Ein interessantes Spiel zeigten, wie vorausgesagt, die Schülermannfchasten Gießens und Wiese ck s. Bei Halbzeit stand das Spiel noch 1:1. Nach Dem Wechsel war Wieseck eine Klasse besser und erzielte in kurzen Zwischenpausen drei weitere Tore. Resultat: 4:1 für Wieseck.
Ein knappes Resultat brachte das Spiel der Schüler Wetzlars und Lollars. Hier blieben mit 1:0 die Wetzlarer die Glücklicheren.
Frankfurt gewinnt den Fünf- Städtekampf im Schwimmen.
vo. Am Sonntag brachte der Frankfurter SV. den Schwimm-Fünf st ädtekampf Frankfurt — Darmstadt — Mainz — Offenbach — Wiesbaden zur Durchführung. Ausgetragen wurden nur vier Staffeln, die Wasserballspiele muhten wegen Einbruch der Dunkelheit ausfallen. Da Frankfurt und Darmstadt auf Punktgleichheit kamen, gab die bessere Gesamtzeit Frankfurts 63:40,7 gegenüber der Darmstadts 64:21,7 den Ausschlag, tzomit siegte Frankfurt 18 P. vor Darmstadt 18 P.. Mainz 11 P, Offenbach imb Wiesbaden je 5 P.
Deutschland gewinnt den Radländerkampf.
Der am Sonntag vor etwa 6000 Zuschauern auf der Stettiner Westendradrennbahn ausgetragene Radländerkampf Deutschland—Dänemark endete mit einem Siege der Deutschen mit 144 gegen 125 Punkte.
HleinKaUberschietzsport.
Das Kreisschießen der dem Verband Hess. Kleinkaliber-Schützenvereine angeschlossenen K.-K.- Vereine des Kreises Gießen fand in diesem Jahre auf den neuen Ständen am Bergwerkswald statt. Es beteiligten sich hieran 8 Vereine eine recht geringe Zahl im Vergleich zu den im Kreise bestehenden 37 Vereinen.
Ausgeschossen wurden: 1. die Kreismeister- schaft im Mannschaftsschießen für alle Klassen gemeinsam, die E i u z e l m e i ft e r s ch a f t der Klassen A, B und C (gemeinsam). Eine Mannschaft bestand aus 5 Schützen, von Vereinen über 50 Mitglieder waren 2 Mannschaften zugelassen. Im E i n ze l s chi e ße n kam auf je 10 Mann der betreffenden Klasse ein Schütze, wöbei 5—9 als volle 10 gerechnet wurde, 1—4 unberücksichtigt blieben.
Die Bedingung war für olle Teilnehmer gleich: je drei Schuß liegend freihändig, kniend (nicht sitzend), stehend freihändig.
Wenn auch die Teilnahme besser hätte sein können, so waren doch die Ergebnisse z. T. recht gut. Besonders hervorgehoben muß werden, daß sich zum erstenmal Vereine mit jugendlichen Schützen mit Erfolg beteiligten. Die Ergebnisse waren: Mannschaftsschießen: 1. Mannschaft Steinbach (alter Kreismeister), 373 Ringe: 2. Mannschaft Holzheim, 305 Ringe.
Einzelschießen: Klasse A: 1. Schlosser, Lauter, 92 Ringe: 2. Becker, Mainzlar, 74 Ringe. Klasse B und C: 1. Port, Steinbach, 78 Ringe: 2. Gerhard, Steinbach, 77 Ringe.
Wer von den genannten Siegern an dem am 2. Oktober (Hindenburgtag) stattfindenden Landesschlußschießen des Hess. Verbandes, zu dem auch der Herr Reichspräsident einen Preis gestiftet hat, teilnimmt, steht noch dahin. Hieran nehmen nach den Bestimmungen nur die zehn besten Kreismeistermannschaften des Verbandes und die zehn besten Kreismeister jeder der Klassen teil.
Die vorjährige zweite Mannschaft im Verbände, Steinba ch, Kreis Gießen, wird in diesem Jahre den herrlichen silbernen Pokal verteidigen müssen.
Anschließend wurde noch ein Preisschießen, drei Schuß stehend freihändig, abgehalten, das sehr anregend verlief und bei dem sehr hübsche Preise ausgeschossen wurden.
Die bei schönstem Wetter abgehaltene Veranstal- tting hat gezeigt, daß der Kleinkaliberschießsport immer neue Freunde findet, und daß mit gut fortschreitender Arbeit auch Lust und Liebe zu ihm wachsen. V. Ld.
Wirtschaft.
Der deutsch-polnische Außenhandel.
