noch in hcißes t ::..b d'r latine s,::t
rührt. Dann wird in einen halben Liter saurer Buttermilch ein viertel Pfund Zucker geschüttet, schnell schaumig gequirlt, etwas abgeriebene Zitrone nebst dem Saft und der aufgelösten Gelatine gut durchgerührt, in eine Schüssel gegossen und kalt gestellt. Danach bereitet man die dazu gehörige Danillen- sauce. Reichlich ein halber Liter süße Vollmilch wird mit kleingeschnittener Vanille (für 10 Pf.) oder einem Päckchen Vanillezucker (für 10 Pf.), einem Eßlöffel Zucker und einer Prise Salz zum Kochen gebracht, mit zwei Teelöffel Kartoffelmehl (mit etwas kalter Milch verrührt) gut bündig gemacht und zuletzt mit einem Eigelb abgerührt. — Diese Sauce braucht nur einige Stunden zum völligen Abkühlen; die Speise muß man am Tage vorher bereiten, damit sie recht steif ist.
Wirtschaft.
Die Auswirkungen der neuen Gülertarifreform.
Auf der letzten Tagung des Verwaltungsrates der Deutschen Reichsbahngesellschoft sind Maßnahmen beschlossen worden, durch bie gärten im Gütertarif gemildert werden sollen. Mit dieser Reform ist zwar in einigen Punkten den Wünschen der Verkehrsinreressenten Rechnung getragen worden; in anderen sehr wesentlichen Punkten hat man ihnen jedoch keine Folge geleistet. Die jetzt beschlossene Neuregelung ist also keine „Neuregelung" im eigentlichen Sinne des Wortes, sondern nur eine Art „Bereinigung" des Tarifs; sie hat nicht allgemeine Erleichterungen mit sich gebracht, sondern nur einen Ausgleich geschaffen für einzelne besonders ausgesprochene Tarifhärten.
Auch nach der neuen Regelung liegt in sehr wichtigen Positionen die Frachthöhe immer noch weit über der Preishöhe. Das läßt sich besonders anschaulich darstellen für den sehr wichtigen Lebensmittelverkehr. Der Berliner Großhandelspreis für Weizen beträgt z. B. 135; dagegen liegt der Frachtindex auf 186 bei 50 Kildmeter, auf 156 bei 150 Kilometer, auf 147 bei 300 Kilometer und auf 132 bei 500 Kilometer; auf alle Entfernungen bis zu 450 Kilometer ist also die Frachtsteigerung im Verhältnis zur Preissteigerung größer; es hat daher bei allen Verfrachtungen unter dieser Entfernung der versandte Weizen eine höhere Fracht als vor dem Kriege zu tragen. Beim Roggen ist der Preisindex 117; auf allen Entfernungen bis etwa 700 Kilometer ist eine höhere Fracht zu tragen. Noch ungünstiger liegen die Verhältnisse beim Hafer, der nur einen Preisindex von 111 auf weist; infolgedessen ist hier bis nahezu 800 Kilometer eine teurere Fracht als vor dem Kriege zu zahlen.
Auch die Industrie kann sich in wichtigen Teilen mit der jetzt getroffenen Neuregelung nicht einverstanden erklären. Insbesondere ist der Nahverkehr immer noch nicht genügend entlastet; dieser Umstand ist besonders für das zwei Drittel des gesamten Frachtverkehrs der Reichsbahn aufbringende Ruhrrevier wichtig, in dem ungefähr | aller Güter der Rohstoffklaffen im Nahverkehr befördert wird. Die für Rohstoff- und Massengüter hauptsächlich in Frage kommende Klasse F hat überhaupt keine Ermäßigung erfahren, während für die für Massengüter ebenfalls sehr wesentliche Klasse E nur eine ganz geringfügige Ermäßigung eintreten soll. Dagegen sind für die sogenannten oberen Klassen A bis D, in denen hauptsächlich die Fertigfabrikate befördert werden, teilweise recht beträchtliche Erleichterungen beschlossen worden. Das sehr wichtige Prinzip der Rohstoffoerbilligung durch Frachten- senkung hat also keine Berücksichtigung erfahren, obwohl Rohstoffe für alle Zwecke der Verarbeitung verbraucht werden, Herabtarifierungen auf diesem Gebiet also von besonders großem und nachdrück- u.chen Einfluß gewesen wären. Zum mindesten in diesem Punkt ist also eine „Bereinigung" des Gütertarifs nicht eingetreten; die Nachholung dieses Versäumnisses muß für die nächstmögliche Gelegenheit gefordert werden.
