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sollte die schon halb zur Ruine gewordene Burg abgebrochen werden. Da erhob der Dichter Max von Schenkendorf einen flammenden Protest dagegen. Er drang damit durch und gab den Anstoß zu einer Restauration, die einige Teile wiederherstellle. Aber erst von 1878 bis 1895 erstand die Burg in allen ihren Teilen in neuer Schönheit zur alten Herrlich- leit. In stiller Andacht, von den Schauern der Ver
gangenheit umweht, wandert jeder Besucher durch das Hock^chloß, den großen und kleinen Remter, dessen Spitzbogen auf einer einzigen schlanken Säule ruhen, durch die Hochkirche, unter der die Hochmeister beigesetzt sind, durch das Mittelschloß und die Kon- oentsremter. Tiefere Eindrücke von vergangener Pracht und Macht kann man nicht, mitnehmen. In einigen Stunden Bahnfahrt, auf der man öfters einen Ausblick auf das Frische Haff gewinnt, gelangt man zu der alten Krönuntzsstadt Königsberg. Ihre größte Sehenswürdigkeit ist das auf einem die Stadt überragenden Berge liegende gewaltige Schloß. In seinen Kellern befand sich die Richtstätte mit den Folterwerkzeugen, die von der Justiz vergangener Jahrhunderte angewendet wurden. Jetzt sind die Räume von den Lagerfässern und Trinkstuben einer Weinhandlung eingenommen, deren Name „Das Blutgericht" noch an die alten Zeiten erinnert Darüber liegt die Sckloßkirche, in der sich der erste König von Preußen selbst krönte und darüber der Moskowiterfaal, in dem die Hoffestlichkeiten abgehalten wurden. Fürwahr, eine seltsame Zusammenstellung!
Don Königsberg aus beginnt man die Wanderung durch die landsckaftlichen Schönheiten des Landes. Auf kurzer Bahnfahrt erreicht chan Palm- nicken, wo das Gole der Ostsee, der Bernstein, in bergmännischem Betrieb gegraben wird. Die Stollen dringen in das Steilufer der Küste ein und folgen einer mehrere Meter dicken, blauen Tonschicht, in welcher der Bernstein in kleineren oder größeren Nestern lagert. Früher wurde er auch durch Bagger aus dem Kuriscken Haff geholt, docy ist dieser Betrieb als unrentabel aufgegeben. Auch die auf dem Grund der Ostsee ruhenden Schätze scheinen erschöpft zu sein. Früher zogen bei jedem Nordweststurm die Männer an den Strand, hielten ihre großen Käscher jeder heranrollenden Woge entgegen und machten oft reiche Beute. Jetzt werfen die Wel- len nur noch winzige Stucke auf den Strand, die aufgelesen und zu Lack verarbeitet werden.
Von Palmnicken führt die Wanderung an dem Nordrand der samlänoischen Küste bis Cranz, von hoher Düne aus sieht und hört man die Meeres- mogen auf den Strand rollen. Dabei stößt der Weg 3ft an eine tief einschneidende bewaldete Schlucht, der man bis zum Meer folgen muß. Uralte Buchen ragen wie die Säulen eines Münsters, überwölbt von einem dichten Blätterdach.
Von Cranz aus sollte unbedingt der K u r i - schen Nehrung ein Besuch abgestattet werden. Eine zweite Landschaft von dieser Eigenart gibt es wohl auf der aanzen Erde nicht. Ein schmaler Land- streifen, aus hohen im Sonnenschein hellgelb gleißenden Sanddünen scheidet das Meer vom Haff. Früher war die Nehrung bewaldet. Als sie im achtzehnten Jahrhundert abgeholzt wurde, ritz der Sand die Herrschaft an sich. Der Wind türmte ihn zu Dünen auf, die langsam aber unaufhaltsam aum Haff wanderten und darin verschwanden. Aber das Meer warf unaufhörlich immer neue Sandmafsen auf den Strand, die sich zu neuen Dünen formten. Sie ver- schlangen große, am Haff gelegene Dörfer, deren Ruinen erst nach vielen Janren wieder zum Vor- fdjein kamen. Jetzt sind mit vielen Kosten groß« Strecken der Nehrung wieder aufgeforstet, aber im- rtwt noch mehr als zuviel Wanderdünen vorhanden. In die aufaeforsteten Gebiete find vom Ostufer des Haffes zahlreiche Elche eingewandert die man bei einer Wanderung leicht zu Gesicht bekommt, weil sie den Menschen nicht ängstlich fliehen. Man kann den größten Teil der Nehrung im Dampfer abfahren und nur von den einzelnen Stationen kürzere Wanderungen über die Dünen antreten. Sehr zu empfehlen ist ein Besuch der Vogelwarte Rossitten.