Aach den zuletzt veröffentlichten Außenhandelszahlen ist der deutsche Wertanteil am polnischen Außenhandel im ersten Halbjahr 1927 gegen die gleiche Zeit des Vorjahres von rund 21,2 Proz. auf rund 24,5 Proz. bei der Einfuhr von Deutschland nach Polen und von rund 25,7 auf rund 29,7 Proz. bei der Ausfuhr von Polen nach Deutschland gestiegen. Dies bedeutet, daß Deutschland im erfteii Halbjahr 1927 im Rahmen des deutsch-polnischen Zollkrieges — dem Werte nach — ein Viertel der polnischen
Gesamteinfuhr nach Polen geliefert und nahezu ein Drittel der polnischen Gesamtausfuhr aus Polen bezogen hat. 3m Außenhandel Polens stand Deutschland im ersten Halbjahre 1927 — trotz Zollkrieg — sowohl als Lieferant, wie als Abnehmer an erster Stelle.
Mit seiner Regierungsverordnung vom 11. August 1927 hat Polen nun einen Maximaltarif für Waren aufgestellt, die aus Ländern stammen, mit denen Polen keinen geregelten Handelstarif hat. Dieser Maximaltarif bedeutet für seine Positionen eine lOOprozentige Zollerhöhung, also einen offenkundigen Kainpftarif. Dieser soll am 26. Dezember 1927 in Kraft gesetzt werden.
Inzwischen erheben sich in der polnischen Presse bereits Stimmen, die mahnend darauf Hinweisen, daß Polen sich mit diesen neuen Maximalzöllen einen „Verhandlungstarif" von solcher Höhe geschaffen habe, wie sie nach den volkswirtschaftlichen Bedürfnissen Polens überhaupt nicht gerechtfertigt werden könne. Diese neue Zollpolitik derteure die Einfuhr von Waren, die in Polen überhaupt nicht oder nur unzureichend hergestellt würden. Auf deren Einfuhr könne Polens Volkswirtschaft nicht verzichten. Polen wird also diese Waren auch dann kaufen müssen, wenn die lOOprozentige Zollerhöhung in Kraft getreten fein wird. Wer davon den größeren Schaden haben werde, z. D. bei der Einfuhr deutscher Maschinen, die Polen notwendig brauche, darüber könne kein Zweifel bestehen. Derartige Kampfzollshsteme mit Vor- und Aufschlägen hätten sich längst überlebt. Es dürfte an der Zeit sein. Zolltarife gleich in den gewünschten Zustand zu bringen und auf solcher Basis fallweise wegen Ermäßigungen gegenüber anderen Staaten zu verhandeln. Ein Einarbeiten auf ehrliche Verständigung wäre jedenfalls zweckmäßiger als ein so primitives, auf Verblüffung und Täuschung berechnetes System, mit dem man sich selbst mehr schade als nütze.
Es ist anzunehmen, daß der Abschluß des deutsch-französischen Handelsverirages auch auf Seite Polens die Erkenntnis wird reifen lassen, daß Wirtschaftsverständigung vorteilhafter ist als Wirtschaftskrieg. W—r.
Von den Schlachtviehmärkten.
Der ihnfang des Geschäfts hielt sich an den Schlachtviehmärkten der ocrigen Woche im allgemeinen im Rahmen der letzten Derichtsperiode, wovon jedoch die Schweinemärkte trotz der kühlen Witterung eine Ausnahme bildeten. Hier ist nach der konstanten Aufwär'sbewegung fast auf der ganzen Linie eine gewisse Verflauung fest- jU1 leiten, zumal der Austrieb eine weitere Steigerung erfahren hat (89 000 gegen 87 000 in der Vorwoche). DK Rindern war das Geschäft als mittelmäßig zu bezeichnen, während Kälber zum Teil etwas lebhafteren ^Imsah hatten. Die Schafmärkte verliefen im großen und ganzen ruhig. Die Preisgestaltung war für Rinder nicht einheitlich, jedoch wurden die Aorierungen der letzten Woche durchweg behauptet. Bullen zogen vereinzelt um Kleinigkeiten an. Bei Kälbern überwogen geringe Aufschläge im Rahmen von ein bis zwei Pfennig, wobei mittelschwere Mast- und beste Saugkälber, die nicht zu reichlich vorhanden waren, den Vorzug hatten. Schafe verkehrten auf letzter Basis: gesucht waren besonders gering genährte Schafe und Stallmastlämmer. Weidemastlämmer gaben durchweg etwas nach. Bei Schweinen betrugen die Rückgänge durchschnittlich 2 bis 5 Pfennig, was sich auf leichtere und geringere Ware am fühlbarsten auswirkte. Es wurden in Pfennig per Pfund Lebendgewicht notiert:
Rinder
Kälber
Schafe 1
Schweine
Berlin
24-63
60-90
35-69
61-74
Bremen
25-58
50-85
40-62
50-71
Breslau
18-62
55-80
30-62
60-75
Chemnitz
25-65
65-87
52-62
60-75
Dortmund
30-63
60-96
40-56
64-75
Dresden
25-65
65-88
45-68
58-76
Düsseldorf
25-65
55-90
—
64-79
Elberfeld
25-63
50-90
—
60-74
Essen
34-63
60-120
34-57
60-75
(HranksurtM.
