichtbUdervortrage über seine im letzten Sommer gemachten Bergt.hrten in den Hohenkauem berichtete. Der Vortragende sand starken Befall. Die hrefige Volk« bank hielt ihre gut betuchte 93. oebentliche Generalversammlung ab. die von Aotar Stahl, dem Dor itzent.-n des Aut'lchtSrat«. geleitet wurde. Der Vor'itzenbe gab einen interessanten Heberblick über t-a« Wirtschaftsjahr 1927. insbe'ondere beleuchtete er dessen Auswirkung auf Bad-Rai. heim. Angenommen wurde ein Antrag des Vorstandes, hie Summe der auszunehmenden sremden Gelder von drei aus fünf Millionen Mark und die K re di t- grenze für den einzelnen Kreditnehmer von 50C00 auf 75 000 1 zu erhöhen. Der H m k a tz des sehr reg,amen Bankinstituts ist in biefern Fahre weiter gestiegen Gr beträgt bis Rovem- ber mit rund 82 Millionen schon etwa 20 Mill, mehr als im Vorjahre. Notar Stahl gehört nunmehr 25 Jahre ununterbrochen dem Aul« 'tchlSrat an. au« welchem Anlab ihn die Versammlung ehrte und beglückwünschte. — Der Turnverein 1860 veranstaltete am Sonn- tag für seine Schalcr rbteil rngen Weihnacht«- feiern, die ein schönes turnerisches Programm boten, lern er mit einem schön gespielten Weihnachtsmärchen erfreuten. An rund 200 Knaben und Mädchen konnten, wie in den Vorjahren, wertvolle Wcihnachtspale'.e durch Knecht Au- precht auSgehändigt inerben. dank ber Opfer- willigkei! bte'iger und auswärtiger Xurrtreunbe. Lehrer Ostwald, der die Vorbereitungen für die wohlgelungenen, stark besuchten Jeiern leitete, rnhrte In seiner Begrübungsanspraa-e au«, warum gerade die Turner Weihnachten schon immer fo innig gefeiert haben.
Butzbach. 20. Dez. Bei einer im hessischen Taunus in der Nähe des Forsthauses „Hubertus" veranstalteten D rückjag d auf flauen wurden fünf Schwarzkittel zur Strecke gebracht, und zwar von drei Jägern aus Bad-Nauheim.
( Garn dach. 20. Dq». Am SamSiag und Sonntag veranstaltete der hiesige Kaninchen- und Geflügelzucht verein .Fortschritt" im Saale von Mohr eine Kaninchen - und Geflügel-Ausstellung. Die Schru war im ganzen mit 148 Nummern beschickt. Die Leitung der Ausstellung lag in den Händen deS 1. Vorsitzenden Wilh Bergk. Die Preisrichter für Geflügel waren Lehrer Seipp (Rüsselsheim), für Kaninchen Haas (Friedberg). S« war keine leichte Arbeit für die beiden Herren, au« dem zur Schau gestellten Material immer noch das Beste HerauSzusuchen. SS wurden im ganzen drei Siegerpreise vergeben. Diese erhielten für die Bestleistung in der Hühnerzucht Wilh. Düringer (Ober-Hörgern), für Tauben Wilhelm Schmidt (Gambach) und für Kaninchen Wilh. L. Metzger iGambach). Ghren- preise errangen weiter folgende Züchter: Fritz Boller. Düringe-. H. Wächter, Fritz Br öder. Wilh. Schmid:, Artur Rosenbaum, Kari Ohle- mutz. Konrad Boller. Wilh. L. Metzger. Gust. Rumpf, Willi Wiehner, 3oh. Alles. 3at ötft Außerdem erhielten eine ganze Anzahl Züchter noch 1., 2. und 3. Preise. Der Verband oberhessischer Geflügelzüchter hatte für die beste Gesamtleistung eine Medaille gestiftet, die von Wilb. Düringer (Ober-Hörgern) errungen wurde Au« Anlab der 2 '«stciluna veranstaltete der Geflügelzucht verein einen Vortrag«- abend. Als Referent war Dr. Lang vom Tierzuchtinstitut der Hnioerfität ® eben gewonnen. Er sprach über . Zeitfragen aus der Geflügelzucht" und konnte den sehr zahlreich er» tchienenen Zuhörern viele praktische Vorschläge und Fingerzeige geben, was dankbar empfunden wurde. Die Ausstellung war ein voller Grfolg für den Verein.