Diese Forderung ist um so nachdrücklicher zu erheben, als die finanzielle Lage der Reichsbahn sich in den letzten Monaten nicht unerheblich gebessert hat. Das geht nicht nur aus den steigenden Ziffern des Güterverkehrs hervor, der gegenüber den entsprechenden Monaten des Jahres 1926 m den letzten Monaten eine Steigerung um ungefähr i aufweist und der sogar den Güterverkehr des Jahres 1913 aus das jetzige Reichsgebiet bezöge^, übertroffen hat. Auch die finanziellen Er- gebniffe sind recht günstig; die Ueberschüsse der Reichsbahn betrugen letzthin monatlich bis zu 50 Millionen Mark, obwohl gleichzeitig so hohe Sum- >nen für Erneuerung der Anlagen bereit gestellt werden konnten, daß eine Inanspruchnahme der Reichsbankkredite oder eine Verwertung der Reichs- bohnvmzugsaktlen nicht notwendig war. Angesichts dieser Sachlage wäre es zweckmäßig, wenn die
Reichsbahn n.öglichft bald anstatt einer „Bereinigung" eine wirkliche „N e u r e g e l u n g" ihres Gütertarifs vornehmen würde unter Berücksichtigung der hier wiedergegebenen Gesichtspunkte und unter besonderer Berücksichtigung der Tatsache, daß jede Ware hohe Frachtanteile enthält, deren Höhe für den die breite Masse der Konsumenten in höchstem Maße angehenden Warenpreis von ausschlaggebender Wichtigkeit ist.
Die 30-Millionen-Dollar-Anleihe der Deutschen Rentenbank-Kreditanstalt.
Landwirte, die aus der neuen 30-Mill.°Dol- lar°Anleihe der Deutschen Rentenbank- Kreditanstalt einen Kredit zu erhalten wünschen, wenden sich an ihr Realkreditinstilut unter Mitnahme der notwendigen Unterlagen (Grundbuchauszug, berichtigter Wehrbeitragswert, Taxe u. dgl.) bAto. zunächst an ihre Genossenschaft. Sind auf oas zu beleihende Grundstück bereits Dorlasten eines Realkreditinstitutes eingetragen, so ist zu empfehlen, sich an dieses Institut zu wenden. Im Vertrag über die zweite Qlmerifa» Anleihe ist vorgesehen, daß Vorbelastungen (Auf- wertungs- und Hypothekarbelastungen) desjenigen Vealkreditinstitutes, das die Veleihung vornimmt, bestehen bleiben dürfen. Die Veleihung darf, sofern das Reälinstitut . cinwilligt, einschließlich der eben erwähnten Vorlasten bis zu 40 Prozent des berichtigten Wehrbeitrages betragen. Die Auszahlungsbedingungen sind die folgenden: für je 100 AM. aufgenommene Schuld erhält der Landwirt 90,50 RM. bar ausgezahlt, bei Beträgen bis zu 5000 RM. 90 RM. Die Schuld ist mit 6 Prozent jährlich zu verzinsen, außerdem ist ’/o Prozent Verwaltungskostenbeitrag und 1 Prozent Tilgung zu zahlen, also jährlich in zwei Halbjahresraten am 1. Mai und 1. November zusammen 6,5 Prozent plus 1 Prozent Tilgung = 7,5 Prozent der im Grundbuch eingetragenen Hypothek.