30- 65
60-82
28-55
65-75
Hamburg
16-58
34-90
22-60
58-73
Hannover
20-60
45-90
40-63
60-74
Husum
20-60
—
42-55
—
Karlsruhe
20—63
61-83
—
70-79
Kassel
30-63
50-75
—
64-78
Kiel
21-56
39-78
36-60
50-72
Köln
24-66
60-120
40-60
60-77
Leipzig
25-63
60-87
42-69
63-79
Magdeburg
25-63
45-127
28-57
60-75
Mannheim
16-64
58-82
42-43
53-76
München
23-64
70-86
—
66-74
Stettin
15-60
40-82
20-60
55-77
Stuttgart
15-65
67-86
—
57-75
Zwickau
20-63
60-80
45-60
67-78
• Generalversammlung der AEG. Die außerordentliche Gsneralversammlung der AEG. genehmigte gestern die vorgeschlagene Kapitalerhöhung. Darnach wird das Grundkapital um 30 Millionen Mark Stammaktien auf 186 250 000 Mark erhöht. Die neuen, ab 1. Oft. dividendenberechtigten Aktien werden von einem Konsortium zu 135 Proz. übernommen mit der Maßgabe, daß den alten Aktionären ein Bezugsrecht im Verhältnis 6: 1 und den Dorzugsaktio- nären von 10: 1 zu 140 Proz. eingeräumt wird. 6 375 000 Mark Aktien bleiben zur Verfügung der Verwaltung. 3n der Diskussion bemängelte ein Aktionär den Bezugskurs und errechnete einen tatsächlichen Dezugskurs von 175 Proz. Er stellte den Antrag, den Aktionären ein Bezugsrecht von 120 Proz. einzuräumen. Ein Vertreter der Dorzugsakttengruppe B fühlte sich dadurch benachteiligt, daß dieser Aktienkategorie ein entschieden schlechteres Bezugs recht als den Stammaktionären gewährt würde. Von anderer Seite wurde angeregt, die Dividendenberechtigung der neuen Aktien auf das ganze Geschäftsjahr 1926/27 auszudehnen. Ein Angestellten vertret er forderte unter Hinweis auf die günstige Lage der Gesellschaft eine Erhöhung der Löhne und Gehälter. Die Verwaltung ging über sämtliche Anträge und Anregungen zur Tagesordnung über. Die vorgeschlagenen Satzungsänderungen wurden darauf einstimmig genehmigt. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats, Geheimrat Deutsch, machte über die allgemeine Lage der Slektri- zitätsindustrie und über die jüngste Entwicklung der AEG. längere Mitteilungen.
* Klöckner 21. G. Rauxel. Wie die „Deutsche Bergwerkszeitung" erfährt, beabsichtigen die Klöck- nerwerke, ihr 2lklienkapital um 16 bis 18 Millionen Reichsmark zu erhöhen. Die neuen Mittel sollen für den Ausbau und Verbesserungen, hauptsächlich für die kostspielige Stickstoffgewinnungsanlage, verwendet werden, die man nach den bisherigen befriedigenden Erfahrungen größer ausbauen will. Ob ein Bezugsrecht für die 2Ütionäre und in welchem Umfange in Frage kommt, ist bisher noch nicht bekannt.
Frankfurter Börse.