• TroisMünzenbera. 20. Dez. Dieser Tage v e r f ch i e d in der Universitätsklinik in Dietzen ploß(id) und unerroartft der Ältocteran von 1870/71 »einrich Storch, Ritter de, Eisernen Kreuzes 2. Kl , * im fast vollendeten 8 0Leven»jahre. Der Der- ftorbtne mar wett über die G "inet Heimatdorf» hinaus bekannt: in der Gemeinde war er jederzeit aufopfernd für feine Mitbürger tätig. 3n vielen
UnglürftfMen und Geschicken war er Helfer und Berater und bat manche, Schmer; im Samariter- dienst gelinden Alle werden Ihm ein treue» Weben fen bewahren.
Brei# Büdingen.
L Aibda. 20.De^ Dieser Tage hielt die Niddaer 3 a g b g e 1 e II f <6 a f t ihr dnttes Treiben ab. wobei nur das Feldaelände zwi «den Geis-Nidda—Bad Salzhau en und Nidda in Betracht kam Es wurden 32 Hasen und e i n Folan gescho fen. 3m ganzen war das d.es- derbstliche 3ogbergcbni« im plef:gnt Bezirk günstig — Die M.tglteder de« eoangekitchen Kirchenvorstandes de« Kirchspiels widmeten dem nach Darmstadt ver'ehtrn P'arrer Köhler elS Andenken an feine Niddaer Amtszeit ein grvf-s Bild der Niddaer Stabtklrche in kunstvollem Nahmen.
)( Orlenberg. 20. De» Am Sonntag ich- mittag fand in der K.rche bi* Weihnachtsfeier ber Kleinkinderschule statt. 3n kindlichen Liebern, Gedichten und klvrr.m Aufführungen. unter denen besonders .D-r Zwerge Weihnachten- gefiel, vustlen bi* Kl Tinen von Weihnachten und dem Christkindl-in zu singen und lagen, so datz auch den sehr zahlreich erschienenen Grotzen daS H-rz B>irat wurde. Die Feier war von Gerne.ndeUcd m. die von der Feuerwehrkapelle begl -i^l wurden, und vorn einer 'Tsanfprache dr« Or-Sg-iü 'ch n umr.hm: und endete mir der BT'chrrung d r Xinbec, Injcr wurde die schön warme Kirch' empfund.-n. dir trotz grober Autzenkäll« durch die neue KIr - chen Heizung cu' 1 gebracht worden
war. — Abends fand im Mauerg r!rn die Weihnachtsfeier der Volksschule statt, die von Lebrer Carl grl.-it't und mit einer Ansprache eröffnet wurde. Fröhllche Weih- nach:Slieder wechs.ll-n mit sinn g.m Aufführungen ab. die dank einer vorzüglich ’ V rbercttung. schöner Bühnenbilder und slv'tm Spiel« tiefen Gmdruck |m vollbesetzten Saal hinterließen. Reicher Brnfall lohnte die Mühe und Arbeit, d.e sowohl Lehrer, wie Kinder lang.* Wochen vorher batten. Mit einem Reigen und ein r Ve'cherung. die durch die Gaben der Gemeinde und d « Schützenvereins ermöglicht tourbc, fchlotz die in allen Teilen wohlgelungene Feier.
Mrci» Schotten.
0 Laubach. 20. Dez. Am Sonntag wurde hier am Cinllutz des Schüllenbachs Tn die Wetter ein Fi fchreiher beobachtet. Gs ist wohl derselbe, der bei Wetterfeld und Münster feftaesiellt tour'«. Man sollte dem bei un« so feiten gewordenen schönen Dogei Schonung gewähren!