Non Königsberg führt der Schienenweg südwärts nach Masuren, dessen Bewohner im Jahre 1920 bei der aufgezwungenen Abstimmung ihre völlige Eindeutschung und unwandelbare Treue für Deutschland bekundet haben. In den ersten Monaten des Krieges in Trümmer gelegt, ist es jetzt wieder aufgebaut und weist wieder schmucke Städtchen und freundliche Dörfer auf. Seine Schönheit beruht auf der innigen Verbindung von stattlichen Bergen, großen Waldungen und zahllosen Seen. Am leichtesten lernt man ste auf einer Dampferfahrt kennen, die von Lötzen am 1. Tage über den 106 Quadratkilometer großen Mauersee nach Angerbrrrg und zurück führt. Unterwegs landet man in Steinort, um die gewaltigen, uralten Eichen zu bewundern, wie es keine anderen von gleicher Stärke in Deutschland gibt. Die meisten waren schon Niesen, als die ersten Ritter vor 600 Jahren in ihrem Schatten lagerten.
Am zweiten Tage führt der Dampfer seine Fahrgäste mitten durch die masurische Wildnis, die gewaltige Johannisburger Heide. Diese Fahrt durch das schöne Ostpreußen schafft Eindrücke, die jedem Besucher zur lieben, im Gedächtnis haftenden Erinnerung werden.
Wanderfahrten.
Marburg—Rimberg—Gladenbach.
Don unterem Ausgangspunkt Marburg folgen wir roten Strichen, die uns durch das als Sommerfrische bekannte freundliche Marbach führen. Hinter dem Ort kommen wir zunächst durch ein schönes Wiesentälchen und dann durch Wald auf die Kälberner Straße, auf der wir bis Dagv- bertshLusen, einem kleinen Ort von vier Bauernhäusern, weiterschreiten. Die Straße verlassend nimmt uns alsbald hinter D. wieder der Wald aus, Der uns bis auf die Höhe begleitet. Wald- tid, hingen ermöglichen unterwegs prächtige Blicke auf die benachbarten Berge. Aach einem kräftigen Anstieg erreichen wir nach dreistündiger Wanderung den 500 Meter hohen Rimberg, von dessen Aussichtsturm wir eine weite, entzückende Rundschau haber^ Aunmehr folgen wir roten Dreiecken, die uns erst nach dem am Fuße des Berges gelegenen Damshausen und hierauf auf guter, aussichtsreicher Straße, abwechselnd durch Feld und Wald über Diedenshausen und Sinkershausen in 2' _■ Stunden nach unserem Endziel, dem reizend gelegenen Städtchen Gladenbach bringen.
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Nidda—Eichelsachsen— 5 chatten.
Wir fahren mit Sonntagskarte Schotten nach Aidda, durchwandern das schöne Städtchen und folgen roten Strichen, die uns zunächst nach Michelnau und hieraus durch prächtigen Wald über den Breitenstein bis zur Straße Glashütte— Eichelsachsen bringen. Hier verlassen wir das Wegezeichen und gehen auf der Straße über Eichelsachsen nach dem lieblich gelegenen Wingershausen. Hier treffen wir weihe Kreuze, die uns in kurzer Zeit auf den Haselberg oder Schönen Stein führen. Oben haben wir einen herrlichen, freien Rrmdblick auf die Höhen des Taunus, die Berge des Westerwalds und den hohen Vogels- berg. Beim Wettermarsch führt uns die Markierung durch Wald und Feld, das Läunsbach- tal, später das Michelbachtal überschreitend, kurz vor unserem Endziel Schotten beim Gasthaus Luginsland, früher Lehrerheim, gegenüber der Alte- burgskopf auf die Staatsstraße. Gesamtdauer der Wanderung 4'.2 Stunden.
Reisewinke.
Moserfahrt.
Die Schönheiten einer Moselfahrt sind beim rheinischen Reisepublikum eigentlich noch reichlich wenig bekannt. Wochentags fahren die kleinen weißen Dampfer meist mit Gütern beladen den Strom hinauf und hinab. Aber auch dann, und vielleicht gerade dann, ist es schön, dem Fluh seinen vielhundert Windungen zu Tal oder zu Berg zu folgen. Man hat hier wohl die beste Gelegenheit, das Tal in seiner ganzen Schönheit fenuenguletnen. Aichts ist dem Auge verborgen, wenn man auf den kleinen Dampfern sitzt, da kommen von den Bergen zur Rechten und Linken die Weinreben bis dicht ans Ufer heran. Hier hat sich eine Schlucht gebildet, in die die Felsen jäh Imd tief hinabstürzen. Da liegen dann die kleinen Moseldörfer in ihrer Ruhe eines herrlichen Sommertages. Oder aber der Berg tritt zurück und läßt am Ufer noch ebensoviel Platz, daß man eine Straße daherziehen kann, daran die Moselaner ihre spitzgiebligen Häuschen, mit Weinlaub bekränzt, gebaut haben. Burgen stehen auf schwindelnd hohen Festen. Und unten im Dorfe manch altes Kirchlein mit denkwürdigem Innern.