Frankfurt, 20. Sept. Tendenz: Unsicher. — Nachdem im Dorbörsenverkehr die Tendenz eher etwas fester gewesen war, da die Spekulation ver- schiedentUch zu Deckungen schritt, wurde die Stirn, mung bei Beginn des offiziellen Verkehrs wieder recht unsicher bei nicht einheitlicher Kursentwicklung. Der Geschäftsumfang Ist nach wie vor klein. Die Spekulation kam mit Abgaben an den Markt, die bei dem herrschenden Äufttags- mangel nur schlecht aufgenommen wurden. Die Gerüchte, daß die demnächst erscheinende Außenhandelsbilanz ungünftig sei, verstärkten sich. Kursstützend wirkte die Erleichterung am Geldmärkte. Tagcsaeld war wieder reichlicher ar.ge- boten. Eine gewisse Anregung brachte auch die Meldung, daß die 3. G. Farben die Vorarbeiten zur Herstellung des synthetischen Kautschuks abgeschlossen habe, und daß eine Erklärung der Verwaltung zu erwarten fei Bei Festsetzung der ersten Kurse war die Kursgestaltung bei geringen 93er- anderungen uneinheitlich. Bis zu 1,5 Proz. niedriger eröffneten Schlffahrtswerte und die Mehrzahl der Montanpapiere, Zellstoff-Waldhof, Scheideanstalt, Goldschmidt und Schuckert. Bis zu 2 Prozent anziechen konnten dagegen 9. G. Farven, Bauunternechmungen, Riugerswerke imb die meisten Elektropapiere. Stärker g-ftcigert waren Siemens mit plus 3,5 und KaUwerte plus 2,75 Prozent. In Voigt & Haeftner wurden die Käufe auf die morgige Besprechung der Verwaltung mit der Gum- pelgruppe in verstärktem Maße fortgesetzt. Der erste Kurs war 17 Prozent höher. Am heimischen Renten markt ist das Geschäft wieder sehr still geworden bei abbröckeln-den Kursen. Im Verlaufe konnten die Ktirse .zunächst weiter etwas anziehen, später jedoch verstärkten sich die Abgaben und die Haltung wurde allgemein schwächer bei andauernden Schwankungen. Besonders in I. G. Farben ft.m ziemlich Material heraus. Am Geldmarkt stellte sich Tagesgeld auf 5* Prozent. Im Devisen- oerkehr lagen die Reichsmark und das englische Pfund sehr fest, auch Madrid weiter anziehend.'Man hörte die Reichsmark gegen Kabel mit 4,1980, gegen London mit 20,4320, London gegen Kabel 4,8660, Paris gegen London 124,01, Mailand 89,25 und Madrid mit 28,08.
Berliner Börse.
Berlin, 20. Sept. Die Spekulation hatte sich schon vorbörslich und im heutigen Vormittaasverkehr gedeckt. Dadurch genügte zu den ersten Kursen schon geringes Angebot, um Kursabschwächungen von 1 bis 2 Prozent herbeizuführen. Kunden - orders fehlen fast ganz, so daß Die Geschäfts- lositzkeit immerstärker in Erscheinung tritt. Verstimmt wurde die Börse durch die Vorgänge bei der Deutschen Waffen-A.-G. Rach den strikten De
mentis vor einigen Monaten kamen die heutigen Pressemeldungen über die Kapitalreduktion bei die- ser Gesellschaft sehr überraschend. Im allgemeinen haben sachliche Momente bei der gegenwärtigen Einstellung der Börse keine ausschlaggebende Bedeutung mehr, trotzdem ist daraus hinzuweisen, daß verschiedene schwebende Anleiheoerhandhungen mit dem Auslande günstig zu werten sind. Andererseits verweist man auf die Geldsorgen auf allen internationalen Märkten. Sogar in Reuyork wurde die gestrige schwächere 93eran(agung damit begründet. Sehr schwach lagen Schubert & Salzer, die 11 Prozent verloren, dagegen konnten Voigt & Haeftner 10 Prozent anziehen. Anleihen lagen ruhig. Ausländer überwiegend schwächer. Österreichische Eisenbahnen weiter fest, Pfandbriefe ohne Geschäft. Im 93erlaufe setzten Voigt & Haeftner ihre Aufwärtsbewegung fort und gewannen weitere 9 Prozent. Auch Spntwcrie konnten 3 Prozent anziehen. Die übrigen Werte lagen dagegen schwankend und eher niedriger. Elektro- werte trotz lebhafter Umsätze kaum verändert. Deutsche Waffen taxiert man auf 73 bis 75 Proz.
Frankfurter Getreidebörse.
Frankfurt a. M., 20. Sept. Die Stimmung ist etwas freundlicher geworden. Es herrscht mehr Rachfrage nach Landweizen. Landroggen wurde zu erhöhten Preisen von Mannheim gekauft, lieber Fäulnis der Kartoffeln hort man neuerdings Klagen. Das Mehlgeschäft ist weiter still. Es wurden notiert: Wetterauer Weizen 26,25 bis 26,50; inl. Roggen 24,75 bis 25; Sommergerste für Brauzwechr 26 bis 28; inl. Hafer 22,75 bis« 24; ansl. Hafer 24 bis 25; Mais (gelb) 19 bis 19,15; Weizenmehl, inl.. Spezial 0 39 bis 39,25; Rvggenmchl 35,25 bis 35,75; Weizenkleie 13 bis 13,25; Rvggenkleie 13,75 Mk. Tendenz: befestigt.