Oder-Schmitten, 20. De). Durch ve» schluh des ®em ein berate« wurde die Auflösung der hiesigen Schäferei und die Veräuherung des vorchandenen 3nventars angeordnet. 3n dem ablaufenden 3abre war die Schafherde stark zusammengeschrumpft, der Pserch wenig begehrt und sehr billig, so dah die SchaThallung ein Defizit von über 500 Mk. ergab, das von der Gemeinde zu decken war. Die fetzt aufgeföfte Schäferei war in den 3n- flationtfahren ins Leben gerufen worden, hat also nur eine kurze Zeitspanne bestanden. Ihre Vorgängerin verfiel einige 3ahre vor dem Krieg der AufUsung. — Die Zahl der Radiobörer hat hier bereit« das erste Diertelhun- bert überschritten, und we-tere Anlagen stehen für die Feiertage in Aussicht. Auf 20 Ginwvhner entfällt ein Radioapparat. Mit diesem Grgebni« dürfte unsere Gemeinde in ber dörflichen Weit Wohl die Spitze hakten.
ftreit «Isfeld.
* Windhausen, 20. Dez. Der Landwirt Otto Geih von hier schlachtete dieser Tage ein !*/• 3a6re alte« Schwein, da« Im Schlachtgewicht 516 Pfund toeg. Auch in der Zucht der Milchkühe hat dieser Züchter einen bemerkenswerten Grfolg zu verzeichnen dadurch, dah er eine Kuh mit über 5000 Liter 3ah- reSleistung besitzt. Dc« Tier gab nach dem zweiten Kalben täglich 24 Liter M ich, heute «’m Monate später, gibt e« noch 11.5 Liter täglich: es gehört zur Simm^nthaler Ralfe.
ö Groenhausen. 20. Dez. 3n dankenswerter Weise haben in biefen Tagen verschiedene Familien unserer Gemeinde sich der Bedürftigen und Notleidenden in Bethel angenommen und durch S t t s t u n g von ganzen Anzügen. Wasche
und Kinderkleidung bewiese«, daß Re bereit find, ein gutes Werk zu tun Die HauSsammlung für Bethel belief 'ich im Ergebnis auf 12,10
Stackenburg.
DSR. Offenbach. 20.De^ Gegen die Leiter der Mieter - Baugenosfenfchast e. G. m. b. H.. Offenbach ift wegen Betruges von der Staatsar.waltschast d.e Voruntersn- chung einaelcitct wsrdca. Di- Gesellschaft baute oor.c jegllQfn pelunrären Ruckd^lt und machte Schulden. Rach den bestehenden Vorfchriften hätten von den M-tglte^rU. für die Häufer gebaut wurden, zehn Pr:tzent t-er Bau u -.ne. die vorder eir.g. ^hlt werden, stch.'rgest.l t werden müllen. DieJ toll nicht ge fein. Die Vauhand- werker drängten aus Bezahlung Da ihr? Forderungen nicht erfüllt werden konnten, wurde vor einiger Zeit des K o n k u r S v e r f a h ae n ein» Geleitet. 3n diese Sache ist auch der städtische Baurat 3uLu« Klingelhöer rerwi lell. der feinerfeitS der Stav'.verwaltung mit^eteckt bab;« foll datz die Zinanz.erung der Bauten der Genossenschaft In Ordnunz lei Gr ist vorläufig leine« ämtel tnlboben und unter Vorbehalt weiterer Matznahrnen in den einstweiligen Ruhestand versetzt worden.
Preußen.
Arcie Wetzlar.
Witzmar. 20. Daz. 3n diesen lagen find 25 3a b r e verflossen datz die bieftge Zigarrenfabrik der Firma Rinn L Cloo« ihrer Be itrnmu ü»ergeben werk-en konnte. Q« war dies der erste grützere Fabrikbau der im Jahre 1895 t>eg.n.v»ten Finna. Das 3ahr 1902 pal aber für unsere auf ebener Gemeinde noch insofern B?deutung. al« damals hier ein? Postagentur e.nae.ichtet und Anregung für die Güterverladestelle gegeben wurde Inzwischen find Wasserleitung, elektrisches Licht und Zusammenlegung a « weitere segensreiche Ginrich- tunaen gefolgt, die alle mehr oder wenia.r grotze Anforderungen an den Gemeindefäckrl gestellt haben.
j G rotz Rechtenbach. 20. Dez. Im Sam»- lagnbenb fanb hier ein von dem Ä rieflet herein vera cktalteter Ltchtbllderoortrag statt in dem Oberstleutnant a. D. von Lohberg (Detzlar) über den Völkerbund und die Ab- rustungsjrage sovach. Der Redner zeigte dabei Bilder au» dem Leden der Reichswehr. Mit Dankes- roorten an den Redner schlotz der Borfipende des Kriegervereins. Polizeiortriedsafsiftent Langsdorf, den Abend.