Was stt es wohl, was dem Reisenden eine solche Moselfahrt so anziehend macht? Das Schönste wohl stt die Ruhe einer solchen Fahrt durchs Tal. Aivgends wird dieses Bild gestört durch das laute Getöse einer moDernen Fabrik. Man sieht nur Winzerdörfer und Städtchen in geruhsamem Frieden an den Ufern liegen. Aus schwerem Rebel löst sich der heitere Sommertag, ein betauter Morgen, dem der heiße Mittag folgt, den man in kühlen Gaststuben verträumen mag. Und am Rachmittag lockt es wohl, über die Berge zu streifen, in Burgen und Klöstern dem Wirken vergangener Jahrhunderte nachzu- spüren. Schön aber ist es am Abend, wenn Der Mond drüben über die Bergs steigt und leiser Ruderschlag über Die Wasser gebt Das ist MoselzaubÄ, der jeden gefangen nimmt, der seinen Retz einmal kennenlernte. Und soll man da noch viel vom Moselwein sprechen, der froh macht und leichten Herzens? — Man trinkt ihn bester, als daß man davon spricht. Und das ist dann die Krönung der Moselfahrt.
Wiedereröffnung der Schwarzenberg-Klamm.
Bor saft 100 Jahren (1830) wurde durch baS bayerische Saalachforstamt Unkental die Schwarz- bergklamm zum Zwecke der Holztrift für die Saline Reichenhall erschlossen. Sie erwarb sich durch ihre eigenartige Schönheit trotz ihrer 2lb- gelegenheit von allen damaligen Verkehrswegen den Ruf eines feiten en Raturschauspiels. König Ludwig I. von Bayern und Kaiser Franz Joseph von Oesterreich besichtigten und bewunderten sie im Jahre 1837. Der bayrische König widmete ihr sogar ein lateinisches Gedicht, das, in Kupfer getrieben, heute noch auf einer ehernen Tafel am Eingang der' Klamm zu lesen ist. Infolge des Krieges und der Geldentwertung konnte die Klamm nicht mehr instand gehalten werden. Die Stege und Geländer verfielen, man fonnte sie jahrelang nicht mehr besichtigen. Die Wiederinstandsetzung der gleicht alte in Verfall geratenen Vvrderkaser- und Seisenbergklamm, sowie der Lambrechtsvfenloch-Höhlen ließen jedoch. den Wunsch aufkommen, daß auch die hochinteressante Schwarzenberg- oder Uni euer Klamm wieder zu- gängig gemacht werde. Mit Hilfe der beiden Regierungen von Oesterreich und Bayern, sowie einiger Gemeinden und Vereine ist es gelungen, die erforderlichen Mittel dazu aufzubringen. Am 14. August konnte die Klamm, die einen Anziehungspunkt für die benachbarten Gebiete des Traun-, Achen- und Saalachtales bildet, wieder eröffnet werden.
Die Schwarzbergklamm ist zwischen die Ge- birgsstöcke des Svmttägshorn, Der Kammer-- köhralpe und der Loserer Alpen eingebettet und von der Waldbahn Ruhpolding—Reit i. Winkel, sowie von den Postautolinien Traunstein oder Salzburg—Reichenhast—Loser und Löfer—St. Johann leicht zu erreichen.
Tie Autoftratze Frankfurt— Wiesbaden.
Don der neuen Großverkehrsstraße Frankfurt—Wiesbaden, die in der Rähe der Frarck- furter Festhalle bei der jetzigen Musikausstestung auf dem Messepark ihren Ausgang nimmt und ent die breite Bismarck-Allee anschließt, wurde der erste Teil soeben fertiggestellt. Von Der dreiteiligen Straße ist die mittlere Bahn für Den beschleunigten Durchgangsverkehr, Die Seitenbahnen für langsam fahrende Automobile und Pferdefuhrwerke bestimmt. Die Fortsetzung des Straßenbaues nach dem Rhein wird sich in Kürze anschließen.