Die Darlehen sind seitens des Landwärts zu jedem Zinstermin kündbar, und zwar zum Nennbetrag in bar ohne Aufschlag oder durch Rückgabe von Schuldverschreibungen der Anleihe (Bonds) zahlbar. Ie nach der zukünftigen Entwicklung des Geldmarftes ist es also dem Landwirt stets möglich, innerhalb von 33 Iahren seine Hypothek zurückzuzahlen, und zwar, falls der Kurs der Bonds im Auslande (in Deutschland dürfen die Bonds an der Börse nicht gehandelt werden) unter 100 ist, durch Einreichung solcher gekaufter Bonds zmn Nennwert. Der Landwirt kann also jederzeit sich von seiner Schuld befreien, falls er bei zukünftiger günstiger Entwicklung des Geldmarktes ein billigeres Darlehen erhalten kann. Der Darlehensgeber, also das Real-Kreditinstitut, darf das Darlehen dem Landwirt dagegen nicht kündigen. Behält der Landwirt dasselbe bis zum Ablauf, d. h. 33 Jahre, so ist die Schuld getilgt. — Das Geld darf bekanntlich nur für produktive Zwecke, d. h. zur Förderung der landwirtschaftlichen Erzeugung oder zur wirtschaftlicheren Gestaltung des Betriebes benutzt werden, u ,a. auch zur Umwandlung drückender, kurzfristiger Verbindlichkeiten.
*
Erläuterung zum Reichsbankausweis. Nach dem Ausweis der Reichsbank vom 15. Iuli hat sich die gesamte Kapitalanlage der Dank an Wechseln und Schecks, Lombards und Effekten um 36,4 Mill, auf 2446,1 Mill. RM. verringert; und zwar haben im einzelnen die Bestände an Wechseln und Schecks um 81,0 Mill, auf 2236,6 Mill. RM. abgenommen während die Lombardbestände um 44,6 Mill, auf 116,5 Mill. RM. angewachsen sind. Die Anlage in Effekten ist mit 93,0 Mill. RM. nahezu unverändert geblieben. An Reichsbanknoten und Rentenbankscheinen zusammen sind 175,1 Mill. RM. in die Kassen der Dank zurück- geflossen. Der Umlauf an Reichsbanknoten verminderte sich um 158,2 Mill, auf 3518,3 Mill. 2^M., derjenige an Rentenbankscheinen um 16,9 Mill, auf 965,9 Mill. RM.; dementsprechend sind die Bestände der Reichsbank an solchen Scheinen auf 82,8 Mill. RM. gestiegen. Die fremden Gelder zeigen eine Zunahme um 158,5 Mill, auf 746,4 Mill. RM. Die Bestände an Gold und deckungsfähigen Devisen sind um 22,1 Mill, auf 1897,8 Mill. RM. angewachsen; die Zunahme entfällt auf die Bestände an deckungs- faljigen Devisen, welche sich um 22,7 Mill, auf 96,2 Mill. RM. vermehrten, während die Bestände an Gold um 590 000 auf 1801,5 Mill. AM. abgenommen haben. Die Deckung der Noten durch Gold allein besserte sich von 49,0 Prozent in der Vorwoche auf 51,2 Prozent, die Deckung durch Gold und deckungsfähige Devisen von 51,0 Prozent auf 53,9 Prozent.
' Tagung des R e ich s e i se n b a h n- ratä. Der Reichseisenbahnrat nahm in seiner Sitzung vom 19. Iuli zu verschiedenen wichtigen Aenderungen des Eisenbahnnormalgütertarifs Stellung, deren Durchführung für die nächste Zeit in Aussicht genommen ist. Insbesondere sollen die Frachten der oberen Wagenladungsklassen A bis D, in denen die hochwertigen Der- kehrsgüter enthalten sind, herabgesetzt werden, weil diese Klassen die höchsten Steigerungen gegenüber der Vorkriegszeit aufweisen. Weitere Ermäßigungen treten in den Entfernungen bis 100 Kilometer durch eine Abstaffelung der Abfertigungsgebühren in den Tarisklassen A bis E ein. Zwischen den jetzigen Klassen O bis E soll ferner eine neue Klasse Dl für Wagenladungsgüter eingefügt werden. Endlich werden für alle Güter die Sähe der Nebenklassen für 10-Tonnen- Sendungen nicht unerheblich gesenkt. Die der Eisenbahn entstehenden rechnerischen Einnahmeausfälle belaufen sich auf jährlia) 70 bis 75 Millionen Mark. Der Reichseisenbahnrat stimmte den Vorschlägen einmütig zu. Da die Aussprache ergab, daß weitere Erleichterungen namentlich zugunsten der Rohstoffe gewährt werden müßten, wurde in einer Entschließung der Reichsverkehrsminister ersucht, die organische Neuordnung der Gütertarife weiter zu treiben und insbesondere die Frage einer durchgehenden Ermäßigung der Abfertigungsgebühren auf nahe und mittlere Entfernungen im ständigen Ausschuß des Reichseifenbahnrats zur Erörterung zu stellen.