Rindviehmarkt in Gießen.
* Gießen, 20. Sept. Auf dem heutigen Rindermarkt waren 786 Stück Großvieh und 394 Kälber aufgetrieben. Der Handel ging flott. Es wurde ausverkauft: zum Schluß bestand noch Rachftage. Bezahlt wurden für Milchkühe 1. Qual. 600 bis 700 Mk., 2. Qual. 450 bis 500 Mk., 3. Qual. 200 bis 300 Mk ; Schlachtkühe 200 bis 350 Mk. Kälber kosteten 70 bis 75 Pf. je Pfund Lebendgewicht.
Frankfurter Kartoffclmarkt.
Frankfurt a. M.. 19. Sept. Sorte: Industrie. norddeutsche, weißschalige, weißfleischige Kartoffeln 2,50 Mk., Industrie, hiesiger Gegend, runde gelbfleischige Kartoffeln 3 Mk. Tenhenz: ruhig.
Letzte Nachrichten.
Die gestohlenen Frankfurter Iurve'en aufgesunden.
Frankfurt a. M., 20. Sept. (WSN.-Drahr- Meldung.) Nach einer Mitteilung der Kriminalpolizei hat der unter dem Verdacht des Juwelendieb- stahls in uner Villa in der Friedrichstraße feftge» nomrnsne 19 Jahre alte Fürsorgezögling Otto Preß hfure morgen ein volles Geständnis abgelegt. In Gegenwart seines herbeigeeilten Vaters wurde er nochmals eindringlich ermahnt und verwarnt, worauf er sich schließlich bequemte, einziige- stehen, daß er die Juwelen im Sie g w aide bei Rödelheim vergraben habe. Die Kriminalpolizei begab sich darauf mit dem Verhafteten nach dem Wald, wo er in Gegenwart des bestohlenen Bankiers genau die Stelle bezeichnete, an der er die Juwelen versteckt hatte. Unter einem Busch wurden die Juwelen bann auch in der Erde vergraben aufgefunden. Sie waren sehr forqräii g in einen Strumpf verpackt, dieser war in einer Bi büchse und darüber war wieder der bewußte L Sack gezogen. Soweit bis jetzt feststeht, waren nach alle gestohlenen Wertgegenstände vorhanden. Rur die beiden Münzen fehlten. Wie weiter bekannt wird, hat der Dieb sich übrigens s e l b ft verraten. In einem Bankgeschäft im Stadtteil Bockenheim suchte er eine der beiden gestohlenen Jubiläumsmünzen nebst einem F ü n f - L i r e s che i n flüssig zu machen. Der Beamte schöpfte Verdacht und benachrichtigte tue Polizei, der es bann auch in ungewöynlich kurzer Zeit gelang, den jungen Mann ausfindig zu machen und festzunehmen. (Vgl. die Meldung auf der vierten Seite des Zweiten Blattes dieser Ausgabe. D. Red.)
Evrecivftn den der Wcnnftion.
12 bis 1 Uhr mittags, 5 bis 7 Uhr nachmittags. Samstag nachmittag geschloffen.
Jür unverlangt eingesandte Manuskripte ohne beigefügfee Rückporto wird feine Gewähr übernommen.
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 6 Prozent, Lombardzinsfuß 7 Prozent.
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Berlin
Frankfurt n. Ri
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Zellstoff Aschaffenburg . . Charlottenburger Waller.
VtiTaitcr GaS .
Daimler Motoren . . . .
Demag ......
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199
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85
105,5
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115.5
Rumänische Noten......
Schwedische Noten......
Schweiler Noten.......
Spanische Noten.......
Tschechoslowakische Noten . .
Ungarische Noten ...
Devisemnartt Derlm-
Telegraphische
2.595
112,62
80,74
71.91
12.395
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20. Septbr.
118
118,75
Amtliche 6skld
Notierung Brief
Amtliche Notierung
Geld Briet
Adlcrwerke Klevcr.....
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110,89
112,39 112,89 10,581
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2,139
168,52 1,798 »8,56
111,11 112,61 113,11 10,601
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59,27 12,455
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110,81
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0,413
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40,56
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140 5,644 1,196
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10.935
168,51
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Hl. 01 112,(9 113.08 10,5 9 Z2,Mto 20,453 1,2035
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Berlin, 19 Sevtvr.
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Belgische Noten.....
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10,975