Dampfbootverkehr auf der Lahn
Rachdem in allernächster Zeit die Staustufen und Schleusen Der unteren Lahn fertiggeftellt sein werden, ist Die Einrichtung eines Personenverkehrs mit Dampft- und Motorbooten auf der Strecke von Limburg bis zum Rhein mit Anschlüssen an Die Rheinschiffahrt beabsichtigt. Die
Natsel'Ecks.
Silbenrätsel.
Aus den 18 Silben:
band — bei cel — el — gei — ib — ko — lap — le — li — pe — ran — rei — tut — sen — ser — sig — un
sind neun zweisilbige Wörter zu bilden, die folgende Bedeutung haben: 1. heiße Quelle: 2. Lolksstamm: 3. umherjagender Knabe: 4. weiblicher Personenname: 5. Stadt in Hannover: 6. mohammedanisches Erbauungsbuch: 7. Stadt in Syrien: 8. geschnittenes Brennholz: 9. nordischer Dichter. — Sind die Wörter richtig gebildet, ergeben deren Anfangsbuchstaben, von vorn nach hinten, und Endbuchstaben, von hinten nach vorn, sofern man diese aneinanderreiht, ein Sprichwort.
Kreuzworträtsel.
Vt 15
13
16
18
20 21
\2*f
12
MI7
Ml9
Mb
Tio
Taeeeee Ta Men L
1. Von links nach rechts:
1. Lasttier: 2. namhafter Rechtsgelehrter (f); 7. gepolstertes Möbel: 9. biblische Person: 1L natürliches Wasserbecken: 13. geistiges Getränk: 14. unkultivierter Baumbestand: 16. Stadt in Schleswig-Holstein: 17. wie 13; 18. biblische Person; 19. Gesangslaut: 20. altpersische Winterresidenz; 23. Universitätsdiener; 24. junger Wein.
2. Von oben nach unten:
1. Griechische Göttin; 2. Majordomus im alten Japan; 3. Zahl; 4. weiblicher Personenname; 6. unterirdische Vorratskammer; 8. amerikanischer Staatsmann; 9. großes Zimmer, 10. weiblicher Personenname: 11. Fruchtkorn; 12. andere Bezeichnung für Paradies: 15. altägyptischer König: 20. wie 9, wagerecht; 21. männlicyer Personenname; 22. Singstimme.
Gegensätze.
Für jedes der nachfolgenden Wörter suche man ein im Gegensatz zu ihm stehendes Wort. Die An- sangsbuchstaben dieser ergeben dann, zu einem Wort vereinigt, ein Verkehrsmittel.
1. fest; 2. artig; 3. langsam; 4. unbrauchbar; 5. zierlich; 6. selten; 7. ungenau; 8. flach.
Berwandlungsaufgabe.
Ried
fasfl J
Huld
In vorstehender Verwandlungsaufgabe soll das Wort „Fang" durch stufenweise Umänderung in die Wörter
Huld — Gest — Ried — Sued umgewandelt werden, und zwar darf immer nur ein Buchstabe durch einen anderen ersetzt werden; auch darf jedes Wort nur einmal vorkommen.
Scherzrätsel.
Errate mich: Ich diene täglich dir.
Zu schauen war ich einst als der Geliebten Zier, Auch wandelst gern du im Gebtrg' auf mir.
Und dann: Wie heißt der Anfang von dem Lied, Das der kann singen, der dies Rätsel riet?
Rundflug.
ST
IXart» «en Scljtsw.
Das Ergebnis des Rundflugs ist ein Fischerkopf. (Es kann ein Ort auch öfter berührt werden.)
Umslellungsrälsel.
Warna — Ekel — Tapir — Tadel — Essen — Reim — Lende — Epos — Urban — Chok — Horst — Tibet — Ebro — Nische.
Wette^euchten.
E/bleil.
Auflösungen.
Silbenrätsel.
1. Gastein; 2. Eveline; 3. Sittich; 4. Christine;
5. Herodes; 6. Ironie; 7. Cherbourg; 8. Kolon;
9. Turnier; 10. Egge; 11. Hallig; 12. Amsel;
13. Narwal; 14. Dogma; 15. Idar; 16. Stunde;
17. Tragkorb; 18. Unke.
Geschickte Hand ist überall gern gesehen.
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Kreuzworträtsel.
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Füllräksel.
m | a | t
Bilderrätsel.
SledründerbewahrcmstaL.
Die Narrenkappe.
Splitt« unD Sparren Dom RedaktionStifch.
Amerikanisches.