* Dom süddeutschen Daumarkt. Die in den letzten Wochen eingetretene leichte Abschwächung hat sich nicht fortgesetzt. Vielfach ist ein scharfes Zusammendrängen der Dauausfüh- tungert erfolgt, so daß z. B. in Westdeutschland das Baugewerbe mit Doppelschichten arbeitet. In Süd- und Südwestdeutschland stößt die Materialbeschaffung auf Schwierigkeiten, weniger durch die Nachfrage, als durch die durch das Wetter ungünstig beeinflußte Baustoffherstellung verursacht. Am Baugeldmarkt ist die Erstarrung um einige Nuancen flüssiger geworden. Die Sparkassen zeigen sich bemüht, ihr auf längere Sichtanlage fähiges Kapital in ihren örtlichen Bezirken im Wohnungsneubau anzulegen. Dagegen bleibt die Ausleihungstätigkeit der Hypothekenbanken noch immer sehr unbefriedigend. Auch vom Ausland her sind nur wenige Gelder hereingeflossen. Am Baustoffmarkt war das Geschäft nicht einheitlich. Die Mauersteinpreise hielten sich auf bisheriger Höhe, dagegen zeigen die Dachziegelpreise anziehende Tendenz. Schwemmsteins notierten bei flottem Absatz etwa 36 bis 40 Mk. pro 1000 Stück. Der Zementabsah ist weiter sehr rege. Die Abrufe in Baukalk blieben weiter sehr lebhaft. Am Bauholzmarkt waren die älm- sähe schwächer und die Tendenz zeigt Nachgiebigkeit. Am Baueisenmarkt hat sich das Geschäft gegenüber der Vorwoche nicht wesentlich verändert.
* Teneriffa A.-G., Zigarettenfabrik, Gießen. Die Geseflschaft, die bereits im Vorjahre mit einem Verlust von 23 079 Mark arbeitete, schließt auch 1926 mit einem Verlust von 20 816 RM. ab. In der Bilanz erscheinen folgende Posten: Postscheckkonto Mark 2381.24, Kassakonto 1084.17, Wechselkonto 4536.60, Bankkonto 13 324.34, Maschinenkonto 19 000, Inventarkonto 5600, Debitoren 79 274.54, Warenkonto 120 942, Verlust bis 1926 23 079.86, Verlust pro 1926 20 816.81, Delkredere-Konto 10 046, Aktienkapital 50 000, Kreditoren 229 993.56.
* Golo-Schuhfabrik-A. -G., Frankfurt a. M. Die im Vorjahr durch Zusammenlegung des A.-K. von 4 Mill. RM. auf 350 000 DM. und Wiedererhöhung auf 1.35 Mill. RM. sanierte Gesellschaft schließt 1926 mit einem Ge- toinn von 86 485 RM. (i. V. Verlust 2.91 Mill. DM.) aus dem 20 000 RM. dem Reservefonds und 20 000 RM. für zu erwartende nachträgliche Hypothekenaufwertungen überwiesen werden sollen, während die restlichen 46 425 RM. vorgetragen werden.
Frankfurter Börfc
Eigener Drahtbericht des „Gießener Anzeigers".