O> Niederkleen. 20. Dez^ B. i Neuschnee waren im Distrikt .Stachelhardt" des hie- ligen Gemeindewal des Wt ldschweine .eingekreift". Bei der hieraus veranstalteten Treibjagd wurde von dem Landwirt 3ohannes Reuter IV. von Cberflctn ein Keiler erlegt der ausaebrochen ein Gewicht von 148 Pfund hatte. Drei weitere Sauen kamen au« dem Treiben unbefcholfen durch
Svctt Wnvburfl.
]| Marburg. 20. Dy. Die Viehzählung im Kreike Marburg hatte folget- des Grgednis: viehbekitzende Ha^haf rmgen ^158 (gegen 7313 im Vorjahre). Pferve 43OJ (4387), Maulesel und Vel 3 (6). Rindvieh 27 338 (25 715). Schafe 8072 (7818). Schweine 34 03« (28 175). Kaninchen 1719 (1841), 3tegen 5118 5321). Geflügel 132 923 (100 344 t. Birnenvölker 1972 (2020). Aus die Stadt Marburg entfallen, viehbefitzende Haushaltungen 061 (730), Pferde 245 (214). C'ei 1 (1), Rindv.eh 125 (103 . Sch 'e 38 (230). Schweine 489 (370). Ziegen 21Ö (26^). Kaninchn 753 ( 968). Federvieh 5266 (6460). Bienenvölker 97 (185).
Ttllkrcio.
bl. Driedorf. 20. Dez^ Die Ba utäl igle i t hat sich auch In unserem Ort wieder recht gut belebt. So hnb In diesem bzw. im vorletzten Jahr etwa zehn neue Gebäude entstanden, die meisten« den Winter über Im Rohbau stehen bleiben. An einer St ratze Im Ort entstanden eine ganze Reihe von Neubauten. Aoffentlt4> belebt sich der Baumarkt in 1928 noch veiler.
bl. Gusternhain b. Schönbach. 20. Detz Der Wildbestand ist hier e.n recht guter zu nennen. Vornehmlich in den Gemarkungen von
Bei Luzifer.
Von Gustav W. Ober le in. Rom
Der direkt, ja direttmima zur Hölle fahren will, braucht nur die neue Cisenbahnlinie zu benützen. die jetzt das weltliche Rom mit dem ur- weltlichen parthenopeischen Golf verbindet und daher die Dirvt । im.i heitzt
Fünfzig 3ahre haben fic mit tbr gespielt wie mit dem Feuer, und nun bohrt sie sich in knapp drei Slunden durch die pontinischen Lümvse und da« wilde Volskergebirge geradewegs in nie vhlcgräischen Gefilde, die glutbebenten. Kein Hmweg über Dante ober Neapel oder Falerner» uxin ist mehr nötig, um einen Blick ins 3n- ferno zu tun. Man steigt einfach eine Station vor Neapel au«, in Pozzuoli. und geht durch das Tor. über dem Solf atara steht Schwelel- grübe. C« ftnb schon manche Sünder in diele Grube gefahren, ohne jemals wieder an« Licht zu kommen wer aber meinen Artikel mit llemenden Aufmerksamkeit liest, kann sich den Führer sparen. (Hebrigcn« verlangt er nur 10 Lire, und wer die Nummer 13 wählt, die in Jlallen al« Glücksbringer gilt, findet ein in- lelligentes. auch Deutsch Ivrechende« Kerlchm darangeheftet. da« für die paar Sllberlinge allerhand garen mit den Höllengetstem anftellt.)
Die brennenden und sengenden, glutbeben- den Gefilde heitzen nicht nur so. sie sind noch recht aktiv Richt nur die natürlichen Thermen und Schwitzgrotten der 'Alten sunktionieren noch, nicht nur den göttlichen Falerner dem wir bie 'ützesten ringe von Vergil und Horaz verdanken, nähren die unterirdischen Kräfte, ne.n. es werden auch in unterer Zett noch Berge geboren. Da ist »um Beispiel der Monte Ruovo. der die Unart beging, zu einer Zeit wo es in Europa doch schon ziemlich aufgeräumt au«1 ab plötzlich unter Abschüttelung einiger Dörfer tarnt ihrem krabbelnden und krakeelende 3nhalt aus der Cdene aufjufteigen. Buchstäblich über Rächt stand er da. vierhundert Meter hoch bei einem Durchmesser von nicht weniger al« 18» Meter im Jahre 1538! Ctnc Crscheinuna die sich also durchaus mit erotischen Wutausbrüchen mellen kann. Da stehen der Gaueo. der Clgllano der Zstroni. die alle mehr oder minder erloschen
tun. ohne dah man ihnen recht traut. Der Vesuv ist ehrlicher. Am ossenherzigsten aber die Sol- latara.