„Ick möchte gern von Ihnen das Geheimnis der faoelhaften Erfolge erfahren, die Sie im Ge- ichäftsleben errunaen haben", bedrängt der Aus« fraget den neuaebadenen Millionär. „Bitte sehr, einen Augenblick , wehrt der andere ab. „Da müssen Sie mir zuerst lagen: kommen Sie von einer Hei« hing ober von der Polizei?"
furchtbare Drohung.
Der Pleitegeier schwebt über Meiers Haupt. Da kommt sein Buchhalter Müller und bittet um Ge« haltszulaae. „Nehmen Sie sich in acht, junger Mann," schreit Meier, „noch ein Wort und ich mache Sie zum Teilhaber!"
Entfernung Limburg—Lohnst ein beträgt 56 Km. Auf Der Strecke werden als landschaftlich bevorzugte Punkte u. a. Diez. Obernhof, Rassau und Bad Ems berührt. Fünf Boote für Den Lahnverkehr mit einem Fassungsverrnögen von je 120 bis 150 Person^ befinden sich im Bau.
Nachsaison in Bad Tölz.
Immer noch verbreitet sich das alte Vorurteil, daß nur die Monate 3uni bis August für einen Kuraufenthalt im Gebirge geeignet seien. Tatsache ist jedoch, daß alle Bade- und Luftkurorte des bayerischen Hochlandes in der Zeit der größten Sommerhitze am meisten frequentiert sind. Würden viele wissen, daß die Vorgebirgslandschaft um Bad Tolz bis lange in Den Oktober hinein ein sommerliches Bild bewahrt, besonders regen- und windarme, warme Tage im September und Ottober mit einer Stetigkeit vorherrschen und die ultraviolette Son- nenbesttahlung im Herbst wie auch im Frühjahr besonders stark und doch erträglich ist, so würden sie Die Rachsaison zum erfolgreichen Kurgebrauch wählen. Ein Vorzug Der Rachsaison ist auch die Ruhe in den Badeorten. Das Fehlen des geräuschvollen Kurlebens der Sommermonate ist für den wirklich Erholungsuchenden, insbesondere Den Rervösen, von gewaltigem Einfluß. Die Heilerfolge Der Tölzer Jodkur bei Arterienverkalkung, Rückständen von Entzündungen und Verwundungen, Skrofulose, Erkrankungen Der Harn- organe, Hautleiden, Frauenleiden sicherten Bad Tölz in Der Kurzeit 1927 eine Frequenz, die mit Der Anzahl von über 9000 Gästen am 6. August Die des Vorjahres um 1500 Personen überschreitet. Die reine ozonreiche Gebirgsluft bei 670 Meter Meereshöhe gilt im Verein mit Dem Brunnen und den Bädern als wirksames Kurmittel und
übt auf Die Rervenstärkung Wunder aus, wie sich überhaupt die Heilkraft Der Jodquellen erst im Rahmen der anmutigen und klimatisch günstigen Gebirgslandschaft besonders auswirkt. Infolge der erfolgreichen Kur in Bad Tölz sind seit einigen Jahren die Bäder, Hotels und Pensionen das ganze Jahr hindurch geöffnet Von Bedeutung für eine Kur in der Rachsaison ist auch des llmftanb, daß ab 11. September eine 50prvz. Ermäßigung der Kurtaxe und eine teilweise Gr- mähigung auf die Trink- und Bäderkartenpreife eintritt. Auskünfte erteilt das Verkehrsbureau in Bad Tölz.
Erweiterung der Bodenseeschiffahrt.
Den Motorbooten „Konstanz" und dem der Reichsbahndirektion Karlsruhe gehörenden Boot „Stadt Radolfzell", das im Dienst der Reichsbahn Den Verkehr zwischen Radolfzell und Oeh- ningen ausführt und 200 Fahrgäste aufmmmt, ist als drittes Boot der gleichen Werft jetzt die „Frauenlob" gefolgt. Es bietet Raum für 70 Fahrgäste und dient dem Verkehr aus Dem Uebcrlinger See. Für Den Untersee wird in den nächsten Tagen das bisher größte Doot in Betrieb gestellt. Es hat eine Länge von 38 Meter, Dieselmotoren von 500 P. S. und erreicht eine Stundengeschwindigkeit von 25 Km. bei einem Fassungsvermögen von 300 Ihhrgästen. Es erhält den Flamen „Höri" und soll in Den nächsten Tagen den Verkehr zwischen Oehningen, Langen, Gaienhofen, Reichenau und Radolfzell aufnehmen.
Eprcckistuuden der Mevaklion.
12 bis 1 Uhr mittags, 5 bis 7 Uhr nachmittags. Samstag nachmittag geschlossen
Für unverlangt eingesar.dtc Manuskripte ohne beigesügte? Rückporto wird keine Gewähr übernommen.
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