F r a n k f u r t a. M., 20. Iuli. Tendenz: still und schwächer. — An der heutigen Börse war die Unlust und Geschäfts stille außerordentlich groß. Die Spekulation blieb vollständig ohne llnternehmungslust, da bisher alle Bemühungen, das Publikum wieder am Börsengeschäft zu interessieren, erfolglos geblieben sind. Infolgedessen konnte die Tatsache, daß der Geldmarkt zum ersten Male feit längerer 3ett eine Entspannung erfahren hat, auf bie Stimmung keine anregende Wirkung aus- übcn. Verstimmend wirkte besonders für M o n- tan werte die pesfimistifche Beurteilung der Marktlage in dem Communique des Rheinifch- Westfälifchen Kohlenshndikates und die Meldungen über Einlegung von Feierschichten im Ruhr
gebiet. Gegenüber den Kursen der gestrigen Abendbörfe ergaben sich Abschwächungen von 1 b i s 3 Prozent. Harpener Rhein stahl, Rheinbrau, I. G. Farben' Scheideanstalt. Siemens und 3eI[J ft d f f to e r t e lagen 3 bis 5 Prozent schwächer. Holzverkohlung etwas fester. Hammer- s e n konnten 5,5 Prozent anziehen. Heimische und fremde Renten ftill. Im weiteren Börsenverlaufe blieb die Stimmung sehr ruhig. Gerüchte, daß die zu erwartende Außeichandelsbilcmz für den vergangenen Monat recht ungünstige Ziffern ausweisen werde, veranlaßten weitere große Zurückhaltung, doch blieben die Kurse im allgemeinen gehalten. Gegen Schluß konnte sich dann die Tendenz auf Deckungen hin wieder etwas befestigen. Am Geldmarkt (teilte sich Tagesgeld auf 6 Prozent.
Berliner Börfe.
Eigener Drahtbericht des ..Gießener Anzeigers". '
Berlin, 20. Iuli. Auf Grund allgemeiner Wirtfchaftsnachrichten (Besserung -der Arbeits- marftlage, deutscher Bergbaubericht für Iuni 1927, Verhandlungen der I. G. Farben mit dem Chemietrust, günstige Ernteaussichten usw.) wurde im heutigen Vormittagsverkehr noch ein freundlicher Grundton hervorgerufen. Das Geschäft war jedoch zu klein, als daß sich die freundliche Stimmung nennenswert in den Kursen ausgedrückt hätte. Zum offiziellen Beginn wurde die Tendenz ziemlich einheitlich schwächer, da die Spekulation Abgabeneigung bekundete in Erwartung ungünstiger Außenhandels-Bilanzzifsern, die in der Tat um über 100 Millionen RM. schlechter sind als im Vormonat. Die Kurse gaben durchschnittlich um 2 bis 3 Prozent nach. Spritwerte, Ludwig Löwe und Zellstoff Waldhof waren bis zu 8 Prozent abgeschwächt. Bemerkenswert fest lagen Hammerfen im Zusammenhang mit der neu einberufenen Generalversammlung. Heimische Anleihen ruhig, Ablösungsschuld fester. Ausländer wenig verändert. Tagesgeld ist etwas leichter, die Sähe blieben jedoch unverändert. Man erwartet eine Erhöhung des Reportgeld- sahes. Im weiteren Börsenverlaufe blieb die Amsahtätigkeit gering, die Kurse gaben erneut 1 bis 2 Prozent nach. Spritwerte minus 2 Prozent, Rheinstahl minus 1,5 Prozent, Glanzstoff minus 3 Prozent.
Frankfurter Ä^r^t-eLürfe.
Frankfurt a. M., 20. Iuli. Das Geschäft ist im allgemeinen ruhig. In Mehl deckt dec Konsum, der zwar keine Vorräte mehr hat, trotzdem nur die notwendigsten Mengen ein. Während Weizenmehl gegen gestern nur 0,25 Mk. schwächer lag, ist Roggenmehl stark abgeschwächt. Weizenkleie blieb im Preise unverändert; prompte Ware ist gesucht. Roggenkleie gab 0,25 Mk. nach. Futter" und Nachmehle sind äußerst knapp und sehr stark verlangt. Es wurden notiert: Weizen, Wetterauer, 31 nom.; Roggen, inländischer, 27 nom.; Hafer, inländ., 26; Hafer, ausländ., 23.50 bis 26; Mais (gelb) 18,75 bis 19; Weizenmehl, inländ., Spezial 0, 40 bis 40,25; Roggenmehl 37; Weizenkleie 13; Roggenkleie 14 Mk. Tendenz: Stetig.
Berliner Produktenbörse.