Kaum durch den Torbogen getreten und Cin- tritt bezahlt, spürt und riecht man sich schon angezischt, angedarnpst. angeraucht. angeschwelt, angefl unten. Man braucht keinen Schritt äu steigen, ist schon mitten im Boden des Herenkellel«. Rings in weiter Runde steigen die Kraterwände auf, angdault. abbröckelnd und fürchterliches Weh einschliehend. Das ist der grobe hohle Backenzahn des Höllenfürsten. Denn ihn der Schmerz überwältigt, fchüttelt er fich und wenn habet die blühenden ctäfrte und Dörfer zugrunde gehen, lagt er zynifch Das kommt von eurem lobo- mitischen Leben! Feuer und Schwelet über euch!
Nehmen wir die Sache aber einmal willen- fchaftlich-erperimentell Man schlage mit dem Absatz aus es Hingt hohl Man werfe einen großen Stein in bie Lust: beim Aufschlägen pumpert es. wie eine grobe Pauke. Heute hier, morgen dort platzt der Fubbvden" aus und Dampttäulen quirlen betau« Grauenhaft grandios der Blick in so ein Loch da wallt und wogt, da kocht und spritzt da« flüflige Orbinner«, ohne .Heuer und Flamme, ein schwär^iches blasenwerfendes Gebrodel ein stinkender Schlamm der Hrbrei. Cs ist erschütternd.
> - •• ' - i 'el'.gen V'..'.u h.naus-
tut. »um paradiellfchei Grün, auf die moderne Schuhspitze oder di 'eidenstrümpfe der Tarne und bann In den 7* > der Erde er ist furcht
bar und unbegrri'. der Kontrast: du stehst hier, ein Mensch des zwanzigsten 3ahrbundeNs. und süns Zenttmeter daneben ist die Grde noch im Gebaren begriffen. 3n deiner Verlegenheit treibt du gar nicht« Be'feres zu tun, al« bie Geschichte zu photoaraph'-eren 3ebt geistreiche Crklärung würde hier lächerlich wirken.
Uebngen« hat noch keiner eine Crklärung gefunden Cin ingestrichenes Zündholz, ein auf« (lammender Zeitungsfetzen »idt alle gelehrten Bibllvtheken über den Haufen Nähert man nämlich die Flamme dem kochenden Schlamm, so aehi nicht nur in dem kleinen, etwa simmer- grotzen Loch der Ein- ober Ausdruchstelle wie man es nennen tr.il son> gen Krater der Sollatara eine aullällige Veränderung vor sich der Rauch in der fumaroh
schwillt gewaltig an und gleichzeitig brechen Dampssäulen zu Dutzenden und Hunder'en aus allen alten Schlammlöchern, au« den Trichtern und Spalten de« ganzen Vulkan«, selbst noch unter den Füßen ber Arbeiter hervor, die in weiter Feme, an scheinbar längst toten Stellen Sttine brechen Man spricht von Kondensation und Abtuhlung. von Sympatyieerlcheinungen. von Clettronen und anderem, da« Phänomen wird dadurch aber nicht klarer. Rur die sogenannte Tode«sun-arola bat man frühzeitig bearif er. benn näherte man ihr e ne ga le!, fo erlosch lle in wenigen Augenolicken. also erstickt durch ein Gas. Kohlensäure vermutlich.