Berlin, 19. Juli. Der Produktenmarkt nahm heute einen durchaus ruhigen Verlauf. Obwohl die Wetternachrichten allgemein ungünstig lauteten, blieb Herbstgetreide im Preise ziemlich unverändert. Wo Angebot im neuen Brotgetreide vorhanden ist, sind die Preise zu hoch gehalten, und Geschäfte kamen kaum zustande. Die Cifofferten für Auslandgetreide lauteten wieder niedriger; Abschlüsse kamen auch auf dem niedrigeren Niveau nicht zustande. Die heute erfolgten ersten Roggenandienungen für diesen Monat und die Erwartungen von weiteren Andienungen hatten ein Nachgeben der Preise in Juli- roggen von 1 Mark zur Folge. Auch Juliweizen erlitt einen Preisrückgang. Wenn auch nur wenig Andienungen erfolgten, so blieb docy das Kaufinteresse ziemlich lebhaft. Das Rvggenmehlgeschäft speziell in aus Jnlandroggen hergestellten Mehlen blieb in der Provinz lebhaft, während sich die Umsätze hier weiter in engsten Grenzen yielten. Das Weizenmehlgeschäft war weiter still. Auch für Herbstlieferung ist am Mehlmarkte noch keine Belebung zu beobachten. Für Hafer und neue Wintergerste machte sich bei kleinem Angebot und leicht anziehenden Preisen bessere Nachfrage geltend. Auch für neue Sommergerste für Futterzwecke besteht Begehr.
Es wurden notiert (pro 1000 Kilo): Weizen, märkischer, Juli 291 bis 292, September 270,75 bis 271, Oktober 269,5 (ruhig); Roggen, märkischer, 250 bis 252, Juli 245,5 bis 244,75, September 231 bis 231,5, Oktober 231,5 (Juli matter); Wintergerste und Futtergerste 192 bis 198 (beh.), Hafer, märkischer, 251 bis 261 (fester), Juli 216 bis 218 (fester), Mais 187 bis 188 (fester), Raps 315 bis 325.
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. --------------------21i!)lnkt fcn nn8cWen ZiNern neben di- M>e der zuleh, besoffenen Dividende an. - Deichsbankdisiont 6 Prozen!, Lombardzinssub 7 Prozem.
Dalum:
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Frankfurt a M
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Berlin. 19 Iuli.
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Au-loi Rechten . ...
Desal. ohne Ausles-Rechten ivratiir Hnp.-Bk. Go dvf unlundbar bis 1932
4,/..u/o Rheinische Hyp «Bank
Viqu ’Q)o;bvf . .
91 ® abg Borkriegs-Lb
itgntiontn, rückzahlbar 1932 4° > Schwei; Bundcsb.-Anl. ■*% Lcstcreichischc Goldrte.
4.20°/« Ccftcrr ich. Silberne .
Leftemid). cmbelil. Rtc 4" Ungarische Goldrte
Ungarische Staatör. v.1910 4V/ desgl. von 1913 4’ • Ungarische Kronenrie . 4 / iiirl. ^ollanleihe v 1911 4 >_ iiirf. Bagdaddahn-Anl. 5! TIC 1.
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Berlin, 19 Iuli.
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I Geld TTsl 58,48 112,07 20,365
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Amst.-Roli Buen.-SlireL Brss.-Antw Christiania Kopenhagen Stockholm . Helnngfors. Italien. . . London. . .
Reupork . . Paris.... Schweiz . .
Spanien . Japan . . . Rio de Jan Wien in D-- Ceft. abgest Prag .... Belgrad . . Budapest. . Bulgarien . Lissabon . . Danzig. . . Konstantin. Athen. . .
Canada .
Uruguay . Cairo - . .
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Amtliche Geld 11)8,22 1,784 58,365 108,37 112,34 112,48 10,585 <2,815 10,39 4,200 16,44 '.0,8j5
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J9.13 12,45 7,390 13,25 3,037 20.78 81,30 2,151 5,594 4.191 4,136
20.917
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Berlin ische
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Notierur Brief 168,5 1.78 '8,48 108,5 112,5 112,7 10,60 22.85
<0,4 4,20 16,4 ^0,99
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59,2 >2,4 7,40 13,3
3,04 10,8 81,4 2,15 5.60 4.19 4,14
20.95
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1115,15
59,13
2,53
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80,84
71,63
12.422
73,07
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Amtliche
Geld
168,62
1,782
58,1.8
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112,38
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.',55
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a. M. 1
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Notierung
1 Brief
1 168,86 1,786
58,50
1 108,61
112,60 .
112,86 i 10,597
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1 ’l.Cl
12,02
. 1,976
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20,82
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1 ',152
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J '0.955