Camille Flammarivn. der bekannt- Astronom, kam einmal in die Solfatara und fühlte lich fofort heimisch. Die auf dem Monde? Schau: cud) dielen Krater an. genau w.e drobenl Das Sandvett absolut glatt, ohne zentralen Ko- der >5.1-d weih und ls au« Kal-
Aiumlarbonat bestehend. Da baoen wir« aUo: Die auf dem Morde b<obachle:en weihen Ftütte sind ganz ähnliche Au«strömungens
Freuen wir uni über da« Entgegenkommen, das uns dte Schwe-elgrube bezeigt — fte wird nämlich von Tag zu Tag lebendiger und eindeutiger. Schon letzt verbrennt man sich im Futzumbrehtn die Gummiabsätze, und Dander- ei können Eier n d7.- hart haben,
wenn sie sie in den Sand betten, die Temperatur in den Fumaroten ist van 9o Gr^d im 3ahre 1791 aus 115 im 3ahre 1867 gestiegen bann In zwanzia 3ahren um weitere 51 Grad und jetzt bat schon der Sand an manche« Stellen diese angenehme Darme erreicht.
Denn lich in der Regenzeit der Krater mit Dasker füllt, was natürlich nicht ohne Protest der Kes'elheizer abgeht. rnbt die Kruste au, der man Im Sc-mmer spaziere» geht, an tau- 'end Stellen auseinander da« Waller stürzt in die Tiefe und tätzt sich Im Frühjahr al« mit Heillalze« übersättigt«« M neralwatter Hera»?- hol en. äleberhaupt benimmt sich die voifatara ungemein Hh- 'ch Schwr e'.dä- kenntlich gut 'ur angtgriHent Lunaen und rtzeu- r atifdke Be'chwerde«. ran hat d<her ri« Sanatorium auf den Kraterrand gebaut, al« bie unten im Ke"el selber befindlichen Slwitzgrotten sich aU zu unbequem erw eten - he stürzte«
manchmal über den Kurgäste« ein. 3mmerhin kann man noch heute hinnnkrabbeln und «in auf« steigende! rumiaje« Bad bis zu 97 Grad nehmen. Das lätzt sich die Erde noch gefallen, dagegen kann man es ihr wohl nicht verdenken. Venn fte kürzlich als zwei Arbeiter mtt Spitzhacken ihren blohen Lech b<trommelten, erbost zuschnappte. Die beiden wurde« n.cht mehr gelegen. Glimpflicher erging es einer Schweizer Familie, die In ge'chlo'iener Gruppe, anstatt im Gänsemarlch auf eine fangari zuschritt. Plötzlich mutzte die Erde n:etze« und es gab verbrannte Gesichter und Strümpfe.
Oh, buon giomol Chi li rivede? Da ist ja der Meister in Per'on. Herr Luzi'er Em «rächt- kerl Seit 45 3ahren haust et nun schon in diesem Kurort, lleif«-gewordener Beweis für bte obenerwähnten gelundhe t örderlichen Wirkungen der he«hen Schwe'eldämpse. Heben dem Atup:- badoten, der sogen, groben Oeffnuno. bat et fich em Laub lager zurechrgemacht. und da ruht er Sommer und Winter, solange er Nicht auf den Vulkan ober dte Fremden auf passen muh. Lucifero kein Mrn'ch nennt chn anders. W steht« mit der Lunge. Luoferot Da klatscht et a«,s bamhinafle Hemd, bah es dröhnt tot« das Bauchfell der Erde zu ferne« .Mützen und frrahlr übers ganze Gesicht. Wo ist de.ne Küche. Luaitfo? Hnd fchon hat er nnen Pickel m der Faust und wrrst sich in den Dampf:
Ecco* Raus da? Wollt ihr euch wohl gleich zeigen ihr verdammten Seele«, he da. nur ben er aonokrt«' Eccoh! Bravo' Sv ists rech«, meine Lieben —l
Hnd der Sand, m den er auf emet Herd- ..nstochert. hebt
und Nagend, die Körner taumeln und tzüp'en und springen, kochen heben brodeln w e an en der Schlamm, gurgeln in der licht- und Ilc lin-.enlo-'en Bratp,anne bet 180 Grad Hitze gefpenstllch hoch. Cs ist schauerlich zu sehen. Man denkt nicht an Zauberei und Hererei, man denkt an Charon ...
Als ich eine Stunde später in einem Kaffeehaus m Neapel fast, kamen mir me.ne Tasche« merkwürdig '-wer vor 3ch langte hrnein und
.r . K hier 'm M -rch««. totes Gestei» hervor 8« rod) stark nach Schweiel.


